[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vorabprüfen eines mittels
mehrerer Druckformen mit verschiedenen Druckfarben zu druckenden mehrfarbigen Druckerzeugnisses
gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 3.
[0002] Sowohl für den Tiefdruck und den Flexodruck von mehrfarbigen Druckerzeugnissen werden
jeweils mehrere einzelne Druckformen hergestellt, gewöhnlich in Form von Druckzylindern,
mit deren Hilfe dann ein Substrat des Druckerzeugnisses nacheinander mit mehreren
verschiedenen Druckfarben bedruckt wird.
[0003] Während im Publikationsdruck Druckerzeugnisse mit hoher Auflage, wie mehrfarbige
Zeitschriften, Kataloge oder Werbeprospekte, in der Regel im Mehrfarbendruck auf einem
Farbsatz von mehreren gravierten Tiefdruckzylindern gedruckt werden, zum Beispiel
für die Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb bzw. Schwarz, werden beim Dekor- oder Verpackungsdruck
häufig Farbsätze verwendet, die zusätzlich zu den zuvor genannten Farben Cyan, Magenta,
Gelb bzw. Schwarz noch weitere Druckzylinder für Sonderfarben umfassen können.
[0004] Da im Zuge der Herstellung der Druckzylinder verschiedenste Fehler auftreten können,
die zu einer Beeinträchtigung der Qualität des fertigen Druckerzeugnisses führen,
wie zum Beispiel Kratzer oder fehlerhafte bzw. unvollständige Bildinhalte beim Gravieren
der Druckzylinder, ist es üblich, vor Beginn des Seriendrucks eine Vorabprüfung der
Qualität des zu druckenden Druckerzeugnisses vorzunehmen.
[0005] Diese Vorabprüfung besteht zumeist darin, dass zum einen in einem Proof-Gerät mit
einem Farbmonitor oder einem Farbdrucker aus den Daten von Druckvorlagen sämtlicher
Druckzylinder des Farbsatzes, zum Beispiel bei gravierten Druckzylindern aus den Bilddaten,
ein digitaler mehrfarbiger Proof erzeugt wird, der entweder als Soft-Proof auf dem
Farbmonitor dargestellt oder als Hard-Proof auf dem Farbdrucker ausgedruckt und anschließend
begutachtet wird. Statt eines aus allen Auszugsfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz
sowie eventuellen Sonderfarben zusammengesetzten mehrfarbigen Proofs kann durch Auswahl
der entsprechenden Daten der Druckvorlagen auch jeweils ein einfarbiger Proof aus
einer einzigen Auszugsfarbe und/oder Sonderfarbe erzeugt werden.
[0006] Nach der Fertigstellung der Druckzylinder eines Farbsatzes wird zum anderen als weitere
Vorabprüfung in nahezu allen Fällen noch ein sogenannter Andruck (wet proof) erzeugt,
bevor die Druckzylinder zur Herstellung des Druckerzeugnisses in den Seriendruck gehen.
Im Verpackungsdruck werden zu diesem Zweck häufig Trommelandruckmaschinen mit einem
Substratzylinder verwendet, auf dem ein mit dem Andruck zu versehendes Substrat aufgespannt
wird, bevor sämtliche Druckzylinder des Farbsatzes einzeln nacheinander in die Andruckmaschine
eingelegt und ausgerichtet werden, um die Auszugsfarben und die eventuellen Sonderfarben
sukzessive und übereinander auf das Substrat zu drucken. Der dadurch erzeugte mehrfarbige
Andruck wird dann visuell begutachtet und mit dem mehrfarbigen digitalen Proof verglichen,
um Gravurfehler, Layout-Abweichungen oder dergleichen zu ermitteln.
[0007] Zur Erzeugung eines Andrucks in einer Trommelandruckmaschine ist jedoch eine ganze
Reihe von manuellen Tätigkeiten erforderlich, wie zum Beispiel das Einrichten der
Andruckmaschine beim Bestücken mit dem Substrat und den einzelnen Druckzylindern.
Auch der Vergleich des erzeugten Andrucks mit einer der Herstellung der Druckzylinder
zugrundeliegenden Druckvorlage zur Identifikation von Fehlern, bei der Herstellung
der Druckzylinder, wie Gravier- oder Übertragungsfehlern, erfolgt in der Regel manuell.
[0008] Aus der
DE 10 2006 050 274 A1 der Anmelderin ist bereits ein Verfahren zur Überprüfung der Qualität eines Druckformzylinders
bekannt, bei dem ein Druckbild auf der Oberfläche des Druckformzylinders mit einem
Scanner abgetastet wird, um ein elektronisches Bild der Oberfläche zu erzeugen, das
mit einem aus Gravurdaten der gravierten Oberfläche erzeugten digitalen Proof verglichen
werden kann. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das bekannte Verfahren verhältnismäßig
viel Zeit benötigt und nicht alle Fehler erkennt. Darüber hinaus kann mit dem bekannten
Verfahren nicht festgestellt werden, ob eine erkannte Abweichung vom digitalen Proof
druckrelevant ist, d.h. im Druck zu einem erkennbaren Fehler führt.
