[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 8, eine Montageeinheit
nach Anspruch 9, ein Montageset nach Anspruch 10 und ein Möbel nach Anspruch 12.
Stand der Technik
[0002] Im Möbelbereich sind Anordnungen zum Anbringen einer Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung
eines an einem Möbelkorpus aufgenommenen Möbelteils bekannt. Insbesondere werden Montagesets
mit Anbringhilfen verwendet, um die Anordnung an dem Möbelkorpus zu montieren, wobei
über die Anordnung zum Beispiel eine Ausstoßeinrichtung lösbar anbringbar ist, wobei
die Ausstoßeinrichtung das bewegbar an dem Möbelkorpus aufgenommene Möbelteil wie
beispielsweise ein Auszug oder eine Schublade aus einer geschlossenen Stellung zumindest
über eine Teilstrecke ausstoßen kann. Die Anordnung kann am Möbelkorpus beispielsweise
an einer Möbelkorpusrückwand über daran vorbereitete Verankerungselemente bzw. einen
Verankerungsabschnitt insbesondere aufgesteckt werden. Das Aufstecken kann am leeren
Möbelkorpus bzw. bevor daran die bewegbaren Möbelteile aufgenommen sind in einer definierten
Aufsteckrichtung erfolgen, beispielsweise senkrecht von vorne bezüglich einer Innenseite
einer Möbelkorpusrückwand.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Montagesituation einer Anordnung zum
Anbringen einer Vorrichtung zur Bewegungsbeeinflussung eines an einem Möbelkorpus
aufgenommenen Möbelteils zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0005] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dargelegt.
[0006] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Anbringen einer Montageeinheit an
einem Möbelkorpus, wobei über die Montageeinheit eine Ausstoßeinrichtung anbringbar
ist, welche zum Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils
aus einer Schließposition dient, und die Montageeinheit am Möbelkorpus über Verankerungselemente
über einen Verankerungsabschnitt in eine Aufsteckrichtung aufsteckbar ist, so dass
die Montageeinheit im aufgesteckten Zustand gegen ein Lösen vom Möbelkorpus gesichert
ist. Ein Aufstecken über genau ein Verankerungselement ist nicht ausgeschlossen. Die
Montageeinheit ist im aufgesteckten Zustand zum Beispiel innen an einer Möbelkorpusrückwand
insbesondere gegen ein Lösen nach vorne oder seitlich gesichert.
[0007] Die Montageeinheit besteht zum Beispiel aus Anbringprofilen, insbesondere gleichartige
längliche zueinander beabstandet verlaufende Profile. Die Vorrichtung zum Anbringen
der Montageeinheit an dem Möbelkorpus umfasst dabei in der Regel Elemente, die separat
bzw. zusätzlich zur Montageeinheit vorhanden sind und auch Elemente, welche der Montageeinheit
zugeordnet sind, zum Beispiel an der Montageeinheit integral ausgebildet sind und/oder
daran vorhanden bzw. angebracht sind. Der Verankerungsabschnitt umfasst in der Regel
zwei im Verankerungszustand zusammenwirkende Teilabschnitte, wobei ein Teilabschnitt
den insbesondere zwei oder mehr Verankerungselementen zugeordnet ist und ein Teilabschnitt,
welcher der Montageeinheit zugeordnet bzw. daran ausgebildet ist. Die Verankerungselemente
sind insbesondere am Möbelkorpus separat befestigbar, zum Beispiel im Zuge einer Endmontage
an einer Rück- oder Seitenwand, einem Deckel bzw. einem Boden des Korpus, sie können
am Möbelkorpus aber auch integral bzw. vorgefertigt vorhanden sein.
[0008] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass Haltemittel vorgesehen sind,
über welche die aufgesteckte Montageeinheit gegen eine Bewegung der Montageeinheit
in Richtung der Längserstreckung der Montageeinheit bei einer Krafteinwirkung in diese
Richtung sicherbar ist.
[0009] Bei bekannten Systemen wird eine Montageeinheit im Bereich einer Möbelkorpusrückwand
von oben über Verankerungselemente aufgesteckt. Die Montageeinheit ist im Einbauzustand
gegen ein Lösen bzw. Wegkippen nach vorne und zu beiden Seiten gesichert. Es ist dabei
jedoch nachteilig, dass nach oben bzw. ggf. nach unten, also in Längsrichtung der
Montageeinheit bzw. der die Montageeinheit bildenden Längsseitenprofile, ein Verrutschen
bzw. Lösen möglich ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist nach einem Aufstecken der Montageeinheit die Montageeinheit auch
gegen ein Lösen in Längsrichtung der Montageeinheit zusätzlich gesichert werden. Damit
ist die aufgesteckte Montageeinheit fixiert gegenüber einer Bewegung in sämtliche
Raumrichtungen.
[0011] Vorteilhafterweise kann dies bei einem Aufstecken von vorne, was die Montage vereinfacht,
realisiert werden. Aber auch bei einem andersartigen Anbringen bzw. Aufstecken z.B.
von oben bzw. in Längsrichtung der Montageeinheit ist ein positionsfestes Sichern
in Längsrichtung der Montageeinheit möglich.
