| (19) |
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(11) |
EP 2 191 115 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2011 Patentblatt 2011/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.07.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/058748 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/024392 (26.02.2009 Gazette 2009/09) |
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| (54) |
VERFAHREN UND ENTSPRECHENDE VORRICHTUNG ZUR KÜHLUNG EINES STEUERGERÄTES EINES FAHRZEUGS
METHOD AND CORRESPONDING DEVICE FOR COOLING A CONTROL UNIT OF A VEHICLE
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF CORRESPONDANT POUR LE REFROIDISSEMENT D'UN APPAREIL DE COMMANDE
D'UN VÉHICULE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
23.08.2007 DE 102007039836
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.06.2010 Patentblatt 2010/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BUDISCAK, Benoit
74343 Sachsenheim (DE)
- FIGUTH, Thomas
70378 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
JP-A- 57 119 125 JP-A- 2005 067 532
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JP-A- 2003 046 285 US-A1- 2004 020 448
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kühlung eines Steuergerätes eines Fahrzeugs
mit einem Verbrennungsmotor und einer den Verbrennungsmotor kühlenden Kühleinrichtung,
die einen Lüfter aufweist.
Stand der Technik
[0002] Ein Verfahren zur Kühlung eines Steuergerätes eines Fahrzeugs mit einem Verbrennungsmotor
ist bekannt. Das Steuergerät ist zum Beispiel das Steuergerät des Verbrennungsmotors
selbst, das zum Beispiel zusammen mit dem Verbrennungsmotor und der den Verbrennungsmotor
kühlenden Kühleinrichtung in einem Motorraum des Fahrzeugs angeordnet ist. Alternativ
ist das Steuergerät ein Steuergerät einer anderen Komponente des Fahrzeugs, wie zum
Beispiel ein Steuergerät des Getriebes oder ein Steuergerät des Bremssystems. Da moderne
Steuergeräte eine empfindliche Elektronik aufweisen, sind diese in einem Steuergerät-Gehäuse
gegen äußere Einflüsse gekapselt. Durch die Kapselung wird jedoch die Wärmeabfuhr
der Elektronik des Steuergerätes stark eingeschränkt. Befindet sich das Steuergerät
in einer Umgebung, die ihrerseits Wärmequellen hoher Temperatur aufweist, wie zum
Beispiel den Verbrennungsmotor im Motorraum des Fahrzeugs, erwärmt sich das Steuergerät
durch die Verlustleistung seiner Elektronik und weiterhin durch die aus der Umgebung
eingebrachte Wärme. Die Temperatur des Verbrennungsmotors wird im Betrieb mittels
einer den Verbrennungsmotor kühlenden Kühleinrichtung reduziert. Die Kühleinrichtung
ist insbesondere als Flüssigkeitskühlung, vorzugsweise als Wasserkühlung, ausgebildet,
bei der ein flüssiges Kühlmittel durch einen Kühlkreislauf vom Verbrennungsmotor zu
einem Kühler transportiert wird, in dem es mittels eines die Oberfläche des Kühlers
umströmenden Luftstroms gekühlt wird. Der Luftstrom wird durch einen Staudruck des
sich bewegenden Fahrzeugs und/oder den Lüfter erzeugt. Das gekühlte Kühlmittel wird
dem Verbrennungsmotor anschließend über einen Zulauf des Kühlmittelkreislaufs wieder
zugeführt. Der Lüfter der Kühleinrichtung wird in Abhängigkeit von einer Kühlmitteltemperatur
angesteuert, sodass die Kühleinrichtung auch bei einer niedrigen Fahrzeuggeschwindigkeit
eine hinreichend hohe Kühlleistung erbringen kann.
