| (19) |
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(11) |
EP 2 191 090 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.12.2014 Patentblatt 2014/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.08.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/006452 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/024264 (26.02.2009 Gazette 2009/09) |
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| (54) |
Tür- oder Fenster-Rahmenbaugruppe aus Kunststoff-Extrudat und faserverstärktem Co-Extrudat
Door or window frame assembly made of extruded plastic and fibre-reinforced coextrudate
Module d'encadrement pour fenêtre ou porte en plastique extrudé et en plastique coextrudé
et renforcé par des fibres
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA MK RS |
| (30) |
Priorität: |
17.08.2007 DE 102007039009
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.2010 Patentblatt 2010/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Rehau AG + Co |
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95111 Rehau (DE) |
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Erfinder: |
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- NEUKIRCHNER, Jörg
91056 Erlangen (DE)
- ECKERT, Stefan
91301 Forchheim (DE)
- TIPPENHAUER, Horst
91080 Marloffstein (DE)
- FISCHER, Markus
90763 Fürth (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 902 148 EP-A- 1 693 546 DE-A1-102005 035 279 DE-U1- 20 302 286
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EP-A- 1 245 775 WO-A-01/06079 DE-U1- 8 111 425
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rahmen-Baugruppe nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 sowie einen Kunststoff-Profilrahmen hierfür.
[0002] Eine Rahmen-Baugruppe der eingangs genannten Art ist bekannt aus der
DE 82 02 221 U1. Eine weitere Rahmen-Baugruppe mit faserverstärkten Profilabschnitten ist bekannt
aus der
DE 203 02 286 U1. Eine Rahmen-Baugruppe mit Armierungskomponenten, die endlose Faserbänder bzw. Faserstränge
enthalten oder als Einleger in Form von Rovings, Matten oder Geflechten ausgeführt
sind, sind bekannt aus der
EP 1 245 775 A2. Aus Fasern aufgebaute Verstärkungseinleger sind ebenfalls bekannt aus der
EP 0 902 148 A2, der
EP 1 693 546 A1 und der
WO 01/06079 A1.
[0003] Darüber hinaus beschreibt die
DE 81 11 425 U1 extrudierte Kunststoff-Hohlprofilleisten für Fensterrahmen, die mit dem Kunststoff
der Profilwände stoffschlüssig verbundene Verstärkungsbänder aufweisen, wobei die
Verstärkungsbänder kunstharzgebundene Glasfaserbänder mit einem thermoplastischen
oder einem thermoplastische Eigenschaften aufweisenden duroplastischen Kunstharz als
Bindemittel sind.
[0004] Die bekannten, faserverstärkten Rahmen-Baugruppen sind entweder für die Massenproduktion
nicht geeignet oder erfordern einen recht hohen Materialeinsatz an faserverstärktem
Kunststoffmaterial.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rahmen-Baugruppe der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass sie mit Massenproduktionstechniken bei möglichst
geringem Einsatz faserverstärkten Kunststoffmaterials hergestellt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Rahmen-Baugruppe mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass es ausreicht, die Hohlräume der Rahmenprofile
nur zum Teil mit faserverstärkten Armierungskomponenten zu begrenzen, ohne dass in
der Praxis relevante Steifigkeitseinbußen im Vergleich zu Profilauslegungen eintreten,
bei denen die Hohlräume komplett von faserverstärktem Material begrenzt sind. Hieraus
resultiert ein im Vergleich zum Stand der Technik deutlich reduzierter Einsatz an
faserverstärktem Material.
[0008] Der erfindungsgemäße Ansatz, die Hohlräume nur zum Teil durch faserverstärktes Material
zu begrenzen, begünstigt zudem die Auslegung von Extrusionswerkzeugen zur Koextrusion
derartiger Rahmenprofile, da keine geschlossenen Profile einerseits aus unverstärktem
und andererseits aus verstärktem Material extrudiert werden müssen. Dadurch, dass
die Armierungskomponenten, dort wo sie die inneren Hohlräume begrenzen, freiliegend
ausgeführt sind, kann für den Aufbau der Rahmenprofile der Rahmen-Baugruppe Material
gespart werden. In der Regel ist es nämlich so, dass die Armierungskomponenten zu
den Sichtseiten der Rahmenprofile mit unverstärktem Kunststoffmaterial einer gewissen
Schichtdicke abzudecken sind, um eine gefällige Oberflächengestaltung der Sichtwände
der Rahmenprofile zu gewährleisten. Beim erfindungsgemäßen Aufbau ist die Wandstärke
einer Kammerwand eines Rahmenprofils gegeben durch die erforderliche Stärke der Armierungskomponente
einerseits und zudem durch die erforderliche Stärke einer sichtseitigen Beschichtung
mit unverstärktem Kunststoffmaterial andererseits. Auf der den inneren Hohlräumen
zugewandten Seite der Armierungskomponenten wird nicht unnötig weiteres unverstärktes
Kunststoffmaterial eingesetzt. Die praktisch beliebige Querschnittsaufteilung der
armierten Rahmenprofile einerseits mit faserverstärkten Wandabschnitten und andererseits
mit unverstärkten Wandabschnitten wird durch die Koextrusions-Herstellung ermöglicht.
Hierbei liegen die Armierungskomponente als fließfähiges Extrudat und auch die unverstärkte
Kunststoffkomponente als fließfähiges Extrudat vor. Als Armierungskomponenten werden
also keine vorgefertigten Einleger verwendet, die hinsichtlich der Bandbreite vorhandener
Querschnittsformen in aller Regel auf plattenförmige oder bandförmige Einleger beschränkt
sind. Auch auf die aufwendige Herstellung einer Endlos-Faserarmierung, wie bei der
EP 1 245 775 A2, die zudem eine vollständige Umhüllung der Armierungskomponente mit unverstärktem
Kunststoffmaterial erfordert, kann verzichtet werden.
