[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1, eine Kraftfahrzeugklimaanlage und ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 12.
[0002] Kraftfahrzeugklimaanlagen dienen dazu, die dem Innenraum eines Kraftfahrzeuges zuzuführende
Luft zu erwärmen und/oder zu kühlen. In Kraftfahrzeugklimaanlagen werden elektrische
Heizeinrichtungen eingesetzt, um die Luft zu erwärmen, welche dem Innenraum zugeführt
wird. Die elektrische Heizeinrichtung umfasst einen Wärmeübertrager mit einem PTC-Element.
PTC-Elemerite (PTC: Positive Temperature Coefficient) sind Strom leitende Materialien,
die einen elektrischen Widerstand aufweisen und bei tieferen Temperaturen den Strom
besser leiten können als bei höheren Temperaturen. Ihr elektrischer Widerstand vergrößert
sich somit bei steigender Temperatur. Das PTC-Element besteht im Allgemeinen aus Keramik
und ist ein Kaltleiter. Dadurch stellt sich unabhängig von den Randbedingungen - wie
z. B. angelegte Spannung, Nominalwiderstand, Luftmenge an dem PTC-Element - eine sehr
gleichmäßige Oberflächentemperatur am PTC-Element ein. Eine Überhitzung kann verhindert
werden wie sie z. B. mit einem normalen Wärme abgebenden Heizdraht auftreten könnte,
da hier unabhängig von den Randbedingungen immer ungefähr der gleiche Widerstand und
dadurch eine im Wesentlichen identische elektrische Heizleistung aufgebracht wird.
[0003] Ein Wärmeübertrager umfasst ein PTC-Element, wenigstens zwei elektrische Leiter mittels
denen elektrischer Strom durch das PTC-Element geleitet wird und Wärmeleitelemente,
insbesondere Lamellen, mittels denen die Oberfläche zum Erwärmen der Luft vergrößert
und somit die Wärme von dem PTC-Element auf das Wärmeleitelement und die Luft übertragen
wird. In zunehmenden Maße werden Kraftfahrzeuge hergestellt, welche über einen ausschließlichen
elektrischen Antrieb oder über einen Hybridantrieb verfügen. Kraftfahrzeugklimaanlagen
für diese Kraftfahrzeuge verfügen im Allgemeinen nicht mehr über einen Wärmeaustauscher
zum Erwärmen der Luft der von Kühlflüssigkeit durchströmt wird. Die gesamte Heizleistung
der Kraftfahrzeugklimaanlage muss deshalb von der elektrischen Heizeinrichtung aufgebracht
werden. Aus diesem Grund ist es erforderlich, das PTC-Element auch mit Hochspannung,
z. B. im Bereich von 50 bis 50 Volt anstelle von Niederspannung mit 12 Volt, zu betreiben.
Hochspannung in einer Kraftfahrzeugklimaanlage stellt jedoch ein Sicherheitsproblem
dar, weil beispielsweise durch eine menschliche Berührung von unter Hochspannung stehenden
Teilen dem Menschen von der Hochspannung gesundheitlicher Schaden zugefügt werden
kann.
[0004] Die
US 4 327 282 zeigt einen Wärmeübertrager mit einem PTC-Heizelement. Mittels Kontaktplatten wird
Strom durch das PTC-Heizelement geleitet und an den Kontaktplatten ist eine Isolierschicht
angeordnet. Die Komponenten werden mittels eines U-förmigen Clipses zusammengehalten.
[0005] Aus der
EP 1 768 458 A1 ist ein Wärme erzeugendes Element einer Heizvorrichtung zur Lufterwärmung bekannt,
umfassend wenigstens ein PTC-Element und an gegenüberliegenden Seitenflächen des PTC-Elementes
anliegende elektrische Leiterbahnen, wobei die beiden elektrischen Leiterbahnen außenseitig
von einer nicht elektrisch leitenden Isolierschicht umgeben sind.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen Wärmeübertrager
und eine Kraftfahrzeugklimaanlage sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers
zur Verfügung zu stellen, bei dem ein mit elektrischen Strom unter Hochspannung, z.
