[0001] Die Erfindung betrifft ein Wandelement, insbesondere eines Messestandes, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Wandelemente werden in Ausstellungen oder Museen sowie auf Messen zur Präsentation
und visuellen Übermittlung von bestimmten Informationen eingesetzt. Insbesondere bei
Präsentationswänden aus Museen ist es bekannt, an den Präsentationswänden oder in
deren Umgebung Lautsprecher vorzusehen, um auch akustisch Informationsinhalte zu übermitteln.
Diese Lautsprecher sind von außen sichtbar und stören den optischen Gesamteindruck
des Wandelements. Insbesondere können auch die Flächen, die durch die Lautsprecher
in Anspruch genommen werden, nicht als Präsentationsfläche verwendet werden.
[0003] Aus der
DE 34 02 967 A1 ist eine akustische Wand bekannt, in der ein Lautsprecher integriert ist. Die Ansteuerung
des Lautsprechers ist nicht gezeigt oder beschrieben.
[0005] In der
EP 1 276 092 B1 ist ein Schaukasten mit einem Bewegungssensor beschrieben, wobei ein Betrachter bei
Annäherung an den Schaukasten zu einer manuellen Eingabe zur Anzeige weiterer Informationen
aufgefordert wird. Der Schaukasten kann auch einen Lautsprecher beinhalten.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wandelement bereitzustellen, über
das auf nicht sichtbare Weise akustische Informationen abgegeben werden können.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Wandelement mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Somit ist die für einen Betrachter sichtbare Seite des Wandelements
nicht durch einen Lautsprecher unterbrochen. Die Oberfläche des Wandelements kann
vollständig gestaltet und für die Vermittlung von Informationsinhalten verwendet werden.
Störende, teilweise nach vorne vorstehende Lautsprecher oder Lautsprecherabdeckungen
sind nicht vorhanden, sodass ein deutlich verbesserter optischer Eindruck des Wandelements
entsteht. Dennoch können auch akustisch Informationsinhalte einem Betrachter, der
vor dem Wandelement steht, vermittelt werden.
[0008] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Wandelement eine vorderseitige und eine rückseitige
Platte aufweist und der zumindest eine Klangerzeuger zwischen den Platten angeordnet
ist. Dadurch ist der Klangerzeuger zum einen geschützt angeordnet und zum anderen
kann er von außen nicht gesehen werden. Die Platten können als Spanplatten ausgebildet
sein. Es sind jedoch grundsätzlich auch andere Arten von Platten denkbar, wie beispielsweise
MDF-Platten oder dergleichen.
[0009] Eine besonders einfache Befestigung des Klangerzeugers ergibt sich, wenn er an einer
der Platten befestigt ist. Durch diese Maßnahme ist es außerdem möglich, dass Schallwellen
vom Klangerzeuger an die Platte übertragen werden und die Platte quasi als Klangkörper
dient.
[0010] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Klangerzeuger
eine Membran aufweist. Diese Membran des Klangerzeugers kann in Schwingungen versetzt
werden, sodass akustische Informationsinhalte übermittelt werden können. Bei einem
Flächenlautsprecher dient die Fläche quasi als Membran.
[0011] Die Membran kann mit dem Klangerzeuger verschweißt oder verklebt sein. Bei einem
Flächenlautsprecher sind die Fläche und der Klangerzeuger vorzugsweise miteinander
verklebt.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können mehrere Klangerzeuger
vorgesehen sein. Diese Klangerzeuger können in Reihe oder parallel miteinander verbunden
und in unterschiedlichen Höhen an dem Wandelement angeordnet sein, sodass auch unterschiedlich
große Betrachter Ton und Sprache gut wahrnehmen können.
[0013] Es ist zumindest ein Sensor zur Aktivierung der Klangausgabe über den zumindest einen
Klangerzeuger vorgesehen. Somit kann durch einen Betrachter der Beginn der Klangausgabe
gesteuert werden.
[0014] Die Sensoren können entweder außen an dem Wandelement angeordnet oder auch zwischen
den Platten innerhalb des Wandelements vorgesehen sein. Diese Ausgestaltung hat den
Vorteil, dass auch die Sensoren das Erscheinungsbild des Wandelements nicht stören.
Außerdem können die Sensoren durch den Betrachter nicht beschädigt werden.
[0015] Als Sensoren sind unterschiedlichste Sensoren denkbar. Beispielsweise können Berührungssensoren
oder Radarsensoren, Bewegungssensoren oder dergleichen vorgesehen sein. Wenn der Sensor
als Berührungssensor ausgebildet ist, kann eine berührungsempfindliche Sensorfläche
an einer der Platten des Wandelements angeordnet sein. Wenn der Sensor als Bewegungssensor
ausgebildet ist, kann die Klangausgabe automatisch gestartet werden, wenn sich ein
Betrachter dem Wandelement nähert.
[0016] Es ist ein mit dem zumindest einen Klangerzeuger verbundenes Abspielgerät vorgesehen.
Vorzugsweise können in dem Abspielgerät eine oder mehrere Klangdateien gespeichert
sein. Insbesondere kann das Abspielgerät als so genannter
flash player ausgebildet sein.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Abspielgerät
ebenfalls in das Wandelement integriert ist. Somit ist auch dieses für einen Betrachter
von außen nicht sichtbar. Zwischen den Platten des Wandelements ergibt sich außerdem
eine geschützte Anordnung des Abspielgeräts.
