[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Raummoduls eines modularen
Raumsystems.
[0002] Das Bestreben ist groß, den Vorfertigungsgrad einzelner Baukomponenten für den Bau
von Gebäuden immer weiter zu erhöhen. Damit kann zum einen die für die Errichtung
eines Gebäudes notwendige Bauzeit deutlich verkürzt werden. Außerdem lassen sich meist
die Baukosten durch eine erhöhte Automatisation der Fertigung der vorzufertigenden
Baukomponenten reduzieren.
[0003] Einen hohen Vorfertigungsgrad haben modulare Raumsysteme, bei denen ein Gebäude aus
mehreren containerartigen Raummodulen zusammengesetzt werden. Es sind die Raummodule
bekannt, die in Holzständerbauweise vorgefertigt und vor Ort auf der Baustelle zu
einem Gebäude zusammengesetzt werden. Dabei besteht regelmäßig das Problem, dass die
einzelnen Raummodule nicht ausreichend maßgenau gefertigt sind, so dass beim Zusammensetzen
Maßungenauigkeiten mit großem Aufwand ausgeglichen werden müssen. Das Problem wird
umso größer, je mehr Raummodule zusammengesetzt werden, da die Maßungenauigkeit eines
Raummoduls die Position eines weiteren, daran angeschlossenen Raummoduls und damit
die Position aller weiteren damit verbundenen Raummodule beeinflusst. Unterschiedliche
Verfahren zum Herstellen von Raummodulen zeigen
DE 10348455 und
DE 1946889.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Herstellung
eines Raummoduls zur Verfügung zu stellen, mit dem ein Gebäude aus vorgefertigten
Raummodulen eines modularen Raumsystems problemlos zusammengesetzt werden kann, wobei
die Raummodule wiederverwendbar sind und wiederholt auch mit anderen Raummodulen des
modularen Raumsystems zusammengesetzt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren zum Herstellen eines ersten Raummoduls
eines modularen Raumsystems mit den folgenden Schritten:
- a. Festlegen von Eckpunkten eines ersten Rahmens, indem Knotenelemente mit einer Lehre
im Raum fixiert werden;
- b. Einsetzen von Seitenträgern zwischen die Knotenelemente, um den ersten Rahmen zu
erzeugen;
- c. Aussteifen des erzeugten Rahmens;
- d. Erzeugen eines zweiten Rahmens mit den Schritten a. bis c.;
- e. Montieren des zweiten Rahmens in einer gegenüber dem ersten Rahmen genau definierten
Position, dabei Verbinden der entsprechenden Knotenelemente des ersten und des zweiten
Rahmens über Verbindungsträger; und
- f. Aussteifen des mit den Schritten a. bis e. erzeugten ersten Raummoduls in mindestens
einer weiteren Ebene.
[0006] Unter einem Raummodul wird hier und im Folgenden ein Modul verstanden, das mit anderen
Raummodulen, die auf dem gleichen Modulraumsystem basieren, zu einem Gebäude zusammengesetzt
werden kann.
[0007] Unter einem Rahmen wird hier und im Folgenden ein mehreckiger, insbesondere viereckiger
Rahmen verstanden, wobei sich das erfindungsgemäße Verfahren aber ebenso gut für drei-,
fünf- oder vieleckige Rahmen eignet. Der erste und der zweite Rahmen sind an gegenüberliegenden
Seiten des Raummoduls angeordnet.
[0008] Als Knotenelement wird ein solches verstanden, das geeignet ist, mindestens zwei
Träger miteinander zu verbinden. Hierfür kann das Knotenelement beispielsweise als
Hohlkörper mit Anlageflächen für Träger ausgebildet sein und insbesondere mehrere
Öffnungen zur Aufnahme von Gewindestangen oder Schrauben zur Befestigung eines Trägers
am Knotenelement aufweisen. Einige oder alle Öffnungen eines solchen Knotenelements
können auch mit einem Gewinde versehen sein. Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann
das Knotenelement auch mit Beschlägen versehen sein, die mit Beschlägen an den Stirnseiten
der zu verbindenden Träger zusammenwirken und eine feste Verbindung zwischen Knotenelement
und Träger gewährleisten.
[0009] Im Nachfolgenden wird begrifflich nicht zwischen Trägern und Stützen unterschieden,
es wird für beides einheitlich der Begriff Träger verwendet, da das nachfolgend beschriebene
Herstellungsverfahren grundsätzlich unabhängig davon ist, ob das mit Träger bezeichnete
Bauelement in axialer Richtung oder quer dazu Kräfte aufnimmt.
[0010] Unter Aussteifen in mindestens einer weiteren Ebene im Sinne des Anspruchs 1 wird
hier und im Folgenden das Aussteifen in einer Ebene verstanden, die die Ebenen, in
denen der erste und der zweite Rahmen liegen, schneidet. Die mindestens eine weitere
Ebene kann insbesondere eine solche sein, in denen zwischen den Rahmen angeordnete
Verbindungsträger liegen.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, die Knotenelemente einer Ebene eines
Raummoduls mit einer Lehre so genau im Raum zueinander anzuordnen, dass sie ebenso
zueinander angeordnet sind wie die eines zweiten Raummoduls, dessen Knotenpunkte mit
der gleichen Lehre zueinander positioniert worden sind. Damit ist sichergestellt,
dass die Knotenpunkte zweier aneinander anliegender Rahmen benachbarter Raummodule
genau übereinander bzw. aneinander anliegen, so dass sie einfach und ohne weitere
Maßnahmen zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen miteinander verbunden, beispielsweise
miteinander verschraubt, werden können.
[0012] Bei üblichen vorbekannten Herstellungsverfahren werden die Einzelteile eines Raummoduls,
z. B. Flächenelemente oder Stäbe, mit möglichst geringen Fertigungstoleranzen vorgefertigt
und nacheinander Stück für Stück miteinander verbunden, ohne dass die Position der
Eckpunkte des Raummoduls im Vorhinein definiert ist. Dabei ist es selbst bei Einhalten
der Fertigungstoleranzen für die einzelnen Träger nicht möglich, die Anordnung der
Eckpunkte des Raummoduls exakt festzulegen, da die
gemäß der Norm ISO 1803, Teil 3 , aus 2008 erlaubten Maßtoleranzen für Bauelemente bei 12 mm und mehr liegen und sich etwaige
Maßabweichungen von Bauelement zu Bauelement addieren.
[0013] Im Vergleich dazu werden beim erfindungsgemäßen Verfahren die Eckpunkte des Modulraums
zumindest ebenenweise bereits im Vorhinein durch eine Lehre festgelegt. Dadurch kommt
es auf eine Maßhaltigkeit der vorgefertigten Träger nicht mehr an, da die Träger beim
Einpassen zwischen die Knotenelemente so verkürzt oder deren Länge durch die Verwendung
von Distanzstücken verlängert werden können, dass ihre Länge genau dem lichten Abstand
zwischen zwei zu verbindenden Knotenelementen entspricht. Insofern kommt es insbesondere
auch nicht zwingend auf eine Maßhaltigkeit der Außenmaße der Knotenelemente an.
[0014] Die Eckpunkte spielen bei der genauen Anordnung der Knotenelemente eine besondere
Rolle, da durch deren exakte Anordnung die Längen der Seitenkanten des Rahmens und
der Winkel der Seitenkanten zueinander genau definiert sind. Deshalb ist es wichtig,
zunächst die Eckpunkte festzulegen, und erst dann die Länge der Seitenträger zwischen
den Eckpunkten so anzupassen, dass sie genau zwischen die Knotenelemente eingepasst
werden können. Man wird hierzu vorzugsweise zunächst die Eckpunkte auf der Lehre festlegen
und erst dann die Seitenträger dazwischen einsetzen. Dies ist aber nicht zwingend
notwendig. Wenn ein oder mehrere Seitenträger auf Untermaß zugeschnitten sind, können
sie lose mit Knotenelementen verbunden werden und dann zusammen mit den Knotenelementen
auf die Lehre aufgesetzt werden, bevor die Länge der Seitenträger an den lichten Abstand
zwischen den Knotenpunkten angepasst wird und sie danach fest mit den Knotenelementen
verbunden werden.
