(19)
(11) EP 2 186 749 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.05.2010  Patentblatt  2010/20

(21) Anmeldenummer: 08019754.4

(22) Anmeldetag:  12.11.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 85/32(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(71) Anmelder: Smurfit Kappa Baden Packaging GmbH
76599 Weisenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Schröter, Horst
    76597 Loffenau (DE)

(74) Vertreter: Witte, Weller & Partner 
Postfach 10 54 62
70047 Stuttgart
70047 Stuttgart (DE)

   


(54) Eier-Kartonverpackung


(57) Bei einer Eier-Kartonverpackung sind die Eier (80) in gewölbten Wänden (20', 22', 38') mit Löchern zur Aufnahme der Eier (80) federnd gehalten. Die Eier-Kartonverpackung weist ein aus einem einstückigen ersten Zuschnitt bestehendes Behälterteil (12) mit sechs seitlich aneinander angrenzenden Abschnitten (20, 22, 24, 28, 30, 38) auf, wobei drei aneinander grenzende ebene Abschnitte (24, 28, 30) äußere Wände und drei gewölbte Abschnitte (20', 22', 38') gewölbte innere Wände bilden (Figur 6).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Eier-Kartonverpackung, bei der die Eier in gewölbten Wänden mit Löchern zur Aufnahme der Eier federnd gehalten sind.

[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Zuschnittanordnung für eine Eier-Kartonverpackung, bei der die Eier in gewölbten Wänden mit Löchern zur Aufnahme der Eier federnd gehalten sind.

[0003] Eine Eier-Kartonverpackung sowie ein Zuschnitt der vorstehend genannten Art sind aus der DE 20 2007 010 343 U1 bekannt.

[0004] Bei der bekannten Eier-Kartonverpackung werden die Eier zwischen gewölbten inneren Seitenwänden eines durch ebene äußere Seitenwände gebildeten, quaderförmigen Behälters federnd gehalten. Die gewölbten inneren Seitenwände bilden dabei den Boden sowie die beiden Seiten. Die Kartonverpackung wird dabei einschließlich eines Deckelteils aus einem ebenen Zuschnitt hergestellt, der zehn seitlich nebeneinander angeordnete, rechteckförmige Abschnitte aufweist, die beim Aufrichten des Zuschnitts nach Art eines Wickels gefaltet werden.

[0005] Dadurch entstehen auf einer Seite und im Boden zwei ebene Seitenwände aufeinander, was einem Mehraufwand an Kartonmaterial entspricht. Der Wickel- bzw. Faltvorgang ist darüber hinaus kompliziert und erfordert entsprechend komplexe Maschinen. Schließlich erfordert die bekannte Kartonverpackung das Anbringen von Klebestellen.

[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Eier-Kartonverpackung sowie eine Zuschnittanordnung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die vorgenannten Nachteile vermieden werden. Insbesondere sollen eine Verpackung und ein Zuschnitt bereitgestellt werden, die eine kostengünstigere Produktion erlauben, indem Kartonmaterial eingespart, einfachere Maschinen zum Aufrichten benötigt und Klebestellen vermieden werden.

[0007] Bei einer Eier-Kartonverpackung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Eier-Kartonverpackung ein aus einem einstückigen ersten Zuschnitt bestehendes Behälterteil mit sechs seitlich aneinander angrenzenden Abschnitten aufweist, wobei drei aneinander grenzende ebene Abschnitte äußere Wände und drei gewölbte Abschnitte gewölbte innere Wände bilden.

[0008] Bei einer Zuschnitt-Anordnung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein erster Zuschnitt für ein Behälterteil mit sechs seitlich aneinander angrenzenden Abschnitten vorgesehen ist, von denen zwei Abschnitte auf einer Seite des ersten Zuschnitts sowie ein Abschnitt auf der gegenüberliegenden Seite des ersten Zuschnitts mit den Löchern versehen sind.