[0003] Ist der Temperatureintrag vom Verbrennungsmotor und/oder die Abwärme der Elektronik
des Steuergerät so hoch, dass die Temperatur im Gehäuse des Steuergeräts eine kritische
Temperaturschwelle erreicht, so werden einzelne Funktionen des Steuergeräts durch
eine im Steuergerät implementierte Thermomanagement-Elektronik begrenzt. Eine solche
Begrenzung ist zum Beispiel die Begrenzung der Anzahl von Einspritzungen pro Zeiteinheit
beim Verbrennungsmotor und/oder eine Beschränkung von Betriebsparametern zur Leistungsreduktion
des Verbrennungsmotors. Durch diese Beschränkungen reduzieren sich sowohl die Leistungsaufnahme
des Steuergeräts als auch der Wärmeeintrag aus der Umgebung. Der Betriebsbereich des
Verbrennungsmotors wird durch diesen Eingriff der Thermomanagement-Elektronik jedoch
massiv beschränkt.
[0004] Zum allgemeinen Stand der Technik zeigt beispielsweise die
JP 2005 067532 eine Vorrichtung zur Kühlung eines Relais, mit welcher ein Festsetzen eines Relaiskontakts
ohne zusätzliche Komponenten verhindert werden soll.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Zur funktionsbeschränkungsfreien Kühlung des Steuergeräts ist vorgesehen, dass der
Lüfter das Steuergerät in Abhängigkeit von einer ermittelten Steuergerät-Temperatur
mit mindestens einem Teil-Luftstrom kühlt. Die ermittelte Steuergerät-Temperatur ist
eine ermittelte Temperatur, die der Temperatur in einem Gehäuse des Steuergeräts entspricht.
Das Ermitteln der Steuergerät-Temperatur kann zum Beispiel eine direkte Messung der
Temperatur in einem Gehäuse des Steuergeräts sein oder das Erfassen einer Größe, aus
der auf die Temperatur des Steuergeräts zurückgeschlossen werden kann. Befindet sich
das Steuergerät in einer Umgebung, die ihrerseits Wärmequellen aufweist, wie zum Beispiel
einen Verbrennungsmotor im Motorraum eines Fahrzeugs, so erwärmt sich das Steuergerät
einerseits durch die Verlustleistung seiner eigenen Elektronik und weiterhin durch
die aus der Umgebung eingebrachte Wärme. Die Temperatur des Verbrennungsmotors wird
im Betrieb mittels einer den Verbrennungsmotor kühlenden Kühleinrichtung reduziert.
Die Kühleinrichtung ist insbesondere als Flüssigkeitskühlung, vorzugsweise als Wasserkühlung,
ausgebildet, bei der eine Kühlflüssigkeit durch einen Kühlkreislauf vom Verbrennungsmotor
zu einem Kühler transportiert wird, in dem es mittels eines die Oberfläche des Kühlers
umströmenden Luftstroms gekühlt wird, der zum Beispiel durch den Lüfter der Kühleinrichtung
erzeugt wird. Das gekühlte Kühlmittel wird dem Verbrennungsmotor anschließend über
eine Zulaufleitung des Kühlmittelkreislaufs wieder zugeführt. Der Lüfter wird in Abhängigkeit
von einer Temperatur der vom Verbrennungsmotor erwärmten Kühlflüssigkeit angesteuert.
Zur Kühlung des Steuergerätes mittels eines Luftstroms oder mindestens eines Teil-Luftstroms
des Lüfters sind Lüfter und Steuergerät so angeordnet, dass das Steuergerät vom Luftstrom
des Kühlers oder dem Teil-Luftstrom des Kühlers gekühlt wird, insbesondere durch ein
Umströmen gekühlt wird. Das Umströmen des Steuergeräts zur Kühlung erfolgt in Abhängigkeit
von der ermittelten Steuergerät-Temperatur. Dabei steuert die Steuergerät-Temperatur
zum Beispiel die Ausrichtung eines Luftleitelements, mit dem der Teil-Luftstrom mehr
oder weniger in Richtung des Steuergeräts gerichtet wird.
[0006] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Lüfter bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur
oberhalb einer ersten kritischen Temperaturgrenze unabhängig von seiner Betriebsfunktion
in der Kühleinrichtung andauernd betrieben wird. Durch den andauernden Betrieb des
Lüfters wird das Steuergerät solange gekühlt, bis die Steuergerät-Temperatur bis auf
einen Wert unterhalb der ersten kritischen Temperaturgrenze gefallen ist. Insbesondere
ist vorgesehen, dass die Drehzahl des Lüfters in Abhängigkeit von einer Temperaturdifferenz
zwischen der Steuergerät-Temperatur und der Temperaturgrenze angesteuert wird.
[0007] Schließlich ist vorgesehen, dass der Betrieb des Steuergerätes bei einer ermittelten
Steuergerät-Temperatur oberhalb einer über der ersten kritischen Temperaturgrenze
liegenden zweiten kritischen Temperaturgrenze eingeschränkt wird. Eine derartige Einschränkung
ist bei einem Motor-Steuergerät insbesondere eine Einschränkung der Leistung des Verbrennungsmotors
und/oder der Anzahl an Einspitzungen pro Zeiteinheit beim Verbrennungsmotor. Durch
diese Maßnahmen wird zum Einen die Verlustwärme der Leistungselektronik im Steuergerät
reduziert und gleichzeitig die von außen - hier also vom Verbrennungsmotor als größte
Wärmequelle des Fahrzeugs - eingebrachte Wärme beschränkt. Eine derartige Beschränkung
des Betriebs des Verbrennungsmotors erfolgt insbesondere durch eine Regelung einer
Thermomanagement-Elektronik. Diese ist vorzugsweise im Steuergerät des Verbrennungsmotors
angeordnet.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Lüfter
zur Kühlung des Steuergeräts in Abhängigkeit von der ermittelten Steuergerät-Temperatur
angesteuert wird. Ist das Steuergerät so angeordnet, dass es bei Betrieb des Lüfters
in dessen Luftstrom oder zumindest einem Teil-Luftstrom liegt, so erfolgt eine Steuerung/Regelung
der Drehzahl des Lüfters in Abhängigkeit von der ermittelten Steuergerät-Temperatur.
Die Regelung ist zum Beispiel eine Zwei-Punkt-Regelung, bei der der Lüfter bei Erreichen
einer oberen Schaltschwelle angeschaltet und - wenn er nicht zur Kühlung des Kühlmittels
benötigt wird - bei Erreichen einer niedrigeren unteren Schaltschwelle abgeschaltet
wird.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Ermitteln der Steuergerät-Temperatur
ein Erfassen der Steuergerät-Temperatur im Steuergerät ist. Das Erfassen der Steuergerät-Temperatur
erfolgt vorzugsweise mittels eines im Gehäuse des Steuergeräts angeordneten Temperatursensors.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Lüfter
bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur unterhalb einer Freigabe-Temperatur nur
noch in Abhängigkeit von seiner Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung betrieben
wird. Somit wird der Lüfter bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur unterhalb
der Freigabe-Temperatur zum Beispiel nur noch in Abhängigkeit von der Temperatur der
Kühlflüssigkeit (Kühlmitteltemperatur) der Kühleinrichtung betrieben.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Steuergerät
ein Motor-Steuergerät zur Steuerung des Verbrennungsmotors ist. Ist das Motor-Steuergerät
in der Nähe des Verbrennungsmotors angeordnet, so ist es insbesondere dem starken
Wärmeeintrag des Verbrennungsmotors selbst ausgesetzt. Bei dieser Anordnung in einem
Motorraum des Fahrzeugs kann das Motor-Steuergerät jedoch so angeordnet werden, dass
es zumindest in einem Teil-Luftstrom des Lüfters der Kühleinrichtung liegt.
[0012] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend
genannten Verfahrens. Es ist vorgesehen, dass das Steuergerät in mindestens einem
Teil-Luftstrom des Lüfters liegt. Durch diese Anordnung wird das Steuergerät vom Luftstrom
beziehungsweise Teil-Luftstrom des Lüfters durch umströmen gekühlt. Das Steuergerät
ist insbesondere das Motor-Steuergerät des Verbrennungsmotors.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Vorrichtung eine Einrichtung zum Ermitteln
der Steuergerät-Temperatur und eine Ansteuereinrichtung zum Ansteuern des Lüfters
in Abhängigkeit von der ermittelten Steuergerät-Temperatur aufweist. Die Einrichtung
zum Ermitteln der Steuergerät-Temperatur ist vorzugsweise ein Temperatursensor oder
weist mindestens einen Temperatursensor auf. Der Temperatursensor ist bevorzugt im
Inneren des Gehäuses des Steuergeräts angeordnet. Die Ansteuereinrichtung ist bevorzugt
eine vorhandene Steuereinrichtung zum Ansteuern des Lüfters in Abhängigkeit von seiner
Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung.
