[0001] Die Erfindung betrifft einen Gusskörper, an dem ein maschinenlesbarer, dem Gusskörper
zugeordnete Information enthaltender Code angeordnet ist, und ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Gusskörpers.
[0002] Unter Gusskörper der hier in Rede stehenden Art werden allgemein Gussrohteile, an
denen noch ein Speiser, Anschnitte, Zuläufe und andere für die gießtechnische Herstellung
benötigte Formelemente vorhanden sein können, sowie Gussteile verstanden, die nach
Entfernen der für das Gießen benötigten Formelemente aus jeweils einem Gussrohteil
entstanden sind.
[0003] An im praktischen Einsatz hoch belastete Werkstücke der hier in Rede stehenden Art,
bei denen es sich beispielsweise um Zylinderköpfe oder Kurbelgehäuse von Verbrennungsmotoren
handelt, werden immer höhere Qualitätsanforderungen gestellt. Dies betrifft sowohl
ihre mechanischen Eigenschaften als auch ihre Maßhaltigkeit.
[0004] Da die Qualität eines Gussstücks entscheidend durch den Herstellprozess beeinflusst
wird, wird es deshalb zunehmend wichtiger, die verschiedenen bei der Herstellung von
Gusswerkstücken durchlaufenen Prozessschritte nachzuverfolgen.
[0005] Die Rückverfolgbarkeit von jedem Gussstück individuell zugeordneten Produktionsdaten
ist beispielsweise wichtig für Prozessoptimierung, Qualitätssicherung und Schadensbegrenzung
bei Auslieferung von nicht vertragskonformen Produkten. Die in dieser Hinsicht wichtigen
Produktionsdaten sind z. B. Produktionszeitpunkt, Gießgeschwindigkeit, Gießtemperaturen,
Art der Produktionsanlage etc.
[0006] Durch die Nachverfolgbarkeit des Herstellprozesses ist es einerseits möglich, den
Prozessablauf zu optimieren. Andererseits ist eine exakte Nachverfolgung des Herstellprozesses
in Fällen, in denen trotz aller Vorkehrungen Produkte von unzureichender Qualität
erzeugt worden sind, Voraussetzung dafür, dass die Ursache des jeweils entstandenen
Fehlers eindeutig einer bestimmten Stufe des Produktionsprozesses zugeordnet werden
kann.
[0007] Eine heute geltende Mindestanforderung an die Kennzeichnung von Gussteilen besteht
üblicherweise darin, dass an dem Gussteil die Modellnummer und der Zeitpunkt des Gusses
vermerkt sind. Zusätzlich werden häufig auch Hinweise auf die jeweils durchlaufene
Wärmebehandlung verlangt, wenn eine solche angewendet worden ist.
[0008] Um diese Angaben an dem jeweiligen Gusskörper anzubringen, werden in der Praxis so
genannte "Gießstempel" eingesetzt. Diese enthalten Angaben zum Jahr, zur Kalenderwoche
und zur Schicht, in der der betreffende Gusskörper gegossen worden ist. Die Gießstempel
werden dazu in die jeweilige Gießform so eingesetzt, dass die an ihrer Stirnseite
vorgesehenen entsprechenden Kennzeichnungen sich beim Abgießen in den Gusskörper einprägen.
[0009] Auch wenn die Kennzeichnung von Gusskörpern mittels Gießstempeln sich in der Praxis
vielfach bewährt hat, hat sie den Nachteil, dass sie nur eine relativ ungenaue, grobe
Kennzeichnung zulassen, so dass die Gießdaten meist nicht jedem einzelnen Gusskörper
individuell, sondern nur schicht- oder chargenweise zugeordnet werden können. Ein
weiterer Nachteil ist, dass basierend auf einer Gießstempel-Kennzeichnung keine detaillierten
Produktionsdaten automatisiert aufgezeichnet und in eine Datenverarbeitungseinrichtung
gespeichert werden können.
[0010] Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist vorgeschlagen worden, Gießkerne mittels eines
Lasers mit einem Negativabbild einer eindeutigen Zeichenfolge zu versehen, die im
Zuge des Gießvorgangs am Gusskörper abgebildet wird und dort nach dem Gießen sichtbar
ist. Diese Vorgehensweise bedingt jedoch nicht nur einen hohen, kostenintensiven apparativen
Aufwand, sondern hat auch noch den Nachteil, dass die vom Gießkern auf den Gusskörper
übertragenen Zeichenfolgen nicht mit der für ein automatisiertes Ablesen erforderlichen
Genauigkeit abgebildet werden.
[0011] So erweist es sich gegenwärtig immer noch als extrem schwierig, im Gießprozess Schriftzeichen
oder andere Markierungen an einem Gussteil prozesssicher so abzubilden, dass sie mit
der erforderlichen Zuverlässigkeit von einer automatisch arbeitenden Schrifterfassungsmaschine
erkannt und richtig interpretiert werden.
[0012] Vor diesem Hintergrund bestand die Aufgabe der Erfindung darin, einen eindeutig gekennzeichneten
Gusskörper zur Verfügung zu stellen, der mit hinreichender Prozesssicherheit eindeutig
identifiziert werden kann. Darüber hinaus sollte ein Verfahren zur Herstellung eines
derartigen Gusskörpers angegeben werden.
