[0001] Die Erfindung betrifft eine Seilflasche, insbesondere eine Unterflasche für Seilzüge,
mit wenigstens einer von einer Abdeckhaube mit Haubenöffnungen für ein Lastseil umgebenen
Seilrolle, wobei wenigstens ein relativ zur einer Haubenöffnung verschiebbar geführtes
Abdeckelement vorgesehen ist, wobei das Abdeckelement eine Seilöffnung für das Lastseil
aufweist und wobei die Seilöffnung in dem Abdeckelement kleiner als die Haubenöffnung
in der Abdeckhaube ist.
[0002] Aus der
DE 103 11 424 B3 ist eine Seilflasche, insbesondere Unterflasche für Seilzüge, bekannt, die mindestens
eine von einer Abdeckhaube mit Ein- und Austrittsöffnungen für ein Lastseil umgebene
Seilrolle aufweist, wobei in die Ein- und Austrittsöffnung ein Abdeckelement eingesetzt
ist, das eine Öffnung für das Lastseil aufweist, und die Öffnung in dem Abdeckelement
kleiner als die Ein- und Austrittsöffnung in der Abdeckhaube ist. Um eine Seilflasche
mit einem verbesserten Unfallschutz zu schaffen, wird in der
DE 103 11 424 B3 vorgeschlagen, daß die Ein- und Austrittsöffnung schlitzförmig ist und daß das Abdeckelement
in der Ein- und Austrittsöffnung verschiebbar ist. Das Abdeckelement weist hierzu
eine entsprechend dem Außenrand der Abdeckhaube kreisförmig gebogene Grundleiste auf,
die flächig auf der Außenfläche des Randes der Abdeckhaube aufliegt. In Umfangsrichtung
der Abdeckhaube erweitert sich die Grundleiste etwa ab deren Mitte in der Art, daß
ein Führungsbereich für das Lastseil in Form eines im wesentlichen rechtwinkligen
Dreiecks entsteht, dessen entsprechend gekrümmte Hypotenuse von der Grundleiste gebildet
wird. Die Öffnung für das Lastseil in dem Abdeckelement ist als Kanal ausgebildet,
der sich von der Grundleiste zu einer der beiden äußeren Kathetenseiten des Führungsbereichs
erstreckt. Die Längserstreckung des Kanals verläuft in der Ebene der Seilrolle in
einem Winkel von 90° zu einer durch den Ablaufpunkt des Lastseils von der Seilrolle
und dem Mittelpunkt der Seilrolle verlaufenden gedachten Geraden. Das Abdeckelement
überdeckt die Ränder der Ein- und Austrittsöffnung außen mit seiner Grundleiste und
nach innen mit einer Halteleiste, die die Ränder hintergreift, so daß das Abdeckelement
in Umfangsrichtung der Abdeckhaube verschiebbar an dieser befestigt ist. Die Halteleiste
liegt somit mit einer dem Rand der Abdeckhaube hinzugewandten Führungsfläche an der
Innenfläche des Randes an. Hierfür ist die Halteleiste über eine mittige Stegleiste
an der Unterseite der Grundleiste befestigt, so daß das Abdeckelement in diesem Bereich
einen H-förmigen Querschnitt aufweist.
[0003] Das aus der
DE 103 11 424 B3 bekannte Abdeckelement weist einen konstruktiv aufwendigen Aufbau auf. Im übrigen
kommt es aufgrund der Führung des Lastseiles in der als Kanal ausgebildeten Öffnung
in dem Abdeckelement zu einer verstärkten Reibung, die den Verschleiß des Lastseils
beschleunigt. Da die Stegleiste des Abdeckelementes in einem Spalt der Abdeckhaube
geführt ist, wobei das Abdeckelement die Abdeckhaube durchgreift, kommt es auch hier
zu erhöhten Reibkräften und einer erhöhten Gefahr des Verkantens des Abdeckelementes
an der Abdeckhaube.
