[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rolle zur Befestigung an einer Leiter, insbesondere
an einer Sprossenleiter, mit einem Rad. Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung
aus einer Leiter und zwei Rollen, wobei die Rollen im Bereich eines ersten Endes der
Leiter befestigt sind.
[0002] Aus der Gebrauchsmusterschrift mit der Veröffentlichungsnummer
DE 20 2006 016 788 U1 sind an einer Sprossenleiter befestigte Rollen bekannt. Die Leiter weist an einem
Ende einen Querriegel auf. Auf diesem Querriegel ruht die Leiter. Mit dem Querriegel
wird eine größere Aufstandsfläche der Leiter erreicht, wodurch sie stabiler steht.
Die Rollen sind an dem Querriegel der Leiter angebracht.
[0003] Der Sinn der Rollen liegt darin, dass die Leiter, sofern sie von einem Aufstellungsort
zu einem anderen Aufstellungsort versetzt werden soll, auf den Rädern der Rollen gefahren
werden kann. Dazu wird die Leiter an dem den Rollen entgegengesetzten zweiten Ende
angehoben, während das erste Ende der Leiter über die Rollen auf dem Boden aufgestützt
ist.
[0004] Die Konstruktion der in der Gebrauchsmusterschrift offenbarten Leiter ist so gestaltet,
dass die Rollen fest mit der Leiter verbunden sind. Eine nachträgliche Anbringung
von Rollen an der Leiter ist nicht möglich, allenfalls wenn der Querriegel für die
Befestigung der Rollen vorbereitet ist. Des Weiteren ist es nicht ohne weiteres möglich,
die Rollen der Leiter an einer zweiten Leiter anzubringen.
[0005] Hier setzt die Erfindung an.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde Rollen für eine Leiter vorzuschlagen, die
möglichst einfach montiert und demontiert werden können. Vorzugsweise sind an der
Leiter keine besonderen Strukturen vorzusehen, die für die Befestigung der Rollen
an der Leiter notwendig sind. Die Rollen sollen möglichst so gestaltet sein, dass
sie auch an Leitern befestigt werden können, ohne dass diese besonders dafür gestaltet
sind.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Rolle einen Radhalter aufweist, an welchem
das Rad drehbar befestigt ist und dass die Rolle ein Befestigungsmittel aufweist,
welches zur lösbaren Befestigung an der Leiter geeignet und eingerichtet ist und welches
ein Spreizelement aufweist, das in eine Ausnehmung der Leiter einsteckbar ist. Als
Struktur für die Befestigung der Rolle an der Leiter muss an der Leiter lediglich
eine Ausnehmung vorgesehen sein, in welcher das Spreizelement der Rolle eingesteckt
und gespreizt werden kann. Durch das Spreizen ist dann die Rolle an der Leiter befestigt.
[0008] Eine Drehachse des Rades einer erfindungsgemäßen Rolle und eine Einsteckrichtung
des Spreizelementes sind vorzugsweise parallel zueinander. Die beim Abrollen auf das
Rad einwirkenden Kräfte liegen somit senkrecht zu der Einsteckrichtung. Die Belastung
auf dem Rad wirkt somit weder in die Einsteckrichtung noch in die dazu antiparallele
Auszugsrichtung des Spreizelementes aus der Leiter.
[0009] Das Befestigungsmittel einer erfindungsgemäßen Rolle kann eine Schraube, insbesondere
eine Sternschraube oder Knebelschraube umfassen. Durch das Anziehen der Schraube kann
das Spreizelement gespreizt werden. Dadurch wird das Spreizelement in der Ausnehmung
der Leiter festgesetzt.
[0010] Bei einer erfindungsgemäßen Rolle kann der Radhalter einen Stab umfassen oder durch
einen Stab gebildet sein. Das Rad und die Schraube können auf einer ersten Seite des
Radhalters angeordnet und das Spreizelement auf einer zweiten Seite des Radhalters
angeordnet sein.
