[0001] Die Erfindung betrifft einen Zargenholm zur Befestigung an einem Mauerwerk nach dem
Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1 sowie eine damit versehene Zarge.
[0002] Zargen dienen zur Halterung eines Türblatts an einer Türöffnung eines Mauerwerks.
Hierzu weisen Zargen in der Regel wenigstens drei Zargenholme auf, die miteinander
derart verbunden sind, dass zwei vertikal anzuordnende Zargenholme vertikal und parallel
zueinander angeordnet sind und ein horizontal anzuordnender Zargenholm die beiden
vertikalen Zargenholme in Querrichtung miteinander verbindet. Das Türblatt wird an
einem der vertikal anzuordnenden Zargenholme mittels Türbändern aufgehängt. Ferner
weisen viele Zargen eine Falzung auf, die als eine Abstufung ausgebildet ist und in
Richtung Türblatt zeigt, um eine Anschlagfläche für das Türblatt im geschlossenen
Zustand zu bilden.
[0003] Zargen können aus Holz oder Stahl bestehen, wobei die meisten am Markt erwerblichen
Zargen aus Stahl sind. Auf diese Stahl- oder Metallzargen wird hier der Hauptaugenmerk
gerichtet.
[0004] Zargen können auf unterschiedliche Weise an einer Leibung in einem Mauerwerk befestigt
werden. Je nach anzutreffender Gegebenheit werden verschiedene Befestigungseinrichtungen
verwendet. Zumeist erfolgt die Befestigung der Zargenholme an der Mauerleibung mit
Schraubbefestigern.
[0005] Hierzu weisen die Zargenholme in der Regel Öffnungen auf, durch die ein Schraubbefestigungsmittel
hindurchgeführt und mit der Mauerleibung verbunden werden. Zur Fixierung der Schraubbefestigungsmittel
mit der Mauerleibung werden in die Leibung Löcher gebohrt und mit Dübeln versehen.
Anschließend wird der Zargenholm mit seinen Löchern derart vor den gebohrten Löchern
positioniert, dass eine Schraube durch die Öffnung des Zargenholms hindurch gesteckt
und in die Bohrung eingeschraubt werden kann.
[0006] Ein Problem stellen hierbei die das optische Erscheinungsbild beeinträchtigenden
Öffnungen zur Hindurchführung eines Schraubbefestigungsmittels dar.
[0007] Um eine ausreichende Stabilität aufgrund des Eigengewichts des Türblatts und einer
ständigen Beanspruchung durch Öffnen und Schließen desselbigen zu gewährleisten, ist
bevorzugt, das Befestigungsmittel möglichst nahe an den Türbändern zu positionieren.
Zudem müssen die Befestigungsmittel nahe an der Wandung der Falzung positioniert werden,
um eine ausreichende Stabilität für die Anschlagfläche des Türblatts zu gewährleisten.
[0008] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, einen Zargenholm zur sicheren Befestigung an einem Leibungsbereich mit
einem optisch hochwertigen Erscheinungsbild zu schaffen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Zargenholm mit den Merkmalen des beigefügten Anspruches
1 gelöst.
[0010] Eine wenigstens einen derartigen Zargenholm aufweisende Zarge ist Gegenstand des
Nebenanspruchs.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Die Erfindung schlägt einen Zargenholm vor, der an einem Leibungsbereich einer Türöffnung
in einem Mauerwerk befestigt ist und mit einer Öffnung zur Durchführung und/oder zum
Zugriff auf ein in den Leibungsbereich einzubringendes Befestigungselement versehen
ist. Die Öffnung zur Hindurchführung eines Befestigungselements ist derart ausgebildet,
dass eine sichere Befestigung des Zargenholms an einem Mauerwerk möglich ist. Zudem
wird eine einfache Demontage des Zargenholms gewährleistet.
