Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Behandeln
von Flüssigkeiten mit magnetischen Partikeln. Die Vorrichtung sowie das Verfahren
sind beispielsweise für Anwendungszwecke in der Biochemie, klinischen Chemie, Molekularbiologie,
Mikrobiologie, medizinischen Diagnostik oder forensischen Medizin geeignet.
Technischer Hintergrund
[0002] Im Stand der Technik ist eine Vielzahl von Verfahren zum Behandeln von Flüssigkeiten
mit magnetischen Partikeln bekannt, wobei sich diese meist auf das Abtrennen von Nukleinsäuren
oder anderen biologisch oder biochemisch relevanten Stoffen aus einer Lösung beziehen.
[0003] Verfahren, die auf der magnetischen Abtrennung unter Verwendung von spezifisch und/oder
unspezifisch bindenden, magnetischen Partikeln beruhen, haben im Bereich der Probenvorbereitung
für diagnostische oder analytische Untersuchungen, insbesondere für die Isolierung
von Nukleinsäuren, Proteinen und Zellen, zunehmende Bedeutung erlangt.
[0004] Dies gilt insbesondere für automatisierte Verfahren, da auf diese Weise eine große
Anzahl von Proben innerhalb kurzer Zeit vorbereitet werden können und auf arbeitsaufwendige
Zentrifugationsschritte verzichtet werden kann. Dadurch werden die Voraussetzungen
für einen effizienten und hohen Probendurchsatz geschaffen. Dies ist von enormer Bedeutung,
da eine rein manuelle Handhabung von sehr großen Probenzahlen praktisch nicht zu bewältigen
ist.
[0005] Das Grundprinzip der magnetischen Abtrennung von Substanzen aus komplexen Gemischen
beruht darauf, dass magnetische Partikel z.B. durch chemische Behandlung ihrer Oberfläche
mit spezifischen Bindungseigenschaften für die abzutrennenden Zielsubstanzen ausgestattet
werden. Die Größe solcher Magnetpartikel liegt im Allgemeinen im Bereich von ca. 0,05
bis 500 µm, so dass sie eine große Oberfläche für die Bindungsreaktion bereitstellen.
In Abhängigkeit von ihrer Größe und Beschaffenheit können die magnetischen Partikel
eine Dichte aufweisen, die ähnlich der Dichte der Flüssigkeit ist, in der sie suspendiert
sind. In diesem Fall kann eine Sedimentierung der magnetischen Partikel durchaus einige
Stunden dauern.
[0006] Bei bekannten Trennverfahren werden die Magnetpartikel durch Anwendung magnetischer
Kräfte bzw. eines Magnetfeldes, beispielsweise mittels eines Permanentmagneten, an
einer Stelle immobilisiert. Diese Ansammlung der Magnetpartikel wird auch als Pellet
oder Magnetsediment bezeichnet. Nachfolgend wird der flüssige Überstand beispielsweise
durch Absaugen oder Dekantieren abgetrennt und verworfen. Da die Magnetpartikel durch
die magnetischen Kräfte immobilisiert sind, wird weitgehend verhindert, dass magnetische
Partikel zusammen mit dem Überstand abgetrennt werden.
[0007] Typischerweise werden die immobilisierten Magnetpartikel anschließend resuspendiert.
Zur Anreicherung der gebundenen Zielsubstanzen wird eine Elutionsflüssigkeit bzw.
ein Elutionspuffer verwendet. Die Bindung zwischen der Zielsubstanz und den Magnetpartikeln
wird gelöst und die Zielsubstanz-Moleküle von den Magnetpartikeln freigesetzt. Die
Zielsubstanz-Moleküle können dann zusammen mit der Elutionsflüssigkeit abgetrennt
werden, während die Magnetpartikel durch Einwirkung eines Magnetfeldes immobilisiert
werden. Durch Verringerung des Volumens an Elutionsflüssigkeit in Bezug zum primären
Ausgangsvolumen zur Bindung, können die Zielsubstanz-Moleküle nicht nur angereichert,
sondern auch konzentriert werden. Vor dem Elutionsschritt können ein oder mehrere
Waschschritte durchgeführt werden.
[0008] Für die Durchführung solcher Trennverfahren mittels magnetischer Partikel sind verschiedenartige
Vorrichtungen beschrieben worden. So beschreibt
US 2001/0022948 eine Vorrichtung, bei der ein magnetischer Stab in ein erstes Reaktionsgefäß eintaucht,
das in Flüssigkeit suspendierte magnetische Partikel enthält.
[0009] Dort zieht der magnetische Stab die magnetischen Partikel an, so dass die Magnetpartikel
an dem Stab anhaften. Der magnetische Stab wird dann zusammen mit den daran anhaftenden
magnetischen Partikeln aus dem Reaktionsgefäß gezogen und in ein zweites Reaktionsgefäß
eingeführt. Dort wird dann die Magnetkraft des Stabes verringert bzw. abgeschaltet,
so dass sich die magnetischen Partikel von dem Stab lösen und in einer im Reaktionsgefäß
befindlichen Flüssigkeit suspendiert werden. Ähnliche Verfahren sind auch aus der
US 6,065,605 und der
WO 2005/005049 bekannt.