[0004] Aus dem deutschen Patent
DE 196 02 931 C2 ist eine Unterflasche für Seilzüge bekannt. Die Unterflasche besteht im wesentlichen
aus einem zentralen Verbindungselement, das sowohl die Funktion einer Achse für hieran
an beiden Enden drehbar gelagerte Seilrollen als auch die Funktion eines Aufnahmeelementes
für einen Lasthaken in sich vereint. Der Lasthaken ist um eine vertikale Achse drehbar
von unten in dem Verbindungselement gelagert. An gegenüberliegenden Seiten des Verbindungselementes
sind die beiden Seilrollen koaxial zueinander sowie drehbar gelagert, um die die mit
dem Seilzug verbundenen Lastseile geführt sind. Die Seilrollen sind mit Abdeckhauben
als Unfallschutz versehen. Die Abdeckhauben sollen verhindern, daß die Finger bzw.
Hände des Bedieners zwischen Seil und Seilrolle eingezogen und eingeklemmt werden.
Jede Abdeckhaube ist mit zwei Ein- und Austrittsöffnungen versehen, damit das um die
Seilrolle geführte Lastseil in die Abdeckhaube eintreten sowie wieder aus dieser austreten
kann. Die Seilöffnungen weisen eine große Längserstreckung auf, da der Öffnungswinkel
zwischen den beiden Trumen der Lastseile in Abhängigkeit von der Ausgestaltung des
Seilzugs und des Abstandes zwischen dem Seilzug und der Unterflasche etwa zwischen
0° und 30° variieren kann. Entsprechender Weise wandert der Ablaufpunkt des Lastseiles
von der Seilrolle im Bereich der Ein- und Austrittsöffnungen. Da der Durchmesser des
Seils nur einen Bruchteil der Länge der Ein- und Austrittsöffnung beträgt, kann es
weiterhin passieren, daß die Hand oder die Finger eines Bedieners der Unterflasche
von dem Lastseil in den verbleibenden Freiraum der Ein- und Austrittsöffnung eingezogen
werden.
[0005] Das deutsche Patent
DE 34 05 759 C2 offenbart eine Seilflasche mit einer oder mehreren auf einer Lagerachse gelagerten
Seilrollen, mit beidseitig der Seilrollen auf der Lagerachse befestigten Deckelwangen
und mit einem Verankerungsmittel für die Seilflasche.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seilflasche der eingangs genannten
Art, insbesondere eine Unterflasche für Seilzüge, mit einem verbesserten Unfallschutz
und langer Haltbarkeit zu schaffen, die sich in einfacher Weise und kostengünstig
herstellen läßt und beim Bewegen des Lastseils zu einem nur geringen Verschleiß des
Lastseils führt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Seilflasche der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß das Abdeckelement streifenförmig und unterhalb von der Haubenöffnung
angeordnet ist. Bei der erfindungsgemäßen Seilflasche ist das Abdeckelement als Abdeckleiste
ausgebildet, die die Abdeckhaube nicht von oben durch- oder hintergreift, sondern
unterhalb von der Haubenöffnung angeordnet ist. Dabei ist das Abdeckelement zwischen
der Seilrolle und der Abdeckhaube in Umfangsrichtung frei durch das Seil bewegbar
geführt. Letztlich läßt sich das Abdeckelement in Umfangsrichtung bereichsweise verschieben,
wobei die Endpositionen beim Hin- und Herverschieben des Abdeckelementes durch den
jeweiligen obersten und untersten Ablaufpunkt des Lastseiles von der Seilrolle bzw.
den obersten und untersten Einlaufpunkt des Lastseils in den Rillenbereich der Seilrolle
und damit auf den Bereich der Haubenöffnungen festgelegt sind. Das erfindungsgemäße
Abdeckelement weist einen konstruktiv einfachen Aufbau auf und läßt sich bei geringen
Reibkräften verschieben, ohne das ein Verkanten des Abdeckelementes an der Abdeckhaube
oder der Seilrolle befürchtet werden muß. Im übrigen werden durch das Abdeckelement
bei der erfindungsgemäßen Seilflasche ein geringer Verschleiß des Lastseils und ein
hoher Unfallschutz gewährleistet.