[0014] Zusätzlich oder alternativ ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Einrichtung zum Ermitteln
der Steuergerät-Temperatur und/oder die Ansteuereinrichtung zum Ansteuern des Lüfters
im Steuergerät ausgebildet sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Im Folgenden soll die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert werden. Dazu
zeigen:
- Figur 1
- einen Motorraum eines Fahrzeugs, mit einem Verbrennungsmotor, einem Motor-Steuergerät
des Verbrennungsmotors und einer Kühleinrichtung zur Kühlung des Verbrennungsmotors
und
- Figur 2
- drei Diagramme, bei denen eine Steuergerät-Temperatur, eine Lüfteraktivität und eine
Thermomanagement-Aktivität über der Zeit aufgetragen sind.
Ausführungsform(en) der Erfindung
[0016] Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Motorraum 2 eines Fahrzeugs
mit einem im Motorraum 2 angeordneten Verbrennungsmotor 4. In einem Frontbereich 6
des Motorraums 2, der gleichzeitig Frontbereich des Fahrzeugs ist, ist ein Kühler
8 einer Kühleinrichtung 10 zum Kühlen des Verbrennungsmotors 4 angeordnet. Der Kühler
8 ist Teil eines Kühlkreislaufs der Kühleinrichtung 10 in dem eine Kühlflüssigkeit
(Kühlwasser) zwischen dem Kühler 8 und dem Verbrennungsmotor 4 ausgetauscht wird.
Dazu weist die Kühleinrichtung 10 eine den Kühler 8 mit dem Verbrennungsmotor 4 verbindende
Zulaufleitung 12 und eine den Verbrennungsmotor 4 mit dem Kühler 8 verbindende Rücklaufleitung
14 auf. In der Rücklaufleitung 14 ist ein Thermostat 16 zur Messung der vom Verbrennungsmotor
4 erwärmten Kühlflüssigkeit angeordnet. In der Zulaufleitung 12 ist eine die Kühlflüssigkeit
durch den Kühlkreislauf pumpende Pumpe 18 angeordnet. Der Kühler 8 wird von einem
Rohr-Rippen-System mit Rohren und darüber gesteckten gestanzten Rippen gebildet (nicht
gezeigt). Bei hinreichend hoher Fahrzeuggeschwindigkeit entwickelt sich ein Staudruck,
sodass die Rohre des Kühlers 8 von Frischluft umströmt werden, die das flüssige Kühlmittel
(die Kühlflüssigkeit) in den Rohren kühlt. Um auch bei niedrigen Geschwindigkeiten
eine entsprechende Kühlleistung des Kühlers 8 zu gewährleisten, weist die Kühleinrichtung
10 auf einer dem Verbrennungsmotor 4 zugewandten Seite 20 des Kühlers 8 einen Lüfter
22 auf. Dieser Lüfter 22 wird von einer Ansteuereinrichtung der Kühleinrichtung 10
zur Kühlung des Verbrennungsmotors 4 in Abhängigkeit von der vom Thermostat 16 gemessenen
Rücklauftemperatur der Kühlflüssigkeit betrieben. Dies ist die Betriebsfunktion des
Lüfters 22 in der Kühleinrichtung 10.
