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(11) |
EP 2 194 203 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.10.2017 Patentblatt 2017/43 |
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Anmeldetag: 26.11.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Bauplatte, insbesondere Fassadenplatte als Wärme/Schalldämmung für Außenfassaden,
sowie Verfahren zum Verlegen solcher Bauplatten
Structural panel, in particular facade panel as thermal/acoustic insulation for external
facades and method for mounting such structural panels
Panneau de construction, notamment plaques de façade en tant qu'isolation thermique/phonique
pour façades extérieures, ainsi que procédé de pose de tels panneaux de construction
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.12.2008 DE 102008061542
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.06.2010 Patentblatt 2010/23 |
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Patentinhaber: Gonon Isolation AG (SA) |
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8226 Schleitheim (CH) |
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Erfinder: |
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- Gonon, Eugen
8247 Flurlingen (CH)
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Vertreter: Jackisch-Kohl, Anna-Katharina et al |
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Patentanwälte
Jackisch-Kohl & Kohl
Stuttgarter Strasse 115 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 049 356 EP-A1- 1 431 473 EP-A1- 1 764 449
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EP-A1- 0 125 397 EP-A1- 1 643 047 DE-U1- 29 716 320
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bauplatte, insbesondere eine Fassadenplatte als Wärme/Schalldämmung
für Außenfassaden, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zum Verlegen
solcher Bauplatten nach dem Oberbegriff des Anspruches 11.
[0002] Solche Bauplatten werden so verlegt, dass sie mit ihren Rändern stoßend aneinander
liegen. Aufgrund von Fertigungstoleranzen und/oder Unebenheiten des Untergrundes können
zwischen benachbarten Bauplatten kleine Spalte verbleiben, die anschließend zur Vermeidung
von Wärmedämmbrücken und offenen Diffusionskanälen nachbearbeitet werden müssen.
[0003] Es sind ferner Bauplatten bekannt (
DE 297 16 320 U1), die eine elastisch verformbare Randzone aufweisen, die dadurch gebildet wird, dass
in die Bauplatte von der Sichtseite aus eine Fuge eingebracht ist, die sich über einen
Teil der Dicke der Bauplatte erstreckt. Beim Verlegen der Bauplatten werden in diese
Fugen Druckstücke eingesetzt, die die Randzonen fest gegen die benachbarte Bauplatte
drücken. Dadurch werden Spalte zwischen den aneinander stoßenden Rändern benachbarter
Bauplatten geschlossen, so dass nachträgliche Bearbeitungen und hiermit verbundene
Kosten eingespart werden. Beim Verlegen solcher Bauplatten müssen allerdings die Druckstücke
in die Fugen eingebracht werden.
[0004] Es sind weiter Bauplatten bekannt (
EP 1 431 473 A1), die Schlitze konstanter Breite aufweisen, die in die dem Untergrund zugewandte
Innenseite münden. Wird die Bauplatte mit einem Verbindungsmittel am Untergrund befestigt,
dringt das Verbindungsmittel in den Schlitz ein. Wird eine benachbarte Bauplatte angedrückt,
kann die Randzone zwischen dem Schlitz und dem benachbarten Rand der Bauplatte wegen
des im Schlitz befindlichen Verbindungsmittels nicht zurückgebogen werden. Dadurch
wird die Fuge zwischen aneinander liegenden Bauplatten in der Außenseite nicht geschlossen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Bauplatte und das gattungsgemäße
Verfahren so auszubilden, dass die Bauplatten einfach und kostengünstig verlegt werden
können.
[0006] Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Bauplatte erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 und beim gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 11 gelöst.
[0007] Beim Verlegen wird die erfindungsgemäße Bauplatte mit ihrer Randzone gegen eine bereits
verlegte Bauplatte gedrückt. Dadurch wird die Randzone elastisch so verformt, dass
die Fuge in der Bauplatte geschlossen wird. Dann liegt diese Bauplatte mit der elastisch
verformten Randzone vollflächig an der benachbarten, bereits verlegten Bauplatte an.