[0013] Die Öffnung weist einen umlaufenden Rand auf, wobei der Rand zur vollständigen Aufnahme
einer Kappe eines Verschlussstopfens für die Öffnung in einer Vertiefung angeordnet
ist. Ein derartiger Zargenholm zeichnet sich durch sein optisch ansprechendes Erscheinungsbild
aus, da die zur Hindurchführung eines Befestigungselements vorgesehenen Öffnungen
mittels eines Verschlussstopfens verschließbar sind. Demgemäß weist der Zargenholm
im montierten Zustand keine das optische Erscheinungsbild beeinträchtigten Öffnungen
mehr auf.
[0014] Die mit dem Verschlussstopfen verschlossenen Öffnungen können vorteilhaft übermalt,
überlackiert oder überspachtelt werden. Besonders bevorzugt ist die Vertiefung derart,
dass die Überlackierung oder Überspachtelung über der Kappe erfolgen kann, so dass
danach überhaupt nicht mehr erkennbar ist, dass eine Öffnung existiert.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Zargenholm aus einem Metallprofil, insbesondere
einem Stahlprofil gebildet, dass wenigstens eine Umbiegung aufweist.
[0016] Die in dem Metallprofil ausgebildete Umbiegung stellt vorteilhafterweise einen Anschlag
für das an den Zargenholm angebrachte Türblatt bereit.
[0017] Des Weiteren wird durch einen Zargenholm aus einem Metallprofil eine lange Haltbarkeit
desselbigen gewährleistet, sowie eine ausreichende Stabilität zum Befestigen eines
Türblatts zur Verfügung gestellt.
[0018] Vorteilhafterweise ist die Öffnung der Umbiegung benachbart positioniert. Hierdurch
kann ein Befestigungsmittel nahe an der Umbiegung eingebracht und positioniert werden.
Demgemäß wird für eine ausreichende Stabilität gesorgt, da im Anschlagsbereich des
Türblatts während des Schließvorgangs eine große Krafteinwirkung auf den Zargenholm
einwirkt. Zudem sind häufig im Anschlagsbereich die Türbänder zur Befestigung des
Türblatts an dem Zargenholm angeordnet, so dass ebenfalls für eine hohe Stabilität
gesorgt werden sollte. Demgemäß ist es von Vorteil, wenn die Befestigungsmittel möglichst
nahe an der Umbiegung positioniert werden.
[0019] Der Zargenholm ist derart vorteilhaft ausgebildet, dass die Vertiefung in eine dem
Mauerwerk abzuwendenden Seite eingebracht ist. Dadurch ist eine leichtere Zugänglichkeit
zum Einsetzen des Verschlussstopfens gegeben.
[0020] Vorteilhafterweise ist die Vertiefung durch Materialaustreibung nach innen, insbesondere
durch Prägung, gebildet. Ein derartiges Herstellungsverfahren ermöglicht eine kostengünstige
Herstellung der Vertiefung. Zudem kann vorteilhaft das nach innen getriebene Material
einen die Öffnung umlaufenden Steg ausbilden, der als Kontaktfläche für den Verschlussstopfen
dient.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Umfangsverlauf
der Vertiefung an wenigstens einer Seite eine Abflachung auf.
[0022] Die Abflachung ermöglicht eine nahe Positionierung der Vertiefung an der Umbiegung.
[0023] Demgemäß kann wie bereits erwähnt ein Befestigungsmittel nahe an der Umbiegung eingebracht
werden, so dass eine ausreichende Stabilität sowie Fixierung des Zargenholms an einem
Mauerwerk erreicht wird.
