[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spendevorrichtung für eine Flüssigkeit, insbesondere
einen Getränkespender nach Anspruch 1.
[0002] Es ist bekannt, Getränkebehälter mit einem Überdruck zu beaufschlagen, um das darin
enthaltene Getränk über eine Ventilanordnung auszugeben.
[0003] Aus
JP 9 104 498 ist eine Getränkedose bekannt, bei der das Getränk von einem Druckgas getrieben über
ein Ventil ausgegeben werden kann.
[0004] Aus
EP 1 140 692 B1 ist ein Getränkebehälter bekannt, bei dem der Überdruck in dem Behälter von einer
darin angeordneten Druckmittelkartusche bereitgestellt wird.
[0005] Bei den bekannten Spendevorrichtungen lässt sich die Druckpatrone nicht austauschen,
ohne den Getränkebehälter zu öffnen. Ein Ersetzen der Druckpatrone ist im Betrieb
der Vorrichtung nicht möglich. Außerdem fällt der Druck mit zunehmender Entnahmemenge,
so dass zu Beginn der ersten Entnahme ein deutlich höherer Volumenstrom vorliegt,
als zum Zeitpunkt kurz vor der Entleerung des Behälters. Ferner werden die Bauteile
der Spendevorrichtung mit dem in der Regel sehr hohen Druck der Druckpatrone belastet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spendevorrichtung bereitzustellen,
die die zuvor genannten Nachteile nicht aufweist.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Spendevorrichtung mit den Merkmalen aus Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden den Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Die erfindungsgemäße Spendevorrichtung umfasst eine in einer Öffnung eines Behälters
festlegbare Ventilanordnung, eine mit dem Behälter verbindbare Betätigungsanordnung
zum Öffnen und Schließen der Ventilanordnung, eine außerhalb des Behälters angeordnete
und mit einem Druckgas gefüllte Gaspatrone, die mit dem Behälter in Verbindung steht,
zum Austreiben einer in dem Behälter enthaltenen Flüssigkeit über die Ventilanordnung
und einen in der Verbindung zwischen der Gaspatrone und dem Behälter angeordneten
Druckregulator.
[0009] In Abhängigkeit von der Entnahmemenge sinkt der Druck im Behälter bei der Entnahme.
Durch den Druckregulator wird der Behälterdruck nachgeregelt, so dass im Behälter
zu jeder Zeit ein in etwa konstanter Druck vorliegt. So wird ein konstanter Volumenstrom
der Füllflüssigkeit erreicht. Die Versorgung mit Druckgas wird von einer entsprechenden
Gaspatrone gewährleistet. Die Gaspatrone ist außerhalb des Behälters angeordnet, um
ein Austauschen der Patrone auch während der Verwendung, d.h. bei noch zum Teil gefülltem
Behälter, zu ermöglichen.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Betätigungseinrichtung lösbar mit einem
Behälterring verbunden, der an einem Rand des Behälters angebracht ist. Nach der Entleerung
des Behälters kann die Betätigungseinrichtung abmontiert und zur Wiederverwendung
gereinigt werden.
[0011] Bevorzugt umfasst die Ventilanordnung ein Zwei-Wege-Ventil und ein Ventilgehäuse.
Die zweiteilige Ausgestaltung ermöglicht die Herstellung des Ventilgehäuses mit günstigeren
Materialien. Das Zwei-Wege-Ventil erlaubt ein Eintreten von Druckgas und Ausgeben
von Füllflüssigkeit durch nur ein Ventil, unabhängig voneinander über getrennte Wege.