[0010] Hingegen ist aus der
EP 0 965 842 eine Vorrichtung bekannt, bei der die magnetischen Partikel zusammen mit der Flüssigkeit,
in der sie suspendiert sind, in einer Pipette aufgezogen werden. Die Pipettenspitze
weist einen speziellen Separationsbereich auf, der durch einen Magneten mit einem
Magnetfeld beaufschlagt werden kann. Dadurch werden die Magnetpartikel als Pellet
oder Magnetsediment an der Innenseite der Pipettenspitze immobilisiert. Anschließend
wird die aspirierte Flüssigkeit durch die Pipettierfunktion der Vorrichtung aus der
Pipettenspitze entfernt.
[0011] Danach kann das Magnetfeld im Separationsbereich wieder entfernt werden, wodurch
die im Pellet immobilisierten Magnetpartikel wieder freigegeben werden. Ein ähnliches
Verfahren und eine ähnliche Vorrichtung sind in der
US 6,187,270 beschrieben.
[0012] Ein anderes Prinzip zur Abtrennung magnetischer Partikel beschreibt die
EP 015 905 520. Dabei verbleiben die magnetischen Partikel in demselben Reaktionsgefäß während die
Flüssigkeit in diesem Gefäß ausgetauscht wird. Die Magnetsedimente können zur Anpassung
an einen jeweiligen Prozessschritt in einer gewünschten Höhe an der Seitenwand des
Reaktionsgefäßes immobilisiert werden. Dies erfolgt durch Bereitstellung von Magneten,
die auf verschiedenen Armen eines drehbar gelagerten Trägers in jeweils unterschiedlicher
Entfernung von der Drehachse angeordnet sind. Durch Drehen des Trägers kann jeweils
ein bestimmter Arm - und damit ein bestimmter Magnet - in die Nähe der Seitenwand
des Reaktionsgefäßes gebracht werden. An dieser Stelle werden dann die Magnetpartikel
als Pellet immobilisiert.
[0013] WO 2007/063174-A beschreibt eine Anreicherungseinheit für biologische Komponenten, bei der ein Magnetstab
durch eine Öffnung in einen Beutel eingeführt wird.
[0014] WO 99/42832-A beschreibt ein Verfahren zur Übertragung von magnetischen Partikeln mit Hilfe eines
von außen in ein Gefäß eingeführten Magneten.
[0015] WO 2004/035217-A beschreibt ein Verfahren zur Dosierung von magnetischen Partikeln mit Hilfe eines
von außen in ein Gefäß eingeführten Magneten.
WO 03/072531-A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Gewinnung magnetischer Teilchen
in einem Aufschlämmungsphasenreaktor, in dem die in einer Flüssigkeit aufgeschlämmten
Magnetpartikel an Magnetstäben vorbeigeführt werden.
[0016] Die genannten herkömmlichen Vorrichtungen und Verfahren weisen alle die gemeinsame
Eigenschaft auf, dass sie als so genannte "offene Systeme" ausgebildet sind, da gemäß
ihrem jeweiligen Funktionsprinzip magnetische Stäbe oder Pipetten ein- oder mehrmals
in das Reaktionsgefäß eingeführt werden müssen. Dadurch besteht bei diesen herkömmlichen
Vorrichtungen und Verfahren das Risiko einer Kreuzkontamination anderer Reaktionsgefäße
durch Aerosol- und/oder Tropfenbildung. Untersuchungsergebnisse können verfälscht
oder sogar unbrauchbar werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung
[0017] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen, sich aus
dem Stand der Technik ergebenden Nachteile zu überwinden und insbesondere für eine
weite Spanne von Anwendungen eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zu schaffen, bei
dem ein Behandeln von Flüssigkeiten mit magnetischen Partikeln auf einfache Weise
möglich ist.
[0018] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 der vorliegenden Erfindung
gelöst. Demgemäß wird eine Vorrichtung zum Behandeln von einer Flüssigkeit mit magnetischen
Partikeln beansprucht, umfassend ein Gefäß, enthaltend die Flüssigkeit und eine Vielzahl
von in der Flüssigkeit angeordneten magnetischen Partikeln sowie mindestens ein stab-,
hantel- und/oder ellipsoidförmig ausgebildetes magnetisches und/oder magnetisierbares
Zentralelement, wobei das Verhältnis des längsten Durchmessers d2 des mindestens einen
Zentralelements zum Verhältnis des durchschnittlichen Durchmessers dl der magnetischen
Partikel mindestens

beträgt, wobei sich das Zentralelement vollständig im Inneren des Gefäßes befindet,
wobei die Vorrichtung zusätzlich mindestens einen externen Magneten umfasst, der zur
Interaktion mit dem mindestens einen Zentralelement ausgebildet ist, so dass das Zentralelement
durch den externen Magneten bewegbar ist.