B. mehr als 50 V, betriebener Wärmeübertrager ohne Gefährdung für die Umwelt, insbesondere
Menschen, betrieben werden kann. Der Wärmeübertrager und die Kraftfahrzeugklimaanlage
sollen in der Herstellung preiswert sein zuverlässig im Betrieb arbeiten.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Wärmeübertrager, umfassend wenigstens ein PTC-Element,
wenigstens zwei mit dem wenigstens einen PTC-Element elektrisch leitend verbundene
Leiter, um elektrischen Strom durch das wenigstens eine PTC-Element zu leiten und
dadurch das PTC-Element zu erwärmen und wenigstens ein Wärmeleitelement zur Übertragung
von Wärme von dem wenigstens einen PTC-Element auf ein zu erwärmendes Fluid und wenigstens
ein Mittel, z.B. ein Klebstoff oder ein mechanisches Druckmittel (z.B. ein Rahmen
oder eine Feder), zum Verbinden des wenigstens einen PTC-Elements, der wenigstens
zwei Leiter und des wenigstens einen Wärmeleitelementes miteinander, wobei mittels
wenigstens eines elektrischen Isolierelementes wenigstens ein Wärmeleitelement elektrisch
von wenigstens einem Leiter isoliert ist.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung ist wenigstens eine Isolierelement zwischen wenigstens
einem Leiter und wenigstens einem Wärmeleitelement angeordnet.
[0009] In einer ergänzenden Ausführungsform sind wenigstens eine Wärmeleitelement und wenigstens
ein Isolierelement, insbesondere ausschließlich, stoff- und/oder formschlüssig, z.
B. mittels Kleben, miteinander verbunden. Eine stoffschlüssige Verbindung hat den
Vorteil, dass als Mittel zum Verbinden der Komponenten des Wärmeübertragers, d. h.
des wenigstens einen PTC-Elementes, der wenigstens zwei Leiter und des wenigstens
einen Wärmeleitelementes keine aufwendige Halteeinrichtung, z. B. ein Clip oder ein
Rahmen, erforderlich ist. Als Mittel zum Verbinden dient somit das Material, welches
die stoffschlüssige Verbindung herstellt.
[0010] Vorzugsweise sind wenigstens ein Leiter und wenigstens ein Isolierelement, insbesondere
ausschließlich, stoff- und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben, miteinander verbunden.
[0011] In einer Variante sind wenigstens ein PTC-Element und wenigstens ein Leiter, insbesondere
ausschließlich, stoff- und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben, miteinander verbunden.
[0012] Zweckmäßig ist der wenigstens eine Leiter als eine Leiterplatte ausgebildet.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform deckt das wenigstens eine Isolierelement den wenigstens
einen Leiter, insbesondere die wenigstens eine Leiterplatte, an wenigstens zwei Seiten,
insbesondere vollständig an wenigstens zwei Seiten, ab. Dabei wird der Bereich der
wenigstens einen Seite des Leiters, der mit dem PTC-Element in Verbindung steht, nicht
berücksichtigt hinsichtlich des Abdeckens des Leiters mit dem wenigstens einen Isolierelement.
Das Abdecken des Leiters, insbesondere der Leiterplatte, an wenigstens zwei Seiten
hat den Vorteil, dass der wenigstens eine Leiter an mehr als einer Seite von dem Isolierelement
abgedeckt ist bzw. aufliegt, so dass der wenigstens eine Leiter besser isoliert bzw.
abgedeckt ist, weil an mehr als einer Seite ein Schutz vor Stromschlägen besteht.
[0014] Insbesondere deckt das wenigstens eine Isolierelement den wenigstens einen Leiter,
insbesondere die wenigstens eine Leiterplatte, vorzugsweise vollständig, an wenigstens
einer Schmalseite und/oder, vorzugsweise vollständig, an wenigstens einer Breitseite
ab. Dabei wird der Bereich der wenigstens einen Schmal- und/oder Breitseite des Leiters,
die mit dem PTC-Element in Verbindung steht, nicht berücksichtigt hinsichtlich des
Abdeckens des Leiters mit dem wenigstens einen Isolierelement.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung umfasst das wenigstens eine Isolierelement Keramik
und/oder Kunststoff und/oder ein Mineral, z. B. MICA, und/oder das wenigstens eine
Isolierelement ist eine Folie, eine Platte oder eine Beschichtung.