[0009] Weiter offenbart die
DE 10 2005 059 656 A1 eine Druckmaschine mit einer Vorrichtung zur Qualitätskontrolle an Drucksachen, wobei
die Vorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme von Bilddaten der durch die
Druckmaschine bewegten Drucksachen und eine der Aufnahmeeinrichtung nachgeschaltete
Auswerteeinrichtung zur Verarbeitung der aufgenommenen Bilddaten umfasst. In der Aufnahmeeinrichtung
kann neben den Drucksachen auch ein Maskenbogen abgetastet werden, der unter Verwendung
einer speziellen Maskendruckplatte in der Druckmaschine gedruckt worden ist und die
zu inspizierenden Bereiche der Drucksache wiedergibt.
[0010] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, womit für die Vorabprüfung
keine oder nur wenig manuelle Tätigkeiten sowie ein geringer Zeitaufwand benötigt
werden, womit druckrelevante Abweichungen erkennbar sind und womit vorzugsweise gleichzeitig
die Qualität der Vorabprüfung verbessert werden kann.
[0011] Zur Lösung
dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass mit mindestens
einem Teil der Druckformen ein einfarbiger Andruck erzeugt wird, dass der einfarbige
Andruck abgetastet wird, um digitale Bilddaten des einfarbigen Andrucks zu erzeugen,
und dass die digitalen Bilddaten des einfarbigen Andrucks rechnergestützt ausgewertet
werden, während die erfindungsgemäße Vorrichtung gekennzeichnet ist durch eine Andruckmaschine,
die einen einfarbigen Andruck von mindestens einem Teil der Druckformen des Farbsatzes
erzeugt, einen Einfarben- oder Grau-Scanner, der den einfarbigen Andruck abtastet
und digitale Bilddaten des einfarbigen Andrucks erzeugt, sowie einen Rechner, der
die digitalen Bilddaten des einfarbigen Andrucks auswertet.
[0012] Während es für eine schnelle Fehlersuche ausreichend sein kann, mit einer einzigen
Druckform einen einfarbigen Andruck zu erzeugen und diesen Andruck anschließend abzutasten,
sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass in der Andruckmaschine
mit mindestens zwei der Druckformen und vorteilhaft mit sämtlichen Druckformen eines
Farbsatzes unter Verwendung einer einzigen Andruckfarbe, das heißt derselben Andruckfarbe
für sämtliche dieser Druckformen, jeweils ein einfarbiger Andruck erzeugt wird, dass
die einfarbigen Andrucke anschließend mit dem Scanner einzeln abgetastet werden, um
digitale Bilddaten der einfarbigen Andrucke zu erzeugen, und dass die digitalen Bilddaten
der einfarbigen Andrucke automatisch ausgewertet werden.
[0013] Zu diesem Zweck umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung vorzugsweise eine Andruckmaschine
zum Erzeugen von einfarbigen Andrucken von mindestens zwei der Druckformen unter Verwendung
einer einzigen Andruckfarbe, einen Scanner zum Abtasten der einfarbigen Andrucke und
zum Erzeugen von digitalen Bilddaten der einfarbigen Andrucke, sowie einen Rechner
zum Auswerten der digitalen Bilddaten der einfarbigen Andrucke.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Auswertung der digitalen
Bilddaten des oder jedes einfarbigen Andrucks durch rechnergestützten Vergleich dieser
digitalen Bilddaten mit digitalen Daten einer Druckformvorlage, die bei der Herstellung
der zugehörigen Druckform, d.h. der zum Erzeugen des Andrucks dienenden Druckform,
verwendet wird, zum Beispiel mit digitalen Gravurdaten im Falle einer gravierten Druckform.
[0015] Durch einen solchen Vergleich können zum einen geometrische Abweichungen zwischen
dem oder jedem einfarbigen Andruck und der zur Herstellung der zugehörigen Druckform
verwendeten Druckformvorlage sowie zum anderen Abweichungen der Druckdichte des oder
jedes Andrucks von der Druckdichte der Druckformvorlage erkannt werden. Dabei können
nahezu sämtliche Tätigkeiten automatisiert werden, wie zum Beispiel das Einbringen
einer Druckform in die Andruckmaschine, die Zufuhr eines mit dem Andruck bzw. den
Andrucken zu versehenden Substrats zur Druckform, die Reinigung der Druckform, der
Austausch der Druckform gegen eine andere Druckform, sowie die Abtastung der einfarbigen
Andrucke und die Auswertung der dabei jeweils erhaltenen digitalen Bilddaten.
[0016] Der Andruck bzw. die Andrucke werden auf einem Substrat erzeugt, bevorzugt auf einem
standardisierten Substrat, das für alle Andrucke verwendet wird und daher nicht gewechselt
werden muss. Um den Automatisierungsgrad auf einfache Weise zu erhöhen, wird bevorzugt
ein bahnförmiges Substrat verwendet, das von einer Vorratsrolle der Andruckmaschine
automatisch zu einer in die Andruckmaschine eingebrachten Druckform zugeführt und
nach dem Bedrucken mit der zu der Druckform zugehörigen Andruckfarbe aus der Andruckmaschine
heraus zum Scanner bewegt werden kann, um es unmittelbar nach dem Bedrucken automatisch
abzutasten und anschließend die bei der Abtastung erzeugten digitalen Bilddaten im
Rechner auszuwerten. Jedoch kann alternativ auch ein bogenförmiges Substrat verwendet
werden.