[0024] Vorteilhafterweise weist der Umfangsverlauf der Vertiefung an wenigstens zwei sich
gegenüberliegenden Seiten eine Abflachung auf. Eine derartige Vertiefung zeichnet
sich durch die Möglichkeit einer nahen Positionierung der Öffnung an der Umbiegung
aus. Demgemäß weist die Vertiefung die zuvor genannten Vorteile auf. Demnach können
Kappen mit zwei Abflachungen produziert werden, die wahlweise auf einer oder beiden
Seiten sehr nahe an Umbiegungen positionierbar sind. Dementsprechend sind die Vertiefungen
ausgebildet.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Zargenholm einen Verschlussstopfen
zum Verschließen der Öffnung umfasst, wobei der Verschlussstopfen eine Kappe, die
in der Vertiefung aufnehmbar ist, und einen Befestigungsbereich zum Angreifen an einem
Rand der Vertiefung aufweist. Der Verschlussstopfen ermöglicht ein vorteilhaftes Verschließen
der Öffnung, so dass ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild des Zargenholms gewährleistet
wird. Zudem sorgt der Verschlussstopfen dafür, dass der Zargenhohlraum nicht verschmutzt
wird.
[0026] Vorteilhafterweise ist der Befestigungsbereich zum Hintergreifen der Öffnung ausgebildet.
Hierdurch wird ein fester Sitz des Verschlusstopfens in der Öffnung gewährleistet,
so dass dieser nicht aus der Öffnung herausfallen kann.
[0027] Der Umfangsverlauf der Kappe ist vorteilhafterweise entsprechend des Umfangsverlaufs
der Vertiefung ausgebildet. Demgemäß kann der Verschlussstopfen formschlüssig in die
Öffnung eingesetzt werden.
[0028] Zwischen dem Verschlussstopfen und der Vertiefung ist nur ein geringes Spiel vorgesehen,
so dass nur ein geringer Spalt vorhanden ist, der optisch nicht stört und auch leicht
die Überlackierung oder Überspachte-IunglVerspachtelung mit nur geringem Materialaufwand
ganz unsichtbar gemacht werden kann.
[0029] Vorteilhafterweise liegt der Verschlussstopfen zum Verschließen der Öffnung derart
auf dem Rand auf, dass die Kappe eine vertiefte Ebene zu einer dem Mauerwerk abwendbaren
Leibungsfläche des Zargenholms bildet. Die vertiefte Ebene ermöglicht das Aufbringen
einer Deckschicht auf den Verschlussstopfen, um eine ebene Fläche mit der Oberfläche
des Zargenholms zu schaffen. Demgemäß können einerseits die vorhandenen Spalte zwischen
dem Zargenholm und dem Stopfen kaschiert werden und andererseits kann eine glatte
ebene Oberfläche geschaffen werden, so dass ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild
erzeugt wird.
[0030] Zudem schlägt die Erfindung eine Zarge, die für eine Befestigung in einem Leibungsbereich
einer Türöffnung in einem Mauerwerk ausgebildet ist, vor, welche wenigstens einen
die Erfindung betreffenden Zargenholm umfasst. Eine derartige Zarge macht sich die
Vorteile des zuvor genannten Zargenholms zunutze.
[0031] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Zarge eine U-Zarge oder E-Zarge.
Eine U-Zarge ermöglicht eine vorteilhafte Ummantelung einer Leibung in einem Mauerwerk.
Eine E-Zarge nimmt nur einen Eckbereich ein und ist entsprechend schmal mit nur wenig
Platz für die Öffnungen.
[0032] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Vertiefung ist für beide Zargenarten vorteilhaft.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird eine Gleichteilstrategie (gleiche Verschlussstopfen
für U- und E-Zarge) ermöglicht.
[0033] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines Zargenholms einer U-Zarge;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des Zargenholms mit einem eingesetzten Verschlussstopfen;
- Fig. 3
- eine Rückansicht des Zargenholms mit einem eingesetzten Verschlussstopfen;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Zargenholm gemäß der Linie IV-IV;
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung des in die Öffnung des Zargenholms eingesetzten Verschlussstopfens;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung des in die Öffnung eingesetzten Verschlussstopfens in
der Nähe einer Umbiegung;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung einer Vertiefung in der Nähe der Umbiegung;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Rückansicht des Verschlussstopfens;
- Fig. 9
- eine vergrößerte Vorderansicht des Verschlussstopfens;
- Fig. 10
- einen Schnitt durch den Verschlussstopfen gemäß der Linie X - X;
- Fig. 11
- einen Schnitt durch den Verschlussstopfen gemäß der Linie XI-XI;
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Zargenholms einer E-Zarge;
- Fig. 13
- einen Schnitt durch den Zargenholm entlang der Linie XIII-XIII;
- Fig. 14
- einen Schnitt durch den Zargenholm entlang der Linie XIII-XIII mit einem eingesetzten
Verschlussstopfen, einem hinteren Blech und einem Befestigungsmittel;
- Fig. 15
- eine Rückansicht des Zargenholms;
- Fig. 16
- eine vergrößerte Darstellung eines eingesetzten Verschlussstopfens; und
- Fig. 17
- eine vergrößerte Darstellung eines überspachtelten Verschlussstopfens.
[0034] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Zargenholm 10 einer U-Zarge 1, der an
einer Mauerleibung 4 angebracht ist. Der Zargenholm 10 umfasst ein Metallprofil 12
und ein hinteres Blech 13.
[0035] Das Metallprofil 12 kann in drei Bereiche eingeteilt werden, nämlich in einen Steg
14, einen linken Schenkel 15 und einen rechten Schenkel 16. Der Steg 14 umfasst einen
Leibungsbereich 17 und einen Umbiegungsbereich 18.
[0036] In dem Leibungsbereich 17 sind zwei Öffnungen 20 eingebracht. An einem Ende des Leibungsbereichs
17 schließt sich der rechte Schenkel 16 an.
[0037] An dem anderen Ende des Leibungsbereichs 17 ist der Umbiegungsbereich 18 angeordnet,
der von dem Leibungsbereich 17 in eine U-förmige Umbiegung 22 übergeht. An die U-förmige
Umbiegung 22 schließt sich ein vertikaler Abschnitt 23 an, gefolgt von einer treppenstufenförmigen
Umbiegung 24, die in einen horizontalen Abschnitt 25 übergeht. An den horizontalen
Abschnitt 25 schließt sich eine Erhebung 26 an, die an dem linken Schenkel 15 angrenzt.
[0038] Sowohl der linke Schenkel 15 als auch der rechte Schenkel 16 weisen an ihren Enden
einen umgebogenen Randbereich 28 auf, der dazu dient, dass hintere Blech 13 mit dem
Metallprofil 12 zu verbinden. Hierbei ist das hintere Blech 13 mit dem Metallprofil
12 entweder verklebt, verschweißt oder verlötet. In das hintere Blech 13 sind Löcher
30 eingebracht, die dazu dienen, den Zargenholm 10 mittels Befestigungsmitteln 31
in der Mauerleibung 4 zu befestigen.
[0039] Wie in den Figuren 2 und 3 ersichtlich umfassen die in dem Leibungsbereich 17 eingebrachten
Öffnungen 20 einen umlaufenden Rand 29, der in einer Vertiefung 33 angeordnet ist
und mit einer mittig angeordneten Öffnung 34 versehen ist. Der umlaufende Rand 29
ist derart geformt, dass dieser zwei Abflachungen 36 und zwei gebogene Bereiche, insbesondere
Kreisbereiche 37 aufweist.
[0040] Wie in den Figuren 4, 5, 6 und 7 gezeigt, werden die Öffnungen 20 durch Prägen, insbesondere
durch Materialaustreibung nach innen, in dem Leibungsbereich 17 des Stegs 14 hergestellt,
wobei an einer dem Mauerwerk zuwendbaren Seite des Stegs 14 ein die Öffnung 34 umlaufender
Flansch 35 gebildet wird.