[0016] In einer ergänzenden Variante besteht das wenigstens eine Isolierelement aus Kunststoff
und ist mittels Umspritzen wenigstens eines Leiters mit dem wenigstens Leiter verbunden
und/oder das wenigstens eine Isolierelement ist mittels eines Beschichtungsverfahrens
auf den wenigstens einen Leiter aufgebracht. Beim Umspritzen wenigstens eines Leiters
mit einem Isolierelement aus Kunststoff, insbesondere thermoplastischem Kunststoff,
kann der wenigstens eine Leiter besonders einfach mit dem Isolierelement aus Kunststoff
verbunden werden. Beim Aufbringen des wenigstens einen Isolierelementes mittels eines
Beschichtungsverfahrens, z. B. Wirbelstromsintern, auf dem wenigstens einen Leiter
ist das Isolierelement als eine Schicht ausgebildet und kann somit besonders einfach
und preiswert auf dem wenigstens einen Leiter aufgebracht werden. Ferner ist dadurch
gewährleistet, dass der wenigstens eine Leiter besonders vollständig ohne Fehlstellen
von dem Isolierelement abgedeckt ist.
[0017] Eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeugklimaanlage umfasst einen in dieser Anmeldung
beschriebenen Wärmeübertrager.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung erfolgt in der Kraftfahrzeugklimaanlage das Erwärmen
der Luft ausschließlich mittels wenigstens einer elektrischen Heizeinrichtung, insbesondere
ein Wärmeübertrager mit einem PTC-Element.
[0019] Erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers mit den Schritten:
zur Verfügung stellen wenigstens eines PTC-Elements, zur Verfügung stellen von wenigstens
zwei elektrischen Leitern zum Durchleiten von elektrischen Strom durch das wenigstens
eine PTC-Element, zur Verfügung stellen wenigstens eines Wärmeleitelements zur Übertragung
von Wärme von dem wenigstens einen PTC-Element auf ein zu erwärmende Fluid, Verbinden
der wenigstens zwei Leiter mit dem wenigstens einen PTC-Element, Verbinden des wenigstens
einen Wärmeleitelementes mit wenigstens einem Leiter und/oder wenigstens einem PTC-Element,
wobei wenigstens ein Isolierelement zur Verfügung gestellt wird und wenigstens ein
Isolierelement mit wenigstens einem Leiter und/oder wenigstens einem Wärmelement verbunden
wird, um wenigstens ein Wärmeleitelement elektrisch von wenigstens einem Leiter zu
isolieren.
[0020] In einer weiteren Variante wird wenigstens ein Isolierelement mit wenigstens einem
Leiter und/oder wenigstens einem Wärmeleitelement, vorzugsweise ausschließlich, stoff-
und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben verbunden.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung wird das Isolierelement mittels Beschichten, z. B.
ein PVD-Verfahren, ein CVD-Verfahren, Anstreichen, Spritzlackieren, Tauchemaillieren,
Plattieren, Pulverbeschichten oder Wirbeistromsintern, wenigstens eines Leiters und/oder
wenigstens eines Wärmeleitelementes mit wenigstens einem Leiter und/oder wenigstens
einem Wärmeleitelement verbunden.
[0022] Insbesondere wird das Isolierelement mittels Umspritzen wenigstens eines Leiters
und/oder wenigstens eines Wärmeleitelements mit wenigstens einem Leiter und/oder wenigstens
einem Wärmeleitelement verbunden.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung weist das Wärmeleitelement eine Wärmeleitfähigkeit
von wenigstens 1 W/mK, insbesondere wenigstens 30 W/mK auf.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform weist das wenigstens eine Isolierelement eine elektrische
Isolation von wenigstens 1 kV/mm, insbesondere wenigstens 25 kV/mm auf.
