[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungsanordnung für ein verschließ- oder verriegelbares
Bauteil, insbesondere für einen Schachtdeckel, der mit einer Verriegelungseinrichtung
versehen ist, die ein Betätigungselement enthält, durch dessen Bewegung, insbesondere
Drehung die Verriegelungseinrichtung zwischen einer Verriegelungsstellung und einer
Freigabestellung des Bauteils hin und her bewegbar ist.
[0002] Bei dem Schachtdeckel kann es sich um den oberen Schachtdeckel handeln, der den Schacht
bündig mit der Umgebung abschließt, oder um einen Unterdeckel, der unterhalb der eigentlichen
Schachtabdeckung angeordnet ist, um Unbefugten den Zugang zu dem Schacht zu verwehren,
in dem z.B. elektrische oder elektronische Einrichtungen oder Einrichtungen anderer
Art untergebracht sein können, zu denen Unbefugte keinen Zugriff haben dürfen.
[0003] Der Schachtdeckel, der vorzugsweise aus Beton oder Gusseisen besteht, hat bevorzugt
einen Drehriegel, der durch Drehen eines damit verbundenen Betätigungselementes einen
Vorsprung des Schachtrandes untergreifen kann.
[0004] Der Schachtunterdeckel, der vorzugsweise aus Stahl besteht, hat an seiner Unterseite
eine Verriegelungseinrichtung, die aus einem Gestänge bestehen kann, das durch Drehen
eines Betätigungselementes, das von der Oberseite des Unterdeckels aus zugängig ist,
in Aufnahmen des Schachtrandes vorgeschoben werden kann, um den Unterdeckel zu verriegeln.
Durch Drehen des Betätigungselementes in die entgegengesetzte Richtung werden die
Stangen der Verriegelungseinrichtung in Richtung des Betätigungselementes zurück gezogen,
womit der Schachtunterdeckel frei zu seiner Abnahme von dem Schacht ist.
[0005] Das Betätigungselement kann z.B. ein mit der Verriegelungseinrichtung bzw. dessen
Gestänge verbundener drehbarer Zapfen sein, der z.B. eine Innensechskantöffnung haben
kann, so dass das Betätigungselement nach Einsetzen eines entsprechend geformten Werkzeugs
gedreht werden kann.
[0006] Da ein derartiges Sechskantwerkzeug oder ein ähnliches Werkzeug, mit dem das Betätigungselement
drehbar ist, einer unbefugten Person, die Zugang zu dem Schacht erhalten möchte, ohne
weiteres zur Verfügung stehen kann, kann der Zugang zu dem Betätigungselement durch
ein einsetzbares Schloss versperrt werden, das oberhalb des Betätigungselementes z.B.
in eine hülsenförmige Aufnahme einsetzbar ist und vor Drehen des Betätigungselementes
entfernt werden muss. Dabei ist in der Praxis nicht auszuschließen, dass ein Monteur
nach Arbeiten in dem Schacht vergisst, den Deckel oder Unterdeckel zu verriegeln,
bevor er das Sicherheitsschloss anbringt.
[0007] Insbesondere dann, wenn sich der Schacht im Bereich einer Fahrbahn befindet, kann
es zudem geschehen, dass die Verriegelungseinrichtung in Folge der schlagartigen Belastung
des Schachtdeckels und der damit einhergehenden Vibrationen selbsttätig in die Freigabestellung
wandert, so dass auch in diesem Fall der Schacht durch den Schachtdeckel oder Schachtunterdeckel
nicht gesichert ist.
[0008] Ein weiteres Problem besteht darin, dass nicht auszuschließen ist, dass eine unbefugte
Person in den Besitz des Schlüssels des eingesetzten Schlosses gelangt, das den Zugang
zu dem Betätigungselement versperrt, und daher das Schloss entfernen und anschließend
das Betätigungselement der Verriegelungseinrichtung in die Öffnungsstellung drehen
kann.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Sicherheit eines Schachtes
gegen unbefugten Zugang zum Schachtinneren zu verbessern.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0012] Die Erfindung sieht eine Sicherungsanordnung vor, die ein abnehmbares Schloss oder
Steckschloss aufweist, das vorzugsweise nur dann abschließbar ist, um den Zugang zu
dem Betätigungselement der Verriegelungseinrichtung zu versperren, wenn das Betätigungselement
in die der Verriegelungsstellung entsprechende Lage gedreht ist.
