[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm für ein
Streckwerk einer Spinnereimaschine, mit einem nach unten offenen U-förmigen Träger,
in dem mindestens ein Schieber angeordnet ist, welcher ein Belastungselement sowie
einen Halter zur Aufnahme einer Oberwalze und eine Verstellvorrichtung, mittels der
der Schieber gegenüber dem Träger in Längsrichtung verschiebbar und an der Oberseite
des Trägers festlegbar ist, umfasst.
[0002] Aus der
DE 39 02 859 A1 ist ein Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm bekannt, der aus zwei baugleich ausgeführten
Planschienen zusammengesetzt ist, die durch endseitig angeordnete Abstandshalter miteinander
verbunden und zueinander parallel gehalten sind. Zwischen den Planschienen ist ein
Schieber mit einem Halter zur Aufnahme einer Oberwalze sowie einem Belastungselement
angeordnet. Der Schieber ist zwischen den Planschienen in Längsrichtung zur Einstellung
unterschiedlicher Streckfeldweiten verschiebbar geführt. Die drehfeste Fixierung des
Schiebers wird durch Formschluss zwischen dem Körper des Schiebers und den Planschienen
erreicht, indem die zueinander parallelen ebenen Außenflächen des Schiebers und der
Planschienen aneinander liegen.
[0003] Als nachteilig an dieser Art der drehfesten Fixierung des Schiebers erweist sich,
dass zum Zweck der Einstellung der Streckfeldweite durch das Verschieben des Schiebers
im Träger ein gewisses Spiel zwischen den Planschienen und den Außenflächen des Schiebers
vorhanden sein muss, welches in Abhängigkeit von der Fertigungsgenauigkeit variieren
kann. Dieses veränderliche Spiel hat direkten Einfluss auf die Güte der Parallelhaltung
des Schiebers gegenüber dem Träger und damit der Oberwalze am Halter gegenüber der
korrespondierenden Unterwalze im Streckwerk. Durch die variierende Fertigungsungenauigkeit
wird die Parallelhaltung negativ beeinflusst.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine drehfeste Fixierung des Schiebers
im Träger zu gewährleisten, ohne dass Bauteiltoleranzen oder das drehfeste Festlegen
des Schiebers einen Einfluss auf die Parallelhaltung des Schiebers im Träger haben.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Gemäß dem Anspruch 1 wird vorgeschlagen, dass zur bezüglich seiner Hochachse drehfesten
Fixierung des Schiebers innerhalb des U-förmigen Trägers eine Anlagefläche des Schiebers
eine Oberflächenstrukturierung aufweist, die mit einer korrespondierenden Oberflächenstrukturierung
der Innenfläche der Oberseite des Trägers zur Erzielung eines Formschlusses in Eingriff
steht. Hierdurch wird eine sichere parallele Führung der Oberwalze zu ihrer korrespondierenden
Unterwalze erreicht, die kostengünstig und mit geringem Fertigungsaufwand realisierbar
ist. Auf die im Kennzeichen des Anspruches 1 beschriebene Weise erfolgt die Führung
des Schiebers und des darin angeordneten Halters nicht mehr durch die spielbehafteten,
zueinander beabstandeten Seitenflächen des Schiebers und des Tragarmes respektive
der Planschienen, wie es beim Stand der Technik der Fall ist. Demgemäß können die
Fertigungstoleranzen des Schiebers und des Trägers an den Seitenflächen erweitert
werden, wodurch die Fertigung des Trägers und des Schiebers ebenfalls vereinfacht
wird.
[0008] Hierbei kann die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite des Trägers
aus zumindest einer Vertiefung bestehen, in die zumindest eine korrespondierende Oberflächenstrukturierung
auf der Anlagefläche des Schiebers in Form einer Erhöhung eingreift.
[0009] Alternativ kann hierbei die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite
des Trägers aus zumindest einer Erhöhung bestehen, in die zumindest eine korrespondierende
Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche des Schiebers in Form einer Vertiefung
eingreift. Der durch das ineinandergreifen von Erhöhung und Vertiefung erreichte Formschluss
ermöglicht eine einfache und sichere Festlegung des Schiebers gegenüber dem Träger,
um ein Verdrehen des Schiebers um seine Hochachse bei der Fixierung zu vermeiden.
