Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Akustikvliesstoff gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Stand der Technik
[0002] Aus der
DE 29 47 607 A1 ist ein Akustikvliesstoff mit papierartigem Griff und einem Anteil an Haftmasse von
22 g/m
2 bekannt. Die
US 2006/0046594 A1 offenbart eine Isolationsplatte, welche Baumwollfasern aufweist.
[0003] Akustikvliesstoffe und Lagen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik
bereits bekannt. Diese werden häufig in perforierten, nämlich gelochten oder geschlitzien,
Metalldecken- oder Holzdeckenelementen eingesetzt.
[0004] Hinsichtlich ihres Brandverhaltens wurden derartige Akustikvliesstoffe bzw. Deckenelemente
bisher gemäß DIN 4102-1 mittels einer sog. "Brandschacht-Prüfung" beurteilt. Dabei
war sowohl der Akustikvliesstoff an sich als auch im Verbund mit dem Deckenelement
zu prüfen. Der Markt forderte von dem Verbund aus Deckenelement und Akustikvliesstoff
eine Einstufung in die Brandklasse "A2" ("nichtbrennbar"). Vom Akustikvliesstoff als
solchem war eine Einstufung in die Brandklasse "B1" (= "schwerentflammbar") gefordert.
[0005] Seit Juli 2007 ist eine revidierte, EU-einheitliche Regelung bzgl. Zertifizierung
und Klassifizierung von Unterdecken in Kraft, nämlich die CE-Kennzeichnung. Diese
Regelung stellt Anforderungen an die Deckenelemente, die in der DIN EN 13964 niedergelegt
sind, welche in Bezug auf die Klassifizierung des Brandverhattens auf die DIN EN 13501-1
verweist.
[0006] Die Prüfung des Brandverhaltens erfolgt dabei nicht mehr gemäß der DIN 4102-1 ("Brandschacht-Prüfung"),
sondern gemäß der DIN EN 13823. Diese Norm beschreibt eine sog. "SBI-Prüfung" ("single
burning item"-Prüfung) an einem kompletten Deckenelement-Aufbau und definiert die
gemäß DIN EN 13501-1 klassifizierungsrelevanten Parameter. Im Unterschied zur bisherigen
Prüfung des Brandverhaltens gemäß der DIN 4102-1 zielt die Prüfung gemäß DIN EN 13823
verstärkt auf die Beurteilung der Rauchfreisetzung im Brandfall ab. Die Rauchfreisetzung
wird in der DIN 13501-1 mit strengeren Maßstäben als bisher bewertet.
[0007] Aus dem Stand der Technik bekannte Akustikvliesstoffe neigen zu relativ starker Rauchentwicklung
und verhindern damit eine Klassifizierung von Deckenelementen als "nichtbrennbar"
(Klassifikation "A2 / s1 / d0") gemäß der revidierten Anforderungen der DIN 13501-1.
Diese Klassifizierung wird jedoch insbesondere für Bauten bzw. Gebäudeteile mit erhöhten
Sicherheitsanforderungen, z.B. öffentliche Gebäude, Fluchtwege, etc., gefordert.
[0008] Darüber hinaus soll der Akustikvliesstoff eine hohe akustische Wirksamkeit ausbilden,
nämlich einen Einzahl-Wert α
w von mindestens 0,75 aus einer Schallabsorptionskoeffizient-Messung gemäß EN ISO 354
bzw. Umrechnung nach EN ISO 11654 erzielen.
[0009] Wünschenswert ist des Weiteren eine einfache Verarbeitbarkeit, insbesondere eine
platzsparende Handhabung bzw. automatisierte Einbringung in Deckenelemente. Schließlich
darf der Akustikvliesstoff Hygiene-, Gesundheits- und Umweltaspekte nicht negativ
beeinflußen.
[0010] Es besteht demnach ein erhebliches Bedürfnis des Marktes nach gut verarbeitbaren
Akustikvliesstoffen, die im Verbund mit Deckenelementen die Klassifikation "A2 / s1
/ d0" gemäß der DIN EN 13501-1 erfüllen.
Darstellung der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Akustikvliesstoff zu schaffen,
der nach problemloser Verarbeitung eine möglichst geringe Rauchentwicklung im Brandfall
zeigt.
[0012] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0013] Danach umfasst eine flächige Lage mit einem Flächengewicht von höchstens 45 g/m
2 eine Fasermischung, welche mit einem Anteil von höchstens 30 g/m
2 vorliegt, sowie ein Flammschutzmittel, welches mit einem Anteil von höchstens 10
g/m
2 vorliegt.