[0013] In Bezug auf den Gusskörper ist diese Aufgabe erfindungsgemäß durch einen gemäß Anspruch
1 gestalteten Gusskörper gelöst worden. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieses Gusskörpers
sind in den auf Anspruch 1 rückbezogenen Ansprüchen angegeben.
[0014] Hinsichtlich des Herstellverfahrens besteht die erfindungsgemäße Lösung der voranstehend
genannten Aufgabe darin, dass bei diesem Verfahren die in Anspruch 12 angegebenen
Arbeitsschritte durchlaufen werden. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind in den auf Anspruch 12 rückbezogenen Ansprüchen angegeben.
[0015] Der Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, einen Codeträger vorzufertigen und diesen
Codeträger dann so in den jeweiligen Gusskörper einzugießen, dass der auf ihm vorhandene
Code problemlos gelesen werden kann, und den Prozessdaten des jeweiligen Prozessschritts
zwecks Dokumentation zugeordnet werden kann.
[0016] Dementsprechend ist ein erfindungsgemäßer Gusskörper
dadurch gekennzeichnet, dass der Code von einem separat vorgefertigten Codeträger getragen ist, der mit mindestens
einem Abschnitt in den Gusskörper eingegossen und unlösbar mit dem Gusskörper verbunden
ist.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines mit einem maschinenlesbaren
Code versehenen Gusskörpers, bei dem eine Metallschmelze, insbesondere eine Leichtmetallschmelze,
in eine Gießform gegossen wird, sieht in entsprechender Weise vor, dass vor dem Abgießen
der Metallschmelze in der Gießform ein separat vorgefertigter, einen maschinenlesbaren
Code tragender Codeträger derart angeordnet wird, dass die Metallschmelze bei fertig
gefüllter Gießform mindestens einen Abschnitt des Codeträgers so umschließt, dass
der Codeträger bei fertig erstarrtem Gusskörper unlösbar in den Gusskörper eingegossen
ist.
[0018] Bei dem von dem Codeträger getragenen Code handelt es sich bevorzugt um einen maschinenlesbaren
Code, wie er in vielen Ausgestaltungen an sich bekannt ist. Codierungen dieser Art
werden beispielsweise in Form von Buchstaben- und sonstigen Zeichenfolgen, Punkten,
Strichen oder Schraffierungen auf den Codeträger aufgebracht. Sie können durch ein
optisches Abtastsystem sicher erkannt werden und erlauben beispielsweise das Abspeichern
eines umfangreichen Informationsgehaltes in Form von redundanten Daten, die auch dann
noch eine eindeutige Identifikation des jeweiligen Gusskörpers erlauben, wenn die
Codierung des Codeträgers teilweise unlesbar ist.
[0019] Grundsätzlich ist es möglich, den optisch auslesbaren Code beispielsweise mittels
eines geeigneten Tintenstrahldruckers auf den Codeträger aufzudrucken. Eine besonders
robuste, den im rauen Gießbetrieb herrschenden Bedingungen standhaltende Codierung
des Codeträgers ergibt sich jedoch dann, wenn der Code in den Codeträger beispielsweise
durch Lasergravur eingraviert ist. Gerade die Lasergravur erlaubt eine exakte Abbildung
des jeweiligen Codes, der dann mit hoher Erkennungssicherheit durch eine automatisch
arbeitende Erfassungseinrichtung, wie beispielsweise einem mit einer handelsüblichen
CMOS-Kamera oder einem Zeilenscannern ausgestatteten Lesegerät, ausgelesen werden
kann.
[0020] Bei dem vom Codeträger getragenen Code kann es sich um einen Data Matrix Code (DMC)
handeln. Für diesen von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) genormten
Code stehen auf dem Markt kostengünstige Schreib- und Lesegeräte zur Verfügung. Praktische
Erfahrungen haben gezeigt, dass insbesondere bei der Verwendung eines DMC's mit dem
Codeschema ECC200 bis zu 25 % Fehler in den einzelnen Codeelementen automatisch korrigiert
werden können.
[0021] Denkbar sind aber auch andere Formen der Codierung, die von einem erfindungsgemäß
vorgesehenen Codeträger getragen werden können. So ist es beispielsweise möglich,
an Stelle eines optisch lesbaren Codes eine mittels eines geeigneten Lesegerätes auslesbare
Transponder-Codierung vorzusehen, wenn der jeweilige Transponder ausreichend hitzebeständig
ist oder während des Gießvorgangs so geschützt angeordnet wird, dass er nicht überhitzt.
So kann der Codeträger beispielsweise einen RFID-Chip (Radio Frequency Identification)
tragen, der mit Radiowellen berührungslos ausgelesen werden kann.
[0022] Die erfindungsgemäß vorgesehene separate Vorfertigung des Codeträgers erlaubt es,
den Codeträger bereits außerhalb der Gießform mit dem maschinenlesbaren Code zu versehen.
Dabei muss weder Rücksicht auf eine durch die gießtechnische Herstellung bedingte
Anordnung des Codes an dem Gussteil genommen werden, noch ist die Art der Darstellung
des Codes dadurch eingeschränkt, dass der Code in Form eines Abdrucks in den Gusskörper
eingeprägt werden muss. Stattdessen verbleibt der Codeträger mit dem von ihm getragenen
Code nach dem Erstarren und Entformen an dem Gießkörper.