[0012] Insbesondere sind die Haltemittel zusätzlich zu dem Verankerungsabschnitt, der in
der bisherigen Form ausgebildet sein kann, vorgesehen. Es ist jedoch auch möglich,
dass die erfindungsgemäßen Haltemittel zumindest teilweise am bisher vorhandenen Verankerungsabschnitt
ausgebildet ist, zum Beispiel integral oder durch wenigstens ein zusätzliches Element.
[0013] Die Sicherung der Montageeinheit ist auf den aufgesteckten, also vollständig montierten
Zustand am Korpus gerichtet. Die Sicherung mit den erfindungsgemäßen Haltemitteln
betrifft die richtungsbezogene Fixierung der Montageeinheit an den Verankerungselementen
und damit am Korpus. Damit kann eine aufgesteckte bzw. montierte Montageeinheit an
einem Möbelkorpus gegen ein unerwünschtes Verrutschen bzw. eine Versetzung insbesondere
in Höhenrichtung des Möbelkorpus gesichert werden. Bisher ist die aufgesteckte Montageeinheit
zwar auch bei üblicherweise auftretenden höheren Kräften, welche gegen die Verankerung
bzw. ein Lösen in eine Richtung, die nicht parallel der Längserstreckung der Montageeinheit
ist, wirken, positionsfest gesichert. In Richtung der Längserstreckung der Montageeinheit
kann aber bisher bereits bei regelmäßig auftretenden vergleichsweise geringen Kräften
in diese Richtung, zum Beispiel durch das Eigengewicht bedingt, die Montageeinheit
verrutschen. Dies ist insbesondere beim Transport oder beim Hantieren vor der Fertigmontage
von Möbelkorpussen nachteilig. Denn bislang kann z.B. beim Transport des Möbelkorpus
eine bereits aufgesteckte Montageeinheit an dem Verankerungsabschnitt entlang des
Verankerungsabschnitts bzw. in Längsrichtung der Montageeinheit verrutschen, insbesondere
bei einer Überkopfstellung des vorbereiteten Möbelkorpus. Eine gegebenenfalls exakt
eingestellte Position der aufgesteckten Montageeinheit am Verankerungsabschnitt muss
dann erneut eingestellt werden. Gegebenenfalls kann die Montageeinheit und/oder der
Korpus durch das Verrutschen und anschließende Auftreffen an Korpusabschnitten beschädigt
oder unbrauchbar werden. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß vermieden.
[0014] Auch bei einem Aufstecken der Montageeinheit über Verankerungselemente von oben,
können die Haltemittel vorteilhaft ein ungewolltes Verrutschen gegenüber dem Verankerungsabschnitt
verhindern.
[0015] Bisher kann in einer gebrauchsgerechten Aufstellung des Möbelkorpus eine aufgesteckte
Montageeinheit mit ihrer Unterseite zum Beispiel an einem Korpusboden anstehen und
deshalb nicht weiter nach unten verrutschen. Dies ist aber keine erfindungsgemäße
Anordnung. Mit den erfindungsgemäßen Haltemitteln ist die Montageeinheit insbesondere
in beide Richtungen, welche durch die Längserstreckung der Montageeinheit vorgegeben
sind, also im Nutzzustand z.B. in vertikaler Richtung nach oben und unten, bei einer
Krafteinwirkung in diese Richtung sicherbar. Dies ist insbesondere bei einer aufgesteckten
Montageeinheit vorteilhaft, welche in beide Richtungen auch einen entsprechenden Freiraum
für eine Bewegung der Montageeinheit in diese Richtungen aufweist, also z.B. nicht
oben und auch nicht unten an z.B. einem Möbelkorpusdeckel und einem Möbelkorpusboden
ansteht. In diesen Fällen kann bisher eine Montageeinheit nach oben und nach unten
Verrutschen.
[0016] An einer Montageeinheiten können grundsätzlich mehrere Ausstoßeinrichtungen vorhanden
sein, womit das in Längsrichtung der Montageeinheit wirksame Eigengewicht bzw. die
Eigengewichtskraft des gegen Verrutschen zu sichernden Bauteils, das aus Montageeinheit
und Ausstoßeinrichtungen besteht, noch höher wird und ein Verrutschen ohne erfindungsgemäße
Haltemittel verstärken kann.
[0017] Insbesondere kann beispielsweise in einem Möbelkorpus, in welchem mehrere Auszüge
bzw. Schubladen bewegbar aufgenommen sind, für jede Schublade eine eigene Ausstoß-
oder Ausschiebeeinheit über eine einzige Montageeinheit aufgenommen sein.
[0018] Ein Verrutschen der Montageeinheit ist insbesondere dann möglich und deshalb zu vermeiden,
wenn ein freier Abstand zwischen in Längsrichtung betrachteten Enden der Montageeinheit
und Möbelkorpuswandungen vorhanden sind, also z.B. oberhalb oder unterhalb der Montageeinheit.