[0015] Nachdem die Seitenträger eines Rahmens an den Knotenelementen befestigt sind, wird
der Rahmen ausgesteift, damit er seine Form beibehält. Dies kann beispielsweise über
in den Rahmen eingesetzte Streben erfolgen, die beispielsweise zusammen mit Teilen
zweier benachbarter, über Eck zusammenstehender Seitenträger ein Dreieck bilden. Ebenso
kann der Rahmen über eine einseitige oder eine zweiseitige Beplankung ausgesteift
werden. Ein weiteres Beispiel für eine Aussteifung besteht darin, in den Rahmen druckfeste,
gedämmte Elemente so einzulegen, dass der lichte Raum zwischen den Trägern vollständig
ausgefüllt ist.
[0016] Natürlich können zwischen den Knotenelementen an den Eckpunkten auch weitere Knotenelemente
vorgesehen und über die gleiche Lehre oder eine damit zusammenwirkende Lehre genau
positioniert werden. Auch hier bringt eine exakte Positionierung den Vorteil, dass
die Knotenelemente benachbarter Raummodule genau aufeinander sitzen, wenn die Raummodule
aneinander bzw. aufeinander gesetzt werden. In diesem Fall werden die Seitenträger
zwischen benachbarte Knotenpunkte eingepasst.
[0017] Wie bereits zuvor erwähnt, wird die Länge eines Trägers bei Bedarf an den lichten
Abstand zwischen zwei zu verbindenden Knotenelemente angepasst. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass Distanzstücke in eine nach dem Einsetzen des Trägers verbleibende
Lücke eingepasst werden, oder durch Abschneiden einer Überlänge. Als Distanzstücke
kommen beispielsweise auf Maß geschnittene Holzelemente in Betracht, die insbesondere
den gleichen Querschnitt wie der Träger haben. Es können aber ebenso eine oder mehrere
Metallscheiben, Kunststoffscheiben oder dergleichen mit entsprechender geeigneter
Dicke als Distanzstücke verwendet werden. Das Abschneiden einer Überlänge erfolgt
sinnvoller weise an einer mit einem Gewinde versehenen Stirnseite des Trägers, insbesondere
nicht an einer mit einer Gewindestange versehenen Stirnseite des Trägers.
[0018] Auch wenn bereits dann ein wesentlicher Vorteil bezüglich des Einhaltens von exakten
Maßtoleranzen erzielt wird, wenn die Eckpunkte zweier gegenüberliegender Rahmen eines
Raummoduls, beispielsweise die Rahmen für den Boden und die Decke des Raummoduls,
innerhalb des jeweiligen Rahmens genau definiert sind, ist es von erheblichem zusätzlichen
Vorteil, wenn auch die Eckpunkte beider Rahmen genau zueinander positioniert sind.
[0019] Eine bevorzugte Verfahrensweise hierfür ist, Verbindungsträger, die die beiden Rahmen
miteinander verbinden sollen, an den Knotenelementen des ersten der beiden Rahmen
so zu befestigen, auszurichten und anzupassen, dass die freien Endpunkte der Träger
in der für den zweiten Rahmen benötigten Position sind. Hierbei kommt es nicht zwingend
darauf an, dass bereits alle Verbindungsträger mit dem ersten Rahmen verbunden sind,
bevor der zweite Rahmen befestigt wird. Vielmehr reicht es aus, wenn so viele Verbindungsträger
befestigt, ausgerichtet und angepasst werden, dass der zweite Rahmen ausreichend fest
in seiner Position fixiert ist. Die übrigen Verbindungsträger können dann danach zwischen
die miteinander korrelierenden Knotenelemente der beiden Rahmen eingesetzt und mit
diesen verbunden werden.
[0020] Ein weiteres bevorzugtes Beispiel besteht darin, den zweiten Rahmen mit Hilfe einer
Lehre, beispielsweise einem Gerüst mit definierten Auflagerpunkten für den ersten
und den zweiten Rahmen, gegenüber dem ersten Rahmen zu positionieren und Verbindungsträger
zwischen die einander gegenüber liegenden Knotenelemente des ersten und des zweiten
Rahmens einzusetzen und dabei in ihrer Länge genau an den lichten Abstand zwischen
den Knotenelementen, insbesondere in der zuvor beschriebenen Art durch Einsetzen von
einem oder mehreren Distanzstücken oder durch Abschneiden einer Überlänge, einzupassen.
[0021] In der oben beschrieben Art können einzelne, containerartige Raummodule hergestellt
werden, die - wie bereits erwähnt - aufgrund der genauen Positionierung der Eckpunkte
ohne wesentlichen Aufwand für Mess- und Ausgleichstechnik zu einem Gebäude zusammengestellt,
abgebaut und gegebenenfalls in anderer Zusammenstellung wieder aufgebaut werden können.
[0022] Es ist aber auch möglich, ein bestehendes erstes Raummodul um ein zweites Raummodul
zu erweitern mit den folgenden Schritten:
- g. Erzeugen eines dritten Rahmens mit den Schritten a. bis c., wobei die Eckpunkte
des dritten Rahmens mit Knotenelementen des ersten und/oder zweiten Rahmens korrelieren;
- h. Montieren des dritten Rahmens in einer gegenüber den Knotenelementen des ersten
und/oder zweiten Rahmens genau definierten Position, dabei Verbinden der Knotenelemente
des ersten und/oder zweiten Rahmens mit den damit korrelierenden Knotenelementen des
dritten Rahmens über Verbindungsträger; und
- i. Aussteifen des erzeugten Modulraums in mindestens einer weiteren Ebene.
[0023] Bei dieser bevorzugten Verfahrensweise wird kein vollständiges containerartiges Raummodul
an ein anderes angesetzt, sondern es wird ein Rahmen des ersten Raummoduls für die
Konstruktion des zweiten Raummoduls mit verwendet. Dabei kann das zweite Raummodul
nicht nur an den ersten oder zweiten Rahmen des ersten Raummoduls angesetzt werden,
sondern ebenso an den Rahmen des ersten Raummoduls, der durch die Eckpunkte auf einer
Seite des Raummoduls und die dazwischenliegenden Seitenträger und Verbindungsträger
gebildet ist.
[0024] Mit dieser Verfahrensweise kann der Materialaufwand gegenüber der zuvor beschriebenen
Modulraumbauweise deutlich weiter verringert werden.
[0025] Wie in der zuvor beschriebenen Weise kann der dritte Rahmen gegenüber dem Rahmen
des ersten Raummoduls genau positioniert und montiert werden, indem
- Verbindungsträger an den Knotenelementen des dritten Rahmens befestigt werden,
- die Verbindungsträger ausgerichtet und angepasst werden, so dass die Endpunkte der
Verbindungsträger in der für den Anschluss an das erste Raummodul benötigten Ebene
liegen; und
- die Knotenelemente des ersten Raummoduls an den freien Endpunkten der Verbindungsträger
befestigt werden.
[0026] Diese Lösung bietet den Vorteil, dass das zweite Raummodul so vorgefertigt werden
kann, dass das der dritte Rahmen , die daran angeschlossenen Verbindungsträger und
eine dazwischen gesetzte Beplankung als auf einer Seite offenes Raummodul vorgefertigt
werden kann, das dann als ganzes nur noch an ein bereits bestehendes Raummodul angesetzt
und daran befestigt werden muss. Auch hierbei kann aufgrund der Maßhaltigkeit des
zweiten Raummoduls auf eine aufwändige Mess- und Ausgleichstechnik verzichtet werden.
[0027] Alternativ dazu kann der dritte Rahmen gegenüber dem Rahmen des ersten Raummoduls
genau positioniert und montiert werden, indem
- der dritte Rahmen gegenüber dem Rahmen des ersten Raummoduls mit Hilfe einer Lehre
ausgerichtet wird; und
- Verbindungsträger zwischen die einander gegenüber liegenden Knotenelemente des ersten
und des zweiten Rahmens eingesetzt werden.