[0023] Sofern es aus fertigungs- oder produktionstechnischer Sicht zweckmäßig ist, den Codeträger
zunächst ohne Code in den Gusskörper einzugießen, um ihn erst nach dem Erstarren und
Entformen mit dem jeweiligen Code zu versehen, kann an dem Codeträger eine entsprechende
Fläche vorgesehen werden, auf die dann beispielsweise mittels Laser oder einem anderen
geeigneten Mittel der jeweilige Code hinterlassen wird.
[0024] Die erfindungsgemäße Kennzeichnung eines Gusskörpers mittels eines separat vorgefertigten
Codeträgers erlaubt es also auf besonders einfache Weise, einen Gusskörper mit individuellen
Informationen zu versehen, die problemlos seine eindeutige Identifizierung insbesondere
mittels eines automatisch arbeitenden Erfassungssystems ermöglicht.
[0025] Die Anordnung des maschinenlesbaren Codes auf einem gesondert hergestellten und dann
im Zuge des Gießens mit dem Gießkörper verbundenen Codeträgers erlaubt es, Codes zu
verwenden, die einen umfangreichen Informationsinhalt umfassen. Dieser kann deutlich
über die Informationen hinausgehen, die mit den vergleichbar einfachen Kennzeichnungsmitteln
darstellbar sind, die im Stand der Technik üblicherweise zur Kennzeichnung von Gussteilen
verwendet werden.
[0026] Jedoch ist es nicht zwingend notwendig erforderlich, die für die Rückverfolgung der
wesentlichen Produktionsparameter benötigten Daten im vom Codeträger getragenen Code
selbst zu hinterlegen. Vielmehr reicht es bei entsprechender Vorgehensweise aus, wenn
der Code den jeweiligen Gusskörper im Sinne eines eindeutigen, unverwechselbaren Kennzeichens
individualisiert. Bei diesem Kennzeichnen kann es sich beispielsweise um eine Nummer
aus einem fortlaufenden Nummernkreis handeln.
[0027] Bereits durch eine solche individuelle Codierung können den jeweils mit einem Codeträger
versehenen Gusskörpern in einer Datenverarbeitungseinrichtung die für den jeweiligen
Gusskörper wesentlichen Prozessdaten so zugeordnet werden, dass sie zu einem späteren
Zeitpunkt problemlos und eindeutig wieder auffindbar sind. Der wesentliche Vorteil
der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik besteht dann darin, dass der auf dem
Codeträger vorhandene Code auf einfache Weise so gestaltet und angeordnet werden kann,
dass er mit hoher Betriebssicherheit automatisch erfasst und für eine datentechnische
Weiterverarbeitung aufbereitet werden kann.
[0028] Da der Codeträger durch das Eingießen fest mit dem Gusskörper verbunden ist, ist
zudem gewährleistet, dass die auf dem Codeträger vorhandene, den jeweiligen Gusskörper
eindeutig individualisierende Information auch unter den rauen, im Gießbetrieb herrschenden
Bedingungen nicht verloren geht.
[0029] In Fällen, in denen der Gusskörper ein Gussrohteil mit einem Speiser ist, kann der
Codeträger mit mindestens einem Abschnitt in den Speiser des Gusskörpers eingegossen
sein.
[0030] Die letztgenannte Möglichkeit der Anordnung des Codeträgers im Bereich des Speisers
oder eines anderen für das Abgießen des Gusskörpers benötigten, nach dem Erstarren
von dem Gussrohteil abgetrennten Formelements erweist sich insbesondere bei einer
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens als zweckmäßig, bei der der vom Codeträger
getragene Code nach dem Erstarren und Entformen des Gusskörpers mittels einer Codeerfassungseinrichtung
gelesen wird, bei der die in dem Code enthaltene Information in einer Datenverarbeitungseinrichtung
abgespeichert wird, bei der der in der Datenverarbeitungseinrichtung abgelegten Information
eine individuelle Kennzeichnung zugeordnet wird, und bei der schließlich die Kennzeichnung
in den Gusskörper dauerhaft bleibend eingeprägt wird.
[0031] Bei dieser Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird also zunächst der die jeweilige
Information zu dem Gusskörper enthaltende, vom Codeträger getragene Code ausgelesen
und dann durch eine den jeweiligen Gusskörper eindeutig individualisierende Kennzeichnung
ersetzt, die als Prägung oder eines vergleichbaren Formelements unverlierbar in den
Gusskörper eingeformt wird. Bei diesem Kennzeichen kann es sich beispielsweise um
eine einfache alphanumerische Zeichenfolge oder ähnliches handeln, durch die der jeweilige
Gusskörper fortlaufend nummeriert wird. Auf diese Weise kann die aus dem Produktionsprozess
stammende, in der Codierung des Codeträgers enthaltene Information jederzeit auch
dann noch dem jeweiligen Gusskörper zugeordnet werden, wenn im weiteren Herstellprozess
oder unter den im praktischen Einsatz herrschenden rauen Einsatzbedingungen der Codeträger
vom Gusskörper abgetrennt wird.