[0018] Der zumindest eine Sensor ist mit dem Abspielgerät verbunden. Insbesondere können
mehrere Sensoren parallel mit dem Abspielgerät verbunden sein. Durch einen Sensor
kann somit das Abspielgerät aktiviert werden, sodass eine Klangausgabe über einen
oder mehrere der Klangerzeuger erfolgt.
[0019] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Wandelements kann vorgesehen sein, dass
der zumindest eine Klangerzeuger zumindest teilweise von einem Schall absorbierenden
Material, insbesondere einem Schall absorbierenden Schaum, umgeben ist. Durch den
Schaum kann die Klangqualität verbessert werden.
[0020] Zu Aussteifungszwecken können zwischen den Platten Waben aus Pappe angeordnet sein.
Dies ermöglicht es, dass die Wandelemente eigensteif ausgebildet sind. Sie sind somit
selbsttragend und stabil.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die dort gezeigten
Merkmale sind nicht notwendig maßstäblich zu verstehen und derart dargestellt, dass
die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Die
verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen
bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
[0022] In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Wandelement mit abgenommener rückseitiger
Platte;
- Fig. 2
- eine teilweise Schnittdarstellung durch das Wandelement im Bereich eines Klangerzeugers;
- Fig. 3
- eine teilweise Schnittdarstellung durch das Wandelement im Bereich von Sensoren.
[0024] Die Fig. 1 zeigt ein Wandelement 10, welches im Ausführungsbeispiel drei Klangerzeuger
11, 12, 13 aufweist. Die Klangerzeuger 11, 12, 13 sind in Reihe miteinander verbunden
und stehen in Verbindung mit einem Abspielgerät 14, welches als
flash player ausgebildet ist. Mit dem Abspielgerät 14 stehen fünf Berührungssensoren 15 bis 19
sowie ein Radarsensor 20 in Verbindung. Über den Radarsensor 20 kann erfasst werden,
wenn sich ein Betrachter dem Wandelement 10 nähert. Daraufhin kann das Abspielgerät
14 aktiviert werden, sodass eine Klangausgabe über die Klangerzeuger 11 bis 13 erfolgt.
Steht der Benutzer vor dem Wandelement 10, kann er einen der Berührungssensoren 15
bis 19 bzw. zugeordnete Berührungsflächen berühren, wodurch wiederum eine Klangausgabe
durch das Abspielgerät 14 über die Klangerzeuger 11 bis 13 aktiviert wird. An dem
Wandelement 10 sind unten Füße 21, 22 vorgesehen, sodass dieses in einem Wandungssystem,
insbesondere eines Messestandes, verwendet werden kann.
[0025] Aus der Fig. 2 ist der Aufbau des Wandelements 10 ersichtlich. Das Wandelement 10
umfasst eine rückseitige Platte 25 und eine vorderseitige Platte 26. Zwischen den
Platten 25, 26 ist der Klangerzeuger 11 angeordnet. Insbesondere ist der Klangerzeuger
11 mit der Platte 26 verbunden. Der Klangerzeuger 11 weist eine Membran 27 auf, die
mit dem übrigen Klangerzeuger 11 verklebt ist und von einem Schall absorbierenden
Material 28, insbesondere einem Schall absorbierenden Schaum, umgeben ist. Das Schall
absorbierende Material 28 füllt im Bereich des Klangerzeugers 11 den Raum zwischen
den Platten 25, 26 aus. Oberhalb des Klangerzeugers 11 sind zwischen den Platten 25,
26 Waben 29 aus Pappe angeordnet.
[0026] Die Fig. 3 zeigt eine weitere Schnittdarstellung durch das Wandelement 10, wobei
hier zu erkennen ist, dass an der Platte 26 der Sensor 19 mit seiner ihm zugeordneten
Berührungsfläche 30 sowie der Radarsensor 20 angeordnet bzw. befestigt sind. Auch
hier ist zu erkennen, dass der Raum zwischen den Platten 25, 26 mit Waben 29 aus Pappe
ausgefüllt ist.
1. Wandelement (10), insbesondere eines Messestandes, wobei zumindest ein in das Wandelement
(10) integrierter, von außen nicht sichtbarer Klangerzeuger (11, 12, 13) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Sensor (15, 16, 17, 18, 19, 20) zur Aktivierung der Klangausgabe über
den zumindest einen Klangerzeuger (11, 12, 13) und ein mit dem zumindest einen Klangerzeuger
(11, 12, 13) verbundenes Abspielgerät vorgesehen sind, wobei der zumindest eine Sensor
(15, 16, 17, 18, 19, 20) mit dem Abspielgerät (14) verbunden ist.
2. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (10) eine vorderseitige und eine rückseitige Platte (25, 26) aufweist
und der zumindest eine Klangerzeuger (11, 12, 13) zwischen den Platten (25, 26) angeordnet
ist.
3. Wandelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klangerzeuger (11, 12, 13) an einer der Platten (26) befestigt ist.
4. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klangerzeuger (11, 12, 13) eine Membran (27) aufweist.
5. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klangerzeuger (11, 12, 13) vorgesehen sind.
6. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (15, 16, 17, 18, 19) als Berührungssensor oder Radarsensor (20), Bewegungssensor
oder dergleichen ausgebildet ist.
7. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abspielgerät (14) ebenfalls in das Wandelement (10) integriert ist.
8. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Klangerzeuger (11, 12, 13) zumindest teilweise von einem Schall
absorbierenden Material (28), insbesondere Schaum, umgeben ist.
9. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Platten (25, 26) Waben (29) aus Pappe angeordnet sind.
10. Wandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eigensteif ausgebildet ist.