[0013] Das Betätigungselement kann dabei ein Zapfen oder Bolzen mit einem Innensechskant
sein, der mit dem Gestänge der Verriegelungseinrichtung so verbunden ist, dass die
Elemente der Verriegelungseinrichtung entweder in Aufnahmetaschen des Schachtrandes
oder Schachtrahmens einschiebbar oder aus diesen zurückziehbar sind. Dabei versteht
es sich, dass das Betätigungselement auch durch ein andersartiges Werkzeug drehbar
sein kann.
[0014] Außerdem sieht die Erfindung eine Zugangsberechtigungs-Überprüfungseinrichtung vor,
die die Schließstellung des Schlosses blockieren kann und nur dann frei gibt, wenn
sie zugehörige Zugangsberechtigungsdaten empfangen hat. Die Zugangsberechtigungs-Überprüfungseinrichtung
enthält eine Sendeeinheit, eine Empfangs- und Auswerteeinheit und eine Blockier- und
Freigabeeinheit für das Schloss.
[0015] Die Sendeeinheit trägt die zur Öffnung des Schachtes befugte Person bei sich und
ist beispielsweise durch einen Chip-Transponder gebildet, wie er beispielsweise zur
Fernsteuerung eines Kfz-Schlosses weit verbreitet ist. Der Chip-Transponder sendet
seine gespeicherten Signale an eine Empfangs- und Auswerteeinheit, die zweckmäßigerweise
eine Antenne aufweist und in einem Gehäuse unter dem Schachtdeckel angeordnet sein
kann. Die Auswerteeinheit, überprüft, ob sie die korrekten Zugangsberechtigungsdaten
empfangen hat und gibt in diesem Fall ein Signal an eine Blockier- und Freigabeeinheit
ab, die ein vorschiebbares und zurückziehbares, beispielsweise stiftartiges Element
aufweist.
[0016] Die Blockier- und Freigabeeinheit kann das stiftartige Element beispielsweise mittels
eines Hubmagneten vorwärts oder rückwärts bewegen oder mittels eines elektrischen
Spindeltriebs. Hierzu kommt jedes geeignete Mittel in Betracht.
[0017] Die Blockier- und Freigabeeinheit ist an einer solchen Stelle angeordnet, dass das
stiftartige Element im vorgeschobenen Zustand in die Bewegungsbahn des Riegels des
Schlosses hineinragt. Vorzugsweise ist die Blockier- und Freigabeeinheit an einem
nicht-drehbar befestigten Gehäuse angebracht, in das das Schloss einsetzbar ist.
[0018] Wenn bei der Sicherungsanordnung vorzugsweise das Betätigungselement der Verriegelungseinrichtung
in die Verriegelungsstellung bewegt ist und das Schloss in das zugehörige Gehäuse
eingesetzt und darin verriegelt ist, gibt der berechtigte Benutzer mit seiner Sendeeinheit
ein Blockiersignal an die Empfangs- und Auswerteeinheit ab, die ihrerseits ein Signal
an die Blockier- und Freigabeeinheit weiter gibt, die daraufhin das stiftartige Element
in die Bewegungsbahn des Riegels (aus der Verrieglungs- in die Öffnungsstellung) vorschiebt.
Dies kann auch rein mechanisch durch Federbeaufschlagung des Stiftes geschehen. Selbst
wenn eine unbefugte Person im Besitz eines Schlüssels zu dem Schloss sein sollte,
könnte sie nicht den Riegel des Schlosses in die Öffnungsstellung bewegen, da dies
durch den Stift der Blockier- und Freigabeeinheit mit Sicherheit verhindert ist. Der
Stift hat eine solche Festigkeit, dass er durch den Riegel weder abgerissen noch so
verformt werden kann, dass die Bewegungsbahn des Riegels frei wäre.
