[0001] Die Erfindung betrifft einen Transport- und Lagerbehälter aus Kunststoff, insbesondere
einen stapelbaren und klappbaren Lagerordnungskasten.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene klappbare Transport- und Lagerbehälter
bekannt. Beispielsweise offenbart die
WO 9749613 einen kastenförmigen Behälter aus Kunststoff, welcher klappbare Seitenwände aufweist.
Die
DE 42 44 359 C2 offenbart eine Vorrichtung zum selbsttätigen Befüllen von flach zusammenlegbaren,
quaderförmigen Transportkästen. Die
DE 42 29 586 A1 offenbart einen Transportkasten aus Kunststoff. Ein weiterer kastenförmiger Behälter
mit klappbaren Seitenwänden ist aus der
DE 44 46 322 A1 bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Transport-
und Lagerbehälter zu schaffen.
[0004] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen angegeben.
[0005] Erfindungsgemäß wird ein Transport- und Lagerbehälter aus Kunststoff geschaffen,
wobei der Behälter einen Boden, zwei sich gegenüberliegende Seitenteile und zwei sich
gegenüberliegende Frontteile aufweist, wobei die Seitenteile und die Frontteile mit
Scharnieren zur Behältermitte hin klappbar am Boden befestigt sind. Die Seitenteile
und die Frontteile sind im aufgerichteten Zustand miteinander zur Bildung eines mechanisch
stabilen Gesamtverbundes verriegelbar. Zur Verriegelung weist zumindest eines der
Seitenteile ein Rastelement zur Ausbildung einer lösbaren Rastverbindung mit einem
der Frontteile auf, wobei dieses Frontteil ein Entriegelungselement aufweist, wobei
das Entriegelungselement zur Freigabe der Rastverbindung aufgrund einer Krafteinwirkung
auf das Entriegelungselement ausgebildet ist, wobei die Krafteinwirkung auf der zur
Behältermitte abgewandten Seite dieses Frontteils, d.h. auf die Außenseite dieses
Frontteils und in Richtung zur Behältermitte erfolgt.
[0006] Der erfindungsgemäße Transport- und Lagerbehälter hat den Vorteil, dass in einfacher
Weise ein Zusammenklappen eines aufgeklappten Transport- und Lagerbehälters möglich
ist. Dies ist insbesondere in automatisierten Lagereinrichtungen von großer Relevanz.
Mit dem obig genannten Transport- und Lagerbehälter ist es möglich, durch eine einfache
horizontale Krafteinwirkung von außen, beispielsweise auf die Front- und Sichtseite
des Behälters, auf das entsprechende Entriegelungselement den Zusammenklappvorgang
einzuleiten. Aufwendige zusätzliche Zug- oder Druckbewegungen auf diese Frontseite
sind nicht notwendig. So muss beispielsweise nicht robotisch in den Innenraum des
aufgeklappten Transport- und Lagerbehälters eingegriffen werden, um von dort aus mittels
einer Zug- oder Druckbewegung den Zusammenklappvorgang durchzuführen.
[0007] Damit ist es möglich, einen Zusammenklappvorgang eines solchen Transport- und Lagerbehälters
zu automatisieren. Die Kraft, welche auf das Entriegelungselement zur Entriegelung
der lösbaren Rastverbindung wirkt, dient dabei auch gleichzeitig zum Einleiten des
Zusammenklappvorgangs, das heißt des Klappens der entsprechenden Frontfläche um die
Scharniervorrichtung am Boden.
[0008] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Rastelement einen Rastvorsprung
zum Eingriff in eine gegenstückige Aussparung des Frontteils auf. Durch die Verwendung
einer Aussparung des Frontteils und eines darin eingreifenden Rastvorsprungs ergibt
sich der Vorteil, dass ein mechanisch stabiler Gesamtverbund der Front- und Seitenteile
geschaffen werden kann. Eine Rüttelbewegung beispielsweise der Frontteile in einer
Richtung parallel zu den Seitenteilen wird zu keiner Lösung der Rastverbindung führen,
da ein solcher Rüttel- und Bewegungsvorgang lediglich Kräfte auf den Rastvorsprung
überträgt, um daraufhin vom Rastvorsprung auf die Seitenteile übertragen und von diesen
aufgenommen zu werden.
[0009] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei dem Rastvorsprung
um einen Schnapphaken, wobei der Schnapphaken zum Hintergreifen eines Teils der Aussparung
im verriegelten Zustand des Frontteils und des Seitenteils ausgebildet ist. Die Verwendung
eines Schnapphakens, auch als Rastnocke oder Rastnase bezeichnet, hat den Vorteil,
dass zusätzlich eine Bewegung der Seitenteile von der Behältermitte weggerichtet und
parallel zu den Frontteilen verhindert wird. Die Seitenteile und die Frontteile sind
damit formschlüssig miteinander verbunden, was die Gesamtstabilität des Gesamtverbundes
von Seitenteilen und Frontteilen erhöht.