[0032] Das Abtrennen des Codeträgers kann bei der voranstehend beschriebenen Variante des
erfindungsgemäßen Verfahrens auch gezielt erfolgen. So kann der Codeträger dann, wenn
er in einen Speiser oder in ein anderes zum Gießen des Gusskörpers benötigtes Formteil
eingegossen ist, mit dem betreffenden Formteil abgetrennt werden, nachdem die Codeerfassungseinrichtung
den vom Codeträger getragenen Code gelesen hat. Unter anderen Betriebsbedingungen
kann es ebenso sinnvoll sein, mindestens den den Code tragenden Abschnitt des Codeträgers
von dem Gusskörper abzutrennen, um ihn dann von der Erfassungseinrichtung auslesen
zu lassen. Dies kann beispielsweise dann zweckmäßig sein, wenn die Lesesignale der
Erfassungseinrichtung in Folge der Geometrie des jeweiligen Gusskörpers gestört würden.
[0033] Im Fall, dass der vom erfindungsgemäß vorgesehenen Codeträger getragene Code den
jeweiligen Gusskörper lediglich im Sinne eines eindeutigen Kennzeichens individualisiert,
ohne selbst die für die Rückverfolgung des Herstellprozesses wesentlichen Informationen
zu enthalten, kann die Zuordnung der betreffenden Informationen zu dem jeweiligen
Gusskörper dadurch erfolgen, dass der vom Codeträger getragene Code nach dem Erstarren
und Entformen des Gusskörpers mittels einer Code-Erfassungseinrichtung gelesen wird,
dass dem Code in einer Datenverarbeitungseinrichtung abgespeicherte, den Herstellprozess
des mit dem Codeträger versehenen Gusskörpers betreffende Informationen zugeordnet
werden, dass der in der Datenverarbeitungseinrichtung abgelegten, dem gelesenen Code
zugeordnete Information eine individuelle Kennzeichnung zugeordnet wird und dass die
betreffende Kennzeichnung in den Gusskörper eingeprägt wird.
[0034] Bei der letztgenannten Variante der Erfindung wird also der Code des Codeträgers
alleine zur Identifikation des jeweiligen Gusskörpers genutzt, diese Identifikation
mit in einer Datenverarbeitungseinrichtung bereits hinterlegten Prozessdaten verknüpft
und daraufhin eine Kennzeichnung erzeugt, die endgültig an dem Gusskörper so hinterlassen
wird, dass sie zu jedem späteren Zeitpunkt eine eindeutige Zuordnung des Gusskörpers
zu seinen Prozessdaten gewährleistet. Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen Vorgehensweise
besteht dabei darin, dass die für die datentechnische Erfassung notwendige Kennzeichnung
des Gusskörpers nicht mittels einer gießtechnisch am Gusskörper erzeugten und aufgrund
der mangelhaften Präzision ihrer Abbildung nur schwer automatisch erfassbaren Markierung
erfolgt, sondern als Markierung ein Code verwendet werden kann, der optimal an die
Erfordernisse der Maschinenlesbarkeit angepasst ist.
[0035] Sofern der Codeträger zu einem bestimmten Zeitpunkt des Produktionsprozesses gezielt
von dem Gusskörper abgetrennt wird, so ist es zweckmäßig, den Codeträger aus einem
Werkstoff zu fertigen, der derselben Werkstoffklasse angehört wie der Gusswerkstoff
des Gusskörpers. Auf diese Weise können der Codeträger und das mit dem Codeträger
fest verbundene, vom Gusskörper abgetrennte Formteil gemeinsam eingeschmolzen und
zu einem neuen Gusskörper vergossen werden.
[0036] Abhängig von der Art des Gusskörpers bzw. seines Gussmaterials oder den Gegebenheiten,
unter denen der Abguss des Gusskörpers stattfindet, kann es jedoch auch zweckmäßig
sein, den Codehalter aus einem anderen Werkstoff als den Gusskörper zu fertigen. So
kann es beispielsweise unter bestimmten Prozessbedingungen günstig sein, wenn der
Codehalter eine besondere Temperaturbeständigkeit oder Formsteifigkeit besitzt, die
bei Verwendung eines zur Klasse des jeweiligen Gussmaterials des Gusskörpers gehörenden
Werkstoff zu seiner Herstellung nicht erzielt werden könnte.
[0037] Um in der Praxis eine möglichst einfache berührungslose, insbesondere optische Erkennung
des vom Codeträger getragenen Codes zu ermöglichen, kann die Codierung an einem am
fertigen Gussteil frei sichtbaren Abschnitt des Codeträgers angeordnet sein. Zu diesem
Zweck kann der Codeträger einen den Code tragenden Kennzeichnungsabschnitt und einen
von dem Kennzeichnungsabschnitt abstehenden Befestigungsabschnitt aufweisen, der in
den Gusskörper eingegossen ist. Der Kennzeichnungsabschnitt kann dabei problemlos
so von dem Befestigungsabschnitt abstehen, dass der Kennzeichnungsabschnitt nach Art
einer Fahne frei aus dem fertigen Gusskörper herausragt.
[0038] Zum Eingießen des Codeträgers in den Gusskörper kann der Codeträger bereits so in
der Gießform angeordnet werden, dass ein Befestigungsabschnitt des Codeträgers in
einem den Gusskörper abbildenden Formhohlraum der Gießform angeordnet ist. Durch das
Füllen der Gießform mit Schmelze wird dann der Codeträger fest mit dem Gusskörper
verbunden. Dementsprechend sieht eine Variante der Erfindung vor, dass der Codeträger
an einem Formteil, insbesondere einem Gießkern, der Gießform, in der der Gusskörper
gegossen wird, so befestigt wird, dass sein in den Gussköroer einzugießender Abschnitt
im Strömungsweg der Schmelze angeordnet ist.