[0019] Unter dem Begriff "Zentralelement" wird im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere
jeder Gegenstand verstanden, welcher in der Lage ist, durch Magnetfeldeinwirkung -
ggf. unter Einwirkung eines weiteren, "externen" Magneten (wie im Folgenden beschrieben)
- im Ruhezustand zumindest die Mehrzahl der magnetischen Partikel an sich zu binden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das mindestens eine
Zentralelement einen Magneten, bevorzugt einen Permanentmagnet; gemäß einer alternativen,
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das mindestens eine Zentralelement
ein magnetisierbares Material, wie z.B. Eisen.
[0021] Unter dem Begriff "Flüssigkeiten" werden - aber nicht darauf beschränkt - im Sinne
der vorliegenden Erfindung insbesondere wässrige Lösungen, Suspensionen und/oder zweiphasige
Emulsionen mit Wasser als einer Phase, die Biomoleküle enthalten verstanden.
[0022] Unter dem Begriff "Behandeln" im Sinne der vorliegenden Erfindung wird insbesondere
verstanden, dass in einem Separationsschritt bestimmte Biomoleküle sich an die Magnetpartikel
anlagern können; die vorliegende Erfindung ist jedoch ausdrücklich nicht darauf beschränkt.
[0023] Unter dem Begriff "Durchmesser" der Magnetpartikel ist insbesondere, wenn die Magnetpartikel
nicht kugelförmig oder im wesentlichen kugelförmig sind, der jeweils längste Durchmesser
der Magnetpartikel gemeint.
[0024] Unter dem Begriff "durchschnittlicher Durchmesser" ist insbesondere das arithmetische
Mittel der Durchmesser der Magnetpartikel gemeint, welches insbesondere (aber nicht
darauf beschränkt) stichprobenartig gemessen werden kann.
[0025] Eine derartige Vorrichtung bietet für eine weite Spanne von Anwendungen innerhalb
der vorliegenden Erfindungen mindestens einen der folgenden Vorteile:
- Dadurch, dass mindestens ein Zentralelement vorgesehen ist, ist eine Homogenisierung
der Magnetpartikel wie auch eine Separierung der Magnetpartikel von der Lösung auf
einfache Weise möglich, wie u.a. nachfolgend beschrieben.
- Die Vorrichtung erlaubt den Einsatz in "geschlossenen" Systemen;
- Es sind keine weiteren Mittel (wie ein Stabmagnet etc.) notwendig, die direkt in die
Flüssigkeit eintauchen und somit eine potentielle Kontaminationsquelle darstellen.
- Es ergibt sich für die meisten Anwendungen eine sehr schnelle und leichte Homogenisierung
der Magnetpartikel.
- Weiterhin ist meist eine sehr schnelle Separation der Magnetpartikel möglich.
- Neben dem einfachen Aufbau der Vorrichtung ist gleichzeitig der zu betreibende technische
Aufwand meist sehr gering.
[0026] Vorteilhafterweise ist das Verhältnis des längsten Durchmessers d2 des mindestens
einen Zentralelements zum Verhältnis des durchschnittlichen Durchmessers d1 der magnetischen
Partikel d2 (mm) ≥ 50
∗d1 (mm), noch bevorzugt d2 (mm) ≥ 100
∗d1 (mm), ferner bevorzugt d2 (mm) ≥ 200
∗d1 (mm), sowie am meisten bevorzugt d2 (mm) ≥ 300
∗d1 (mm).
[0027] Dies hat sich für eine breite Spanne von Anwendungen innerhalb der vorliegenden Erfindung
als vorteilhaft herausgestellt, da so die gewünschten erfinderischen Effekte oftmals
auf einfache Weise erzielt werden können.
[0028] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verhältnis des Volumens
V2 des mindestens einen Zentralelements zum Verhältnis des durchschnittlichen Volumens
V1 der magnetischen Partikel

[0029] Dies hat sich ebenfalls als günstig herausgestellt, da so insbesondere sichergestellt
werden kann, dass nach einer Homogenisierung (Resuspendierung) der Magnetpartikel
diese sich wieder an den Magneten anlagern.
[0030] Vorteilhafterweise ist das Verhältnis des Volumens V2 des mindestens einen Zentralelements
zum Verhältnis des durchschnittlichen Volumens V1 der magnetischen Partikel V2 (mm
3) ≥ 100
∗V1 (mm
3), noch bevorzugt V2 (mm
3) ≥ 1000
∗V1 (mm
3) sowie am meisten bevorzugt V2 (mm
3) ≥ 10
5 ∗V1 (mm
3).
[0031] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Anzahl der magnetischen
Partikel pro Zentralelement ≥10
4, vorteilhafterweise bis ≤10
8, bevorzugt ≥5 x 10
5 bis ≤ 5 x 10
6.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beinhalten die magnetischen
Partikel ein Material, ausgewählt aus der Gruppe paramagnetische Materialien, superparamagnetische
Materialien, ferromagnetische Materialien, ferrimagnetische Materialien sowie Mischungen
daraus.