[0041] Zum Verschließen der Öffnung 20 wird ein in den Figuren 8, 9, 10 und 11 gezeigter
Verschlussstopfen 40 verwendet. Der Verschlussstopfen 40 umfasst eine Kappe 42, die
dem Umfangsverlauf des umlaufenden Rands 29 der Vertiefung 33 entspricht, und einen
Befestigungsbereich 45, der als Hohlzylinder mit einer konvex verlaufenden Mantelfläche
ausgebildet ist. Der Verschlussstopfen 40 wird derart in die Öffnung 20 eingesetzt,
dass die Kappe 42 des Verschlussstopfens 40 auf dem umlaufenden Rand 29 der Vertiefung
33 zur Auflage kommt und gleichzeitig hintergreift der Befestigungsbereich 44 mit
seinem konvexen Verlauf den die Öffnung 34 umgebenden Flansch 35. Hierdurch wird eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen den Verschlussstopfen 40 und der Öffnung 20 erreicht.
Somit wird ein Zargenholm 10 geschaffen, der ein nach außen hin optisch ansprechendes
Erscheinungsbild aufweist.
[0042] Zur Befestigung des Zargenholms 10 an der Mauerleibung 4 werden zunächst Bohrungen
in die Mauerleibung 4 eingebracht. Anschließend wird der Zargenholm 10 mit seinen
Löchern 30 fluchtend vor die Bohrungen positioniert. Im nachfolgenden Schritt werden
Befestigungsmittel 31 durch die Öffnungen 34 hindurch in die Löcher 30 des hinteren
Blechs 13 eingesetzt und mit der Mauerleibung 4 verbunden. Schließlich werden die
Öffnungen 20 mit dem Verschlussstopfen 40 verschlossen.
[0043] Die Verschlussstopfen 40 sind relativ zu einer dem Mauerwerk abgewandten Seite des
Leibungsbereichs 17 des Stegs 14 in Richtung Mauerwerk versetzt angeordnet. Um eine
einheitliche Ebene von eingesetztem Verschlussstopfen 40 und Leibungsbereich 17 zu
bilden, wird, wie in den Figuren 16 und 17 gezeigt, entweder eine Deckschicht und
anschließend eine Lackschicht oder nur eine Lackschicht aufgetragen. Demgemäß werden
einerseits eventuell vorhandene Spalte zwischen der Öffnung 20 und dem Verschlussstopfen
40 kaschiert und andererseits wird eine optisch ansprechende Oberfläche des Zargenholms
10 geschaffen.
[0044] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 12, 13, 14 und 15 ist die
Zarge als E-Zarge 50 ausgebildet. Die E-Zarge 50 umfasst ein Metallprofil 52 und ein
hinteres Blech 54. Das Metallprofil 52 der E-Zarge 50 unterscheidet sich von der U-Zarge
1 darin, dass ein Steg 56 kürzer als der Steg 14 ausgebildet ist und nur eine Öffnung
20 aufweist. Zudem ist ein rechter Schenkel 58 kürzer ausgebildet. Das hintere Blech
54 wird zwischen einer Außenfläche 59 des rechten Schenkels 58 und einer Aufstandsfläche
60 des Umbiegungsbereichs 18 des Stegs 56 befestigt. Derartige Zargen finden vor allem
Anwendung in Eckbereichen einer Mauerleibung.
[0045] Vorteilhaft zeichnet sich der erfindungsgemäße Zargenholm 10 dadurch aus, dass durch
die Abflachung 36 des umlaufenden Rands 29 die Öffnung 34 zum Hindurchführen eines
Befestigungsmittels 31 nahe an dem Umbiegungsbereich 18 positioniert werden kann.
Der Umbiegungsbereich 18 dient vor allem als Anschlagsfläche für ein Türblatt. Zudem
werden im Umbiegungsbereich 18 Türbänder zur Befestigung eines Türblatts an dem Zargenholm
10 angebracht. Demgemäß treten in diesem Bereich hohe Kräfte auf, so dass für eine
hohe Stabilität gesorgt werden muss.
[0046] Dem wird durch eine möglichst nahe Positionierung der Befestigungsmittel an dem Umbiegungsbereich
18 mit Hilfe der geometrischen Gestaltung des umlaufenden Rands 29 Rechnung getragen.