[0019] Eine zum Zugang berechtigte Person hingegen aktiviert durch Übersendung der Zugangsberechtigungsdaten
die Blockier- und Freigabeeinheit über die Empfangs- und Auswerteeinheit, wodurch
das stiftartige Element aus der Bewegungsbahn des Riegels des Schlosses zurück gezogen
wird.
[0020] Damit ist ein unbefugter Zugang zu dem Schacht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen.
[0021] Weiter wird vorgeschlagen, dass das Betätigungselement, mit dem die Verriegelungseinrichtung
betätigbar ist, von einem Gehäuse umgeben ist, in das das Schloss einsetzbar ist.
Dieses Gehäuse kann eine geschlossene Umfangswand haben, und dabei vorzugsweise kreiszylindrisch
geformt sein, wobei das Schloss (im Falle eines Schachtdeckels oder Schachtunterdeckels)
von oben in das Gehäuse einschiebbar ist.
[0022] Weiter wird vorgeschlagen, dass das Schloss nur in einer vorbestimmten Umfangslange
so in das Gehäuse einsetzbar ist, dass das Schloss in dem Gehäuse verriegelbar ist.
Dies wird dadurch erreicht, dass das Gehäuse einen nach innen ragenden Vorsprung aufweist,
der ein angeformter Vorsprung sein kann oder ein befestigter zylindrischer Stift,
und dass das Schloss eine langgestreckte, in Einschubrichtung bis zum vorderen Rand
durchgehende Aussparung aufweist, in die der Vorsprung oder Stift eintreten kann.
Die langgestreckte Aussparung, die auch als Schlitz bezeichnet werden kann, sollte
etwas breiter als der Vorsprung oder Stift sein, damit dieser glatt eintreten kann.
Der Schlitz verläuft parallel zur Längsachse des Schlosses.
[0023] Weiter sollte die Anordnung so getroffen werden, dass die langgestreckte Aussparung
bzw. der Schlitz an der Innenseite des Gehäuses von dem Riegel, bevorzugt einem Drehriegel
des Schlosses, überdeckt ist, wenn der Drehriegel durch den Schlüssel des Schlosses
in die Sperrposition gedreht ist.
[0024] Außerdem ist vorgesehen, dass der Schlitz eine solche Erstreckung hat, dass sich
der Stift bei vollständig in das Gehäuse eingesetzter Lage des Schlosses hinter (im
Falle eines Schachtdeckels oder Schachtunterdeckels: über) dem Drehriegel befindet.
Wenn somit der Drehriegel geschlossen ist, fixiert er den im oberen Endbereich des
Schlitzes angeordneten Vorsprung oder Stift, so dass das Schloss nicht aus dem Gehäuse
entnommen werden kann, wenn es nicht zuvor aufgeschlossen worden ist.
[0025] Insbesondere dann, wenn das verriegelbare Bauteil ein Schachtunterdeckel ist, ist
vorteilhafterweise weiter vorgesehen, dass das Betätigungselement drehfest mit einem
Bauteil verbunden ist, das eine Aussparung aufweist, in die ein Zapfen eintreten kann,
der an dem Schloss befestigt ist und in Einschubrichtung des Schlosses von diesem
vorsteht. Bei dem mit dem Betätigungselement verbundenen Bauteil handelt es sich vorzugsweise
um einen flachen Ring, der sich von dem Betätigungselement nach außen erstreckt und
auf geeignete Weise an dem Betätigungselement angesetzt, vorzugsweise angeschweißt
ist. Der an dem Schloss befestigte Zapfen bzw. stabförmige Körper erstreckt sich vorzugsweise
in axialer Richtung des Schlosses.
[0026] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Aussparung in dem mit dem Betätigungselement
verbundenen ringförmigen Element mit dem Zapfen fluchtet, wenn sich das Betätigungselement
in der Drehlage befindet, in der die Verriegelungseinrichtung sich in der Verriegelungsstellung
befindet. Der Zapfen hat dabei eine solche Länge, dass er im vollständig eingesetzten
Zustand des Schlosses in die Aussparung hineinragt.