[0017] Zur Steuerung des Verbrennungsmotors 4 ist in einem Bauraum 24 des Motorraums 2 zwischen
dem Lüfter 22 und dem Verbrennungsmotor 4 ein als Motor-Steuergerät 26 ausgebildetes
Steuergerät 28 so angeordnet, dass es in einem Teil-Luftstrom (Pfeile 30) des Lüfters
22 angeordnet ist. Das Steuergerät 28 weist eine von einem Gehäuse 32 umschlossene
Steuerelektronik 34 zur Ansteuerung des Verbrennungsmotors 4 auf. Innerhalb des Gehäuses
32 weist das Steuergerät 28 weiterhin eine als Temperatursensor 36 ausgebildete Einrichtung
38 zum Ermitteln der Steuergerät-Temperatur T auf, mit dem die Steuergerät-Temperatur
T im Inneren des Gehäuses 32 durch die Erfassung der Temperatur T ermittelt wird.
Ein Teil der Steuerelektronik 34 ist als eine Thermomanagement-Elektronik 40 ausgebildet,
die Funktionen des Verbrennungsmotors 4 bei einer erfassten Steuergerät-Temperatur
T oberhalb einer zweiten kritischen Temperaturgrenze T2 abschaltet. Die (vorhandene)
Ansteuereinrichtung zur Ansteuerung des Lüfters 22 in Abhängigkeit von der vom Thermostat
gemessenen Temperatur der Kühlflüssigkeit wird auch als Ansteuereinrichtung 42 zur
Ansteuerung des Lüfters 22 in Abhängigkeit der durch den Temperatursensor 36 im Gehäuse
32 erfassten Steuergerät-Temperatur T genutzt. Dazu bekommt die Ansteuereinrichtung
42 ein Signal von der Einrichtung 38. Lüfter 22, Einrichtung 38 und Ansteuereinrichtung
42 sind Teil einer Vorrichtung 44 zur Kühlung des Steuergeräts 28.
[0018] Es ergibt sich folgende Funktion der Vorrichtung 44: Bei einer Steuergerät-Temperatur
T unterhalb einer ersten kritischen Temperaturgrenze T1 wird der Lüfter 22 nur in
Abhängigkeit von seiner Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung 10 - also in Abhängigkeit
von der vom Thermostat 16 gemessenen Temperatur der Kühlflüssigkeit - betrieben. Steigt
die Steuergerät-Temperatur T auf eine Temperatur oberhalb einer ersten kritischen
Temperaturgrenze T1, so wird der Lüfter 22 unabhängig von seiner Betriebsfunktion
in der Kühleinrichtung 10 permanent betrieben. Da sich das Steuergerät 28 in dem Teilluft-Strom
(Pfeil 30) des Lüfters 22 befindet, wird dieses durch den permanenten Betrieb des
Lüfters 22 gekühlt bis die Steuergerät-Temperatur T auf einen Wert unterhalb einer
Freigabe-Temperatur fällt, bei der der Lüfter 22 nur noch in Abhängigkeit von seiner
Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung 10 betrieben wird. Diese ist bevorzugt gleich
der ersten kritischen Temperatur T1. Kann das Steuergerät 28 durch die Kühlung nicht
bis auf die Freigabetemperatur heruntergekühlt werden, so bleibt es bei einem andauernden
Betrieb des Lüfters 22. Steigt die Steuergerät-Temperatur T trotz Kühlung durch den
Teil-Luftstrom (Pfeil 30) des Lüfters 22 und erreicht eine zweite kritische Temperaturgrenze
T2, die oberhalb der ersten kritischen Temperaturgrenze T1 liegt, so wird der Betrieb
des Steuergeräts 28 durch die Thermomanagement-Elektronik 40 des Steuergerätes 28
eingeschränkt. Durch diese zusätzliche Maßnahme verringert sich die Leistungsaufnahme
der Steuerelektronik 34 des Steuergeräts 28. Bei dem als Motorsteuergerät 26 ausgebildeten
Steuergerät 28 ist die Einschränkung gleichzeitig eine Einschränkung des Betriebsbereichs
des Verbrennungsmotors 4, sodass dessen Wärmeeintrag in den Motorraum 2 und damit
in das Steuergerät 28 reduziert wird.
