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EP 2 189 249 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.01.2018 Patentblatt 2018/03 |
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Anmeldetag: 25.09.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Handwerkzeugmaschinenvorrichtung und Handwerkzeugmaschine
Handheld machine-tool device and handheld machine-tool
Dispositif de machine-outil et machine-outil
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.11.2008 DE 102008044044
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.05.2010 Patentblatt 2010/21 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Kaack, Rolf
72770, Reutlingen (DE)
- Rabe, Maik
72827, Wannweil (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 452 278 EP-A1- 2 103 393 GB-A- 2 025 830
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EP-A1- 1 466 702 EP-A2- 2 036 680 GB-A- 2 411 375
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Handwerkzeugmaschinenvorrichtung ist aus der
GB 2 411 375 A bekannt.
[0002] Es ist bereits eine Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einer Schlagvorrichtung
vorgeschlagen worden.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einer
Schlagvorrichtung. Erfindungsgemäß weist die Schlagvorrichtung eine Regelvorrichtung
auf, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Schlagkenngröße bezogen auf die Vibration
und die Schlagwirkung zu regeln. Unter einer "Schlagkenngröße" soll eine Wirkung eines
Betriebs verstander werden, wobei die Regelvorrichtung insbesondere dazu vorgesehen
ist, die Schlagkenngröße mittels einer Frequenzänderung der Schlagvorrichtung und/oder
einer Drehzahländerung eines Motors zu regeln. Dabei kann der Motor von einem pneumatischen
Motor oder besonders vorteilhaft von einem Elektromotor gebildet sein. Unter "vorgesehen"
soll insbesondere speziell ausgestattet, ausgelegt und/oder programmiert verstanden
werden. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
kann mittels der Regelung der zumindest einen Schlagkenngröße die Schlagvorrichtung
weitestgehend unabhängig von Eigenschaften eines Werkstücks optimiert werden.
[0004] Des Weiteren weist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß eine Recheneinheit auf, die
zumindest dazu vorgesehen ist, abhängig von wenigstens einem Parameter zumindest eine
Rückführgröße der Schlagkenngröße zu bestimmen. Unter einer "Recheneinheit" soll insbesondere
ein Microcontroller mit einem Prozessor, einer Speichereinheit und mit einem in der
Speichereinheit gespeicherten Betriebsprogramm und/oder in der Speichereinheit gespeicherten
Berechnungsroutinen und/oder Regelroutinen verstanden werden. Unter einem "Parameter"
soll in diesem Zusammenhang ein von inneren und/oder äußeren Einflüssen abhängiger,
während eines Betriebs gemessener Wert und/oder Werteverlauf verstanden werden, der
zumindest teilweise für die zumindest eine Schlagkenngröße beschreibend ist. Innere
Einflüsse sind insbesondere eine Temperatur und/oder eine Schmierung von Teilen einer
Handwerkzeugmaschine. Äußere Einflüsse sind insbesondere ein Werkzeug und/oder das
Werkstück und/oder ein Bediener. Unter einer "Rückführgröße" soll in diesem Zusammenhang
eine berechnete Information über die Schlagkenngröße verstanden werden, die zu einer
Regelung der Schlagkenngröße verwendet werden kann. Durch die Bestimmung der Schlagkenngröße
kann die Regelung verschiedene Parameter in die Regelung einbeziehen und besonders
flexibel ausgelegt werden.
[0005] Ferner weist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß eine Regelroutine auf, die dazu
vorgesehen ist, zumindest die Schlagkenngröße bezogen auf zumindest einen Arbeitspunkt
zu regeln. Unter einer "Regelroutine" soll insbesondere eine Routine verstanden werden,
die die zu einer Regelung während des Betriebs notwendigen Berechnungen ausführt und
Ergebnisse ausgibt. Die Regelroutine läuft auf einer Recheneinheit. Unter einem "Arbeitspunkt"
soll ein Betriebszustand verstanden werden, bei dem zumindest eine Schlagkenngröße
in einem Betrieb auf einen vorgegebenen Werteverlauf geregelt wird. Der Arbeitspunkt
weist vorzugsweise einen Sollverlauf und/oder einen Sollwert der Schlagkenngröße auf.