[0027] Diese Ausbildung hat zur Folge, dass das Schloss nur dann abgesperrt werden kann,
wenn die Verriegelungseinrichtung in der Verriegelungsstellung ist, da anderenfalls
der Zapfen auf das mit dem Betätigungselement verbundene Bauteil auftrifft, mit der
Folge, dass der am Gehäuse befestigte Vorsprung oder Stift sich nicht in der oberen
Endstellung des Schlitzes oberhalb des Bewegungsbereichs des Riegels des Schlosses
befindet. Wenn sich jedoch die Verriegelungseinrichtung in der Verriegelungsstellung
befindet, kann der Riegel des Schlosses in die Schließstellung bewegt werden, da der
Zapfen in die Aussparung des Rings hineinragt, und der Vorsprung oder Stift die Schließbewegung
des Schlosses nicht blockiert. In diesem Zustand blockiert der in die Aussparung eingreifende
Zapfen zudem eine Drehung des Betätigungselementes in die Freigabestellung, die anderenfalls
durch Vibration etc. hervorgerufen werden könnte. Die Aussparung ist dabei so an die
Querschnittsform des Zapfens angepasst, dass dieser glatt in die Aussparung eintreten
kann, jedoch zweckmäßigerweise kein nennenswertes seitliches Spiel verbleibt. Das
Betätigungselement ist somit nicht-drehbar gehalten, womit auch die Verriegelungseinrichtung
im wesentlichen unbeweglich fixiert ist.
[0028] Wenn das verriegelbare Bauteil ein Schachtdeckel ist, der den Schacht bündig mit
der Umgebung verschließt, wird die Anordnung bevorzugt so getroffen, dass der Riegel
in seiner Öffnungsstellung in der Eintrittbahn des Zapfens liegt, wenn das Schloss
in das Gehäuse eingesetzt wird, wobei der Zapfen an einer entsprechenden Stelle von
der Unterseite des Schlosses aus vorsteht. Der Zapfen hat eine solche Länge, dass
er in diesem Fall das vollständige Einsetzen des Schlosses in das Gehäuse blockiert,
womit das Schloss nicht abschließbar ist. Wenn sich der Riegel aber in der Verriegelungsstellung
befindet, ist er aus der Eintrittsbahn des Zapfens heraus verschwenkt, so dass der
Zapfen an dem Riegel vorbei zusammen mit dem Schloss in die Endstellung eingesetzt
werden kann, in der das Schloss abschließbar ist. Das Gehäuse ist über dem Schloss
durch eine lösbare Kappe abdeckbar, damit keine Fremdstoffe und kein Wasser in das
Gehäuse eintreten können.
[0029] Es wird betont, dass die erfindungsgemäße Sicherungsanordnung nicht nur für einen
Schachtdeckel oder Schachtunterdeckel geeignet ist, sondern auch bei anderen verriegelbaren
und abnehmbaren oder aufklappbaren Abdeckeinrichtungen wie Klappen, Deckel oder Türen
angewendet werden kann.
[0030] Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Figur 1
- ein Beispiel einer unterhalb eines Schachtunterdeckels angebrachten Verriegelungseinrichtung
in der geöffneten Stellung;
- Figur 2
- die Verriegelungseinrichtung gemäß Figur 1 in der Verriegelungs- stellung;
- Figuren 3 und 4
- zwei verschiedene Ansichten eines bei der Sicherungsanordnung lösbar einzusetzenden
Schlosses, im unverschlossenen Zustand;
- Figuren 5 und 6
- das Schloss gemäß den Figuren 3 und 4 im versperrten Zustand;
- Figur 7
- einen Teil der Verriegelungseinrichtung mit dem Schloss im noch nicht eingesetzten
Zustand;
- Figur 8
- das Schloss im eingesetzten Zustand, wenn sich die Verriegelungs- einrichtung in der
Freigabestellung des Schachtunterdeckels befindet;
- Figur 9
- die durch das abgesperrte Schloss gesicherte Verriegelungsstellung der Verriegelungseinrichtung;
- Figur 10
- eine Aufsicht auf einen Bereich eines Schachtdeckels, der den Schacht bündig mit seiner
Umgebung abschließt, mit der erfindungsgemäßen Sicherungsanordnung;
- Figur 11
- den Zustand des Schachtes, in dem das Schloss in das rohrförmige Gehäuse des Schachtdeckels
eingesetzt wird;
- Figur 12
- den Schachtdeckel gemäß Figur 11, wobei sich der Drehriegel in der Öffnungsstellung
des Schachtes befindet;
- Figur 13
- den Schacht gemäß Figur 11, wobei sich der Drehriegel in der Verriegelungsstellung
des Schachtes befindet;
- Figur 14
- eine Darstellung ähnlich Figur 13, die die Verriegelungsstellung des Drehriegels veranschaulicht;
- Figur 15
- eine Darstellung ähnlich Figur 8, mit einer Blockier- und Freigabeeinheit einer Zugangsberechtigungs-Überprüfungseinrich-
tung im blockierten Zustand des Riegels des Schlosses und
- Figur 16
- eine Darstellung ähnlich Figur 15, jedoch mit zurückgezogenem Stift der Blockier-
und Freigabeeinheit.