[0014] Der Akustikvliesstoff ist gekennzeichnet durch ein Flächengewicht von weniger als
60 g/m
2 und eine Haftmasse, wobei die Haftmasse mit einem Anteil von weniger als 15 g/m
2 vorliegt.
[0015] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass gerade die Kombination aus geschickter Wahl
des gesamten Flächengewichts und einer angepassten Reduzierung des Flammschutzmittels
eine erhebliche Reduzierung der Rauchentwicklung bewirkt. Die Lage eignet sich in
besonderer Weise mit einer Haftmasse versehen zur Anordnung in einem Metalldeckenelement.
[0016] Der Akustikvliesstoff für Metalldecken mit einem Flächengewicht von weniger als 60
g/m
2 weist eine Lage der hier beschriebenen Art und eine Haftmasse auf, wobei die Haftmasse
mit einem Anteil von weniger als 15 g/m
2 vorliegt. Die Haftmasse ermöglicht, den Akustikvliesstoff unter moderater Erwärmung
in einem Metalldeckenelement festzulegen, ohne dabei Bestandteile des Deckenelements,
wie z.B. eine Lackschicht, zu beschädigen. Vor diesem Hintergrund ist denkbar, dass
die Haftmasse aus einem thermoplastischen, weitgehend amorphen Polyester, Copolyesteroder
Copolyamid mit einem Schmelzpunkt unter 100°C besteht.
[0017] Folglich ist die eingangs genannte Aufgabe gelöst.
[0018] Die Imprägniermischung könnte Diammoniumhydrogenphosphat als Flammschutzmittel beinhalten,
welches halogen- sowie schwermetallfrei und damit umweltfreundlich ist. Denkbar ist
jedoch auch die Verwendung von anderen stickstoff-phosphor-basierten Flammschutzmitteln,
z.B. von Ammoniumpolyphosphaten oder von stickstoffhaltigen Phosphonsäuresalzen.
[0019] Die Fasermischung könnte feinfaserige oder fibrillierte zellulosische Komponenten
aufweisen. Diese Komponenten dienen der Abstimmung der akustischen Wirksamkeit der
Lage. Vor diesem Hintergrund ist denkbar, dass die Fasermischung zwei unterschiedliche
Zellstofftypen beinhaltet, die hinsichtlich ihrer Feinheit aufeinander abgestimmt
sind. Denkbar ist jedoch auch die Verwendung von feingemahlenen synthetischen Pulps,
die z.B. aus Viskose-, Polyolefin- oder Aramid-Fasern hergestellt sind.
[0020] Die Fasermischung könnte zudem Fasern aus Glas aufweisen, die mit einem Anteil von
höchstens 10 g/m
2 vorliegen. Dieser Anteil an Fasern aus Glas verleiht der Lage eine hohe strukturelle
Stabilität und einen geringen thermischen Schrumpf. Dies eignet die Lage für eine
automatisierte Einbringung in Deckenelemente. Denkbar ist jedoch auch die Verwendung
von anderen anorganischen Fasern, z.B. Fasern aus Basalt oder Aluminiumoxid. Schließlich
könnten auch Polyester-Fasern eingesetzt werden.
[0021] Die Fasermischung könnte mit einem Binder auf Acrylat-Basis mit einem Anteil von
weniger als 5 g/m
2 vorgebunden sein. Die Vorbindung verleiht der Lage eine ausreichende Stabilität,
um eine Imprägniermischung homogen einzubringen. Vor diesem Hintergrund ist denkbar,
dass die Vorbindung mittels eines formaldehydarmen Acrylat-Binders erfolgt. Hierdurch
werden erhöhte Anforderungen in Bezug auf den Formaldehydgehalt der Lage gemäß DIN
EN 13964 erfüllt (Formaldehyd-Klasse "E1"). Denkbar ist auch eine Vorbindung mit Hilfe
einer Mono- oder Bikomponenten-Bindefaser, z.B. mit einer sog. unverstreckten Polyesterfaser
oder einer PET/PBT- bzw. PET/Copolyester-Bikomponenten-Bindefaser.