[0033] Vorteilhafterweise beträgt die durchschnittliche Sättigungsmagnetisierung der magnetischen
Partikel ≥1 Am
2/kg und 250 Am
2/kg, bevorzugt ≥10 Am
2/kg und 240 Am
2/kg, sowie am meisten bevorzugt ≥20 Am
2/kg und 235 Am
2/kg. Dies hat sich für viele Anwendungen der vorliegenden Erfindung als vorteilhaft
herausgestellt.
[0034] Das mindestens eine Zentralelement ist stab-, hantel- und/oder ellipsoidförmig ausgebildet
und das Verhältnis des längsten Durchmessers a zum Verhältnis des kürzesten Durchmessers
b ist vorteilhafterweise von a/b ≥ 1.1 bis a/b ≤10.
[0035] Dies hat sich insbesondere für eine einfache Homogenisierung der Magnetpartikel bei
vielen Anwendungen als günstig herausgestellt. Vorteilhafterweise ist das Verhältnis
des längsten Durchmessers a zum Verhältnis des kürzesten Durchmessers b von a/b ≥
1.5 bis a/b ≤8, bevorzugt a/b ≥ 2 bis a/b ≤5.
[0036] Vorteilhafterweise sind die magnetischen Partikel und das mindestens eine Zentralelement
in einem geschlossenen Gefäß angeordnet.
[0037] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung betragen das addierte Volumen
V
m der magnetischen Partikel sowie das des mindestens einen Zentralelements ≥0,25% bis
≤50% des Gesamtvolumens V
G des Gefäßes. Dies hat sich für viele Anwendungen als günstig herausgestellt.
[0038] Bevorzugt betragen das addierte Volumen V
m der magnetischen Partikel sowie das des mindestens einen Zentralelements ≥0,5% bis
≤20%, noch mehr bevorzugt ≥1% bis ≤15%, des Gesamtvolumens V
G des Gefäßes.
[0039] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst weiterhin mindestens einen externen Magneten,
welcher zur Interaktion mit dem mindestens einen Zentralelement ausgebildet ist. Für
den Fall, dass es sich bei dem Zentralelement um einen Permanentmagneten handelt,
ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Verhältnis der Magnetstärke
H
3 des mindestens einen externen Magneten zur Magnetstärke H
2 des mindestens einen Zentralelements
H
3 ≥ 1.1
∗ H
2 bis H
3 ≤ 10
∗ H
2
[0040] Dies hat sich als günstig herausgestellt, da so der mindestens eine Zentralelement
auf der einen Seite erfindungemäß häufig sehr gut beeinflusst werden kann, auf der
anderen Seite die Homogenisierung bzw. Anlagerung der Magnetpartikel an das mindestens
eine Zentralelement nicht unnötig beeinflusst wird.
[0041] Vorteilhafterweise ist das Verhältnis der Magnetstärke H
3 des mindestens einen externen Magneten zur Magnetstärke H
2 des mindestens einen Zentralelements H
3 ≥ 1.5
∗ H
2 bis H
3 ≤ 8
∗ H
2, noch mehr bevorzugt H
3 ≥ 2
∗ H
2 bis H
3 ≤ 5
∗ H
2.
[0042] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist und/oder umfasst der mindestens
eine externe Magnet ein(en) Elektromagnet(en), der zur Homogenisierung der magnetischen
Partikel unter Wechselspannung betrieben wird. In dieser Ausführung ist dann bevorzugt
das Zentralelement ein (Permanent-) Magnet.
[0043] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist und/oder umfasst der mindestens
eine externe Magnet ein(en) Permanentmagnet(en).
[0044] Die vorliegende Erfindung bezieht sich nach Anspruch 9 außerdem auf ein Verfahren
zum Behandeln von Flüssigkeiten mit magnetischen Partikeln mit einer Vorrichtung gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend die Schritte
- a) Verteilen der magnetischen Partikel in der Flüssigkeit sowie nachfolgend
- b) Anlagern der magnetischen Partikel an das mindestens eine Zentralelement.
[0045] Das Zentralelement verbleibt während des gesamten Vorgangs in dem Behälter.
[0046] Ein derartiges Verfahren bietet für eine weite Spanne von Anwendungen innerhalb der
vorliegenden Erfindungen mindestens einen der folgenden Vorteile:
- Dadurch, dass mindestens ein Zentralelement vorgesehen ist, ist eine Homogenisierung
der Magnetpartikel wie auch eine Separierung der Magnetpartikel von der Lösung auf
einfache Weise möglich, wie u.a. nachfolgend beschrieben.
- Das Verfahren erlaubt den Einsatz in "geschlossenen" Systemen.
- Es sind keine weiteren Mittel (wie ein Stabmagnet etc.) notwendig, die in die Flüssigkeit
eintauchen und somit eine potentielle Kontaminationsquelle darstellen.
- Es ergibt sich für die meisten Anwendungen eine sehr schnelle und leichte Homogenisierung
der Magnetpartikel.
- Weiterhin ist meist eine sehr schnelle Separation der Magnetpartikel möglich.
- Neben dem einfachen Aufbau des Verfahrens ist gleichzeitig der zu betreibende technische
Aufwand meist sehr gering.