Durch den Verformungsvorgang wird in einfacher Weise sichergestellt, dass zwischen
benachbarten Bauplatten keine Spalte verbleiben. Solche Spalte bilden in der fertigen
Bauteil-Außenwand bauphysikalisch einen offenen Wasserdampfdiffusionskanal mit einem
erhöhten Risiko, dass sich die Spalte auf der Außenfläche der aufgebrachten Putzschicht
abzeichnen. Sobald die Fuge durch elastische Verformung der Randzone geschlossen ist,
liegen benachbarte Bauplatten fest aneinander. Die erfindungsgemäße Bauplatte ist
einfach in der Handhabung während des Verlegens. Insbesondere müssen keine zusätzlichen
Bauelemente, wie Druckstücke, verwendet werden. Dadurch tritt auch nicht das Problem
auf, dass solche zusätzliche Bauelemente während der Lagerung und/oder während des
Transports verloren gehen und dann beim Verlegen nicht zur Verfügung stehen.
[0008] Die Randzone der erfindungsgemäßen Bauplatte steht bei offener Fuge schräg nach außen.
Beim Anlegen der Bauplatte wird die Randzone elastisch so zurückgebogen, dass sie
mit ihrer Seiten- bzw. Außenfläche flächig an der benachbarten Bauplatte anliegt.
Der Verleger kann anhand der geschlossenen Fuge einfach feststellen, dass die zu verlegende
Bauplatte ordnungsgemäß an der benachbarten, bereits verlegten Bauplatte anliegt.
[0009] Das Ende der Fuge liegt vorteilhaft in einer gedachten Gelenkebene, die parallel
zur benachbarten Außenseite der Bauplatte verläuft. Die gedachte Biegeachse der Randzone
liegt in dieser gedachten Gelenkebene.
[0010] Vorteilhaft hat die Randzone eine Höhe von wenigstens 60 mm. Dadurch hat die Randzone
eine solche Länge, dass sie beim Verlegen der Bauplatte mit geringem Widerstand elastisch
verformt werden kann.
[0011] Die Außenseite der Randzone, die an der Außenseite der benachbarten Bauplatte zur
Anlage kommen soll, liegt unter einem stumpfen Winkel zur Außenseite des Randbereiches
der Bauplatte, der sich im Bereich unterhalb der Fuge befindet. Der stumpfe Winkel
ist vorteilhaft kleiner als 180°.
[0012] Auf diesen Randbereich wird ein Klebemittel aufgebracht, um die Bauplatte am jeweiligen
Untergrund zu befestigen.
[0013] Durch die elastische Verformung der Randzone liegen benachbarte Bauplatten unter
Druckspannung aneinander. Dadurch wird gewährleistet, dass sich zwischen benachbarten
Bauplatten keine unerwünschten Spalte bilden.
[0014] Vorteilhaft sind diese Druckspannungen im Bereich der Sichtseite der Bauplatten am
Größten, so dass im Sichtbereich der verlegten Bauplatten die Bildung von unerwünschten
Spalten zwischen benachbarten Bauplatten mit Sicherheit verhindert wird.
[0015] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die Bauplatten an einem Untergrund befestigt
und stoßend aneinander gesetzt. Dabei wird die Bauplatte mit ihrer Randzone so an
eine bereits verlegte Bauplatte angelegt, dass die Randzone so weit elastisch verformt
wird, dass die Fuge geschlossen wird. Die Randzone verläuft vor dem Anlegen an die
bereits verlegte Bauplatte schräg nach außen. Beim Anlegen an die bereits verlegte
Bauplatte wird die Randzone so nach innen gebogen, dass die Seitenwände der Fuge aneinander
liegen.
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0017] Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung das Ansetzen einer erfindungsgemäßen Bauplatte an eine
bereits auf ein Mauerwerk geklebte Bauplatte,
- Fig. 2
- die angesetzte Bauplatte in ihrer Einbaulage,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung jeweils einen Teil von zwei erfindungsgemäßen Bauplatten,
die nach einem erfindungsgemäßen Verfahren stoßend aneinander gesetzt werden sollen,
- Fig. 4
- in einer Darstellung entsprechend Fig. 1 eine weitere, nicht zur Erfindung gehörende
Ausführungsform des Verlegens einer erfindungsgemäßen Bauplatte.