Die Oberflächenstrukturierungen in Form von Vertiefungen beziehungsweise Erhöhungen
lassen sich durch Einprägen in den Träger beziehungsweise in den Schieber auf kostengünstige
Weise mit der erforderlichen Fertigungsgenauigkeit realisieren.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Oberflächenstrukturierung
an der Innenfläche der Oberseite des Trägers aus einer Vielzahl von hintereinander
angeordneten Vertiefungen besteht, die sich unter einem Winkel zur Längsachse des
Trägers erstrecken, in die jeweils eine einzelne, sich unter einem korrespondierenden
Winkel zur Längsachse des Schiebers erstreckende, als Erhöhung auf der Anlagefläche
des Schiebers ausgeführte Oberflächenstrukturierung eingreift.
[0011] Ebenso kann die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite des Trägers
aus einer Vielzahl von hintereinander angeordneten Erhöhungen bestehen, die sich unter
einem Winkel zur Längsachse des Trägers erstrecken, in die eine korrespondierende
Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche des Schiebers eingreift, die als eine
Vielzahl entsprechender, sich unter einem korrespondierenden Winkel zur Längsachse
des Schiebers über die Ausdehnung der Anlagefläche in Längsrichtung des Schiebers
erstreckenden Vertiefungen ausgeführt sind.
[0012] Die Ausgestaltung der Oberflächenstrukturierung als eine Vielzahl von hintereinander
angeordneten Erhöhungen oder Vertiefungen, die sich quer zur Längsachse des Trägers
erstrecken, in die jeweils eine einzelne, sich quer zur Längsachse des Schiebers erstreckende
korrespondierende Vertiefung oder Erhöhung auf der Anlagefläche des Schiebers eingreift,
ermöglicht die Verstellbarkeit des Schiebers innerhalb eines Rastermaßes, das aus
den gewählten Abständen der Erhöhungen oder Vertiefungen zueinander resultiert. Der
Schieber kann somit in Längsrichtung des Trägers in diskreten Schritten verstellt
werden.
[0013] Alternativ kann die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite des
Trägers aus einer durchgehenden Vertiefung bestehen, die sich parallel zur Längsachse
des Trägers erstreckt, in die zwei zueinander beabstandete, mit der Vertiefung korrespondierende,
als Erhöhungen auf der Anlagefläche des Schiebers ausgeführte Oberflächenstrukturierungen,
die sich parallel zu Längsachse des Schiebers erstrecken, eingreifen. Bei dieser Variante
ist der Schieber entlang der Vertiefung in Längsrichtung frei verschiebbar.
[0014] Vorzugsweise können die Erhöhungen beziehungsweise Vertiefungen hintereinander fluchtend
auf der Anlagefläche des Schiebers angeordnet sein.
[0015] Des Weiteren kann die Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche des Schiebers
aus einer durchgehenden Erhöhung bestehen, die in eine korrespondierende Oberflächenstrukturierung
an der Innenfläche der Oberseite des Trägers in Form einer Vertiefung eingreift.
[0016] Vorzugsweise kann der Träger an der Innenfläche der Oberseite eine als zwei zueinander
parallele, durchgehende Vertiefungen ausgebildete Oberflächenstrukturierung aufweisen,
die sich parallel zur Längsachse des Trägers erstrecken, in die zwei einander diagonal
gegenüberliegend auf der Anlagefläche des Schiebers angeordnete, mit der Vertiefung
korrespondierende, als Erhöhungen ausgebildete Oberflächenstrukturierungen eingreifen.
[0017] Insbesondere können die als Oberflächenstrukturierungen ausgebildeten Erhöhungen
auf der Anlagefläche des Schiebers an dessen Peripherie angeordnet sein. Eine möglichst
große Beabstandung der Erhöhungen auf der Anlagefläche des Schiebers zueinander ermöglicht
eine gute Führung in der oder den Vertiefungen an der Innenfläche der Oberseite des
Trägers, was durch die randnahe Anordnung der Erhöhungen auf der Anlagefläche des
Schiebers erreicht wird.
[0018] Die Anordnung kann vorzugsweise derart gewählt sein, dass die Erhöhungen unabhängig
von ihrer Anordnung auf der Anlagefläche einen maximalen Abstand von etwa 7 mm zu
der umlaufenden Kante der Anlagefläche aufweisen.