[0019] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Haltemittel einen mechanischen Anschlag mit einer
Anschlagfläche an der Montageeinheit und einer zugehörigen Anschlagfläche umfassen,
wobei die Anschlagflächen zur Sicherung der Montageeinheit zueinander in Kontakt bringbar
sind. Die Sicherung betrifft die Sicherung der Montageeinheit gegen die Bewegung in
Richtung der Längserstreckung der Montageeinheit. Die beiden einander zugeordneten
bzw. zusammenwirkenden Anschlagflächen können im aufgesteckten Zustand der Montageeinheit
an den Verankerungselementen gegebenenfalls geringfügig voneinander beabstandet oder
in Anlagekontakt sein. Falls im aufgesteckten Zustand der Montageeinheit die zugeordneten
Anschlagflächen z.B. maximal ein oder zwei Millimeter beabstandet sind, können diese
dann nach einer geringen Bewegung der Montageeinheit beispielsweise beim über Kopf
Stellen des Möbelkorpus in Anschlag gelangen und zur Bewegungsblockierung der Montageeinheit
wirksam werden. Unter Anschlagflächen sind im Grenzfall auch punktförmige oder linienförmige
Flächenabschnitte zu verstehen, so dass z.B. auch eine Spitze oder Kante als Anschlagfläche
in Frage kommt.
[0020] Weiter wird vorgeschlagen, dass der mechanische Anschlag eine relativ zum Möbelkorpus
positionsfeste Anschlagfläche aufweist, insbesondere an einem der Verankerungselemente.
Die positionsfeste Anschlagfläche kann an zumindest einem der Verankerungselemente
vorhanden sein. Auch eine Anordnung separat zu den Verankerungselementen ist denkbar,
zum Beispiel über einen vorstehenden Abschnitt am Möbelkorpus bzw. als zusätzliches
Element, das am Möbelkorpus beispielsweise angeschraubt oder angeklebt ist.
[0021] Es ist überdies vorteilhaft, dass der mechanische Anschlag eine Anschlagfläche aufweist,
die an einem vorstehenden Wandungsabschnitt an einem der Verankerungselemente ausgebildet
ist. Insbesondere ist diese Anschlagfläche die positionsfeste Anschlagfläche. Grundsätzlich
kann jeweils eine vorstehende Anschlagfläche an mehreren Verankerungselementen insbesondere
an beiden von zwei vorhandenen Verankerungselementen ausgebildet sein. Ein Verankerungselement
kann auch mehrere nach oben und/oder unten wirkende insbesondere zwei Anschlagflächen
aufweisen. Ein Verrutschen der Montageeinheit in Längserstreckung der Montageeinheit
lässt sich damit in beide möglichen Richtungen bzw. nach oben und nach unten verhindern.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Modifikation des Erfindungsgegenstandes ist die Anschlagfläche
an der Montageeinheit durch einen Wandungsabschnitt eines Absatzes an der Montageeinheit
gebildet. Ein Absatz kann zum Beispiel als umgebogener Teilabschnitt eines aus Blechmaterial
gebildeten Teils der Montageeinheit gebildet werden.
[0023] Es ist auch von Vorteil, dass die Anschlagfläche an der Montageeinheit in einem Bereich
endseitig eines Längsprofils einer Montageeinheit vorhanden ist. Die Montageeinheit
kann ein Längsprofil oder insbesondere zwei Längsprofile umfassen. Im Bereich am Ende
eines Längsprofils sind die Anschlagflächen besonders geeignet, da in diesem Bereich
die Montageeinheit in der Regel mit dem Verankerungselement in Kontakt bzw. aufgesteckt
ist und das Verankerungselement die zur Anschlagfläche an der Montageeinheit zugehörige
Anschlagfläche aufweist.
[0024] Es ist überdies vorteilhaft, dass die Anschlagfläche an der Montageeinheit an einem
Überbrückungsteil der Montageeinheit ausgebildet ist, welches mindestens zwei voneinander
beabstandete Längsprofile der Montageeinheit verbindet. Für den Fall, dass die Monatageeinheit
mindestens zwei voneinander beabstandete Längsprofile aufweist, kann zur Verbindung
und genauen Abstandhaltung der beiden Profile bzw. zur Stabilisierung der Montageeinheit
ein Überbrückungsteil an den beiden Profilen insbesondere endseitig angebracht sein.
Das Überbrückungsteil kann beispielsweise zwischen den Profilen quer verlaufen und
an diesen z.B. aufgesteckt, eingeschoben oder eingeklipst sein.
[0025] Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Anbringen einer Montageeinheit
an einem Möbelkorpus, wobei über die Montageeinheit eine Ausstoßeinrichtung anbringbar
ist, welche zum Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils
aus einer Schließposition dient. Der Grundgedanke liegt darin, dass ein Montagewinkel
vorgesehen ist, über welchen die Montageeinheit am Möbelkorpus befestigbar ist. Für
eine Befestigung der Montageeinheit, an welcher eine Ausstoßeinrichtung insbesondere
aufsteckbar ist, für den Fall dass keine Befestigung der Ausstoßeinrichtung über vergleichsweise
lange Längsprofile möglich ist, kann ein Seiten-, Boden- und/oder Deckelwinkelelement
eingesetzt werden. Der Montagewinkel kann an einer Möbelkorpusseitenwand, einem Möbelkorpusboden
und/oder einem Möbelkorpusdeckel befestigt werden, z.B. angeschraubt oder angeklebt
werden. An dem Montagewinkel direkt und/oder einem daran aufgenommenem Aufnahme -
bzw. Anbringrahmen kann die Ausstoßeinrichtung befestigt werden. Der Montagewinkel
kann integral mit dem Anbringrahmen ausgebildet sein. Durch den Anbringrahmen wird
zum Beispiel eine Freilassung umrahmt, in deren Bereich die Ausstoßeinrichtung Platz
finden kann, wobei die Ausstoßeinrichtung an dem Rahmen z.B. aufgesteckt ist.