[0009] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.

[0010] Die Formgebung der Eier-Kartonverpackung bzw. der Zuschnittanordnung ermöglichen es nämlich, mit wesentlich weniger Kartonmaterial auszukommen, weil der Zuschnitt nur sechs anstatt zehn Abschnitte aufweist. Ferner wird das Aufrichten erleichtert, und Klebestellen werden vermieden.

[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung grenzen zwei der gewölbten Abschnitte an eine Seite und ein gewölbter Abschnitt an die andere Seite der drei aneinander grenzenden ebenen Abschnitte an.

[0012] Erfindungsgemäß ist bevorzugt, wenn das Behälterteil mit einem Deckelteil verschlossen ist.

[0013] Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass die Eier gegen ein Herausfallen gesichert sind, wenn die Eier-Kartonverpackung mit der offenen Seite des Behälterteils nach unten gehalten wird.

[0014] In diesem Falle kann das Deckelteil aus einem ebenen zweiten Zuschnitt bestehen.

[0015] Alternativ kann es als vom Behälterteil separates Bauelement ausgebildet oder mit dem Behälterteil einstückig sein.

[0016] Schließlich ist bevorzugt, wenn Endwände durch an Enden der ebenen Abschnitte angeformte Laschen gebildet werden.

[0017] Diese Maßnahme hat den Vorteil, dass das Behälterteil ohne jegliche Klebestellen aus dem ebenen ersten Zuschnitt hergestellt werden kann.

[0018] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.

[0019] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1A
eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Eier-Kartonverpackung, bestehend aus einem Behälterteil;
Figur 1B
eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Eier-Kartonverpackung, bestehend aus einem Behälterteil und einem Deckelteil;
Figur 2
einen Zuschnitt für das Ausführungsbeispiel der Eier-Kartonverpackung von Figur 1;
Figur 3
eine Seitenansicht des Zuschnitts von Figur 2 in einem ersten Schritt des Aufrichtens der Eier-Kartonverpackung;
Figur 4
eine Seitenansicht des Zuschnitts von Figur 2 in einem zweiten Schritt des Aufrichtens der Eier-Kartonverpackung;
Figur 5
eine Seitenansicht des Zuschnitts von Figur 2 in einem dritten Schritt des Aufrichtens der Eier-Kartonverpackung; und
Figur 6
eine Seitenansicht des Zuschnitts von Figur 2 in einem vierten Schritt des Aufrichtens der Eier-Kartonverpackung.


[0021] In Figur 1A und 1B bezeichnet 10 eine Eier-Kartonverpackung, die ein Behälterteil 12 aufweist und ein Deckelteil 14 aufweisen kann.

[0022] Figur 2 zeigt einen ersten ebenen Zuschnitt 16 für das Behälterteil 12. Der erste Zuschnitt 16 besteht vorzugsweise aus Karton.

[0023] Der erste Zuschnitt 16 weist nebeneinander eine Mehrzahl von Abschnitten auf. In der Darstellung der Figur 2 befindet sich am linken Rand des Zuschnitts 16 ein erster Abschnitt 20 von länglich-rechteckiger Gestalt, der eine innere Seitenwand des Behälterteils 12 bildet. Daran grenzen seitlich rechts ein zweiter Abschnitt 22 sowie daran ein dritter Abschnitt 24 an, die eine innere Bodenwand bzw. eine äußere Seitenwand des Behälterteils 12 bilden. Der dritte Abschnitt 24 ist an seinen Schmalseiten mit vierten Abschnitten 26a und 26b versehen, die als Laschen einen Teil von Endwänden des Behälterteils 12 bilden. An den dritten Abschnitt 24 grenzen seitlich ein fünfter Abschnitt 28 und daran ein sechster Abschnitt 30 an, die eine untere Bodenwand bzw. eine äußere Seitenwand des Behälterteils 12 bilden. Der sechste Abschnitt 30 ist an seinen Schmalseiten mit siebten Abschnitten 32a und 32b versehen, von denen nach außen achte Abschnitte 34a bzw. 34b und seitlich neunte Abschnitte 36a bzw. 36b abstehen. Die siebten Abschnitte 32a, 32b sind als Laschen ausgebildet und bilden zusammen mit den vierten Abschnitten 26a, 26b die bereits erwähnten Endwände. Die achten Abschnitte 34a, 34b dienen als Zungen und die neunten Abschnitte 36a, 36b zum Befestigen des optionalen Deckelteils 14. Schließlich grenzt seitlich an den sechsten Abschnitt 30 noch ein zehnter Abschnitt 38 an, der eine innere Seitenwand des Behälterteils 12 bildet.