[0008] Bei maximaler Verschiebung des Abdeckelementes in Umfangsrichtung der Seilrolle,
wobei die Endpositionen beim Hin- und Herverschieben des Abdeckelementes durch den
jeweiligen obersten und untersten Ablaufpunkt des Lastseiles von der Seilrolle bzw.
den obersten und untersten Einlaufpunkt des Lastseils in den Rillenbereich der Seilrolle
festgelegt sind, ist das Abdeckelement zumindest im Bereich seiner Querränder noch
von einem bereichsweise die Seilrolle umlaufenden Rand der Abdeckhaube überdeckt,
so daß ein wirkungsvoller Eingriffschutz gewährleistet ist. Vorzugsweise weist das
Abdeckelement in diesem Zusammenhang bei mittiger Anordnung der Seilöffnung im Abdeckelement
eine Länge auf, die größer als die zweifache Länge der Haubenöffnung in Umfangsrichtung
ist.
[0009] Das Abdeckelement kann in Umfangsrichtung verschiebbar auf der Seilrolle aufliegen
bzw. auf der Seilrolle gelagert sein. Bei dieser Ausführungsform kann das Abdeckelement
eine im wesentlichen kreisförmig gebogene Leiste aufweisen, die mit der in radialer
Richtung außen liegenden Flachseite an den umlaufenden Rand der Abdeckhaube angrenzt.
Die Abbiegung des Abdeckelementes ist dabei an die Abbiegung des Randes der Abdeckhaube
angepaßt. Auf der der Seilrolle zugewandten inneren Flachseite des Abdeckelementes
kann ein im Bereich der Mittellängsachse verlaufender Führungsabschnitt vorgesehen
sein, wobei der Führungsabschnitt über einen flachen Randbereich des Abdeckelementes
übersteht und in den Rillenbereich der Seilrolle eingreift und wobei der Führungsabschnitt
auf benachbarten Rillenschenkeln der Seilrolle verschiebbar geführt ist. Dadurch läßt
sich das Abdeckelement in einfacher Weise relativ zur Abdeckhaube einerseits und relativ
zur Seilrolle andererseits in Umfangsrichtung verschieben. Grundsätzlich ist es aber
auch möglich, daß an dem Rand der Abdeckhaube entsprechende Führungsabschnitte auf
der Innenseite des Randes vorgesehen sind, in denen das Abdeckelement verschiebbar
geführt ist.
[0010] Die Haubenöffnung kann über die gesamte Länge in Umfangsrichtung der Seilrolle eine
gleiche Breite aufweisen, wobei die Haubenöffnung durch eine in Umfangsrichtung bereichsweise
Unterbrechung des Randes der Abdeckhaube gebildet wird. Das Abdeckelement kann dann
als Leiste mit einer in Längs- bzw. Umfangsrichtung gleichbleibenden Breite ausgebildet
sein, die der Breite der Haubenöffnung bzw. dem Abstand zwischen zwei die Abdeckhaube
bildenden Seitenwänden der Abdeckhaube entspricht. Dies trägt zu einem einfachen konstruktiven
Aufbau der erfindungsgemäßen Seilflasche bei.
[0011] Die Seilöffnung kann in Umfangsrichtung durch einen kreisbogenförmigen Randabschnitt
des Abdeckelementes begrenzt werden, um den Verschleiß beim ein- und auslaufenden
Lastseil an dem Abdeckelement zu verringern. Die Seilöffnung kann auch als Langloch
ausgebildet sein. Vorzugsweise läuft das Lastseil an gerundeten oder angefasten Kanten
des Abdeckelementes ein- bzw. ab, um die Reibungskräfte beim Bewegen des Lastseils
zu verringern.