[0017] Die verwendete Andruckfarbe wird vorzugsweise auf das Substrat abgestimmt und dabei
vorteilhaft so konfektioniert, dass in Verbindung mit dem Substrat unterschiedliche
Druckverhalten der beim Seriendruck üblicherweise verwendeten Druckfarben optimal
simuliert werden, wobei die Andruckfarbe jedoch zweckmäßig ein breiteres Dichtespektrum
als diese Druckfarben liefert.
[0018] Um die Investitionskosten niedrig zu halten, werden die einfarbigen Andrucke vorteilhaft
in einer einzigen Andruckmaschine erzeugt, die dazu nacheinander mit jeder der mehreren
Druckformen jedes Farbsatzes bestückt wird. Die Erzeugung der einfarbigen Andrucke
in der Andruckmaschine erfolgt bevorzugt automatisch, zum Beispiel indem bei Druckformen
in Form eines Druckzylinders das bahnförmige Substrat von der Vorratsrolle zu dem
gerade in der Andruckmaschine platzierten Druckzylinder zugeführt und entlang eines
Umfangsflächenabschnitts mit diesem in Anlagekontakt gebracht wird, nachdem zuvor
die Andruckfarbe auf einen Teil der Umfangsfläche aufgebracht und zweckmäßig mittels
einer Rakel überschüssige Farbe abgestreift worden ist. Die Rakel ist vorteilhaft
an unterschiedliche Krümmungsradien der Druckzylinder anpassbar und stützt sich zweckmäßig
beiderseits einer gravierten Fläche auf diesen ab. Die Druckzylinder können drehend
angetrieben oder durch den Vorschub des bahnförmigen Substrats in Drehung versetzt
werden, um den jeweiligen Andruck auf dem Substrat zu erzeugen.
[0019] Um zu vermeiden, dass die Druckformen nach der Entnahme aus der Andruckmaschine zur
Reinigung in eine Reinigungsvorrichtung verbracht werden müssen, werden die Druckformen
bevorzugt direkt nach dem Erzeugen des Andrucks und noch vor ihrer Entnahme aus der
Andruckmaschine in dieser selbst gereinigt, bevorzugt mittels einer in die Andruckmaschine
integrierten Reinigungsvorrichtung, die vorteilhaft mindestens eine in Bezug zur Druckform
relativbewegliche und mit einem unter Druck stehenden Reinigungsmedium beaufschlagbare
Reinigungsdüse sowie eine Rakel zum Abstreifen von anhaftendem Reinigungsmedium umfasst.
[0020] Der Scanner ist vorzugsweise ein hochauflösender Scanner, der hinter der Andruckmaschine
neben dem Bewegungsweg des Substrats angeordnet ist, um jeden der einfarbigen bzw.
gleichfarbigen Andrucke auf dem Substrat abzutasten. Um Verwechslungen der sämtlich
mit derselben Andruckfarbe erzeugten Andrucke zu vermeiden, wird das Substrat vorteilhaft
vor oder hinter dem Scanner mit einer Kennzeichnung versehen, die zweckmäßig mit Hilfe
eines vom Rechner gesteuerten Tintenstrahldruckers in der Nähe jedes Andrucks auf
das Substrat aufgedruckt wird.
[0021] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der rechnergestützte
Vergleich der beim Abtasten erzeugten digitalen Bilddaten jedes Andrucks mit den digitalen
Daten einer zugehörigen Druckformvorlage ein Ausrichten der Bildinhalte der jeweiligen
Daten in Bezug zueinander (Montieren), einen Vergleich von Farbseparationen der beiden
Daten, ggf. nach einer Transformation unterschiedlicher Auflösungen, sowie ein Übersetzen
der beim Abtasten erzeugten digitalen Bilddaten jedes Andrucks in Druckdaten bzw.
ein Übersetzen von deren Grauwerten in die gewünschten Farbwerte eines beim Drucken
verendeten Farbsystems durch ein Color Management-Programm umfasst.
[0022] Darüber hinaus werden mit den digitalen Bilddaten von zwei oder mehr Andrucken zweckmäßig
auch mehrfarbige Soft- und/oder Hard-Proofs erzeugt, indem die in ein Farbsystem übersetzten
digitalen Bilddaten auf einem Monitor abgebildet oder auf einem Drucker ausgedruckt
werden, wobei sie einander zur Herstellung von mehrfarbigen Proofs registergetreu
überlagert werden. Die Erzeugung von einfarbigen Proofs einzelner Andrucke ist jedoch
ebenfalls möglich.
[0023] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Vorabprüfen eines mehrfarbigen
Druckerzeugnisses im Verpackungsdruck;
Fig. 2 eine vergrößerte schematische Ansicht eines wesentlichen Teils der Vorrichtung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der in einen Workflow integrierten Vorrichtung.
[0024] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung wird allgemein im Verpackungsdruck
eingesetzt, wo ein zum Beispiel aus einer Folie, Papier oder Karton bestehendes bahn-
oder bogenförmiges Substrat nacheinander im Tiefdruck auf mehreren hintereinander
in einer Druckmaschine angeordneten gravierten Druckzylindern mit verschiedenen Druckfarben,
wie z.B. Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bedruckt wird, die einander zur Herstellung
des Druckerzeugnisses überlagert werden.