[0012] Bevorzugt weist das Ventilgehäuse ein Ansatzstück für ein Rohr auf, durch das die
Flüssigkeit ausgegeben wird. So kann das Rohr schnell und einfach ausgetauscht und
unabhängig von dem Ventilgehäuse hergestellt werden, was die Ausgestaltung unterschiedlicher
Formen, Längen und Materialien begünstigt.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Betätigungseinrichtung eine Rohrabdeckung
auf, die das Rohr vor einem Abknicken oder Abbrechen schützt.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Ventilgehäuse ein Federelement auf,
wobei durch Betätigen der Betätigungsanordnung das Ventilgehäuse gegen eine Federkraft
des Federelements in Richtung auf das Zwei-Wege-Ventil zu bewegt wird, wodurch dieses
geöffnet wird. Das Federelement dient auch der Stabilisierung des Ventilgehäuses auf
dem Zwei-Wege-Ventil.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Ventilanordnung ein Druckbegrenzungsventil
auf. Das Druckbegrenzungsventil kann separat, z.B. in einem Ventilteller des Zwei-Wege-Ventils
angeordnet sein. Dadurch wird gewährleistet, dass der Behälterdruck einen vorgegebenen
Wert nicht überschreitet, um das Material, insbesondere die Ventilanordnung zu schonen
und den Inhalt des Behälters nicht mit zu hohem Druck austreten zu lassen. Das Druckbegrenzungsventil
lässt bevorzugt Druck ab, wenn der Druck im Behälter 1500 hPa (mbar) überschreitet.
[0016] Bevorzugt weist die Betätigungsanordnung ein schwenkbares Hebelelement auf, das so
angeordnet ist, dass ein Schwenken des Hebelelements die Ventilanordnung öffnet bzw.
schließt. Die Betätigung über einen Hebel sorgt bei geringem Kraftaufwand für eine
einfache und intuitive Bedienung der Spendevorrichtung.
[0017] Bevorzugt ist die Gaspatrone lösbar mit einem Patronengehäuse verbunden.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Druckregulator in dem Patronengehäuse
angeordnet. So ist der Druckregulator dicht an der Gaspatrone angeordnet, wodurch
eine Belastung der Bauteile der Vorrichtung mit dem hohen Druck der Patrone vermieden
wird. Der Druck in der Gaspatrone kann 5 MPa (50 bar) betragen.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung gewährleistet der Druckregulator, dass im Behälter
ein Druck von 1000 bis 1400 hPa (mbar), bevorzugt 1200 hPa vorliegt. Diese Werte und
auch die für das Druckbegrenzungsventil können selbstverständlich an die jeweiligen
konkreten Anforderungen an die Spendevorrichtung angepasst werden.
[0020] Bevorzugt ist das Patronengehäuse in der Betätigungsanordnung untergebracht, wodurch
es von äußeren Einflüssen besser geschützt ist und eine kompaktere und optisch ansprechendere
Bauweise der Spendevorrichtung erreicht wird.
[0021] Bevorzugt ist die Gaspatrone in einer Einfassung untergebracht. Dies dient dem Schutz
der Gaspatrone und begünstigt auch eine sicherere Montage der Patrone.
[0022] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Einfassung mit dem Patronengehäuse verschraubbar.
Auf diese Weise lässt sich eine sichere Verbindung der Gaspatrone mit dem Patronengehäuse
herstellen. Des Weiteren ist ein Austausch der Gaspatrone so auf einfache Weise ohne
Werkzeug und mit einer Hand möglich.
[0023] Bevorzugt ist die Ventilanordnung derart in dem Behälter festgelegt, dass sie austauschbar
ist, ohne den Behälter zu beschädigen. Die Ventilanordnung kann nach Gebrauch entsorgt
und der Behälter zur Wiederverwendung gereinigt werden.
[0024] Eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Spendevorrichtung wird anhand
der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfmdungsgemäße Spendevorrichtung in der Explosionsansicht,
Fig. 2 zeigt im Schnitt eine erfindungsgemäße Spendevorrichtung in geöffneter Stellung,
Fig. 3 zeigt im Schnitt eine erfindungsgemäße Spendevorrichtung in geschlossener Stellung,
Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Spendevorrichtung in perspektivischer Ansicht,
Fig. 5 zeigt im Schnitt einen Ausschnitt der erfmdungsgemäßen Spendevorrichtung in
geöffneter Stellung,
Fig. 6 zeigt im Schnitt einen Ausschnitt der erfmdungsgemäßen Spendevorrichtung in
geschlossener Stellung,
Fig. 7 zeigt ein erfmdungsgemäßes Ventilgehäuse in der Draufsicht,
Fig. 8 zeigt im Schnitt ein erfmdungsgemäßes Ventilgehäuse,
Fig. 9 zeigt ein erfindungsgemäßes Patronengehäuse in der Draufsicht,
Fig. 10 zeigt im Schnitt ein erfindungsgemäßes Patronengehäuse.