[0012] Um den Verschleiß weiter zu verringern, kann das Abdeckelement wenigstens eine in
radialer Richtung über den Rand der Abdeckhaube überstehende oder mit dem Rand der
Abdeckhaube ausgefluchtete Anschlagschräge aufweisen, wobei die Anschlagschräge die
Seilöffnung in Umfangsrichtung begrenzt, wobei das Lastseil an der Anschlagschräge
ein- bzw. ausläuft und wobei die Anschlagschräge bei Erreichen eines obersten Einlauf-
bzw. Ablaufpunktes oder eines untersten Einlauf- bzw. Ablaufpunktes des Lastseils
von der Seilrolle gegen den Rand der Abdeckhaube zur Anlage kommt. Das ein- bzw. auslaufende
Lastseil reibt somit nicht an der Abdeckhaube, was zu einem geringen Verschleiß beiträgt.
[0013] Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Seilöffnung im
Bereich der Mittelquerachse des Abdeckelementes vorgesehen. Bei mittig angeordneter
Seilöffnung weist das Abdeckelement vorzugsweise eine Länge in Umfangsrichtung auf,
die zumindest der doppelten Länge der Haubenöffnung entspricht. Dadurch wird sichergestellt,
daß die Haubenöffnung bei jedem möglichen Einlauf- bzw. Ablaufpunkt des Lastseils
von dem Abdeckelement verschlossen ist, wobei das Lastseil durch die Seilöffnung in
dem Abdeckelement ein- bzw. abläuft.
[0014] Die Breite der Seilöffnung in dem Abdeckelement kann dem 1,2 bis 2-fachen, insbesondere
dem 1,5-fachen, des Durchmessers des Lastseils entsprechen. Bei einer kreisförmigen
Seilöffnung gilt dies entsprechend für den Durchmesser der Seilöffnung. Durch eine
ausreichende Größe der Seilöffnung wird der Verschleiß des Lastseils verringert.
[0015] Um das Abdeckelement in einfacher Weise nachrüsten und die Seilrolle austauschen
zu können, ist bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen,
daß das Abdeckelement mehrteilig ausgebildet ist, wobei eine Teilungsachse bzw. Trennebene
durch die Seilöffnung verläuft. Vorzugsweise können zwei streifenförmige Abdeckteile
vorgesehen sein, die über die Längsseiten lösbar miteinander verbindbar sind, wobei
zwischen den Längsseiten die Seilöffnung gebildet wird. Es ist aber auch möglich,
daß ein erstes Abdeckteil mit einer sich in Umfangsrichtung von einer Seilöffnung
bis zu einem Querrand des ersten Abdeckteils erstreckenden Längsausnehmung und ein
zweites Abdeckteil zum Verschließen der Längsausnehmung vorgesehen sind, wobei die
Längsausnehmung im Bereich der Mittellängsachse des ersten Abdeckteils verläuft. Das
erste Abdeckteil kann in Umfangsrichtung im wesentlichen U-förmig ausgebildet sein
mit zwei sich in Längsrichtung erstreckenden voneinander beabstandeten Randstegen,
zwischen denen die Längsausnehmung bebildet wird. Damit läßt sich das Lastseil nach
dem Trennen der beiden Abdeckteile über die Längsausnehmung in die Seilöffnung einfädeln.
Anschließend wird dann das zweite Abdeckteil wieder mit dem ersten Abdeckteil verbunden,
um die Längsausnehmung zu verschließen, was dazu führt, daß das Lastseil in der von
den beiden Abdeckteilen begrenzten Seilöffnung sicher geführt ist.
[0016] Das Abdeckelement kann als Formteil aus Blech ausgebildet und entsprechend der Form
der Seilrolle und/oder der Abdeckhaube gebogen sein, so daß insbesondere eine Führung
auf der Seilrolle gewährleistet ist. Vorzugsweise kann das Abdeckelement aber auch
aus einem elastischen Material, insbesondere aus Kunststoff, hergestellt sein, so
daß sich das Abdeckelement bei der Montage selbsttätig an die Form der Seilrolle und/oder
der Abdeckhaube anpaßt. Zudem wird bei Einsatz eines Abdeckelementes aus Kunststoff
der Abrieb an dem Lastseil verringert.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung exemplarisch beschrieben, wobei
die Erfindung nicht auf die in der Zeichnung offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt
ist und wobei die zuvor beschriebenen Merkmale und die anhand der Zeichnung beschriebenen
Merkmale bedarfsweise miteinander kombiniert werden können, auch wenn dies nicht im
einzelnen offenbart worden ist.