Dadurch kann eine besonders leistungsfähige und/oder bedienerfreundliche Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
erreicht werden.
[0006] Zudem weist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß zumindest eine Messvorrichtung auf,
wodurch die Regelvorrichtung und die Messvorrichtung vorteilhaft aufeinander abgestimmt
werden können. Die Messvorrichtung ist dabei dazu vorgesehen, zumindest einen Parameter
zu erfassen, in Abhängigkeit von dem die Rückführgröße der Schlagkenngröße bestimmt
wird.
[0007] Ferner weist die Messvorrichtung erfindungsgemäß zumindest einen Beschleunigungssensor
auf, der dazu vorgesehen ist, zumindest einen Beschleunigungsparameter einer Handwerkzeugmaschine
zu erfassen. Unter einem "Beschleunigungsparameter" soll ein gemessener Beschleunigungsverlauf
in zumindest einer Achse verstanden werden, die parallel zu einer Hauptarbeitsrichtung
liegt. Der Beschleunigungsparameter bildet insbesondere einen besonders genauen Parameter
für eine Vibration der Handwerkzeugmaschine. Mittels des Beschleunigungssensors kann
eine besonders vibrationsarme geregelte Handwerkzeugmaschine erreicht werden. Erfindungsgemäß
weist die Messvorrichtung zumindest einen Drucksensor weiter auf, der dazu vorgesehen
ist, einen Druckparameter in einer Kompressionskammer der Schlagvorrichtung zumindest
zeitweise zu erfassen. Unter einem "Druckparameter" soll insbesondere ein gemessener
relativer Druckverlauf in der Kompressionskammer verstanden werden. Der Druckparameter
dient insbesondere dazu, eine Wirkung der von einem Werkstück reflektierten Energie
besonders genau zu ermitteln. In diesem Zusammenhang soll unter "zumindest zeitweise"
insbesondere verstanden werden, dass eine diskontinuierliche Erfassung des Drucks
in der Kompressionskammer erfolgen kann. Vorzugsweise erfolgt zumindest eine Erfassung
des Druckparameters zumindest in einem Zeitraum, wenn die Wirkung der Energie, die
das Werkstück reflektiert, in der Kompressionskammer auftritt. Mittels des Drucksensors
kann eine besonders wirkungsvoll arbeitende Handwerkzeugmaschine erreicht werden.
[0008] Des Weiteren weist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß zumindest zwei Regelmodi
auf, die dazu vorgesehen sind, jeweils zumindest einen Arbeitspunkt bereitzustellen.
Unter einem "Regelmodus" soll eine bestimmte Betriebsart verstanden werden, die eine
Optimierung der Regelung auf zumindest eine bestimmte Wirkung zum Ziel hat. Der Arbeitspunkt
wird insbesondere von einer Berechnungsroutine auf Grundlage des Regelmodus bestimmt.
Dadurch kann eine auf verschiedene Wirkung optimierte Regelung erreicht werden.
[0009] Ferner ist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß in einem der Regelmodi dazu vorgesehen,
auf einen vibrationsoptimierten Arbeitspunkt zu regeln. Unter "vibrationsoptimiert"
soll eine in einem Betrieb objektiv und/oder auch subjektiv vibrationsarme Handwerkzeugmaschine
verstanden werden. Dabei kann insbesondere eine Regelung auf eine energiearme Vibration
und/oder auf eine von einem Bediener als weniger unangenehm empfundene Vibration optimiert
sein. Dadurch kann dem Bediener ein besonders komfortables Arbeiten ermöglichen werden.
[0010] Zudem ist die Regelvorrichtung erfindungsgemäß in einem der Regelmodi dazu vorgesehen,
auf einen schlagoptimierten Arbeitspunkt zu regeln. Unter "schlagoptimiert" soll verstanden
werden, dass die Handwerkzeugmaschine in einem Betrieb eine größtmögliche Leistungsfähigkeit
erreicht. Mittels des schlagoptimierten Arbeitspunkts kann ein besonders wirkungsvolles
Arbeiten erreicht werden.