[0024] Die Abschnitte 20 bis 38 sind jeweils mittels Falzlinien voneinander getrennt, von denen eine bei 40 angegeben ist.

[0025] Der erste Abschnitt 20 und der zweite Abschnitt 22 sind jeweils mit fünf Löchern 42 bzw. 44 zum Halten von vier Eiern versehen. Der dritte Abschnitt 24 ist mit zwei Löchern 46 und der sechste Abschnitt 30 ist mit drei Löchern 48 versehen, wobei die zusammen fünf Löcher 46, 48 mit den jeweils fünf Löchern 42, 44, 50 fluchten.

[0026] In den Falzlinien zwischen dem dritten Abschnitt 24 und den vierten Abschnitten 26a, 26b und in den Falzlinien zwischen den siebten Abschnitten 32a, 32b und den achten Abschnitten 34a, 34b sind jeweils Schlitze 52a, 52b bzw. 54a, 54b vorgesehen.

[0027] Figur 2 zeigt ferner einen zweiten ebenen Zuschnitt 56, der das Deckelteil 14 bildet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind der erste Zuschnitt 16 und der zweite Zuschnitt 56 als separate Elemente ausgebildet. Man kann die Zuschnitte aber auch einstückig ausbilden. Der zweite Zuschnitt 56 ist an seinen Schmalseiten mit Zungen 58a und 58b versehen. Der zweite Zuschnitt 56 weist ferner Ausschnitte 59 auf, die mindestens teilweise mit den Löchern 42, 22, 50 fluchten können.

[0028] Die Figuren 3 bis 6 veranschaulichen in einer Seitenansicht von der Schmalseite des ersten Zuschnitts 16 den Vorgang des Aufrichtens des Behälterteils 12.

[0029] In einem ersten Schritt (Figur 3) wird der erste Abschnitt 20 mittels eines geeigneten Werkzeugs gewölbt, wie mit einem Pfeil 60 angedeutet. In einem zweiten Schritt (Figur 4) werden gleichermaßen der zweite Abschnitt 22 sowie der zehnte Abschnitt 38 gewölbt, wie mit Pfeilen 64 bzw. 66 angedeutet. Die Ausbildung gewölbter Wände ist durch die Bezugszeichen 20', 22' und 38' angedeutet.

[0030] In einem dritten Schritt (Figur 4) werden nun von links die gewölbten Wände 20' und 22' und von rechts die gewölbte Wand 38' um 180° umgefaltet und auf die ebenen Abschnitte 24, 28 und 30 aufgelegt, wie mit Pfeilen 68, 70 und 72 angedeutet.

[0031] In einem vierten Schritt (Figur 6) werden nun von links der dritte Abschnitt 24 zusammen mit der gewölbten Wand 20' und von rechtes der sechste Abschnitt 30 zusammen mit der gewölbten Wand 38' um 90° nach oben gefaltet, so dass die in Figur 6 im Querschnitt U-förmige Aufnahme für Eier 80 entsteht.

[0032] Dabei werden die Eier 80 seitlich von den gewölbten Wänden 20' und 38' bzw. den darin angebrachten Löchern 42 und 50 sowie von unten durch die gewölbte Wand 22' bzw. die darin angebrachten Löcher 44 federnd gehalten.