[0010] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Rastvorsprung eine erste
geneigte Fläche auf, wobei die erste geneigte Fläche am Ende des Rastvorsprungs ausgebildet
ist und wobei die erste geneigte Fläche zur Behältermitte hin geneigt ist. Die Verwendung
eines solch gearteten Rastvorsprungs mit einer ersten geneigten Fläche hat den Vorteil,
dass beim Zusammenfügen von Seitenteil und entsprechendem Fronteil der Rastvorsprung
selbstfindend in die gegenstückige Aussparung des Frontteils eingefädelt wird. Somit
kann auch hier maschinell ein "Ausklappvorgang", das heißt ein Zusammenfügen der entsprechenden
Front- und Seitenteile, erfolgen. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
weist der Rastvorsprung eine zweite geneigte Fläche auf, wobei die zweite geneigte
Fläche am Ende des Rastvorsprungs ausgebildet ist, wobei die zweite geneigte Fläche
von der Behältermitte wegweisend geneigt ist. Die Verwendung einer zusätzlichen so
gearteten zweiten geneigten Fläche hat den Vorteil, dass durch eine Krafteinwirkung,
parallel zum entsprechenden Seitenteil und in Richtung zur Behältermitte gerichtet,
eine resultierende Kraft senkrecht zum Seitenteil wirkt, womit es einem entsprechend
gearteten Entriegelungselement möglich ist, durch eine solche Krafteinwirkung parallel
zum Seitenteil und in Richtung zur Behältermitte einen Entriegelungsvorgang einzuleiten.
Durch die resultierende Kraft senkrecht zum Seitenteil wird der Rastvorsprung aus
der gegenstückigen Aussparung des Frontteils getrieben, wodurch eine Entriegelung
von Fronteil und Seitenteil möglich ist.
[0011] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Rastelement einen elastisch
federnden Rasthebel auf, wobei der Rasthebel in der Ebene der Seitenfläche angeordnet
ist, wobei der Rastvorsprung am Rasthebel angeordnet ist und wobei der Rastvorsprung
in Richtung zur Behältermitte in die Ebene der Seitenfläche hineinragt. Mittels des
elastisch federnden Rasthebels kann in einfacher und kostengünstiger Weise ein Rastelement
geschaffen werden, mit welchem sich eine lösbare Rastverbindung mit einem der Frontteile
realisieren lässt. Durch die elastische Ausbildung des Rasthebels kann in reversibler
Weise ein Ver- und Entrastvorgang unter Verwendung des Rastvorsprungs mit dem Frontteil
stattfinden. Außerdem ist es durch die einfache mechanische Ausführung eines kombinierten
Rasthebels und Rastvorsprungs möglich, ein solch geartetes Rastelement in einstückiger
Weise mit einem Seitenteil zusammen herzustellen. Solches kann beispielsweise in einem
Spritzgussverfahren stattfinden, wobei weitere Herstellungskosten für aufwendige Montageschritte
beispielsweise eines Rastelements am Seitenteil entfallen.
[0012] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Entriegelungselement
ein elastisch federndes Betätigungselement zur Aufnahme der Krafteinwirkung auf, wobei
das Betätigungselement eine in der Ebene der Frontfläche angeordnete Betätigungsfläche
aufweist, wobei das Betätigungselement eine in Richtung zur Behältermitte in die Ebene
der Frontfläche hineinragende Kante aufweist. Im aufgerichteten Zustand der Frontteile
und der Seitenteile überlappt dabei die Kante den Rastvorsprung zumindest teilweise,
wobei außerdem die Kante zur Betätigungsfläche hin geneigt ist.
[0013] Das solch geartete Entriegelungselement hat ebenfalls wie das obig beschriebene Rastelement
den Vorteil, dass ein solches Entriegelungselement ebenfalls in einfacher und kostengünstiger
Weise, vorzugsweise zusammen mit dem entsprechenden Frontteil in einem Spritzgussverfahren
einstückig hergestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass aufgrund der einfachen
mechanischen Ausführung eine hohe Haltbarkeit gegeben ist. Außerdem muss bei einem
entsprechenden Herstellungsverfahren keine große Rücksicht auf Fertigungstoleranzen
genommen werden, da es lediglich entscheidend ist, dass die Kante die Ratsnase teilweise
überlappt. Der Grund hierfür ist, dass durch die Krafteinwirkung auf die Betätigungsfläche
die schräge Kante auf die Rastnase aufgepresst wird, wobei aufgrund der Kantenabschrägung
eine resultierende Kraft auf die Rastnase in Richtung des entsprechenden Seitenteils
wirkt. Damit wird die Rastnase wiederum aus der entsprechenden Aussparung des Frontteils
getrieben, so dass daraufhin eine Entrastung und damit eine Freigabe von Frontteil
und Seitenteil zum Zusammenklappen derselben erfolgt.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Kante durch einen Vorsprung
des Betätigungselements gebildet, wobei sich der Vorsprungsquerschnitt in Richtung
zur Behältermitte hin verjüngt. Die Verjüngung des Vorsprungsquerschnitts hat den
Vorteil, dass in optimaler Weise bei Krafteinwirkung auf die Betätigungsfläche wirkende
Kräfte auf den Vorsprung des Betätigungselements verteilt werden. Die Verjüngung des
Vorsprungsquerschnitts ist dabei in optimaler Weise an den Spannungsverlauf im Vorsprungsquerschnitt
angepasst.
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Betätigungselement durch
einen in der Ebene der Frontfläche angeordneten Betätigungshebel ausgebildet, wobei
am Hebelende die in die Ebene der Frontfläche hineinragende Kante ausgebildet ist.
Mittels eines solchen Betätigungshebels kann wiederum in einfacher und kostengünstiger
Weise ein Betätigungselement realisiert werden, beispielsweise in einem Spritzgussverfahren
wie obig beschrieben.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung bilden der Betätigungshebel und
die Kante eine L-Form. Alternativ dazu kann der Betätigungshebel eine Keilform aufweisen,
wobei die Kante durch eine der Keilflächen der Keilform gebildet wird.