Des Weiteren wird ein Auswahlelement vorgeschlagen, das dem Bediener eine Auswahlmöglichkeit
des Regelmodus bereitstellt, wodurch der Bediener komfortabel zwischen verschiedenen
Regelmodi wechseln kann.
Ferner geht die Erfindung von einer Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
aus, wobei sämtliche, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Handwerkzeugmaschinen
mit einer Schlagvorrichtung, wie insbesondere Schlagbohrmaschinen, Bohrhämmer, Schlagbohrschrauber,
Drehschlagschrauber, Schlagschrauber, Schlaghämmer, Abbruchhämmer und/oder Multifunktionswerkzeuge,
zum Betreiben mit der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung denkbar wären, wodurch eine
besonders wirkungsvolle und/oder komfortabel einsetzbare Handwerkzeugmaschine bereitgestellt
werden kann.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen im Rahmen der Ansprüche zusammenfassen.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung, einem Drucksensor
und einem Beschleunigungssensor und
- Fig. 2
- eine alternative Anordnung des Drucksensors.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Figur 1 und Figur 2 zeigen jeweils ein Ausführungsbeispiel einer Handwerkzeugmaschine
24a, 24b in einer schematischen Darstellung mit einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10a, 10b. Dabei ist ein Gehäuse 32a, 32b der Handwerkzeugmaschine 24a, 24b so gebrochen
dargestellt, dass die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10a, 10b im Inneren der Handwerkzeugmaschine
24a, 24b sichtbar ist.
[0013] Figur 1 zeigt eine Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10a mit einer Schlagvorrichtung
12a. Die Schlagvorrichtung 12a weist einen Elektromotor 34a, einen Kurbeltrieb 36a,
ein Umsetzelement 38a, einen Antriebskolben 40a, ein Hammerrohr 42a, eine Kompressionskammer
28a, einen Schläger 44a und einen Schlagbolzen 46a auf. Der Elektromotor 34a ist drehfest
mit dem Kurbeltrieb 36a verbunden. Der Kurbeltrieb 36a wandelt eine Drehbewegung einer
Welle 50a des Elektromotors 34a mit Hilfe des Umsetzelements 38a in eine oszillierende
Linearbewegung 52a des Antriebskolbens 40a entlang einer Hauptarbeitsrichtung 54a
der Handwerkzeugmaschine 24a um. Der Antriebskolben 40a wird von dem Hammerrohr 42a
geführt. Dazu umschließt das Hammerrohr 42a den Antriebskolben 40a kreisförmig. Der
Antriebskolben 40a treibt mittels eines Drucks eines Gases, und zwar mittels Luft,
in der Kompressionskammer 28a den Schläger 44a an. Der Schläger 44a ist von dem Antriebskolben
40a her gesehen in Hauptarbeitsrichtung 54a in dem Hammerrohr 42a angeordnet und wird
ebenfalls von dem Hammerrohr 42a geführt. Der Schläger 44a kann, von dem Druck getrieben,
zwischen dem Antriebskolben 40a und dem Schlagbolzen 46a bewegt werden. Trifft der
Schläger 44a auf den Schlagbolzen 46a, überträgt der Schläger 44a einen Impuls auf
den Schlagbolzen 46a. Der Schlagbolzen 46a ist mit einem Werkzeug 56a gekoppelt, welches
lösbar in einem Werkzeugfutter 48a angeordnet ist. Das Werkzeug 56a ist in diesem
Ausführungsbeispiel als ein Spiralbohrmeißel ausgebildet. Es wären auch andere, einem
Fachmann als sinnvoll erscheinende Werkzeuge 56a möglich. Zusätzlich dreht in diesem
Ausführungsbeispiel der Elektromotor 34a mittels einer Welle 58a das Werkzeug 56a
um eine Rotationsachse 60a. Die Rotationsachse 60a ist parallel zu der Hauptarbeitsrichtung
54a. Andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Konfigurationen des Schlagwerks,
insbesondere für einen Schlaghammer, sind möglich.