[0009] Eine Außenwandverstärkung nach Anspruch 2 verbessert die Festigkeit der Rahmen-Baugruppe
in Bezug auf Windlast.
[0010] Eine Innenwandverstärkung nach Anspruch 3 versteift die Rahmen-Baugruppe gegen von
innen her wirkende Kräfte. Bevorzugt ist es, wenn ein Profilrahmen gleichzeitig eine
Außenwand- und eine Innenwand-Verstärkung aufweist, da dann insbesondere eine Symmetrie
des thermischen Ausdehnungsverhaltens des Rahmenprofils erreicht wird. Bei den Ausführungen
nach den Ansprüchen 2 und 3 ist zudem ein erwünscht großer Abstand zwischen den Armierungskomponenten
und dem Schwerpunkt des Profils gegeben.
[0011] Eine verstärkte Beschlagfalz-Wand nach Anspruch 4 versteift den Profilrahmen dort,
wo er durch den Einbau von Beschlägen zusätzliche Kräfte aufnehmen muss.
[0012] Ein U-förmiger Querschnitt nach Anspruch 5 verleiht dem Rahmenprofil besondere Stabilität.
Die U-förmige Grundkontur kann das gesamte Rahmenprofil einschließen, sich also beispielsweise
über Innenwand, Außenwand und Beschlagfalz-Wand erstrecken. Alternativ kann die U-förmige
Grundkontur auch nur in einem Teilabschnitt einer Profilwand ausgeführt sein.
[0013] Eine verstärkte innere Wand, also den Profilrahmen randseitig nicht begrenzende Wand,
nach Anspruch 6 verleiht dem Rahmenprofil dort Stabilität, wo dies beispielsweise
aufgrund von statischen Berechnungen besonders erforderlich ist.
[0014] Eine verstärkte Befestigungswand nach Anspruch 7 ermöglicht eine gute Aufnahme von
Befestigungskräften durch die Rahmen-Baugruppe.
[0015] Eine verstärkte Dichtaufnahme nach Anspruch 8 verhindert eine unerwünschte Deformation
einer Dichtaufnahme.
[0016] Eine gebogene oder gewinkelte Form mindestens einer Armierungskomponente nach Anspruch
9 erhöht die stabilisierende Wirkung der Armierungskomponente. Eine geforderte absolute
Stabilität vorausgesetzt, kann mit einem verringerten Querschnittsanteil an faserenthaltendem
Kunststoff-Extrudat zur Herstellung der Armierungskomponente gearbeitet werden.
[0017] Faserlängen nach Anspruch 10 haben sich zur Bereitstellung einer koextrudierbaren
faserverstärkten Kunststoffkomponente, die nach dem Aushärten zu einer stabilen Armierungskomponente
führt, als besonders geeignet herausgestellt.
[0018] Die Vorteile der entsprechenden Kunststoff-Profilrahmen sowie des entsprechenden
Rahmenprofils entsprechen denen, die vorstehend in Bezug auf die Rahmen-Baugruppe
nach den Ansprüchen 1 bis 10 erläutert wurden.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch ein Flügelrahmenprofil und ein Blendrahmenprofil einer Rahmen-Baugruppe
für ein zu rahmendes Flächentragelement mit Armierungskomponenten aus faserverstärktem
Kunststoff;
- Fig. 2 bis 5
- in einer zu Fig. 1 ähnlichen Darstellung weitere Ausführungen von Armierungskomponenten
aus faserverstärktem Kunststoff für Flügel- und Blendrahmenprofile.
[0020] Bei den Querschnittsdarstellungen der Fig. 1 bis 5 sind faserverstärkte Armierungskomponenten
bzw. Armierungswände gegenüber den sonstigen, unverstärkten Profilabschnitten mit
stärkerer Schraffur hervorgehoben.
[0021] Fig. 1 zeigt im Querschnitt Profilelemente für eine Rahmen-Baugruppe zum Rahmen eines
Flächentragelements, insbesondere eines Fensters oder einer Tür. Zu der Rahmen-Baugruppe
gehören als umlaufende Kunststoff-Profilrahmen ein Flügelrahmenprofil 1 sowie ein
Blendrahmenprofil 2. In einem Falzgrund 3 des Flügelrahmenprofils 1 wird ein Randbereich
des nicht dargestellten Flächentragelements, zum Beispiel der Randbereich einer Doppelverglasung
mit zwei Glasscheiben, aufgenommen. Der Falzgrund 3 stellt einen Aufnahmeabschnitt
für den umlaufenden Randabschnitt des Flächentragelements dar.
[0022] Das Flügelrahmenprofil 1 ist als Hohlkammerprofil mit einer Mehrzahl von Hohlkammern
ausgebildet. Der Hohlkammeraufbau ist bei den Profilen nach den Fig. 1 bis 5 jeweils
identisch. Das Flügelrahmenprofil 1 hat eine Außenwand 4, eine Innenwand 5 sowie eine
diese beiden Wände 4, 5 benachbart zum Blendrahmenprofil 2 miteinander verbindende
Beschlagfalz-Wand 6. In die Außenwand 4 ist eine Außen-Armierungskomponente 7 des
Flügelrahmenprofils 1 eingebettet. Die Außen-Armierungskomponente 7 wirkt insbesondere
bei einem Windsog, also bei einer Kraftrichtung auf die Rahmen-Baugruppe in der Fig.