[0018] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Unterflasche mit zwei Seilrollen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Abdeckelementes der
in Fig. 1 dargestellten Unterflasche,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Abdeckelementes,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform eines Abdeckelementes,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht des in Fig. 2 dargestellten Abdeckelementes entlang der Schnittlinie
A-A,
- Fig. 6
- eine Querschnittsansicht einer zweiten Ausführungsform eines Abdeckelementes und
- Fig. 7
- ein Querschnittsansicht einer dritten Ausführungsform eines Abdeckelementes.
[0019] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Unterflasche 1
gezeigt, die über um Seilrollen 2 geführte Paare von Lastseilen 3 an einem nicht dargestellten
Seilzug aufgehängt ist. Die Unterflasche 1 besteht im wesentlichen aus einem zentralen
nicht gezeigten Verbindungselement mit zwei seitlich gelagerten Seilrollen 2 und einem
von unten hieran aufgehängtem Lasthaken 4. Der Lasthaken 4 ist um eine vertikale Achse
drehbar an dem Verbindungselement gelagert, so wie dies in der
DE 103 11 424 B3 beschrieben ist.
[0020] Die koaxial zueinander angeordneten und über das Verbindungselement voneinander beabstandeten
Seilrollen 2 sind jeweils von kreisförmigen Abdeckhauben 5 umgeben, die in ein äußeres
Haubenteil 6 und in ein inneren Haubenteil 7 in der Ebene der Seilrolle 2 geteilt
sind. Die Haubenteile 6, 7 sind scheibenförmig ausgebildet und über einen umlaufenden
Rand 8 miteinander verbunden. Die beiden Haubenteile 6, 7 begrenzen zusammen mit dem
Rand 8 einen flachzylindrischen Hohlraum zur Aufnahme der Seilrolle 2. Der Rand 8
kann Bestandteil eines Haubenteils 6, 7 sein. Es können auch schalen- oder tellerförmig
ausgebildete Haubenteile 6, 7 vorgesehen sein, wobei die Ränder der Haubenteile 6,
7 gegeneinander anliegen. In Fig. 1 ist die Abdeckhaube 5 der vorderen Seilrolle 2
aufgeschnitten dargestellt, so daß der Blick auf die Seilrolle 2 freigegeben ist.
[0021] In jeder Abdeckhaube 5 sind zwei Haubenöffnungen für den Einlauf des Lastseils 3
auf die Seilrolle 2 und für dessen Ablauf von der Seilrolle 2 vorgesehen. Die Haubenöffnungen
weisen in Umfangsrichtung der Seilrolle 2 bzw. der Abdeckhaube 5 gesehen eine Länge
L auf, die einem Mehrfachen des Durchmessers des Lastseils 3 entspricht. Die Länge
L ist erforderlich, da während des Betriebes des Seilzugs der Winkel zwischen den
Trumen der Lastseile 3 variiert und sich somit der Ablaufpunkt des Lastseils 3 von
der Seilrolle 2 ändert. Die Länge der Haubenöffnung kann bezogen auf den Umfang der
Seilrolle 2 bzw. der Abdeckhaube 5 ca. 90° betragen. Die Haubenöffnung weist über
die gesamte Länge L in Umfangsrichtung eine gleiche Breite auf, wobei die Haubenöffnung
durch eine in Umfangsrichtung bereichsweise Unterberechung des Randes 8 der Abdeckhaube
5 gebildet wird. Die vorhandene Länge L der Haubenöffnung verhindert dabei, daß das
Lastseil 3 an dem Rand 8 der Abdeckhaube 5 vorbeischleift und hierdurch Schaden nehmen
kann. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Abdeckhauben 8 als Blechformteile
ausgebildet sind.