[0017] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung überlappen im aufgerichteten Zustand
der Seitenteile und Frontteile die Seitenteile benachbarte Frontteile. Dies hat den
Vorteil, dass eine Bewegung der Seitenteile hin zur Behältermitte verhindert wird,
ohne dass hierbei eine hohe mechanische Beanspruchung etwaiger Rastverbindungen oder
weiterer Haltemittel berücksichtigt werden müsste.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind wie bereits oben angemerkt,
die Entriegelungselemente einstückig mit den entsprechenden Frontteilen und die Rastelemente
einstückig mit den entsprechenden Seitenteilen ausgebildet, so dass eine Herstellung
von Entriegelungs- und Rastelement jeweils zusammen mit den Front- und Seitenteilen
in einem gemeinsamen Herstellungsverfahren, beispielsweise eines Spritzgussverfahrens,
erfolgen kann.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Behälter im aufgerichteten
und/oder zusammengeklappten Zustand der Seitenteile und der Frontteile stapelbar.
[0020] Im Folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Behälter im aufgeklappten Zustand,
- Figur 2
- eine schematische Ansicht eines Behälters mit einem Rastelement und einem Entriegelungselement,
- Figur 3
- einen Behälter mit entrasteten Front- und Seitenteilen,
- Figur 4
- eine schematische Querschnittsansicht eines Behälters mit Rast- und Entriegelungselement,
- Figur 5
- verschiedene Arten von Rast- und Entriegelungselementen,
- Figur 6
- verschiedene Arten von Rast- und Entriegelungselementen,
- Figur 7
- eine alternative Ausführungsform von Rast- und Entriegelungselementen,
- Figur 8
- zeigt eine Ausgestaltungsform des Rasthebels 400,
- Figur 9
- ist eine vergrößerte Detailaufnahme des verjüngend ausgebildeten Rasthebels,
- Figur 10
- ist eine schematische Ansicht einer Behälterecke mit verrasteten Front- und Seitenteilen.
[0021] Im Folgenden sind einander ähnliche Elemente mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0022] Die Figur 1 zeigt einen Transport- und Lagerbehälter 100, welcher vorzugsweise aus
Kunststoff besteht. Der Behälter besteht aus Seitenteilen 102 und aus Frontteilen
104. In der Figur 1 ist der Behälter 100 im aufgeklappten Zustand gezeigt, so dass
die Seitenteile 102 und die Frontteile 104 jeweils senkrecht zueinander angeordnet
und miteinander verrastet sind. Nicht in der Figur 1 ersichtlich ist ein Boden, an
welchem die Seitenteile 102 und die Frontteile 104 klappbar befestigt sind.
[0023] Die Frontteile 104 und die Seitenteile 102 sind am Boden mit ebenfalls nicht ersichtlichen
Scharnieren verbunden, so dass die Seiten- und Frontteile zur Behältermitte 106 hin
zusammengeklappt werden können.
[0024] Wichtig in der Figur 1 ist nun, dass des Weiteren Rastelemente 110 an den Seitenteilen
102 vorgesehen sind. Die Rastelemente dienen zur Ausbildung einer lösbaren Rastverbindung
mit den Frontteilen 104. Zum Lösen der Rastverbindung weisen die Frontteile 104 Entriegelungselemente
108 auf, wobei ein Entriegelungsvorgang durch Betätigen der Entriegelungselemente
eingeleitet werden kann. In dem in Figur 1 gezeigten Fall, in welchem eines der Frontteile
104 dem Betrachter zugewandt ist, erfolgt ein Entriegelungsvorgang durch eine Krafteinwirkung
auf das Entriegelungselement 108 in Richtung zur Behältermitte. Dabei erfolgt die
Krafteinwirkung außerdem auf der zur Behältermitte abgewandten Seite des Frontteils
104.
[0025] Durch den damit eingeleiteten Entriegelungsvorgang wird das dem Betrachter zugewandte
Frontteil 104 und die Seitenteile 102 voneinander entriegelt, das heißt die durch
das Rastelement 110 ausgebildete Rastverbindung wird gelöst.
[0026] Die Figur 2 zeigt eine vergrößerte schematische Ansicht, des Behälters 100. Wiederum
ersichtlich sind die Frontteile 104 und ein Seitenteil 102. An dem Seitenteil 102
ist das Rastelement 110 angeordnet und an den Frontteilen 104 sind die Entriegelungselemente
108 angeordnet.
[0027] Wie aus der Figur 2 ferner ersichtlich ist, bestehen nach einer Ausführungsform der
Erfindung die Entriegelungselemente 108 aus einem Hebel 202 und einem Vorsprung 204.
Der Hebel 202 verläuft dabei im Wesentlichen parallel und in der Ebene der Frontfläche
104, wohingegen der Vorsprung 204 in die Ebene der Frontfläche in Richtung zur Behältermitte
hineinragt.