[0026] Da die Ausstoßeinrichtung beispielsweise mit einer elektrischen Versorgung mittels
Kabel betrieben wird, kann das Kabel an dem Aufnahme- bzw. Anbringrahmen so geführt
sein, dass an drei U-förmig zueinander stehenden Rahmenabschnitten des Anbringrahmens
das Kabel lösbar verlegbar und fixierbar ist, zum Beispiel in Ausnehmungen bzw. Nuten
geklemmt sein. So kann beispielsweise über an der Ausstoßeinrichtung vorhandene elektrisch
leitende Piercing-Elemente bei dem Aufstecken eine Kontaktierung am Kabel links, rechts,
unten und/oder auch oben stattfinden, indem die Piercing-Elemente eine Kabelisolierung
durchstechen und den stromführenden Kabeldraht kontaktieren.
[0027] Das Aufstecken und Befestigen und die Kontaktierung der Ausstoßeinheit erfolgt vorteilhaft
in einem Schritt.
[0028] Die Erfindung betrifft zudem eine Montageeinheit mit einem Aufnahmerahmen mit Rahmenbegrenzungsabschnitten,
die zwei gegenüberliegende seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte und einen zwischen
den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte verlaufenden oberen Rahmenbegrenzungsabschnitt
und/oder einen zwischen den seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte verlaufenden unteren
Rahmenbegrenzungsabschnitt umfassen, wobei an dem Aufnahmerahmen eine Ausstoßeinrichtung
anbringbar ist. Erfindungsgemäß ist ein Versorgungskabel und/oder ein Steuerkabel
für die Ausstoßeinrichtung durchgängig entlang der seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte
und einem der zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten ausgebildeten Rahmenbegrenzungsabschnitt
anordenbar. Damit kann die oben beschriebene Verkabelung für die Ausstoßeinrichtung
vor der Anbringung der Ausstoßeinheit vorteilhaft erfolgen. Die Montageeinheit kann,
z.B. insbesondere wenn deren Außenabmessung etwa der einer Ausstoßeinrichtung entspricht
und keine Möglichkeit besteht über Verankerungselemente am Möbelkorpus befestigt zu
werden, über einen Montagewinkel erfolgen. Grundsätzlich ist zusätzlich oder alternativ
eine Anbringung der Montageeinheit über wie oben beschriebene Verankerungselemente
nicht ausgeschlossen.
[0029] Die Erfindung betrifft außerdem ein Montageset mit einer Montageeinheit und Verankerungselementen
zum Befestigen der Montageeinheit an einem Möbelkorpus, wobei über die Montageeinheit
eine Ausstoßeinrichtung anbringbar ist, welche zum Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus
bewegbar aufgenommenen Möbelteils aus einer Schließposition dient. Erfindungsgemäß
umfasst das Montageset eine der oben genannten Vorrichtungen zum Anbringen einer Montageeinheit
an einem Möbelkorpus. Die Montageeinheit und die Verankerungselemente sind aufeinander
abgestimmt ausgebildet. Mit dem Montageset, welches auch für Nichtfachleute einfach
einsetzbar ist, können die bereits oben genannten Vorteile realisiert werden.
[0030] Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass die Montageeinheit beabstandet nebeneinander
ausgerichtete Längsprofile mit einem Überbrückungsteil aufweist, das für eine Verbindung
der Längsprofile durch Anstecken ausgebildet ist, wobei die Haltemittel einen mechanischen
Anschlag mit einer Anschlagfläche an einem der Verankerungselemente und einer Anschlagfläche
an dem Überbrückungsteil aufweisen. Insbesondere sind zwei gleichartige Profile jeweils
endseitig mit einem angebrachten Überbrückungsteil verbunden.
[0031] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einem Möbelkorpus, an dem ein bewegbares
Möbelteil aufgenommen ist, wobei ein wie oben definiertes Montageset bzw. Vorrichtung
vorhanden ist. Damit kann an dem Möbel vorteilhaft eine Montageeinheit eingerichtet
sein.