[0018] Die in den Zeichnungen dargestellte Bauplatte 1 dient als Fassadenplatte, die als
Wärmedämmung/Schalldämmung für eine Außenfassade verwendet wird. Auf die Bauplatte
1 wird ein Grundputz und ein Deckputz aufgebracht.
[0019] Die Platte wird mit weiteren gleich ausgebildeten Platten 1 stoßend in Reihe hinter-
und/oder nebeneinander an einer Gebäudeaußenseite verlegt.
[0020] Die Bauplatte 1 ist im Ausführungsbeispiel als längliche, rechteckige Platte ausgebildet.
Sie weist im Bereich zumindest eines Randes 2 eine Fuge 3 auf, die sich von der Außen-
bzw. Sichtseite 4 der Bauplatte 1 aus in Richtung auf die gegenüberliegende Außenseite
5 der Bauplatte 1 erstreckt. Die Fuge 3 endet mit Abstand von dieser Außenseite 5.
Die Fuge 3 erstreckt sich quer zur Zeichenebene über die gesamte Breite bzw. Länge
der Bauplatte 1. Die Fuge 3 wird von zwei Seitenwänden 6, 7 begrenzt, die jeweils
vorteilhaft eben sind und von der Sichtseite 4 aus konvergierend verlaufen. Die Fuge
3 verläuft vorteilhaft senkrecht zur Sichtseite 4.
[0021] Wie Fig. 3 zeigt, hat die Bauplatte 1 zwei Fugen 3, von den sich die eine Fuge 3
parallel zur Schmalseite und die andere Fuge 3 parallel zur angrenzenden Längsseite
der Bauplatte 1 erstreckt. Die parallel zur Schmalseite der Bauplatte 1 verlaufende
Fuge 3 erstreckt sich zwischen den beiden Längsseiten 18 und 19 der Bauplatte 1, während
sich die parallel zur Längsseite verlaufende Fuge 3 zwischen den beiden Schmalseiten
9, 17 der Bauplatte erstreckt. In Fig. 3 ist nur die Schmalseite 17 der Bauplatte
1' dargestellt. Die beiden rechtwinklig zueinander liegenden Fugen 3 kreuzen einander
in einem Eckbereich der Bauplatte 1 rechtwinklig. Dadurch wird in diesem Eckbereich
ein säulenförmiges Endstück 22 gebildet, das eckigen Querschnitt hat. Die beiden Fugen
3 der Bauplatte 1 sind gleich ausgebildet und werden jeweils von den beiden Seitenwänden
6, 7 begrenzt, die in der beschriebenen Weise vorteilhaft eben sind und von der Sichtseite
4 aus in Richtung auf die gegenüberliegende Außenseite 5 der Bauplatte 1 konvergierend
verlaufen.
[0022] Die die Fugen 3 begrenzenden Seitenwände 6 bilden jeweils eine Innenseite eines Verschlussschenkels
8, der vorteilhaft einstückig mit der Bauplatte 1 ausgebildet ist. Bei nicht montierter
Bauplatte 1 sind die Verschlussschenkel 8 leicht nach außen geneigt (Fig. 1). Die
Verschlussschenkel 8 haben vorteilhaft eine Höhe von wenigstens 60 mm. Die Außenseite
9, 19 der Verschlussschenkel 8 liegt somit unter einem großen stumpfen Winkel α, der
kleiner als 180° ist, zur Außenseite 10, 21 des unteren Bereiches 11 der Bauplatte
1. Unter dem unteren Plattenbereich 11 ist derjenige Teil der Bauplatte 1 zu verstehen,
der mit Hilfe eines Verbindungsmittels 12, vorzugsweise eines Klebers, an den Untergrund
13 angeklebt wird. Die Außenseite 10, 21 dieses Bereiches 11 liegt senkrecht zur Sichtseite
4 der Bauplatte 1. Der Winkel α ist in Fig. 1 für den einen Verschlussschenkel 8 dargestellt.