[0025] Um es zu ermöglichen, eventuelle Abweichungen des zu druckenden mehrfarbigen Druckerzeugnisses
von einer der Gravur der Druckzylinder zugrundeliegenden Druckvorlage vor dem Einsatz
der Druckzylinder im Seriendruck zu korrigieren, wird eine automatisierte Vorabprüfung
vorgenommen, um die zum Beispiel durch Gravur- oder Übertragungsfehler verursachten
Abweichungen zu ermitteln.
[0026] Wie am besten in Fig. 1 dargestellt, umfasst die Vorrichtung zu diesem Zweck eine
automatisch arbeitende Andruckmaschine 2, in der nacheinander auf jedem der gravierten
Druckzylinder 4 eines Farbsatzes mit derselben Andruckfarbe auf einem bahnförmigen
Substrat 6 ein einfarbiger Andruck erzeugt wird, einen in Bewegungsrichtung des Substrats
6 hinter der Andruckmaschine 2 angeordneten Scanner 8, der die in Bewegungsrichtung
hintereinander auf dem Substrat 6 angeordneten Andrucke nacheinander selbsttätig abtastet,
um von jedem Andruck digitale Bild- oder Abtastdaten zu erzeugen, einen über eine
Datenleitung 10 mit dem Scanner 8 verbundenen Rechner 12, der die Bild- oder Abtastdaten
jedes Andrucks zur Auswertung mit Gravurdaten des zum Erzeugen des Andrucks verwendeten
Druckzylinders 4 vergleicht, sowie einen in Bewegungsrichtung des Substrats 6 hinter
dem Scanner 8 angeordneten kleineren Drucker 14. Das zu bedruckende bahnförmige Substrat
6 ist auf einer Vorratsrolle 16 der Andruckmaschine 2 aufgewickelt und wird nach seinem
Hindurchtritt durch die Andruckmaschine 2 auf eine in Bewegungsrichtung des Substrats
6 hinter dem Scanner 8 und dem Drucker 14 angeordnete gesteuert angetriebene Aufwickelrolle
18 aufgewickelt, die auch für den Vorschub des Substrats 6 sorgt.
[0027] Die Andruckmaschine 2 hat weiter die Aufgabe, einem darin eingelegten Druckzylinder
4 vor der Erzeugung des Andrucks automatisch die Andruckfarbe zuzuführen, diese gleichmäßig
auf der gravierten Umfangsfläche 20 des Druckzylinders 4 zu verteilen und die überschüssige
Andruckfarbe zu entfernen, sowie den Druckzylinder 4 nach dem Erzeugen des Andrucks
automatisch zu reinigen, bevor er aus der Andruckmaschine 2 entnommen und ein weiterer
Druckzylinder 4 in die Andruckmaschine 2 eingelegt wird.
[0028] Wie am besten in Fig. 2 dargestellt, umfasst die Andruckmaschine 2 ein Gehäuse 22,
aus dem die Vorratsrolle 16 teilweise übersteht, eine im Gehäuse 22 angeordnete Halterung
24, in die jeweils einer der Druckzylinder 4 um seine Längsachse drehbar eingelegt
werden kann, eine Mehrzahl von Führungs- und Anpressrollen 26, 28, 30, mit denen das
Substrat 6 von der Vorratsrolle 16 zu dem in die Andruckmaschine 2 eingelegten Druckzylinder
4 zugeführt und gegen die Umfangsfläche 20 des Druckzylinders 4 angepresst werden
kann, eine mit einem von mehreren Speicherbehältern 32 für die Andruckfarbe verbindbare
Farbauftragseinrichtung 34 zum Auftragen der Andruckfarbe auf die in die Halterung
24 eingelegten Druckzylinder 4 des Farbsatzes, eine Rakel 36 zum Abstreifen der überschüssigen
Andruckfarbe von den Umfangsflächen 20 der Druckzylinder 4, sowie eine Reinigungseinrichtung
38 zum Reinigen der Druckzylinder 4 nach dem Andruck und vor der Entnahme aus der
Andruckmaschine 2.
[0029] Bei dem Substrat 6 handelt es sich um ein für die jeweilige Andruckfarbe optimiertes
bzw. auf die Andruckfarbe abgestimmtes Standard-Substrat, zum Beispiel ein weißes
Papiermaterial.
[0030] Die Halterung 24 ist in Richtung einer Längsachse des Druckzylinders 4 beweglich,
so dass sie zur Entnahme eines nach der Benutzung gereinigten Druckzylinders 4 und
zum Einlegen eines neuen Druckzylinders 4 nach vorne oder hinten aus dem Gehäuse 22
herausgefahren werden kann.
[0031] Die Führungs- und Anpressrollen 26, 28 sind innerhalb des Gehäuses 22 in Richtung
der Doppelpfeile A in Fig. 2 beweglich, um das Substrat 6 nach dem Einfahren der Halterung
24 in das Gehäuse 22 gegen einen Umfangsabschnitt 40 des in die Halterung 24 eingelegten
Druckzylinders 4 anzupressen.