[0025] In Fig. 1 sind die Bauteile einer erfindungsgemäßen Spendevorrichtung dargestellt.
In einer Öffnung 14 eines Getränkebehälters 1 (die Fig. zeigt nur eine obere Wand
des Behälters) ist ein Zwei-Wege-Ventil 21 angeordnet. In einer Öffnung im Boden eines
Ventiltellers 211 des Zwei-Wege-Ventils 21 ist ein separates Druckbegrenzungsventil
23 angeordnet, das von einem Druckbegrenzungsventil-Dichtring 231 abgedichtet ist.
Auf das Zwei-Wege-Ventil 21 ist ein Ventilgehäuse 22 aufgesetzt. Das Ventilgehäuse
22 wird von einem Federelement 26 abgestützt, das auf dem Ventilteller 211 aufliegt.
An dem Ventilgehäuse 22 ist ein Ansatzstück 25 angeordnet, auf das ein Rohr 24 aufsteckbar
ist, durch das ein Getränk aus dem Getränkebehälter 1 ausgegeben werden kann. Das
Ventilgehäuse 22 ist ferner mit einem Stopfen 27 sowie einem Dichtring 28 und einer
mit Schrauben 291 an das Ventilgehäuse 22 geschraubten Halteplatte 29 versehen.
[0026] Oberhalb des Ventilgehäuses, d.h. auf der behälterfernen Seite, ist ein Patronengehäuse
35 angeordnet. In einer Einfassung 32 ist eine Gaspatrone 31 untergebracht. Die Einfassung
32 weist an einer offenen Seite ein Innengewinde 321 auf, das auf ein Außengewinde
351 des Patronengehäuses 35 aufschraubbar ist. Die Gaspatrone 31 ist in der Einfassung
32 so angeordnet, dass ihre Öffnung zu dem Patronengehäuse 35 hin weist, wobei zwischen
Gaspatrone 31 und dem Patronengehäuse 35 ein Patronen-Dichtring 33 und ein Dorneinsatz
34 angeordnet sind. Im verschraubten Zustand der Einfassung 32 mit dem Patronengehäuse
35 ist die Gaspatrone 31 dicht mit dem Patronengehäuse 35 verbunden. In dem Patronengehäuse
35 sind ein Druckregulator 37 und zwei Druckregulator-Dichtungen 38 untergebracht.
Der Druckregulator 37 von einer mit Schrauben 391 fixierten Regulator-Halteplatte
39 in dem Patronengehäuse 35 gehalten.
[0027] Eine Betätigungsanordnung 4 weist eine Abdeckung 40, ein Hebelelement 42 und einen
durch eine Durchbohrung 352 des Patronengehäuses 35 geführten Bolzen 45 auf. Das Hebelelement
42 umfasst einen Nocken 421 mit einem runden Querschnitt und einer exzentrischen Durchbohrung
423. An dem Nocken 421 ist ein Hebelarm 422 angebracht, auf den ein Griffstück 43
aufgesteckt ist. Das Hebelelement 42 ist in einem Kopf 46 der Abdeckung 40 angelenkt,
wobei ein Gelenkstift 41 durch die exzentrische Bohrung 423 geführt ist und von Halterungen
461 im Kopf 46 der Abdeckung 40 gehalten wird. Der Hebelarm 422 des Hebelelements
42 ragt durch eine obere Ausnehmung 463 aus dem Kopf 46 heraus. Das Patronengehäuse
35 sowie das Ventilgehäuse 22 sind in dem Kopf 46 der Abdeckung 40 untergebracht,
wobei das Patronengehäuse 35 mit Blechschrauben 36 in dem Kopf 46 befestigt ist. Die
die Gaspatrone 31 aufnehmende Einfassung 32 ragt durch eine hintere Ausnehmung 462
aus dem Kopf 46 der Abdeckung 40 heraus. Eine an der Abdeckung ausgebildete Rohrabdeckung
44 deckt das Rohr 24 ab. Die Abdeckung 40 weist außerdem eine Grundplatte 48 auf,
die mittels durch Bohrungen 451 geführten Flachkopfschrauben 121 mit Gewindebuchsen
12 eines Behälterrings 13 verschraubt werden kann. Der Behälterring 13 ist fest mit
einem umlaufenden Rand 15 des Behälters 1 verbunden.