Für den anderen Verschlussschenkel 8 ist der Winkel α vorteilhaft gleich; er kann
aber auch einen anderen Wert haben.
[0023] Das Ende 14 der Fugen 3 liegt in einer gedachten Gelenkebene 15 (Fig.1), die sich
parallel zur Innenseite 5 der Bauplatte 1 erstreckt. Die Verschlussschenkel 8 werden
beim Verlegen der Bauplatte 1 in noch zu beschreibender Weise elastisch so zurückgebogen,
dass die Fugen 3 geschlossen werden. Ein Fußbereich 16 der Verschlussschenkel 8 ist
ausreichend breit, so dass nicht die Gefahr besteht, dass die Verschlussschenkel 8
bei der Lagerung und/oder beim Transport teilweise oder gar vollständig vom übrigen
Teil der Bauplatte 1 abgerissen werden.
[0024] Fig. 1 zeigt die eine Bauplatte 1' in verlegtem Zustand. Sie ist mit der Verbindungsschicht
12, vorzugsweise einer Kleberschicht, versehen, mit der die Bauplatte 1' an der Außenseite
des Untergrundes 13, beispielsweise eines Mauerwerks, befestigt ist. Die Bauplatte
1' hat an dieser Seite die Außenseite 17, an welche die in Fig. 1 rechte Bauplatte
1 angesetzt wird. Sie ist an ihrer Innenseite mit der Verbindungsschicht 12 versehen.
Die Verschlussschenkel 8 sind gegenüber dem restlichen Teil (Grundkörper) dieser Bauplatte
1 nach außen geneigt, so dass die Fugen 3 geöffnet sind. Die Bauplatte 1 wird nunmehr
mit der Außenseite 9 des Verschlussschenkels 8 an die Außenseite 17 der bereits verlegten
Bauplatte 1' angesetzt. Die zu verlegende Bauplatte 1 wird so gegen die verlegte Bauplatte
1' gedrückt, dass der Verschlussschenkel 8 so weit zurückgebogen wird, dass die Fuge
3 geschlossen ist (Fig. 2). Da die zu verlegende Bauplatte 1 mit Druck gegen die verlegte
Bauplatte 1' geschoben wird, treten im Bereich zwischen den aneinander liegenden Außenseiten
9, 17 Druckspannungen auf, die durch die Pfeile in Fig. 2 angedeutet sind. Diese Druckspannungen
sorgen dafür, dass der Verschlussschenkel 8 über seine Höhe flächig an der Außenseite
17 der verlegten Bauplatte 1' anliegt. Die Höhe der Druckspannungen kann im Bereich
der Sichtseite 4 am höchsten sein, so dass eine Spaltbildung im Stossbereich der beiden
Bauplatten 1,1' zuverlässig vermieden wird.
[0025] Da die Bauplatte 1 zwei rechtwinklig zueinander liegende Verschlussschenkel 8 aufweist,
kann sie auch mit ihrer entsprechenden Längsseite an eine benachbarte, bereits verlegte
Bauplatte angedrückt werden. Dann wird der zugehörige Verschlussschenkel 8 in der
beschriebenen Weise ebenfalls elastisch so weit zurückgebogen, dass die zugehörige
Fuge 3 geschlossen wird. Aufgrund der beschriebenen Ausbildung kann die Bauplatte
1 somit sowohl mit ihrer einen Schmalseite als auch mit ihrer einen Längsseite so
an eine verlegte Bauplatte angesetzt werden, dass die Fugen 3 durch elastisches Verformen
der Verschlussschenkel 8 geschlossen werden.
[0026] Das säulenförmige Eckstück 22, das innenseitig von einem Teil der einander kreuzenden
Fugen 3 begrenzt wird, erstreckt sich senkrecht zur Innenseite 5 bzw. zur Sichtseite
4 der Bauplatte. Das Eckstück 22 steht über die Längs- bzw. Schmalseite der Bauplatte
1 über, so dass es beim Anlagen an eine verlegte Bauplatte 1' elastisch verformt wird.