[0039] Eine möglichst genau bestimmte Position des Codeträgers in Bezug auf den Gusskörper
kann auch dadurch gewährleistet werden, dass der Codeträger zunächst formschlüssig
mit der Gießform verkoppelt wird. Alternativ kann der Codeträger allerdings auch an
die Gießform geklebt werden, solange sichergestellt ist, dass der Codeträgers nach
dem Gießen und Erstarren des Gusskörpers ohne Beschädigung des Codes von der Gießform
gelöst werden kann. Dies ist beispielsweise gewährleistet, wenn zumindest ein Abschnitt
der Gießform durch einen Sandkern gebildet wird und der Codeträger mit einem Kernkleber
auf dem Sandkern fixiert wird.
[0040] Gerade dann, wenn der erfindungsgemäße Gusskörper in einer verlorenen Gießform abgegossen
wird, die beim Entformen des Gusskörpers zerstört wird, kann es darüber hinaus zweckmäßig
sein, den den Code tragenden Abschnitt des Codeträgers vollständig in das jeweilige
Formteil der Gießform einzubetten, so dass der Code vor einem Kontakt mit der Schmelze
geschützt ist. Im Falle einer Gießform, die einen Sandkern aufweist, kann dieses beispielsweise
dadurch geschehen, dass der Kennzeichnungsabschnitt des Codeträgers in den Sandkern
eingeschossen, d. h. bei der Herstellung des Sandkerns mit Formstoff ummantelt wird.
[0041] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- einen Codeträger in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt einer Gießform in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 3
- den Ausschnitt gemäß Fig. 2 nach dem Füllen der Gießform mit einer Metallschmelze;
- Fig. 4
- einen Speiser mit darin eingegossenem Codeträger in seitlicher Ansicht;
- Fig. 5
- eine Station zum Erfassen und Markieren von jeweils mit einem Speiser gemäß Fig. 4
versehenen Motorblöcken in seitlicher Ansicht.
[0042] Der in Fig. 1 dargestellte, in einem separaten Arbeitsschritt vorgefertigte Codeträger
1 dient zum Markieren jeweils eines aus einer Aluminiumschmelze A gegossenen Gusskörpers
M, bei dem es sich vorliegend um ein Kurbelgehäuse für einen Verbrennungsmotor handelt.
Genauso kann es sich bei dem Gusskörper M auch um einen Zylinderkopf für einen Verbrennungsmotor
oder ein anderes Gussteil handeln, an dessen Beschaffenheit und Eigenschaften besonders
hohe Anforderungen gestellt werden.
[0043] Der Codeträger 1 ist aus einem Blechstreifen gekantet, der aus einem Aluminiumwerkstoff
der Klasse besteht, der auch die Aluminiumschmelze des jeweiligen Motorblocks M angehört.
Beispielsweise kann der Codeträger 1 aus Reinaluminium hergestellt sein.
[0044] Der Codeträger 1 weist einen Befestigungsabschnitt 2 und einen rechtwinklig davon
abstehenden Kennzeichnungsabschnitt 3 auf. In den Befestigungsabschnitt 2 ist eine
Öffnung 4 eingeformt.
[0045] In die vom Befestigungsabschnitt 2 wegweisende Oberfläche 5 des Kennzeichnungsabschnitts
3 ist per Lasergravur ein den jeweiligen Gusskörper M eindeutig individualisierender
Code C eingraviert, der beispielsweise nach Art der Data Matrix Codierung ("DMC")
ausgebildet ist.
[0046] Eine größere Anzahl von Codeträgern 2, die jeweils einen individuellen Code C tragen,
werden an einer hier nicht dargestellten Station bereitgestellt, an der eine hier
ebenfalls nicht gezeigte verlorene Gießform als Kernpaket aus verschiedenen Gießformteilen
und Gießkernen zusammengesetzt wird. Die Gießformteile und die Gießkerne können dabei
aus einem aus Formsand und Binder gemischten Formstoff bestehen. Die Erfindung lässt
sich jedoch auch unabhängig davon nutzen, ob es sich bei den Gießformteilen oder Gießkernen
um verlorene, bei der Entformung des jeweiligen Gusskörpers zerstörte Elemente handelt.
So ist es auch möglich, dass es sich bei der Gießform um eine für viele Gussvorgänge
verwendete Dauergießform (Kokille) handelt. Erforderlichenfalls können auch in eine
solche Dauergießform verlorene, aus Formstoff hergestellte Gießkerne eingesetzt sein.
[0047] Von den Gießkernen und Formteilen der Gießform ist hier lediglich ein Deckkern 6
im Ausschnitt gezeigt (Figuren 2,3). Der Deckkern 6 weist eine ebene Oberseite 7 auf.
In den Deckkern 6 ist eine Speiserausnehmung 8 eingeformt, über die während des Abgusses
der hier nicht sichtbare, den Gusskörper M abbildende Innenraum der Gießform mit Aluminiumschmelze
A gespeist wird.
[0048] Beim hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird jeweils ein Codeträger 1 mit seinem
Befestigungsabschnitt 2 an einer der Wände 9 befestigt, die die Speiserausnehmung
8 begrenzen und im Wesentlichen rechtwinklig zur ebenen Oberseite 7 des Deckkerns
6 ausgerichtet sind. Dazu wird der Befestigungsabschnitt 2 mit seiner dem Kennzeichnungsabschnitt
3 des Codeträgers 1 zugeordneten Seitenfläche 10 flach an die betreffende Wand 9 angeklebt,
so dass der Kennzeichnungsabschnitt 3 mit Abstand oberhalb der Oberseite 7 des Deckkerns
6 und von der Speiserausnehmung 8 wegweisend angeordnet ist. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass der Kennzeichnungsabschnitt 3 beim Abgießen der Aluminiumschmelze A in die Gießform
nicht von Schmelzespritzern getroffen wird.
[0049] Vor dem Auflegen des Deckkernes 6 auf die Gießform wird der vom Codeträger 1 getragene
Code C mit einem DMC-Lesegerät eingelesen. Zu diesem Code wird dann in einer Datenverarbeitungsanlage
DV ein Produktionsdatensatz PD angelegt, in dem die wesentlichen Prozessparameter
der anschließend durchlaufenen Produktionsschritte abgelegt werden. Bei diesen Prozessparametern
kann es sich um den exakten Zeitpunkt des Abgusses, die Gießgeschwindigkeit, die Schmelzentemperatur,
die Art der Produktionsanlage, die Art der Wärmebehandlung etc. handeln. Auch kann
die zwischen dem Auflegen des Deckkerns 6 und dem Vergießen vergehende Zeit erfasst
und in dem Prozessdatensatz PD abgelegt werden. Bereits durch die Zuordnung des betreffenden
Produktionsdatensatzes PD zum Code C des Codeträgers 1 ist sichergestellt, dass die
in der Datenverarbeitungsanlage DV gespeicherten Informationen eindeutig dem jeweiligen
Gussteil M zugeordnet sind, der in der entsprechend vorbereiteten Gießform gegossen
werden soll.
[0050] Die stoffschlüssige Anbindung des Codeträgers 1 an den Deckkern 6 hat den Vorteil,
dass selbst dann, wenn die Gießform nach ihrer Befüllung mit der Schmelze gewendet
wird, wie es bei modernen Rotationsgießverfahren üblich ist, der Codeträger 1 sicher
seine Position beibehält.
[0051] Beim Befüllen der Gießform mit der Aluminiumschmelze A steigt die Aluminiumschmelze
A in der Speiserausnehmung 8, bis eine bestimmte Sollhöhe des Schmelzenspiegels erreicht
ist. Dabei umspült die Aluminiumschmelze A den Befestigungsabschnitt 2 des Codeträgers
1 und dringt in dessen Öffnung 4 ein.
[0052] Sollte der Deckkern 6 beim Einlegen unbrauchbar werden, wird ein neuer Deckkern 6
mit einem neuen Codeträger 2 bestückt und der Prozess von Neuem begonnen.
[0053] Nachdem die Aluminiumschmelze A erstarrt ist, ist der Codeträger 1 in das ihn umgebende
und in seine Öffnung 4 eingedrungene Aluminiumgussmaterial fest und verliersicher
eingegossen, aus dem der in der Speiserausnehmung 8 gebildete Speiser S besteht.
[0054] Nach dem Entformen des jeweiligen Gusskörpers M steht der Kennzeichnungsabschnitt
3 dementsprechend frei vom Speiser S des Gusskörpers M ab. Auf seiner frei sichtbaren
Oberseite ist dabei der Code C so angeordnet, dass er problemlos von einer optischen
Code-Erfassungseinrichtung 11 gelesen werden kann.
[0055] Zu dieser Code-Erfassungseinrichtung 11 wird der Gusskörper M gefördert, nachdem
er die hier nicht gezeigte Entformungsstation verlassen hat.
[0056] Die Code-Erfassungsstation 11 liest den jeweiligen Code C des zu ihr gelangenden
Gusskörpers M aus, vermerkt in dem ihm zugeordneten in der Datenverarbeitungsanlage
DV hinterlegten Prozessdatensatz PD beispielsweise noch den Zeitpunkt der Erfassung,
damit der Prozessdatensatz PD als abgeschlossen gilt, und sendet dann einen den Gusskörper
M ebenfalls eindeutig individualisierenden Code C' an eine Lasergraviereinrichtung
12, zu der der Gusskörper M im nächsten Prozessschritt gelangt.
[0057] Die Lasergraviereinrichtung 12 prägt mittels Laserstrahl den Code C' in eine dafür
vorgesehene Fläche des Gusskörpers M. Der Code C' kann dabei identisch mit dem vom
Codeträger 1 getragenen Code C übereinstimmen oder es kann sich bei dem Code C' um
eine als Klartext lesbare Zeichenfolge handeln. Die von der Lasergraviereinrichtung
12 vorgenommene Gravur ist dabei so beschaffen, dass der Code C' auch noch nach langer
Einsatzdauer des unter Verwendung des Gusskörpers M gebauten Verbrennungsmotors eindeutig
erkannt werden kann.
[0058] Nach dem Einprägen des Codes C' in den Gusskörper M wird der Speiser S mit dem Codeträger
1 von dem Gusskörper M abgetrennt und erneut zu Aluminiumschmelze eingeschmolzen.
Durch die nun unmittelbar am Gusskörper M vorhandene Codierung C' ist jederzeit nachvollziehbar,
welcher Produktionsdatensatz PD dem betreffenden Gusskörper M zugeordnet ist. Dementsprechend
kann im Schadensfall oder bei Qualitätsmängeln problemlos festgestellt werden, wann
und unter welchen Bedingungen der jeweilige Gusskörper M gefertigt worden ist.
[0059] Für die auf das Gießen folgenden Produktionsschritte steht der in den Gusskörper
M eingeprägte Code C' zur prozesssicheren, automatischen Identifizierung zur Verfügung.
So ist gewährleistet, dass auch alle weiteren für die Qualität des Gusskörpers M wesentlichen
Prozessparameter der im Folgenden durchlaufenen Arbeitschritte dem Prozessdatensatz
PD zugeordnet werden können.
[0060] Ein erfindungsgemäßer Codeträger 1 erlaubt es also, eine exakte Kennzeichnung des
Gusskörpers M vorzunehmen, ohne dass dazu bereits in der Gießform ein Mittel, wie
beispielsweise ein Gießstempel oder ähnliches, vorgesehen sein muss, welches die auf
ihm enthaltene Information an dem jeweiligen Gusskörper M nur ungenau abbildet.
Bezugszeichen
[0061]
- 1
- Codeträger
- 2
- Befestigungsabschnitt des Codeträgers 1
- 3
- Kennzeichnungsabschnitt des Codeträgers 1
- 4
- Öffnung des Codeträgers 1
- 5
- Oberfläche des Kennzeichnungsabschnitts 3
- 6
- Deckkern
- 7
- Oberseite des Deckkerns 6
- 8
- Speiserausnehmung
- 9
- die Speiserausnehmung 8 begrenzende Wände
- 10
- Seitenfläche des Befestigungsabschnitts 2
- 11
- Code-Erfassungseinrichtung
- 12
- Lasergraviereinrichtung
- A
- Aluminiumschmelze
- C,C'
- Codes
- DV
- Datenverarbeitungsanlage
- M
- Gusskörper
- PD
- Produktionsdatensatz
- S
- Speiser
1. Gusskörper, an dem ein maschinenlesbarer, dem Gusskörper (M) zugeordnete Information
enthaltender Code (C) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) von einem separat vorgefertigten Codeträger (1) getragen ist, der mit
mindestens einem Abschnitt (2) in den Gusskörper (M) eingegossen und unlösbar mit
dem Gusskörper (M) verbunden ist.
2. Gusskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gusskörper (M) einen Speiser (S) umfasst und dass der Codeträger (1) mit mindestens einem Abschnitt (2) in den Speiser (S) des Gusskörpers
(M) eingegossen ist.
3. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) einen den Code (C) tragenden Kennzeichnungsabschnitt (3) und einen
von dem Kennzeichnungsabschnitt (3) abstehenden Befestigungsabschnitt (2) aufweist,
der in den Gusskörper (M) eingegossen ist.
4. Gusskörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennzeichnungsabschnitt (3) des Codeträgers (1) außerhalb des Gusskörpers (M)
positioniert ist.
5. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) den Code (C) an einer frei sichtbaren Außenfläche (5) trägt.
6. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) aus einem der Werkstoffe gefertigt ist, der derselben Werkstoffklasse
angehört wie der Gusswerkstoff (A) des Gusskörpers (M).
7. Gusskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) aus einem Werkstoff gefertigt ist, der einer anderen Werkstoffklasse
angehört als der Gusswerkstoff (A) des Gusskörpers (M).
8. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) eine optisch lesbare Zeichen- oder Strichfolge ist.
9. Gusskörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) in den Codeträger (1) eingraviert ist.
10. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) redundante Daten enthält.
