[0001] Die Erfindung betrifft eine Zungennadel für Strickmaschinen, insbesondere für Strickmaschinen
ohne Einschließ- / Abschlagplatinen.
[0002] Aus der
WO 2007/074486 A1 ist eine Strickmaschine bekannt, die einen Strickzylinder mit an dem Umfang des Strickzylinders
vorgesehenen Nadelkanälen aufweist. In den Nadelkanälen sitzen Zungennadeln, die längsverschieblich
angeordnet sind. Zur kontrollierten Längsverschiebung dient ein aus mehreren Segmenten
bestehendes insgesamt ringförmiges, den Strickzylinder umgebendes stationäres Strickschloss,
das mindestens zwei verschiedene Steuerbahnen aufweist. Die Zungennadeln weisen Füße
auf, die mit den Steuerbahnen in Eingriff stehen. Beispielsweise werden die geradzahligen
Zungennadeln von einer Steuerbahn und die ungeradzahligen Stricknadeln von der anderen
Steuerbahn bewegt. Die geradzahligen und die ungeradzahligen Stricknadeln werden dadurch
bei Drehung des Strickzylinders in zwei örtlich gegeneinander versetzten Wellen ausgetrieben,
so dass die Nadeln der einen Gruppe das Gestrick beim Austreiben der Nadeln der andere
Gruppe am Aufsteigen hindern. Einschließ- / Abschlagplatinen werden dadurch überflüssig.
[0003] Bei dieser Anordnung wird ein Fadenführer eingesetzt, der in unmittelbarer Nachbarschaft
zu den ausgetriebenen Stricknadeln steht und mit den Zungen der Stricknadeln in Berührung
kommen kann. Dieser Effekt kann gewünscht sein, um die Zungen in ihrer Offenstellung,
d.h. Rücklageposition zu halten. Die Berührung zwischen dem Fadenführer und den Zungen
führt jedoch zu einem Verschleiß, infolgedessen an der Zunge, insbesondere an deren
Löffel, unerwünschte scharfe Kanten entstehen können.
[0004] Weil die oben genannte Strickmaschine ohne Einschließplatinen auskommt gestattet
die Maschine die Erzeugung besonders feiner Gestricke mit sehr kleinen Maschen, denn
die Zugnennadeln können sehr dicht nebeneinander angeordnet werden. Der sonst für
die Platinen benötigte Bauraum steht nun für die Zungennadeln zur Verfügung. Jedoch
ist der oben erwähnte Verschleiß der Zungennadeln unerwünscht.
[0005] Davon ausgehend, ist es Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Zungennadel zu schaffen.
Diese Aufgabe wird mit der Zungennadel nach Anspruch 1 gelöst:
[0006] Die erfindungsgemäße Zungennadel weist an der Zunge einen Nocken auf, der mit einer
Gleitfläche versehen ist. Dieser Nocken ist dazu geeignet, mit entsprechenden Gleitflächen
eines Anschlagmittels des Fadenführers beispielsweise in Form einer gesondert ausgebildeten
Kufe in Berührung zu kommen und an dieser entlang zu laufen. Dadurch kann der Nocken
die Zunge an der Gleitfläche des Anschlagmittels abstützen und verhindern, dass die
Zunge aus ihrer Rücklage heraus verschwenkt wird. Mit anderen Worten, die an dem Anschlagmittel
vorgesehene Gleitfläche kann die Zunge in Offenstellung halten, wobei der Nocken der
Zunge an dieser Gleitfläche entlang läuft oder gleitet.
[0007] An dem Nocken auftretender Verschleiß kann in der Regel toleriert werden. Außerdem
ist die Gleitfläche des Nockens so ausgebildet, dass durch das Gleiten der Gleitfläche
Abflachungen oder Facetten entstehen, die nicht von scharfen Kanten berandet sind.
[0008] Vorzugsweise ist der Nocken an demjenigen Ende des Löffels der Zunge angeordnet,
die sich von dem Schaft weg erstreckt. Dies ist das von der Schwenklagerung der Zunge
am weitesten weg liegende Ende der Zunge. Alternativ kann der Nocken aber auch an
einer anderen Stelle, beispielsweise zwischen dem Löffel und dem Schaft der Zunge
angeordnet werden.