[0031] In den Figuren 1 bis 9 ist die erfindungsgemäße Sicherungsanordnung an einem Schachtunterdeckel
dargestellt.
[0032] In den Figuren 1 und 2 ist eine Verriegelungseinrichtung 1 dargestellte, bei der
durch Drehen eines inneren Gestänges 2 fünf Stangen 3 ausgefahren werden können, so
dass ihre Enden in nicht dargestellte Taschen am Schachtrand bzw. in einem Schachtrahmen
eingreifen, oder - wie Figur 1 zeigt - aus diesen zurückgezogen werden. Es wird betont,
dass die Erfindung auch auf andere Verriegelungseinrichtungen anwendbar ist, bei denen
ein oder mehrere Riegel vorgeschoben oder zurückgezogen werden können. Die dargestellte
Verriegelungseinrichtung befindet sich an der Unterseite eines Schachtunterdeckels
4.
[0033] Die Figuren 3 bis 6 zeigen ein zylindrisches Steckschloss 5, bei dem mittels eines
Schlüssels 6 ein Drehriegel 7 aus der in den Figuren 3 und 4 dargestellten offenen
Stellung des Schlosses in die in den Figuren 5 und 6 gezeigte Verriegelungsstellung
drehbar ist. Das Schloss 5 hat einen vom unteren Rand ausgehenden geradlinigen Schlitz
8, der sich bis über den Bewegungsbereich des Drehriegels 7 hinaus erstreckt.
[0034] Außerdem steht von dem Schloss 5 nach unten ein Zapfen 9 vor, der an dem Schloss
auf geeignete Weise befestigt ist.
[0035] Die Figuren 7 bis 9 zeigen, dass das innere Gestänge 2 drehfest mit einem Betätigungselement
10 verbunden ist, das beispielsweise mit einer Innensechskantöffnung versehen ist,
in das ein entsprechendes Werkzeug einsetzbar ist, um das innere Gestänge 2 zu drehen
und damit die Stangen 3 im wesentlichen radial auszufahren oder zurück zu ziehen.
[0036] Ein Gehäuse 11 kreiszylindrischer Form mit einem Boden 12 umgibt das Betätigungselement
10 und ist mit einem nach innen ragenden Stift 13 versehen, der an der Gehäusewand
befestigt ist. Mit dem Betätigungselement 10 ist drehfest ein äußerer Ring 13a verbunden,
der eine Aussparung 14 hat, die so bemessen ist, dass der Zapfen 9 in die Aussparung
14 hineinragen kann, wenn die Aussparung 14 mit dem Zapfen 9 fluchtet. Das Gehäuse
11 ist nicht-drehbar an dem Unterdeckel 4 befestigt.
[0037] In dem in Figur 8 gezeigten Zustand, in dem die Verriegelungseinrichtung 2, 3 sich
im Freigabezustand des Schachtunterdeckels 4 befindet, stößt beim Einsetzen des Schlosses
5 in das Gehäuse 11 die Spitze des Zapfens 9 auf die Oberseite des Rings 13a, weshalb
der Stift 13 sich in der Bewegungsbahn des Riegels 7 des Schlosses 5 befindet, so
dass das Schloss 5 nicht abgesperrt werden kann. Hierdurch weiß eine Arbeitsperson,
dass der Schachtunterdeckel versehentlich nicht in die Verriegelungsstellung gebracht
worden ist. Nach Entnahme des Schlosses 5 wird nun das Betätigungselement 10 (Figur
9) in die Verriegelungsstellung gedreht, wodurch sich die Aussparung 14 in eine mit
dem Zapfen 9 fluchtende Stellung dreht, wenn nun das Schloss 5 in das Gehäuse eingesetzt
wird. Der Stift 13 wandert dabei bis zum oberen Ende des Schlitzes 8, so dass der
Schlüssel 6 den Riegel 7 in die Verschlussstellung drehen kann, in der das Schloss
5 in dem Gehäuse 11 befestigt ist.
