| (19) |
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(11) |
EP 2 188 435 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.08.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2008/000356 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/033300 (19.03.2009 Gazette 2009/12) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM THERMISCHEN SCHNEIDEN EINER LAUFENDEN TEXTILBAHN
DEVICE FOR THERMALLY CUTTING A RUNNING TEXTILE WEB
DISPOSITIF DE DÉCOUPE THERMIQUE DE BANDE TEXTILE CONTINUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.09.2007 CH 14142007
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.05.2010 Patentblatt 2010/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Textilma AG |
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6362 Stansstad (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MEIER, Erwin
CH-5082 Kaisten (CH)
- SCHMID, Theo
CH-5070 Frick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Schmauder & Partner AG
Patent- & Markenanwälte VSP |
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Zwängiweg 7 8038 Zürich 8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 134 190 CH-A5- 678 953 DE-C1- 19 510 818
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WO-A-01/83872 DE-A1- 2 300 686 US-A- 3 469 479
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum thermischen Schneiden einer laufenden
Textilbahn aus schmelzfähigem Material, insbesondere einer gemusterten Textilbahn
gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Schon aus der
WO 92/02246 A1 ist es bekannt, eine schmelzfähige Textilbahn mittels einer thermischen Schneideinrichtung
in Bahnen zu unterteilen.
[0003] Aus der
WO 2004/070103 A1 ist eine Schneidvorrichtung zum Schneiden einer laufenden, insbesondere gemusterten
Textilbahn aus schmelzfähigem Material bekannt. Dabei wird vorgeschlagen, dass das
klingen- oder drahtförmige Schneidmesser so einstellbar sein soll, dass die Schnittstelle
am Schneidmesser mittels einer Steuereinrichtung wählbar sei. Da nun zudem zwischen
den Einspannstellen ein gegen den mittleren Bereich zunehmender Temperaturbereich
vorliegt, kann eine für den Textilbereich angepasste Temperatur gewählt werden. Insbesondere
beim Einsatz von Schneiddrähten hat sich diese Ausführung aber nicht als optimal erwiesen.
Weiterhin wird in der
WO 2004/070103 A1 durch einen asymmetrisch zur Textilbahn verlaufenden Temperaturverlauf ein "V"-förmiger
Schnitt ermöglicht. Dies bedeutet, dass auf der Seite - oberhalb oder unterhalb -
der Textilbahn die Temperatur höher ist als auf der Gegenseite. Das Gewebe wird auf
der wärmeren Seite breiter geschmolzen, wodurch der "V"-förmige Schnitt entsteht.
[0004] Aus der
DE 195 10 818 C1 ist eine widerstandsbeheizte Trennvorrichtung für textile Bahnen bekannt, die aber
einen - dort als vorteilhaft bezeichneten berührungslosen - Temperatursensor benötigt,
der elektrisch mit einem Komparator verbunden ist. Eine solche Lösung hat sich aber
als nachteilig herausgestellt. Einerseits ist ein Temperatursensor aufwändig und wartungsanfällig.
Andererseits bringt der Temperatursensor für die angestrebte Schneidvorrichtung auch
noch Nachteile mit sich, die sich aus mit Störeinflüssen wie Verschmutzung und Fremdlicht
- sofern ein optischer Sensor eingesetzt wird - ergeben. Dies gilt es zu vermeiden.
Auch die aus der
WO 01/83872 A1 bekannte Trennvorrichtung weist einen solchen nachteiligen Temperatursensor auf.
[0005] Aus der
CH 678 953 A ist eine Vorrichtung mit einem elektrisch beheizen Schneiddraht zum thermischen Schneiden
einer laufenden Textilbahn gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt, wobei die
geeignete Schneidtemperatur regelbar ist. Ein Regelkreis wird in der
CH 678 953 A erwähnt und in der
EP 0 134 190 A genauer beschrieben.
Darstellung der Erfindung
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum thermischen Schneiden einer laufenden
Textilbahn aus schmelzfähigem Material zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt dieser
Aufgabe ist es, die Qualität der Schnittkante einer elektrisch beheizten thermischen
Schneideinrichtung insbesondere bei sich änderndem Gewebe, z.B. Gewebedicke, zu verbessern.