1 von rechts nach links, aussteifend. Diese Außen-Armierungskomponente 7 folgt dem
kompletten Verlauf der Außenwand 4. Zur Außenseite des Flügelrahmenprofils 1 hin ist
die Außen-Armierungskomponente 7 abgedeckt von einer Außen-Decklage 8 aus nicht-faserverstärktem
Kunststoff. Die Außen-Armierungskomponente 7 stellt eine Begrenzungswand von insgesamt
drei inneren Hohlräumen 9, 10, 11 des Flügelrahmenprofils 1 dar. Die Außen-Armierungskomponente
7 begrenzt die Hohlräume 9 bis 11 zusammen mit unverstärkten, also nicht faserverstärkten
Begrenzungswänden 12 des Flügelrahmenprofils 1. Auch eine Falzgrundwand 13 stellt
eine derartige unverstärkte Begrenzungswand dar.
[0023] Dort, wo die Außen-Armierungskomponente 7 die Hohlräume 9 bis 11 begrenzt, liegt
sie, von den Hohlräumen 9 bis 11 her gesehen, offenliegend vor, ist also nicht mit
unverstärktem Kunststoffmaterial beschichtet, sondern liegt frei. Derart frei liegt
nicht nur die Außen-Armierungskomponente 7, sondern liegen auch alle anderen nachfolgend
noch beschriebenen Armierungskomponenten der Ausführungsbeispiele, soweit diese Hohlräume
begrenzen.
[0024] In die Innenwand 5 eingebettet ist eine abschnittsweise gebogen ausgeführte Innen-Armierungskomponente
14 des Flügelrahmenprofils 1. Die Innen-Armierungskomponente 14 wirkt insbesondere
bei Winddruck, also bei einer in der Fig. 1 von links nach rechts verlaufenden Kraftrichtung,
aussteifend. Die Innen-Armierungskomponente 14 folgt dabei im Wesentlichen der Innenwand
5. Zur Innenseite des Flügelrahmenprofils 1 hin abgedeckt ist die Innen-Armierungskomponente
14 durch eine Innen-Decklage 15 aus nicht-faserverstärktem Kunststoff.
Die Innen-Armierungskomponente 14 stellt für innenseitige Hohlräume 16, 17 und 18
des Flügelrahmenprofils 1 eine Begrenzungswand dar. Diese Hohlräume 16 bis 18 werden
zusätzlich von den unverstärkten Begrenzungswänden 12 begrenzt.
[0025] In die Beschlagfalz-Wand 6 ist eine Beschlagfalz-Armierungskomponente 19 eingebettet.
Diese folgt dem gesamten Verlauf der Beschlagfalz-Wand 6. Zum Beschlagfalz hin, also
hin zum Blendrahmenprofil 2, ist die Beschlagfalz-Armierungskomponente 19 abgedeckt
von einer Beschlagfalz-Decklage 20 aus nicht-faserverstärktem Kunststoff.
[0026] Die Beschlagfalz-Armierungskomponente 19 stellt eine Begrenzungswand für die Hohlräume
11, 17 und 18 sowie zusätzlich für Hohlräume 21, 22 und 23 des Flügelrahmenprofils
1 dar. Der Hohlraum 22 stellt einen zentralen Hohlraum des Flügelrahmenprofils 1 dar.
Zusätzlich werden auch die Hohlräume 21 bis 23 von den unverstärkten Begrenzungswänden
12 begrenzt.
[0027] Die drei Armierungskomponenten 7, 14 und 19 ergänzen sich zu einer Gesamt-Armierungskomponente
24 des Flügelrahmenprofils 1, die eine im in der Fig. 1 dargestellten Querschnitt
im Wesentlichen U-förmige Grundkontur hat. Die Beschlagfalz-Armierungskomponente 19
bildet dabei den Grundschenkel des U und die Innen-Armierungskomponente 14 und die
Außen-Armierungskomponente 7 bilden die seitlichen Schenkel des U.
[0028] Im dargestellten Querschnitt sind die Beschlagfalz-Armierungskomponente 19 und auch
die Gesamt-Armierungskomponente 24 abschnittsweise abgewinkelt und zusätzlich abschnittsweise
gebogen. Diese dreidimensionale, also nicht plane Gestaltung der Beschlagfalz-Armierungskomponente
19 und der Gesamt-Armierungskomponente 24 erhöht deren Stabilität.
In eine Außenwand 25 des Blendrahmenprofils 2 ist eine Außen-Armierungskomponente
26 des Blendrahmenprofils 2 eingebettet. Die Außen-Armierungskomponente 26 folgt dem
gesamten Verlauf der Außenwand 25. Nach außen hin ist die Außen-Armierungskomponente
26 von einer Außen-Decklage 27 aus unverstärktem Kunststoff abgedeckt. Die Außen-Armierungskomponente
26 bildet eine Begrenzungswand für äußere Hohlräume 28, 29, 30 des Blendrahmenprofils
2. Dort, wo die Außen-Armierungskomponente 26 den Hohlraum 28 innen begrenzt, liegt
die Außen-Armierungskomponente abgeknickt vor. Dies erhöht die Stabilität der Außen-Armierungskomponente
26. Die Hohlräume 28 bis 30 werden zusätzlich von unverstärkten Begrenzungswänden
31 begrenzt. Auch eine Beschlagfalz-Wand 32 und eine zum Beispiel einem nicht dargestellten,
tragenden Mauerwerk zugewandte Befestigungswand 33 des Blendrahmenprofils 2 stellen
derartige unverstärkte Begrenzungswände dar.