[0028] Das Betätigen des Entriegelungselementes 108 erfolgt beispielsweise wie in der Figur
2 gezeigt durch eine Krafteinwirkung in Richtung 200, das heißt durch eine Krafteinwirkung
in Richtung zur Behältermitte. Dadurch wird das dem Betrachter zugewandte Frontteil
104 und das rechte Seitenteil 102 voneinander entriegelt, da der Vorsprung 204 durch
die Krafteinwirkung auf den Betätigungshebel 202 in Richtung der Behältermitte gedrückt
wird, wodurch eine resultierende Kraft auf das Rastelement 110 in Richtung des Seitenteils
102, das heißt nach rechts, wirkt. Dabei wird die durch das Rastelement ausgebildete
Rastverbindung gelöst. Somit ist es möglich mit einer Schwenkbewegung 206 das vordere
Frontteil in Richtung zur Behältermitte hin wegzuklappen. Der Klappvorgang erfolgt
dabei selbständig aufgrund der ohnehin auf das Entriegelungselement 108 wirkenden
Kraft in Richtung 200, das heißt in Richtung zur Behältermitte.
[0029] Die Figur 3 zeigt den Behälter 100 im entriegelten Zustand des dem Betrachter zugewandten
Frontteils 104. Deutlich sichtbar ist nun das Rastelement 110, welches aufgrund der
Klappbewegung des Frontteils 104 in Richtung 206, das heißt hin zur Behältermitte,
freigegeben ist. Ebenfalls deutlich in Figur 3 sichtbar ist die Achse 300, um welche
mittels in der Figur 3 nicht ersichtlicher Scharniere ein Klappvorgang des Frontteils
104 relativ zum Boden 302 erfolgt.
[0030] Die Figur 4 zeigt eine schematisch Querschnittsansicht eines Ausschnittes eines Transport-
und Lagerbehälters. In der Figur 4 zu sehen sind zunächst das Frontteil 104 und das
Seitenteil 102. Am Frontteil 104 angeordnet ist das Entriegelungselement 108, welches,
wie bereits bezüglich der Figur 2 erläutert, aus einem Hebel 202 und einem Vorsprung
204 besteht. Deutlich sichtbar in der Figur 4 ist nun auch die Art und Weise, wie
das Rastelement 110 ausgebildet ist: Das Rastelement 110 besteht aus einem Rasthebel
400 und einem Rastvorsprung 402, wobei der Rastvorsprung zur Behältermitte 106 hin
am Ende des Rasthebels angeordnet ist und dabei in die Ebene der Seitenfläche 102
hineinragt.
[0031] Sowohl der Hebel 202 als auch der Rasthebel 400 sind elastisch federnd ausgebildet.
Der Rastvorsprung 402 greift mit einer weitere Rastnase, welche in einer Richtung
senkrecht zur Zeichenebene unterhalb oder oberhalb des Rastvorsprungs 402 am Rastvorsprung
angeordnet ist in eine gegenstückige Aussparung des Frontteils 104 ein. Damit ist
im verrasteten Zustand eine Bewegung des Frontteils 104 in Richtung 206 nicht möglich.
Außerdem weist der Rastvorsprung 402 eine dem Betätigungshebel 202 zugewandte schräge
Oberfläche 403 auf.
[0032] Außerdem ist in der Figur 4 die Kante des Vorsprungs 204 zum Hebel 202 hin geneigt
und überlappt dabei zumindest teilweise den Rastvorsprung 402. Dies hat den Zweck,
dass im Falle einer Krafteinwirkung auf den Hebel 200 in Richtung 202, das heißt im
Wesentlichen senkrecht zur Frontseite 104, die besagte Kante des Vorsprungs 204 gegen
den Rastvorsprung 402 gedrückt wird. Dadurch entsteht eine resultierende Kraft, welche
senkrecht zur Richtung 202 in Richtung des Seitenteils 102 auf den Rastvorsprung 402
wirkt. Genauer gesagt wirkt die Kraft auf die schräge Oberfläche 403 des Rastvorsprungs
402. Durch diese Kraft wird das elastische Rastelement bzw. der Rasthebel 400 mitsamt
dem Rastvorsprung 402 in Richtung 404, das heißt nach rechts von der Behältermitte
106 weggeschwenkt. Dadurch wird die Rastverbindung zwischen dem Seitenteil 102 und
dem Frontteil 104 freigegeben, so dass daraufhin in Richtung 202 die Frontfläche in
Richtung der Behältermitte 106 geklappt werden kann.
[0033] Dadurch dass der Rastvorsprung 402 die schräge Oberfläche 403 aufweist, auf die die
Kraft ausgeübt wird, wird auch bei plötzlich auftretenden großen Kräften - z.B. durch
einen Schlag auf das Betätigungselement 108 - eine Verschwenkung des Rastvorsprungs
402 in Richtung 404 gewährleistet. Bei einer glatten Oberfläche an Stelle der schrägen
Oberfläche 403 könnte eine große plötzlich auftretende Kraft zu Materialbruch führen,
da der Rastvorsprung 402 eventuell nicht so schnell in Richtung 404 verschwenkt würde
und somit entweder selbst brechen oder einen Bruch des Betätigungselements auslösen
würde.
[0034] Deutlich sichtbar in der Figur 4 ist außerdem die Tatsache, dass sich der Vorsprungsquerschnitt
des Vorsprungs 204 zur Behältermitte 106 hin verjüngt. Wie bereits ausführlich oben
erwähnt, liegt der Sinn dessen in einer optimalen Spannungsverteilung im Falle einer
Krafteinwirkung auf die Kante des Vorsprungs 204.