[0019] Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Breite der als Vertiefung ausgeführten
Oberflächenstrukturierung größer ist als die größtmögliche Differenz zwischen der
maximalen Innenbreite des Trägers und der minimalen Außenbreite des Schiebers. Auf
diese Weise ist erreichbar, dass die Erhöhungen auf der Anlagefläche des Schiebers
bei der Montage des Oberwalzen- Trag- und Belastungsarmes immer in der Vertiefung
an der Innenfläche der Oberseite des Trägers zu liegen kommen. Der Aufwand bei der
Montage wird dadurch reduziert, da ein Ausrichten des Schiebers gegenüber dem Träger
nicht mehr erforderlich ist. Entsprechendes gilt für die Ausführungen, bei denen die
Vertiefungen auf der Anlagefläche des Schiebers und die Erhöhungen an der Innenfläche
der Oberseite des Trägers vorgesehen sind.
[0020] Vorzugsweise können die als Vertiefungen und Erhöhungen ausgebildeten Oberflächenstrukturierungen
trapezförmig ausgebildet sein.
[0021] Alternativ können die als Vertiefungen und Erhöhungen ausgebildeten Oberflächenstrukturierungen
V-förmig ausgebildet sein.
[0022] Weiterhin können die als Vertiefungen und Erhöhungen ausgebildeten Oberflächenstrukturierungen
kreissegmentförmig ausgebildet sein.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0024] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines U-förmigen Trägers eines Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Trägers gemäß Fig. 1 von unten;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht entlang der Linie III - III gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Detailansicht A gemäß Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Schiebers;
- Fig. 6
- eine Detailansicht B des Schiebers gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht entlang der Linie VII - VII gemäß Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines Trägers gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 9
- eine Ansicht des Trägers gemäß Fig. 8 von unten;
- Fig. 10
- eine Schnittansicht entlang der Linie X - X gemäß Fig. 8;
- Fig. 11
- eine Detailansicht C gemäß Fig. 10;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf einen Schieber gemäß Fig. 10;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht eines Trägers gemäß einer dritten Ausführungsform;
- Fig. 14
- eine Detailansicht D gemäß Fig. 13;
- Fig. 15
- eine Ansicht des Trägers gemäß Fig. 13 von unten;
- Fig. 16
- eine perspektivische Ansicht des Schiebers gemäß Fig. 13;
- Fig. 17
- eine Detailansicht E gemäß Fig. 16;
- Fig. 18
- eine Schnittansicht einer vierten Ausführungsform des Trägers und des Schiebers entlang
der Linie III - III in Fig. 1;
- Fig. 19
- eine Detailansicht F gemäß Fig. 18.
[0025] Die Darstellung in Fig. 1 zeigt einen Träger 1 eines Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes
für ein Streckwerk einer Spinnereimaschine, welcher als U-förmiges, nach unten offenes
Profilteil ausgeführt ist. Der Träger 1 ist mit mindestens einem Schieber 2 ausgerüstet,
welcher der Aufnahme und Belastung einer Oberwalze dient. Der Schieber 2 ist während
des Betriebes des Streckwerkes fest mit dem Träger 1 verbunden. Üblicherweise ist
es vorgesehen, dass zur Verstellung von Feldweiten, die für die Funktion des Streckwerkes
notwendig sind, der Schieber 2 verschiebbar ist. Die Verschiebbarkeit wie auch die
Festlegbarkeit des Schiebers 2 am Träger 1 wird durch eine Verstellvorrichtung 4 erreicht,
die beispielsweise eine Schraube sein kann, um den Schieber 2 in einer bestimmten
Position zu fixieren. Der Schieber 2 umfasst einen Halter 3, der der Aufnahme einer
Oberwalze dient, sowie ein Belastungselement 10.