[0011] Das Spreizelement einer erfindungsgemäßen Rolle kann im nicht gespreizten Zustand
im Wesentlichen quaderförmig sein. Vorzugsweise ist der Querschnitt des Spreizelementes
an die Form der Ausnehmung in der Leiter angepasst. Es ist daher insbesondere auch
eine dreieckige oder runde Querschnittsform denkbar.
[0012] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird ferner durch eine Anordnung aus
einer Leiter und zwei erfindungsgemäßen Rollen gelöst, wobei die erfindungsgemäßen
Rollen im Bereich eines ersten Endes der Leiter befestigt sind. Die Rollen sind vorzugsweise
an Holmen der Leiter angebracht.
[0013] Bei bevorzugt für eine erfahrungsgemäße Anordnung verwendeten Leitern sind die Sprossen
in Durchgangslöchern der Holme eingesetzt. Die Sprossen sind vorteilhaft zumindest
an ihren Enden hülsenartig oder topfartig ausgebildet und haben eine zumindest endseitig
offene Ausnehmung. Die Sprossen können Rohre, insbesondere Vierkantrohre oder Dreikantrohre
sein.
[0014] Bei anderen für eine erfindungsgemäße Anordnung verwendeten Leitern können die Holme
quer zu ihrer Erstreckungsrichtung angeordnete Sacklöcher oder Durchgangslöcher aufweisen.
[0015] Die Spreizelemente der Rollen sind vorteilhaft in die endseitig offenen Ausnehmungen
in den Enden der Sprossen bzw. in die Sacklöcher oder Durchgangslöcher in den Holmen
eingesteckt und durch Anziehen der Schrauben befestigt.
[0016] In einer Nichtgebrauchsstellung der Rollen können die Radhalter parallel zu den Holmen
liegen. In einer Gebrauchsstellung der Rollen liegen die Radhalter bevorzugt in einem
Winkel von 45° bis 90° zu den Holmen. Der Winkel zwischen den Radhaltern und den Holmen
kann einstellbar sein.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Rolle zum Teil als Explosionsdarstellung,
- Fig. 2
- die gleiche Ansicht der Rolle im zusammengesetzten Zustand,
- Fig. 3
- eine Leiter und die Rolle aus den Figuren 1 und 2 vor der Verbindung in einer Detailansicht,
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Anordnung aus der Leiter und der Rolle mit der Rolle in der
Gebrauchsstellung,
- Fig. 5
- eine Gesamtansicht der Anordnung beim Schieben der Anordnung durch einen Benutzer,
- Fig. 6
- eine entsprechende Detailansicht der Anordnung mit der Rolle in der Nichtgebrauchsstellung
und
- Fig. 7
- eine Gesamtansicht einer aufgerichteten Leiter.
[0018] Die erfindungsgemäße Rolle 10 weist einen Radhalter 12 auf, der durch einen Stab
gebildet wird, der aus einem Blechstreifen oder Flachmaterial hergestellt ist. An
einem Ende des Radhalters 12 ist ein Rad 11 drehbar befestigt. Dazu ist eine Achse
durch eine Bohrung des Radhalters hindurch gesteckt, auf welcher das Rad 11 mit einer
Mutter gesichert ist.
[0019] An dem anderen Ende des Radhalters 12 ist ein Befestigungsmittel 13 vorgesehen, mit
welchem die Rolle 10 an einer Leiter befestigt werden kann. Das Befestigungsmittel
13 umfasst eine Knebelschraube 131 und ein Spreizelement 130. Die Knebelschraube 131
ist durch eine Bohrung in dem Radhalter hindurch gesteckt und in das Spreizelement
130 zunächst lose eingeschraubt. Dadurch ist das Spreizelement 130 an dem Radhalter
12 gesichert.
[0020] Die Drehachse des Rades 11 und die Erstreckungsrichtung des Spreizelementes liegen
parallel zueinander.
[0021] Die Leiter 20, an welcher die erfindungsgemäße Rolle 10 befestigt wird, um eine erfindungsgemäße
Anordnung herzustellen, ist an sich schon bekannt, zum Beispiel aus der Patentschrift
mit der Veröffentlichungsnummer
EP 1 231 356 B1 "Leiter mit einem Niveauausgleich". Sie weist zwei Holme 21 auf, an denen Sprossen
22 befestigt sind. Die Sprossen 22 sind dazu in Ausnehmungen der Holme eingesetzt.