[0032] Die Farbauftragseinrichtung 34 umfasst eine Mehrzahl von Farbauftragsdüsen (nur eine
dargestellt) 42, die in Drehrichtung des Druckzylinders 4 (Pfeil B in Fig. 2) vor
dessen gegen das Substrat 6 anliegendem Umfangsabschnitt 40 im Gehäuse 22 angeordnet
sind. Die in axialer Richtung des Druckzylinders 4 nebeneinander angeordneten Farbauftragsdüsen
42 können gemeinsam in Richtung des Doppelpfeils C in Fig. 2 an die Umfangsfläche
20 des Druckzylinders 4 angenähert und während einer Drehung desselben automatisch
an der Umfangsfläche 20 entlang bewegt werden, um die Andruckfarbe aus dem Speicherbehälter
32 durch die mit diesem Speicherbehälter 32 verbundene Farbauftragsdüse 42 auf die
gesamte Umfangsfläche 20 aufzubringen und diese gleichmäßig mit der Andruckfarbe zu
benetzen. Jedoch kann alternativ auch eine Farbauftragseinrichtung verwendet werden,
mit der jeweils eine der Andruckfarben auf die Oberfläche 20 des Druckzylinders 4
gegossen werden kann.
[0033] Um zu vermeiden, dass der Speicherbehälter 32 gereinigt werden muss, wenn für ein
unterschiedliches Substrat 6, zum Beispiel ein saugfähigeres Substrat, oder für eine
Druckfarbe mit einer anderen Zusammensetzung, wie eine wasser- oder lösemittelbasierende
Druckfarbe, die Andruckfarbe gewechselt werden muss, weist die Andruckmaschine 2 mehrere
weitere Speicherbehälter 33 für Andruckfarben auf, die wahlweise mit den Farbauftragsdüsen
42 verbunden werden können.
[0034] Bei der für sämtliche Druckzylinder (1) eines Farbsatzes verwendeten Andruckfarbe
kann es sich grundsätzlich um eine beliebige Farbe handeln, deren abgestufte Druckdichten
oder Tonwerte mit hoher Auflösung vom Scanner 8 erfasst werden können. Dort, wo als
Scanner 8 ein Schwarzweiß-Scanner verwendet wird, kann die Andruckfarbe vorzugsweise
grau sein. Die Andruckfarbe wird so auf das verwendete Substrat 6 abgestimmt, dass
sie auf diesem ein breiteres Dichtespektrum erzeugt als dies bei der Kombination aus
Druckfarben und Substrat beim Seriendruck des mehrfarbigen Druckerzeugnisses der Fall
ist. Durch die größere Empfindlichkeit beim Andrucken im Vergleich zum Seriendruck
können beim Übersetzen der vom Scanner 8 erzeugten Bild- oder Abtastdaten in Druckdaten
des Seriendrucks durch ein Color Management-Programm besonders gute Ergebnisse erzielt
werden.
[0035] Die in Drehrichtung des Druckzylinders 4 hinter den Farbauftragsdüsen 42 angeordnete
Rakel 36 erstreckt sich über die gesamte Länge der in die Halterung 24 eingelegten
Druckzylinder 4 und kann in Richtung des Doppelpfeils D in Fig. 2 bis zum Kontakt
mit der Umfangsfläche 20 an den Druckzylinder 4 angenähert werden, wobei sie sich
zur Vermeidung von Beschädigungen an den Stirnenden des Druckzylinders 4 abstützt.
[0036] Die Reinigungseinrichtung 38 ist in Drehrichtung des Druckzylinders 4 hinter dem
gegen das Substrat 6 anliegenden Umfangsabschnitt 40 angeordnet und umfasst eine weitere
Rakel 44, die in Richtung des Doppelpfeils E in Fig. 2 an die Umfangsfläche 20 des
Druckzylinders 4 angenähert werden kann und zum Abstreifen von zurückgebliebener Andruckfarbe
von der Umfangsfläche 20 dient, sowie einen Hochdruckreiniger zur Reinigung der Umfangsfläche
20 mit einem aus heißem Wasser und Dampf bestehenden Reinigungsmedium, der eine Reinigungsdüse
46 umfasst. Die Reinigungsdüse 46 kann zur Reinigung der Umfangsfläche 20 in Richtung
des Doppelpfeils E in Fig. 2 an diese angenähert und in axialer Richtung an der Umfangsfläche
entlang bewegt werden, um das Reinigungsmedium unter hohem Druck auf die Umfangsfläche
20 zu sprühen. Unter dem Druckzylinder 4 ist eine Auffangwanne 48 zum Auffangen des
abtropfenden verunreinigten Reinigungsmediums angeordnet.
[0037] Während der Reinigung des Druckzylinders 4 und der anschließenden Entnahme des Druckzylinders
4 aus der Andruckmaschine 2 wird das Substrat 6 durch Anheben der Führungs- und Andruckrollen
26, 28 in die in Fig. 2 in strichpunktierten Linien dargestellte Stellung bewegt,
in der es von der Umfangsfläche 20 des Druckzylinders 4 abgehoben ist, um es vor einer
Verunreinigung zu schützen. Ggf. kann zur Reinigung zwischen das abgehobene Substrat
6 und den Umfangsabschnitt 40 noch eine Zwischenwand (nicht dargestellt) eingefahren
werden.