[0047] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst Schritt a) eine Resuspendierung
der magnetischen Partikel in der Flüssigkeit.
[0048] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung waren vor dem Schritt a) die
magnetischen Partikel zumindest teilweise, bevorzugt fast vollständig, an das mindestens
eine Zentralelement angelagert und Schritt a) erfolgt durch Einwirkung einer externen
Kraft auf das mindestens eine Zentralelement, welches während des gesamten Verfahrens
in dem Behälter verbleibt.
[0049] Vorteilhafterweise wird Schritt b) mittels eines weiteren, externen Permanentmagneten
unterstützt. Dabei geschieht dies bevorzugt dergestalt, dass ein externer Permanentmagnet
in die Nähe des Gefäßes gebracht wird, in der sich die Magnetpartikel und das mindestens
eine Zentralelement befinden. Dadurch kann bei vielen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung das Anlagern der Magnetpartikel an das mindestens eine Zentralelement deutlich
schneller gestaltet werden. Diese Ausführungsform hat sich auch insbesondere dann
als vorteilhaft herausgestellt, wenn das mindestens eine Zentralelement kein Permanentmagnet
ist.
[0050] Gemäß Anspruch 12 bezieht sich die vorliegende Erfindung außerdem auf die Verwendung
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und/oder eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur
zumindest teilweisen Abtrennung von Biomolekülen aus/in einer vorzugsweise wässrigen
Lösung.
[0051] Unter dem Term "Biomoleküle" werden - aber nicht darauf beschränkt - im Sinne der
vorliegenden Erfindung sämtliche Biomoleküle, wie z. B Lipide, Kohlenhydrate, Metabolite,
Stoffwechselprodukte, alle Arten von Nukleinsäuren, alle Arten von Peptiden und Proteinen,
auch substutierte oder funktionalisierte Peptide und/oder Proteine verstanden.
[0052] Unter dem Term "Biomoleküle" werden weiterhin - aber nicht darauf beschränkt - im
Sinne der vorliegenden Erfindung sämtlich in biologischen Proben natürlicherweise
vorkommende oder künstlich eingebrachte Moleküle verstanden.
[0053] Vorteilhafterweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung und/oder das erfindungsgemäße
Verfahren zur zumindest teilweisen Abtrennung von Nukleinsäuren aus/in einer vorzugsweise
wässrigen Lösung verwendet.
[0054] Unter dem Term "Nukleinsäure" im Sinne der vorliegenden Erfindung wird insbesondere
- aber nicht darauf beschränkt - natürliche, vorzugsweise isolierte, lineare, verzweigte
oder zirkuläre Nukleinsäuren wie RNA, insbesondere mRNA, siRNA, miRNA, snRNA, tRNA,
hnRNA oder Ribozyme, DNA und dergleichen, synthetische oder modifizierte Nukleinsäuren,
beispielsweise Oligonukleotide, insbesondere für die PCR verwendete Primer, Sonden
oder Standards, mit Digoxigenin, Biotin oder Fluoreszensfarbstoffen markierte Nukleinsäuren
oder sogenannte PNAs (
"peptide nucleic acids") verstanden.
[0055] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen,
erfindungsgemäß zu verwendenden Komponenten unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0056] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Figuren und Beispiele, in denen - beispielhaft - mehrere Ausführungsbeispiele sowie
Einsatzmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung dargestellt sind.
- Fig. 1
- zeigt eine sehr schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung vor "Homogenisierung" der Magnetpartikel;
- Fig. 2
- zeigt die Vorrichtung aus Fig. 1 nach "Homogenisierung"; sowie
- Fig. 3
- eine UV-Kurve einer DNA-Elutionslösung nach Durchführung einer Präparation von genomischer
DNA gemäß Beispiel I.
[0057] Fig. 1 zeigt eine sehr schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß
einem Ausführungsbeispiel. Es sei angemerkt, dass Fig. 1 und 2 hochgradig schematisch
sind und bei den meisten Anwendungen der Erfinder die tatsächlichen Verhältnisse (sei
es Größenverhältnisse wie die Anzahl der Magnetpartikel) anders sein werden.
[0058] Die Vorrichtung umfasst mehrere erste Magnetpartikel 10, die im "Ruhezustand" an
ein Zentralelement 20 angelagert sind. Magnetpartikel 10 und zentraler Magnet 20 sind
dabei in einem (vorzugsweise geschlossenen) Gefäß 100 angeordnet, welches wahlweise
über (schematisch strichartig angedeutete) Ein- und Ablässe 110 bzw. 120 verfügen
kann. Das Gefäß 100 ist vorzugsweise mit einer Flüssigkeit 150 so hoch gefüllt, dass
sich die Magnetpartikel 10 und das Zentralelement 20 in der Flüssigkeit befinden.
[0059] In der vorliegenden Ausführungsform ist das Zentralelement 20 ein Permanentmagnet;
dies ist jedoch nicht beschränkend. Wie bereits geschildert kann das Zentralelement
20 auch ein magnetisierbares Material wie Eisen enthalten.