[0028] Die an den Knotenelementen zu befestigenden Verbindungsträger können Bestandteile
von vorgefertigten Raummodulplatten, insbesondere von vorgefertigten Seitenwänden,
sein.
[0029] Da einzelne Raummodule über die Knotenelemente miteinander verbunden werden, ist
es sinnvoll, wenn die Knotenelemente aus einem sehr festen Material, beispielsweise
aus einem Metallwerkstoff, insbesondere aus Stahl oder Gusseisen, bestehen.
[0030] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere für das Herstellen von Holzrahmen-
oder Holzständerkonstruktionen, bei denen die Träger, insbesondere die Seitenträger
und die Verbindungsträger, aber auch etwaige Zwischenträger, aus einem Holzwerkstoff,
insbesondere aus Holz oder einem Holzverbundmaterial, bestehen. Als besonders bevorzugtes
Holzverbundmaterial ist ein Holzbetonverbundmaterial wie beispielsweise ein Verbundmaterial
aus Holz und Beton oder aus Holz und Kunstharz- bzw. Polymerbeton, beispielsweise
der Marke Compono®, zu nennen, wobei der Beton dann insbesondere auf die obere Seite
des Trägers eine Betonschicht aufgebracht ist. Hierdurch wird die Tragfähigkeit des
Trägers deutlich erhöht, so dass mit dem Träger längere Spannweiten möglich sind.
[0031] Als Elemente zum Verbinden von Trägern, insbesondere von Seiten- oder Verbindungsträgern,
mit den Knotenelemente kommen vorzugsweise Gewindebolzen bzw. Schrauben in Betracht,
die so dimensioniert sind, dass sie die auf sie an den Knotenelementen wirkenden Lasten
sicher aufnehmen können.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist außerdem im Bereich
mindestens einer Stirnseite der Träger ein von der Stirnseite aus zugängliches Gewindeelement
vorgesehen. Das Gewindeelement kann beispielsweise ein Verbundanker (insbesondere
induo
®-Verbundanker der Anmelderin) mit einer in Längsrichtung des Ankers verlaufenden Gewindebohrung
sein, der in einen den Träger bildenden Holzstab mit Abstand zur Stirnseite des Holzstabs
eingelegt ist..
[0033] Vorzugsweise wird genau eine Stirnseite der Träger vor dem Einsetzen zwischen die
Knotenelemente mit einem Gewindebolzen versehen. Insbesondere wenn der Träger auf
einer Seite mit einem aus der Stirnseite vorstehenden Gewindebolzen und auf seiner
anderen Stirnseite mit einem von außen zugänglichen, im Inneren des Trägers liegenden
Gewinde für einen Gewindebolzen oder eine Schraube versehen ist, lässt sich der Träger
besonders effizient zwischen zwei Knotenpunkten einsetzen und an ihnen befestigen.
So kann der Träger mit seinem Gewindebolzen in dem einen ersten Knotenelement abgestützt
werden, während auf seiner anderen Seite ein im zweiten Knotenelement gegengelagerter
Gewindebolzen in das Gewinde eingeschraubt wird. Abschließend muss dann lediglich
der Gewindebolzen des Trägers über eine Mutter im ersten Knotenelement an diesem festgezogen
werden.
[0034] Da der Boden- und Deckenaufbau meist unabhängig von der Raumaufteilung eines mit
einem Modulraumsystem erstellten Gebäudes ist, ist es sinnvoll, wenn der erste und
der zweite Rahmen jeweils Bestandteile einer Boden- oder Deckenplatte oder einer Kombination
aus Boden- und Deckenplatte sind.
[0035] Gerade bei Boden- oder Deckenplatten, die vertikale Lasten aufnehmen, ist es sinnvoll,
den Rahmen durch mindestens einen Zwischenträger, der zwischen zwei sich gegenüber
liegenden Seitenträgern angeordnet ist, zu verstärken.
[0036] Außerdem ist es von Vorteil, wenn mindestens einer der beiden Rahmen auf mindestens
einer Seite, vorzugsweise auf beiden Seiten, mit einer Beplankung versehen ist. Im
lichten Bereich zwischen einer beidseitigen Beplankung kann dann Dämmmaterial, insbesondere
eine druckfeste Dämmung, vorgesehen sein. Gleiches gilt für die aus Seitenträgern
und Verbindungsträgern gebildeten Rahmen, die ebenso ein- oder beidseitig beplankt
werden können. Mit einer solchen Konstruktion können sowohl Boden- und Deckenplatten
als auch Wandelemente unter Verwendung der Rahmenstruktur in Holzrahmenbauweise ausgeführt
werden.
[0037] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weisen zumindest zwei gegenüberliegende
Seitenträger und/oder Verbindungsträger jeweils einen äußeren Seitenträgerteil mit
höherem Querschnitt und einen daran anliegenden inneren Seitenträgerteil mit niedrigerem
Querschnitt auf, die aneinander anliegen und so miteinander verbunden sind, dass der
innere Seitenträgerteil einseitig oder beidseitig ein gegenüber dem äußeren Seitenträgerteil
in der Höhe zurückgesetztes Auflager bzw. Anlagefläche für eine obere und/oder untere
bzw. seitliche Beplankung bildet.
[0038] Als Beplankung kann insbesondere auch eine Beton- oder Stahlbetonplatte dienen, die
vorzugsweise bündig mit dem oberen Rand des äußeren Trägers abschließt. Die Rahmenkonstruktion
bildet dann zusammen mit der Beplankung aus Beton bzw. Stahlbeton eine Boden- und/oder
Deckenplatte oder eine Wandplatte in Holzbetonverbundbauweise. Mit dieser Art der
Massivbauweise erreicht man gegenüber Leichtbauvarianten wie der Holzrahmenbauweise
insbesondere in Bezug auf Schallschutz und Brandschutz Vorteile.
[0039] Zur festen Verankerung einer Betonplatte im Rahmen können Verbundschrauben oder dergleichen
vorgesehen sein, die in den Seitenträgern und in den gegebenenfalls vorgesehenen Zwischenträgern
verankert sind und in den für die Betonplatte vorgesehenen Raum ragen. In diesen Raum
wird dann Beton zum Erzeugen der Betonplatte eingegossen. Die hierfür benötigte Verschalung
kann beispielsweise durch eine druckfeste Dämmung, gegebenenfalls vorgesehene Zwischenträger
und die inneren und äußeren Seitenträgerteile des Rahmens definiert sein. Auf diese
Weise lassen sich einfach und effektiv insbesondere Bodenplatten für das Raummodul
herstellen.
[0040] Auch ist es möglich und nicht minder bevorzugt, an bzw. zwischen den Trägern massive
Platten, vorzugsweise bestehend aus Brettsperrholz oder Brettstapelelementen, zu befestigen,
um so Boden- und/oder Deckenelemente oder Wandelemente herzustellen.
[0041] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, in denen beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung dargestellt sind, näher erläutert.
[0042] Es zeigen:
- Fig. 1a bis 1j
- verschiedene Schritte des erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines Raummoduls;
- Fig. 2a bis 2d
- verschiedene Ansichten eines für eine Eckposition geeigneten Knotenelements;
- Fig. 3a bis 3f
- verschiedene Darstellungen in Bezug auf eine andere Alternative des erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahrens;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt eines Modulraums in geschnittener isometrischer Darstellung mit einem
erfindungsgemäßen Bodenaufbau;
- Fig. 5
- den in Fig. 4 dargestellten Bodenaufbau im Querschnitt;
[0043] In den Figuren 1a bis 1j wird schematisch ein Beispiel für einen erfindungsgemäßen
Aufbau eines Raummoduls gezeigt. Als Lehre zum Ausrichten der für einen Rahmen benötigten
Knotenelemente wird ein fahrbarer Stahlrahmen 1 verwendet (s. Figur 1a). Der rechteckige
Stahlrahmen 1 weist zwei parallel zu seinen kurzen Seiten verlaufende innere Querträger
2, 3 auf, die das Rechteck des Stahlrahmens 1 im Verhältnis von etwa 2:1:2 teilen.