Ein anderer wichtiger Aspekt dieser Aufgabe ist es, die Bedienung durch den Anwender
insbesondere bei Auftragswechsel zu vereinfachen. Insbesondere soll die Notwendigkeit
eines zusätzlichen Temperatursensors - wie z.B. eines berührungslosen Temperatursensors
- vermieden werden.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach Anspruch 1
gelöst. Dabei haben die Massnahmen der Erfindung zunächst einmal zur Folge, dass mit
der Schneidevorrichtung in besonderer Weise ermöglicht wird, eine Textilbahn unterschiedlicher
Dicken in einzelne Bänder, insbesondere Etikettenbänder ohne zusätzliche Temperaturmessung
zu schneiden. Die Lösung der Aufgabe umfasst, dass die optimale Schneidtemperatur
aufgrund textiler Parameter wie Bindung, Gewebedicke, Gewebematerial, sowie der Transportgeschwindigkeit
an der Trennstelle durch die zentrale Steuerung ermittelt wird. Diese Schneidtemperatur
wird an die elektrisch beheizten Trenneinheiten als Sollwert übermittelt. Jede Trenneinheit
hat eine eigene Temperaturregelung und regelt die Temperatur an der Trennstelle entsprechend
dem vorgegebenen Sollwert. Dadurch werden Unterschiede zwischen den Trenneinheiten
sowie äussere Störungen, insbesondere Kühlung durch Luftströmungen an der Schneidstelle
kompensiert. Es wird eine gleich bleibende Schnittqualität auch bei sich ändernden
Gewebeeigenschaften erreicht.
[0008] Vorteilhafterweise werden die Trenneinheiten über Kontaktschienen mit elektrischer
Leistung versorgt. Dadurch entfällt sowohl das aufwendige Auf-/Ab- und Umstecken der
Kabel bei Neuaufträgen und Musterwechseln als auch die Kabelvielfalt bei den unterschiedlichen
Etikettenbreiten. Daraus resultiert eine bessere Bedienbarkeit und eine erhebliche
Zeiteinsparung, welche einen noch schnelleren Muster- bzw. Auftragswechsel ermöglicht.
[0009] Gemäss der vorliegenden Erfindung kann als Speisung für die Schneidevorrichtung ein
handelsübliches Gleichspannungs-Netzgerät verwendet werden, während gemäss dem Stand
der Technik bei Serieschaltung der Trenneinheiten eine gesteuerte Stromquelle verwendet
werden muss.
[0010] Wesentlich für die Erfindung ist eine Steuerungs- oder Regelungsmöglichkeit der Trenneinheiten.
Beim Einsatz eines Schneiddrahtes als Trennelement umfassen die Trenneinheiten jeweils
einen Schneiddraht mit temperaturabhängigem elektrischem Widerstand. In diesem Fall
ist die aktuelle Schneidtemperatur anhand des elektrischen Widerstandes des Schneiddrahtes
ermittelbar und/oder regelbar.
Die Mittel zur Übermittelung der Sollschneidetemperatur an die elektrisch beheizten
Trenneinheiten umfassen Mittel zur Modulation der Sollschneidetemperatur auf die Versorgungsspannung.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Schneidevorrichtung sind in den
Ansprüchen 2 bis
11 beschrieben.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn Kontaktschienen vorgesehen sind, mittels derer
die Trenneinheiten mit elektrischer Leistung und Steuersignalen versorgbar sind. Dadurch
wird die Vorrichtung wesentlich vereinfacht. (Anspruch 2)
[0013] Wie oben bereits beschrieben, ist es ein Vorteil der Erfindung, dass als Speisung
für die Schneidevorrichtung ein handelsübliches Gleichspannungs-Netzgerät verwendet
werden kann, während gemäss dem Stand der Technik bei Serieschaltung der Trenneinheiten
eine gesteuerte Stromquelle verwendet werden muss. In einer vorteilhaften Ausführung
der Erfindung wird dies so vorgesehen. (Anspruch 3) Alternativ kann aber auch ein
Wechselspannungsnetzgerät zum Versorgen der Trenneinheiten mit elektrischer Leistung
vorgesehen sein (Anspruch 4).