[0014] Des Weiteren weist die Schlagvorrichtung 12a eine Regelvorrichtung 14a auf, die dazu
vorgesehen ist, zwei Schlagkenngrößen zu regeln. Die Regelvorrichtung 14a ist bis
auf zwei Sensoren 22a, 26a und ein Auswahlelement 30a zusammen mit einer Leistungselektronik
62a, die den Elektromotor 34a versorgt, auf einer Platine 64a in einem einen Haupthandgriff
bildenden Schaft 66a des L-förmigen Gehäuses 32a angeordnet. Die Regelvorrichtung
14a weist eine Recheneinheit 16a auf, die als ein Mikrocontroller ausgebildet ist.
Die Recheneinheit 16a führt im Betrieb drei Routinen aus. Eine erste Berechnungsroutine
68a ist dazu vorgesehen, abhängig von einem Parameter eine Rückführgröße der Schlagkenngrößen
zu bestimmen. In diesem Ausführungsbeispiel dienen ein Druckverlauf in der Kompressionskammer
28a und ein Beschleunigungsverlauf des Gehäuses 32a als Parameter. Eine zweite Berechnungsroutine
70a bestimmt einen Arbeitspunkt, der als eine Führungsgröße der Regelung dient. Eine
Regelroutine 18a ist dazu vorgesehen, die Schlagkenngröße, die geregelt werden soll,
bezogen auf den Arbeitspunkt zu regeln. Dazu weist die Regelroutine 18a nicht näher
dargestellte Berechnungsmethoden auf, z.B. für einen PID-Regler und eine Vergleichsmethode.
[0015] Ferner zeigt Figur 1, dass die Regelvorrichtung 14a eine Messvorrichtung 20a aufweist,
die dazu vorgesehen ist, zwei Parameter zu erfassen. Zu einer Erfassung des Beschleunigungsparameters
der Handwerkzeugmaschine 24a weist die Messvorrichtung 20a einen Beschleunigungssensor
22a auf. Der Beschleunigungssensor 22a ist auf der mit dem Gehäuse 32a gekoppelten
Platine 64a angeordnet. Der Beschleunigungsparameter beinhaltet Informationen über
eine Vibration des Gehäuses 32a und Informationen über eine Energie, die ein nicht
näher dargestelltes Werkstück reflektiert. Die Vibrationen werden durch die Position
des Beschleunigungssensors 22a nahe bei einem nicht näher dargestellten Bediener gemessen.
[0016] Zu einer Erfassung des Druckparameters in der Kompressionskammer 28a der Schlagvorrichtung
12a weist die Messvorrichtung 20a einen Drucksensor 26a auf. Der Drucksensor 26a ist
in einer in Hauptarbeitsrichtung 54a weisenden Stirnseite 72a des Antriebskolbens
40a angeordnet und mittels eines Informationsträgers, in diesem Fall einer elektrischen
Leitung 74a, mit der Platine 64a verbunden. An dieser Stelle kann der Drucksensor
26a den Druckverlauf in der Kompressionskammer 28a permanent erfassen. Der Druckparameter
beinhaltet Informationen über eine Energie, die ein Werkstück reflektiert und Informationen
über die Vibration des Gehäuses 32a.
[0017] Ferner weist die Regelvorrichtung 14a zwei Regelmodi auf. Je nach Regelmodus werden
unterschiedliche Arbeitspunkte für die Regelung verwendet. Die unterschiedlichen Arbeitspunkte
sind auf unterschiedliche Wirkungen optimiert. Einer der Regelmodi ist dazu vorgesehen,
auf einen vibrationsoptimierten Arbeitspunkt zu regeln. Der andere Regelmodus ist
dazu vorgesehen, auf einen schlagoptimierten Arbeitspunkt zu regeln. Damit der Bediener
die unterschiedlichen Regelmodi wählen kann, weist die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10a das Auswahlelement 30a auf, das dem Bediener eine Auswahlmöglichkeit der Regelmodi
bereitstellt. Das Auswahlelement 30a ist als ein Schalter ausgebildet und an einer
Unterseite 76a des Gehäuses 32a angeordnet.