[0029] In eine Innenwand 34 des Blendrahmenprofils 2 ist eine Innen-Armierungskomponente
35 eingebettet. Nach innen hin wird die Innen-Armierungskomponente 35 von einer Innen-Decklage
36 aus unverstärktem Kunststoff abgedeckt. Die Innen-Armierungskomponente 35 stellt
eine Begrenzungswand für innere Hohlräume 37, 38 des Blendrahmenprofils 2 dar. Zusätzlich
werden die Hohlräume 37, 38 von den unverstärkten Begrenzungswänden 31, 32 und 33
begrenzt.
[0030] Alle Armierungskomponenten 7, 14, 19, 26 und 35 der Rahmen-Baugruppe nach Fig.1 sind
aus faserverstärktem Kunststoff.
[0031] Fig. 2 bis 5 zeigen weitere Ausführungen von Flügel- und Blendrahmenprofilen mit
faserverstärkten Armierungskomponenten. Einzelheiten, die denjenigen entsprechen,
die vorstehend schon unter Bezugnahme auf die Ausführung nach Fig. 1 erläutert wurden,
tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert.
[0032] Das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 2 hat insgesamt vier innere Armierungskomponenten
39, 40, 41, 42, die in der Fig. 2 von links nach rechts, also von außen nach innen,
durchnummeriert sind.
[0033] Die innere Armierungskomponente 39 verläuft beabstandet zur bei der Ausführung nach
Fig. 2 unverstärkten Außenwand 4. Die innere Armierungskomponente 39 stellt eine Begrenzungswand
für die Hohlräume 9, 10, 11 und 21 dar. Diese Hohlräume 9, 10, 11, 21 werden bei der
Ausführung nach Fig. 2 zusätzlich begrenzt von der unverstärkten Außenwand 4, den
unverstärkten Begrenzungswänden 12 sowie von der unverstärkten Falzgrundwand 13 und
der im Falle der Ausführung nach Fig. 2 unverstärkten Beschlagfalz-Wand 6.
[0034] Die innere Armierungskomponente 40 verläuft beabstandet zur inneren Armierungskomponente
parallel zur Außenwand 4 zwischen der Falzgrundwand 13 und der Beschlagfalz-Wand 6.
Die innere Armierungskomponente 40 stellt eine Begrenzungswand für die Hohlräume 21
und 22 dar. Der Hohlraum 22 wird zudem begrenzt durch die unverstärkte Falzgrundwand
13, die unverstärkte Beschlagfalz-Wand 6 sowie die innere Armierungskomponente 41.
Die innere Armierungskomponente 40 weist zwei beabstandete Rippen auf, liegt im Bereich
dieser Rippen also abschnittsweise abgewinkelt vor, was die Stabilität der inneren
Armierungskomponente 40 erhöht. Auch die innere Armierungskomponente 41 weist eine
derartige, ihre Stabilität erhöhende Rippe auf.
[0035] Die innere Armierungskomponente 41 verläuft parallel zur inneren Armierungskomponente
40 ebenfalls zwischen der Falzgrundwand 13 und der Beschlagfalz-Wand 6 und begrenzt
zusätzlich den Hohlraum 23. Dieser wird weiterhin begrenzt durch die unverstärkte
Falzgrundwand 13, durch die unverstärkte Begrenzungswand 12 sowie durch die unverstärkte
Beschlagfalz-Wand 6 und schließlich durch die innere Armierungskomponente 42.
[0036] Letztere verläuft parallel und beabstandet zur im Falle der Ausführung nach Fig.
2 unverstärkten Innenwand 5. Die innere Armierungskomponente 42 begrenzt neben dem
Hohlraum 23 noch den Hohlraum 16. Letzterer wird zudem begrenzt von der unverstärkten
Innenwand 5, der unverstärkten Falzgrundwand 13 sowie der unverstärkten Begrenzungswand
12.
[0037] Das Blendrahmenprofil 2 nach Fig. 2 weist ebenfalls vier innere Armierungskomponenten
43, 44, 45, 46 auf, die in der Fig. 2 ebenfalls von außen nach innen durchnummeriert
sind.
[0038] Die innere Armierungskomponente 43 verläuft abknickend beabstandet zur im Falle der
Ausführung nach Fig. 2 unverstärkt ausgeführten Außenwand 25. Die innere Armierungskomponente
43 begrenzt die Hohlräume 29, 30 sowie einen weiteren Hohlraum 47 des Blendrahmenprofils
2. Die Hohlräume 29 und 30 werden zusätzlich begrenzt von den unverstärkten Begrenzungswänden
31 sowie von der unverstärkten Außenwand 25. Der Hohlraum 47 wird zusätzlich begrenzt
von der Beschlagfalz-Wand 32, der Befestigungswand 33 sowie von der inneren Armierungskomponente
44.
[0039] Letztere verläuft beabstandet zur inneren Armierungskomponente 43 ebenfalls zwischen
der Beschlagfalz-Wand 32 und der Befestigungswand 33. Neben dem Hohlraum 47 begrenzt
die innere Armierungskomponente 44 noch einen zentralen Hohlraum 48 des Blendrahmenprofils
2. Letzterer wird zusätzlich begrenzt von der unverstärkten Beschlagfalz-Wand 32,
der unverstärkten Befestigungswand 33 sowie von der inneren Armierungskomponente 45.
[0040] Letztere verläuft beabstandet zur im Falle der Ausführung nach Fig. 2 unverstärkten
Innenwand 34 zwischen der Beschlagfalz-Wand 32 und der Befestigungswand 33. Die innere
Armierungskomponente 45 weist wiederum eine stabilitätserhöhende Rippe auf. Die innere
Armierungskomponente 45 begrenzt neben dem Hohlraum 48 noch weitere Hohlräume 49 und
50. Letztere werden zusätzlich begrenzt von der unverstärkten Begrenzungswand 31,
der unverstärkten Beschlagfalz-Wand 32 und der unverstärkten Befestigungswand 33 sowie
von der inneren Armierungskomponente 46.
[0041] Diese verläuft zwischen der inneren Armierungskomponente 45 und der Innenwand 34
parallel zu diesen beiden Wänden. Die innere Armierungskomponente 46 begrenzt die
Hohlräume 37, 38, 49 und 50. Die Hohlräume 37 und 38 werden zusätzlich begrenzt von
der unverstärkten Begrenzungswand 31, der unverstärkten Beschlagfalz-Wand 32, der
unverstärkten Befestigungswand 33 sowie von der unverstärkten Innenwand 34.
[0042] Die Armierungskomponenten 43 bis 46 einerseits und 47 bis 50 andererseits verlaufen
im Wesentlichen parallel zueinander und sind nicht miteinander verbunden. Die inneren
Armierungskomponenten 39 und 46 kreuzen sich mit den unverstärkten Begrenzungswänden
12 bzw. 31. Die inneren Armierungskomponenten 43 und 45 bilden mit den inneren unverstärkten
Begrenzungswänden 31 eine T-Konfiguration. Die inneren Armierungskomponenten 40, 41,
42 und 44 stellen frei zwischen Begrenzungswänden der Rahmenprofile 1, 2 verlaufende
Armierungswände dar.
[0043] Bei der Ausführung nach Fig. 3 hat das Flügelrahmenprofil die inneren Armierungskomponenten
39, 41 und 42. Zusätzlich hat das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 3 eine innere Armierungskomponente
51, die im Wesentlichen senkrecht zur inneren Armierungskomponente 39 verläuft und
letztere kreuzt. Die innere Armierungskomponente 51 begrenzt die Hohlräume 9, 10,
11 und 21. Gemeinsam mit der inneren Armierungskomponente 39 bildet die innere Armierungskomponente
51 eine im Querschnitt kreuzförmige Struktur, sodass hierdurch eine gesamte Armierungskomponente
39, 51 resultiert, die abschnittsweise abgewinkelt mit dreidimensionaler, also nicht
planer Gestalt vorliegt.
[0044] Weiterhin hat das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 3 noch zwei weitere innere Armierungskomponenten
52 und 53. Die innere Armierungskomponente 52 begrenzt die Hohlräume 16, 17 und 23
und verläuft unterhalb der inneren Armierungskomponenten 41, 42 und senkrecht zu diesen,
wobei sie einerseits die beiden inneren Armierungskomponenten 41 und 42 und andererseits
die unverstärkte Beschlagfalz-Wand 6 und die unverstärkte Innenwand 5 miteinander
verbindet. Hierdurch wird eine Gesamt-Armierungskomponente 41, 42, 52 gebildet, die
eine die Stabilität erhöhende dreidimensionale Gestalt hat, also abschnittsweise abgewinkelt
vorliegt. Die innere Armierungskomponente 53 begrenzt die Hohlräume 17 und 18. Die
innere Armierungskomponente 53 verläuft frei zwischen der Beschlagfalz-Wand 6 und
der Innenwand 5.
[0045] Das Blendrahmenprofil 2 nach Fig. 3 hat zusätzlich zu den inneren Armierungskomponenten
43 bis 46 noch weitere, hierzu im Wesentlichen senkrecht verlaufende innere Armierungskomponenten
54 bis 56. Die innere Armierungskomponente 54 verläuft frei zwischen der Außenwand
25 und der Beschlagfalz-Wand 32 und begrenzt die Hohlräume 28 und 29. Die innere Armierungskomponente
55 verläuft zwischen der Außenwand 25 und der inneren Armierungskomponente 43 und
begrenzt die Hohlräume 29 und 30.
[0046] Die innere Armierungskomponente 55 bildet gemeinsam mit der inneren Armierungskomponente
43 eine Gesamt-Armierungskomponente 43, 55, die eine dreidimensionale Gesamtstruktur
hat, also nicht plan vorliegt und damit abschnittsweise abgewinkelt ausgeführt ist.
Die innere Armierungskomponente 56 verläuft zwischen der unverstärkten Innenwand 34
und der inneren Armierungskomponente 45 und kreuzt die innere Armierungskomponente
46. Die inneren Armierungskomponenten 45, 46, 56 bilden eine gemeinsame Gesamt-Armierungskomponente,
die eine stabilitätserhöhende dreidimensionale Gestalt hat und abschnittsweise abgewinkelt
vorliegt. Die innere Armierungskomponente 56 begrenzt die Hohlräume 37, 38, 49 und
50.
[0047] Bei der Ausführung des Flügelrahmenprofils 1 nach Fig. 4 ist eine Falzgrundwand-Armierungskomponente
57 in die Falzgrundwand 13 eingebettet. Die Falzgrundwand-Armierungskomponente 57
folgt abschnittsweise bogenförmig im Wesentlichen dem Verlauf der Falzgrundwand 13.
Zum Falzgrund hin ist die Falzgrundwand-Armierungskomponente 57 von einer Falzgrundwand-Decklage
58 abgedeckt. Die Falzgrundwand-Armierungskomponente 57 begrenzt die Hohlräume 9,
21, 22 und 23.