[0038] Der Scanner 8 ist in Bewegungsrichtung des Substrats 6 hinter einer Austrittsöffnung
50 des Gehäuses 22 auf der zuvor bedruckten Seite des Substrats 6 angeordnet, um jeden
Andruck unmittelbar nach seinem Austritt aus dem Gehäuse 22 zeilenweise quer zur Bewegungsrichtung
abzutasten oder zu scannen. Bei dem Scanner 8 handelt es sich um einen hochauflösenden
Einfarben- oder Grau-Scanner, der bei der Abtastung jedes einfarbigen Andrucks digitale
Bild- oder Abtastdaten erzeugt, die zur Auswertung durch die Datenleitung 10 an den
Rechner 12 übermittelt werden, wie in Fig. 1 dargestellt.
[0039] Bei der Auswertung im Rechner 12 werden die Bild- oder Abtastdaten, d.h. die beim
Abtasten im Scanner 8 erfassten Grauwerte der Andruckfarbe, von einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm
in Tonwerte der zu dem jeweiligen Druckzylinder zugehörigen Auszugsfarbe Cyan, Magenta,
Gelb bzw. Schwarz übersetzt, bevor sie mit den zum Rechner 12 zugeführten Gravurdaten
52 von demjenigen Druckzylinder 4 verglichen werden, mit dem zuvor der abgetastete
Andruck erzeugt worden ist.
[0040] Bei diesem Vergleich werden in einem ersten Montier-Schritt die übersetzten Bild-
oder Abtastdaten und die zugehörigen Gravurdaten 52 in Bezug zueinander ausgerichtet,
so dass entsprechende Bildpunkte des Andrucks eines Druckzylinders 4 und einer der
Gravur des Druckzylinders 4 zugrundeliegenden Druckvorlage zusammenfallen.
[0041] Anschließend werden in einem zweiten Vergleichs-Schritt die übersetzten Bild- oder
Abtastdaten jedes Andrucks und die zugehörigen Gravurdaten 52 Bildpunkt um Bildpunkt
verglichen, um Abweichungen zwischen den Bildpunkten des Andrucks und den entsprechenden
Bildpunkten der Druckvorlage zu ermitteln. Dieser Schritt kann zum Ausgleich von unterschiedlichen
Auflösungen eine Transformation der Auflösung der Abtastdaten oder der aus der Druckvorlage
erzeugten Gravurdaten umfassen.
[0042] Um es zu ermöglichen, das reale Druckergebnis vorherzusagen, das sich beim Seriendruck
mit dem zur Erzeugung des Andrucks verwendeten Druckzylinder 4 ergibt, werden die
übersetzten Bild- oder Abtastdaten des Andrucks in einem dritten Bearbeitungs-Schritt
mit einem Color Management-Programm bearbeitet. Dabei werden vom Color Management-Programm
unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen dem in der Andruckmaschine 2 verwendeten
Standard-Substrat und dem beim Seriendruck verwendeten Substrat Farbräume der Auszugsfarben
in Farbräume der beim Seriendruck verwendeten Druckfarben übersetzt. Da Color Management-Programme
und ihre Funktionsweise auf dem Fachgebiet bekannt sind, sollen sie hier nicht weiter
beschrieben werden.
[0043] Durch die zuvor erläuterte Auswertung der Bild- oder Abtastdaten im Rechner 12 lassen
sich unter anderem zum Beispiel durch Stichelbruch, Driftabweichungen, Prellen, Nachziehen,
Linienversatz oder bei der Datenaufbereitung für die Gravur verursachte Fehler auffinden,
die anschließend korrigiert werden können.
[0044] Zusätzlich zu der Auswertung der Bild- oder Abtastdaten im Rechner 12 wird vor dem
Seriendruck des Druckerzeugnisses eine zusätzliche Vorabprüfung vorgenommen, indem
aus den in die Tonwerte der Auszugsfarben des Farbsatzes übersetzten und einander
dann registergetreu überlagerten Bild- oder Abtastdaten sämtlicher einfarbiger Andrucke
ein realitätsnaher mehrfarbiger Proof erzeugt wird. Wie am besten in Fig. 1 dargestellt,
kann dieser Proof als Soft-Proof 54 auf einem Farbmonitor 56 des Rechners 12 abgebildet
oder als Hard-Proof 58 mittels eines Druckers 60, wie eines Tintenstrahldruckers,
auf einem Substrat ausgedruckt werden, bevorzugt auf dem für das Druckerzeugnis bestimmten
Substrat. Zur Anpassung der Farbräume der Auszugsfarben und der Druckfarben des Druckers
60 wird vorzugsweise ebenfalls ein Color Management-Programm verwendet.
[0045] Da als Quelle der Bilddaten die abgetasteten Andrucke sämtlicher Druckzylinder des
Farbsatzes dienen, entspricht der aus den Bilddaten erzeugte mehrfarbige Proof im
Wesentlichen dem eingangs beschriebenen, in einer konventionellen Andruckmaschine
erzeugten mehrfarbigen Andruck.
[0046] Bei Bedarf können aus den Bild- oder Abtastdaten einzelner Andrucke darüber hinaus
auch noch einfarbige Proofs erzeugt werden.
[0047] Als weitere Information kann aus den Bild- oder Abtastdaten von jedem der einfarbigen
Andrucke auch der genaue Umfang des zugehörigen Druckzylinders 4 ermittelt werden,
was sowohl bei der Erstellung des mehrfarbigen Proofs als auch beim Seriendruck eine
automatische Passersteuerung ermöglicht.