[0014] Um Störungen rückmelden zu können, sind vorteilhafterweise Mittel zur Übermittlung
von Störungsmeldungen von den Trenneinheiten zur Steuervorrichtung (also den Mitteln
zur Ermittlung der Sollschneidetemperatur) vorgesehen, die dann ebenfalls als Modulation
auf die Versorgungsspannung implementiert sind (
Anspruch 6).
[0015] Vorteilhaft ist es, wenn die Temperaturregelung im Kaltzustand kalibrierbar ist,
wodurch Schneiddraht-Längenunterschiede und daraus resultierende Widerstandsunterschiede
kompensiert werden können (Anspruch
7).
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn die Schneiddrähte im oberen oder unteren Bereich der Trenneinheiten
mittels eines thermisch leitenden und elektrisch isolierenden Materials gehalten sind.
Dadurch wird dem Schneiddraht Wärme entzogen, ohne dass der Schneiddraht elektrisch
kurzgeschlossen wird (Anspruch
8). Mit dieser Anordnung ist es möglich, einen asymmetrischen, "V"-förmiger Schnitt
- wahlweise oberhalb oder unterhalb - zu erzeugen, ohne die Nachtele des Standes der
Technik in Kauf nehmen zu müssen.
[0017] Um zu verhindern, dass nach einem Ausdrücken einer Trenneinheit durch die transportierte
Textilbahn aus der Halterung die Anlage und/oder das zu schneidende Material weiteren
Schaden nimmt, ist es vorteilhaft einen optischen Sensor zur Überwachung der Position
der Trenneinheiten vorzusehen, mit dem ein Ausdrücken einer Trenneinheit durch die
transportierte Textilbahn aus der Halterung detektiert werden kann. Dadurch kann dann
ein Signal zum Stoppen der Vorrichtung ausgegeben werden (Anspruch
9). Alternativ kann aber auch ein mechanischer Kontaktsensor zur Überwachung der Position
der Trenneinheiten vorgesehen sein (Anspruch
10).
[0018] In einer alternativen Abwandlung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Temperaturregelung
indirekt mittels Stromregelung oder durch Regelung der elektrischen Schneidleistung
der Trenneinheiten ausgeführt wird (Anspruch
11).
[0019] Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grösse,
Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen
Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien
uneingeschränkt Anwendung finden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der nachstehenden Zeichnungen beispielhaft
erläutert. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Darstellung einer Trenneinheit zu einem bevorzugten Ausfüh- rungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, von der Seite;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der Elemente der Vorrichtung zu dem Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 1;
- Figur 3
- eine fotografische Darstellung der Trenneinheit gemäss Figur 1; und
- Figur 4
- eine fotografische Darstellung einer Vielzahl von nebeneinander an- geordneten Trenneinheiten
gemäss Figur 1 und 3.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0021] In Figur 1 ist eine Trenneinheit als Ganzes mit 1 bezeichnet. Die Trenneinheit 1
zum Durchtrennen einer Textilbahn 2 aus schmelzfähigem Material ist mit einem Schneiddraht
3 ausgerüstet. Der Schneiddraht 3 ist im Ausführungsbeispiel über Kontaktschienen
4 mit elektrischer Leistung - im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit elektrischer
Gleichspannung - versorgt. Der Schneiddraht 3 hat einen temperaturabhängigen elektrischen
Widerstand. Dadurch ist die aktuelle Schneidtemperatur anhand des elektrischen Widerstandes
des Schneiddrahtes ermittelbar und regelbar. Es ist dabei vorgesehen, dass die Temperaturregelung
im Kaltzustand kalibriert wird, wodurch Schneiddraht-Längenunterschiede und daraus
resultierende Widerstandsunterschiede kompensiert werden. Durch den Einsatz der Kontaktschienen
4 entfällt sowohl ein aufwendiges Auf-/Ab- und Umstecken der Kabel bei Neuaufträgen
und Musterwechseln als auch die Kabelvielfalt bei den unterschiedlichen Etikettenbreiten
mit dem Vorteil einer besseren Bedienbarkeit und eine erhebliche Zeiteinsparung und
der Möglichkeit eines sehr schnellen Muster- bzw. Auftragswechsels.