Vorteilhaft liegen die Außenseiten des nicht verformten Eckstückes 22 in einer Ebene
mit den Außenseiten 9, 19 der nicht verformten Verschlussschenkel 8.
[0027] Das Verlegen der Platten 1 wird dadurch erleichtert, dass der untere Plattenbereich
11 mit seinen Außenseiten 10, 21 rechtwinklig zur Sichtseite 4 ausgebildet ist. Durch
die Außenseiten 10, 21 dieses Plattenbereiches 11 wird die genaue Einbaulage der Bauplatte
1 festgelegt. Sie liegt an der entsprechenden Außenseite der verlegten Bauplatten
1' an. Wenn die Außenseiten 9, 10; 19 flächig an der jeweiligen Plattenaußenseite
anliegen, ist auch der entsprechende Verschlussschenkel 8 ausreichend so weit elastisch
zurückgebogen, dass zum einen die Fuge 3 geschlossen und zum anderen die Verschlussschenkel
8 mit ihren Außenseiten 9, 19 flächig an der Außenseite der benachbarten verlegten
Bauplatte 1' anliegt. Während dieses Verlegevorganges wird das Eckstück 22 ebenfalls
elastisch verformt.
[0028] Aufgrund der beschriebenen Ausbildung lassen sich die Platten 1 einfach, schnell
und kostengünstig montieren. Zur Erzeugung der Druckspannungen zwischen aneinander
liegenden Platten 1 ist kein zusätzliches Bau- bzw. Montageelement erforderlich. Die
Druckspannungen werden lediglich durch die elastische Verformung des Verschlussschenkels
8 beim Verlegevorgang erzeugt. Die Fuge 3 gibt dem Verleger darüber hinaus einen zuverlässigen
Hinweis darauf, dass die Bauplatte 1 einwandfrei verlegt ist. Erst wenn die Fuge 3
geschlossen ist, liegt die entsprechende Bauplatte 1 mit ihren Außenseiten 9, 10;
19 flächig an der jeweiligen Außenseite 17 der benachbarten Bauplatte 1 an.
[0029] Auf die beschriebene Weise können die Bauplatten 1 problemlos verlegt werden. Die
Bauplatten 1 können aus jedem geeigneten Material bestehen, das zur Wärmedämmung/Schalldämmung
geeignet ist.
[0030] Die Bauplatte 1 kann mit ihren den Verschlussschenkel 8 aufweisenden Seiten an jede
Seite der bereits verlegten Bauplatte 1 angelegt werden.
[0031] In der Praxis werden die Bauplatten 1 in diagonaler Richtung verlegt, wobei die jeweilige
Bauplatte 1 gleichzeitig mit ihrer Schmalseite 9 an die Schmalseite 17 der bereits
verlegten Bauplatte 1' und mit ihrer Längsseite 19 an die Längsseite einer weiteren,
bereits verlegten Bauplatte angesetzt wird. Die Schmalseite 17 der einen verlegten
Bauplatte 1' und die rechtwinklig daran anschließende Längsseite der anderen verlegten
Bauplatte bilden einen Eckbereich, in den die nächste zu verlegende Bauplatte eingesetzt
wird. Bei diesem Verlegevorgang wird das Eckstück 22 in der beschriebenen Weise elastisch
verformt, so dass es mit seinen winklig zueinander liegenden Außenseiten unter Schließen
des Fugenabschnittes an der Schmalseite sowie an der Längsseite der jeweils benachbarten
verlegten Bauplatten anliegt.
[0032] Fig. 4 zeigt die Möglichkeit, die Bauplatte 1 auch um 180° verdreht zu montieren.
In diesem Falle erstrecken sich die Verschlussschenkel 8 vom geschlossenen Plattenbereich
11 aus nach unten in Richtung auf den Untergrund 13. Die Sichtseite der Bauplatte
1 wird in diesem Falle durch die Seite 5 gebildet, die durchgehend geschlossen ist,
da die Fugen 3 durch den geschlossenen Plattenbereich 11 verdeckt sind. Die Wirkungsweise
bei der Montage der Bauplatte 1 ist gleich wie bei der vorherigen Ausführungsform.