[0022] Wie sich weiter aus Fig. 1 ergibt, weist die Unterflasche 1 relativ zu den Haubenöffnungen
in Umfangsrichtung verschiebbar geführte Abdeckelemente 9 auf, wobei jedes Abdeckelement
9 eine Seilöffnung 10 für das Lastseil 3 aufweist und wobei die Seilöffnung 10 in
dem Abdeckelement 9 kleiner als die Haubenöffnung in der Abdeckhaube 5 ist. Durch
das Abdeckelement 9 wird die Größe der Haubenöffnungen auf die Größe der Seilöffnung
10 verringert, wodurch erfolgreich verhindert wird, daß eine Hand oder ein Finger
des Bedieners von dem Lastseil 3 in die Haubenöffnung gezogen werden kann.
[0023] Wie sich insbesondere aus den Figuren 2 bis 4 ergibt, ist das Abdeckelement 9 streifenförmig
ausgebildet und zwischen der Abdeckhaube 5 und der Seilrolle 2 in Umfangsrichtung
der Seilrolle 2 verschiebbar angeordnet. Die Abdeckelemente 9 werden dabei frei von
dem Lastseil 3 geführt bzw. in Umfangsrichtung verschoben. Dadurch ergibt sich ein
einfacher konstruktiver Aufbau der Unterflasche 1 bei geringen Herstellungskosten
und hohem Unfallschutz. Ein Verklemmen oder Verkanten des Abdeckelementes 9 an der
Abdeckhaube 5 steht nicht zu befürchten. Da das Lastseil 3 durch die Seilöffnung 10
hindurchgeführt ist und somit das Abdeckelement 9 von dem Lastseil 3 geführt wird,
ist die Verschiebung des Abdeckelementes 9 in Umfangsrichtung der Seilrolle 2 bestimmt
durch die Lage des jeweiligen Ablauf- bzw. Einlaufpunktes des Lastseiles 3 im Bereich
einer Haubenöffnung. Dabei wird das Abdeckelement 9 bei maximaler Verschiebung in
Umfangsrichtung zumindest im Bereich seiner Querränder 11 noch von dem Rand 8 der
Abdeckhaube 5 überdeckt, so daß ein sicherer Verschluß der Haubenöffnung bei jedem
möglichen Ablauf- bzw. Einlaufpunkt des Lastseiles 3 gewährleistet ist.
[0024] Wie in den Figuren 5 bis 7 dargestellt, kann das Abdeckelement 9 in Umfangsrichtung
der Seilrolle 2 verschiebbar auf der Seilrolle 2 aufliegen. Das Abdeckelement 9 kann
auf der der Seilrolle 2 zugewandten Innenseite 12 einen im Bereich der Mittellängsachse
verlaufenden Führungsabschnitt 13 aufweisen, wobei der Führungsabschnitt 13 in den
Rillenbereich 14 der Seilrolle 2 eingreift. Der Rillenbereich 14 der Seilrolle 2 wird
begrenzt durch zwei Rillenschenkel 15, wobei der Führungsabschnitt 13 auf Innenflächen
16 von benachbarten Rillenschenkeln 15 der Seilrolle 2 verschiebbar geführt sein kann.
Dies ist in Fig. 5 dargestellt. Der Führungsabschnitt 13 steht über die Längsränder
17 des Abdeckelementes 9 in Richtung zu dem Rillenbereich 14 über, wobei die Längsränder
17 nicht auf den Längskanten 18 der Rillenschenkel 15 aufliegen.
[0025] Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist das Abdeckelement 9 wellenförmig
ausgebildet mit im wesentlichen gleichbleibender Dicke. Hier wird der Führungsabschnitt
13 durch einen in den Rillenbereich 14 eingreifenden bogenförmigen Abschnitt des Abdeckelementes
9 gebildet, wobei das Abdeckelement 9 im Bereich des Führungsabschnitts 13 gegen die
Innenflächen 16 der Rillenschenkel 15 anliegt und dadurch geführt ist. Die Längsränder
17 des Abdeckelementes 9 liegen wiederum nicht auf den Rillenschenkeln 15 auf.