[0022] Der Akustikvliesstoff könnte einen Einzahl-Wert α
w von mindestens 0,75 aufweisen, wobei der Einzahl-Wert gemäß einer Schallabsorptionskoeffizient-Messung
nach EN ISO 354 und nach Umrechnung gemäß EN ISO 11654 erhalten ist. Ein solcher Akustikvliesstoff
absorbiert besonders gut Schall.
[0023] Eine Anordnung, die eine Lage oder einen Akustikvliesstoff der hier beschriebenen
Art sowie ein unlackiertes, perforiertes Metalldeckenelement umfasst, könnte bei einer
Messung nach DIN EN 13823 einen SMOGRA-Wert von höchstens 30 m
2/s
2 sowie einen TSP(600s)-Wert von höchstens 50 m
2 zeigen. Eine solche Anordnung eignet sich nicht nur für den Schallschutz, sondern
auch für den Brandschutz in besonderem Maße.
[0024] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung auf
vorteilhafte Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die
nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung der Erfindung
anhand der Zeichnung zu verweisen.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0025] In der Zeichnung zeigt die einzige
- Fig.
- ein Diagramm, welches die durch Prüfung gemäß der DIN EN 13823 ermittelte Rauchentwicklung
eines Deckenelement-Aufbaus mit einem Akustikvliesstoff des Stands der Technik mit
der Rauchentwicklung eines analogen Deckenelement-Aufbaus mit einem erfindungsgemäßen
Akustikvliesstoff vergleicht.
Ausführung der Erfindung
[0026] Die einzige Fig. zeigt ein Diagramm, in welchem ein Deckenelement-Aufbau mit einer
Probe eines Akustikvliesstoffs des Stands der Technik mit einem Deckenelement-Aufbau
mit einer Probe eines erfindungsgemäßen Akustikvliesstoffs verglichen wird. Hierzu
sei Folgendes ausgeführt:
[0027] Die Kurven zur Probe des Stands der Technik sind durch die unterbrochenen Linien
und das Quadratsymbol gekennzeichnet. Die Kurven zur Probe gemäß der Erfindung sind
durch die durchgezogenen Linien und das Kreissymbol gekennzeichnet.
[0028] Dabei repräsentieren die SPR
av-Kurven bzw. die einzelnen SPR
av(t)-Werte ("
Smoke
Production
Rate", linke y-Achse, Einheit [m
2/s]) die aktuelle Rauchentwicklung der Proben zum Zeitpunkt t der Messung (bzw. innerhalb
eines differentiellen Zeitintervalls [t, t-3s]). Ein SPR
av-Wert stellt den Quotienten aus einem Rauchgas-Volumenstrom in [m
3/s] und der Länge in [m] des Lichtwegs durch das Rohr einer photometrischen Meßeinrichtung
dar, daraus resultiert die Einheit [m
2/s].
[0029] Die TSP-Kurven bzw. die einzelnen TSP(t)-Werte ("
Total
Smoke
Production", rechte y-Achse, Einheit [m
2]) repräsentieren die gesamte Rauchentwicklung der Proben bis zum Zeitpunkt t der
Messung. Ein TSP(t)-Wert entspricht der Summe der einzelnen SPR
av(t)-Werte im Zeitintervall vom Beginn der Messung bis zum Zeitpunkt t bzw. korrespondiert
mit der zugehörigen Fläche unter der SPR-Kurve. Ein TSP-Wert stellt das Produkt aus
einer Summe von SPR
av- Werten in [m
2/s] und dem zugehörigen Zeitintervall in [s] dar, daraus resultiert die Einheit [m
2].
[0030] In Bezug auf die gesamte Prüfdauer mit sog. "Vorlauf" und "Nachlauf" werden die SPR
av- bzw. TSP-Werte einer Probe innerhalb des Zeitfensters von 300 s bis 900 s gemessen
bzw. für die Bewertung herangezogen. Daher ist die Zeitachse von 300 s bis 900 s skaliert.
Der Nullpunkt der eigentlichen Messung liegt also bei 300 s bezogen auf die gesamte
Prüfdauer.
[0031] Die TSP(600s)-Werte (
Total
Smoke
Production", Einheit [m
2]) repräsentieren die gesamte Rauchentwicklung der Proben in den ersten 600 s der
Messung. Gemäß obigen Anmerkungen zur Skalierung der Zeitachse entsprechen sie den
per Symbol markierten Punkten auf den TSP-Kurven zum Zeitpunkt t = 900 s in Bezug
auf die Gesamtprüfdauer.