[0022] In Figur 2 ist eine Vielzahl von Trenneinheiten 1 aus Figur 1 nebeneinander dargestellt.
Alle diese Trenneinheiten 1 sind mit der Kontaktschiene 4 verbunden. Die Kontaktschiene
4 ist mit einer Gleichspannungsquelle 7 verbunden. Dabei handelt es sich im vorliegenden
Ausführungsbeispiel um ein handelsübliches Gleichspannungs-Netzgerät verwendet werden
kann. In einer alternativen Ausführung kann aber auch ein handelsübliches Wechselspannungsnetzgerät
zum Versorgen der Trenneinheiten mit elektrischer Leistung vorgesehen sein.
[0023] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Solltemperatur durch ein Steuergerät
9 ermittelt. Dieses Steuergerät 9 verwendet dabei einerseits die Informationen über
die speziellen Textilmaterialien des gewobenen Materials - also z.B. die Stärke und
Schmelztemperatur der Kett- und Schussfäden, aber auch die Bindung und Gewebedicke,
die sich aus dem Musterprogramm ergeben. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass
sich aus dem Musterprogramm auch sehr unterschiedliche Stärken und Schmelztemperaturen
für die nebeneinander liegenden Kettfäden und auch für die unterschiedlichen Schussfäden,
z.B. in Abhängigkeit der Farben der Kett- und Schussfäden ergeben können. Diese Werte
sind dem Musterprogramm bekannt und daraus werden entsprechende Solltemperaturen ermittelt.
Die Solltemperaturen hängen aber auch von der Schneidegeschwindigkeit des translatorischen
Transports des Gewebematerials an der Schnittstelle ab.
[0024] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die von der Steuereinrichtung ermittelten
Daten der Sollschneidetemperatur mittels einer als Modulationseinrichtung ausgebildeten
Übermittelungseinrichtung 8 auf die Versorgungsspannung aufmoduliert. In einer alternativen,
hier nicht näher dargestellten Ausführung werden die Daten zu den Solltemperaturen
über zusätzliche Pole an der Kontaktschiene an die elektrisch beheizten Trenneinheiten
übermittelt.
[0025] Um Störungen rückmelden zu können, ist die Übermittelungseinrichtung 8 so ausgebildet,
dass auch Störungsmeldungen von den Trenneinheiten zur Steuervorrichtung 9 übermittelt
werden können. Diese Störungsmeldungen werden dabei ebenfalls als Modulation auf die
Versorgungsspannung aufmoduliert, im vorliegenden Ausführungsbeispiel als passive
Modulation nach dem Prinzip der Laststrommodulation. Es können aber auch alle anderen,
gängigen Rückmodulationsverfahren verwendet werden. Bei der alternativen, hier nicht
näher dargestellten Ausführung mit Hilfe zusätzlicher Pole an der Kontaktschiene 4
sind auch für die Störungsmeldungen eigene Pole vorgesehen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
werden Störungsmeldungen von einem optischen Sensor 6 zur Überwachung der Position
der Trenneinheiten 1 erzeugt. Mit dem optischen Sensor 6 kann insbesondere ein Ausdrücken
einer Trenneinheit 1 durch die transportierte Textilbahn 2 aus der Halterung 5 detektiert
werden. Eine solche Störungsmeldung des optischen Sensors 6 wird dann über die Modulationseinrichtung
8 an die Steuereinheit 9 übermittelt, die die gesamte Vorrichtung zur Vermeidung weiterer
Schäden abschalten kann. In einer alternativen, hier nicht näher dargestellten Ausführung
wird an Stelle des optischen Sensors 6 ein mechanischer Kontaktsensor zur Überwachung
der Position der Trenneinheiten eingesetzt.
[0026] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Schneiddrähte 3 an Schneiddrahthaltern
10 aus thermisch leitendes und elektrisch isolierendes Material eingespannt. Dadurch
wird dem Schneiddraht Wärme entzogen, ohne dass der Schneiddraht elektrisch kurzgeschlossen
wird. Dies führt zu einem verbesserten Regelverhalten. Insbesondere ist es mit dieser
Anordnung ist es möglich, einen asymmetrischen, "V"-förmiger Schnitt - wahlweise oberhalb
oder unterhalb - zu erzeugen.