[0035] Die Figur 5 zeigt schematisch einen Entriegelungsvorgang durch eine solch entsprechende
Krafteinwirkung. In der Figur 5a ist dabei der verriegelte Zustand eines nicht ersichtlichen
Front- und Seitenteiles gezeigt. Wirkt nun eine Kraft in Richtung 200, auf den Hebel
202, so wird der Hebel beispielsweise um eine Achse 500 in Richtung 200 bewegt. Dadurch
wird der Vorsprung 204 bzw. dessen Kante 506 auf den Rastvorsprung 402 des Rastelementes
110 gedrückt. Dadurch wirkt auf den Rastvorsprung 402 eine resultierende Kraft in
Richtung 504. Diese resultierende Kraft in Richtung 504 führt zu einer Schwenkbewegung
in Richtung 404, deren Resultat in der Figur 5B gezeigt ist.
[0036] In der Figur 5b sind entsprechende fiktive Front- und Seitenteile entriegelt, da
das Entriegelungselement 108 in die Richtung 200 bewegt wurde und dadurch das Rastelement
110 in die Richtung 404 gedrückt wurde. Der Übergang von Figur 5a zu Figur 5b ist
dabei reversibel, da es sich bei dem Entriegelungselement 108 und dem Rastelement
110 um elastische Ausgestaltungen handelt, wobei typischerweise anstatt einer Drehung
des Hebels 202 um die Achse 500 und einer Drehung des Rasthebels 400 um eine fiktive
Achse 502 ein Biegevorgang des Betätigungshebels 202 und des Rasthebels 400 stattfinden
wird.
[0037] Die Figur 6 zeigt verschiedene Ausführungsformen von Rast- und Betätigungshebeln.
In der Figur 6a ist eine Kombination eines Betätigungselementes mit einem Rastelement
gezeigt, wobei das Betätigungselement in Form eines Keiles 600 ausgestaltet ist. Eine
der Keilflächen bildet dabei jene Kante 506, welche durch Bewegung des Keils in Richtung
200 zur Krafteinwirkung auf den Rastvorsprung 402 dient. Dabei wird wie bereits ausführlich
bezüglich der Figur 5 erläutert eine resultierende Kraft auf den Rastvorsprung 402
ausgeübt, so dass eine Bewegung des Rastelementes in Richtung 404 erfolgen kann.
[0038] In der Figur 6b ist eine weitere alternative Ausführungsform eines Rastelementes
gezeigt. Das Rastelement in der Figur 6 weist einen Rasthebel 400 und einen Schnapphaken
602 auf. Der Schnapphaken ist dabei zum Hintergreifen eines Teiles der Aussparung
im verriegelten Zustand eines hier nicht gezeigten Frontteils und eines dem Rasthebel
zugeordneten Seitenteiles vorgesehen. Durch die abgeschrägte Fläche des Schnapphakens
602 ist es in einfacher Weise möglich, dass der Schnapphaken selbstfindend in die
Aussparung des Frontteils beim Verriegelungsvorgang hineingleiten kann.
[0039] Die Figur 6 zeigt eine weitere alternative Ausführungsform eines Rastelements, bestehend
aus dem Rasthebel 400, dem Rastvorsprung 402 sowie einer trapezförmigen Rastnase 606.
Die Rastnase 606 ist dabei am Ende des Rastvorsprungs 402 ausgebildet. Die trapezförmige
Rastnase 606 weist eine erste geneigte Fläche 604 und eine zweite geneigte Fläche
608 auf. Der ersten geneigten Fläche 604, welche in Richtung zur Behältermitte 106
geneigt ist, kommt dabei wiederum der Zweck einer Selbstfindung des Rastelements bei
einem Verriegelungsvorgang eines entsprechenden Behälters zu, wie bereits hinsichtlich
der Figur 6b beschrieben.
[0040] Der Sinn der geneigten Fläche 608, welche von der Behältermitte wegweisend geneigt
ist, ist darin zu sehen, dass damit eine optimale Kraftübertragung einer Kante 506
eines entsprechenden Entriegelungselementes auf den Rastvorsprung 402 gewährleistet
ist. Anstatt wie in der Figur 6a angedeutet erfolgt eine Kraftübertragung auf den
Rastvorsprung 402 in diesem Fall nicht ausschließlich entlang eines linienförmigen
Berührungspunktes zwischen Kante 506 und Vorsprung 402, sondern entlang einer Berührungsfläche,
welche durch die Fläche 608 und die Kante 506 flächenförmig gebildet wird. Damit wird
die Kraftübertragung von der Kante 506 auf das Rastelement wesentlich verbessert.
[0041] Während in den Figuren 4 bis 6 im Wesentlichen Entriegelungselemente mit Betätigungshebeln
gezeigt wurden, ist nun in der Figur 7 eine alternative Ausführungsform ersichtlich,
in welcher anstatt eines Betätigungshebels ein federndes Betätigungselement 702 dergestalt
verwendet wird, dass dieses federnde Betätigungselement 702 mittels von Federn 704
an der Frontfläche 104 befestigt ist. Das Betätigungselement 702 weist eine Betätigungsfläche
706 auf, wobei bei einer Krafteinwirkung in Richtung 200 auf die Betätigungsfläche
706 das Betätigungselement 702 in Richtung 200, das heißt in Richtung zur Behältermitte,
gedrückt wird.
[0042] Ferner in der Figur 7 ersichtlich ist das Rastelement 110, bestehend aus dem Rasthebel
400 und dem Rastvorsprung 402. Der Rastvorsprung 402 greift in eine entsprechende
700 Aussparung der Frontfläche 104 ein.
[0043] Findet nun eine Krafteinwirkung wie in der Figur 7a gezeigt in Richtung 200, das
heißt auf die Betätigungsfläche 706 in Richtung der Behältermitte hin, statt, so führt
dies dazu, dass die Kante 506 des Betätigungselements 702 eine Kraft auf den Rastvorsprung
402 ausübt. Der Grund liegt darin, dass die Kante 506 den Rastvorsprung 402 zumindest
teilweise überlappt.