[0032] Die SMOGRA-Werte ("SMOke
GRowth
RAte index", Einheit [m
2/s
2]) repräsentieren die Maxima der Quotienten aus den SPR
av(t)-Werten der Proben und den zugehörigen Zeitpunkten t der Messung. Sie charakterisieren
in gewissem Maße die Anstiege der SPR
av-Kurven zu Beginn der Messung ("Steigungsdreiecke"). Der SMOGRA-Wert stellt den Quotienten
aus einem SPR
av(t)-Wert in [m
2/s] und dem zugehörigen Zeitpunkt t in [s] dar, daraus resultiert die Einheit [m
2/s
2].
[0033] Gemäß DIN EN 13823 ist für die Ermittlung des SMOGRA-Werts ein Quotient aus einem
SPR
av(t)-Wert und zugehörigem Zeitpunkt t der Messung dann per Definition als 0 zu werten,
wenn folgende Randbedingungen erfüllt sind:
- (a) der SPRav(t)-Wert ist kleiner oder gleich 0,1 m2/s, oder
- (b) der zugehörige TSP(t)-Wert ist kleiner oder gleich 6 m2
[0034] Dies bedeutet: Sofern die SPR
av-Kurve nicht über 0,1 m
2/s hinausgeht bzw. falls zeitweise doch sowie in diesem Zeitabschnitt die zugehörigen
TSP(t)-Werte nicht über 6 m
2 liegen, sind alle Quotienten aus SPR
av(t)-Werten und zugehörigen Zeitpunkten t der Messung als 0 zu werten und damit auch
der SMOGRA-Wert per Definition als 0 anzusehen.
[0035] Um jedoch auch raucharme Proben sinnvoll bewerten bzw. vergleichend betrachten zu
können, wurden die SMOGRA-Werte unter Vernachlässigung der Randbedingung (a) ermittelt.
[0036] Um ausschließlich den Einfluß der Proben aus Akustikvliesstoff auf die Rauchentwicklung
bewerten zu können, wurden generell Aufbauten aus Deckenelementen aus perforierten
Stahlblechen ohne Lackierung oder sonstigen rauchrelevanten Bestandteilen gemäß DIN
EN 13823 vermessen. Hierdurch sollen störende Einflüsse durch andere Bestandteile
des Deckenelements, wie z.B. eine Lackschicht, eliminiert werden.
[0037] In Bezug auf das Rauchverhalten sind gemäß DIN EN 13501-1 der SMOGRA-Wert und der
TSP(600s)-Wert als Kenngröße für die Festlegung einer "Rauchklasse" (s1, s2 oder s3)
maßgeblich. Zur Erreichung der anfangs erwähnten "nichtbrennbar"-Klassfikation "A2
/ s1 / d0", welche die "Rauchklasse" s1 beinhaltet und damit die höchsten Anforderungen
an das Rauchverhalten stellt, sind folgende Limits für die obengenannten rauchrelevanten
Kenngrößen einzuhalten: SMOGRA-Wert kleiner oder gleich 30 m
2/s
2 und TSP(600s)-Wert kleiner oder gleich 50 m
2.
[0038] Messungen der hier beschriebenen Art an Deckenelement-Aufbauten belegen, dass eine
Probe des Akustikvliesstoffs gemäß Stand der Technik einen SMOGRA-Wert von ca. 30
m
2/s
2 und einen TSP(600s)-Wert von ca. 40 m
2 liefert. Dies zeigt das Diagramm der einzigen Fig.
[0039] Eine Probe des Akustikvliesstoffs gemäß der Erfindung zeigt dagegen nur einen SMOGRA-Wert
von ca. 15 m
2/s
2 und einen TSP(600s)-Wert von ca. 30 m
2, also einen um ca. 50% reduzierten SMOGRA-Wert und einen um ca. 25% reduzierten TSP(600s)-Wert.
[0040] Referenzmessungen an analogen Deckenelement-Aufbauten ohne Akustikvliesstoff, jedoch
mit einer Lackierung, zeigen, dass marktübliche Lackierungen einen in erster Näherung
additiven Beitrag zum SMOGRA-Wert von bestenfalls ca. 10 m
2/s
2, üblicherweise von ca. 15 - 20 m
2/s
2, und einen Beitrag zum TSP(600s)-Wert von bestenfalls ca. 15 m
2, üblicherweise von ca. 20 - 30 m
2 liefern.