Figurenbeschreibung
[0032] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht schräg von oben auf einen teilweise dargestellten Möbelkorpus
und dazu beabstandet eine nicht angebrachte Montageeinheit, wobei am Möbelkorpus zur
Anbringung der Montageeinheit eine erfindungsgemäße Vorrichtung vorgesehen ist,
- Figur 2
- eine Montageeinheit mit Bodenmontagewinkel und angebrachter Ausstoßeinheit,
- Figur 3
- die Montageeinheit mit Bodenmontagewinkel gemäß Figur 2 mit gegenüber Figur 2 um 180
Grad gedreht angebrachter Ausstoßeinheit,
- Figur 4
- eine zu Figur 2 und 3 alternative Montageeinheit mit angebrachter Ausstoßeinheit,
wobei die Montageeinheit über einen Seitenmontagewinkel verfügt und wobei eine teilweise
dargestellte Schublade mit Umrisslinien angedeutet ist,
- Figur 5
- eine Montageeinheit gemäß der Figuren 2 bis 4 mit aufgenommenem Versorgungskabel ohne
Ausstoßeinheit und Montagewinkel,
- Figur 6
- ein perspektivische Rückansicht eines Verankerungselements mit daran aufgestecktem
oberen Verbindungselement einer Montageeinheit,
- Figur 7
- einen Endabschnitt des Verankerungselements gemäß Figur 6 in einer perspektivischen
Rückansicht,
- Figur 8
- den Endabschnitt des Verankerungselements gemäß Figur 7 in einer perspektivischen
Vorderansicht schräg von oben,
- Figur 9 und 10
- eine vergrößerte Detailansicht eines Endabschnitts der Anordnung gemäß Figur 6,
- Figur 11
- den gemäß der Figuren 9 und 10 gezeigten Endabschnitt des Verbindungselements.
[0033] In einzelnen Figuren sind teilweise für sich entsprechende Bauteile von unterschiedlichen
Ausführungsformen die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0034] In Figur 1 ist ein Möbelkorpus 1 unter Weglassung von Teilen dargestellt. Außerdem
ist eine Montageeinheit 2 im nicht am Möbelkorpus 1 angebrachten Zustand gezeigt.
Die Montageeinheit 2 kann über ein oberes Verankerungselement 3 und ein unteres Verankerungselement
4, die schematisch gezeigt und im hinteren Bereich des Möbelkorpus 1 nahe einer Rückwand
1a vormontiert sind, aufgesteckt und so am Möbelkorpus befestigt werden. Die Montageeinheit
2 kann ein Überbrückungsteil aufweisen, das beispielhaft als Abschlussteil 24 ausgebildet
ist und im Detail in Teilansicht in den Figuren 8 und 11 bis 13 gezeigt ist.
[0035] Vom Möbelkorpus 1 ist außerdem eine von vorne betrachtet linke Seitenwand 1b, ein
Boden 1c und eine Strebe 1d dargestellt. Die Strebe 1d dient beispielsweise dafür,
den Korpus zu stabilisieren und verläuft zwischen der Seitenwand 1b und einer dazu
parallelen weiteren nicht dargestellten Seitenwand. Am oberen Endabschnitt der Rückwand
1a ist innenseitig zu deren Verstärkung ein Verstärkungselement 5 fest angebracht
an welchem das obere Verankerungselement 3 befestigt beispielsweise angeschraubt ist.
Das Verstärkungselement 5 kann z.B. ein Holzbrett sein.
[0036] Die Montageeinheit 2 kann erfindungsgemäß von vorne, das heißt in Richtung des Pfeils
P1 in Figur 1 in der darin gezeigten Ausrichtung an den Verankerungselementen 3 und
4 aufgesteckt befestigt werden.
[0037] Die Montageeinheit 2 ist mit drei daran angebrachten Ausstoßeinheiten 6, 7 und 8
bestückt, wobei eine obere Ausstoßeinheit 6, eine untere Ausstoßeinheit 8 und eine
dazwischenliegende Ausstoßeinheit 7 vorhanden sind. Die Ausstoßeinheiten 6 bis 8 können
separat an der Montageeinheit 2 von Hand lösbar aufgesteckt oder auf andere Art angebracht
werden. Die Ausstoßeinheiten 6 bis 8 dienen beispielsweise zum jeweiligen Ausstoßen
von im Möbelkorpus 1 über Führungseinheiten verschieblich bewegbar gelagerten Schubladen
(nicht dargestellt). Jeder Schublade ist in der Regel eine der Ausstoßeinheit 6 bis
8 zugeordnet, welche jeweils beispielsweise mit einer elektrischen Antriebseinheit
versehen sind, um einen verschwenkbaren Ausstoßhebel an den Ausstoßeinheiten 6 bis
8 zu verschwenken und dabei gegen eine Schubladenrückwand zu drücken, wobei die Schublade
in Öffnungsrichtung ausgestoßen wird.
[0038] Die Montageeinheit 2 dient zur Aufnahme mehrerer Ausstoßeinheiten, die in der Höhe
daran an individuellen Stellen positionierbar sind, und umfasst zwei parallel zueinander
verlaufende Längsprofile 9 und 10. Die Längsprofile 9 und 10 können über aufsteckbare
Verbindungselemente, die z.B. in den Figuren 8 und 11 bis 13 gezeigt sind, oben und
unten zueinander auf Abstand gehalten werden bzw. zu einer Baueinheit zusammengebaut
sein.