[0048] Wie in Fig. 1 und 3 dargestellt, kann der Rechner 12 oder ein System bestehend aus
mehreren, zur Gravur der Druckzylinder 4 dienenden Graviermaschinen 68 und der zuvor
beschriebenen, zur Vorabprüfung des Druckerzeugnisses dienenden Vorrichtung eine Schnittstelle
zu einem Status Manager 62 aufweisen, von dem weiterverarbeitete oder korrigierte
Daten 66 zum Kunden 64 des Druckereibetriebs übermittelt werden können.
[0049] Die zuvor beschriebene Vorrichtung kann ebenso wie das zuvor beschriebene Verfahren
nicht nur zur Vorabprüfung von Druckzylindern 4 im Tiefdruck sondern auch im Flexodruck
eingesetzt werden.
1. Verfahren zum Vorabprüfen eines mittels mehrerer Druckformen mit verschiedenfarbigen
Druckfarben zu druckenden mehrfarbigen Druckerzeugnisses, dadurch gekennzeichnet, dass mit mindestens einem Teil der Druckformen (4) ein einfarbiger Andruck erzeugt wird,
dass der einfarbige Andruck abgetastet wird, um digitale Bilddaten des einfarbigen
Andrucks zu erzeugen, und dass die digitalen Bilddaten des einfarbigen Andrucks ausgewertet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit mindestens zwei der Druckformen (4) unter Verwendung einer einzigen Andruckfarbe
jeweils ein einfarbiger Andruck erzeugt wird, dass die einfarbigen Andrucke einzeln
abgetastet werden, um digitale Bilddaten der einfarbigen Andrucke zu erzeugen, und
dass die digitalen Bilddaten der einfarbigen Andrucke ausgewertet werden.
3. Vorrichtung zum Vorabprüfen eines mittels mehrerer Druckformen mit verschiedenfarbigen
Druckfarben eines Farbsatzes zu druckenden mehrfarbigen Druckerzeugnisses, gekennzeichnet durch eine Andruckmaschine (2), die einen einfarbigen Andruck von mindestens einem Teil
der Druckformen (4) des Farbsatzes erzeugt, einen Einfarben- oder Grau-Scanner (8),
der den einfarbigen Andruck abtastet und digitale Bilddaten des einfarbigen Andrucks
erzeugt, sowie einen Rechner (12), der die digitalen Bilddaten des einfarbigen Andrucks
auswertet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckmaschine (2) unter Verwendung einer einzigen Andruckfarbe einfarbige Andrucke
von mindestens zwei der Druckformen (4) erzeugt, dass der Scanner (8) die einfarbigen
Andrucke abtastet und digitale Bilddaten der einfarbigen Andrucke erzeugt, und dass
der Rechner (12) die digitalen Bilddaten auswertet.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner Mittel zum Vergleichen der digitalen Bilddaten jedes einfarbigen Andrucks
mit digitalen Daten einer zur Herstellung der zugehörigen Druckform (4) verwendeten
Druckformvorlage umfasst.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner (12) die digitalen Bilddaten jedes einfarbigen Andrucks in digitale Bilddaten
einer Auszugfarbe des zugehörigen Druckzylinders übersetzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckmaschine (2) einen Vorrat (16) eines Substrats (6) für die einfarbigen
Andrucke sowie Mittel (18, 26, 28, 30) zum Zuführen des Substrats (6) vom Vorrat zu
einer in der Andruckmaschine (2) platzierten Druckform (4) umfasst.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckmaschine (2) eine Farbauftragseinrichtung (34) zum automatischen Aufbringen
der Andruckfarbe auf eine in der Andruckmaschine (2) platzierte Druckform (4) umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragseinrichtung (34) eine Mehrzahl von Farbauftragsdüsen (42) und/oder
eine Rakel (36) umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckmaschine (2) eine Reinigungsvorrichtung (38) zum Reinigen der Druckform
(4) umfasst.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (38) mindestens eine mit einem Reinigungsmedium unter Druck
beaufschlagbare Reinigungsdüse (46) und/oder eine Rakel (44) umfasst.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, gekennzeichnet durch eine unter der Druckform (4) in der Andruckmaschine (2) angeordnete Auffangwanne
(48).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Scanner (8) ein hochauflösender Scanner ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, gekennzeichnet durch einen hinter dem Scanner (8) angeordneten Drucker (14).
1. Method for the preliminary examination of a multiple-colour printed product to be
printed by means of a plurality of printing formes with printing inks of different
colours, characterized in that a single-colour press proof is produced by way of at least one part of the printing
formes (4), in that the single-colour press proof is scanned, in order to generate digital image data
of the single-colour press proof, and in that the digital image data of the single-colour press proof are evaluated.
2. Method according to Claim 1, characterized in that in each case one single-colour press proof is produced by way of at least two of
the printing formes (4) using a single press proof ink, in that the single-colour press proofs are scanned individually, in order to generate digital
image data of the single-colour press proofs, and in that the digital image data of the single-colour press proofs are evaluated.
3. Apparatus for the preliminary examination of a multiple-colour printed product to
be printed by means of a plurality of printing formes with printing inks of different
colours of a colour set, characterized by a press proof machine (2) which produces a single-colour press proof of at least
one part of the printing formes (4) of the colour set, a single-colour or greyscale
scanner (8) which scans the single-colour press proof and generates digital image
data of the single-colour press proof, and a computer (12) which evaluates the digital
image data of the single-colour press proof.