[0060] Durch Bewegen des Zentralelements 20 (z.B. durch Drehen in Richtung des Pfeils A
oder alternativ durch Rütteln), welches vorzugsweise mittels eines weiteren (in der
Fig. nicht gezeigten) Magneten erfolgt, ist es möglich, die Magnetpartikel von dem
Zentralelement 20 zu "lösen" (quasi "abzuschütteln") und im Gefäß zu verteilen, so
dass sich (abhängig von der konkreten Anwendung) z.B. Biomoleküle an die Magnetpartikel
anlagern können.
[0061] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es sich bei vielen Anwendungen der
vorliegenden Erfindung als günstig erwiesen hat, dass, wenn eine Kreis- (oder kreisartige)
Bewegung des Zentralelements 20 stattfindet, der Mittelpunkt dieses "imaginären" Kreises
sich nicht in der Nähe des Mittelpunktes des Gefäßes 100 befindet. Durch diese Anordnung
wird oftmals bewirkt, dass die Magnetpartikel 10 bei der Homogenisierung vom Zentralelement
20 regelrecht "weggeschleudert" werden, was den Schritt der Homogenisierung nochmals
erleichtert. Somit stellt dies eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
dar.
[0062] Eine weitere Ausführungsform zur Bewegung des mindestens einen Zentralelements ist
eine eindimensionale oszillierende Bewegung. Durch die Auswirkung eines Magnetfeldes,
das sich auf einer Linie vor- und zurückbewegt, wird das mindestens eine Zentralelemente
alternierend an die gegenüberliegenden Gefäßwände "gehauen", wodurch die Magnetpartikel
von dem Zentralelement 20 auch effektiv abgeschüttelt werden.
[0063] Eine Rüttelbewegung des mindestens einen Zentralelements kann auch mittels eines
Elektromagneten erfolgen wenn dieser unter Wechselspannung betrieben wird und sich
die Magnetfeld-Polung alternierend ändert, insofern stellt dies ebenfalls eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung dar. Ändert man die Betriebsart auf Gleichstrom so findet
eine Magnetseparation statt.
[0064] Der Zustand nach dieser "Homogenisierung" ist sehr schematisch in Fig. 2 gezeigt.
[0065] Wird die Bewegung des Zentralelements 20 gestoppt, so lagern sich die Magnetpartikel
10 wieder an das Zentralelement 20 an, so dass (im Wesentlichen) der Zustand der Fig.
1 wieder erreicht wird. Die Flüssigkeit 150 kann nun z.B. aus dem Gefäß entfernt werden
oder es können weitere Reagenzien zugegeben werden, je nach konkreter Anwendung.
[0066] Die Erfindung wird nachfolgend ebenfalls anhand von Beispielen erläutert. Es versteht
sich, dass diese rein illustrativ zu betrachten sind und keine Einschränkung der vorliegenden
Erfindung darstellen sollen, welche ausschließlich durch die Ansprüche festgelegt
wird.
[0067] Es sei insbesondere explizit angemerkt, dass das vorliegende Beispiel auch im Hinblick
auf die beschriebenen Größen-/Volumen-/Mengenangaben bzw. die geometrischen Gestaltungsformen
des Reaktionsgefäßes rein illustrativ zu verstehen ist. Die vorliegende Erfindung
ist, wie sich bei vielen Anwendungen und Ausführungsbespielen gezeigt hat, innerhalb
einer weiten Größenordnung anwendbar und ein Fachmann wird dementsprechend andere
Dimensionen bzw. Anordnungen wählen. Neben dem Vorteil das Verfahren als geschlossenes
System zu betreiben, liegt natürlich die Option offen dies auch als offenes System
zu gestalten (siehe Beispiel I). Insbesondere hat sich gezeigt, dass die vorliegende
Erfindung auch bei Mikrosystemen, wie Mikromischern etc., bei vielen Anwendungen sehr
gut einsetzbar ist, was eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
darstellt.
Beispiel I: Präparation von genomischer DNA aus 5 ml Vollblut
[0068] Aus 5 ml Vollblut wurden mittels des folgenden Protokolls die genomische DNA isoliert:
5 ml Blut wurden in ein 30 ml Becherglas mit einem Zentralelement (Standard Teflon-ummantelter
Rührfisch; Länge 2 cm; Durchmesser 7 mm) gegeben.
[0069] Anschließend wurden 5 ml Buffer AL (Markenprodukt der Fa. QIAGEN) sowie 500 µl Proteinase
K (QIAGEN) zugegeben. Es erfolgte eine Inkubation für 30 min bei 60°C auf einem Magnetheizrührer
bei langsamer Rührgeschwindigkeit.
[0070] Danach wurden 5 ml Isopropanol und 500 µl MagAttract Suspension G (QIAGEN) zugegeben,
welche die Magnetpartikel enthielt; der durchschnittliche Durchmesser der Partikel
ist 8 µm.
[0071] Mittels eines externen Magnetrührers wurde 5 min. gerührt, um die genomische DNA
an die Magnetpartikel zu binden.