[0038] In den Figuren 10 bis 14 ist die erfindungsgemäße Sicherungsanordnung an einem Schachtdeckel
dargestellt, der den Schacht bündig mit seiner Umgebung abschließt. Der Schachtdeckel
besteht bevorzugt aus Gusseisen, er kann aber auch aus Beton bestehen.
[0039] Bei dieser Ausführungsform ist ein zylindrisches Steckschloss 5 vorgesehen, das mit
dem Steckschloss 5 des Schachtunterdeckels übereinstimmt, so dass dieses hier nicht
erneut zu beschreiben ist. Das kreiszylindrische Gehäuse 11 enthält einen angeformten,
nach innen ragenden Vorsprung 15, der dieselbe Funktion hat wie der Stift 13 der obigen
Ausführungsform.
[0040] Das Betätigungselement 10, das die Form eines an einer Seite abgeflachten Bolzenkopfs
hat, ist mit einem Riegel 16 zur gemeinsamen Drehung verbunden, der zwischen einer
in Figur 12 dargestellten Öffnungsstellung des Schachtes und einer in den Figur 13
und 14 dargestellten Verriegelungsstellung hin und her drehbar ist, wobei er in der
letzteren, verriegelten Stellung des Schachtes einen inneren Vorsprung 17a des Schachtrahmens
18a untergreift.
[0041] Der Zapfen 9 steht an einer solchen Stelle von der Unterseite des Steckschlosses
5 nach unten vor, dass er beim Einführen des Steckschlosses 5 in das Gehäuse 11 auf
den in der Öffnungsstellung befindlichen Riegel 16 auftrifft, wobei er aufgrund seiner
Länge das vollständige Einführen des Steckschlosses 5 in die Schließposition verhindert.
Der Zapfen 9 durchgreift dabei ein Loch 17 in der Bodenwand 18 des Gehäuses 11, wobei
diese Bodenwand 18 eine mittige Öffnung hat, die das Einführen eines Werkzeugs zum
Drehen des darunter befindlichen Betätigungselementes 10 erlaubt.
[0042] Wenn sich der Drehriegel 16 in der Verschlussstellung des Schachtes befindet, ist
er aus der Eintrittsbahn des Zapfens 9 heraus geschwenkt, so dass der Zapfen 9 an
dem Drehriegel 16 vorbei in die untere Endstellung gelangen kann.
[0043] Der Zapfen 9 verhindert, dass der Drehriegel 16 infolge von Vibrationen selbsttätig
in die Öffnungsstellung wandern kann.
[0044] Figur 15 zeigt auf schematische Weise eine Blockier- und Freigabeeinheit 19, die
z.B. mittels eines elektrischen Spindelantriebs oder auf elektromagnetische Weise
einen Stift 20 ausfahren und zurückziehen kann. In Figur 15 ist der Stift 20 ausgefahren
und ragt durch eine seitliche Aussparung 21, die von der langgestreckten Aussparung
8 ausgeht, in die Bewegungsbahn des Riegels 7 des Schlosses 5 so ein, dass der Riegel
7 nicht in die Freigabestellung des Schlosses (in Figur 15 nach links) gedreht werden
kann. In Figur 16 ist der Stift 20 der Blockier- und Freigabeeinheit 19 aus der Bewegungsbahn
des Riegels 7 zurückgezogen, der somit - wie in Figur 16 gezeigt - in die Freigabestellung
des Schlosses gedreht werden kann. Die Blockier- und Freigabeeinheit 19 ist Teil einer
Zugangsberechtigungs-Überprüfungseinrichtung, die eine in den Figuren nicht dargestellte
Empfangs- und Auswerteeinheit enthält, die an geeigneter Stelle des Schachtdeckels
angebracht ist.