An den Eckpunkten des Rahmens sowie an den Stellen des Rahmens 1, an denen die Querträger
2, 3 auf den Stahlrahmen 1 stoßen, sind (hier nicht dargestellte) vertikale Dornen
vorgesehen, auf die Knotenelemente 1 aufgesetzt werden können. Damit ist die Lage
der Knotenelemente innerhalb eines Raummoduls und benachbarter Raummodule zueinander
räumlich eindeutig festgelegt.
[0044] In Figur 1b ist gezeigt, wie die Knotenelemente 4 bis 7 auf den Eckpunkten des Stahlrahmens
1 und auf den Längsseiten des Stahlrahmens zwischen diesen Knotenelementen 4 bis 7
weitere Knotenelemente 8 bis 11 aufgesetzt sind. Danach wird, wie in Fig. 1c gezeigt,
eine Beplankung 13 zwischen die Knotenelemente 4 bis 11 eingebracht, die auf den Stirnseiten
des Stahlrahmens 1 und den Querträgern 2, 3 aufliegen. Um die Beplankung herum werden
dann, wie in Figur 1d zu sehen ist, zwischen die jeweils benachbarten Knotenelemente
4 und 5, 5 und 9, 9 und 10, 10 und 6, 6 und 7, 7 und 11, 11 und 8 sowie 8 und 4 Seitenträger
14 bis 21 eingepasst und mit den Knotenelementen zu einem ersten Rahmen jeweils fest
verbunden. Auch werden zwischen die Knotenelemente 8 und 9 sowie 10 und 11 Zwischenträger
23, 24 eingepasst und mit diesen fest verbunden. Die Knotenelemente und die Seitensowie
Zwischenträger schließen an ihren Oberseiten bündig aneinander an. Nicht dargestellt,
aber leicht vorstellbar ist, dass etwaige Maßabweichungen der Träger beim Einpassen
zwischen die Knotenelemente ausgeglichen werden, indem beispielsweise eine Überlänge
des Trägers abgeschnitten wird oder bei nicht ausreichender Länge des Trägers Zwischenstücke
in die Lücke zwischen einer Stirnseite des Trägers und einem Knotenelement eingesetzt
werden.
[0045] Danach werden, wie in Figur 1e gezeigt ist, parallel zu den stirnseitigen Seitenträgern
14, 18 und den Zwischenträgern 23, 24 Zwischenbalken 25, 26, 27 in den ersten Rahmen
eingesetzt, wobei der Abstand zwischen benachbarten Balken bzw. Balken und Trägern
jeweils gleich ist.
[0046] Anschließend werden die lichten Bereiche zwischen den Balken 25 bis 27 und den Trägern
14 bis 21, 23, 24 (die Bezugszeichen sind zur vereinfachten Darstellung in den Figuren
1e bis 1j nicht mehr vollständig eingetragen) innerhalb des ersten Rahmens mit Dämmmaterial
28, 29, 30 verfüllt. Dann wird auf den ersten Rahmen, wie in Figur 1g zu sehen ist,
eine obere Beplankung 32 zwischen die Seitenträger 14 bis 21 ein- bzw. aufgesetzt,
die die Zwischenträger 23, 24 und Zwischenbalken 25, 26, 27 sowie das dazwischen liegende
Dämmmaterial 28, 29, 30 vollständig abdeckt.
[0047] Nachfolgend werden auf allen Knotenelementen 4 bis 11 vertikale Verbindungsträger
33 bis 40, deren Höhe an die für das Raummodul benötigte Höhe angepasst ist, aufgestellt
und ausgerichtet (s. Figur 1 h). Zwischen die Verbindungsträger 33 bis 40 werden je
nach Bedarf Wandelemente 42 eingesetzt, um das Raummodul räumlich zu unterteilen (s.
Figur 1i). Die Wandelemente 42, die mit den Verbindungsträgern 33 bis 40 fest verbunden
werden, haben unter anderem die Wirkung, die Verbindungsträger in ihrer Position zu
stabilisieren und das Raummodul auszusteifen. Zur Aufnahme der Wandelemente 42 können
die Träger (Seitenträger, Zwischenträger, Verbindungsträger) jeweils geschlitzt sein,
so dass die Wände lediglich in die Schlitze eingesteckt werden müssen.
[0048] In Figur 1j ist schließlich zu sehen, wie ein zweiter Rahmen 43, der genauso wie
der erste Rahmen zusammengesetzt wurde (s. Figuren 1a bis 1g), abschließend auf die
Verbindungsträger 33 bis 40 aufgesetzt ist.
[0049] In den Figuren 2a bis 2c ist ein für die Eckpunkte des ersten und des zweiten Rahmens
geeignetes Knotenelement dargestellt. Es weist einen Körper aus einem Vierkantrohr
51 auf, an dessen Unterseite eine Grundplatte 52 und in dessen oberen Randbereich
ein Deckel 53 eingeschweißt sind. Die Grundplatte 52 ist an zwei benachbarten Seiten
des Vierkantrohres 51 breiter als der Querschnitt des Vierkantrohres 51 ausgebildet
und bildet um 90° zueinander versetzte Auflagerflächen 54, 55 für Träger, die an das
Knotenelement angeschlossen werden sollen. Zum Anschluss von Trägern sind jeweils
auf der einer Auflagerfläche 54, 55 zugeordneten Seite des Vierkantrohres Durchgangslöcher
56, 57 vorgesehen. Auf den gegenüberliegenden Seiten dieser Durchgangslöcher gibt
es Eingriffsöffnungen 58, 59, um mit Werkzeug in das Vierkantrohr eingreifen zu können,
um beispielsweise eine Mutter innerhalb des Vierkantrohrs auf einen durch ein Durchgangsloch
56, 57 hindurch geführten Gewindebolzen aufschrauben zu können. Im dargestellten Beispiel
ist im Deckel 53 ein zentrales Durchgangsloch 59 zum Anschluss eines vertikalen Verbindungsträgers
und fluchtend hierzu in der Grundplatte 52 ein weiteres Durchgangsloch 61 vorgesehen.
Das dargestellte Knotenelement ist zum Einsatz in den Ecken eines ersten, unteren
Rahmens eines Raummoduls gedacht, an dessen Unterseite ein Knotenelement eines weiteren
Raummoduls angeschlossen oder auch unmittelbar ein Verbindungsträger eines benachbarten
Raummoduls angesetzt werden kann.
[0050] Um sicherzustellen, dass die Raummodule in allen drei Dimensionen exakt maßhaltig
vorgefertigt werden können, ist es hilfreich, die Lage der Anschlusspunkte in den
Knotenelementen für die Eckpunkte genau zu definieren. Dazu werden die Knotenelemente
für die Eckpunkte zum Bohren der Durchgangslöcher in eine Lehre eingesetzt, mit der
die Positionen der Durchgangslöcher an der im Raummodul außenliegenden Kante des Knotenelements
exakt ausgerichtet werden können, wie in Figur 2d exemplarisch dargestellt ist.
[0051] Ein Knotenelement, das als Verbindungselement zwischen zwei Seitenträgern und einem
Zwischenträger verwendbar ist, unterscheidet sich von dem dargestellten lediglich
darin, dass die Grundplatte drei jeweils um 90° zueinander versetzte Auflagerflächen
für die anzuschließenden horizontalen Träger aufweist, und im Vierkantrohr dementsprechend
drei Durchgangslöcher vorgesehen sind. Bei dieser Ausführung ist lediglich in der
Seite des Vierkantrohrs, an die kein Träger angeschlossen wird, eine Werkzeugeingriffsöffnung
vorgesehen.