4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that the press proof machine (2) produces single-colour press proofs of at least two of
the printing formes (4) using a single press proof ink, in that the scanner (8) scans the single-colour press proofs and generates digital image
data of the single-colour press proofs, and in that the computer (12) evaluates the digital image data.
5. Apparatus according to either of Claims 3 and 4, characterized in that the computer comprises means for comparing the digital image data of each single-colour
press proof with digital data of a printing forme original which is used to produce
the associated printing forme (4).
6. Apparatus according to one of Claims 3 to 5, characterized in that the computer (12) converts the digital image data of each single-colour press proof
into digital image data of an extract colour of the associated impression cylinder.
7. Apparatus according to one of Claims 3 to 6, characterized in that the press proof machine (2) comprises a supply (16) of a substrate (6) for the single-colour
press proofs and means (18, 26, 28, 30) for feeding the substrate (6) from the supply
to a printing forme (4) which is positioned in the press proof machine (2).
8. Apparatus according to one of Claims 3 to 7, characterized in that the press proof machine (2) comprises an ink application device (34) for the automatic
application of the press proof ink to a printing forme (4) which is positioned in
the press proof machine (2).
9. Apparatus according to Claim 8, characterized in that the ink application device (34) comprises a plurality of ink application nozzles
(42) and/or a doctor blade (36).
10. Apparatus according to one of Claims 3 to 9, characterized in that the press proof machine (2) comprises a cleaning apparatus (38) for cleaning the
printing forme (4).
11. Apparatus according to Claim 10, characterized in that the cleaning apparatus (38) comprises at least one cleaning nozzle (46) which can
be loaded with a cleaning medium under pressure and/or a doctor blade (44) .
12. Apparatus according to one of Claims 3 to 11, characterized by a collecting trough (48) which is arranged below the printing forme (4) in the press
proof machine (2).
13. Apparatus according to one of Claims 3 to 12, characterized in that the scanner (8) is a high-resolution scanner.
14. Apparatus according to one of Claims 3 to 13, characterized by a printer (14) which is arranged downstream of the scanner (8).
1. Procédé pour l'examen préalable d'un produit imprimé multicolore devant être imprimé
avec des encres de couleurs différentes au moyen de plusieurs plaques d'impression,
caractérisé en ce qu'une impression monochrome est générée à l'aide d'au moins une partie des plaques d'impression
(4), en ce que l'impression monochrome est échantillonnée pour générer des données d'images numériques
de l'impression monochrome, et en ce que les données d'images numériques de l'impression monochrome sont évaluées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une impression monochrome est respectivement générée avec au moins deux plaques d'impression
(4) par utilisation d'une encre d'impression unique, en ce que les impressions monochromes sont échantillonnées individuellement pour générer des
données d'images numériques des impressions monochromes, et en ce que les données d'images numériques des impressions monochromes sont évaluées.
3. Dispositif destiné à l'examen préalable d'un produit imprimé multicolore devant être
imprimé avec des encres de couleurs différentes d'un jeu de couleurs au moyen de plusieurs
plaques d'impression, caractérisé par une machine d'impression (2) qui génère une impression monochrome d'au moins une
partie des plaques d'impression (4) du jeu de couleurs, par un numériseur monochrome
ou gris (8) qui échantillonne l'impression monochrome et génère des données d'images
numériques de l'impression monochrome, et par un calculateur (12) qui évalue les données
d'images numériques de l'impression monochrome.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la machine d'impression (2) génère des impressions monochromes d'au moins deux plaques
d'impression (4) par utilisation d'une encre d'impression unique, en ce que le numériseur (8) échantillonne les impressions monochromes et génère des données
d'images numériques des impressions monochromes, et en ce que le calculateur (12) évalue les données d'images numériques.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que le calculateur comprend des moyens destinés à comparer des données d'images numériques
de chaque impression monochrome avec des données numériques d'un modèle de plaque
d'impression utilisé pour réaliser la plaque d'impression associée (4).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le calculateur (12) convertit les données d'images numériques de chaque impression
monochrome en des données d'images numériques d'une couleur extraite du cylindre d'impression
associé.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que la machine d'impression (2) comprend une réserve (16) d'un substrat (6) destiné aux
impressions monochromes ainsi que des moyens (18, 26, 28, 30) destinés à introduire
le substrat (6) de la réserve vers une plaque d'impression (4) placée dans le machine
d'impression (2) .
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que la machine d'impression (2) comprend un dispositif d'application d'encre (34) destiné
à appliquer automatiquement l'encre d'impression sur une plaque d'impression (4) placée
dans le machine d'impression (2).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif d'application d'encre (34) comprend une pluralité de buses d'application
d'encre (42) et/ou une racle (36).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 9, caractérisé en ce que la machine d'impression (2) comprend un dispositif de nettoyage (38) destiné à nettoyer
la plaque d'impression (4).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de nettoyage (38) comprend au moins une buse de nettoyage (46) pouvant
être exposée à un agent de nettoyage sous pression et/ou une racle (44).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 11, caractérisé par une cuve de réception (48) disposée sous la plaque d'impression (4) dans le machine
d'impression (2).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 12, caractérisé en ce que le numériseur (8) est un numériseur à haute résolution.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 13, caractérisé par une imprimante (14) disposée à l'intérieur du numériseur (8).