[0026] Dem entgegen ist bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform vorgesehen, daß
das Abdeckelement 9 einen ausgebauchten Führungsabschnitt 13 aufweist, der über die
Längsränder 17 in Richtung zum Rillenbereich 14 übersteht und in den Rillenbereich
14 eingreift. Bei dieser Ausführungsform liegt das Abdeckelement 9 auf der Innenseite
12 zum einen bereichsweise mit den Längsrändern 17 auf den Längskanten 18 der Rillenschenkel
15 und zum anderen bereichsweise mit dem Führungsabschnitt 13 auf den Innenflächen
16 der Rillenschenkel 15 auf.
[0027] Wie sich insbesondere aus den Figuren 2 bis 4 ergibt, weist das Abdeckelement 9 eine
als Langloch ausgebildete Seilöffnung 10 für das Lastseil 3 auf. Die Seilöffnung 10
ist dabei im Bereich der Mittelquerachse X des Abdeckelementes 9 vorgesehen und teilt
das Abdeckelement 9 in zwei Hälften, wobei jede Hälfte eine gleiche Länge aufweisen
kann. Die Breite b der Seilöffnung 10 kann vorzugsweise dem 1,2 bis 2-fachen, insbesondere
dem 1,5-fachen, des Durchmessers des Lastseils 3 entsprechen. Dadurch werden die Reibungskräfte
zwischen dem Lastseil 3 und dem Abdeckelement 9 bei der Bewegung des Lastseils 3 im
Bereich der Seilöffnung 10 verringert, was zu einem geringeren Verschleiß des Lastseils
3 beiträgt.
[0028] Gemäß Fig. 2 ist das Abdeckelement 9 mehrteilig ausgebildet, wobei eine Teilungsachse
Y
1 die Seilöffnung 10 schneidet. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform verläuft
die Teilungsachse Y
1 zwischen zwei streifenförmigen Abdeckteilen 20, 21, wobei die Abdeckteile 20, 21
an benachbarten Längsseiten 22, 23 lösbar miteinander verbindbar sind. Das Abdeckteil
21 weist quer zur Umfangsrichtung die Form eines U-förmigen und in Umfangsrichtung
gebogenen Rahmens auf, in den sich das Abdeckteil 20 in Richtung der Mittelquerachse
X des Abdeckelementes 9 einstecken läßt. Dadurch wird die Seilöffnung 10 gebildet.
Die Zweiteilung des Abdeckelementes 9 in Längs- bzw. Umfangsrichtung ermöglicht den
Ausbau der Seilrolle 2 bei eingeschertem Lastseil 3.
[0029] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist das Abdeckelement 9 einteilig
ausgebildet. Hier kann das Abdeckelement 9 vorzugsweise aus einem elastischen Material,
insbesondere aus Kunststoff, bestehen, so daß sich das Abdeckelement 9 bei der Montage
an den Radius der Seilrolle 2 selbsttätig anpaßt. Im übrigen wird bei einem Abdeckelement
9 aus Kunststoff der Abrieb am Lastseil 3 verringert.