[0027] Mit dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist es in besonderer Weise möglicht,
eine Textilbahn mit wechselnden Dicken in einzelne Bänder, insbesondere Etikettenbänder
zu schneiden. Dies kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn bei der Herstellung des
Gewebes unterschiedliche Fadenstärken gemäss dem Etikettenmusters verwendet werden.
Dadurch, dass jede Trenneinheit 1 eine eigene Temperaturregelung hat und die Temperatur
an der Trennstelle entsprechend dem vorgegebenen Sollwert geregelt werden kann, können
auch Unterschiede zwischen den Trenneinheiten sowie äussere Störungen, insbesondere
Kühlung durch Luftströmungen an der Schneidstelle kompensiert werden. Es wird also
eine gleich bleibende Schnittqualität auch bei sich änderndem Gewebe erreicht.
[0028] In einer weiteren, alternativen Abwandlung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die Temperaturregelung indirekt mittels Stromregelung oder durch Regelung der elektrischen
Schneidleistung der Trenneinheiten ausgeführt wird.
[0029] In der vorstehend beschriebenen Ausführung wird jeweils auf ein Gewebe Bezug genommen.
Es ist für den Fachmann ersichtlich und geht auch aus den nachfolgenden Patentansprüchen
hervor, dass mit jeder vorstehend beschriebenen Vorrichtung gemäss der vorliegenden
Erfindung auch andere Arten von Textilbahnen, insbesondere gewirkte Bahnen geschnitten
werden können, ohne von der Erfindung abzuweichen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Trenneinheit mit Temperaturregelung
- 2
- zu schneidende Textilbahn
- 3
- Schneiddraht
- 4
- Kontaktschiene
- 5
- Halterung
- 6
- Optischer Sensor
- 7
- Gleichspannungsnetzgerät
- 8
- Übermittelungseinrichtung zur Übermittelung der Sollschneidtemperatur und der Störungsmeldung
- 9
- Steuereinrichtung
- 10
- Schneiddrahthalter
1. Vorrichtung zum thermischen Schneiden einer laufenden Textilbahn (2) aus schmelzfähigem
Material, insbesondere einer gemusterten Textilbahn, mit
- einer Vielzahl von elektrisch beheizten Trenneinheiten (1) zum Schneiden der Textilbahn
(2), wobei die Trenneinheiten (1) jeweils zumindest ein Trennelement (3) aufweisen,
- Mitteln zum translatorischen Transport der Textilbahn (2) relativ zu den elektrisch
beheizten Trenneinheiten (1),
wobei die Vorrichtung weiterhin aufweist:
- Mittel (9) zur Ermittlung der Sollschneidetemperatur zum Schneiden einer laufenden,
insbesondere gemusterten Textilbahn (2) aus schmelzfähigem Material, aufgrund textiler
Parameter wie Bindung, Gewebedicke, Gewebematerial, sowie der Geschwindigkeit des
genannten translatorischen Transports an der Schnittstelle,
- Mittel (8) zur Übermittlung der Sollschneidetemperatur an die elektrisch beheizten
Trenneinheiten (1),
wobei die Trenneinheiten (1) einen Schneiddraht (3) mit temperaturabhängigem elektrischem
Widerstand als Trennelement umfassen, wobei mittels der Temperaturregelungsmittel
die aktuelle Schneidtemperatur dabei anhand des elektrischen Widerstandes des Schneiddrahtes
(3) ermittelbar und/oder regelbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Trenneinheit eigene Temperaturregelungsmittel aufweist, mittels derer die Temperatur
an der Trennstelle entsprechend dem vorgegebenen Sollwert regelbar ist,
wobei die Mittel (8) zur Übermittelung der Sollschneidetemperatur an die elektrisch
beheizten Trenneinheiten (1) Mittel zur Modulation der Sollschneidetemperatur auf
die Versorgungsspannung umfassen.
2. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest eine Kontaktschiene (4), mittels derer die Trenneinheiten (1) mit elektrischer
Leistung und Steuersignalen versorgbar sind.
3. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Gleichspannungsnetzgerät (7) zum Versorgen der Trenneinheiten (1) mit elektrischer
Leistung.
4. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Wechselspannungsnetzgerät (7) zum Versorgen der Trenneinheiten (1) mit elektrischer
Leistung.
5. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel (8) zur Übermittlung von Störungsmeldungen von den Trenneinheiten (1) zu den
Mitteln zur Ermittlung der Sollschneidetemperatur (9).
6. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zur Übermittlung von Störungsmeldungen von den Trenneinheiten (1)
zu den Mitteln (9) zur Ermittlung der Sollschneidetemperatur Mittel zur Modulation
der Störungsmeldungen auf die Versorgungsspannung umfassen.
7. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturregelungsmittel im Kaltzustand kalibrierbar sind, wodurch Schneiddraht-Längenunterschiede
und daraus resultierende Widerstandsunterschiede kompensierbar sind.
8. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnelddrähte (3) im oberen oder unteren Bereich der Trenneinheiten (1) mittels
eines thermisch leitenden
9. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen optischen Sensor (6) zur Überwachung der Position der Trenneinheiten (1), mit
dem ein Ausdrücken einer Trenneinheit (1) durch die transportierte Textilbahn aus einer Halterung (5) detektierbar und von welchem
ein Signal zum Stoppen der Vorrichtung ausgebbar ist.
10. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen mechanischen Kontaktsensor zur Überwachung der Position der Trenneinheiten
(1), mit dem ein Ausdrücken einer Trenneinheit (1) durch die transportierte Textilbahn aus einer Halterung (5) detektierbar ist und von welchem
ein Signal zum Stoppen der Vorrichtung ausgebbar ist.
11. Vorrichtung zum thermischen Schneiden nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturregelungsmittel als Stromregelungsmittel oder Mittel zur Regelung der
elektrischen Schneidleistung der Trenneinheiten (1) ausgebildet sind.
1. A device for thermally cutting a running textile web (2) consisting of meltable material,
in particular a patterned textile web, with
- a multiplicity of electrically heated severing units (1) for cutting the textile
web (2), the severing units (1) in each case having at least one severing element
(3),
- means for the translational transport of the textile web (2) in relation to the
electrically heated severing units (1),
furthermore the device having:
- means (9) for determining the desired cutting temperature for cutting a running,
in particular patterned textile web (2) consisting of meltable material, on the basis
of textile parameters, such as the weave, fabric thickness, fabric material and the
speed of said translational transport at the cutting point,
- means (8) for transmitting the desired cutting temperature to the electrically heated
severing units (1),
- the severing units (1) comprising a cutting wire (3) with a temperature-dependent
electrical resistor as a severing element, the current cutting temperature in this
case being capable of being determined and/or regulated by the temperature control
means on the basis of the electrical resistance of the cutting wire (3), characterized in that
each severing unit has specific temperature control means, by which the temperature
at the severing point can be regulated according to the predetermined desired value,
the means (8) for transmitting the desired cutting temperature to the electrically
heated severing units (1) comprising means for modulating the desired cutting temperature
onto the supply voltage.
2. The device for thermal cutting as claimed in claim 1, characterized by at least one contact rail (4), by means of which the severing units (1) can be supplied
with electrical power and control signals.
3. The device for thermal cutting as claimed in claim 1 or 2, characterized by a direct-voltage power pack (7) for supplying the severing units (1) with electrical
power.
4. The device for thermal cutting as claimed in claim 1 or 2, characterized by an alternating-voltage power pack (7) for supplying the severing units (1) with electrical
power.
5. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 4, characterized by means (8) for transmitting fault messages from the severing units (1) to the means
for determining the desired cutting temperature (9).
6. The device for thermal cutting as claimed in claim 5, characterized in that the means (8) for transmitting fault messages from the severing units (1) to the
means (9) for determining the desired cutting temperature comprise means for modulating
the fault messages onto the supply voltage.
7. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the temperature control means can be calibrated in the cold state, with the result
that cutting wire length differences and resistance differences resulting from these
can be compensated.
8. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 7, characterized in that the cutting wires (3) are held in the upper or lower region of the severing units
(1) by means of a thermally conductive and electrically insulating material.
9. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 8, characterized by an optical sensor (6) for monitoring the position of the severing units (1), by means
of which sensor a pressing of a severing unit (1) out of a mounting (5) through the
transported textile web can be detected and by which sensor a signal can be output
for stopping the device.
10. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 8, characterized by a mechanical contact sensor for monitoring the position of the severing units (1),
by means of which sensor a pressing of a severing unit (1) out of a mounting (5) through
the transported textile web can be detected and by which sensor a signal can be output
for stopping the device.
11. The device for thermal cutting as claimed in one of claims 1 to 10, characterized in that the temperature control means are designed as current control means or means for
regulating the electrical cutting power of the severing units (1) .
1. Dispositif de découpe thermique d'une bande textile (2) en défilement formée d'une
matière fusible notamment une bande textile à motifs comportant :
- un ensemble d'unités de coupe à chauffage électrique pour découper la bande textile
(2), les unités de découpe (1) ayant chacune au moins un élément de découpe (3),
- des moyens pour transporter en translation la bande textile (2) par rapport aux
unités de découpe à chauffage électrique (1),
le dispositif comporte en outre :
- des moyens (9) pour déterminer la température de découpe de consigne pour découper
une bande textile (2) notamment un motif, en défilement, formée d'une matière fusible,
en fonction des paramètres textiles tels que le nouage, l'épaisseur du tissu, la matière
du tissu et la vitesse de translation au niveau du point de coupe,
- des moyens (8) pour transmettre la température de découpe de consigne aux unités
de découpe à chauffage électrique (1),
- les unités de découpe (1) comportant un fil de découpe (3) ayant une résistance
électrique dépendant de la température et constituant l'élément de découpe, et le
moyen de régulation de la température permettant de déterminer et/ou de réguler la
température actuelle de découpe à l'aide de la résistance électrique du fil de découpe
(3),
dispositif
caractérisé en ce que
- chaque unité de découpe a son propre moyen de régulation de température qui assure
la régulation de la température au niveau du point de découpe selon la valeur de consigne
prédéfinie,
- le moyen (8) de transmission de la température de découpe de consigne aux unités
de découpe (1) à chauffage électrique comportant des moyens de modulation de la température
de découpe de consigne par la tension d'alimentation.
2. Dispositif de découpe thermique selon la revendication 1,
caractérisé par
au moins un rail de contact (4) qui alimente les unités de découpe (1) en énergie
électrique et leur fournit les signaux de commande.
3. Dispositif de découpe thermique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
un appareil de réseau à tension continue (7) pour alimenter les unités de découpe
(1) en énergie électrique.
4. Dispositif de découpe thermique selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par
un appareil de réseau à tension alternative (7) pour alimenter les unités de découpe
(1) en énergie électrique.
5. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé par
des moyens (8) pour transmettre des messages d'incident des unités de découpe (1)
aux moyens pour déterminer la température de découpe de consigne (9).
6. Dispositif de découpe thermique selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les moyens (8) de transmission des signaux de perturbation des unités de découpe (1)
vers les moyens (9) pour déterminer la température de découpe de consigne comportent
des moyens de modulation des messages d'incident sur la tension d'alimentation.
7. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
les moyens de régulation de la température sont calibrés à froid avec compensation
des différences de longueur du fil de découpe et des différences de résistance qui
en résultent.
8. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les fils de découpe (3) sont tenus dans la zone supérieure ou la zone inférieure des
unités de découpe (1) par l'intermédiaire d'une matière thermoconductrice et isolante
électrique.
9. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par
un capteur optique (6) pour surveiller la position des unités de découpe (1) permettant
de détecter l'éjection d'une unité de découpe (1) par la bande textile transportée,
hors d'un support (5) et fournissant un signal pour arrêter le dispositif.
10. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par
un capteur à contact mécanique pour surveiller la position des unités de découpe (1)
qui permet de détecter l'éjection d'une unité de découpe (1) par la bande textile
transportée hors d'un support (5) et fournissant un signal pour arrêter le dispositif.
11. Dispositif de découpe thermique selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
les moyens de régulation de la température sont réalisés sous la forme de moyens de
régulation de l'intensité ou de la puissance de découpe électrique des unités de découpe
(1).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente