Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Brandmelder, mit einer Sensorik, die Rauch, der in einen
Erfassungsbereich des Melders eindringt, erkennt, wobei der Melder über eine Vorrichtung
verfügt, mit der festgestellt werden kann, ob das Eindringen von Rauch, weiteren Aerosolen
oder Gas in den Erfassungsbereich gestört ist. Außerdem betrifft die Erfindung ein
Verfahren, mit denen Störungen des Eindringens von Rauch, weiteren Aerosolen oder
Gas in den Erfassungsberelch des Melders festgestellt werden kann.
Stand der Technik
[0002] Zu den Aufgaben von Rauchmeldem gehört es, Schadensfeuer zu erkennen und diese zu
melden oder unmittelbar Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Feuer und Rauch einzuleiten.
Rauchmelder dienen damit der Sicherheit von Menschen, Gebäuden und Wertgegenständen.
Damit sichergestellt ist, dass die Melder stets zuverlässig diese der Sicherheit dienenden
Aufgabe erfüllen können, müssen die Melder regelmäßig geprüft und gewartet werden.
So schreibt z. B. die DIN EN 14676 als Norm für Rauchwarnmelder eine jährliche Sichtkontrolle
vor, bei welcher eine Verschmutzung der Raucheintrittsöffnungen des Melders überprüft
werden soll. Eine solche Sichtkontrolle erfordert es, dass die Personen, welche diese
Prüfung vornehmen, Zugang zu den Räumen haben in denen die Melder installiert sind.
Mit dem Ziel, den damit verbundenen Personalaufwand und die Kosten zu reduzieren,
sind bereits verschiedene Methoden bekannt geworden, um Verschmutzungen
der Raucheintrittsöffnungen bzw. damit einhergehende Störungen des Eindringens von
Rauch in den Erfassungsbereich des Melders automatisch zu erkennen.
[0003] In der
DE 44 09 900 C1 wird ein Streulichtrauchmelder beschrieben, dessen Messlichtsender auf einen optischen
Sumpf ausgerichtet ist. Der optische Sumpf wird während einer Rauchmessung mit einer
Frequenz im nicht hörbaren Frequenzbereich in mechanische Schwingungen versetzt. Das
vom Sender gesendete Licht wird an dem Sumpf teilweise auf einen Messempfänger reflektiert
und erzeugt dort ein Wechselsignal, während Licht, das an vorhandenen (Hintergrund-)
Aerosolen auf den Empfänger gestreut wird, ein Gleichsignal erzeugt. Wenn die Raucheintrittsöffnungen
des Melders verstopfen, kann kein neues Hintergrundaerosol in den Erfassungsbereich
eindringen, während sich das vorhandene Aerosol absetzt. Daher wird beim Verschwinden
des aerosolbedingten Hintergrundsignals auf eine Verschmutzung der Raucheintrittsöffnungen
geschlossen.
[0004] In der
DE 103 1 688 A1 wird ein Rauchmelder beschrieben, der im Abluftkanal einer Flugzeugtollette installiert
ist. Um zu erkennen, ob in den Rauchmelder noch Rauch eindringen kann oder ob die
Raucheintrittsöffnungen verschmutzt, abgedeckt oder zugeklebt sind, werden hier mindestens
zwei Drucksensoren verwendet. Einer der Drucksensoren befindet sich im Melder, ein
Anderer hinter dem Lüftungsgitter der Toilette und ggf. ein Dritter im Toilettenraum.
Wird z. B. der Melder abgedeckt, so entsteht ein Druckunterschied zwischen dem Drucksensor
im Melder und den Sensoren außerhalb des Melders. Dieser Druckunterschied wird delektiert
und für die Erkennung einer Abdeckung ausgewertet.
[0005] Die
EP 0 503 167 A1 und die
JP 222 78 00 beschreiben Streulichtrauchmelder mit einem Erfassungsbereich in einer Messkammer,
welche durch ein Gitter vor dem Eintritt von Insekten geschützt ist. Außerhalb des
Gitters ist eine Testlichtquelle angebracht, die durch das Gitter hindurch leuchtet
und deren Licht im Inneren des Melders an einem Empfänger detektiert werden kann.
Wenn das Gitter verschmutzt, wird der Raucheintritt in den Erfassungsbereich gestört
und es kann weniger Licht durch das Gitter hindurch treten. Der dadurch verringerte
Empfang des Testlichtes im Inneren des Melders wird als Hinweis für eine Verschmutzung
des Insektengitters gewertet.
[0006] In der
EP 1 870 866 A1 wird ein Streulichtrauchmelder mit einem Erfassungsbereich in einer Messkammer beschrieben,
die von einem Verunreinigungsfilter umgeben ist. Auf der Innenseite des Verunreinigungsfilters,
durch welchen Rauch in den Melder eindringen kann, ist ein Lichtleiter ringförmig
verlegt, der Licht, das durch den Verunreinigungsfilter hindurch tritt sammelt und
auf einen Empfänger leitet. Die Stärke des durch den Verunreinigungsfllter hindurch
getretenen Lichtes wird als Maß für die Verschmutzung des Verunreinigungsfilters ausgewertet.
[0007] Aus der
EP 1 191 496 ist ein Streulichtrauchmelder bekannt, dessen Erfassungsbereich außerhalb des Melders
liegt. Der Melder weist einen Ultraschallsensor auf, mit dem das Gebiet um den Streupunkt
(Erfassungsbereich) überwacht wird. Der Ultraschallsensor wird unter anderem dazu
verwendet, den Bereich um den Melder auf Fremdkörper zu untersuchen, die eine Beeinträchtigung
der Strömungsverhältnisse für die Branderkennung bedeuten, also den Eintritt von Rauch
in den Erfassungsbereich des Melders beeinträchtigen.
[0008] Um Störungen des Eindringens von Rauch, in den Erfassungsbereich eines Rauchmelders
zu erkennen, schlägt die
DE 10 2006 023 048 A1 einen Rauchwammelder mit einem Sensor vor, der wenigstens eine der Öffnungen im Gehäuse
des Melders optisch und/oder akustisch abtastet. Zur optischen Abtastung wird eine
Extinktions- und/oder Abstandsmessung vorgeschlagen, während für eine akustische Abtastung
nur eine Abstandsmessung vorgeschlagen wird. Der Abstandssensor ist hierfür innerhalb
des Gehäuses montiert und auf die Gehäuseöffnung des Rauchwarnmelders gerichtet. Wenn
die überwachte Öffnung offen ist, kann die Entfernung z. B. zur nächsten Wand gemessen
werden, während bei einer Abdeckung der Öffnung nur die Entfernung bis zur Abdeckung
gemessen wird. Eine Abdeckung der Öffnung kann somit erkannt werden.
[0009] Mit dieser Anordnung ist es aber nicht möglich, eine Verschmutzung eines Schutzgitters
festzustellen, da die Entfernung zwischen Insektenschutzgitter und Abstandssensor
unabhängig vom Grad der Verschmutzung des Schutzgitters ist.
[0010] Ebenso wenig ist es möglich, die Verschmutzung einer Öffnung im Gehäuse eines Rauchmelders
zu erkennen, bei dem ein Insektengitter, gleichbedeutend mit einem Verunrelnlgungsfilter,
unmittelbar vor den Gehäuseöffnungen innerhalb oder außerhalb des Gehäuses angebracht
ist, wie es bei vielen Rauchmeldern üblich ist. Auch in diesem Fall wird der Abstandssensor
immer nur die Entfernung zum Insektengitter messen, unabhängig davon, ob das Gitter
verschmutzt ist, sich ein Gegenstand vor der Öffnung befindet, oder die Öffnung abgeklebt
ist.
Aufgabe der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rauchmelder und ein Verfahren
der eingangs genannten Art bereit zu stellen, mit denen auch bei einem unmittelbar
an den Gehäuseöffnungen angebrachten Schutz gegen Verschmutzungen oder Insekten eine
Beeinträchtigung des Eindringens von Rauch, weiteren Aerosolen oder Gas in den Erfassungsbereich
erkannt werden kann.
Beschreibung der Erfindung
[0012] Die Lösung der Aufgabe erfolgt, nach den Oberbegriffen und den kennzeichnenden Merkmalen
der Ansprüche 1, 6, 7, 8, 10 und 12 und wird im Folgenden näher beschrieben.
[0013] Die Erfindung geht von folgenden Erkenntnissen aus: Alle Komponenten eines Rauchmelders
wie z. B. das Gehäuse, dessen Öffnungen, Insektenschutz, Leiterplatte und Messkammer
welsen unterschiedliche akustische Impedanzen auf.
[0014] Schall, der auf eine Grenzfläche zwischen zwei Medien trifft, die eine unterschiedliche
akustische Impedanz aufweisen, wird in Abhängigkeit der Impedanzunterschiede unterschiedlich
stark reflektiert.
[0015] Die akustischen Impedanzen einzelner Komponenten sind von deren Materialelgenschaften
und deren Geometrie abhängig.
[0016] Basierend auf diesen Erkenntnissen betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Erkennen
von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen wie Rauch in einen Erfassungsbereich
eines Brandmelders mit einem Gehäuse. Dabei weist das Gehäuse Öffnungen zum Eintritt
der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich auf, der im Inneren des Gehäuses z. B.
innerhalb einer Streulichtmesskammer liegt. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden
Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und /oder eines Insektenschutzes
erkannt, indem zum einen ein charakteristisches akustisches Feld innerhalb des Rauchmelders
durch Anregen eines Schallwandlers erzeugt wird. Das charakteristische akustische
Feld entsteht dabei durch Überlagerung von Schallwellen, die direkt vom Schallwandler
abgestrahlt werden und von Schallwellen, die an akustischen Grenzflächen innerhalb
und außerhalb des Melders wenigstens teilweise reflektiert werden. Zum anderen wird
mindestens eine physikalische Größe des akustischen Feldes wie Amplitude und/oder
Phase an wenigstens einem Ort innerhalb des akustischen Feldes gemessen und der bzw.
die Messwerte mit wenigstens einer Referenz verglichen. Wenn hierbei der mindestens
ein Messwert von der Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht, wird eine
Verschmutzung oder Abdeckung der Raucheindringöffnungen bzw. des Insektenschutzes
festgestellt.
[0017] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sind mit Brandkenngrößen vor allem
Aerosole wie z. B. Rauch und Gase, die bei einer Verbrennung entstehen, gemeint. Als
Brandkenngrößen gelten hier aber auch alle anderen messbaren Phänomene, die bei einem
Brand auftreten, in das Gehäuse eines Melders eindringen und in dessen Erfassungsbereich
gemessen werden können. Ebenso sind als Brandkenngrößen Mittel zu verstehen, welche
die zuvor genannten Brandkenngrößen simulieren um z. B. einen Brandmelder zu testen.
[0018] Unter einem Erfassungsbereich ist eine Fläche, mit welcher eine Brandkenngröße in
Kontakt kommen muss oder ein Raumbereich zu verstehen, in den eine Brandkenngröße
eindringen muss, damit sie von der entsprechenden Sensorik erfasst werden kann. Beispielsweise
ist bei einem Streulichtrauchmelder der Erfassungsbereich der Raum, in dem sich der
Lichtstrahl eines Messlichtsenders und das Sichtfeld eines Streulichtempfängers überschneiden.
[0019] Der Insektenschutz wiederum ist ein Gitter oder Gewebe, welches durchlässig für die
zu messende Brandkenngröße ist, aber Störgrößen wie z. B. Insekten und grobe Partikel
aus dem Erfassungsbereich fernhält.
[0020] In einem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Schallwandler mit mindestens einer
diskreten Frequenz angeregt. Um dabei ein möglichst optimales Messergebnis zu erzielen,
werden die Frequenz, der Ort des Schallwandlers und die Orte eines oder mehrer Mikrofone
gegenseitig aufeinander abgestimmt. Das Abstimmen kann dabei experimentell oder aber
auch auf Basis einer Simulation des charakteristischen Schallfeldes und dessen Störung
durch Verschmutzung oder Abdeckung des Brandmelders, z. B. mittels einer Finite-Elemente-Simulation,
erfolgen. Aus Symmetriegründen kann es dabei sinnvoll sein, dass der Schallwandler
in der Mitte des Gehäuses platziert ist. Eine Temperaturabhängigkeit des charakteristischen
Schallfeldes kann z. B. mit einer in Abhängigkeit zur Temperatur gewählten Frequenz
kompensiert werden, was zu einer sicheren Erkennung von Verschmutzungen über einen
weiten Temperaturbereich führt.
[0021] In einer Weiterentwicklung des Verfahrens wird der Schallwandler mit mehreren unterschiedlichen
diskreten Frequenzen angeregt, wobei für die Messwerte des Schallfeldes für jede Frequenz
ein Vergleich mit einer jeweils zu dieser Frequenz gehörenden Referenz durchgeführt
wird. Durch die zusätzlichen Frequenzen können Verschmutzungen oder Abdeckungen in
Bereichen des Gehäuses, die bei Verwendung einer einzigen Frequenz, z. B. aufgrund
von Schallabschattungen, weniger gut erkannt werden, besser detektiert worden. Auch
hier können die verschiedenen Messfrequenzen in Abhängigkeit von der Temperatur gewählt
werden.
[0022] Eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass der Schallwandler
mit einem Frequenzdurchlauf (Frequenzsweep) in einem definierten Frequenz-intervall
mit einer Folge von Frequenzen angeregt wird und ein resultierendes Spektrum an mindestens
einem Ort im akustischen Feld gemessen wird. Abweichungen des gemessenen Spektrums
zu einem Referenzspektrum können z. B. mittels einer regelbasierten Analyse und/oder
einer Mustererkennung z. B. mittels einer Fuzzy-Loglk oder neuronaler Netze und/oder
einer Kreuzkorrelation beider Spektren erkannt werden. Da ein gemessenes Spektrum
ein für jeden Messort charakteristisches Muster aufweist, das sich bei Temperaturänderungen
weitgehend unverändert entlang den Frequenzen verschiebt, kann hier auf eine weitere
Temperaturkompensation verzichtet werden, wenn vor allem die Änderungen in dem Muster
ausgewertet werden. Zusätzlich erlaubt diese Variante des Verfahrens ebenso wie die
Variante mit mehreren diskreten Frequenzen Rückschlüsse auf den Ort bzw. auf die jeweilige
Gehäuseöffnung, an der eine Abdeckung oder Verschmutzung vorliegt.
[0023] Die Erfindung betrifft ebenso ein Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens
von Brandkenngrößen in einen Erfassungsbereich eines Brandmelders mit einem Gehäuse,
das Öffnungen zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich aufweist,
wobei mit dem Verfahren Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und/oder
eines Insektenschutzes erkannt werden, bei weichem nicht die Auswirkungen von Impedanzänderungen
auf ein charakteristisches Schallfeld, sondern die akustischen Impedanzen selbst gemessen
werden. Demnach werden in diesem Verfahren die akustischen Impedanzen des kompletten
Brandmelders und/oder der Gehäuseöffnungen und/oder des Insektenschutzes gemessen.
Eine Verschmutzung oder eine Abdeckung wird dann erkannt, wenn eine oder mehrere der
gemessenen akustischen Impedanzen von einer der jeweiligen Impedanz entsprechenden
Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht. Wird z. B. eine Gehäuseöffnung
abgedeckt, dann werden Schallwellen an der Abdeckung stärker reflektiert als ohne
Abdeckung. Somit ändert sich die akustische Impedanz dieser Öffnung, aber auch die
akustische Impedanz des gesamten Meldergehäuses, die näherungsweise als Parallelschaltung
der Impedanzen aller Gehäuseöffnungen dargestellt werden kann. Ebenso ändert sich
das Reflexionsverhalten eines Insektenschutzes, wenn dieser zunehmend verschmutzt.
[0024] Verfahren zum Messen der akustischen Impedanzen sind prinzipiell bekannt und müssen
daher im Grunde nicht näher erläutert werden. Dennoch wird hier auf die
DE 103 26 078 A1 verwiesen, aus der ein Verfahren zum Messen von akustischen Impedanzen beschrieben
ist, bei dem die Resonanzfrequenz eines Schallwandlers gemessen wird und aus welcher
dann die akustische Impedanz des Mediums abgeleitet wird, das den Schallwandler umgibt.
Da in den erfindungsgemäßen Verfahren die Änderung der akustischen Impedanzen als
Indiz für eine Verschmutzung oder Abdeckung der Gehäuseöffnungen bzw. eines Insektenschutzes
genutzt wird, wird in einem weiteren Verfahren die Änderung der Resonanzfrequenz ausgewertet.
In diesem Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen
in einen Erfassungsbereich eines Brandmelders mit einem Gehäuse, das Öffnungen zum
Eintritt der in den Erfassungsbereich aufweist, wird zum Nachweis von Verschmutzungen
oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und/oder eines Insektenschutzes mindestens eine
Resonanzfrequenz eines Schallwandlers im Inneren des Melders gemessen. Die gemessenen
Resonanzfrequenzen werden mit einer der jeweiligen Resonanzfrequenz entsprechenden
Referenzfrequenz verglichen. Wenn die mindestens eine gemessene Resonanzfrequenz um
einen vorbestimmbaren Betrag von ihrer Referenzfrequenz abweicht, dann wird eine Verschmutzung
oder Abdeckung erkannt. Ähnlich wie sich die Freiluft Resonanzfrequenz eines Lautsprechers
zu einer anderen Resonanzfrequenz verschiebt, wenn der Lautsprecher in ein Lautsprechergehäuse
eingebaut wird, verschiebt sich hier die Resonanzfrequenz eines Schallwandlers im
Gehäuse des Brandmelders, wenn die Gehäuseöffnungen und/oder ein Insektenschutz durch
Verschmutzung oder Abdeckung zunehmend verstopfen. Zur Messung der Resonanzfrequenz
des Schallgebers, kann dabei auf Verfahren zurückgegriffen werden, wie sie in der
DE 102 26 078 A1 oder in der
EP1898377 beschrieben sind.
[0025] In allen oben beschriebenen Verfahren, kann eine Kompensation von Temperaturabhängigkeiten
der Messungen durch Referenzen erfolgen, die in Abhängigkeit der Temperatur aus einer
Tabelle gewählt werden. Bevorzugt wird diese Tabelle während des Betriebes des Melders
vervollständigt. Zur Erstellung und Vervollständigung der Tabelle werden Messungen
im unverschmutzten nicht abgedeckten Zustand z. B. im Werk, bei der Inbetriebnahme
und während der Nutzungsphase durchgeführt. Alle dabei aufgenommenen Messwerte werden
in die Tabelle bei der gerade herrschenden Temperatur als Referenzwert abgelegt. Amplituden
bzw. Phasen werden Ihren jeweiligen Frequenzen zugeordnet. Sobald der Melder im Betrieb
eine neue Temperatur erreicht, wird eine neue Verschmutzungsmessung durchgeführt.
Wenn eine Plausibilitätsprüfung dieser Werte ergibt, dass der Melder noch unverschmutzt
bzw. nicht abgedeckt ist, werden diese Werte zur jeweiligen Temperatur als Referenzwerte
in die Tabelle eingetragen. Werden Temperaturen erreicht, bei denen bereits Referenzwerte
in der Tabelle stehen, dann werden die bereits eingetragenen Werte als Referenz für
die Verschmutzungserkennung verwendet. Für die Auswertung der Amplituden eines charakteristischen
Schallfeldes können z. B. den Zeilen der Tabelle verschiedene Temperaturen zugeordnet
werden, während den Spalten verschiedene Frequenzen zugeordnet sind.
[0026] Die Erfindung betrifft ferner auch einen Brandmelder, mit dem o. g. Verfahren durchgeführt
werden können. Ein erfindungsgemäßer Brandmelder umfasst einen Erfassungsbereich für
Brandkenngrößen in einem Gehäuse, das Öffnungen zum Eindringen der Brandkenngrößen
aufweist und Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
und/oder eines Insektenschutzes. Die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder
Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und/oder des Insektenschutzes umfassen einen Schallgeber,
der ein charakteristisches akustisches Feld vorzugsweise in einem nichthörbaren Frequenzbereich
im Gehäuse des Brandmelders erzeugt, mindestens ein Mikrofon an mindestens einem geeignet
gewählten Ort, das Änderungen der Amplitude und/oder der Phase des charakteristischen
akustischen Feldes am jeweiligen Ort erfasst und eine Steuer- und Auswerteeinheit,
welche beim Überschreiten der Änderungen von Amplitude und/oder der Phase um einen
vorbestimmbaren Betrag auf eine Verschmutzung oder Abdeckung schließt.
[0027] Dabei werden die Änderungen von Amplitude und/oder der Phase des akustischen Feldes
am Ort der Messung durch ein geändertes Reflexionsverhalten also durch Änderungen
der akustischen Impedanz der Gehäuseöffnungen und/oder eines Insektenschutzes hervorgerufen.
[0028] In einer anderen Ausführungsform umfassen die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen
oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und/oder eines Insektenschutzes eines erfindungsgemäßen
Brandmelders, eine Einheit zum Messen der akustischen Impedanzen des kompletten Brandmelders
und/oder der Gehäuseöffnungen und/oder des Insektenschutzes. Die Steuer- und Auswerteeinheit
dieses erfindungsgemäßen Brandmelders stellt eine Verschmutzung oder eine Abdeckung
fest, wenn eine oder mehrere der gemessenen akustischen Impedanzen von einer entsprechenden
Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht. In einer Weiterentwicklung dieser
Ausführungsform wird, in der Einheit zum Messen der akustischen Impedanzen, die akustische
Impedanz des kompletten Brandmelders anhand mindestens einer der Resonanzfrequenzen
des Schallgebers bestimmt.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brandmelders umfassen die
Mitteln zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen und/oder
eines Insektenschutzes eine Einheit zum Messen mindestens einer Resonanzfrequenz eines
Schallgebers und eine Steuer- und Auswerteeinheit, welche die gemessenen Resonanzfrequenzen
mit einer entsprechenden Referenzfrequenz vergleicht und beim Überschreiten erkannter
Abweichungen von einer jeweiligen Referenzfrequenz um einen vorbestimmbaren Betrag
eine Verschmutzung oder Abdeckung erkennt.
Kurz Beschreibung der Zeichnungen
[0030]
- Fig. 1
- zeigt einen erfindungsgemäßen Brandmelder
- Fig. 2
- zeigt einen anderen Erfindungsgemäßen Brandmelder mit einer anderen Bauform
- Fg. 3a
- zeigt Schallspektren eines unverschmutzten Brandmelders
- Fig. 3b
- zeigt Schallspektren eines Brandmelders mit einer Abdeckung an einer Stelle des Brandmelders
- Fig. 3c
- zeigt Schallspektren eines Brandmelders mit einer Abdeckung an einer anderen Stelle
als in Fig. 3b
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0031] Fig. 1 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Brandmelder (1), dessen Funktion
mit Hilfe der Figuren 3a - 3c erläutert wird. Die Figuren 3a - 3b zeigen jeweils beispielhaft
ein kontinuierliches Amplitudenspektrum 17 abc im Frequenzbereich von a bis t und
ein aus mehreren diskreten Frequenzen a - t gebildetes Linienspektrum. Ein kontinuierliches
Amplitudenspektrum 17abc kann an dem Mikrofon 15 im Brandmelder 1 gemessen werden,
wenn der Schallwandler 8 mit einem kontinuierlichen Frequenzdurchlauf angeregt wird,
während ein diskretes Linienspektrum a - t gemessen wird, wenn der Schallwandler 8
mit mehreren diskreten Frequenzen a - t angeregt wird. Die Frequenzen a - t liegen
zu Messzwecken vorzugsweise in einem nicht hörbaren Frequenzbereich.
[0032] Am Beispiel eines Streulichtrauchmelders 1 wird nun ein erfindungsgemäßer Brandmelder
1 erklärt. Der Melder 1 verfügt über ein Gehäuse 2 mit Öffnungen 10a und 10b, in dem
eine Messkammer 3 untergebracht ist. In der Messkammer 3 befindet sich der Erfassungsbereich
für Rauch18, welcher sich aus der Überschneidung eines Messlichtkegels ergibt, der
vom Messlichtsender 4 abgestrahlt wird, mit dem Sichtbereich des Streulichtempfängers
5, Die Messkammer 3 wird seitlich durch ein Labyrinth 12 begrenzt, durch welches einerseits
Rauch in die Messkammer 3 und den Erfassungsbereich 18 eindringen kann, andererseits
Fremdlicht vom Eindringen in die Messkammer 3 abgehalten wird. Rauch, der in die Messkammer
eindringt, muss vorher die Gehäuseöffnungen 10a, 10b und das Insektengitter 11 passieren.
Da es immer wieder vorkommt, dass Rauchmelder z. B. bei Renovierungsarbeiten abgeklebt
werden und anschließend vergessen wird die Abdeckung zu entfernen oder die Insektengitter
11 im laufe der Zeit verschmutzen und dann Rauch nicht mehr ungehindert in den Erfassungsbereich
18 eindringen kann, verfügt der Rauchmelder 1 über eine erfindungsgemäße Vorrichtung
mit welcher derartige Abdeckungen oder Verschmutzungen erkannt und angezeigt werden
können. Eine solche Vorrichtung umfasst neben einer Steuer- und Auswerteeinheit 16
und einem Mikrofon 15 einen Schallerzeuger 8, der hier zwischen dem Gehäuse 2 und
der Messkammer 3 angebracht ist. In dieser Position kann er einerseits Schall als
Alarm durch die Schallaustrittsöffnung 7 im Gehäuse nach außen- denkbar wäre auch
eine zusätzliche Verwendung als Kommunikationsschnittstelle z. B. im Ultraschallbereich
- und andererseits durch die Schalleintrittsöffnung 6 nach innen in die Messkammer
3 abgeben. Der Schall der in die Messkammer 3 eintritt, wird darin mehrfach reflektiert
und tritt durch das Labyrinth 12 aus der Messkammer 3 in das umgebende Gehäuse 2 und
wird dort ebenfalls an Gehäusebegrenzungen, den nicht dargestellten Begrenzungeflächen
der Gehäuseöffnungen 10a 10b, dem Insektengitter 11 reflektiert und gelangt teilweise
zurück in die Messkammer 3 in der das Mikrofon 15 angebracht ist. Durch die Überlagerung
von Schallwellen, die direkt vom Schallgeber abgegeben werden mit den reflektierten
Schallwellen entsteht ein charakteristisches Schalffeld, das an manchen Orten größere
und an anderen Orten kleinere Amplituden sowie unterschiedliche Phasenwinkel im Vergleich
zum Ursprungssignal aufweist. Durch Veränderung des Reflexionsverhaltens z. B. durch
eine Abdeckung der Gehäuseöffnungen 10a 10b oder eine Verschmutzung des Insektengitters
verändert sich das Schalffeld und somit auch die Amplituden bzw. Phasenlagen an den
jeweiligen Orten. So zeigt Fig. 3a jeweils exemplarisches ein kontinuierliches Amplitudenspektrum
17a und ein diskretes Linienspektrum a-t, weiche mit dem Mikrofon 15 im unverschmutzten
unabgedeckten Zustand des Rauchmelders 1 bei passender Meldergeometrie und passenden
Materialeigenschaften gemessen werden können. Spektrum 17a und die in Fig. 3a dargestellten
Amplituden a - t dienen daher auch als Referenzen für die Erkennung von Verschmutzungen
oder Abdeckungen. Ein kontinuierliches Spektrum 17 a-c kann gemessen werden, wenn
der Schallerzeuger 8 mit einem kontinuierlichen Frequenzsweep angeregt wird, während
sich die diskreten Spektren a- t in den Fig. 3a-c ergeben, wenn der Schallerzeuger
8 mit dem diskreten Frequenzen a - t angeregt wird.
[0033] Fig. 3b zeigt exemplarische Spektren 17b, a-t wie sie sich bei einer Abdeckung der
Öffnung 10a ergeben können während Fig. 3c mögliche Spektren 17c, a-t bei einer Abdeckung
der Öffnung 10b zeigt. Durch Vergleich der Spektren 17b und a-t aus Fig. 3b mit den
Referenzspektren 17a und a-t aus Fig. 3a zeigt sich eine deutliche Verminderung der
Amplituden im Frequenzbereich von h - k und eine Erhöhung der Amplituden im Frequenzbereich
o - q. Demgegenüber zeigt ein Vergleich der Referenzspektren in Fig. 3a mit den Spektren
17c und a-t in Fig. 3c eine deutliche Verminderung der Amplituden im Frequenzbereich
von a - c und eine Erhöhung der Amplituden im Frequenzbereich o - q. Demnach können
Verschmutzungen oder Abdeckungen in der Steuer- und Auswerteeinheit 16 (Fig. 2) durch
Anwendung der beispielhaften Regel:
"Wenn im Frequenzbereich von h - k die Amplituden deutlich kleiner und im Frequenzbereich
o - q deutlich größer als im Referenzspektrum sind, dann liegt eine Verschmutzung
oder Abdeckung im Bereich der Gehäuseöffnung 10a vor und wenn Im Frequenzbereich von
a - c die Amplituden deutlich kleiner und im Frequenzbereich o - q größer als im Referenzspektrum
sind, dann liegt eine Verschmutzung oder Abdeckung im Bereich der Gehäuseöffnung 10b
vor"
erkannt werden.
[0034] Das Ergebnis der Messung und des Vergleiches wird im Brandmelder 1 gespeichert, über
eine nicht gezeigte Schnittstelle an eine externe Einheit übertragen und kann direkt
am Melder akustisch oder optisch angezeigt werden.
[0035] Vergleicht man nur den Frequenzbereich o - q in den Fig. 3a - 3c miteinander, dann
erkennt man, dass die Amplituden der Frequenzen o, p und q bei einer Verschmutzung
größer als im sauberen Zustand sind. Damit sind die Frequenzen o, p und q auch als
einzelne Frequenz oder als Frequenzgruppe zur Detektion einer Verschmutzung oder Abdeckung
der Gehäuseöffnungen 10 bzw. des Insektengitters 11 geeignet.
[0036] Die Anordnung des Mikrofons 15 in der Messkammer wie es in Fig. 1 gezeigt ist vereinfacht
die Erkennung von Verschmutzungen des Insektengitters 11, wenn dieses, wie es bei
einigen Brandmelder der Fall ist, direkt an oder in der Messkammer angebracht ist.
Auch Verschmutzungen des Labyrinthes könnten so erkannt werden.
[0037] Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführung eines erfindungsgemäßen Brandmelders. Hier
sind die Messkammer 3 mit dem Messlichtsender 4 und dem Streulichtempfänger 5 gemeinsam
mit dem Schallgeber 8, der Steuer- und Auswerteeinheit 16 und zwei einander gegenüberliegenden
Mikrofonen 15a und 15b gemeinsam auf einer Leiterplatte 14 im Gehäuse 2 angeordnet.
Auch hier fungiert der Schallgeber 8 bevorzugt sowohl als Alarmgeber und als Schallgeber
für die Verschmutzungsmessung. Die Verschmutzungsmessung wird vorzugsweise mit nicht
hörbaren Frequenzen durchgeführt. Die Verwendung von zwei Mikrofonen an unterschiedlichen
Orten verbessert die Erkennung von Verschmutzungen oder Abdeckungen, indem Schall,
der durch die Messkammer 3 oder andere nicht dargestellte Komponenten abgeschattet
wird, durch das zweite Mikrofon besser erfasst werden kann. Die Verschmutzungserkennung
wird ansonsten wie oben beschrieben durchgeführt. Das Ergebnis der Verschmutzungsmessung
kann dann direkt am Melder angezeigt, über eine nicht dargestellte Schnittstelle an
ein Abfragegerät, eine Zentrale oder dergleichen übertragen oder zur späteren Abfrage
In einem nicht dargestellten Speicher abgelegt werden.
[0038] Da die oben beschriebenen Amplitudenänderungen vorwiegend auf Änderungen der akustischen
Impedanzen Z
G/I der Gehäuseöffnungen 10 bzw. des Insektengitters 11 zurück zuführen sind, werden
die Impedanzänderungen in einem weiteren erfindungsgemäßen Brandmelder 1 direkt als
Hinweis für Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen 10 bzw. des Insektengittrs
11 des Brandmelders 1 ausgewertet. Ein solcher erfindungsgemäßer Brandmelder verfügt
über eine Einrichtung zum Messen der akustischen Impedanzen der Gehäuseöffnungen 10
bzw. des Insektengitters 11. Dazu gibt der Schallgeber 8 ein akustisches Signal ab,
dessen Reflektionen von einer Gehäuseöffnung 10a, 10b bzw. eines Insektenschutzes
11 gemessen werden. Der Quotient aus dem Originalsignal und dem reflektierten Signal
ergibt den Reflexionsgrad r, aus dem über die bekannte akustische Impedanz der Luft
Z
0 die Impedanz Z
G/I der Gehäuseöffnungen 10a, 10b bzw. des Insektenschutzes 11 über nachfolgende Formel
berechnet wird.

[0039] Anschließend werden die gemessenen akustischen Impedanzen Z
G Z
I in der Steuer- und Auswerteeinheit 16 mit Grenzwerten verglichen, die in Abhängigkeit
der Impedanzen eines unverschmutzten bzw. nicht abgedeckten Melders bestimmt werden.
Wenn Z
G/I um einen vorbestimmten Betrag vom Wert einer nicht abgedeckten bzw. unverschmutzten
Gehäuseöffnung 10a, 10b bzw. des Insektengitters 11 abweicht, dann gilt die Gehäuseöffnung
10a, 10b bzw. der Insektenschutz 11 als abgedeckt oder zumindest als so stark verschmutzt,
dass Rauch nicht mehr ungestört in den Erfassungsbereich 18 des Brandmelders eindringen
kann.
[0040] Die akustische Impedanz Z
M des kompletten Brandmelders 1 wird in einem weiteren erfindungsgemäßen Brandmelder
1 unter Berücksichtigung der piezoelektrischen Grundgleichungen von der Resonanzfrequenz
des Schallgebers 8 abgeleitet. Als Schallgeber 8 wird hierfür ein Piezoschallgeber
8 mit Feedbackelektrode eingesetzt, die mit dem Feedbackeingang des nicht dargestellten
Anregungsschaltkreises verbunden ist. Durch die so entstehende Rückkopplung wird der
Schallgeber 8 automatisch über die Anregungskontakte, über welche der Schallgeber
8 mit dem Signalausgang des Anregungsschaltkreises verbunden ist, mit einer seiner
Resonanzfrequenzen angeregt. Die Resonanzfrequenz wird dann über die Messung der Periodendauer
bestimmt.
[0041] In einer weiteren Ausführung eines erfindungsgemäßen Brandmelders wird auf die Bestimmung
der akustischen Impedanz des Melders verzichtet. Dafür wird in der Steuer- und Auswerteeinheit
16 die gemessene Resonanzfrequenz des Schallgebers 8 mit der Resonanzfrequenz eines
unverschmutzten nicht abgedeckten Melders 1 verglichen. Bei diesem Brandmelder 1 wird
eine Verschmutzung oder Abdeckung der Gehäuseöffnungen 10 bzw. des Insektengitters
11 erkannt, wenn die gemessene Resonanzfrequenz um einen bestimmten Betrag von der
Referenzfrequenz bei einem sauberen und nicht abgedeckten Melder 1 abweicht.
1. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren insbesondere Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden,
gekennzeichnet durch die Verfahrenschntte:
a. Erzeugen eines charakteristischen akustischen Feldes innerhalb des Rauchmelders
durch anregen eines Schallwandlers (8) und durch Überlagerung von direkt vom Schallwandler (8) abgestrahlten Schallwellen, mit deren
Reflektionen an Grenzflächen Innerhalb und außerhalb des Melders (1).
b. Messen mindestens einer physikalischen Größe des akustischen Feldes insbesondere
von Amplitude (a-t) und/oder Phase an wenigstens einem Ort (15) innerhalb des akustischen
Feldes im Rauchmelder,
c. Vergleichen des mindestens einen Messwertes mit einer Referenz,
d. Erkennen einer Verschmutzung oder Abdeckung der Raucheindringöffnungen des Melders,
wenn der mindestens eine Messwert von der Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag
abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler (8) mit mindestens einer diskreten Frequenz (a - t) angeregt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler (8) mit mehreren unterschiedlichen diskreten Frequenzen (a - t)
angeregt wird und für jede Frequenz (a - t) ein Vergleich mit einer jeweiligen Referenz
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler mit einem Frequenzdurchlauf (Sweep) in einem definierten Frequenz-Intervall
angeregt wird und ein resultierendes Spektrum (17a/b/c) an mindestens einem Ort (15)
im akustischen Feld gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass Abweichungen des gemessenen kontinuierlichen oder Linienspektrums (17b 17c) zu einem
Referenzspektrum (17a) mittels einer regelbasierten Analyse und/oder einer Mustererkennung
z. B. mittels einer Fuzzy-Logik oder neuronaler Netze und/oder einer Kreuzkorrelation
erkannt werden.
6. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren insbesondere Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden, gekennzeichnet durch das Messen der akustischen Impedanzen des kompletten Brandmelders (1) und/oder der
Gehäuseöffnungen (10) und/oder des Insektenschutzes (11), wobei eine Verschmutzung
oder eine Abdeckung erkannt wird, wenn eine oder mehrere der gemessenen akustischen
Impedanzen von einer entsprechenden Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht.
7. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren insbesondere Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden, gekennzeichnet dadurch, dass mindestens eine Resonanzfrequenz eines Schallwandlers (8) im Inneren des Melders
(1) gemessen und mit einer entsprechenden Referenzfrequenz verglichen wird, und wobei
eine Verschmutzung oder Abdeckung erkannt wird, wenn die mindestens eine gemessene
Resonanzfrequenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht.
8. Brandmelder geeignet zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 5 mit einem Erfassungsbereich (18) für Brandkenngrößen in einem Gehäuse (2), das
Öffnungen (10) zum Eindringen der Brandkenngrößen aufweist, und mit Mitteln zum Erkennen
von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen (10) und/oder eines Insektenschutzes
(11), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder des Insektenschutzes (11), einen Schallgeber (8) im inneren des Gehäuses
(2), der ein charakteristisches akustisches Feld im Gehäuse (2) erzeugt, mindestens
ein Mikrofon (15) an mindestens einem geeignet gewählten Ort (15) im Gehäuse (2),
das Änderungen der Amplitude und/oder der Phase des charakteristischen akustischen
Feldes am jeweiligen Ort (15) erfasst und eine Steuer- und Auswerteeinheit (16), welche
beim Überschreiten der Änderungen von Amplitude und/oder der Phase um einen vorbestimmbaren
Betrag auf eine Verschmutzung oder Abdeckung schließt, umfassen.
9. Brandmelder nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Änderungen von Amplitude und/oder der Phase des akustischen Feldes durch Änderungen
der akustischen Impedanz der Gehäuseöffnungen (10) und/oder eines Insektenschutzes
(11) bedingt sind.
10. Brandmelder geeignet zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 6 mit einem Erfassungsbereich
(18) für mindestens eine Brandkenngröße in einem Gehäuse(2), das Öffnungen (10) zum
Eindringen der Brandkenngröße aufweist, und mit Mitteln zum Erkennen von Verschmutzungen
oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen (10) und/oder eines Insektenschutzes (11) dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und oder des Insektenschutzes (11), eine Einheit zum Messen der akustischen Impedanzen
des kompletten Rauchmelders (1) und/oder der Raucheindringöffnungen (10) und/oder
des Insektenschutzes (11) umfassen, wobei eine Verschmutzung oder eine Abdeckung festgestellt
wird, wenn eine oder mehrere der gemessenen akustischen Impedanzen von einer entsprechenden
Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht und eine Steuer- und Auswerteeinheit
(16), welche beim Überschreiten der Abweichung um einen vorbestimmbaren Betrag, eine
Verschmutzung oder Abdeckung erkennt.
11. Brandmelder nach Anspruch 10 gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum messen von Resonanzen, wobei die akustische Impedanz anhand
mindestens einer der Resonanzfrequenz des Schallgebers (8) bestimmt wird.
12. Brandmelder geeignet zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 7 mit einem Erfassungsbereich
(18) für mindestens eine Brandkenngröße in einem Gehäuse(2), das Öffnungen (10) zum
Eindringen der Brandkenngrößen aufweist, und mit Mitteln zum Erkennen von Verschmutzungen
oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen (10) und/oder eines Insektenschutzes (11), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder des Insektenschutzes (11), einen Schallgeber (8) im inneren des Gehäuses
(2), der ein charakteristisches akustisches Feld im Gehäuse (2) erzeugt, eine Einheit
zum Messen mindestens einer Resonanzfrequenz des Schallgebers (8) und eine Steuer-
und Auswerteeinheit (16), welche die gemessenen Resonanzfrequenzen mit einer entsprechenden
Referenzfrequenz vergleicht und beim Überschreiten erkannter Abweichungen von einer
jeweiligen Referenzfrequenz um einen vorbestimmbaren Betrag eine Verschmutzung oder
Abdeckung erkennt, umfassen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren Verschmutzungen oder Abdeckungen insbesondere der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden,
gekennzeichnet durch die Verfahrenschritte:
a. Erzeugen eines charakteristischen akustischen Feldes innerhalb des Rauchmelders
durch anregen eines Schallwandlers (8) und durch Überlagerung von direkt vom Schallwandler (8) abgestrahlten Schallwellen, mit deren
Reflektionen an Grenzflächen innerhalb und außerhalb des Melders (1).
b. Messen mindestens einer physikalischen Größe des akustischen Feldes insbesondere
von Amplitude (a-t) und/oder Phase an wenigstens einem Ort (15) innerhalb des akustischen
Feldes im Rauchmelder,
c. Vergleichen des mindestens einen Messwertes mit einer Referenz,
d. Erkennen einer Verschmutzung oder Abdeckung der Raucheindringöffnungen des Melders,
wenn der mindestens eine Messwert von der Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag
abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler (8) mit mindestens einer diskreten Frequenz (a - t) angeregt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler (8) mit mehreren unterschiedlichen diskreten Frequenzen (a - t)
angeregt wird und für jede Frequenz (a - t) ein Vergleich mit einer jeweiligen Referenz
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schallwandler mit einem Frequenzdurchlauf (Sweep) in einem definierten Frequenz-Intervall
angeregt wird und ein resultierendes Spektrum (17a/b/c) an mindestens einem Ort (15)
im akustischen Feld gemessen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass Abweichungen des gemessenen kontinuierlichen oder Linienspektrums (17b 17c) zu einem
Referenzspektrum (17a) mittels einer regelbasierten Analyse und/oder einer Mustererkennung
z. B. mittels einer Fuzzy-Logik oder neuronaler Netze und/oder einer Kreuzkorrelation
erkannt werden.
6. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren Verschmutzungen oder Abdeckungen insbesondere der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden, gekennzeichnet durch das Messen der akustischen Impedanzen des kompletten Brandmelders (1) und/oder der
Gehäuseöffnungen (10) und/oder des Insektenschutzes (11), wobei eine Verschmutzung
oder eine Abdeckung erkannt wird, wenn eine oder mehrere der gemessenen akustischen
Impedanzen von einer entsprechenden Referenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht.
7. Verfahren zum Erkennen von Störungen des Eindringens von Brandkenngrößen in einen
Erfassungsbereich (18) eines Brandmelders (1) innerhalb eines Gehäuses (2), das Öffnungen
(10) zum Eintritt der Brandkenngrößen in den Erfassungsbereich (18) aufweist, wobei
mit dem Verfahren Verschmutzungen oder Abdeckungen insbesondere der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder eines Insektenschutzes (11) erkannt werden, gekennzeichnet dadurch, dass mindestens eine Resonanzfrequenz eines Schallwandlers (8) im inneren des Melders
(1) gemessen und mit einer entsprechenden Referenzfrequenz verglichen wird, und wobei
eine Verschmutzung oder Abdeckung erkannt wird, wenn die mindestens eine gemessene
Resonanzfrequenz um einen vorbestimmbaren Betrag abweicht.
8. Brandmelder geeignet zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 5 mit einem Erfassungsbereich (18) für Brandkenngrößen in einem Gehäuse (2), das
Öffnungen (10) zum Eindringen der Brandkenngrößen aufweist, und mit Mitteln zum Erkennen
von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen (10) und/oder eines Insektenschutzes
(11), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erkennen von Verschmutzungen oder Abdeckungen der Gehäuseöffnungen
(10) und/oder des Insektenschutzes (11), einen Schallgeber (8) im inneren des Gehäuses
(2), der ein charakteristisches akustisches Feld im Gehäuse (2) erzeugt, mindestens
ein Mikrofon (15) an mindestens einem geeignet gewählten Ort (15) im Gehäuse (2),
das Änderungen der Amplitude und/oder der Phase des charakteristischen akustischen
Feldes am jeweiligen Ort (15) erfasst und eine Steuer- und Auswerteeinheit (16), welche
beim Überschreiten der Änderungen von Amplitude und/oder der Phase um einen vorbestimmbaren
Betrag auf eine Verschmutzung oder Abdeckung schließt, umfassen.