[0041] Damit ergeben sich für marktübliche Deckenelement-Aufbauten mit Lackierung und einem
Akustikvliesstoff gemäß Stand der Technik SMOGRA-Werte von bestenfalls ca. 40 m
2/s
2 bzw. TSP(600s)-Werte von bestenfalls ca. 55 m
2/s
2. Diese hohen Werte verhindern eine "nichtbrennbar"-Klassifikation "A2 / s1 / d0"
gemäß der DIN EN 13501-1.
[0042] Dagegen ergeben sich für Deckenelement-Aufbauten mit einem Akustikvliesstoff gemäß
der Erfindung bei optimaler Ausführung der Lackierung SMOGRA-Werte von nur ca. 25
m
2/s
2 bzw. TSP(600s)-Werte von nur ca. 45 m
2/s
2. Diese Werte ermöglichen eine "nichtbrennbar"-Klassifikation "A2 / s1 / d0" gemäß
DIN EN 13501-1.
Beispiel gemäß Stand der Technik:
[0043] Ein Akustikvliesstoff nach dem Stand der Technik besteht aus einer Lage und einer
Haftmasse. Das Flächengewicht beträgt insgesamt 63 g/m
2. Dabei beträgt das Flächengewicht der Lage 48 g/m
2 und das Flächengewicht der Haftmasse 15 g/m
2.
[0044] Die Lage weist eine Fasermischung aus Fasern aus Zellstoff und Fasern aus Glas auf.
Die Fasermischung trägt mit insgesamt 25 g/m
2 zum Flächengewicht der Lage bei.
[0045] Die Lage weist des Weiteren eine Faservorbindung aus Acrylat-Binder mit einem Flächengewichtsbeitrag
von 4 g/m
2 auf.
[0046] Die Lage weist zudem eine Imprägniermischung mit einem Flammschutzmittel auf, welches
einen Flächengewichtsbeitrag von 14,5 g/m
2 ausmacht. Die Imprägniermischung beinhaltet zudem ein Färbemittel aus Ruß sowie einen
Ethylvinylalkohol-Binder, welche zusammen einen Flächengewichtsbeitrag von 4,5 g/m
2 ausmachen.
[0047] Die Haftmasse besteht aus epsilon - Polycaprolacton.
Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung:
[0048] Ein Akustikvliestoff gemäß der Erfindung besteht aus einer Lage und einer Haftmasse.
Das Flächengewicht beträgt insgesamt 54 g/m
2. Dabei beträgt das Flächengewicht der Lage 42 g/m
2 und das Flächengewicht der Haftmasse 12 g/m
2.
[0049] Die Lage weist eine Fasermischung aus Fasern zweier Zellstofftypen und aus Fasern
aus Glas auf. Die Fasermischung trägt mit insgesamt 26 g/m
2 zum Flächengewicht der Lage bei. Die Fasern aus Zellstoff machen dabei 20 g/m
2 des Flächengewichts der Lage aus, die Glasfasern 6 g/m
2.
[0050] Die Lage weist des Weiteren eine Faservorbindung aus Acrylat-Binder mit einem Flächengewichtsbeitrag
von 4 g/m
2 auf.
[0051] Die Lage weist zudem eine Imprägniermischung mit einem Flammschutzmittel auf, welches
einen Flächengewichtsbeitrag von 7,5 g/m
2 ausmacht. Die Imprägniermischung beinhaltet zudem ein Färbemittel aus Ruß sowie einen
Ethylvinylalkohol-Binder, welche zusammen einen Flächengewichtsbeitrag von 4,5 g/m
2 ausmachen.
[0052] Als Haftmasse wurde epsilon - Polycaprolacton gewählt.
[0053] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Lehre wird einerseits auf den allgemeinen Teil der Beschreibung und andererseits auf
die Patentansprüche verwiesen.
[0054] Abschließend sei ganz besonders hervorgehoben, dass das zuvor rein willkürlich ausgewählte
Ausführungsbeispiel lediglich zur Erörterung der erfindungsgemäßen Lehre dient, diese
jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel einschränkt.
1. Akustikvliesstoff für Metalldecken, umfassend eine Lage zur Verwendung in einem Deckenelement,
mit einem Flächengewicht von höchstens 45 g/m2, umfassend eine Fasermischung, die mit einem Anteil von höchstens 30 g/m2 vorliegt und einem Flammschutzmittel, welches mit einem Anteil von höchstens 10 g/m2 vorliegt, gekennzeichnet durch ein Flächengewicht von weniger als 60 g/m2 und eine Haftmasse, wobei die Haftmasse mit einem Anteil von weniger als 15 g/m2 vorliegt.
2. Akustikvliesstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flammschutzmittel aus Diammoniumhydrogenphosphat besteht.
3. Akustikvliesstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasermischung Fasern aus Zellulose aufweist.
4. Akustikvliesstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasermischung Fasern aus zwei unterschiedlichen Zellstofftypen aufweist.
5. Akustikvliesstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasermischung Fasern aus Glas aufweist, die mit einem Anteil von höchstens 10
g/m2 vorliegen.
6. Akustikvliesstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Binder auf Acrylat-Basis mit einem Anteil von weniger als 5 g/m2 vorliegt.
7. Akustikvliesstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen Einzahl-Wert αw von mindestens 0,75, wobei der Einzahl-Wert aus Messung nach EN ISO 354 und Umrechnung
gemäß EN ISO 11654 erhalten ist.
8. Anordnung, umfassend einen Akustikvliesstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und
ein unlackiertes, perforiertes Metalldeckenelement, die bei einer Messung nach DIN
EN 13823 einen SMOGRA-Wert von höchstens 30 m2/s2 sowie einen TSP(600s)-Wert von höchstens 50 m2 zeigt.
1. Acoustical nonwoven for metal ceilings, comprising a ply for use in a ceiling element,
having a basis weight of not more than 45 g/m2, comprising a fiber blend in a proportion of not more than 30 g/m2 and a flame retardant in a proportion of not more than 10 g/m2, characterized by a basis weight of less than 60 g/m2 and an adhesive material, wherein the adhesive material is in a proportion of less
than 15 g/m2.
2. Acoustical nonwoven according to Claim 1, characterized in that the flame retardant consists of diammonium hydrogenphosphate.
3. Acoustical nonwoven according to Claim 1 or 2, characterized in that the fiber blend includes cellulosic fibers.
4. Acoustical nonwoven according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the fiber blend includes fibers of two different types of cellulosic pulp.
5. Acoustical nonwoven according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the fiber blend includes glass fibers in a proportion of not more than 10 g/m2.
6. Acoustical nonwoven according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that an acrylate-based binder is present in a proportion of less than 5 g/m2.
7. Acoustical nonwoven according to any one of Claims 1 to 6, characterized by a weighted sound absorption coefficient αw of at least 0.75, the weighted sound absorption coefficient being obtained from measurement
in accordance with EN ISO 354 and conversion in accordance with EN ISO 11654.
8. Assembly comprising an acoustical nonwoven according to any one of Claims 1 to 7 and
an uncoated perforated metal ceiling element and exhibiting in a measurement in accordance
with DIN EN 13823 a SMOGRA value of not more than 30 m2/s2 and also a TSP(600s) value of not more than 50 m2.
1. Non-tissé acoustique pour planchers métalliques, comprenant une couche destinée à
être utilisée dans un élément de plancher, ayant un poids superficiel d'au plus 45
g/m2, comprenant un mélange de fibres, qui est présent en une proportion d'au plus 30
g/m2, et un agent ignifuge, qui est présent en une proportion d'au plus 10 g/m2, caractérisé par un poids superficiel inférieur à 60 g/m2 et une masse adhésive, la masse adhésive étant présente en une proportion inférieure
à 15 g/m2.
2. Non-tissé acoustique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent ignifuge est constitué d'hydrogénophosphate de diammonium.
3. Non-tissé acoustique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mélange de fibres comprend des fibres de cellulose.
4. Non-tissé acoustique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le mélange de fibres comprend des fibres de deux types différents de pâte à papier.
5. Non-tissé acoustique selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le mélange de fibres comprend des fibres de verre, qui sont présentes en une proportion
d'au plus 10 g/m2.
6. Non-tissé acoustique selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un liant à base d'acrylate est présent en une proportion inférieure à 5 g/m2.
7. Non-tissé acoustique selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par un indice unique αw d'au moins 0,75, l'indice unique étant obtenu par mesure selon EN ISO 354 et conversion
selon EN ISO 11654.
8. Agencement, comprenant un non-tissé acoustique selon l'une quelconque des revendications
1 à 7 et un élément de plancher métallique perforé non laqué, qui présente lors d'une
mesure selon DIN EN 13823 une valeur SMOGRA d'au plus 30 m2/s2 et une valeur TSP(600 s) d'au plus 50 m2.