[0039] Figur 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Aufnahmerahmen 18 (siehe auch Figur 5) mit
einer angebrachten Ausstoßeinheit 11. Der Aufnahmerahmen 18 ist an einem Bodenwinkel
12 befestigt, der über Anschraublöcher 12a mit nicht gezeigten Befestigungsschrauben
an einem Möbelkorpus z.B. einem Möbelkorpusboden fixierbar ist. Der Aufnahmerahmen
18 mit Freilassung ist durch rechtwinklig zueinander stehende Rahmenbegrenzungsabschnitte
als geschlossener, hier in Grobform rechteckiger, Rahmen gebildet und umfasst zwei
gegenüberliegende seitlich Rahmenbegrenzungsabschnitte bzw. im Einbauzustand vertikal
und parallel verlaufende Profilabschnitte 13 und 14. Über einen unten zwischen den
Profilabschnitte 13 und 14 vorhandenen unteren Rahmenbegrenzungsabschnitt kann der
Aufnahmerahmen 18 am Bodenwinkel 12 befestigt werden. Die Ausstoßeinheit 11 weist
einen angetrieben heraus- und wieder einschwenkbaren Ausstoßhebel 11a auf, der im
Einbauzustand gemäß Figur 2 zur Mitte nach unten versetzt positioniert ist. Es lässt
sich damit eine Ausstoßwirkung unten nahe dem Bodenwinkel 12 realisieren. Über eine
Verkabelung an dem Aufnahmerahmen 18 ist die Ausstoßeinheit 11 elektrisch versorgt,
was weiter unten zu Figur 5 noch erläutert wird.
[0040] Gemäß Figur 3 ist die zur Ausstoßeinheit 11 in Figur 2 identische Ausstoßeinheit
11 um 180 Grad gedreht gegenüber der Anordnung aus Figur 2 am Aufnahmerahmen 18 angebracht.
Dies ist vorteilhaft ohne Änderung der Verkabelung an dem Aufnahmerahmen 18 möglich.
Der Ausstoßhebel 11a ist im Einbauzustand gemäß Figur 3 zur Mitte nach oben versetzt
positioniert. Es lässt sich damit mit einem Montage- bzw. Handgriff eine gegenüber
Figur 2 weiter oben bzw. weiter entfernt zum Bodenwinkel 12 realisierte Ausstoßwirkung
einrichten, was vorteilhaft sein kann. Dabei ist die Verschenkrichtung gemäß Figur
2 entgegengesetzt zur Verschenkrichtung gemäß Figur 3.
[0041] Figur 4 verdeutlicht schematisch eine nur im hinteren Bereich dargestellte Schublade
15 in einem in einem Möbelkorpus (nicht gezeigt) ganz eingeschobenen Zustand, wobei
eine Ausstoßeinheit 16 mit eingeschwenktem Ausstoßhebel 16a außen an einer Rückwand
15a der Schublade 15 angrenzend positioniert und über eine Montageeinheit 17 aufgenommen
ist. Die Montageeinheit 17 umfasst einen Seitenmontagewinkel 17a zur Befestigung an
einer von vorne betrachteten rechten Korpusseitenwand. Die Befestigung kann problemlos
auch an einer linken Korpusseitenwand durch Drehen des Winkels erfolgen.
[0042] Figur 5 zeigt einen Aufnahmerahmen 18 gemäß der Montageeinheiten aus den Figuren
2, 3 und 4 mit einem daran fixierten zum Beispiel aufgesteckten und geführten elektrischen
Versorgungskabel 19 zur Bereitstellung einer elektrischen Versorgung bzw. einer Steuerung
einer an dem Aufnahmerahmen 18 anbringbaren Ausstoßereinheit.
[0043] Der Aufnahmerahmen 18 kann über einen Bodenwinkel oder einen Seitenmontagewinkel
an einem Korpusboden oder einer Seitenwand des Korpus oder ohne einen Montagewinkel
direkt an einer Rückwand oder an einer entsprechenden Traverse am Möbelkorpus befestigt
werden.
[0044] Vorteilhafterweise ist das Versorgungskabel 19 an einem linken Vertikalabschnitt
20, an einem quer dazu oberhalb verlaufenden Querabschnitt 21, z.B. einem Verbindungs-
bzw. Überbrückungsteil, und einem nach unten daran anschließend geführten weiteren
Vertikalabschnitt 22 anliegend geklemmt. So kann eine Kontaktierung einer an dem Aufnahmerahmen
18 anbringbaren Ausstoßeinheit vorteilhaft an den beiden vertikalen Abschnitten 20,
22 als auch an dem quer dazu oberhalb angeordneten Abschnitt 21 erfolgen. Eine Ausstoßeinheit
kann hierzu zum Beispiel von vorne gemäß Pfeil A auf den Aufnahmerahmen 18 aufgesteckt
werden. Eine Kontaktierung der Ausstoßeinheit mit dem Versorgungskabel 19 kann mit
nadelartigen Kontakten an der Ausstoßeinheit erfolgen, die beim Anbringen der Ausstoßeinheit
durch eine Isolierung des Kabels 19 durchgreifen und das Innere des Versorgungskabel
19 kontaktieren. Vorteilhaft ist das Versorgungskabel 19 beim Aufstecken der Ausstoßeinheit
gemäß Pfeil A über den U-förmig bzw. schleifenförmig am Aufnahmerahmen 18 geführten
Abschnitt des Versorgungskabels möglich.
[0045] Ein alternatives Verankerungselement wird in Figur 6 erläutert, das als Verankerungsbügel
23 ausgebildet ist, welcher an einer Rückwand eines Möbelkorpus anbringbar ist und
zur Aufnahme einer Montageeinheit dient. Am Verankerungsbügel 23 ist ein Abschnitt
der Montageeinheit eingesteckt und erfindungsgemäß gegen eine Krafteinwirkung in Längsrichtung
der Montageeinheit gesichert. Hierzu ist ein Überbrückungsteil in Form des Abschlussteils
24, das zur Montageeinheit gehört und an diesem angebracht ist, mit dem Verankerungsbügel
23 in einem Steckkontakt bzw. von vorne aufgesteckt und daran arretiert. Beim Aufstecken
der Montageeinheit von vorne kommen die Klemmbacken in Anschlagstellung an dem jeweiligen
Klemmsteg 27, der eine Hinterschneidung aufweist, so dass durch weiteres Andrücken
der Klemmsteg 27 in einen Spaltbereich der Klemmbacke 26 hineingepresst wird und die
Klemmbacke 26 sich federnd aufweitet und bei Erreichen der Hinterschneidung des Klemmstegs
27 einschnappt und gegen eine Bewegung bzw. ein Lösen in Aufsteckrichtung gesichert
ist. Erst durch ein Aufweiten der Klemmbacken 26, z.B. mit Hilfe eines Schraubendrehers,
und Wegbewegen entgegen der Aufsteckrichtung kann das Abschlussteil 24 bzw. die Montageeinheit
wieder vom Verankerungsbügel 23 entfernt werden.
[0046] Einen Endabschnitt des Verankerungsbügels 23 von hinten zeigt Figur 7, der in Figur
8 von vorne dargestellt ist. Ein Anschraubloch 25 dient zum Anschrauben des Verankerungsbügels
23 an einem horizontalen Abschnitt, z.B. einem Boden oder einem Deckel des Möbelkorpus.
[0047] Einen vergrößerten Ausschnitt aus Figur 6 zeigt Figur 9 und Figur 10. Das Abschlussteil
24 und damit die Montageeinheit mit zwei Profilen, welche über das Abschlussteil 24
miteinander verbunden sein können, kann gemäß Pfeil P1 (Figur 9) auf bzw. an dem Verankerungsbügel
23 aufgesteckt werden. Hierbei umgreift jede Klemmbacke 26 mit federnd beweglichen
eingerollt geformten Kunststoffabschnitten am Abschlussteil 24 den Klemmsteg 27 am
Verankerungsbügel 23, wie oben erläutert.
[0048] Außerdem untergreift im aufgesteckten Zustand eine sockelartig bzw. absatzartig nach
vorne abstehende Erhöhung am Abschlussteil 24, welche als Rastnase 28 ausgebildet
ist, eine etwas schräg nach vorne umgebogene Lasche 29 am Verankerungsbügel 23. Damit
wird ein Verrutschen in Richtung Pfeil P2 (siehe Figur 9), also in Längsrichtung der
nicht gezeigten Profile, die mit dem Abschlussteil 24 verbunden sind bzw. senkrecht
zur Aufsteckrichtung P1 des Abschlussteils 24, sicher unterbunden. Denn es wird ein
Anschlag mit einer Anschlagfläche 28a an der Rastnase 28 und einer Anschlagfläche
29a unten an einer schmalen Seite der Lasche 29 gebildet, die zueinander in bewegungsbegrenzende
Anlage kommen.
[0049] Eine weitere Ansicht von hinten zeigt Figur 10.
[0050] Figur 11 zeigt den in Figur 9 und 10 gezeigten Bereich des Abschlussteils 24.
[0051] Des Weiteren sind Steckdorne 30, 31 am Abschlussteil 24 vorhanden, mit welchen eine
Verbindung des Abschlussteils 24 stirnseitig bzw. von oben und unten an den jeweiligen
Profilen der Montageeinheit z.B. mit einem reversibel lösbaren Presssitz möglich ist.
Bezugszeichenliste:
[0052]
- 1
- Möbelkorpus
- 1a
- Rückwand
- 1b
- Seitenwand
- 1c
- Boden
- 1d
- Strebe
- 2
- Montageeinheit
- 3
- Verankerungselement
- 4
- Verankerungselement
- 5
- Verstärkungselement
- 6
- Ausstoßeinheit
- 7
- Ausstoßeinheit
- 8
- Ausstoßeinheit
- 9
- Längsprofil
- 10
- Längsprofil
- 11
- Ausstoßeinheit
- 12
- Bodenwinkel
- 12a
- Anschraublöcher
- 13
- Profilabschnitt
- 14
- Profilabschnitt
- 15
- Schublade
- 15a
- Rückwand
- 16
- Ausstoßeinheit
- 16a
- Ausstoßhebel
- 17
- Montageeinheit
- 17a
- Seitenmontagewinkel
- 18
- Aufnahmerahmen
- 19
- Versorgungskabel
- 20
- Vertikalabschnitt
- 21
- Querabschnitt
- 22
- Vertikalabschnitt
- 23
- Verankerungsbügel
- 24
- Abschlussteil
- 25
- Anschrauböffnung
- 26
- Klemmbacke
- 27
- Klemmsteg
- 28
- Nase
- 28a
- Anschlagfläche
- 29
- Lasche
- 29a
- Anschlagfläche
- 30
- Steckdorn
- 31
- Steckdorn
1. Vorrichtung zum Anbringen einer Montageeinheit (2) an einem Möbelkorpus, wobei über
die Montageeinheit (2) eine Ausstoßeinrichtung (6, 7, 8) anbringbar ist, welche zum
Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils (15) aus einer
Schließposition dient, und die Montageeinheit (2) am Möbelkorpus über Verankerungselemente
(3, 4; 23) über einen Verankerungsabschnitt (26, 27) in eine Aufsteckrichtung aufsteckbar
ist, so dass die Montageeinheit (2) im aufgesteckten Zustand gegen ein Lösen vom Möbelkorpus
gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass Haltemittel (28, 29) vorgesehen sind, über welche die aufgesteckte Montageeinheit
(2) gegen eine Bewegung der Montageeinheit (2) in Richtung der Längserstreckung der
Montageeinheit (2) bei einer Krafteinwirkung in diese Richtung sicherbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (28, 29) einen mechanischen Anschlag mit einer Anschlagfläche (28a)
an der Montageeinheit (2) und einer zugehörigen Anschlagfläche (29a) umfassen, wobei
die Anschlagflächen (28a, 29a) zur Sicherung der Montageeinheit (2) zueinander in
Kontakt bringbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Anschlag eine relativ zum Möbelkorpus positionsfeste Anschlagfläche
(29a) aufweist, insbesondere an einem der Verankerungselemente (23).
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Anschlag eine Anschlagfläche (29a) aufweist, die an einem vorstehenden
Wandungsabschnitt (29) an einem der Verankerungselemente (23) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagfläche an der Montageeinheit (2) durch einen Wandungsabschnitt (28a)
eines Absatzes (28) an der Montageeinheit (2) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagfläche (28a) an der Montageeinheit (2) in einem Bereich endseitig eines
Längsprofils (9, 10) der Montageeinheit (2) vorhanden ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagfläche (28a) an der Montageeinheit (2) an einem Überbrückungsteil (24)
der Montageeinheit (2) ausgebildet ist, welches mindestens zwei voneinander beabstandete
Längsprofile (9, 10) der Montageeinheit (2) verbindet.
8. Vorrichtung zum Anbringen einer Montageeinheit (18) an einem Möbelkorpus, wobei über
die Montageeinheit (18) eine Ausstoßeinrichtung (11; 16) anbringbar ist, welche zum
Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils (15) aus einer
Schließposition dient, dadurch gekennzeichnet, dass ein Montagewinkel (12, 17a) vorgesehen ist, über welchen die Montageeinheit (18)
am Möbelkorpus befestigbar ist.
9. Montageeinheit (17) mit einem Aufnahmerahmen (18) mit Rahmenbegrenzungsabschnitten,
die zwei gegenüberliegende seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte (13, 14; 20, 22)
und einen zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte (13, 14; 20, 22) verlaufenden
oberen Rahmenbegrenzungsabschnitt (21a) und einen zwischen den seitliche Rahmenbegrenzungsabschnitte
(13, 14; 20, 22) verlaufenden unteren Rahmenbegrenzungsabschnitt (21b) umfassen, wobei
an dem Aufnahmerahmen (18) eine Ausstoßeinrichtung (11; 16) anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versorgungskabel (19) und/oder ein Steuerkabel für die Ausstoßeinrichtung (11;
16) durchgängig entlang der seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitte (20, 22) und einem
der zwischen den seitlichen Rahmenbegrenzungsabschnitten (13, 14; 20, 22) ausgebildeten
Rahmenbegrenzungsabschnitt (21a) anordenbar ist.
10. Montageset mit einer Montageeinheit (2) und Verankerungselementen (3, 4) zum Befestigen
der Montageeinheit (2) an einem Möbelkorpus, wobei über die Montageeinheit (2) eine
Ausstoßeinrichtung (6, 7, 8) anbringbar ist, welche zum Ausstoßen eines an dem Möbelkorpus
bewegbar aufgenommenen Möbelteils aus einer Schließposition dient, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.
11. Montageset nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (2) beabstandet nebeneinander ausgerichtete Längsprofile (9, 10)
mit einem Überbrückungsteil (24) aufweist, das für eine Verbindung der Längsprofile
(9, 10) durch Anstecken ausgebildet ist, wobei die Haltemittel einen mechanischen
Anschlag mit einer Anschlagfläche (29a) an einem der Verankerungselemente (23) und
einer Anschlagfläche (28a) an dem Überbrückungsteil (24) aufweisen.
12. Möbel mit einem Möbelkorpus (1), an dem ein bewegbares Möbelteil aufgenommenen ist,
mit einer Montageeinheit nach Anspruch 9 und/oder einem Montageset nach einem der
Ansprüche 10 oder 11.