[0072] Anschließend wurde der Rührer gestoppt, worauf sich die Magnetpartikel an das Zentralelement
anlagerten. Der Überstand wurde entfernt, anschließend wurden 15 ml Waschpuffer AW1
(QIAGEN) zugeben. Es erfolgte eine Homogenisieren der Magnetpartikel durch Rühren
für 60 sec, anschließend erneut eine Magnetseparation durch Rührstopp.
[0073] Es erfolgte ein erneutes Entfernen des Überstandes sowie die Zugabe von 15 ml Waschpuffer
AW2 (QIAGEN). Danach wurden die Magnetpartikel durch Rühren für 60 sec. Homogenisiert.
Nach Rührstopp erfolgte eine Anlagerung der Magnetpartikel an das Zentralelement.
[0074] Der Überstand wurde entfernt, danach erfolgte ein Lufttrocknen der Magnetpartikel
für 20 min.
[0075] Um die DNA zu eluieren wurden 5 ml Buffer TE (DNA Elution, QIAGEN) zugegeben. Danach
wurden die Magnetpartikel durch Rühren für 5 min homogenisiert, nach Rührstopp erfolgte
die Anlagerung der Magnetpartikel an das Zentralelement.
[0076] Der Überstand, der nun die DNA enthielt, wurde in ein geeignetes Lagerungsröhrchen
überführt und die DNA-Konzentration durch UV-Quantifizierung und OD Scan gemessen.
[0077] Die UV-Kurve des Überstandes ist in Fig.3 zu sehen. Anhand des UV-Spektrums kann
die Ausbeute abgeschätzt werden, die in Beispiel 1 annähernd quantitativ erfolgte
(ca. 170 µg genomische DNA aus 5 ml Vollblut).
1. Vorrichtung zum Behandeln einer Flüssigkeit mit magnetischen Partikeln umfassend ein
Gefäß (100), enthaltend die Flüssigkeit (150) und eine Vielzahl von in der Flüssigkeit
(150) angeordneten magnetischen Partikeln (10) sowie mindestens ein stab-, hantel-
oder ellipsoidförmig ausgebildetes magnetisches und/oder magnetisierbares Zentralelement
(20), wobei das Verhältnis des längsten Durchmessers d2 des mindestens einen Zentralelements
(20) zum Verhältnis des durchschnittlichen Durchmessers d1 der magnetischen Partikel
(10) mindestens

beträgt, wobei sich das Zentralelement (20) vollständig im Inneren des Gefäßes (100)
befindet,
wobei die Vorrichtung zusätzlich mindestens einen externen Magneten umfasst, der zur
Interaktion mit dem mindestens einen Zentralelement (20) ausgebildet ist, so dass
das Zentralelement (20) durch den externen Magneten bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Verhältnis des Volumens V2 des mindestens einen
Zentralelements (20) zum Verhältnis des durchschnittlichen Volumens V1 eines magnetischen
Partikels (10)

beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Anzahl der magnetischen Partikel (10) pro Zentralelement
(20) ≥104 beträgt.
4. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die magnetischen Partikel (10)
ein Material, ausgewählt aus der Gruppe paramagnetische Materialien, superparamagnetische
Materialien, ferromagnetische Materialien, ferrimagnetische Materialien sowie Mischungen
daraus beinhalten.
5. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das addierte Volumen Vm der magnetischen Partikel (10) sowie des mindestens einen Zentralelements (20) ≥0,25%
bis ≤50% des Gesamtvolumens VG des Gefäßes (100) betragen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Zentralelement (20) mindestens
einen Permanentmagneten umfasst und das Verhältnis der Magnetstärke H3 des mindestens einen externen Magneten zur Magnetstärke H2 des mindestens einen Zentralelements (20)
H3 ≥ 1.1∗ H2 bis H3 ≤ 10∗ H2
beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der mindestens eine externe Magnet
ein Elektromagnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der mindestens eine externe Magnet
ein Permanentmagnet ist.
9. Verfahren zum Behandeln von Flüssigkeiten mit magnetischen Partikeln (10) mit einer
Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend die Schritte
a) Verteilen der magnetischen Partikel (10) in der Flüssigkeit (150) sowie nachfolgend
b) Anlagern der magnetischen Partikel (10) an das mindestens eine Zentralelement (20).
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt a) eine Resuspendierung der magnetischen Partikel (10) in der Flüssigkeit
(150) umfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt a) die magnetischen Partikel (10) zumindest teilweise an das mindestens
eine Zentralelement (20) angelagert waren und Schritt a) durch Einwirkung einer Kraft
auf das mindestens eine Zentralelement (20) erfolgt.
12. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder eines Verfahrens
gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11 zur zumindest teilweisen Abtrennung von Biomolekülen
aus/in einer vorzugsweise wässrigen Lösung.