Die zu verlegende Bauplatte 1 wird an die bereits verlegten Bauplatten so angelegt,
dass die leicht nach außen geneigten Verschlussschenkel 8 in der beschriebenen Weise
elastisch so weit zurückgebogen werden, dass die Fugen 3 geschlossen sind. Auch das
Eckstück 22 wird in der beschriebenen Weise beim Verlegen der Bauplatten 1 elastisch
verformt.
[0033] Die Verbindungsschicht 12 wird auf die Stirnseite der Verschlussschenkel 8 sowie
auf die Außenseite 4 der Platte 1 aufgebracht. Die Montage dieser Bauplatte 1 erfolgt
unmittelbar nach dem Auftragen der Verbindungsschicht 12, so dass diese noch nicht
ausgehärtet ist und damit ein Verformen der Verschlussschenkel 8 und des Eckstückes
22 problemlos möglich ist. Wie bei der vorigen Ausführungsform liegen die Außenseiten
9 der Verschlussschenkel 8 und des Eckstückes 22 nach dem Verformen in einer Ebene
mit den Außenseiten 10, 21 des Plattenbereiches 11.
[0034] Vor dem Verlegen schließen die Außenseiten 9 der nicht verformten Verschlussschenkel
8 mit der Außenseite 10, 21 des Plattenbereiches 11 wie beim Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 1 bis 3 einen großen stumpfen Winkel α von weniger als 180° ein. Die Außenseiten
10, 21 des Plattenteiles 11 stehen rechtwinklig zu den Seiten 4, 5 der Bauplatte 1.
Die Außenseiten der nicht verformten (nicht dargestellten) Eckstücke der Bauplatten
liegen wie bei der vorigen Ausführungsform vorteilhaft in gleicher Ebene wie die Außenseiten
9,19 der nicht verformten Verschlussschenkel 8.
[0035] In den dargestellten Ausführungsbeispielen beträgt der Winkel α deutlich mehr als
90°, beispielsweise etwa 170° bis etwa 177°.
1. Bauplatte, insbesondere Fassadenplatte als Wärme/Schalldämmung für Außenfassaden,
mit mindestens einer elastisch verformbaren Randzone (8), die von einem Grundkörper
der Bauplatte (1) durch eine Fuge (3) getrennt ist, die beim Verlegen der Bauplatte
durch elastische Verformung der Randzone (8) geschlossen wird und sich von der Sichtseite
(4) der Bauplatte (1) aus in Richtung auf die gegenüberliegende Außenseite (5) der
Bauplatte (1) erstreckt und mit Abstand von dieser Außenseite (5) endet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (6, 7) der Fuge (3) von der Sichtseite (4) der Bauplatte (1) aus
derart konvergierend verlaufen, dass die Randzone (8) bei offener Fuge (3) schräg
nach außen verläuft, und dass die Seitenwände (6, 7) der Fuge (3) bei geschlossener
Fuge (3) aneinander liegen.
2. Bauplatte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (14) der Fuge (3) in einer gedachten Gelenkebene (15) liegt, die parallel
zur benachbarten Außenseite (5) der Bauplatte (1) verläuft.
3. Bauplatte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Randzone (8) eine Höhe von wenigstens 60 mm hat.
4. Bauplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (9, 19) der Randzone (8) bei offener Fuge (3) unter einem stumpfen
Winkel (α) zur Außenseite (10, 21) eines Randbereiches (11) der Bauplatte (1) liegt.
5. Bauplatte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der stumpfe Winkel (α) kleiner als 180° ist.
6. Bauplatte nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass auf den Randbereich (11) der Bauplatte (1) ein Klebemittel (12) aufbringbar ist.
7. Bauplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bauplatte (1) winklig, vorzugsweise rechtwinklig einander kreuzende Fugen (3)
aufweist, die jeweils parallel zur benachbarten Außenseite (9, 19) der Bauplatte (1)
verlaufen.
8. Bauplatte nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bauplatte (1) winklig, vorzugsweise rechtwinklig zueinander liegende, elastisch
verformbare Randzonen (8) aufweist.