[0033] Die Löcher 46 und 50 in den dritten Abschnitten 24 bzw. den zehnten Abschnitten 38 sind optional vorgesehen. Sie ermöglichen es einem Verbraucher, von außen zu kontrollieren, ob die Eier-Kartonverpackung 10 vollständig befüllt ist und die darin befindlichen Eier 80 unbeschädigt sind, ohne die Eier-Kartonverpackung 10 öffnen zu müssen.

[0034] Die Endwände werden nun dadurch gebildet (nicht dargestellt), dass zunächst die vierten Abschnitte 26a, 26b um 90° und darüber die siebten Abschnitte 32a, 32b ebenfalls um 90° gefaltet werden. Die achten Abschnitte 34a, 34b werden dann als Zungen in die Schlitze 52a, 52b gesteckt.

[0035] Sofern das Deckelteil 14 vorgesehen ist, werden die neunten Abschnitte 36a, 36b um 90° über die U-Öffnung des Behälterteils gefaltet, das Deckelteil 14 aufgesetzt und die Zungen 58a, 58b in die Schlitze 54a, 54b gesteckt.


Ansprüche

1. Eier-Kartonverpackung, bei der die Eier (80) in gewölbten Wänden (20', 22', 38') mit Löchern (42, 44, 50) zur Aufnahme der Eier (80) federnd gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Eier-Kartonverpackung (10) ein aus einem einstückigen ersten Zuschnitt (16) bestehendes Behälterteil (12) mit sechs seitlich aneinander angrenzenden Abschnitten (20, 22, 24, 28, 30, 38) aufweist, wobei drei aneinander grenzende ebene Abschnitte (24, 28, 30) äußere Wände und drei gewölbte Abschnitte (20', 22', 38') gewölbte innere Wände bilden.
 
2. Eier-Kartonverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der gewölbten Abschnitte (20', 22') an eine Seite und ein gewölbter Abschnitt (38') an die andere Seite der drei aneinander grenzenden ebenen Abschnitte (24, 28, 30) angrenzen.
 
3. Eier-Kartonverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterteil (12) mit einem Deckelteil (14) verschlossen ist.
 
4. Eier-Kartonverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelteil (14) aus einem ebenen zweiten Zuschnitt (56) besteht.
 
5. Eier-Kartonverpackung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelteil (14) als vom Behälterteil (10) separates Bauelement ausgebildet ist.
 
6. Eier-Kartonverpackung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelteil mit dem Behälterteil (10) einstückig ist.
 
7. Eier-Kartonverpackung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Endwände durch an Enden der ebenen Abschnitte (24, 30) angeformte Laschen (26a, 16b, 32a, 32b) gebildet werden.
 
8. Zuschnittanordnung für eine Eier-Kartonverpackung (10), bei der die Eier (80) in gewölbten Wänden (20', 22', 38') mit Löchern (42, 44, 50) zur Aufnahme der Eier (80) federnd gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Zuschnitt (16) für ein Behälterteil (12) mit sechs seitlich aneinander angrenzenden Abschnitten (20, 22, 24, 28, 30,38) vorgesehen ist, von denen zwei Abschnitte (20, 22) auf einer Seite des ersten Zuschnitts (16) sowie ein Abschnitt (38) auf der gegenüberliegenden Seite des ersten Zuschnitts (16) mit den Löchern (42, 44, 50) versehen sind.
 
9. Zuschnittsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Zuschnitt (56) für ein Deckelteil (14) vorgesehen ist.
 
10. Zuschnittsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zuschnitt (16) und der zweite Zuschnitt (56) als separate Elemente ausgebildet sind.
 
11. Zuschnittsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zuschnitt (16) und der zweite Zuschnitt (56) einstückig ausgebildet sind.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente