[0001] Die Erfindung betrifft einen Ventiltrieb zur Betätigung von Gaswechselventilen von
Brennkraftmaschinen mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Merkmalen.
[0002] Es ist bekannt, Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine variabel mit unterschiedlichen
Öffnungs- und Schließzeitpunkten sowie mit unterschiedlichen Ventilöffnungshüben zu
betreiben. Eine derartige Ventilsteuerung ist aus der
DE 42 30 877 A1 vorbekannt. Dabei ist auf einer Nockenwelle drehfest, aber axial verschiebbar ein
Nockenwellenblock mit zwei unterschiedlichen Nockenkonturen angeordnet. Entsprechend
der Axialstellung des Nockenblocks steht eine Nockenkontur über ein Zwischenglied
(Übertragungshebel) mit dem Hubventil in Wirkverbindung. Die Axialverschiebung des
Nockenblocks zur Änderung der Ventilparameter erfolgt während der Grundkreisphase
entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder mittels eines Druckringes.
[0003] Aus der
DE 35 20 859 A1 ist eine Brennkraftmaschine mit mindestens einer von der Kurbelwelle angetriebenen
Nockenwelle zur Betätigung von Ein- und Auslassventilen vorbekannt. Auf der Nockenwelle
sind zwei unmittelbar nebeneinander in ihrer Nockenkontur unterschiedlich gestaltete
Nocken angeordnet, die jeweils unter Berücksichtigung des Ventilspiels entsprechend
ihrer Ausbildung den Öffnungs- und Schließzeitpunkt und den Öffnungshub bestimmen.
Beim Durchfahren des bei beiden Nocken gleichförmigen Nockengrundkreises wird über
eine Schaltstange und einen Hebel ein verstellbares Zwischenstück derart verschoben,
dass wahlweise einer der beiden Nocken mit dem Ventil in Wirkverbindung bringbar ist.
[0004] Aus der
DE 195 19 048 A1 ist ein variabler Ventiltrieb für eine Brennkraftmaschine vorbekannt, bei dem auf
der Nockenwelle ebenfalls zwei unmittelbar nebeneinander in ihrer Nockenkontur unterschiedlich
gestaltete Nocken angeordnet sind. Die Änderung des Nockeneingriffs erfolgt durch
ein axiales Verschieben der Nockenwelle mit dem auf ihm befindlichen Nocken.
[0005] Weiterhin ist aus der
DE 195 20 117 C2 ein Ventiltrieb einer Brennkraftmaschine vorbekannt, bei der auf der Nockenwelle
drehfest ein axial verschiebbarer Nockenblock mit mindestens zwei unterschiedlichen
Nockenbahnen angeordnet ist. Die Verstellung des Nockenblocks erfolgt über ein Verstellorgan,
das im Inneren der Nockenwelle geführt ist. Durch eine stirnseitig an der Nockenwelle
angeordnete doppelt wirkende hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinder-Einheit
wird das Verstellorgan im Inneren der Nockenwelle verschoben. Das Verstellorgan ist
mit einem Mitnahmestück verbunden, das ein axial in der Nockenwelle angeordnetes Langloch
durchdringt und in eine Bohrung des Nockenblocks mündet.
[0006] Die
DE 100 54 623 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Umschalten eines Nockenpaketes auf einer Nockenwelle
zur Betätigung von Gaswechselventilen, bei der das Nockenpaket axial verschiebbar
auf der Nockenwelle geführt ist. Entsprechend der Position des Nockenpaketes steht
das Gaswechselventil mit unterschiedlichen Nockenkonturen in Wirkverbindung. Die Verstellung
des Nockenpaketes erfolgt über ein Stellelement im Zusammenwirken mit einer Kulissenbahn.
Das Stellelement ist dabei ein radial nach außen verschiebbarer Pin, der mit zumindest
zwei in einem um ca. 180° um das Nockenpaket herum angeordneten Führungsteil ausgebildeten
Kulissenbahnen im ausgefahrenen Zustand zusammenwirkt.