[0045] Es wird betont, dass die Erfindung nicht auf die beschriebenen und dargestellten
Ausführungsformen beschränkt ist. Vielmehr sind alle offenbarten Merkmale auf jede
Weise einzeln miteinander kombinierbar.
1. Sicherungsanordnung für ein verschließ- oder verriegelbares Bauteil, insbesondere
für einen Schachtdeckel, der mit einer Verriegelungseinrichtung versehen ist, die
ein Betätigungselement enthält, durch dessen Drehung die Verriegelungseinrichtung
zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Freigabestellung des Schachtdeckels
hin und her bewegbar ist,
gekennzeichnet durch
ein entnehmbares Schloss (5) und durch eine Zugangsberechtigungs-Überprüfungs-einrichtung, die geeignet ist, die Schließstellung
des Schlosses (5) zu blockieren und nur dann freizugeben, wenn sie zugehörige Zugangsberechtigungsdaten
empfangen hat.
2. Sicherungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zugangsberechtigungs-Überprüfungseinrichtung eine Sendeeinheit, eine Empfangs-
und Auswerteeinheit und eine Blockier- und Freigabeeinheit (19) aufweist.
3. Sicherungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockier- und Freigabeeinheit (19) ein vorschiebbares und zurückziehbares stiftartiges
Element (20) aufweist.
4. Sicherungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das stiftartige Element (20) im vorgeschobenen Zustand in die Bewegungsbahn des Riegels
(7) des Schlosses (5) hineinragt.
5. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (10) von einem nicht-drehbar gehaltenen Gehäuse (11) umgeben
ist, in das das Schloss (5) einsetzbar ist.
6. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schloss (5) nur in einer vorbestimmten Umfangslage so in das Gehäuse (11) einsetzbar
ist, dass das Schloss (5) in dem Gehäuse (11) verriegelbar ist.
7. Sicherungsanordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (11) einen nach innen ragenden Vorsprung (13) aufweist, und dass das
Schloss (5) eine langgestreckte, in Einschubrichtung bis zum vorderen Rand durchgehende
Aussparung (8) aufweist, in die der Vorsprung (13) eintreten kann.
8. Sicherungsanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die langgestreckte Aussparung (8) an der Innenseite von einem Riegel (7) des Schlosses
(5) überdeckt ist, wenn der Riegel (7) in die Sperrposition bewegt ist.
9. Sicherungsanordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (8) eine solche Erstreckung hat, dass sich der Vorsprung (13) in der
vollständig in das Gehäuse (11) eingesetzten Lage des Schlosses (5) hinter bzw. über
dem Riegel (7) befindet.
10. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass von der Aussparung (8) auf der Höhe des Riegels (7) ferner eine seitliche Aussparung
(21) ausgeht, in die das stiftartige Element (20) eintreten kann.
11. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Schloss (5) ein Zapfen (9) befestigt ist, der in Einschubrichtung des Schlosses
(5) von diesem vorsteht.
12. Sicherungsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (10) drehfest mit einem Bauteil (13a) verbunden ist, das eine
Aussparung (14) aufweist, in die der Zapfen (9) eintreten kann.
13. Sicherungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparung (14) mit dem Zapfen (9) fluchtet, wenn sich das Betätigungselement
(10) in der Lage befindet, in der die Verriegelungseinrichtung (2,3) sich in der Verriegelungsstellung
befindet.
14. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zapfen (9) eine solche Länge hat, dass er im vollständig eingesetzten Zustand
des Schlosses (5) in die Aussparung (14) hineinragt.
15. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schachtdeckel ein Schachtunterdeckel ist.
16. Sicherungsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit dem Betätigungselement (10) drehfest verbundener Riegel (16) in der Öffnungsstellung
in der Eintrittsbahn des Zapfens (9) angeordnet ist, so dass er das vollständige Einsetzen
des Schlosses (5) blockiert, während er in der Schließstellung die Eintrittsbahn des
Zapfens (9) freigibt.
17. Sicherungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse mit einer Kappe abdeckbar ist.