[0048] Weiterhin weist das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 4 die Beschlagfalz-Decklage 20.
Die Beschlagfalz-Decklage 20 begrenzt bei der Ausführung nach Fig. 4 die Hohlräume
11, 21, 22, 23, 17 und 18. Die beiden Armierungskomponenten 19 und 57 des Flügelrahmenprofils
1 nach Fig. 4 sind nicht miteinander verbunden.
[0049] Das Blendrahmenprofil 2 hat bei der Ausführung nach Fig. 4 eine Beschlagfalz-Armierungskomponente
59, die in die Beschlagfalz-Wand 32 eingebettet ist. Zum Beschlagfalz hin abgedeckt
wird die Beschlagfalz-Armierungskomponente 59 durch eine Beschlagfalz-Decklage 60
aus unverstärktem Material. Die Beschlagfalz-Armierungskomponente 59 folgt dem Verlauf
des Bodens der Beschlagfalz-Wand 32. Die Beschlagfalz-Armierungskomponente 59 begrenzt
die Hohlräume 47, 48 und 49.
[0050] Weiterhin hat das Blendrahmenprofil 2 nach Fig. 4 eine Befestigungswand-Armierungskomponente
61, die dem Verlauf der Befestigungswand 33 folgt. In Fig. 4 nach unten, also beispielsweise
zum Mauerwerk hin, wird die Befestigungswand-Armierungskomponente 61 von einer Befestigungswand-Decklage
62 aus unverstärktem Material abgedeckt. Die Befestigungswand-Armierungskomponente
61 begrenzt die Hohlräume 30, 47, 48, 50 und 38.
[0051] Das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 5 hat eine im Querschnitt gebogen ausgeführte
Dichtaufnahme-Armierungskomponente 63 im Bereich einer Rastaufnahme 64 für eine Dichtlippe
65 des Flügelrahmenprofils 1. Zur Rastaufnahme 64 hin wird die Dichtaufnahme-Armierungskomponente
63 abgedeckt durch eine Dichtaufnahme-Decklage 66. Die Dichtaufnahme-Armierungskomponente
63 begrenzt den Hohlraum 9.
[0052] Weiterhin hat das Flügelrahmenprofil 1 eine Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente
67, die in einen Nutabschnitt 68 der Beschlagfalzwand 6 einbettet ist. Die Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente
67 ist im Querschnitt U-förmig gebogen ausgeführt und hat zwei stabilitätserhöhende
Rippen. Zum Beschlagfalz hin deckt eine Nutabschnitt-Decklage 69 die Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente
67 ab. Die Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente 67 begrenzt den zentralen Hohlraum
22 des Flügelrahmenprofils 1. Die Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente 67 hat
eine im Wesentlichen U-förmige Grundkontur.
[0053] Im Bereich einer weiteren Dichtaufnahme-Decklage 66 für eine weitere Dichtlippe 65
hat das Flügelrahmenprofil 1 nach Fig. 5 eine weitere Dichtaufnahme-Armierungskomponente
63, deren Aufbau dem der vorstehend bereits beschriebenen Dichtaufnahme-Armierungskomponente
63 entspricht. Diese weitere Dichtaufnahme-Armierungskomponente 63 des Flügelrahmenprofils
1 begrenzt den Hohlraum 18.
[0054] Auch das Blendrahmenprofil 2 hat eine Dichtaufnahme-Armierungskomponente 63, deren
Aufbau dem der bereits vorstehend im Zusammenhang mit dem Flügelrahmenprofil 1 beschriebenen
Dichtaufnahme-Armierungskomponente 63 entspricht. Diese Dichtaufnahme-Armierungskomponente
63 des Blendrahmenprofils 2 begrenzt den Hohlraum 28. Weiterhin hat das Blendrahmenprofil
2 nach Fig. 5 eine im Querschnitt gebogen ausgeführte Beschlagsfalzabschnitts-Armierungskomponente
70, die in einen Nutabschnitt 71 der Beschlagfalz-Wand 32 des Blendrahmenprofils 2
eingebettet ist. Zum Beschlagfalz hin ist die Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente
70 durch eine Nutabschnitt-Decklage 72 abgedeckt. Diese Beschlagfalzabschnitts-Armierungskomponente
70 begrenzt die Hohlräume 37 und 49.
[0055] Ferner weist das Blendrahmenprofil 2 nach Fig. 5 noch zwei mit Steg-Armierungskomponenten
73, 74 verstärkte Befestigungsstege 75 auf, die an die Befestigungswand 33 angeformt
sind. Die Befestigungsstege 75 dienen zur Befestigung des Blendrahmenprofils 2 beispielsweise
am Mauerwerk.
[0056] Die Rahmenprofile 1, 2 der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen stellen Koextrudate
aus den jeweiligen Armierungskomponenten und den unverstärkten Begrenzungswänden dar.
Die Fasern werden bei der Extrusion der Armierungskomponenten der im Extruder plastifizierten
Kunststoffmasse vor der Extrusion zugegeben, bilden also zusammen mit der Kunststoff-Matrix
bei der Extrusion der Armierungskomponenten eine fließfähige Kunststoffmasse.
[0057] Die Rahmenprofile 1, 2 sind im Bereich der Armierungskomponenten aus glasfaserverstärktem
und ansonsten aus unverstärktem hochschlagzähem PVC gefertigt.