[0018] In Figur 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Zur Unterscheidung
der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
in der Figur 1 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
in der Figur 2 ersetzt. Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel in Figur 1, wobei bezüglich gleich
bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels
in der Figur 1 verwiesen werden kann.
[0019] Figur 2 zeigt eine Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10b, bei der ein Drucksensor
26b im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel an einer Seite 78b eines Hammerrohrs
42b angeordnet ist. Der Drucksensor 26b ist mittels eines Druckkanals 82b mit einer
Kompressionskammer 28b des Hammerrohrs 42b verbunden, wobei der Druckkanal 82b in
einem Führungsbereich des Hammerrohrs 42b angeordnet ist, in welchem ein Schläger
44b einer Schlagvorrichtung 12b geführt ist, so dass der Schläger 44b in zumindest
einem Betriebspunkt den Druckkanal 82b verschließt und damit den Drucksensor 26b schützt.
Dabei ist der Druckkanal 82b so weit von einem Antriebskolben 40b entfernt angeordnet,
dass der Drucksensor 26b während eines Maximums des Druckverlaufs von einem Schläger
44b vor dem Maximum des Druckverlaufs geschützt ist. Das Maximum des Druckverlaufs
tritt auf, wenn ein Abstand 80b zwischen dem Schläger 44b und dem Antriebskolben 40b
minimal ist. Zu diesen Zeitpunkten verschließt der Schläger 44b eine Öffnung 82b in
dem Hammerrohr 42b zu dem Drucksensor 26b. Alternativ zu dem Schläger 44b kann auch
der Antriebskolben 40b den Druckkanal 82b verschließen.
1. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einer Schlagvorrichtung (12a, 12b),
wobei die Schlagvorrichtung (12a, 12b) eine Regelvorrichtung (14a, 14b) aufweist,
die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Schlagkenngröße bezogen auf die Vibration
und die Schlagwirkung zu regeln, wobei die Regelvorrichtung (14a, 14b) zumindest eine
Messvorrichtung (20a, 20b) aufweist, die zumindest einen Beschleunigungssensor (22a,
22b) aufweist, der dazu vorgesehen ist, zumindest einen Beschleunigungsparameter einer
Handwerkzeugmaschine (24a, 24b) zu erfassen, wobei der Beschleunigungsparameter von
einem gemessenen Beschleunigungsverlauf in zumindest einer Achse gebildet ist, die
parallel zu einer Hauptarbeitsrichtung der Handwerkzeugmaschine (24a, 24b) liegt,
wobei die Regelvorrichtung (14a, 14b) eine Recheneinheit (16a, 16b) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (20a, 20b) zumindest einen Drucksensor (26a, 26b) weiter aufweist,
der dazu vorgesehen ist, einen Druckparameter in einer Kompressionskammer (28a, 28b)
der Schlagvorrichtung (12a, 12b) zumindest zeitweise zu erfassen,
dass die Recheneinheit (16a, 16b) zumindest dazu vorgesehen ist, abhängig von mindestens
der Beschleunigungsparameter und der Druckparameter zumindest eine Rückführgröße der
Schlagkenngröße zu bestimmen,
und dass die Regelvorrichtung (14a, 14b) eine Regelroutine (18a, 18b) aufweist, die
dazu vorgesehen ist, zumindest die Schlagkenngröße bezogen auf zumindest einen Arbeitspunkt
zu regeln und die Regelvorrichtung (14a, 14b) zumindest zwei Regelmodi aufweist, die
dazu vorgesehen sind, jeweils zumindest einen Arbeitspunkt bereitzustellen,
wobei die Regelvorrichtung (14a, 14b) in einem der Regelmodi dazu vorgesehen ist,
auf einen vibrationsoptimierten Arbeitspunkt zu regeln und in einem der Regelmodi
dazu vorgesehen ist, auf einen schlagoptimierten Arbeitspunkt zu regeln.
2. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Auswahlelement (30a, 30b), das einem Bediener eine Auswahlmöglichkeit des Regelmodus
bereitstellt.
3. Handwerkzeugmaschine mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung (10a, 10b) nach einem
der Ansprüche 1 bis 2.