[0052] Zur Verbindung der Träger mit den Knotenelementen können an der Stirnseite der Träger
in deren Längsrichtung verlaufende Gewindestangen eingelassen sein. Die Gewindestangen
können beispielsweise in einen in den Träger eingelassenen Verbundanker mit darin
in Längsrichtung verlaufender Gewindebohrung eingeschraubt sein oder auch in den Träger
eingeklebt sein. Die Gewindestangen werden dann durch die Durchgangslöcher der Knotenelemente
gesteckt und mit in das Knotenelement eingesetzten Muttern befestigt. Alternativ können
in die Stirnseiten der Träger auch Gewinde eingelassen sein. Dann erfolgt die Verbindung
zwischen Knotenelement und Träger beispielsweise über eine aus dem Inneren des Knotenelements
durch ein Durchgangsloch hinaus geführte Schraube, die in das Gewinde des Trägers
eingeschraubt wird.
[0053] Alternativ hierzu kann gegebenenfalls aber auch ein Knotenelement vorgesehen sein,
an das Beschläge angebracht sind, die mit geeigneten Beschlägen auf den Stirnseiten
der Träger zusammenwirken. Hierfür kommen beispielsweise Steckverbinder in Betracht,
die beispielsweise unter dem Namen Sherpa von der Firma Vinzenz Harrer GmbH, Frohnleiten,
Österreich angeboten werden.
[0054] In den Figuren 3a bis 3f ist ein alternatives erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren
für ein Raummodul dargestellt. In Figur 3a sind die Lehre 101 für die Herstellung
einer Bodenplatte bzw. Deckenplatte eines Raummoduls, sowie die Lehren 102, 103 für
die Herstellung von längsseitigen Seitenwänden des Raummoduls gezeigt. Die Länge und
Breite der jeweiligen rechteckigen Stahlrahmen 106, 107, 108 der Lehren 101, 102,
103 entspricht im Wesentlichen jeweils den entsprechenden Außenmaßen der Seite des
Raummoduls (einschließlich Boden und Decke), für die eine Platte auf der Lehre hergestellt
werden soll. An den Stahlrahmen 106 - 108 sind insbesondere an den Ecken Möglichkeiten
zum Positionieren und Befestigen von Knotenelementen vorgesehen (nicht dargestellt).
[0055] In Figur 3a sind die Lehren 101 - 103 mit Eckknoten 111, 112, 113 gezeigt. Die Eckknoten
111 für die Bodenplatte (bzw. Deckenplatte) stehen mit ihrer Grundplatte auf den Ecken
des Stahlrahmens 106. Demgegenüber sind die Eckknoten 112, 113 auf den Stahlrahmen
107, 108 für das Herstellen von Wandelementen des Raummoduls liegend angeordnet, wobei
die Lage der Eckknoten 112, 113 auf den Stahlrahmen 112, 113 der Lage der Eckknoten
der Bodenplatte und der Deckenplatte einer Seite des fertiggestellten Raummoduls zum
jeweiligen Wandelement entspricht.
[0056] Mit der Lehre 101 können sowohl die Bodenplatte 115 als auch die Deckenplatte 116
eines Raummoduls auf die in Bezug zu Figuren 1a bis 1g beschriebene Weise hergestellt
werden.
[0057] Die Wandelemente 117, 118 eines Raummoduls werden so hergestellt, dass die Verbindungsträger
zwischen die Eckknoten an den Stirnseiten eingepasst und damit fest verschraubt werden,
wobei auch hier unter Einpassen das Abschneiden einer Überlänge des Verbindungsträgers
und/oder das Verlängern des Verbindungsträgers durch das Ansetzen von Distanzstücken
an den Verbindungsträger zu verstehen ist., so dass die Länge des Verbindungsträgers
genau dem lichten Abstand zwischen den beiden Eckpunkten entspricht,
[0058] Natürlich können die Lehren 102, 103 mit weiteren Knotenelementen bestückt werden,
die ebenso wie die Eckknoten liegend angeordnet sind und deren Lage der Lage der Knotenpunkte
in einer Deckenplatte und einer Bodenplatte eines fertiggestellten Raummoduls entspricht,
an die die herzustellenden Wandelemente angeschlossen werden sollen. In diesem Fall
werden dann Zwischenträger zwischen die Knotenelemente eingepasst und mit den Knotenelementen
fest verschraubt.
[0059] Der Aufbau eines Wandelements 117, 118 kann dann im Prinzip genauso erfolgen, wie
es für eine Boden- bzw. Deckenplatte mit Bezug auf die Figuren 1c bis 1g beschrieben
ist. Allerdings werden - anstelle der Seitenträger 15, 16, 17, 19, 20, 21 zwischen
die Eckpunkte einer Boden- bzw. Deckenplatte 115, 116 - vorzugsweise Randleisten zwischen
die Enden der Verbindungsträger und gegebenenfalls der Zwischenträger eingepasst,
die den Zwischenraum zwischen den Trägern einrahmen.
[0060] Während die fertiggestellten Boden- und Deckenplatten 115, 116 samt ihrer Knotenelemente
von der Lehre 101 abgenommen werden, werden die fertigen Wandelemente 117, 118 von
den Lehren 102, 103 abgenommen, wobei sie von den Knotenelementen auf der Lehre gelöst
werden (s. Figur 3c).
[0061] Zum Zusammensetzen eines Raummoduls werden dann die Wandelemente 117, 118 mit den
unteren Endpunkten ihrer Verbindungs- und gegebenenfalls Zwischenträger auf die Knotenelemente
gegenüberliegender Seiten der Bodenplatte 115 aufgesetzt und mit diesen fest verschraubt
(s. Figur 3d). Auf die auf der Bodenplatte aufgestellten Wandelemente wird dann die
Deckenplatte montiert, wobei die Knotenelemente der Deckenplatte 116 mit den oberen
Endpunkten der Verbindungsträger und gegebenenfalls Zwischenträger verschraubt werden
(Figur 3e). Abschließend werden auf die Stirnseiten des Raummoduls nach Bedarf Beplankungen
119 aufgebracht, um das Raummodul zu schließen.
[0062] Alternativ zu dem in Bezug auf die Figuren 3a bis 3f beschriebenen Verfahren können
anstelle der Wandelemente 117, 118 für die längsseitigen Wände des Raummoduls auch
Wandelemente für die stirnseitigen Wände des Raummoduls auf entsprechenden Lehren
vorgefertigt werden.
[0063] Die Maße der vorgefertigten Wandelemente 117, 118 sowie der Decken- und Bodenplatten
115, 116 sind so genau, dass daraus ein Raummodul genau definierter Größe hergestellt
werden kann, dessen durch Knotenelemente gebildete Anschlusspunkte derart genau positioniert
sind, dass eine Vielzahl von Raummodulen miteinander zu einem Gebäude verbunden werden
können, ohne dass es besonderer Maßnahmen zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen bedarf.
[0064] In bevorzugter Ausführung sind mindestens eines der Wandelemente 117, 118 sowie die
Bodenplatte 115 und/oder die Deckenplatte 116 durch eine teilweise oder ganz daran
angesetzte Beplankung, alternativ oder in Ergänzung hierzu durch feste Dämmplatten
oder andere geeignete Mittel zwischen den Trägern, ausgesteift, so dass das Raummodul
in allen Raumdimensionen stabilisiert ist.
[0065] In die gemäß den vorbeschriebenen Verfahren gefertigten Wandelemente, Boden- und
Dekkenplatten können schon bei der Vorfertigung Öffnungen, beispielsweise für Türen,
Fenster oder Treppenanschlüsse, eingelassen sein.
[0066] In den Figuren 4 und 5 ist ein Ausschnitt eines Modulraums dargestellt, der mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist. Die hier insbesondere interessierende
Bodenplatte 71 weist einen Rahmen mit an seinen Ecken angeordneten Knotenelementen
72 und Seitenträgern 73, 74, 75 auf. Die Seitenträger bestehen jeweils aus einem inneren
Seitenträgerteil 73i, 75i und einem äußeren Seitenträgerteil 73a, 75a, die aneinander
anliegen, wobei die äußeren Seitenträgerteile 73a, 75a die gleiche Bauhöhe wie die
Knotenelemente haben, während die inneren Seitenträgerteile 73i, 75i eine geringere
Bauhöhe haben und mit den äußeren Seitenteilen 73a, 75a lediglich bodenseitig fluchten.