[0058] Dieses PVC hat einen seine Fließeigenschaften, also insbesondere seine Schmelzviskosität,
beschreibenden K-Wert zwischen 50 und 60. Dieser K-Wert kann in die Grenzviskosität
des PVC mittels folgender Beziehung umgerechnet werden:

[0059] Die Profilelemente haben einen Glasfaseranteil von höchstens 25 Gew.-%, bevorzugt
höchstens 20 Gew.-%, noch mehr bevorzugt höchstens 15 Gew.%, mit einer Länge der einzelnen
Glasfasern zwischen 1 und 3 mm.
[0060] Die Decklagen können auch aus einem anderen faserfreien, hochschlagzähen Kunststoffmaterial
sein, auch beispielsweise aus PBT (Polybutylenterephthalat). Alternativ können die
Decklagen auch aus ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester) oder SB (Styrol-Butadien) sein.
[0061] Alternative Materialien für den faserverstärkten Profilrahmen sind ABS (Acrylnitril/Butadien/Styrol),
ASA (Acrylnitril/Styrol/Acrylester) und SB (Styrol/Butadien). Diese Copolymere eignen
sich gut zur Faserverstärkung und zur Anpassung des Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Profilrahmens an den Wärmeausdehnungskoeffizienten der Glasscheiben einer Isolierverglasung.
[0062] Die Faserverstärkung der faserverstärkten Komponenten des Profilrahmens, also der
Armierungskomponenten von diesem, kann alternativ zu Glasfasern auch durch organische
Fasern auf Polymerbasis, insbesondere aus PAN (Prolyacrylnitril) erfolgen. Mit derartigen
Fasern ist auch ein höherer Faseranteil als 15 oder 20 Gew.-% möglich. Trotz dieses
höheren Faseranteils bleibt eine gute Verschweißbarkeit des Materials erhalten. Bei
den dargestellten Ausführungen der Armierungskomponenten haben die Fasern eine maximale
Länge von 10 mm. Auch Ausführungen mit einer maximalen Faserlänge von 5 mm sind möglich.
1. Rahmen-Baugruppe mit einem mindestens eine Glasscheibe umfassenden Flächentragelement,
mit einem das Flächentragelement stirnseitig umlaufenden Kunststoff-Profilrahmen (1,
2), der zur Verstärkung Armierungskomponenten (7, 14, 19; 26, 35; 39 bis 42; 43 bis
46; 51 bis 53; 54 bis 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70, 73, 74) aus faserverstärktem Kunststoff
aufweist, mit einem Aufnahmeabschnitt (3) für einen umlaufenden Randabschnitt des
Flächentragelements, wobei die Armierungskomponenten (7, 14, 19; 26, 35; 39 bis 42;
43 bis 46; 51 bis 53; 54 bis 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) aus faserverstärktem Kunststoff
Begrenzungswände von inneren Hohlräumen (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29,
30, 37, 38, 47, 48, 49, 50) des Profilrahmens (1, 2) darstellen, die zusammen mit
unverstärkten Begrenzungswänden (4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32, 33, 34) die inneren
Hohlräume (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50)
begrenzen, wobei die Armierungskomponenten (7, 14, 19; 26, 35; 39 bis 42; 43 bis 46;
51 bis 53; 54 bis 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) dort, wo sie die inneren Hohlräume (9,
10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50) begrenzen, zu
den Hohlräumen hin freiliegend ausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilrahmen (1, 2) als Koextrudat aus den Armierungskomponenten (7, 14, 19;
26, 35; 39 bis 42; 43 bis 46; 51 bis 53; 54 bis 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) und den
unverstärkten Begrenzungswänden (4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32, 33, 34) ausgebildet
ist.
2. Rahmen-Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (7; 26) aus faserverstärktem Kunststoff in einer Außenwand
(4; 25) des Profilrahmens (1, 2) ausgeführt ist.
3. Rahmen-Baugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (14; 35) aus faserverstärktem Kunststoff in einer Innenwand
(5; 34) des Profilrahmens ausgebildet ist.
4. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (19; 59; 67; 70) aus faserverstärktem Kunststoff in einer
Beschlagfalz-Wand (6; 32) des Profilrahmens (1, 2) ausgebildet ist.
5. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungskomponente (24; 67) eine im Querschnitt im Wesentlichen U-förmige Grundkontur
aufweist.
6. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (39 bis 42; 43 bis 46; 51 bis 53; 54 bis 56) als innere
Wand des Profilrahmens (2) ausgebildet ist.
7. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (61) aus faserverstärktem Kunststoff in einer Befestigungswand
(33) des Profilrahmens (2) ausgebildet ist.
8. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Armierungskomponente (63) aus faserverstärktem Kunststoff in einer Dicht- bzw.
Rastaufnahme (64) des Profilrahmens (1, 2) ausgebildet ist.
9. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Armierungskomponenten (7, 14, 19; 26; 40, 41, 43, 44, 45; 39,
51, 43, 55, 45, 46, 56; 57; 63, 67) im Querschnitt senkrecht zur Extrusionsrichtung
zumindest abschnittsweise gebogen und/oder gewinkelt ausgeführt ist.
10. Rahmen-Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungskomponenten (7, 14, 19; 26, 35; 39 bis 42; 43 bis 46; 51 bis 53; 54
bis 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) Fasern mit einer maximalen Länge von 10 mm, bevorzugt
mit einer maximalen Länge von 5 mm, aufweisen.