[0026] Im Betrieb wird die Oberwalze vom Belastungselement 10 mit einer Anpresskraft beaufschlagt,
die vom Lenker 3 auf die Oberwalze übertragen wird. Des Weiteren dient der Lenker
3 dazu, die Oberwalze möglichst parallel zu einer korrespondierenden Unterwalze des
Streckwerkes zu halten. Um eine präzise Positionierung der Oberwalze parallel zur
Unterwalze zu gewährleisten, muss der Schieber 2 gegen ein Verdrehen, beispielsweise
beim Anziehen der auf der Oberseite des Schiebers 2 befindlichen Verstellvorrichtung
4 um deren vertikale Achse, gesichert werden. Hierzu ist vorgesehen, dass zur drehfesten
Fixierung des Schiebers 2 quer zur Längsachse L des U-förmigen Trägers 1 der Schieber
2 eine Anlagefläche 8 aufweist, die mit der Innenfläche der geschlossenen Oberseite
9 des Trägers 1 formschlüssig verbunden ist. Dies wird gemäß dem in den Fig. 1 bis
7 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass, wie in Fig. 2 angedeutet,
eine Oberflächenstrukturierung in Form einer nutförmigen Vertiefung 5 an der Innenfläche
der Oberseite 9 des Trägers 1 vorgesehen ist, welche sich im Wesentlichen über die
gesamte Länge des Trägers 1 erstreckt. Korrespondierend hierzu weist die Anlagefläche
8 des Schiebers 2 eine Oberflächenstrukturierung in Form einer Erhöhung 6 auf, wie
in Fig. 4 dargestellt. Eine als Langloch 7 ausgeführte Ausnehmung in der Oberseite
9 des Trägers 1 dient der Verschiebbarkeit des Schiebers 2 in Längsrichtung, um Streckfeldweiten
einstellen zu können.
[0027] In Fig. 3 ist eine Schnittansicht des Trägers 1 entlang der Linie III - III gemäß
Fig. 1 dargestellt. Der Darstellung ist zu entnehmen, dass mittels der Verstellvorrichtung
4 der Schieber 2 am Träger 1 in einer vorgebbaren Position festlegbar ist.
[0028] Fig. 4 zeigt ein Detail A gemäß Fig. 3, die Anlagefläche 8 des Schiebers 2 liegt
an der Innenfläche der Oberseite 9 des Trägers 1 an. Die formschlüssige Verbindung
resultiert aus dem Eingriff der Erhöhung 6 auf der Anlagefläche 8 des Schiebers 2
in die Vertiefung 5 an der Innenfläche des Trägers 1.
[0029] Fig. 5 zeigt den das Belastungselement 10 sowie den Lenker 3 umfassenden Schieber
2 in einer Seitenansicht. Die Anlagefläche 8 weist zwei Erhöhungen 6 auf, die beabstandet
zueinander und in Längsrichtung fluchtend angeordnet sind.
[0030] Fig. 6 zeigt eine Detailansicht B gemäß Fig. 5. Diese Darstellung zeigt die Ausgestaltung
der beiden Erhöhungen 6 auf der Anlagefläche 8 des Schiebers 2 gemäß Fig. 5.
[0031] Die Darstellung in Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie VII - VII gemäß
Fig. 6, aus der die Gestaltung der Erhöhung 6 ersichtlich ist. Bei dieser Ausführungsform
ist die Erhöhung 6 im Wesentlichen V-förmig ausgebildet, wie auch die korrespondierende
Vertiefung 5 im Träger 1. Das Profil der Vertiefung und Erhöhung kann neben der im
Wesentlichen V-förmigen Ausbildung auch rechteckig, trapezförmig, kreissegmentförmig,
teilelliptisch, hyperbelförmig oder eine Kombination dieser sein, was teilweise anhand
der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele dargestellt wird.
[0032] Der Formschluss zwischen dem Träger 1 und dem Schieber 2 wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 1 bis 7 dadurch erreicht, dass die beiden Erhöhungen 6 in die sich
in Längsrichtung des Trägers 1 erstreckende Vertiefung 5 eingreifen. Hierzu sind die
Erhöhungen 6 auf der Anlagefläche 8 des Schiebers 2 mit einem möglichst großen Abstand
zueinander angebracht, um eine gute Führung zu erzielen. Die Anordnung der Erhöhungen
6 auf der Anlagefläche 8 ist vorzugsweise derart gewählt, dass die Erhöhungen 6 unabhängig
von ihrer Anordnung auf der Anlagefläche 8, das heißt, ob sie parallel zur Längsachse
des Schiebers 2 oder unter einem Winkel zu dieser geneigt auf der Anlagefläche 8 angeordnet
sind, einen maximalen Abstand von etwa 7 mm zu der umlaufenden Kante der Anlagefläche
8 aufweisen.
[0033] Weiterhin wird zur Vermeidung einer Überbestimmung der formschlüssigen Befestigung
auf die Anordnung von mehr als zwei Erhöhungen 6 auf der Anlagefläche 8 des Schiebers
2 beziehungsweise zwei parallele, sich in Längsrichtung des Trägers 1 erstreckende
Vertiefungen 5 verzichtet. Um beim Anziehen der Verstellvorrichtung 4 eine spielfreie
Anlage der Erhöhungen 6 in der Vertiefung 5 zu erreichen, sind die Erhöhungen 6 derart
ausgebildet, dass sie bei ihrer Anlage der Anlagefläche 8 des Schiebers 2 an der Innenfläche
der Oberseite 9 des Trägers 1 mit ihren Seitenflächen an den Flanken der Vertiefung
5 anliegen. Zur Vereinfachung der Montagen kann die Breite der Vertiefung 5 größer
gewählt werden, als die größtmögliche Differenz von maximaler Innenbreite des Trägers
1 und minimaler Außenbreite des Schiebers 2. Auf diese Weise kommen die Erhöhungen
6 des Schiebers 2 bei dessen Montage im Träger 1 immer in der Vertiefung 5 zu liegen.
[0034] In den Fig. 8 bis 12 ist ein zweites Ausführungsbeispiel dargestellt, bei der der
Träger 1 zwei parallel zueinander angeordnete, sich in Längsrichtung des Trägers 1
erstreckende Vertiefungen 5 aufweist. In diese Vertiefungen 5 greifen zwei Erhöhungen
6 auf der Anlagefläche 8 des Schiebers 2 ein, wie in Fig. 11 dargestellt. Dabei sind
die Erhöhungen 6, wie in Fig. 12 dargestellt ist, diagonal zu einander versetzt auf
der Anlagefläche 8 des Schiebers 2 angeordnet. Auf diese Weise wird, wie schon beim
ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 7 angedeutet, eine einfache Montage
des Schiebers 2 im Träger 1 ermöglicht, ohne dass es zu einer Überbestimmung der formschlüssigen
Verbindung bei der Festlegung des Schiebers 2 durch die Verstellvorrichtung 4 am Träger
1 kommt. Die Erhöhungen 6 sind bei diesem Ausführungsbeispiel als Kugelabschnitte
ausgebildet, während die korrespondierenden Vertiefungen 5 einen trapezförmigen Querschnitt
aufweisen.
[0035] Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 13 bis 15 dargestellt. Bei diesem
dritten Ausführungsbeispiel ist eine Positionierung des Schiebers 2 in einem vorgewählten
Raster möglich. Hierzu können mehrere Vertiefungen 5 in der Innenfläche der geschlossenen
Oberseite 9 des Trägers 1 angeordnet sein, die auch in einem Winkel zur Längsrichtung
angeordnet sein können, deren Abstand in Längsrichtung zueinander einem Rastermaß
entspricht. Die korrespondierenden Erhöhungen 6 sind dann auf der Anlagefläche 8 des
Schiebers 2 entsprechend der Ausrichtung der Vertiefungen 5 angeordnet, wobei diese
entweder auf einer gedachten Linie zueinander beabstandet oder mit einem Vielfachen
des Rastermaßes nebeneinander angeordnet sind.
Die in den drei Ausführungsbeispielen beschriebenen Kombinationen von Vertiefungen
an der Innenfläche der Oberseite 9 des Trägers 1 und den Erhöhungen 6 auf der Anlagefläche
8 des Schiebers 2 sind zumindest teilweise auch in umgekehrter Form realisierbar.
Das heißt, die Innenfläche 9 der Oberseite des Trägers 1 ist mit Erhöhungen versehen
und die Anlagefläche 8 des Schiebers 2 ist mit korrespondierenden Vertiefungen ausgeführt.
Diese Variante ist analog zu dem in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispieles
in den Fig. 18 und 19 dargestellt.
1. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm für ein Streckwerk einer Spinnereimaschine, mit
einem nach unten offenen U-förmigen Träger (1), in dem mindestens ein Schieber (2)
angeordnet ist, welcher ein Belastungselement (10) sowie einen Halter (3) zur Aufnahme
einer Oberwalze und eine Verstellvorrichtung (4), mittels der der Schieber (2) gegenüber
dem Träger (1) in Längsrichtung verschiebbar und an der Oberseite (9) des Trägers
(1) festlegbar ist, umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur bezüglich seiner Hochachse drehfesten Fixierung des Schiebers (2) innerhalb des
U-förmigen Trägers (1) eine Anlagefläche (8) des Schiebers (2) eine Oberflächenstrukturierung
(6) aufweist, die mit einer korrespondierenden Oberflächenstrukturierung (5) der Innenfläche
der Oberseite (9) des Trägers (1) zur Erzielung eines Formschlusses in Eingriff steht.
2. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1)
aus zumindest einer Vertiefung (5) besteht, in die zumindest eine korrespondierende
Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) in Form einer
Erhöhung (6) eingreift.
3. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1)
aus zumindest einer Erhöhung (6) besteht, in die zumindest eine korrespondierende
Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) in Form einer
Vertiefung (5) eingreift.
4. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1)
aus einer Vielzahl von hintereinander angeordneten Vertiefungen (5) besteht, die sich
unter einem Winkel zur Längsachse (L) des Trägers (1) erstrecken, in die jeweils eine
einzelne, sich unter einem korrespondierenden Winkel zur Längsachse des Schiebers
(2) erstreckende, als Erhöhung (6) auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) ausgeführte
Oberflächenstrukturierung eingreift.
5. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1)
aus einer Vielzahl von hintereinander angeordneten Erhöhungen (6) besteht, die sich
unter einem Winkel zur Längsachse (L) des Trägers (1) erstrecken, in die eine korrespondierende
Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) eingreift, die
als eine Vielzahl entsprechender, sich unter einem korrespondierenden Winkel zur Längsachse
des Schiebers (2) über dessen axiale Ausdehnung erstreckenden Vertiefungen (5) ausgeführt
ist.
6. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1)
aus einer durchgehenden Vertiefung (5) besteht, die sich parallel zur Längsachse (L)
des Trägers (1) erstreckt, in die zwei zueinander beabstandete, mit der Vertiefung
(5) korrespondierende, als Erhöhungen (6) auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2)
ausgeführte Oberflächenstrukturierungen, die sich parallel zu Längsachse des Schiebers
(2) erstrecken, eingreifen.
7. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (5) beziehungsweise die Erhöhungen (6) hintereinander fluchtend
auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) angeordnet sind.
8. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierung auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) aus einer
durchgehenden Erhöhung (6) besteht, die in eine korrespondierende Oberflächenstrukturierung
an der Innenfläche der Oberseite (9) des Trägers (1) in Form einer Vertiefung (5)
eingreift.
9. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) an der Innenfläche der Oberseite (9) eine als zwei zueinander parallele,
durchgehende Vertiefungen (5) ausgebildete Oberflächenstrukturierung aufweist, die
sich parallel zur Längsachse (L) des Trägers (1) erstrecken, in die zwei einander
diagonal gegenüberliegend auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) angeordnete,
mit der Vertiefung (5) korrespondierende, als Erhöhungen (6) ausgebildete Oberflächenstrukturierungen
eingreifen.
10. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturierungen (6) auf der Anlagefläche (8) des Schiebers (2) an
dessen Peripherie angeordnet sind.
11. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhungen (6) einen maximalen Abstand von etwa 7 mm zu der umlaufenden Kante
der Anlagefläche (8) aufweisen.
12. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der als Vertiefung (5) ausgeführten Oberflächenstrukturierung größer ist
als die größtmögliche Differenz zwischen der maximalen Innenbreite des Trägers (1)
und der minimalen Außenbreite des Schiebers (2).
13. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die als Vertiefungen (5) und Erhöhungen (6) ausgebildeten Oberflächenstrukturierungen
trapezförmig ausgebildet sind.
14. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die als Vertiefungen (5) und Erhöhungen (6) ausgebildeten Oberflächenstrukturierungen
V-förmig ausgebildet sind.
15. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die als Oberflächenstrukturierungen ausgebildeten Vertiefungen (5) und Erhöhungen
(6) kreissegmentförmig ausgebildet sind.