9. Bauplatte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Randzonen (8) durch ein Eckstück (22) voneinander getrennt sind.
10. Bauplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die Fuge (3) zwischen einander gegenüberliegenden Außenseiten (18, 19; 9, 17)
der Bauplatte (1) erstreckt.
11. Verfahren zum Verlegen von Bauplatten nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem die
Bauplatten (1) an einem Untergrund (13) befestigt und stoßend aneinander gesetzt werden,
wobei die Bauplatte (1) mit ihrer Randzone (8) so an eine bereits verlegte Bauplatte
(1') angelegt wird, dass die Randzone (8) so weit elastisch verformt wird, dass die
Fuge (3) geschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Randzone (8) vor dem Anlegen an die bereits verlegte Bauplatte (1') schräg nach
außen verläuft und beim Anlegen an die bereits verlegte Bauplatte (1') so nach innen
gebogen wird, dass die Seitenwände (6, 7) der Fuge (3) aneinander liegen.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Randzone (8) bei verlegter Bauplatte (1) so elastisch verformt wird, dass benachbarte
Bauplatten (1, 1') im Bereich der Randzone (8) unter Druckspannung aneinander liegen.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Druckspannung von der Sichtseite (4) der Bauplatten (1) aus in Richtung
auf die gegenüberliegende Außenseite (5) abnimmt.
1. A structural panel, particularly a facade panel, as thermal/acoustic insulation for
external facades, with at least one elastically deformable peripheral zone (8), which
is separated from a base body of the structural panel (1) by a gap (3), which is closed
by means of elastic deformation of the peripheral zone (8) during the mounting of
the structural panel and extends from the visible side (4) of the structural panel
(1) in the direction of the opposite outer side (5) of the structural panel (1) and
ends with distance from this outer side (5),
characterized in that the side walls (6, 7) of the gap (3) run in a converging manner starting from the
visible side (4) of the structural panel (1) such that the peripheral zone (8) runs
obliquely outwards in the case of an open gap (3), and in that the side walls (6, 7) of the gap (3) bear against one another in the case of a closed
gap (3).
2. The structural panel according to Claim 1,
characterized in that the end (14) of the gap (3) lies in an imaginary hinge plane (15) which runs parallel
to the adjacent outer side (5) of the structural panel (1).
3. The structural panel according to Claim 1 or 2,
characterized in that the peripheral zone (8) has a height of at least 60 mm.
4. The structural panel according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that, in the case of an open gap (3), the outer side (9, 19) of the peripheral zone (8)
lies at an obtuse angle (α) to the outer side (10, 21) of an peripheral zone (11)
of the structural panel (1).
5. The structural panel according to Claim 4,
characterized in that the obtuse angle (α) is smaller than 180°.
6. The structural panel according to Claim 4 or 5,
characterized in that an adhesive (12) can be applied to the peripheral zone (11) of the structural panel
(1).
7. The structural panel according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that the structural panel (1) has gaps (3) which intersect one another at an angle, preferably
at right angles, which gaps in each case run parallel to the adjacent outer side (9,
19) of the structural panel (1).
8. The structural panel according to Claim 7,
characterized in that the structural panel (1) has elastically deformable peripheral zones (8), which lie
angularly preferably at right angles to one another.
9. The structural panel according to Claim 8,
characterized in that the peripheral zones (8) are separated from one another by a corner piece (22).
10. The structural panel according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that the gap (3) extends between mutually opposite outer sides (18, 19; 9, 17) of the
structural panel (1).
11. A method for mounting structural panels according to one of Claims 1 to 10, in which
the structural panels (1) are fastened on a ground (13) and bordered one another,
whereby the peripheral zone (8) of the structural panel (1) being placed against an
already mounted structural panel (1') in such a manner that the peripheral zone (8)
is elastically deformed so that the gap (3) is closed,
characterized in that the peripheral zone (8) runs obliquely outwards prior to the placement against the
already mounted structural panel (1') and is bent inwards in such a manner when placed
against the already mounted structural panel (1'), that the side walls (6, 7) of the
gap (3) bear against one another.