Im Bereich der Stirnenden sind zwischen die inneren Seitenträgerteile 73i, 75i und
die äußeren Seitenträgerteile 73a, 75a Verbundanker 76, 77 eingelassen, die als sogenannte
Gewinde- oder Gewindedurchsteckanker auf der Stirnseite der Träger einen Gewindeanschluss
zur Verbindung des Trägers mit dem Knotenelement zur Verfügung stellen. Als besonders
geeignete Verbundanker kommen sogenannte induo
®- Verbundanker der induo Systemholztechnik GmbH & Co. KG in Betracht.
[0067] Bodenseitig ist eine untere Betonplatte 78 durch die inneren Seitenträgerteile 73i,
75i eingegrenzt. Auf der Betonplatte sitzen quer zu den Seitenträgern 73, 75 verlaufende
Zwischenbalken 79, 81, deren Oberkanten bündig mit der Oberkante der inneren Seitenträgerteile
73i, 75i abschließen. Zwischen den Zwischenbalken 79, 81 sind druckfeste Dämmplatten
82, 83, 84 eingelassen, deren Oberseite bündig mit den Oberseiten der Zwischenbalken
79, 81 und der inneren Seitenträgerteile 73i, 75i abschließt. In den durch die freien
inneren Seitenflächen der äußeren Seitenträgerteile 73a, 75a und die Oberseiten der
inneren Seitenträgerteile 73i, 75i, der Zwischenbalken 79, 81 und der Dämmplatten
82, 83, 84 definierten Raum ist ebenso eine Betonplatte 85 eingelassen. Die Betonplatten
78, 85 werden direkt in den Rahmen eingegossen. Die hierfür benötigte Verschalung
wird auf der Oberseite durch die freie Innenseite der äußeren Seitenträgerteile 73a,
75a, und die Oberseiten der inneren Seitenträgerteile 73i, 75i, der Zwischenbalken
79, 81 und der Dämmplatten 82, 83, 84 gebildet, die Verschalung für die untere Betonplatte
78 durch die Innenseite der inneren Seitenträgerteile 73i, 75i sowie die Unterseiten
der Zwischenbalken 79, 81 und der Dämmplatte 82, 83, 84. In diesem Fall wird der Rahmen
zum Vergießen der unteren Betonplatte 78 auf seine Oberseite gedreht. Es ist aber
auch möglich, den Boden, auf dem der Rahmen aufsteht, als Verschalung für das Gießen
der unteren Betonplatte 78 zu nutzen.
[0068] Wie insbesondere in Figur 5 zu sehen ist, sind oben und unten in die Zwischenbalken
79, 81 Verbundschrauben 86 schräg eingedreht, die in die für die obere und die untere
Betonplatten 78, 85 vorgesehenen Räume ragen. Auch sind Schrauben 86 von außen horizontal
in die äußeren Seitenträgerteile 73a, 75a so eingeschraubt, dass sie in den für die
obere Betonplatte 85 vorgesehenen Raum hinein ragen. An den Schrauben kann eine Bewehrung
für den Beton verrödelt werden.
[0069] Insbesondere durch das Aufliegen der Betonplatte 85 auf den inneren Seitenträgerteilen
73i, 75i, aber auch durch die unmittelbare Verbindung mit den Zwischenbalken und den
äußeren Seitenträgerteilen 73a, 75a, werden Lasten von der Betonplatte gleichmäßig
über die Fläche verteilt in den Rahmen eingeleitet. Hierdurch kann der Rahmen örtlich
größere Lasten aufnehmen oder gegebenenfalls im Vergleich zu Rahmen herkömmlicher
Bauweise mit schmaleren Trägern ausgestaltet werden.
[0070] Auf eine ähnliche Weise können auch Wandelemente mit einer Betonplatte versehen werden.
Sogenannte Holzbetonverbundplatten haben den Vorteil, dass sie die Vorteile einer
Massivbauweise hinsichtlich der Schallschutz- und Brandschutzeigenschaften haben.
Als Holzverbundbauplatten ausgeführte Wandelemente werden besonders bevorzugt für
außenliegende Wandelemente eines mit dem modularen Raumsystem hergestellten Gebäudes
verwendet.
1. Verfahren zum Herstellen eines ersten Raummoduls eines modularen Raumsystems,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a. Festlegen von Eckpunkten eines ersten Rahmens (1), indem Knotenelemente (4-7) mit
einer Lehre (1) Im Raum fixiert werden;
b. Einsetzen von Seitenträgern (14-21) zwischen die Knotenelemente (4-11), um den
ersten Rahmen zu erzeugen;
c. Aussteifen des erzeugten Rahmens;
d. Erzeugen eines zweiten Rahmens mit den Schritten a. bis c.;
e. Montieren des zweiten Rahmens in einer gegenüber dem ersten Rahmen genau definierten
Position, dabei Verbinden der entsprechenden Knotenelemente des ersten und des zweiten
Rahmens über Verbindungsträger (33-40); und
f. Aussteifen des mit den Schritten a. bis e. erzeugten ersten Raummoduls in mindestens
einer weiteren Ebene.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a. zwischen den Eckpunkten weitere Knotenelemente (8-11) mit einer Lehre
fixiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt b. die Länge der zwischen den Knotenelementen (4-11) einzusetzenden Seitenträger
(14-21) genau auf den lichten Abstand zwischen den Knotenelementen angepasst wird,
wahlweise durch Einsetzen von Distanzstücken oder durch Abschneiden einer Überlänge.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass Schritt e. die folgenden Schritte umfasst:
e11. Befestigen von Verbindungsträgem (33-40) an den Knotenelementen (4-11) des ersten
Rahmens, dabei
e12. Ausrichten und Anpassen der Verbindungsträger (33-40), so dass die Endpunkte
der Verbindungsträger (33-40) in der für den zweiten Rahmen benötigen Ebene liegen;
und
e13. Befestigen der Knotenelemente des zweiten Rahmens an den freien Endpunklen der
Träger (33-40).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass Schritt e. die folgenden Schritte umlasst:
e2i, Ausrichten des zweiten Rahmens gegenüber dem ersten Rahmen mit Hilfe einer Lehre;
und
e22. Einsetzen der Verbindungsträger (33-40) zwischen die einander gegenüber Ilegenden
Knotenelemente des ersten und des zweiten Rahmens.
6. Verfahren nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass In Schritt e22. die Länge der zwischen den Knotenelementen einzusetzenden Verbindungsträger
(33-40) genau auf den lichten Abstand zwischen den Knotenelemenlen angepasst wird,
wahlweise durch Einsetzen von einem oder mehreren Distanzstücken oder durch Abschneiden
einer Überlänge.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein zweites Raummodul erzeugt wird mit den folgenden Schritten:
g. Erzeugen eines dritten Rahmens mit den Schritten a.) bis c.), wobei die Eckpunkte
des dritten Rahmens mit Knotenelementen des ersten und/oder zwelten eines Rahmens
des ersten Raummoduls korrelieren;
h. Montieren des dritten Rahmens in einer gegenüber den Knotenelementen des ersten
und/oder zweiten Rahmens des ersten Raummoduls genau definierten Position, dabei Verbinden
von Knotenelementen des ersten und/oder zweiten Rahmens des ersten Raummoduls mit
den damit korrelierenden Knotenelementen des dritten Rahmens über Verbindungsträger;
und
i. Aussteifen des erzeugten zweiten Raummoduls in mindestens einer weiteren Ebene.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass Schritt h. die folgenden Schritte umfasst:
h11. Befestigen von Verbindungsträgern an den Knotenelementen des dritten Rahmens,
dabei
h12. Ausrichten und Anpassen der Verbindungsträger, so dass die Endpunkte der Verbindungsträger
in der für den Anschluss an das erste Raummodul benötigten Ebene liegen; und
h13. Befestigen der Knotenelemente des ersten Raummoduls an den freien Endpunkte der
Verbindungsträger.
9. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass Schritt h. die folgenden Schritte umfasst:
h21. Ausrichten des dritten Rahmens gegenüber dem Rahmen des ersten Raummoduls mit
Hilfe einer Lehre; und
h22. Einsetzen der Verbindungsträger zwischen die einander gegenüber liegenden Knotenelemente
des ersten Raummoduls und des dritten Rahmens.
10. Verfahren nach Anspruch 4 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche 7 bis 9 oder
nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die gemäß Schritt e11. bzw. h11. an den Knotenelementen zu befestigenden Verbindungsträger
(33-40) Bestandteile von vorgefertigten Raummodulplatten, insbesondere von vorgefertigten
Seitenwänden, sind.
11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Knotenelemente (4-11) aus einem Metallwerkstoff, insbesondere aus einem Stahl
oder Gusseisen, bestehen.
12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Seitenträger (14-21) und/oder mindestens einer der Verbindungsträger
(33-40) und/oder mindestens ein Zwischenträger (23, 24), insbesondere alle Seitenträger
(14-21) und/oder alle Verbindungsträger (33-40) und/oder alle Zwischenträger(23, 24),
aus einem Holzwarkstoff, insbesondere aus Holz oder einem Holzverbundmaterial, bestehen.
13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenträger (14-21) und die Knotenelemente (4-11) über Gewindebolzen bzw. Schrauben
miteinander verbunden werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich mindestens einer Stirnseite der seitlichen Seitenträger (14-21) und/oder
der Verbindungsträger (33-40) ein von der Stirnseite aus zugängliches Gewindeelement
vorgesehen ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass genau eine Stirnseite der Seitenträger (14-21) und/oder der Verbindungsträger (33-40)
vor dem Einsetzen zwischen die Knotenelemente (4-11) mit einem Gewindebolzen versehen
ist.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschneiden einer Überlänge an einer Stirnseite des Trägers erfolgt, in deren
Bereich der Träger mit einem Gewinde versehen ist.
17. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmen jeweils Bestandteile einer Bodenplatte (115) und/oder einer Dekkenplatte
(116) sind.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der Rahmen zwischen zwei gegenüber liegenden Seiten mindestens
ein Zwischenträger (23, 24) angeordnet wird.
19. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der beiden Rahmen auf mindestens einer Seite, vorzugsweise auf beiden
Seiten, mit einer Beplankung (13, 32) versehen ist.
20. Verfahren nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch Dämmmaterial (28, 29, 30) im lichten Bereich zwischen einer beidseitigen Beplankung
(13, 32), insbesondere durch eine druckfeste Dämmung.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei gegenüberliegende Seitenträger mindestens eines der Rahmen jeweils
einen äußeren Seitenträgerteil mit höherem Querschnitt und einen daran anliegenden,
inneren Seitenträgerteil mit niedrigerem Querschnitt aufweisen, so dass der innere
Seitenträgerteil ein Auflager für eine Beplankung des Rahmens bildet.
22. Verfahren nach Anspruch 21, gekennzeichnet durch eine Betonplatte (85) als obere Beplankung, die vorzugsweise bündig mit dem oberen
Rand des äußeren Seitenlrägers abschießt.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass von den Seitenträgern und gegebenenfalls vorgesehenen Zwischenträgern (79, 81) Verbundschrauben
in den für die Betonplatte (85) vorgesehenen Raum kragen, der durch eine druckfeste
Dämmung (82, 83, 84), gegebenenfalls vorgesehene Zwischenträger (79, 81) und die inneren
und äußeren Seitenträgertelle (73i, 75i, 73a, 75a) des Rahmens, die eine Verschalung
bilden, definiert ist, und dass Beton zum Erzeugen der Betonplatte (85) in die Verschalung
eingegossen wird.
1. A method for manufacturing a first space module for a modular space system,
characterised by the following steps:
a. determining the corner points of a first frame (1), by fixing junction elements
(4-7) in space with the aid of a gauge (1);
b. inserting lateral supports (14-21) between the junction elements (4-11) in order
to create the first frame;
c. bracing the created frame;
d. creating a second frame using steps a. to c.;
e. mounting the second frame in an exactly defined position in relation to the first
frame, while connecting the corresponding junction elements of the first and second
frames via connecting beams (33-40); and
f. bracing the first space module created by steps a. to e. in at least one further
plane.
2. The method according to claim 1, characterised in that in step a. further junction elements (8-11) are fixed with the aid of a gauge between
the corner points.
3. The method according to claim 1 or 2, characterised in that in step b. the length of the lateral supports (14-21) to be inserted between the
junction elements (4-11) is adapted to exactly match the clearance between the junction
elements, optionally by inserting distance pieces or by cutting off a surplus length.
4. The method according to one of claims 1 to 3,
characterised in that step e. comprises the following steps:
e11. attaching connecting beams (33-40) to the junction elements (4-11) of the first
frame, while
e12. aligning and adapting the connecting beams (33-40) such that the end points of
the connecting beams (33-40) lie in the plane required for the second frame; and
e13. attaching the junction elements of the second frame to the free end points of
connecting beams (33-40).
5. The method according to one of claims 1 to 3,
characterised in that step e. comprises the following steps:
e21. aligning the second frame relative to the first frame with the aid of a gauge;
and
e22. inserting the connecting beams (33-40) between opposite junction elements of
the first and second frames.
6. The method according to claim 5, characterised in that in step e22. the length of the connecting beams (33-40) to be inserted between the
junction elements is adapted to exactly match the clearance between the junction elements,
optionally by inserting one or more distance pieces or by cutting off a surplus length.
7. The method according to one of claims 1 to 6,
characterised in that at least one second space module is created using the following steps:
g. creating a third frame using steps a. to c., wherein the corner points of the third
frame correlate with junction elements of the first and/or second frames of the first
space module;
h. mounting the third frame in an exactly defined position relative to the junction
elements of the first and/or second frames of the first space module, while connecting
junction elements of the first and/or second frames of the first space module with
the correlating junction elements of the third frame via connecting beams; and
i. bracing of the created second space module in at least one further plane.
8. The method according to claim 7,
characterised in that step h. comprises the following steps:
h11. attaching connecting beams to the junction elements of the third frame, while
h12. aligning and adapting the connecting beams such that the end points of the connecting
beams lie in the plane required for connection to the first space module; and
h13. attaching the junction elements of the first space module to the free end points
of the connecting beams.
9. The method according to claim 7,
characterised in that step h. comprises the following steps:
h21. aligning the third frame relative to the frame of the first space module with
the aid of a gauge; and
h22. inserting the connecting beams between opposite junction elements of the first
space module and the third frame.
10. The method according to claim 4 or one of claims 7 to 9 dependent thereof or according
to claim 8, characterised in that the connecting beams (33-40) to be attached to the junction elements according to
step e11. or h11. are components of pre-fabricated space module panels, in particular
of pre-fabricated sidewalls.
11. The method according to one of the above claims, characterised in that the junction elements (4-11) consist of a metallic material, in particular of steel
or cast iron.
12. The method according to one of the above claims, characterised in that at least one of the lateral supports (14-21) and/or at least one of the connecting
beams (33-40) and/or at least one intermediate beam (23, 24), in particular all lateral
supports (14-21) and/or all connecting beams (33-40) and/or all intermediate beams
(23, 24) consist of a wood-composite material, in particular of wood or a wood-laminated
material.
13. The method according to one of the above claims, characterised in that the lateral supports (14-21) and the junction elements (4-11) are connected to each
other via threaded bolts or screws.
14. The method according to claim 13, characterised in that in the area of at least one front of the lateral supports (14-21) and/or of the connecting
beams (33-40) a threaded element is provided which is accessible from the front.
15. The method according to claim 13 or 14, characterised in that exactly one front of the lateral supports (14-21) and/or of the connecting beams
(33-40) is equipped with a threaded bolt prior to being inserted between the junction
elements (4-11).