[0028] Die Funktion der einzelnen Bauteile wird anhand der weiteren Figuren näher erläutert.
[0029] In Fig. 2 ist eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Spendevorrichtung in geöffneter
Stellung im Schnitt dargestellt. Fig. 3 zeigt die gleiche Anordnung in geschlossener
Stellung. Die Gaspatrone 31 wird von einer Einfassung 32 an dem Patronengehäuse 35
gehalten. Die Einfassung 32 ist mit dem Innengewinde 321 auf das Außengewinde 351
des Patronengehäuses geschraubt und drückt so die Gaspatrone 31 auf den Dorneinsatz
34, der in einer entsprechenden Öffnung im Patronengehäuse 35 angeordnet ist. Die
Gaspatrone 31 und der Dorneinsatz 34 sind über eine Patronen-Dichtung 33 abgedichtet.
Ein Teil des Patronengehäuses 35 sowie der überwiegende Teil der Gaspatrone 31 und
der Einfassung 32 ragen durch die hintere Ausnehmung 462 aus dem Kopf 46 der Abdeckung
40 heraus. Das Patronengehäuse 35 ist in dem Kopf 46 untergebracht.
[0030] Ferner zeigt Fig. 2 einen Schnitt an der Linie B-B durch den Kopf 46 der Betätigungsanordnung
4. Darin ist zu erkennen, wie das Patronengehäuse 35 mittels Blechschrauben 36 an
einer dafür vorgesehenen Aufnahme im Kopf 46 der Abdeckung 40 montiert ist. Die Schrauben
391, die die Regulator-Halteplatte 39 an dem Patronengehäuse 35 fixieren sind ebenfalls
dargestellt.
[0031] Die Abdeckung 40 ist auf den fest mit dem Behälter 1 verbundenen Behälterring 13
aufgeschraubt. Im Schnitt an der Linie A-A der Fig. 3 ist zu sehen, wie eine in eine
Gewindebuchse 12 eingeschraubte Flachkopfschraube 121 die Abdeckung 40 an dem Behälterring
13 befestigt. So wird das lose, aber passgenau auf dem Zwei-Wege-Ventil 21 aufliegende
Ventilgehäuse 22, das mit dem Patronengehäuse 35 ebenfalls nicht fest verbunden ist,
zwischen dem Zwei-Wege-Ventil 21 und dem Patronengehäuse 35 fixiert. Das Ventilgehäuse
22 ist so nur durch Betätigung des Hebelelements 42 axial verschieblich. Dies ist
anhand der Fig. 5 und 6 genauer beschrieben.
[0032] Fig. 4 zeigt eine montierte Spendevorrichtung in perspektivischer Ansicht. Die Betätigungsanordnung
4 ist mit dem Behälterring 13 verschraubt und mit der Gaspatrone 31 in der Einfassung
32 versehen.
[0033] Die Fign. 5 und 6 zeigen einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Spendevorrichtung
in geöffneter bzw. geschlossener Stellung. Zum Öffnen der Ventilanordnung 2 wird das
Hebelelement 42 in Richtung auf den Behälter 1 zu geschwenkt. Der Hebelarm 422 steht
durch die obere Ausnehmung 463 der Abdeckung 40 hervor und kann bis zu einem Stopp
464 geschwenkt werden. Das Hebelelement 42 ist über einen Gelenkstift 41 durch eine
exzentrische Bohrung 423 im Nocken 421 in der Abdeckung 40 angelenkt. Dadurch führt
ein Schwenken des Hebelelements 42 zu einer axialen Bewegung des Bolzens 45, der federvorgespannt
durch eine Ventilfeder 212 und das Federelement 26 des Ventilgehäuses 22 an dem Nocken
421 anliegt. Beim Öffnen der Vorrichtung wird der Bolzen 45, und somit das Ventilgehäuse
22 gegen die Federkraft der Ventilfeder 212 und des Federelements 26 in Richtung auf
das Zwei-Wege-Ventil 21 zu gedrückt. Dabei wird ein in einem Ventilkörper 218 angeordneter
Ventilkolben 213 des Zwei-Wege-Ventils 21 gegen die Federkraft der Ventilfeder 212
tiefer in den Ventilkörper 218 gedruckt, wodurch das Ventil geöffnet wird.