[0009] Vorzugsweise ist die Zunge symmetrisch zu einer Zungen-Mittelebene ausgebildet, auf
der die Schwenkachse der Zunge senkrecht steht. Insbesondere ist vorzugsweise der
Nocken symmetrisch zu eine solchen Zungen-Mittelebene angeordnet. Bei Bedarf, zum
Beispiel, wenn die Drehrichtung der Strickmaschine eindeutig festgelegt ist, kann
der Nocken alternativ aber auch asymmetrisch bezüglich der Zungen-Mittelebene angeordnet
sein.
[0010] Die an dem Nocken ausgebildete Gleitfläche ist vorzugsweise etwas ballig, d.h. sowohl
bezüglich der Zungenlängsrichtung als auch bezüglich der Zungenquerrichtung konvex
gewölbt ausgebildet. Die Rundung der Gleitfläche kann in Längs- und Querrichtung unterschiedlich
getroffen sein. Die Rundung kann jedoch auch etwa sphärisch sein. Die konvexe ballige
Gleitfläche kann durch Verschleiß erzeugte Abflachungen aufweisen, wobei die Gefahr
der Bildung von scharfen Kanten an der Gleitfläche stark reduziert ist, vorzugsweise
nicht besteht.
[0011] Die vorzugsweise ballige Gleitfläche des Nockens erstreckt sich vorzugsweise über
eine von dem Löffelrand der Zunge definierte Ebene hinaus. Bei einer löffelgezaschten
Nadel, die eine Zunge aufweist, deren Löffel eine Vertiefung zur Aufnahme des Hakens
hat, ist der Löffelrand, der die Vertiefung des Löffels umgebende Rand. Bei einer
hakengezaschten Nadel (d.h. eine Nadel, deren Haken eine Vertiefung zur Aufnahme einer
unteren Kante des Kopfes der Zunge aufweist) ist als "Löffelrand" die untere Kante
des Zungenkopfes anzusehen, der hier keine Vertiefung aufweist. Weil der Nocken über
den Rand erhaben ist, stellt er eine Verschleißreserve dar, die sicherstellt, dass
der Rand von einer Gleitfläche eines Fadenführers oder einer Kufe ferngehalten wird,
die relativ zu dem Fadenführer ortsfest angeordnet ist. Es wird verhindert, dass der
Rand des Löffels andere Maschinenteile berührt und ein Verschleiß des Randes wird
vermieden.
[0012] Vorzugsweise ist der Nocken schmaler als der Löffel der Zunge ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Breite des Nockens etwa so groß wie die Breite des Schafts der Zunge. Dadurch
wird ermöglicht, dass der Nocken den Strickvorgang nicht stört.
[0013] Der Nocken weist vorzugsweise eine geringere Länge als der Löffel auf. In Zungenlängsrichtung
gemessen ist die Länge des Nockens vorzugsweise nicht größer als zwei Drittel der
Länge des Löffels. Auch diese Maßnahme dient dazu, den Strickvorgang nicht zu stören.
Außerdem wird die Masse der Zunge durch den Nocken insoweit nur geringfügig erhöht,
so dass die dynamischen Eigenschaften der Zungennadel gut bleiben.
[0014] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
der Beschreibung der Zeichnung oder Unteransprüchen. Die Beschreibung beschränkt sich
auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung ist
ergänzend heranzuziehen. Es zeigen:
Figur 1 ein Stricksystem mit mehreren erfindungsgemäßen Stricknadeln, in schematisierter
Darstellung,
Figur 2 das Stricksystem nach Figur 1, in weiter schematisierter Darstellung,
Figur 3 eine Zungennadel des Stricksystems nach Figur 1 und 2, in perspektivischer
anschaulicher ausschnittsweiser Prinzipdarstellung,
Figur 4 den Löffel der Zungennadel nach Figur 3, in gesonderter perspektivischer Darstellung
in gegenüber Figur 3 vergrößerter Ansicht,
Figur 5 die Zungennadel nach Figur 3, in Seitenansicht,
Figur 6 die Zunge der Zungennadel nach Figur 5, in Draufsicht auf die Unterseite der
Zunge,
Figur 7 eine abgewandelte Ausführungsform der Zungennadel, ein hakengezaschte Zungennadel
in Seitenansicht,
Figur 8 die Zunge der Zungennadel nach Figur 7, in schematisierter Draufsicht auf
die Unterseite und
Figur 9 die Zunge nach Figur 8 in perspektivischer Ansicht in einer anderen Größe
und in ausschnittsweiser Darstellung.
[0015] In Figur 1 ist eine Strickstelle einer Strickmaschine veranschaulicht. Ein Fadenführer
1 ist an der Strickmaschine vorzugsweise ortsfest gehalten. An einem Ende weist er
wenigstens eine Durchgangsöffnung 2 auf, die als Öse zum Zuführen eines Fadens 3 dient.
Ausgetriebene Zungennadeln 4 (4a bis 41) sowie 5 (5a bis 5k) laufen an einer Gleitfläche
6 entlang. Zusätzlich kann eine Kufe 7 mit einer Gleitfläche 8 vorgesehen sein. Die
Gleitfläche 8 kann mit der Gleitfläche 6 in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein
und bilden Anschlagmittel für die Zungennadeln 4, 5. Die Kufe 7 kann in einem trapezförmigen
Ausschnitt des Fadenführers 1 angeordnet sein. Die Kufe 7 kann an dem Fadenführer
1 oder an einer anderen bezüglich der Strickstelle stationären Stelle der Strickmaschine
befestigt sein. Außerdem kann die Kufe 7, wie in Figur 1 ersichtlich, ein leicht abgebogenes
Ende 9 mit einer Anlauffläche 10 aufweisen.
[0016] Die Gleitflächen 6 und 8 dienen dazu, an den Zungennadeln 4, 5 vorgesehenen Zungen
16 in Offenstellung zu halten. Dazu sind zumindest einige der Zungennadeln 4 und/oder
5 auf eine spezielle, aus Figur 3 ersichtliche und am Beispiel der Zungennadel 4 erläuterte
Weise ausgebildet:
[0017] Die Zungennadel 4 weist einen Nadelkörper 11 mit einem länglichen Schaft 12 auf,
der an einem Ende mit einem Haken 13 versehen ist. Der Haken des länglichen Schafts
12 endet in einer Spitze 14. In dem Schaft ist ein in Längsrichtung des Schafts verlaufender
Zungenschlitz 15 ausgebildet, in dem eine Zunge 16 schwenkbar gelagert ist. Dazu dient
eine Zungelagerung 17 für die Zunge 16 die eine Schwenkachse quer zu dem Schaft 12
sowie zu der Zunge 16 festlegt. Die Zungennadel 4 stimmt insoweit im Wesentlichen
mit einer herkömmlichen Zungennadel überein.
[0018] Die Zunge 16 weist einen Schaft 18 auf, der sich in den Zungenschlitz 15 hinein erstreckt
und an der Zungelagerung 17 schwenkbar gelagert ist. Der Schaft 18 ist dazu mit einer
entsprechenden Aufnahme versehen, in welche ein Zapfen oder an den Seitenwänden, die
den Zungenschlitz 15 begrenzen, ausgebildete Vorsprünge greifen. Der Schaft 18 trägt
an seinem von der Zungenlagerung 17 fern liegenden Ende einen Zungenkopf 19, der die
Form eines Löffels aufweist, der sich, wie in Figur 3 dargestellt, in entsprechende
an den Seitenwänden ausgebildete Vertiefungen 20, 21 legen kann. Der Löffel 19 ist
etwas breiter als der Schaft 18 und schließt sich ohne Ausbildung einer Kante bzw.
Absatztes an diesen an. An seiner in Rücklage oberen und in Schließlage dem Haken
14 zugewandten Seite ist der Löffel 19 mit einer Vertiefung 22 versehen, die auch
als "Zasche" bezeichnet wird. Die Vertiefung 22 ist, wie aus der die Schließlage veranschaulichten
Figur 5 hervorgeht, so ausgebildet, dass die Spitze 14 des Hakens 13 in Schließlage
von der Vertiefung 22 aufgenommen wird. Die Vertiefung 22 ist von einem Rand 23 umgeben,
der vorzugsweise ungefähr in einer Ebene liegt.
[0019] Von dem den Schaft 18 gegenüberliegenden Ende des Löffels 19 erstreckt sich ein Fortsatz
24 weg, der im Wesentlichen in gerader Verlängerung des Schafts 18 liegt. Dies geht
aus Figur 4 hervor. Der Fortsatz 24 erstreckt sich dort entlang der Längsrichtung
25 der Zunge 16, die anhand einer Linie 25, die den schaftseitigen Endpunkt 26 der
Vertiefung 22 mit dem nockenseitigen Endpunkt 27 der Vertiefung 22 verbindet, dargestellt
ist. Der Nocken 24 weist eine Gleitfläche 28 auf, die sich über diese Linie 25 erhebt.
Die Gleitfläche 28 ist vorzugsweise ballig ausgebildet, d.h. konvex. Sie erhebt sich
über die Linie 25, wie in Figur 5 durch eine der Oberfläche der Gleitfläche 28 folgende
Linie 29 angedeutet ist. Somit ist die Gleitfläche 28 bezüglich der Zungenlängsrichtung
gewölbt. Zusätzlich ist sie vorzugsweise in Zungenquerrichtung gewölbt.
[0020] Damit erhebt sich die Gleitfläche 28 auch über eine Ebene, die von dem Rand 23 der
Vertiefung 22 festgelegt wird. Dies gilt zumindest, wenn der Rand 23 selbst nicht
gekrümmt ist, sondern in einer Ebene liegt.
[0021] In Zungen-Längsrichtung 25 ist der Fortsatz 24 kleiner ausgebildet als der Abstand
der zwischen dem Endpunkt 26 des Zungenschafts 18 und dem Endpunkt 27 der Vertiefung
22 gemessen wird. Mit anderen Worten, in Zungenlängsrichtung ist der Nocken 24 kleiner
als die Länge der Zasche 22.
[0022] Die insoweit beschriebene Zungennadel 4 arbeitet wie folgt:
[0023] Wie in Figur 1 veranschaulicht, sind die Nadeln 4a bis 4l und 5a bis 5k zwei verschiedenen
Nadelgruppen zugeordnet, die unterschiedlichen Kurven 30, 31 folgend ausgetrieben
werden. Dies ist in Figur 1 und zusätzlich schematisch in Figur 2 veranschaulicht.
Der Austrieb der Nadel 4 folgt den Positionen 41, 4k usw. bis die Nadel entsprechend
den Positionen 4c, 4b und 4a wieder zurückgezogen wird. Der Austrieb der Nadeln 5
folgt den Positionen der Nadeln 5h bis 5d bis die Nadel 5 über die Positionen der
Nadeln 5, 5b und 5a wieder zurückgezogen wird. Dabei stehen die Zungen 16 der ausgetriebenen
Nadeln 4 und 5 dauern in Offenstellung. Um in dieser zu bleiben, können die Zungen
16 mit ihren jeweiligen Nocken 24 an den Gleitflächen 6 und 8 entlang laufen. Durch
die ballige Krümmung der Gleitfläche 28 und die Erhebung derselben über den Rand 23
des Löffels 19 wird eine vorzeitige Schwächung bzw. Beschädigung des Rands 23 insbesondere
auch eine Anschrägung desselben, bzw. eine Gratbildung an den Rändern 23 wirkungsvoll
verhindert. Dazu genügt es, wenn der höchste Punkt der Gleitfläche 28 in Bezug auf
die Linie 25 einen Abstand von 0,03 mm hat. Vorzugsweise ist der Abstand, d.h. die
größte Erhebung der Gleitfläche 28 jedoch etwas größer.
[0024] Figur 7 bis 9 veranschaulichen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dieses
bezieht sich auf eine hakengezaschte Zungennadel 32. Diese weist an der Oberseite
ihres Hakens 13 eine Ausnehmung 33 ("Zasche") auf, in die sich eine Kante der Zunge
34 legen kann.
[0025] Die Zunge 34 weist, wie insbesondere auch aus Figur 9 hervorgeht, im Anschluss an
ihren Schaft 35 einen Zungenkopf 36 ohne Vertiefung auf. Der Zungenkopf 36 geht an
seinem freien Ende in einen Nocken 37 über. Zwischen dem Nocken 37 und dem Schaft
35 weist der Zungenkopf 36 eine vorzugsweise gerade Kante 38 auf, die sich in Schließlage,
wie Figur 7 zeigt, in die Ausnehmung des Hakens legt. Die Kante 37 ist in Figur 9
insbesondere gestrichelt veranschaulicht. Sie legt eine Ebene 39 fest, die sich quer
zu der Zunge 34 erstreckt und die zu einer gedachten Mittelebene 40 der Zunge rechtwinklig
steht (Eine ebensolche Mittelebene 40, wie auch eine durch den Rand 23 gebildete Ebene
39 ist auch bei Zungennadel 4, 5 und Zunge 16 nach Figur 1 bis 6 zu denken, jedoch
dort nicht dargestellt). Die Kante 38 erstreckt sich von einem Anfangspunkt 41 zu
einem Endpunkt 42 und ist in diesem Bereich vorzugsweise gerade ausgebildet. Über
diese Ebene 39 hinaus erstreckt sich der Nocken 37 mit seiner vorzugsweise sowohl
senkrecht zu der Mittelebene 40 wie auch innerhalb der Ebene 40 gerundet ausgebildeten
Gleitfläche 43. Die Gleitfläche 43 steht vorzugsweise um mindestens etwa 0,03 mm über
die Ebene 39. In Schließlage wölbt sich die Gleitfläche 43, wie Figur 7 zeigt, zu
dem Haken 13 hin und ist aus dessen Richtung gesehen konvex ausgebildet.
[0026] Sowohl bei der vorgestellten löffelgezaschten Nadel (Figur 4 bis 6) wie auch bei
der hakengezaschten Nadel (Figur 7 bis 9) kann der Nocken 24 bzw. 37, wie dargestellt,
symmetrisch zu der Mittelebene 40 wie auch alternativ asymmetrisch zu dieser angeordnet
werden. Des Weiteren kann der Nocken 24 bzw. 37 alternativ zwischen dem Schaft 18
und dem Löffel 19 bzw. zwischen dem Schaft 35 und dem Zungenkopf 36 angeordnet werden.
In allen Ausführungsformen ist die Gleitfläche 28 bzw. 43 an einer Seite des Nockens
angeordnet, die dem Haken 13 zugewandt ist.
[0027] Eine insbesondere für den Einsatz in platinenlos arbeitenden Strickmaschinen geeignete
Zungennadel weist eine Zunge 16, 34 auf, die vorzugsweise an ihrem äußersten Ende
einen Nocken bez. Fortsatz 24 oder 37 trägt, der mit einer Gleitfläche 28, 43 versehen
ist. Die Gleitfläche 28, 43 kann an einer komplementären Gleit- oder Kufenfläche 6,
8 entlanglaufen und ein Schwenken der Zunge 16, 32 zum Beispiel aus ihrer Offenstellung
heraus zeitweilig verhindern. Ein entsprechender Materialverschleiß konzentriert sich
auf die Gleitfläche 28, 43. Eine Beschädigung, Verformung oder Verletzung sonstiger
Teile des Löffels 19 bzw. Zungenkopfs 36, insbesondere seines Rands 23 bzw. seiner
Kante 38 wird vermieden. Bezugszeichen
- 1
- Fadenführer
- 2
- Durchgangsöffnung
- 3
- Faden
- 4, 5
- Zungennadeln
- 6
- Gleitfläche
- 7
- Kufe
- 8
- Gleitfläche
- 9
- Ende
- 10
- Anlauffläche
- 11
- Nadelkörper
- 12
- Schaft
- 13
- Haken
- 14
- Spitze
- 15
- Zungenschlitz
- 16
- Zunge
- 17
- Zungenlagerung
- 18
- Schaft
- 19
- Zungenkopf, Löffel
- 20-22
- Vertiefung
- 23
- Rand
- 24
- Fortsatz/Nocken
- 25
- Linie
- 26, 27
- Endpunkt
- 28
- Gleitfläche
- 29
- Linie
- 30, 31
- Kurven
- 32
- Zungennadel
- 33
- Ausnehmung
- 34
- Zunge
- 35
- Schaft
- 36
- Zungenkopf
- 37
- Nocken, Fortsatz
- 38
- Kante
- 39
- Ebene
- 40
- Mittelebene
- 41
- Anfangspunkt
- 42
- Endpunkt
- 43
- Gleitfläche
1. Zungennadel (4, 32) für Strickmaschinen, insbesondere platinenlose Strickmaschinen,
mit einem Nadelkörper (12), der an einem Ende einen Haken (13) aufweist,
mit einer Zunge (16, 34),
- die einen Schaft (18, 35) aufweist und mit diesem an dem Nadelkörper (12) zu dem
Haken (13) hin und von diesem weg schwenkbar gelagert ist und
- die einen Zungenkopf (19, 36) aufweist, der in Schließlage an dem Haken (13) anliegt,
um den Haken (13) zu schließen,
wobei
an dem Zungenkopf (19, 36) ein Nocken (24, 37) ausgebildet ist, der eine Gleitfläche
(28, 43) aufweist.
2. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) an demjenigen Ende des Zungenkopfs (19, 36) angeordnet ist, das
sich von dem Schaft (18, 35) weg erstreckt.
3. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) zwischen dem Zungenkopf (19, 36) und dem Schaft (18, 35) angeordnet
ist.
4. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenkopf (19, 36), der Schaft (18, 35) und der Nocken (24, 37) jeweils symmetrisch
zu einer Zungen-Mittelebene (40) angeordnet sind.
5. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenkopf (19, 36) eine dem Haken (13) zugewandte Unterseite aufweist und dass
die Gleitfläche (28, 43) des Nockens (24, 37) die Unterseite überragt.
6. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (28, 43) gerundet ausgebildet ist.
7. Zungennadel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (28, 43) eine ballige Erhebung aufweist, deren Gipfel auf einer Zungen-Mittelebene
(40) liegt.
8. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) gemessen in Zungen-Längsrichtung (25) eine Länge aufweist, die
geringer ist, als die in Zungen-Längsrichtung (25) gemessene Länge der Zasche (22)
oder der Kante (38).
9. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) gemessen in Zungen-Längsrichtung (25) eine Länge aufweist, die
geringer ist, als zwei Drittel der in Zungen-Längsrichtung (25) gemessene Länge der
Zasche (22) oder der Kante (38).
10. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) eine Breite aufweist, die geringer ist als die Breite des Zungenkopfs
(19, 36).
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Zungennadel (4, 32) für Strickmaschinen, insbesondere platinenlose Strickmaschinen,
mit einem Nadelkörper (12), der an einem Ende einen Haken (13) aufweist,
mit einer Zunge (16, 34),
- die einen Schaft (18, 35) aufweist und mit diesem an dem Nadelkörper (12) zu dem
Haken (13) hin und von diesem weg schwenkbar gelagert ist und
- die einen Zungenkopf (19, 36) aufweist, der in Schließlage an dem Haken (13) anliegt,
um den Haken (13) zu schließen,
wobei
an dem Zungenkopf (19, 36) ein Nocken (24, 37) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Nocken (24, 37) an demjenigen Ende des Zungenkopfs (19, 36) angeordnet ist, das
sich von dem Schaft (18, 35) weg erstreckt, und eine Gleitfläche (28, 43) aufweist.
2. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) zwischen dem Zungenkopf (19, 36) und dem Schaft (18, 35) angeordnet
ist.
3. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenkopf (19, 36), der Schaft (18, 35) und der Nocken (24, 37) jeweils symmetrisch
zu einer Zungen-Mittelebene (40) angeordnet sind.
4. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenkopf (19, 36) eine dem Haken (13) zugewandte Unterseite aufweist und dass
die Gleitfläche (28, 43) des Nockens (24, 37) die Unterseite überragt.
5. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (28, 43) gerundet ausgebildet ist.
6. Zungennadel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (28, 43) eine ballige Erhebung aufweist, deren Gipfel auf einer Zungen-Mittelebene
(40) liegt.
7. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) gemessen in Zungen-Längsrichtung (25) eine Länge aufweist, die
geringer ist, als die in Zungen-Längsrichtung (25) gemessene Länge der Zasche (22)
oder der Kante (38).
8. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) gemessen in Zungen-Längsrichtung (25) eine Länge aufweist, die
geringer ist, als zwei Drittel der in Zungen-Längsrichtung (25) gemessene Länge der
Zasche (22) oder der Kante (38).
9. Zungennadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24, 37) eine Breite aufweist, die geringer ist als die Breite des Zungenkopfs
(19, 36).