16. The method according to claim 14 or 15, characterised in that cutting off of a surplus length is effected at a front of the beam in an area, where
the beam is provided with a thread.
17. The method according to one of the above claims, characterised in that the frames are components of a floor plate (115) and/or a ceiling plate (116), respectively.
18. The method according to claim 17, characterised in that at least one intermediate beam (23, 24) is arranged in at least one of the frames
between two opposite sides.
19. The method according to one of the above claims, characterised in that at least one of the two frames is provided with a planking (13, 32) on at least one
side, preferably on both sides.
20. The method according to claim 19, characterised by insulating material (28, 29, 30), in particular pressure-resistant insulating material,
in the clearance between a double-sided planking (13, 32).
21. The method according to claim 19 or 20, characterised in that at least two opposite lateral supports of at least one of the frames respectively
comprise an outer lateral support part of greater cross-section and an adjacent inner
lateral support part of lesser cross-section such that the inner lateral support part
forms a bearing for a planking of the frame.
22. The method according to claim 21, characterised by the upper plank being a concrete plate (85) which preferably extends flush with the
upper edge of the outer lateral support.
23. The method according to claim 22, characterised in that bonding screws protrude from the connecting beams and the possibly provided intermediate
beams (79, 81) into the space provided for the concrete plate (85), which space is
defined by the pressure-resistance insulation (82, 83, 84), the intermediate beams
(79, 81), if required, and the inner and outer lateral support parts (73i, 75i, 73a,
75a) of the frame which form a lining, and in that concrete is poured into the lining for creating the concrete plate (85).
1. Procédé de fabrication d'un premier module d'espace d'un système d'espace modulaire,
caractérisé par les étapes suivantes :
a. détermination de points d'angle d'un premier châssis (1), en ce que des éléments
nodaux (4-7) sont fixés dans la pièce avec un gabarit (1) ;
b. mise en place de supports latéraux (14-21) entre les éléments nodaux (4-11) pour
produire le premier châssis ;
c. blindage du châssis produit ;
d. production d'un deuxième châssis avec les étapes a. à c. ;
e. montage du deuxième châssis dans une position définie par rapport au premier châssis,
en liant les éléments nodaux correspondants des premier et deuxième châssis par des
supports de liaison (33-40) ; et
f. blindage du premier module d'espace produit avec les étapes a. à e. dans au moins
un plan supplémentaire.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à l'étape a., des éléments nodaux supplémentaires (8-11) sont fixés avec un gabarit
entre les points d'angle.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à l'étape b., la longueur des supports latéraux (14-21) à placer entre les éléments
nodaux (4-11) est adaptée précisément à l'écartement libre entre les éléments nodaux,
soit en plaçant des entretoises soit en coupant une surlongueur.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'étape e. comprend les étapes suivantes :
e11. fixation de supports de liaison (33-40) sur les éléments nodaux (4-11) du premier
châssis, avec
e12. alignement et adaptation des supports de liaison (33-40) de façon à ce que les
points d'extrémité des supports de liaison (33-40) reposent dans le plan nécessaire
au deuxième châssis ; et
e13. fixation des éléments nodaux du deuxième châssis sur les points d'extrémité libres
des supports (33-40).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'étape e. comprend les étapes suivantes :
e21. alignement du deuxième châssis par rapport au premier châssis à l'aide d'un gabarit
; et
e22. mise en place des supports de liaison (33-40) entre les éléments nodaux se faisant
face des premier et deuxième châssis.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'à l'étape e22., la longueur des supports de liaison (33-40) à mettre en place entre
les éléments nodaux est adaptée précisément à l'écartement libre entre les éléments
nodaux, soit en plaçant une ou plusieurs entretoise(s), soit en coupant une surlongueur.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce qu'au moins un deuxième module d'espace est produit avec les étapes suivantes :
g. production d'un troisième châssis avec les étapes a. à c., sachant que les points
d'angle du troisième châssis sont en corrélation avec des éléments nodaux du premier
et/ou deuxième châssis du premier module d'espace ;
h. montage du troisième châssis dans une position définie précisément par rapport
aux éléments nodaux du premier et/ou deuxième châssis du premier module d'espace,
avec liaison des éléments nodaux du premier et/ou deuxième châssis du premier module
d'espace avec les éléments nodaux en corrélation avec ceux-ci du troisième châssis
par des supports de liaison ; et
i. blindage du deuxième module d'espace produit dans au moins un plan supplémentaire.
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que l'étape h. comprend les étapes suivantes :
h11. fixation de supports de liaison sur les éléments nodaux du troisième châssis,
avec
h12. alignement et adaptation des supports de liaison de façon à ce que les points
d'extrémité des supports de liaison reposent dans le plan nécessaire pour le raccordement
au premier module d'espace ; et
h13. fixation des éléments nodaux du premier module d'espace aux points d'extrémité
libres des supports de liaison.
9. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que l'étape h. comprend les étapes suivantes :
h21. alignement du troisième châssis par rapport au châssis du premier module d'espace
avec un gabarit ;
et
h22. mise en place des supports de liaison entre les éléments nodaux se faisant face
du premier module d'espace et du troisième châssis.
10. Procédé selon la revendication 4 ou l'une des revendications 7 à 9 dépendantes de
cela ou selon la revendication 8, caractérisé en ce que les supports de liaison (33-40) à fixer aux éléments nodaux selon les étapes e11.
à h11., sont des composantes de plaques de module d'espace préfabriquées, en particulier
des parois latérales préfabriquées.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments nodaux (4-11) sont en métal, en particulier en acier ou en fonte.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un des supports latéraux (14-21) et/ou au moins un des supports de liaison
(33-40) et/ou au moins un support intermédiaire (23, 24), en particulier tous les
supports latéraux (14, 21) et/ou tous les supports de liaison (33-40) et/ou tous les
supports intermédiaires (23, 24) sont en matériau de bois, en particulier en bois
ou en matériau composite de bois.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les supports latéraux (14, 21) et les éléments nodaux (4-11) sont reliés entre eux
via des boulons filetés respectivement des vis.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'au niveau d'au moins une face avant des supports latéraux (14-21) et/ou des supports
de liaison (33-40), un élément de filetage accessible depuis la face avant est prévu.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que précisément une face avant des supports latéraux (14-21) et/ou des supports de liaison
(33-40) est dotée d'un boulon fileté avant la mise en place entre les éléments nodaux
(4-11).
16. Procédé selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que la coupe d'une surlongueur sur une face avant du support s'effectue dans la partie
où le support est doté d'un filetage.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les châssis sont respectivement des composantes d'une dalle de sol (115) et/ou d'une
dalle de plafond (116).
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'au moins un support intermédiaire (23, 24) est disposé dans au moins un des châssis
entre deux face opposées.
19. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un des deux châssis est doté d'un parement de cloison (13, 32) sur au moins
une face, de préférence sur les deux faces.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé par du matériau isolant (28, 29, 30) dans l'espace libre entre un parement de cloison
bilatéral (13, 32), en particulier une isolation résistant à la pression.
21. Procédé selon la revendication 19 ou 20, caractérisé en ce qu'au moins deux supports latéraux opposés d'au moins un des châssis présentent respectivement
une pièce porteuse latérale extérieure avec une section transversale plus haute et
une pièce porteuse latérale intérieure avec une section transversale plus basse reposant
dessus, de façon à ce que la pièce porteuse latérale intérieure forme un support pour
un parement de cloison du châssis.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé par une plaque de béton (85) en tant que parement de cloison supérieur, qui se raccorde
en affleurant avec le bord supérieur du support latéral extérieur.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que des vis composites dépassent des supports latéraux et de supports intermédiaires
(79, 81) prévus le cas échéant, dans l'espace prévu pour la plaque de béton (85) qui
est défini par une isolation (82, 83, 84) étanche à la pression, des supports intermédiaires
(79, 81) prévus le cas échéant et les pièces porteuses latérales intérieure et extérieure
(73i, 75i, 73a, 75a) du châssis, qui forment un coffrage, et en ce que du béton est coulé dans le coffrage pour produire la plaque de béton (85).