[0030] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Abdeckelementes 9 dargestellt, wobei
das Abdeckelement 9 ein erstes Abdeckteil 24 mit einer sich in Umfangsrichtung von
der Seilöffnung 10 bis zu einem Querrand 26 des ersten Abdeckteils 24 erstreckenden
Längsausnehmung im Bereich der Mittellängsachse Y
2 aufweist. Zum Verschließen der Längsausnehmung ist ein zweites Abdeckteil 25 vorgesehen,
das sich über die Querränder 26 des ersten Abdeckteils 24 in Umfangsrichtung in die
Längsausnehmung einschieben läßt. Das erste Abdeckteil 24 ist in Umfangsrichtung U-förmig
ausgebildet und weist zwei sich in Umfangsrichtung erstreckende stegförmige und gebogene
Randabschnitte 27 auf. Die Randabschnitte 27 begrenzen die Längsausnehmung, wobei
sich nach dem Trennen der beiden Abdeckteile 24, 25 das Lastseil 3 über die Längsausnehmung
bis in den Bereich der Seilöffnung 10 einfädeln läßt. Anschließend wird dann das Abdeckelement
25 wieder mit dem Abdeckteil 24 verbunden, so daß das Lastseil 3 sicher in der Seilöffnung
10 geführt ist. Hier kann vorzugsweise eine Steckverbindung zwischen den beiden Abdeckteilen
24, 25 vorgesehen sein.
1. Seilflasche, insbesondere Unterflasche (1) für Seilzüge, mit wenigstens einer von
einer Abdeckhaube (5) mit Haubenöffnungen für ein Lastseil (3) umgebenen Seilrolle
(2), wobei wenigstens ein relativ zu einer Haubenöffnung verschiebbar geführtes Abdeckelement
(9) vorgesehen ist, wobei das Abdeckelement (9) eine Seilöffnung (10) für das Lastseil
(3) aufweist und wobei die Seilöffnung (10) in dem Abdeckelement (9) kleiner als die
Haubenöffnung in der Abdeckhaube (5) ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) streifenförmig und unterhalb von der Haubenöffnung angeordnet
ist.
2. Seilflasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) bei maximaler Verschiebung in Umfangsrichtung der Seilrolle
(2) zumindest im Bereich der Querränder (11) des Abdeckelements (9) von einem Rand
(8) der Abdeckhaube (5) überdeckt wird.
3. Seilflasche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) in Umfangsrichtung verschiebbar auf der Seilrolle (2) aufliegt.
4. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) auf der der Seilrolle (2) zugewandten Innenseite (12) einen
im Bereich der Mittellängsachse verlaufenden Führungsabschnitt (13) aufweist, wobei
der Führungsabschnitt (13) über einen Randbereich (17) des Abdeckelements (9) übersteht
und in den Rillenbereich (14) der Seilrolle (2) eingreift und wobei der Führungsabschnitt
(13) auf benachbarten Rillenschenkeln (15) der Seilrolle (2) verschiebbar geführt
ist.
5. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haubenöffnung über die gesamte Länge (L) in Umfangsrichtung eine gleiche Breite
aufweist, wobei die Haubenöffnung durch eine in Umfangsrichtung bereichsweise Unterbrechung
des Randes (8) der Abdeckhaube (5) gebildet wird.
6. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) eine im wesentlichen kreisförmige Seilöffnung (10) für das
Lastseil (3) aufweist.
7. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilöffnung (10) im Bereich der Mittelquerachse (X) des Abdeckelementes (9) vorgesehen
ist.
8. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (b) der Seilöffnung (10) dem 1,2- bis 2-fachen, insbesondere dem 1,5-fachen,
des Durchmessers des Lastseils (3) entspricht.
9. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) mehrteilig ausgebildet ist, wobei eine Teilungsachse (Y1) die Seilöffnung (10) schneidet.
10. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) zwei streifenförmige Abdeckteile (20, 21) aufweist, wobei die
Abdeckteile (20, 21) an benachbarten Längsseiten (22,23) lösbar miteinander verbunden
sind.
11. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) ein erstes Abdeckteil (24) mit einer sich von der Seilöffnung
(10) bis zu einem Querrand (26) des ersten Abdeckteils (24) erstreckenden Längsausnehmung
im Bereich der Mittellängsachse (Y2) aufweist und daß ein zweites Abdeckteil (25) zum Verschließen der Längsausnehmung
vorgesehen ist.
12. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) als Formteil aus Blech ausgebildet und entsprechend dem Radius
der Seilrolle (2) gebogen ist.
13. Seilflasche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckelement (9) aus einem elastischen Material, insbesondere aus Kunststoff,
besteht.