[0034] Ist das Zwei-Wege-Ventil 21 geöffnet, kann das Getränk durch eine Zuleitung 16, die
sich in etwa bis zum Boden (nicht gezeigt) des Behälters 1 erstreckt, über Querkanäle
215 in einen Durchgangskanal 214 im Ventilkolben 213 gelangen und über einen im Ventilgehäuse
22 angeordneten Ventilkanal 221, der in das Ansatzstück 25 mündet, schließlich durch
das Rohr 24 ausgegeben werden. Dies wird durch einen Überdruck in dem Behälter 1 ermöglicht.
Der Überdruck wird durch bei der Entnahme nachgeführtes Druckgas im Wesentlichen konstant
gehalten. Dazu weist das Zwei-Wege-Ventil 21 einen weiteren, unabhängigen Durchgang
auf, durch den das Druckgas während der Getränkeentnahme aus der Gaspatrone 31 in
den Behälter 1 strömen kann, ohne dass das Getränk und das Druckgas in der Ventilanordnung
2 miteinander in Kontakt treten. Wird ein vorgegebener Druck unterschritten, gibt
der Druckregulator 37 Druckgas aus der Gaspatrone frei. Das Druckgas strömt durch
eine Durchgangsöffnung 353 eines Kolbenvorsprungs 357 des Patronengehäuses 35 in eine
Aufnahmeöffnung 222 des Ventilgehäuses 22, und von dort weiter durch eine Querverbindung
223 und durch parallel zum Durchgangskanal 214 verlaufende Kanäle 217 im Ventilkolben
213 in einen Zwischenraum 219 zwischen Ventilkörper 218 und Ventilkolben 213. Durch
Öffnungen 216 im Ventilkörper 218 gelangt das Druckgas schließlich in den Behälter
1.
[0035] Im geschlossenen Zustand ist das Zwei-Wege-Ventil 21 an den Querkanälen 215 und den
Kanälen 217 durch Dichtungen 210 abgedichtet.
[0036] Das Druckbegrenzungsventil 23, das von einem Druckbegrenzungsventil-Dichtring 231
abgedichtet in dem Ventilteller 211 des Zwei-Wege-Ventils 21 angeordnet ist, lässt
Druck ab, wenn ein vorgegebener Druck im Behälter 1 erreicht wird.
[0037] Das Ventilgehäuse 22 ist in Fig. 7 in der Draufsicht sowie in Fig. 8 im Schnitt gezeigt.
Die Aufnahmeöffnung 222 ist von einem Dichtring 28 gegenüber dem Kolbenvorsprung 357
des Patronengehäuses 35 abgedichtet. Der Dichtring 28 wird von der Halteplatte 29
arretiert, die mittels Schrauben 291 an dem Ventilgehäuse 22 befestigt ist. In der
Verbindung zwischen der Aufnahmeöffnung 222 und der Querverbindung 223 ist ein Stopfen
27 in einer entsprechenden Öffnung lösbar angeordnet.
[0038] Die Fign. 9 und 10 zeigen ein erfindungsgemäßes Patronengehäuse in der Draufsicht
bzw. in einer Seitenansicht im Schnitt. Das Patronengehäuse 35 weist Bohrlöcher 358
auf, durch die die Blechschrauben 36 zur Befestigung des Patronengehäuses 35 in dem
Kopf 46 der Abdeckung 40 geführt sind. Die Durchbrechung 352 des Patronengehäuses
35 dient der Führung des Bolzens 45. Des Weiteren ist in dem Gehäuse der Druckregulator
37 untergebracht. Er kann durch eine Öffnung eingesetzt/entnommen werden, die von
der mit Schrauben 391 fixierten Regulator-Halteplatte 39 bedeckt wird. Der Druckregulator
37 ist durch Druckregulierdichtungen 38 abgedichtet. Aus dem Patronengehäuse 35 steht
von der der Regulator-Halteplatte fernen Seite ein Kolbenvorsprung 357 mit einer Durchgangsöffnung
353 hervor. Der Kolbenvorsprung 357 ist passend zu der Aufnahmeöffnung 222 des Ventilgehäuses
ausgebildet.