[0025] In einer Variante weist das wenigstens eine Isolierelement im Querschnitt eine Durchschlagfestigkeit
von wenigstens 1 kV auf.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung weist das wenigstens eine Isolierelement eine Wärmeleitfähigkeit
von wenigstens 1 W/mK, insbesondere wenigstens 25 W/mK auf. Das wenigstens eine Isolierelement
kann damit einerseits gut elektrisch isolieren und kann andererseits ausreichend gut
die Wärme von dem PTC-Element zu dem Wärmeleitelement leiten.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung ist das wenigstens eine Isolierelement wenigstens
zweiteilig. Das wenigstens eine Isolierelement kann beispielsweise eine Folie und
eine Platte umfassen. Die Platte weist eine ausreichend große Steifigkeit auf und
ist somit nicht leicht biegbar wie die Folie.
[0028] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt einer Kraftfahrzeugklimaanlage,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt eines Wärmeübertragers der Kraftfahrzeugklimaanlage gemäß Fig.
1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2 in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 4
- einen Querschnitt des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2 in einer zweiten Ausführungsform
und
- Fig. 5
- einen Querschnitt des Wärmeübertragers gemäß Fig. 2 in einer dritten Ausführungsform.
[0029] Fig. 1 zeigt eine Kraftfahrzeugklimaanlage 7. In einem Klimaanlagengehäuse 9 mit
einer Bodenwandung 10 und einer Austrittsöffnung 12 ist ein Gebläse 8, ein Filter
13, ein Kältemittelverdampfer 14 und eine elektrische Heizeinrichtung 15 angeordnet.
Das Klimaanlagengehäuse 9 bildet somit einen Kanal 18 zum Durchleiten der Luft. Wandungen
11 des Klimaanlagengehäuses 9 weisen an der Innenseite eine Oberfläche 19 auf, welche
den Kanal 18 begrenzen. Die Luft für den Innenraum eines Kraftfahrzeuges wird mittels
des Gebläses 8 durch den Filter 13, den Kältemittelverdampfer 14 sowie die elektrische
Heizeinrichtung 15 geleitet.
[0030] Die Kraftfahrzeugklimaanlage 7 ist somit nicht mit einem von Kühlmittel durchströmten
Wärmeaustauscher versehen zum Erwärmen der durch die Kraftfahrzeuganlage 7 geleiteten
Luft. Die durch die Kraftfahrzeugklimaanlage 7 geleitete Luft wird ausschließlich
mittels der elektrischen Heizeinrichtung 15 erwärmt. Die Kraftfahrzeugklimaanlage
7 wird vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug mit ausschließlich elektrischem Antrieb
oder mit einem Hybridantrieb eingesetzt (nicht dargestellt). Um mittels der elektrischen
Heizeinrichtung 15 die notwendige Heizleistung zu erreichen, muss die elektrische
Heizeinrichtung 15 mit Hochspannung, z. B. mit mehr als 50 Volt, betrieben werden.
[0031] In Fig. 2 und 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der als Wärmeübertrager 6 ausgebildeten
elektrischen Heizeinrichtung 15 der Kraftfahrzeugklimaanlage 7 abgebildet. Der Wärmeübertrager
6 umfasst ein plattenförmiges PTC-Element 1 aus Keramik, eine erste Leiterplatte 3
und eine zweite Leiterplatte 4 jeweils als Leiter 20, um elektrischen Strom durch
das PTC-Element 1 leiten zu können. Wellrippen 21 als Wärmeleitelemente 2 leiten die
in dem PTC-Element 1 aufgrund des elektrischen Widerstandes des PTC-Elementes 1 erzeugte
Wärme auf die durch die Kraftfahrzeugklimaanlage 7 geleitete Luft. Die Wärmeleitelemente
2 vergrößern die Oberfläche, welche zur Verfügung steht, um Wärme auf die Luft zu
übertragen. Die beiden Leiterplatten 3, 4 sind dabei auf dem PTC-Element 1 aufgeklebt.
Die Wärmeleitelemente 2 und die Leiter 20 bestehen aus Metall, z. B. aus Aluminium.
Die Leiterplatten 3, 4 weisen zwei Schmalseiten 16 und zwei Breitseiten 17 auf und
sind somit an der ersten Breiteseite 17 mit dem PTC-Element 1 verklebt und an der
zweiten Breitseite 17 mit den als Wellrippen 21 ausgebildeten Wärmeleitelementen 2
verbunden. Die Verbindung zwischen den Wellrippen 21 und den Leiterplatten 3, 4 erfolgt
dabei mittelbar mit einem Isolierelement 5. Das Isolierelement 5 wird dabei als eine
Beschichtung 22 auf der zweiten Breitseite 17 der Leiterplatten 3,4 ausgebildet. Die
Beschichtung 22 besteht aus Kunststoff und wird mittels eines Beschichtungsverfahrens
auf der entsprechenden Breitseite 17 der Leiterplatten 3, 4 aufgebracht. Als Beschichtungsverfahren
wird beispielsweise ein Anodisierungsverfahren oder Wirbelstromsintern verwendet.
Die Wellrippen 21 werden dabei auf das als Beschichtung 22 ausgebildete Isolierelement
5 aufgeklebt, d. h. stoffschlüssig verbunden. In einer weitern nicht dargestellten
Ausgestaltungen können auch Schmalseiten 16 der Leiterplatten 3, 4 beschichtet werden,
so dass auch die Schmalseiten 16 der Leiterplatten 3, 4 mit dem Isolierelement 5 versehen
sind (nicht dargestellt). Der in Fig. 3 dargestellte Wärmeübertrager 6 weist somit
einen Schichtaufbau auf, wobei das PTC-Element 1 mit den beiden Leiterplatten 3, 4
verklebt ist und ebenfalls die Wellrippen 21 mit dem Isolierelement 5 als Beschichtung
22 verklebt sind.
[0032] In Fig. 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel des Wärmeübertragers 6 abgebildet.
Im Nachfolgenden werden nur die Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 3 beschrieben. Das Isolierelement 5 besteht aus Kunststoff und wird mittels Umspritzen
der ersten und zweiten Leiterplatte 3, 4 mit der ersten und zweiten Leiterplatte 3,
4 verbunden. Hierzu wird eine Leiterplatte 3, 4 in ein Spritzgießwerkzeug eingelegt
und anschließend in das Spritzgießwerkzeug, vorzugsweise thermoplastischer, Kunststoff
eingebracht. Das Isolierelement 5 aus Kunststoff ist damit unmittelbar mit der ersten
und zweiten Leiterplatte 3, 4 verbunden. Zur besseren Verbindung des Isolierelementes
5 auf der ersten und zweiten Leiterplatte 3, 4 können auf der ersten oder zweiten
Leiterplatte 3, 4 Haftmittel aufgebracht werden vor dem Einbringen der ersten und
zweiten Leiterplatte 3, 4 in dem Spritzgießwerkzeug. Das Isolierelement 5 deckt dabei
eine Leiterplatte 3, 4 an der zweiten Breitseite 17 vollständig sowie außerdem auch
vollständig beide Schmalseiten 16 der Leiterplatte 3, 4 ab. Zusätzlich wird auch die
erste Breitseite 17 der Leiterplatte 3, 4 teilweise von dem Isolierelement 5 abgedeckt.
Damit liegt eine stoff- und formschlüssige Verbindung zwischen dem Isolierelement
5 und den Leiterplatten 3, 4 vor. Die Leiterplatten 3,4 sind damit nahezu vollständig
von dem Isolierelement 5 abgedeckt, so dass ein besonders guter Schutz vor Stromschlägen
durch das Isolierelement 5 möglich ist. In analoger Weise zu dem ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 ist das PTC-Element 1 mit den beiden Leiterplatten 3, 4 und die Wellrippen
21 mit dem Isolierelement 5 stoffschlüssig mittels Kleben verbunden.
[0033] In Fig. 5 ist ein drittes Ausführungsbeispiel des Wärmeübertragers 6 dargestellt.
Im Nachfolgenden werden nur die Unterschiede zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 3 beschrieben. Das Isolierelement 5 besteht aus Kunststoff. Keramik oder Mineralien,
z. B. MICA, oder einem sonstigen Material mit einer ausreichend guten Wärmeleitfähigkeit,
um die Wärme von dem PTC-Element 1 zu den Wellrippen 21 leiten zu können und andererseits
eine ausreichend gute elektrische Isolation aufweist, um die Wellrippen 21 von den
unter Hochspannung stehenden Leiterplatten 3, 4 elektrisch zu isolieren und dadurch
bei einem Berühren der Wellrippen 21 einen Stromschlag einer Person verhindern zu
können. Die Isolierelemente 5 decken dabei die zweite Breitseite 17 und zwei Schmalseiten
16 der Leiterplatten 3, 4 vollständig ab, so dass die Leiterplatten 3, 4 lediglich
nur in einem kleinen Bereich der ersten Breitseite 17 nicht von dem Isolierelement
5 abgedeckt sind. Der restliche Bereich der ersten Breitseite 17 steht mit dem PTC-Element
1 in Verbindung, so dass der restliche Bereich nicht elektrisch isoliert werden muss.
Das Isolierelement 5 ist im Querschnitt U-förmig und wird lediglich auf die Leiterplatten
3, 4 aufgelegt und stoffschlüssig mittels Kleben verbunden. Das PTC-Element 1 ist
ebenfalls stoffschlüssig mittels Kleben mit den beiden entsprechenden Breitseiten
17 der Leiterplatten 3, 4 verbunden. Auch die Wellrippen 21 sind stoffschlüssig mittels
Kleben mit den beiden Isollerelementen 5 verbunden.
[0034] Insgesamt betrachtet sind mit dem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager 6 und der erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugklimaanlage 7 wesentliche Vorteile verbunden. Der Wärmeübertrager 6 kann
auch mit Hochspannung betrieben werden, ohne dass dabei für Personen Gefahr von der
Hochspannung ausgeht. Die Wellrippen 21 sind dabei mittels eines Isolierelementes
5 elektrisch gegen die Leiter 20 isoliert. In besonders vorteilhafterweise werden
dabei nicht nur die zweite Breitseite 17, sondern auch beide Schmalseiten 16 und teilweise
auch ein Teil der ersten Breitseite 17 der Leiterplatte 3, 4 von dem Isolierelement
5 abgedeckt, so dass die Leiterplatten 3, 4 nahezu vollständig abgedeckt sind und
dadurch nahezu keine Gefahr von den Leiterplatten 3, 4 aufgrund der dort anliegenden
Hochspannung ausgeben kann.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- PTC-Element
- 2
- Wärmeleitelement
- 3
- Erste Leiterplatte
- 4
- Zweite Leiterplatte
- 5
- Isolierelement
- 6
- Wärmeübertrager
- 7
- Kraftfahrzeugklimaanlage
- 8
- Gebläse
- 9
- Klimaanlagengehäuse
- 10
- Bodenwandung
- 11
- Wandung
- 12
- Austrittsöffnung
- 13
- Filter
- 14
- Kältemittelverdampfer
- 15
- Elektrische Heizeinrichtung
- 16
- Schmalseite der Leiterplatte
- 17
- Breitseite der Leiterplatte
- 18
- Kanal
- 19
- Oberfläche
- 20
- Leiter
- 21
- Wellrippe
- 22
- Beschichtung
1. Wärmeübertrager (6), umfassend
- wenigstens ein PTC-Element (1),
- wenigstens zwei mit dem wenigstens einen PTC-Element (1) elektrisch leitend verbundene
Leiter (20), um elektrischen Strom durch das wenigstens eine PTC-Element (1) zu leiten
und dadurch das PTC-Element (1) zu erwärmen und
- wenigstens ein Wärmeleitelement (2) zur Übertragung von Wärme von dem wenigstens
einen PTC-Element (1) auf ein zu erwärmendes Fluid und
- wenigstens ein Mittel zum Verbinden des wenigstens einen PTC-Elements (1), der wenigstens
zwei Leiter (20) und des wenigstens einen Wärmeleitelementes (2) miteinander,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels wenigstens eines elektrischen Isolierelementes (5) wenigstens ein Wärmeleitelement
(2) elektrisch von wenigstens einem Leiter (20) isoliert ist.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das
wenigstens eine Isolierelement (5) zwischen wenigstens einem Leiter (20) und wenigstens
einem Wärmeleitelement (2) angeordnet ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das
wenigstens eine Wärmeleitelement (2) und wenigstens ein Isolierelement (5), insbesondere
ausschließlich, stoff- und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben, miteinander verbunden
sind.
4. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Leiter (20) und wenigstens ein Isolierelement (5), insbesondere ausschließlich,
stoff- und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben, miteinander verbunden sind.
5. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein PTC-Element (1) und wenigstens ein Leiter (20), insbesondere ausschließlich,
stoff- und/oder formschlüssig, z. B. mittels Kleben, miteinander verbunden sind.
6. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Leiter (20) als eine Leiterplatte (3, 4) ausgebildet ist.
7. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Isolierelement (5) den wenigstens einen Leiter (20), insbesondere
die wenigstens eine Leiterplatte (3, 4), an wenigstens zwei Seiten (16, 17), insbesondere
vollständig an wenigstens zwei Seiten (16, 17), abdeckt.
8. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Isolierelement (5) den wenigstens einen Leiter (20), insbesondere
die wenigstens eine Leiterplatte (3, 4), vorzugsweise vollständig, an wenigstens einer
Schmalseite (16) und/oder, vorzugsweise vollständig, an wenigstens einer Breitseite
(17) abdeckt.
9. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Isolierelement (5) Keramik und/oder Kunststoff und/oder ein Mineral,
z. B. MICA, umfasst und/oder das wenigstens eine Isolierelement (5) eine Folie, eine
Platte oder eine Beschichtung (22) ist.
10. Wärmeübertrager nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Isolierelement (5) aus Kunststoff besteht und mittels Umspritzen
wenigstens eines Leiters (20) mit dem wenigstens einen Leiter (20) verbunden ist und/oder
das wenigstens eine Isolierelement (5) mittels eines Beschichtungsverfahrens auf den
wenigstens einen Leiter (20) aufgebracht ist.
11. Kraftfahrzeugklimaanlage,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kraftfahrzeugklimaanlage wenigstens einen Wärmeübertrager (6) gemäß einem oder
mehrerer der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
12. Verfahren zur Herstellung eines Wärmeübertragers (6), insbesondere eines Wärmeübertragers
(6) gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 10, mit den Schritten:
- zur Verfügung stellen wenigstens eines PTC-Elements (1),
- zur Verfügung stellen von wenigstens zwei elektrischen Leitern (20) zum Durchleiten
von elektrischen Strom durch das wenigstens eine PTC-Element (1),
- zur Verfügung stellen wenigstens eines Wärmeleitelements (2) zur Übertragung von
Wärme von dem wenigstens einen PTC-Element (1) auf ein zu erwärmende Fluid,
- Verbinden der wenigstens zwei Leiter (20) mit dem wenigstens einen PTC-Element (1),
- Verbinden des wenigstens einen Wärmeleitelementes (2) mit wenigstens einem Leiter
(20) und/oder wenigstens einem PTC-Element (1),
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Isolierelement (5) zur Verfügung gestellt wird und wenigstens ein Isolierelement
(5) mit wenigstens einem Leiter (20) und/oder wenigstens einem Wärmeleitelement (2)
verbunden wird, um wenigstens ein Wärmeleitelement (2) elektrisch von wenigstens einem
Leiter (20) zu isolieren.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Isolierelement (5) mit wenigstens einem Leiter (20) und/oder wenigstens
einem Wärmeleitelement (2), vorzugsweis ausschließlich, stoff- und/oder formschlüssig,
z. B. mittels Kleben, verbunden wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Isolierelement (5) mittels Beschichten, z. B. ein PVD-Verfahren, ein CVD-Verfahren,
Anstreichen, Spritzlackieren, Tauchemaillieren, Plattieren, Pulverbeschichten oder
Wirbelstromsintem, wenigstens eines Leiters (20) und/oder wenigstens eines Wärmeleitelementes
(2) mit wenigstens einem Leiter (20) und/oder wenigstens einem Wärmeleitelement (2)
verbunden wird.
15. Verfahren nach einem oder mehrerer der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Isolierelement (5) mittels Umspritzen wenigstens eines Leiters (20) und/oder wenigstens
eines Wärmeleitelements (2) mit wenigstens einem Leiter (20) und/oder wenigstens einem
Wärmeleitelement (2) verbunden wird.