1. Apparatus for the treatment of a liquid with magnetic particles, comprising a vessel
(100) containing the liquid (150) and a plurality of magnetic particles (10) arranged
in the liquid (150) and at least one magnetic and/or magnetizable central element
(20) formed in bar shape, dumbbell shape or ellipsoidal shape, wherein the ratio of
the longest diameter d2 of the at least one central element (20) to the ratio of the
average diameter d1 of the magnetic particles (10) is at least

wherein the central element (20) is located completely within the interior of the
vessel (100), wherein the apparatus additionally comprises at least one external magnet,
which is designed for interaction with the at least one central element (20) such
that the central element (20) is movable via the external magnet.
2. Apparatus according to claim 1, wherein the ratio of the volume V2 of the at least
one central element (20) to the ratio of the average Volume V1 of one magnetic particle
(10) is V2 (mm3) ≥ 10∗V1 (mm3).
3. Apparatus according to claim 1, wherein the number of magnetic particles (10) per
central element (20) is ≥ 104.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, wherein the magnetic particles (10) include
a material selected from the group of paramagnetic materials, superparamagnetic materials,
ferromagnetic materials, ferrimagnetic particles and mixtures thereof.
5. Apparatus according to one of claims 1 to 4, wherein the added volume Vm of the magnetic particles (10) and the at least one central element (20) is ≥0.25%
to ≤50% of the total volume VG of the vessel (100).
6. Apparatus according to one of claims 1 to 5, wherein the central element (20) comprises
at least one permanent magnet and the ratio of the magnetic strength H3 of the at least one external magnet to the magnetic strength H2 of the at least one central element (20) is H3 ≥ 1.1∗H2 to H3 ≤ 10∗H2.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6, wherein the at least one external magnet
is an electromagnet.
8. Apparatus according to one of claims 1 to 6, wherein the at least one external magnet
is a permanent magnet.
9. Method for treating liquids with magnetic particles (10) with an apparatus according
to one of claims 1 to 8, comprising the steps
a) distributing the magnetic particles (10) in the liquid (150) and subsequently
b) attaching the magnetic particles (10) to the at least one central element (20).
10. Method according to claim 9, characterized in that step a) comprises resuspending the magnetic particles (10) in the liquid (150).
11. Method according to claim 9 or 10, characterized in that prior to step a) the magnetic particles (10) were at least partially attached to
the at least one central element (20) and that step a) occurs due to a force acting
on the at least one central element (20).
12. Use of an apparatus according to one of claims 1 to 8 and/or of a method according
to one of claims 9 to 11 for at least partially separating biomolecules from/in a
preferably aqueous solution.
1. Dispositif de traitement d'un liquide comportant des particules magnétiques, ledit
dispositif comprenant un récipient (100), qui contient le liquide (150), et une multitude
de particules magnétiques (10) disposées dans le liquide (150) ainsi qu'au moins un
élément central magnétique et/ou magnétisable (20) en forme de tige, d'haltère ou
d'ellipsoïde, le rapport du plus long diamètre d2 de l'au moins un élément central
(20) au diamètre moyen d1 des particules magnétiques (10) étant d'au moins

l'élément central (20) étant situé entièrement à l'intérieur du récipient (100),
le dispositif comprenant en outre au moins un aimant externe qui est conçu pour interagir
avec l'au moins un élément central (20) de sorte que l'élément central (20) peut être
déplacé par l'aimant externe.
2. Dispositif selon la revendication 1, le rapport du volume V2 de l'au moins un élément
central (20) au volume moyen V1 d'une particule magnétique (10) étant
3. Dispositif selon la revendication 1, le nombre de particules magnétiques (10) par
élément central (20) étant ≥ 104.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, les particules magnétiques (10) contenant
un matériau choisi dans le groupe comprenant les matériaux paramagnétiques, les matériaux
superparamagnétiques, les matériaux ferromagnétiques, les matériaux ferrimagnétiques
et leurs mélanges.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, le volume ajouté Vm des particules magnétiques (10) ainsi que l'au moins un élément central (20) étant
≥ 0,25 % à ≤ 50 % du volume total VG du récipient (100).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, l'élément central (20) comprenant
au moins un aimant permanent et le rapport de la force magnétique H3 de l'au moins un aimant externe à la force magnétique H2 de l'au moins un élément central (20) étant
H3 ≥ 1, 1∗H2 à H3 ≤ 10∗H2.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, l'au moins un aimant externe étant
un électroaimant.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, l'au moins un aimant externe étant
un aimant permanent.
9. Procédé de traitement de liquides comportant des particules magnétiques (10) à l'aide
d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, le procédé comprenant les étapes
suivantes :
a) répartir les particules magnétiques (10) dans le liquide (150) puis
b) fixer les particules magnétiques (10) à l'au moins un élément central (20).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'étape a) comprend une remise en suspension des particules magnétiques (10) dans
le liquide (150).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que, avant l'étape a), les particules magnétiques (10) étaient fixées au moins partiellement
à l'au moins un élément central (20) et l'étape a) est effectuée par action d'une
force sur l'au moins un élément central (20).
12. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 8 et/ou d'un procédé
selon l'une des revendications 9 à 11 pour séparer au moins partiellement des biomolécules
d'une/dans une solution de préférence aqueuse.