[0039] Das Patronengehäuse 35 weist ferner eine Fassung 354 auf, deren Außenseite ein Außengewinde
351 aufweist. In einem Boden 355 der Fassung 354 ist eine Öffnung angeordnet, die
mit dem Druckregulator 37 in Verbindung steht. In diese Öffnung ist ein Dorneinsatz
34 eingesetzt, auf den die Öffnung der Gaspatrone 31 aufgesetzt wird, wodurch die
Gaspatrone 31 geöffnet wird. Gehalten wird die Gaspatrone 31 in dieser Position durch
das Aufschrauben der Einfassung 32 auf das Patronengehäuse. Der Druck der Gaspatrone
33 liegt so an dem Druckregulator 37 an. Zwischen dem Dorneinsatz 34 und der Gaspatrone
31 befindet sich eine Patronendichtung 33.
[0040] Die mit der Flüssigkeit in Berührung gekommenen Bauteile, also das Ventilgehäuse
22 und das Zwei-Wege-Ventil 21 werden verworfen. Die übrigen Bauteile können gereinigt
und wiederverwendet werden. Der Behälter 1 kann gereinigt und ebenfalls wiederverwendet
werden.
1. Spendevorrichtung für Flüssigkeit, umfassend
• eine in einer Öffnung (14) eines Behälters (1) festlegbare Ventilanordnung (2),
• eine mit dem Behälter (1) verbindbare Betätigungsanordnung (4) zum Öffnen und Schließen
der Ventilanordnung (2),
• eine außerhalb des Behälters (1) angeordnete und mit einem Druckgas gefüllte Gaspatrone
(31), die mit dem Behälter (1) in Verbindung steht, zum Austreiben der in dem Behälter
(1) enthaltenen Flüssigkeit über die Ventilanordnung (2) und
• einen in der Verbindung zwischen der Gaspatrone (31) und dem Behälter (1) angeordneten
Druckregulator (37).
2. Spendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (4) lösbar mit einem Behälterring (13) verbunden ist,
der an einem Rand (15) des Behälters (1) angebracht ist.
3. Spendevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung (2) ein Zwei-Wege-Ventil (21) und ein Ventilgehäuse (22) umfasst.
4. Spendevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (22) ein Ansatzstück (25) für ein Rohr (24) aufweist, durch das
die Flüssigkeit ausgegeben wird.
5. Spendevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (4) eine Rohrabdeckung (44) aufweist.
6. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilgehäuse (22) ein Federelement (26) aufweist, wobei durch Betätigen der
Betätigungsanordnung (4) das Ventilgehäuse (22) gegen eine Federkraft des Federelements
(26) in Richtung auf das Zwei-Wege-Ventil (21) zu bewegt wird, wodurch dieses geöffnet
wird.
7. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung (2) ein Druckbegrenzungsventil (23) aufweist.
8. Spendevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (23) Druck ablässt, wenn der Druck im Behälter (1) 1500
hPa (mbar) überschreitet.
9. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsanordnung (4) ein schwenkbares Hebelelement (42) aufweist, das so
angeordnet ist, dass ein Schwenken des Hebelelements (42) die Ventilanordnung (2)
öffnet bzw. schließt.
10. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaspatrone (31) lösbar mit einem Patronengehäuse (35) verbunden ist.
11. Spendevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckregulator (37) in dem Patronengehäuse (35) angeordnet ist.
12. Spendevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckregulator (37) gewährleistet, dass im Behälter (1) ein Druck von 1000 bis
1400 hPa (mbar), bevorzugt 1200 hPa vorliegt.
13. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Patronengehäuse (35) in der Betätigungsanordnung (4) untergebracht ist.
14. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaspatrone (31) in einer Einfassung (32) untergebracht ist.
15. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfassung (32) mit dem Patronengehäuse (35) verschraubbar ist.
16. Spendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilanordnung (2) derart in dem Behälter (1) festgelegt ist, dass sie austauschbar
ist, ohne den Behälter (1) zu beschädigen.