[0044] Resultierend ergibt sich durch diese Krafteinwirkung in Richtung 200 das in Figur
7b gezeigte Ergebnis, bei welchem aufgrund der Krafteinwirkung das Rastelement in
Richtung 404 verschwenkt wurde. In anderen Worten, wurde der Rastvorsprung mitsamt
der Rastnase 700 durch die Kante 506 aus der entsprechenden Aussparung des Frontteils
104 herausgetrieben. Damit ist eine Rastverbindung zwischen dem Frontteil 104 und
dem Seitenteil 102 gelöst, so dass daraufhin aufgrund der Kraft in Richtung 200 ein
Klappvorgang des Frontteils hin zur Behältermitte stattfindet.
[0045] Ferner in der Figur 7 gezeigt ist eine Rastnase 708, welche senkrecht vom Rasthebel
400 absteht und welche an ihrem Ende eine abgeschrägte Fläche aufweist. Die Rastnase
708 greift in der Figur 7a in eine gegenstückige Aussparung der Frontfläche 104 ein,
was dazu führt, dass eine Bewegung der Frontfläche 104 in Richtung 200 verhindert
wird - die Frontfläche ist in der in Figur 7a gezeigten Position fixiert. Wird hingegen,
wie in der Figur 7b gezeigt, das Betätigungselement 702 in die Richtung 200 bewegt,
so wird der Rasthebel samt der Rastnase 708 in die Richtung 404 bewegt - die Rastnase
708 wird aus der besagten gegenstückigen Aussparung herausgetrieben. Dadurch wird
die Frontfläche nicht mehr durch die Rastnase 708 gehalten und eine Bewegung der Frontfläche
in die Richtung 200 kann stattfinden.
[0046] Es seit der Vollständigkeit halber nochmals erwähnt, dass vorzugsweise anstatt eines
Drehpunktes 502, um welchen eine Schwenkbewegung des Rastelements 110 in Richtung
404 stattfindet, vorzugsweise ein Biegevorgang des Rastelementes stattfindet, insbesondere
ein Biegevorgang des Rasthebels 400 in Richtung 404. Somit kann auf jegliche Art von
weiteren Scharnieren und Drehpunkten verzichtet werden und entsprechende Rastelemente
können einstückig mit den zugehörigen Seitenteilen 102 beispielsweise aus Kunststoff
hergestellt werden.
[0047] Figur 8 zeigt eine Ausgestaltungsform des Rasthebels 400. Er ist zum Betätigungshebel
202 hin verjüngend ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da so eine gleichmäßige Spannungsverteilung
erzielt wird und damit die Materialermüdung verringert wird. Im Falle eines gerade
ausgebildeten Rasthebels 300 träten bei einer Krafteinwirkung auf den Rastehebel 400
durch den Betätigungshebel 202 im vom Betätigungshebel 202 weiter entfernten Bereich
größere Spannungen auf als im vorderen Bereich. Durch die Flächenvergrößerung des
Rasthebels 400 in diesem Bereich werden die auftretenden Spannungen verringert. Durch
die gleichmäßige Flächenvergrößerung über den gesamten Bereich des Rasthebels 400
wird somit eine gleichmäßige Spannungsverteilung erreicht, wodurch die Materialermüdung
verringert wird.
[0048] Figur 9 ist eine vergrößerte Detailaufnahme des verjüngend ausgebildeten Rasthebels
400.
[0049] Figur 10 ist eine schematische Ansicht einer Behälterecke mit verrasteten Front-104
und Seitenteilen 102. Fig. 10a zeigt schematisch die Verrastung der Front- 104 und
Seitenteile 102 mit Hilfe des Rastvorsprungs 402 des Seitenteils 102 mit der schrägen
Oberfläche 403 und des Vorsprungs 402 des Frontteils 104. Die Front- und Seitenteile
begrenzen den Behälterinnenraum 106.
[0050] Fig. 10b ist eine schematische Ansicht einer Behälterecke mit Front- und Seitenteilen
wie in Fig. 10a. Der Unterschied ist, dass eine Kraft auf das Frontteil 104 in Richtung
200 wirkt. Es wird also nicht wie in anderen Abbildungen eine Kraft auf das Betätigungselement
ausgeübt, sondern auf eine andere Stelle des Frontteils 104. Es ist dabei unerheblich
ob diese Kraft punktuell an einer Stelle des Frontteils 104 wirkt, oder ob es eine
Kraft auf eine Teilfläche oder sogar die gesamte Fläche des Frontteils 104 ist.
[0051] Die Kraft in Richtung 200 verbiegt das Frontteil 104. Da es mit dem Seitenteil 102
verrastet ist, verbiegt das Frontteil 104 sich in der Mitte mehr zum Behälterinnenraum
106 als am Rand in der Nähe des Seitenteils 102. Bei einem bestimmten Verbiegungsgrad
wird der Vorsprung 204 aufgrund der schrägen Fläche 403 nicht mehr vom Rastvorsprung
402 des Seitenteils 102 gehalten und das Frontteil 104 gibt der Kraftrichtung 200
nach und kippt zum Behälterinnenraum 106. Durch die schräge Fläche 403 tritt die Kippbewegung
zum Behälterinnenraum 106 eher ein als im Falle einer geraden Fläche. Dadurch kann
eine Beschädigung des Frontteils 104, des Vorsprungs 204 und des Rastvorsprungs 402
verhindert werden.