Darüber hinaus sorgt der Verschlussstopfen 40 für ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild,
da die Öffnungen 20 mit diesen verschlossen werden können. Des Weiteren kann eine
derartige Öffnung kostengünstig durch Materialaustreibung nach innen, insbesondere
durch Prägen, hergestellt werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- U-Zarge
- 4
- Mauerleibung
- 10
- Zargenholm
- 12
- Metallprofil
- 13
- hinteres Blech
- 14
- Steg
- 15
- Linker Schenkel
- 16
- Rechter Schenkel
- 17
- Leibungsbereich
- 18
- Umbiegungsbereich
- 20
- Öffnung
- 22
- U-förmige Umbiegung
- 23
- Vertikaler Abschnitt
- 24
- Treppenstufenförmige Umbiegung
- 25
- Horizontaler Abschnitt
- 26
- Erhebung
- 28
- Umgebogener Randbereich
- 29
- Umlaufender Rand
- 30
- Löcher
- 31
- Befestigungsmittel
- 33
- Vertiefung
- 34
- Öffnung
- 35
- Flansch
- 36
- Abflachung
- 37
- Kreisbereich
- 40
- Verschlussstopfen
- 42
- Kappe
- 44
- Befestigungsbereich
- 46
- Abflachung
- 48
- Kreisbereich
- 50
- E-Zarge
- 52
- Metallprofil
- 54
- hinteres Blech
- 56
- Steg
- 58
- rechter Schenkel
- 59
- Außenfläche
- 60
- Aufstandsfläche
1. Zargenholm (10), der an einem Leibungsbereich (4) einer Türöffnung in einem Mauerwerk
befestigbar ist, mit einer Öffnung (20) zur Hindurchführung und/oder zum Zugriff auf
ein in den Leibungsbereich einzubringendes Befestigungselement (30), wobei die Öffnung
(20) einen umlaufenden Rand (29) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (29) zur vollständigen Aufnahme einer Kappe (42) eines Verschlussstopfens
(40) für die Öffnung (20) in einer Vertiefung (33) angeordnet ist.
2. Zargenholm (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Metallprofil, insbesondere Stahlprofil gebildet ist, das wenigstens
eine Umbiegung (18) aufweist.
3. Zargenholm (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (20) der Umbiegung (18) benachbart positioniert ist.
4. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (33) in einer dem Mauerwerk abzuwendenden Seite eingebracht ist.
5. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (33) durch Materialaustreibung nach innen, insbesondere durch Prägung,
gebildet ist.
6. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsverlauf der Vertiefung (33) auf wenigstens einer Seite eine Abflachung
(36) aufweist.
7. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsverlauf der Vertiefung (33) an wenigstens zwei sich gegenüberliegenden
Seiten eine Abflachung (36) aufweist.
8. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Verschlussstopfen (40) zum Verschließen der Öffnung (20), wobei der Verschlussstopfen
(40) eine Kappe (42), die in der Vertiefung (33) aufnehmbar ist und einen Befestigungsbereich
(44) zum Angreifen an einem Rand (29) der Vertiefung (33) aufweist.
9. Zargenholm (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbereich (44) zum Hintergreifen der Öffnung (34) ausgebildet ist.
10. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsverlauf der Kappe (42) entsprechend des Umfangsverlaufs der Vertiefung
(33) ausgebildet ist.
11. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussstopfen (40) zum Verschließen der Öffnung (20) derart auf dem Rand
(29) aufliegt, dass die Kappe (42) eine vertiefte Ebene zu einer dem Mauerwerk (4)
abwendbaren Leibungsfläche (17) des Zargenholms (10) bildet.
12. Zarge (1, 50) ausgebildet für eine Befestigung an einem Leibungsbereich einer Türöffnung
in einem Mauerwerk (4), gekennzeichnet durch wenigstens einem Zargenholm (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
13. Zarge (1, 50) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zarge (1, 50) eine U-Zarge (1) oder E-Zarge (50) ist.