[0019] Die Figur 2 zeigt in drei Diagrammen den Zusammenhang zwischen einer LüfterAktivität
AL des Lüfters 22, einer Thermomanagement-Aktivität ATder Thermomanagement-Elektronik
40 des Steuergerätes 28 und einem Verlauf der Steuergerät-Temperatur T. Das obere
Diagramm zeigt den Verlauf der Steuergerät-Temperatur T, das darunter liegende Diagramm
die Aktivität AL des Lüfters 22 (Lüfter in Betrieb: 1/ Lüfter aus: 0) und das untere
Diagramm die Thermomanagement-Aktivität AT (Thermomanagement aktiv: 1/ Thermomanagement
inaktiv: 0) über einer Zeit t. Im gezeigten zeitlichen Verlauf steigt die Steuergerät-Temperatur
T in einem ersten Zeitfenster t1 bis auf die erste kritische Temperatur T1. Daraufhin
wird der Lüfter 22 von der Ansteuerelektronik in Betrieb gesetzt. In einem anschließenden
zweiten Zeitfenster t2 liegt die Steuergerät-Temperatur T oberhalb der ersten kritischen
Temperatur T1, sodass der Lüfter 22 andauernd betrieben wird. Am Ende des zweiten
Zeitfensters t2 hat der Teil-Luftstrom des Lüfters 22 das Steuergerät 28 so weit abgekühlt,
dass die Steuergerät-Temperatur T in einem anschließenden dritten Zeitfenster t3 wieder
unterhalb der ersten kritischen Temperatur T1 liegt. Da in diesem Falle die erste
kritische Temperatur T1 auch eine Freigabe-Temperatur ist, unterhalb der der Lüfter
22 nur noch in Abhängigkeit von seiner Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung 10
betrieben wird, ist der Lüfter 22 im dritten Zeitfenster t3 inaktiv. Am Ende des dritten
Zeitfensters t3 ist die Steuergeräte-Temperatur T wieder auf die erste kritische Temperaturgrenze
T1 angestiegen. Der Lüfter 22 wird erneut von der Ansteuereinrichtung 42 in Betrieb
gesetzt. In einem vierten Zeitfenster t4 steigt die Steuergerät-Temperatur T trotz
permanent betriebenem Lüfter 22 von der ersten kritischen Temperaturgrenze T1 auf
eine zweite kritische Temperaturgrenze T2, die oberhalb der ersten kritischen Temperaturgrenze
T1 liegt. Bei Erreichen der zweiten kritischen Temperaturgrenze T2 begrenzt die Thermomanagement-Elektronik
40 dem Betrieb des Steuergeräts 28, sodass die Steuergerät-Temperatur T in einem anschließenden
fünften Zeitfenster t5 einen sinkenden Verlauf 46 zeigt. Ohne das Eingreifen der Thermomanagement-Elektronik
40 ergibt sich ein weiter steigender Verlauf 48 der Steuergerät-Temperatur T. Das
zweite Diagramm zeigt die entsprechende Lüfteraktivität AL in den fünf Zeitfenstern
t1 bis t5 und das dritte Diagramm zeigt die entsprechende Aktivität AT der Thermomanagement-Elektronik
40 in den gleichen fünf Zeitfenstern t1 bis t5.
[0020] Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahren zur Kühlung des Steuergeräts 28 ist die zusätzliche
Kühlung des Steuergeräts 28 mittels des Teil-Luftstroms (Pfeile 30) im Zeitfenster
t2, ohne die die Steuergerät-Temperatur T des Steuergerätes 28 schon zu einem deutlich
früheren Zeitpunkt die zweite kritische Temperaturgrenze T2 erreicht hätte, wodurch
die Thermomanagement-Elektronik 40 schon wesentlich früher den Betrieb des Steuergeräts
28 und damit des Verbrennungsmotors 4 beschränkt hätte.