[0052] Somit gibt das Frontteil 104 bei einer Krafteinwirkung in Richtung 200 ab einem bestimmten
Kraftbetrag nach und klappt zum Behälterinnenraum 106. Dadurch wird eine Beschädigung
oder gar Zerstörung des Behälters verhindert. Der bestimmte Kraftbetrag, ab dem das
Frontteil 104 in Richtung 200 klappt, lässt sich durch die Schräge 403 des Rastvorsprungs
402 bestimmen. Je steiler die Schräge 403 verläuft, desto leichter gibt das Frontteil
104 einer Kraft in Richtung 200 nach. Vorzugsweise wird die bestimmte Kraft so eingestellt,
dass das Frontteil 104 und die Rastvorrichtung bestehend aus Rastvorsprung 402 und
Vorsprung 204 keinen Schaden nehmen können, wenn eine Kraft in Richtung 200 auf das
Frontteil 104 wirkt.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 100
- Behälter
- 102
- Seitenfläche
- 104
- Frontfläche
- 106
- Behältermitte
- 108
- Betätigungselement
- 110
- Rastelement
- 200
- Richtung
- 202
- Betätigungshebel
- 204
- Vorsprung
- 206
- Schwenkrichtung
- 300
- Achse
- 302
- Boden
- 400
- Rasthebel
- 402
- Rastvorsprung
- 403
- schräge Oberfläche
- 404
- Richtung
- 500
- Drehpunkt
- 502
- Drehpunkt
- 504
- resultierende Kraftrichtung
- 506
- Kante
- 600
- keilförmiges Betätigungselement
- 602
- Schnapphaken
- 604
- Rastnase
- 606
- erste Fläche
- 608
- zweite Fläche
- 700
- Aussparung
- 702
- Betätigungselement
- 704
- Feder
- 706
- Betätigungsfläche
- 708
- Rastnase
1. Transport- und Lagerbehälter (100), wobei der Behälter einen Boden (302), zwei sich
gegenüberliegende Seitenteile (102) und zwei sich gegenüberliegende Frontteile (104)
aufweist, wobei die Seitenteile und die Frontteile mit Scharnieren zum Behälterinnenraum
(106) hin klappbar am Boden befestigt sind, wobei die Seitenteile und die Frontteile
im aufgerichteten Zustand miteinander zur Bildung eines mechanisch stabilen Gesamtverbundes
verriegelbar sind, wobei zur Verriegelung zumindest eines der Seitenteile ein Rastelement
(110) zur Ausbildung einer lösbaren Rastverbindung mit einem der Frontteile aufweist,
wobei dieses Frontteil ein Entriegelungselement (108) aufweist, wobei das Entriegelungselement
zur Freigabe der Rastverbindung aufgrund einer Krafteinwirkung auf das Entriegelungselement
auf die Außenseite dieses Frontteils und in Richtung (200) zum Behälterinnenraum (106)
erfolgt, wobei das Rastelement einen Rastvorsprung (402) zum Eingriff in eine gegenstückige
Aussparung des Frontteils aufweist, wobei das Entriegelungselement (108) ein elastisch
federndes Betätigungselement (202; 204; 600; 702) zur Aufnahme der Krafteinwirkung
aufweist, wobei das Betätigungselement eine in der Ebene der Frontfläche angeordnete
Betätigungsfläche (202; 706) aufweist, wobei das Betätigungselement eine in Richtung
zum Behälterinnenraum (106) in die Ebene der Frontfläche hineinragende Kante (506)
aufweist, wobei im aufgerichteten Zustand der Frontteile und der Seitenteile die Kante
(506) den Rastvorsprung (402) zumindest teilweise überlappt und wobei die Kante (506)
zur Betätigungsfläche (202; 706) hin geneigt ist.
2. Behälter (100) nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Rastvorsprung (402) um einen
Schnapphaken (602) handelt, wobei der Schnapphaken zum Hintergreifen eines Teils der
Aussparung im verriegelten Zustand des Frontteils und des Seitenteils ausgebildet
ist.
3. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche 1 oder 2, wobei der Rastvorsprung
eine erste geneigte Fläche (606) aufweist, wobei die erste geneigte Fläche am Ende
des Rastvorsprungs ausgebildet ist, wobei die erste geneigte Fläche zum Behälterinnenraum
(106) hin geneigt ist.
4. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis 3, wobei der Rastvorsprung eine
zweite geneigte Fläche (608) aufweist, wobei die zweite geneigte Fläche am Ende des
Rastvorsprungs ausgebildet ist, wobei die zweite geneigte Fläche vom Behälterinnenraum
(106) wegweisend geneigt ist.
5. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis 4, wobei das Rastelement einen
elastisch federnden Rasthebel (400) aufweist, wobei der Rasthebel (400) in der Ebene
der Seitenfläche angeordnet ist, wobei der Rastvorsprung (402) am Rasthebel (400)
angeordnet ist und wobei der Rastvorsprung in Richtung zum Behälterinnenraum (106)
in die Ebene der Seitenfläche hineinragt.
6. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Kante (506) durch einen
Vorsprung (204) des Betätigungselements gebildet wird, wobei sich der Vorsprungsquerschnitt
in Richtung zum Behälterinnenraum (106) hin verjüngt.
7. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Betätigungselement durch
einen in der Ebene der Frontfläche angeordneten Betätigungshebel (202) ausgebildet
ist, wobei am Hebelende die in die Ebene der Frontfläche hineinragende Kante (506)
ausgebildet ist.
8. Behälter (100) nach Anspruch 7, wobei der Betätigungshebel und die Kante (506) eine
L-Form bilden.
9. Behälter (100) nach Anspruch 7, wobei der Betätigungshebel eine Keilform (600) aufweist,
wobei die Kante (506) durch eine der Keilflächen der Keilform gebildet wird.
10. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei im aufgerichteten Zustand der
Seitenteile (102) und der Frontteile (104) die Seitenteile benachbarte Frontteile
überlappen.
11. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Entriegelungselement einstückig
mit dem Frontteil ausgebildet ist.
12. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Rastelement einstückig
mit dem Seitenteil ausgebildet ist.
13. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Behälter im aufgerichteten
und/oder zusammengeklappten Zustand der Seitenteile und der Frontteile stapelbar ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Transport- und Lagerbehälter (100), wobei der Behälter einen Boden (302), zwei sich
gegenüberliegende Seitenteile (102) und zwei sich gegenüberliegende Frontteile (104)
aufweist, wobei die Seitenteile und die Frontteile mit Scharnieren zum Behälterinnenraum
(106) hin klappbar am Boden befestigt sind, wobei die Seitenteile und die Frontteile
im aufgerichteten Zustand miteinander zur Bildung eines mechanisch stabilen Gesamtverbundes
verriegelbar sind, wobei zur Verriegelung zumindest eines der Seitenteile ein Rastelement
(110) zur Ausbildung einer lösbaren Rastverbindung mit einem der Frontteile aufweist,
wobei dieses Frontteil ein Entriegelungselement (108) aufweist, wobei das Entriegelungselement
zur Freigabe der Rastverbindung aufgrund einer Krafteinwirkung auf das Entriegelungselement
auf die Außenseite dieses Frontteils und in Richtung (200) zum Behälterinnenraum (106)
ausgebildet ist, wobei das Rastelement einen Rastvorsprung (402) zum Eingriff in eine
gegenstückige Aussparung des Frontteils aufweist, wobei das Entriegelungselement (108)
ein elastisch federndes Betätigungselement (202; 204; 600; 702) zur Aufnahme der Krafteinwirkung
aufweist, wobei das Betätigungselement eine in der Ebene der Frontfläche angeordnete
Betätigungsfläche (202; 706) aufweist, wobei das Betätigungselement eine in Richtung
zum Behälterinnenraum (106) in die Ebene der Frontfläche hineinragende Kante (506)
aufweist, wobei im aufgerichteten Zustand der Frontteile und der Seitenteile die Kante
(506) den Rastvorsprung (402) zumindest teilweise überlappt und wobei die Kante (506)
zur Betätigungsfläche (202; 706) hin geneigt ist.
2. Behälter (100) nach Anspruch 1, wobei der Rastvorsprung eine erste geneigte Fläche
(606) zum Hintergreifen eines Teils der Aussparung im verriegelten Zustand des Frontteils
und des Seitenteils aufweist, wobei die erste geneigte Fläche am Ende des Rastvorsprungs
ausgebildet ist, wobei die erste geneigte Fläche zum Behälterinnenraum (106) hin geneigt
ist.
3. Behälter (100) nach Anspruch 2, wobei der Rastvorsprung eine zweite geneigte Fläche
(608) aufweist, wobei die zweite geneigte Fläche am Ende des Rastvorsprungs ausgebildet
ist, wobei die zweite geneigte Fläche vom Behälterinnenraum (106) wegweisend geneigt
ist, wobei die erste geneigte Fläche und die zweite geneigte Fläche eine trapezförmige
Rastnase ausbilden.
4. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis 3, wobei das Rastelement einen
elastisch federnden Rasthebel (400) aufweist, wobei der Rasthebel (400) in der Ebene
der Seitenfläche angeordnet ist, wobei der Rastvorsprung (402) am Rasthebel (400)
angeordnet ist und wobei der Rastvorsprung in Richtung zum Behälterinnenraum (106)
in die Ebene der Seitenfläche hineinragt.
5. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Kante (506) durch einen
Vorsprung (204) des Betätigungselements gebildet wird, wobei sich der Vorsprungsquerschnitt
in Richtung zum Behälterinnenraum (106) hin verjüngt.
6. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Betätigungselement durch
einen in der Ebene der Frontfläche angeordneten Betätigungshebel (202) ausgebildet
ist, wobei am Hebelende die in die Ebene der Frontfläche hineinragende Kante (506)
ausgebildet ist.
7. Behälter (100) nach Anspruch 6, wobei der Betätigungshebel und die Kante (506) eine
L-Form bilden.
8. Behälter (100) nach Anspruch 6, wobei der Betätigungshebel eine Keilform (600) aufweist,
wobei die Kante (506) durch eine der Keilflächen der Keilform gebildet wird.
9. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei im aufgerichteten Zustand
der Seitenteile (102) und der Frontteile (104) die Seitenteile benachbarte Frontteile
überlappen.
10. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Entriegelungselement einstückig
mit dem Frontteil ausgebildet ist.
11. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Rastelement einstückig
mit dem Seitenteil ausgebildet ist.
12. Behälter (100) nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Behälter im aufgerichteten
und/oder zusammengeklappten Zustand der Seitenteile und der Frontteile stapelbar ist.