1. Frame assembly with a planar load-bearing element comprising at least one glass pane,
with a plastic profile frame (1, 2) enclosing the end face of the planar load-bearing
element, which frame has, for reinforcement, reinforcing components (7, 14, 19; 26,
35; 39 to 42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70, 73, 74) of fibre-reinforced
plastic, and with a receiving portion (3) for an enclosing edge portion of the planar
load-bearing element, wherein the reinforcing components (7, 14, 19; 26, 35; 39 to
42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) of fibre-reinforced plastic
constitute boundary walls of inner cavities (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28,
29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50) of the profile frame (1, 2) which, together with unreinforced
boundary walls (4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32, 33, 34), delimit the inner cavities (9,
10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50), wherein the reinforcing
components (7, 14, 19; 26, 35; 39 to 42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to 56; 57; 59; 61;
63; 67, 70) are designed to be exposed to the cavities where they delimit the inner
cavities (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50),
characterized in that the profile frame (1, 2) is formed as a co-extrudate of the reinforcing components
(7, 14, 19; 26, 35; 39 to 42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70)
and the unreinforced boundary walls (4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32, 33, 34).
2. Frame assembly according to Claim 1, characterized in that a reinforcing component (7; 26) of fibre-reinforced plastic is formed in an outer
wall (4; 25) of the profile frame (1, 2).
3. Frame assembly according to Claim 1 or 2, characterized in that a reinforcing component (14; 35) of fibre-reinforced plastic is formed in an inner
wall (5; 34) of the profile frame.
4. Frame assembly according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a reinforcing component (19; 59; 67; 70) of fibre-reinforced plastic is formed in
a fitting rebate wall (6; 32) of the profile frame (1, 2).
5. Frame assembly according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the reinforcing component (24; 67) has a substantially U-shaped basic contour in
cross section.
6. Frame assembly according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a reinforcing component (39 to 42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to 56) is formed as an
inner wall of the profile frame (2).
7. Frame assembly according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a reinforcing component (61) of fibre-reinforced plastic is formed in a fastening
wall (33) of the profile frame (2).
8. Frame assembly according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a reinforcing component (63) of fibre-reinforced plastic is formed in a sealing or
latching receptacle (64) of the profile frame (1, 2).
9. Frame assembly according to one of Claims 1 to 8, characterized in that at least one of the reinforcing components (7, 14, 19; 26; 40, 41, 43, 44, 45; 39,
51, 43, 55, 45, 46, 56; 57; 63, 67) is designed at least in certain portions to be
bent and/or angled in cross section perpendicular to the direction of extrusion.
10. Frame assembly according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the reinforcing components (7, 14, 19; 26, 35; 39 to 42; 43 to 46; 51 to 53; 54 to
56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) have fibres with a maximum length of 10 mm, preferably
with a maximum length of 5 mm.
1. Ensemble de châssis présentant un élément porte-surface entourant une feuille de vitrage,
un châssis profilé (1, 2) en matière synthétique entourant frontalement l'élément
porte-surface et présentant pour son renfort des composants d'armature (7, 14, 19;
26, 35; 39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70, 73, 74) en matière
synthétique renforcée de fibres, une partie de réception (3) qui reprend une partie
de bordure périphérique de l'élément porte-surface, les composants d'armature (7,
14, 19; 26, 35; 39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) en matière
synthétique renforcée de fibres constituant les parois qui délimitent des cavités
intérieures (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50)
du châssis profilé (1, 2) et qui délimitent avec des parois non renforcées de délimitation
(4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32, 33, 34) des cavités intérieures (9, 10, 11, 16, 17,
18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50), les composants d'armature (7,
14, 19; 26, 35; 39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56; 57; 59; 61; 63; 67, 70) étant
posés librement en direction des cavités aux emplacements où ils délimitent les cavités
intérieures (9, 10, 11, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 28, 29, 30, 37, 38, 47, 48, 49, 50),
caractérisé en ce que le châssis profilé (1, 2) est configuré comme produit co-extrudé constitué des composants
d'armature (7, 14, 19; 26, 35; 39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56; 57; 59; 61; 63;
67, 70) et des parois non renforcées de délimitation (4, 5, 6, 12, 13, 25, 31, 32,
33, 34).
2. Ensemble de châssis selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (7; 26) en matière synthétique renforcée de fibres est réalisé
sous la forme d'une paroi extérieure (4; 25) du châssis profilé (1, 2).
3. Ensemble de châssis selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (14; 35) en matière synthétique renforcée de fibres est configuré
sous la forme d'une paroi intérieure (5; 34) du châssis profilé.
4. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (19; 59; 67; 70) en matière synthétique renforcée de fibres
est configuré sous la forme d'une paroi de feuille de ferrure (6; 32) du châssis profilé
(1, 2).
5. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le composant d'armature (24; 67) présente en section transversale un contour essentiellement
en forme de U.
6. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56) est configuré comme paroi
intérieure du châssis profilé (2).
7. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (61) en matière synthétique renforcée de fibres est configuré
sous la forme d'une paroi de fixation (33) du châssis profilé (2).
8. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un composant d'armature (63) en matière synthétique renforcée de fibres est configuré
sous la forme d'un logement d'étanchéité ou d'encliquetage (64) du châssis profilé
(1, 2).
9. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins un des composants d'armature (7, 14, 19; 26, 40, 41, 43, 44, 45; 39, 51,
43, 55, 45, 46, 56; 57; 63, 67) est cintré et/ou coudé au moins par partie perpendiculairement
à la direction d'extrusion et en section transversale.
10. Ensemble de châssis selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les composants d'armature (7, 14, 19; 26, 35; 39 à 42; 43 à 46; 51 à 53; 54 à 56;
57; 59; 61; 63; 67, 70) présentent des fibres d'une longueur maximale de 10 mm et
de préférence d'une longueur maximale de 5 mm.
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