1. Verfahren zur Kühlung eines Steuergerätes eines Fahrzeugs mit einem Verbrennungsmotor
und einer den Verbrennungsmotor kühlenden Kühleinrichtung, die einen Lüfter aufweist,
der das Steuergerät in Abhängigkeit von einer ermittelten Steuergerät-Temperatur mit
mindestens einem Teil-Luftstrom kühlt und bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur
oberhalb einer ersten kritischen Temperaturgrenze unabhängig von seiner Betriebsfunktion
in der Kühleinrichtung andauernd betrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb des Steuergerätes bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur oberhalb
einer über der ersten kritischen Temperaturgrenze liegenden zweiten kritischen Temperaturgrenze
eingeschränkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ermitteln der Steuergerät-Temperatur ein Erfassen der Steuergerät-Temperatur
im Steuergerät ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter bei einer ermittelten Steuergerät-Temperatur unterhalb einer Freigabe-Temperatur
in Abhängigkeit von seiner Betriebsfunktion in der Kühleinrichtung betrieben wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät ein Motor-Steuergerät des Verbrennungsmotors ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (28) in mindestens einem Teil-Luftstrom des Lüfters (22) liegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38) zum Ermitteln der Steuergerät-Temperatur (T) und einer Ansteuereinrichtung
(42) zum Ansteuern des Lüfters (22) in Abhängigkeit von der ermittelten Steuergerät-Temperatur
(T).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (38) zum Ermitteln der Steuergerät-Temperatur (T) und/oder die Ansteuereinrichtung
(42) im Steuergerät (28) ausgebildet sind.
1. Method for cooling a control unit of a vehicle having an internal combustion engine
and a cooling device which cools the internal combustion engine and has a fan which
cools the control unit as a function of a determined control unit temperature with
at least one partial airstream, and is continuously operated independently of its
operating function in the cooling device given a determined control unit temperature
above a first critical temperature limit, characterized in that the operation of the control unit at a determined control unit temperature above
a second critical temperature limit which is above the first critical temperature
limit is restricted.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the determination of the control unit temperature comprises sensing the control unit
temperature in the control unit.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that given a determined control unit temperature below an enabling temperature the fan
is operated as a function of its operating function in the cooling device.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the control unit comprises an engine control unit of the internal combustion engine.
5. Device for carrying out the method according to at least one of the preceding claims,
characterized in that the control unit (28) is located in at least one component airstream of the fan (22).
6. Device according to Claim 5, characterized by a device (38) for determining the control unit temperature (T) and an actuation device
(42) for actuating the fan (22) as a function of the determined control unit temperature
(T).
7. Device according to one of Claims 5 or 6, characterized in that the device (38) for determining the control unit temperature (T) and/or the actuation
device (42) are/is embodied in the control unit (28).
1. Procédé de refroidissement d'un appareil de commande d'un véhicule comprenant un moteur
à combustion, interne et un dispositif de refroidissement refroidissant le moteur
à combustion interne, lequel présente un ventilateur, qui refroidit l'appareil de
commande en fonction d'une température déterminée de l'appareil de commande avec au
moins un courant d'air partiel, et dans le cas où la température de l'appareil de
commande déterminée est au-dessus d'une première limite de température critique, est
actionné en continu indépendamment de son mode de fonctionnement dans le dispositif
de refroidissement, caractérisé en ce que le fonctionnement de l'appareil de commande est limité dans le cas où la température
de l'appareil de commande déterminée est au-dessus d'une deuxième limite de température
critique située au-dessus de la première limite de température critique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la détermination de la température de l'appareil de commande est une détection de
la température de l'appareil de commande dans l'appareil de commande.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ventilateur, dans le cas où la température de l'appareil de commande déterminée
est en dessous d'une température de déclenchement, est activé en fonction de son mode
de fonctionnement dans le dispositif de refroidissement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de commande est un appareil de commande de moteur du moteur à combustion
interne.
5. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de commande (28) se trouve dans au moins un courant d'air partiel du ventilateur
(22).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par un dispositif (38) pour déterminer la température (T) de l'appareil de commande et
par un dispositif de commande (42) pour commander le ventilateur (22) en fonction
de la température de l'appareil de commande (T) déterminée.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que le dispositif (38) pour déterminer la température de l'appareil de commande (T) et/ou
le dispositif de commande (42) sont réalisés dans l'appareil de commande (28).


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