Die Sprossen 22 sind aus einem Vierkantrohr hergestellt und haben offene Enden. Diese
Enden haben daher eine in Richtung der Sprosse gerichtete Ausnehmung 220.
[0022] Zur Befestigung der Rollen 10 sind die Spreizelemente 130 der Rollen 10 in die Ausnehmungen
der Leiter 20 eingesteckt. Die Knebelschrauben 131 sind fest angezogen, wodurch die
Spreizelemente 130 gespreizt sind und sich an die Innenseite der Ausnehmungen 220
der Sprossen anlegen.
[0023] Die Rollen 10 können in der Gebrauchslage (Fig. 4, Fig. 5) oder in der Nichtgebrauchslage
(Fig. 6, Fig. 7) an der Leiter 10 befestigt sein. In der Gebrauchslage sind die Radhalter
12 in etwa 90° zu den Holmen ausgerichtet, während in der Nichtgebrauchslage die Radhalter
12 parallel zu den Holmen 21 liegen.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 10
- Rolle
- 11
- Rad
- 12
- Radhalter
- 13
- Befestigungsmittel
- 130
- Spreizelement
- 131
- Knebelschraube
- 20
- Leiter
- 21
- Holm
- 22
- Sprosse
- 220
- Ausnehmung am Ende der Sprosse
1. Rolle (10) zur Befestigung an einer Leiter (20), insbesondere an einer Sprossenleiter
mit einem Rad (11),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rolle (10) einen Radhalter (12) aufweist, an welchem das Rad (11) drehbar befestigt
ist, und
dass die Rolle (10) ein Befestigungsmittel (13) aufweist, welches zur lösbaren Befestigung
an einem Holm (21) der Leiter (20) geeignet und eingerichtet ist und welches ein Spreizelement
(130) aufweist, das in eine Ausnehmung (220) der Leiter (20) einsteckbar ist.
2. Rolle (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Rades (11) und eine Einsteckrichtung des Spreizelementes (130)
parallel zueinander sind.
3. Rolle (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (13) eine Schraube (131), insbesondere eine Sternschraube
oder Knebelschraube umfasst, wobei das Spreizelement (130) geeignet und eingerichtet
ist durch Anziehen der Schraube (131) gespreizt zu werden.
4. Rolle (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Radhalter (12) einen Stab umfasst oder durch einen Stab gebildet ist.
5. Rolle (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (10) und die Schraube (131) auf einer ersten Seite des Stabes und das Spreizelement
(130) auf einer zweiten Seite des Stabes angeordnet sind.
6. Rolle (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizelement (130) im nicht gespreizten Zustand im Wesentlichen quaderförmig
ist.
7. Anordnung aus einer Leiter (20) und zwei Rollen (10), wobei die Rollen (10) im Bereich
eines ersten Endes der Leiter (20) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet sind.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10) an Holmen (21) der Leiter (20) angebracht sind.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen (22) in Durchgangslöchern der Holme (21) eingesetzt sind.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprossen (22) zumindest an ihren Enden hülsenartig oder topfartig ausgebildet
sind und eine zumindest endseitig offene Ausnehmung (220) aufweisen.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Holme (21) quer zu ihrer Erstreckungsrichtung angeordnete Sacklöcher oder Durchgangslöcher
aufweisen.
12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizelemente der Rollen (10) in die endseitig offene Ausnehmung in den Enden
der Sprossen (22) bzw. in die Sacklöcher oder Durchgangslöcher in den Holm (21) eingreifen
und durch Anziehen der Schrauben (131) der Rollen (10) dort befestigt sind.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Nichtgebrauchsstellung der Rollen (10) die Radhalter (12) parallel zu den
Holmen (21) liegen.
14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Gebrauchsstellung der Rollen (10) die Radhalter (12) in einem Winkel von
45° bis 90° zu den Holmen (21) liegen.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den Radhaltern (12) und den Holmen (21) einstellbar ist.