12. The method according to Claim 11,
characterized in that the peripheral zone (8) of a mounted structural panel (1) is elastically deformed
to such an extent that adjacent structural panels (1, 1') bear against one another
under compressive stress in the region of the peripheral zone (8).
13. The method according to Claim 12,
characterized in that the level of the compressive stress decreases from the visible side (4) of the structural
panels (1) in the direction of the opposite outer side (5).
1. Panneau de construction, notamment plaques de façade en tant qu'isolation thermique/phonique
pour façades extérieures, avec au moins une zone de bordure élastiquement déformable
(8), qui est séparée d'un corps de base du panneau de construction (1) par un joint
(3), qui est fermé lors de la pose du panneau de construction par déformation élastique
de la zone de bordure (8) et s'étend depuis le côté apparent (4) du panneau de construction
(1) en direction du côté extérieur opposé (5) du panneau de construction (1) et se
termine à distance de ce côté extérieur (5)
caractérisé en ce que les parois latérales (6,7) du joint (3) passent de façon convergente depuis le côté
apparent (4) du panneau de construction (1) de telle sorte que la zone de bordure
(8) passe à joint ouvert (3) en biais vers l'extérieur et en ce que les parois latérales (6,7) du joint (3) se trouvent l'une à côté de l'autre à joint
fermé (3).
2. Panneau de construction selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'extrémité (14) du joint (3) se trouve dans un plan d'articulation (15) imaginé,
qui passe parallèlement au côté extérieur voisin (5) du panneau de construction (1).
3. Panneau de construction selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone de bordure (8) a une hauteur d'au moins 60 mm.
4. Panneau de construction selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le côté extérieur (9,19) de la zone de bordure (8) se trouve à joint ouvert (3) sous
un angle obtus (α) par rapport au côté extérieur (10,21) d'une zone de bordure (11)
du panneau de construction (1).
5. Panneau de construction selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'angle obtus (α) est inférieur à 180°.
6. Panneau de construction selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'un moyen adhésif (12) peut être appliqué sur la zone de bordure (11) du panneau de
construction (1).
7. Panneau de construction selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le panneau de construction (1) comporte des joints (3) se croisant en angle, de préférence
à angle droit, qui passent respectivement parallèles au côté extérieur (9,19) voisin
du panneau de construction (1).
8. Panneau de construction selon la revendication 7, caractérisé en ce que le panneau de construction (1) comporte des zones de bordure (8) situées en angle,
de préférence à angle droit les unes par rapport aux autres, élastiquement déformables.
9. Panneau de construction selon la revendication 8, caractérisé en ce que les zones de bordure (8) sont séparées l'une de l'autre par une pièce d'angle (22).
10. Panneau de construction selon l'une quelconque des revendication 1 à 9, caractérisé en ce que le joint (3) s'étend entre les côtés extérieurs (18,19;9,17) opposés du panneau de
construction (1).
11. Procédé de pose de panneaux de construction selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, pour lequel les panneaux de construction (1) sont fixés à un sous-sol (13)
et sont mis de façon jointive, le panneau de construction (1) étant posé avec sa zone
de bordure (8) sur un panneau de construction (1') déjà posé de telle sorte que la
zone de bordure (8) est si élastiquement déformée que le joint (3) est fermé caractérisé en ce que la zone de bordure (8) passe en biais vers l'extérieur avant la pose sur le panneau
de construction (1') déjà posé et est pliée vers l'intérieur lors de la pose sur le
panneau de construction (1') déjà posé de telle sorte que les parois latérales (6,7)
du joint (3) se trouvent l'une à côté de l'autre.
12. Panneau de construction selon la revendication 11, caractérisé en ce que la zone de bordure (8) est élastiquement déformée lorsque le panneau de construction
(1) est posé de sorte que les panneaux de construction (1,1') voisins se trouvent
sous une contrainte de compression dans le secteur de la zone de bordure (8).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la hauteur de la contrainte de compression diminue depuis le côté apparent (4) du
panneau de construction (1) en direction du côté extérieur opposé (5).
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