11. Gusskörper nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) ein maschinenlesbarer Code, insbesondere ein Data Matrix Code, ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines mit einem Code versehenen Gusskörpers (M), bei dem
eine Metallschmelze, insbesondere eine Leichtmetallschmelze (A), in eine Gießform
gegossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Abgießen der Metallschmelze (A) in der Gießform ein separat vorgefertigter,
einen Code (C) tragender Codeträger (1) derart angeordnet wird, dass die Metallschmelze
(A) bei fertig gefüllter Gießform mindestens einen Abschnitt (2) des Codeträgers (1)
so umschließt, dass der Codeträger (1) bei fertig erstarrtem Gusskörper unlösbar in
den Gusskörper (M) eingegossen ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießform eine Speiserausnehmung (8) umfasst und der Codeträger (1) im Bereich
der Speiserausnehmung (8) angeordnet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) an einem Formteil, insbesondere einem Gießkern (6), der Gießform
so befestigt wird, dass sein in den Gusskörper (M) einzugießender Abschnitt (2) im
Strömungsweg der Schmelze (A) angeordnet ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) an die Gießform angeklebt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Codeträger (1) getragene Code (C) nach dem Erstarren und Entformen des Gusskörpers
(M) mittels einer Code-Erfassungseinrichtung (11) gelesen wird, dass dem Code (C) in einer Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgespeicherte, den Herstellprozess
des mit dem Codeträger (1) versehenen Gusskörpers (M) betreffende Informationen (PD)
zugeordnet werden, dass der in der Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgelegten, dem gelesenen Code (C)
zugeordneten Information (PD) eine individuelle Kennzeichnung (C') zugeordnet wird,
und dass die Kennzeichnung (C') in den Gusskörper (M) eingeprägt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Codeträger (1) getragene Code (C) nach dem Erstarren und Entformen des Gusskörpers
(M) mittels einer Code-Erfassungseinrichtung (11) gelesen wird, dass die in dem Code (C) enthaltene Information (PD) in einer Datenverarbeitungseinrichtung
(DV) abgespeichert wird, dass der in der Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgelegten Information (PD) eine individuelle
Kennzeichnung (C') zugeordnet wird, und dass die Kennzeichnung (C') in den Gusskörper (M) eingeprägt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, daduch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) vom Gusskörper (M) abgetrennt wird, nachdem die Code-Erfassungseinrichtung
(11) den vom Codeträger (1) getragenen Code (C) gelesen hat.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Gusskörper, an dem ein maschinenlesbarer, dem Gusskörper (M) zugeordnete Information
enthaltender Code (C) angeordnet ist, wobei der Code (C) von einem separat vorgefertigten
Codeträger (1) getragen ist, der mit mindestens einem Abschnitt (2) in den Gusskörper
(M) eingegossen und unlösbar mit dem Gusskörper (M) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gusskörper (M) einen Speiser (S) oder ein anderes für das Abgießen des Gusskörpers
benötigtes, nach dem Erstarren von dem Gussrohteil abgetrenntes Formelement umfasst
und dass der Codeträger (1) mit mindestens einem Abschnitt (2) in den Speiser (S) oder das
andere für das Abgießen des Gusskörpers benötigte, nach dem Erstarren von dem Gussrohteil
abgetrennte Formelement des Gusskörpers (M) eingegossen ist.
2. Gusskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) einen den Code (C) tragenden Kennzeichnungsabschnitt (3) und einen
von dem Kennzeichnungsabschnitt (3) abstehenden Befestigungsabschnitt (2) aufweist,
der in den Gusskörper (M) eingegossen ist.
3. Gusskörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kennzeichnungsabschnitt (3) des Codeträgers (1) außerhalb des Gusskörpers (M)
positioniert ist.
4. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) den Code (C) an einer frei sichtbaren Außenfläche (5) trägt.
5. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) aus einem der Werkstoffe gefertigt ist, der derselben Werkstoffklasse
angehört wie der Gusswerkstoff (A) des Gusskörpers (M) .
6. Gusskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) aus einem Werkstoff gefertigt ist, der einer anderen Werkstoffklasse
angehört als der Gusswerkstoff (A) des Gusskörpers (M).
7. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) eine optisch lesbare Zeichen- oder Strichfolge ist.
8. Gusskörper nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, dass der Code (C) in den Codeträger (1) eingraviert ist.
9. Gusskörper nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) redundante Daten enthält.
10. Gusskörper nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Code (C) ein maschinenlesbarer Code ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines mit einem Code versehenen Gusskörpers (M), bei dem
eine Metallschmelze in eine Gießform gegossen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Abgießen der Metallschmelze (A) in der Gießform ein separat vorgefertigter,
einen Code (C) tragender Codeträger (1) derart angeordnet wird, dass die Metallschmelze
(A) bei fertig gefüllter Gießform mindestens einen Abschnitt (2) des Codeträgers (1)
so umschließt, dass der Codeträger (1) bei fertig erstarrtem Gusskörper unlösbar in
den Gusskörper (M) eingegossen ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Gießform eine Speiserausnehmung (8) umfasst und der Codeträger (1) im Bereich
der Speiserausnehmung (8) angeordnet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) an einem Formteil der Gießform so befestigt wird, dass sein in
den Gusskörper (M) einzugießender Abschnitt (2) im Strömungsweg der Schmelze (A) angeordnet
ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) an die Gießform angeklebt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der vom Codeträger (1) getragene Code (C) nach dem Erstarren und Entformen des Gusskörpers
(M) mittels einer Code-Erfassungseinrichtung (11) gelesen wird, dass dem Code (C) in einer Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgespeicherte, den Herstellprozess
des mit dem Codeträger (1) versehenen Gusskörpers (M) betreffende Informationen (PD)
zugeordnet werden, dass der in der Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgelegten, dem gelesenen Code (C)
zugeordneten Information (PD) eine individuelle Kennzeichnung (C') zugeordnet wird,
und dass die Kennzeichnung (C') in den Gusskörper (M) eingeprägt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der vom Codeträger (1) getragene Code (C) nach dem Erstarren und Entformen des Gusskörpers
(M) mittels einer Code-Erfassungseinrichtung (11) gelesen wird, dass die in dem Code (C) enthaltene Information (PD) in einer Datenverarbeitungseinrichtung
(DV) abgespeichert wird, dass der in der Datenverarbeitungseinrichtung (DV) abgelegten Information (PD) eine individuelle
Kennzeichnung (C') zugeordnet wird, und dass die Kennzeichnung (C') in den Gusskörper (M) eingeprägt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Codeträger (1) vom Gusskörper (M) abgetrennt wird, nachdem die Code-Erfassungseinrichtung
(11) den vom Codeträger (1) getragenen Code (C) gelesen hat.