1. Handheld machine-tool device comprising at least one impact device (12a, 12b), the
impact device (12a, 12b) having a control device (14a, 14b) which is provided to control
at least one impact characteristic variable based on the vibration and the impact
effect, the control device (14a, 14b) having at least one measuring device (20a, 20b),
which has at least one acceleration sensor (22a, 22b) which is provided to measure
at least one acceleration parameter of a handheld machine tool (24a, 24b), the acceleration
parameter being formed by a measured acceleration profile in at least one axis which
lies parallel to a main working direction of the handheld machine tool (24a, 24b),
the control device (14a, 14b) having a computing unit (16a, 16b),
characterized in that the measuring device (20a, 20b) also has at least one pressure sensor (26a, 26b),
which is provided to measure a pressure parameter in a compression chamber (28a, 28b)
of the impact device (12a, 12b), at least from time to time,
in that the computing unit (16a, 16b) is provided at least to determine a feedback variable
of the impact characteristic variable, depending on at least the acceleration parameter
and the pressure parameter,
and in that the control device (14a, 14b) has a control routine (18a, 18b), which is provided
to control at least the impact characteristic variable based on at least one working
point, and the control device (14a, 14b) has at least two control modes, which are
provided to provide at least one working point each,
wherein, in one of the control modes, the control device (14a, 14b) is provided to
control to a vibration-optimized working point, and in one of the control modes, is
provided to control to an impact-optimized working point.
2. Handheld machine-tool device at least according to Claim 1, characterized by a selection element (30a, 30b), which provides an operator with a possible selection
of the control mode.
3. Handheld machine-tool comprising a hand-held machine-tool device (10a, 10b) according
to either of Claims 1 and 2.
1. Ensemble d'outil manuel motorisé présentant au moins un ensemble de percussion (12a,
12b), l'ensemble de percussion (12a, 12b) présentant un ensemble de régulation (14a,
14b) prévu pour réguler une grandeur caractéristique de percussion se rapportant aux
vibrations et à l'effet de percussion,
l'ensemble de régulation (14a, 14b) présentant au moins un ensemble de mesure (20a,
20b) qui présente au moins un capteur d'accélération (22a, 22b) prévu pour saisir
au moins un paramètre d'accélération d'un outil manuel motorisé (24a, 24b),
le paramètre d'accélération étant formé par la mesure de l'évolution de l'accélération
suivant au moins un axe parallèle à une direction principale de travail de l'outil
manuel motorisé (24a, 24b),
l'ensemble de régulation (14a, 14b) présentant une unité de calcul (16a, 16b),
caractérisé en ce que
l'ensemble de mesure (20a, 20b) présente en outre au moins un capteur de pression
(26a, 26b) prévu pour saisir au moins une partie du temps un paramètre de pression
qui règne dans une chambre de compression (28a, 28b) de l'ensemble de percussion (12a,
12b),
en ce que l'unité de calcul (16a, 16b) est prévue au moins pour déterminer au moins une grandeur
de renvoi à la grandeur caractéristique de percussion en fonction d'au moins le paramètre
d'accélération et le paramètre de pression,
en ce que l'ensemble de régulation (14a, 14b) présente une routine de régulation (18a, 18b)
prévue pour réguler au moins la grandeur caractéristique de percussion par rapport
à au moins un point de travail,
en ce que l'ensemble de régulation (14a, 14b) présente au moins deux modes de régulation prévus
pour délivrer chacun au moins un point de travail et
en ce que l'ensemble de régulation (14a, 14b) est prévu pour réguler un point de travail optimisé
en termes de vibrations dans l'un des modes de régulation, et pour réguler un point
de travail en termes de percussion dans l'un des modes de régulation.
2. Ensemble d'outil manuel motorisé selon au moins la revendication 1, caractérisé par un élément de sélection (30a, 30b) qui offre à un opérateur une possibilité de sélection
du mode de régulation.
3. Outil manuel motorisé présentant un ensemble (10a, 10b) d'outil manuel motorisé selon
l'une des revendications 1 et 2.


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