[0007] Nachteilig bei dem zitierten Stand der Technik ist der hohe Bauraumbedarf, der zur
Verstellung des Nockenblocks benötigt wird. Diese Lösungen sind deshalb nur einsetzbar
bei verhältnismäßig großen Zylinderabständen, um die entsprechenden Bauteile unterbringen
zu können. Ein weiterer Nachteil sind die beim Stellvorgang auftretenden hohen Massenkräfte,
die zum Verschieben der Nockenblöcke oder der Verstellorgane benötigt werden. Die
Umschaltung auf eine entsprechende Nockenkontur kann mit den im Stand der Technik
genannten Lösungen meist nur zylinderselektiv erfolgen. Eine ventilselektive Umschaltung
ist nicht möglich.
[0008] Ein wesentlicher Nachteil der
DE 100 54 623 A1 ist, dass zum Umschalten auf eine andere Nockenkontur der Pin aus der Nockenwelle
ausgefahren und in eine axial verschiebbare Schaltkulisse eingespurt werden muss.
Nach dem Schaltvorgang muss der Pin wieder eingefahren werden. Diese Konstruktion
ist sehr teile- und fertigungsaufwendig und es besteht die Gefahr von Schäden an der
Nockenwelle durch Fehlschaltungen des Pins. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass
durch die notwendige Stellzeit des Pins die Motordrehzahl begrenzt wird. Außerdem
ist die Verstellung abhängig von dem jeweils vorhandenen Öldruck.
[0009] Aus der
DE 10 2004 033 798 A1 ist eine Ventilhubumschaltung für Gaswechselventile einer Brennkraftmaschine zwischen
zwei unterschiedlichen Nockenkonturen mittels einer drehfest aber axial verschiebbaren
am Gehäuse der Brennkraftmaschine angeordneten Schaltkulisse bekannt. Die Schaltkulisse
umfasst teilweise die Nockenwelle und ist mit einer sich entgegen der Drehrichtung
der Nockenwelle erweiternden Kulissennut versehen, deren Seitenwände jeweils eine
Kulissenflanke bilden, die zur Ventilhubumschaltung wechselseitig in Wirkverbindung
mit einem beiderseits seitlich an einer axial verschiebbaren zweiten Nockenkontur
angeordneten Anlauffläche bringbar ist. Bei der Ventilhubumschaltung wird durch die
Schaltkulisse die axial verschiebbare zweite Nockenkontur entweder über eine Nockenkontur
des fest mit der Nockenwelle verbundenen Nockens geschoben oder von der Nockenkontur
weggeschoben, so dass wahlweise zwei verschiedene Nockenkonturen in Wirkverbindung
mit dem Gaswechselventil bringbar sind.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Ventiltrieb zur Betätigung
von Gaswechselventilen von Brennkraftmaschinen zu schaffen, mit dem bei einem geringen
technischen Aufwand, einer geringen Baugröße und bei geringen aufzubringenden Schaltkräften
eine Ventilhubumschaltung vorgenommen wird, wobei Fehlschaltungen und Beschädigungen
der Nockenwelle bei der Ventilhubumschaltung auch bei hohen Motordrehzahlen vermieden
werden.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0012] Zur Betätigung der Ventilhubumschaltung ist parallel zu einer Nockenwelle eine durch
die Nockenwelle verdrehbare Verstellwelle angeordnet, auf der drehfest zwei Verstelleinrichtungen
und zwischen den Verstelleinrichtungen zwei auf der Verstellwelle axial verschiebbare
Mitnehmer angeordnet sind. Die Mitnehmer sind fest mit einer axial verschiebbaren
Schaltkulisse zur Ventilumschaltung zwischen zwei unterschiedlichen Nockenprofilen
eines axial auf der Nockenwelle verschiebbaren Nockenpakets verbunden. Die Stirnseiten
der zwischen den Verstelleinrichtungen angeordneten Mitnehmer sind mit einer Kontur
versehen, die jeweils über eine an der Verstelleinrichtung angeordnete Kontur oder
einen Führungsstift in Wirkverbindung stehen. Dabei sind die Konturen der beiden Mitnehmer
um 180° versetzt angeordnet. Durch Verdrehen der Verstellwelle werden durch die auf
der Kontur gleitenden Führungsstifte die Mitnehmer auf der Verstellwelle axial verschoben.
Zum Verdrehen der Verstellwelle ist die Verstellwelle über ein Stellgetriebe mit der
Nockenwelle schaltbar in Eingriff bringbar und trennbar. Das Stellgetriebe zum Verbinden
und Trennen der Nockenwelle mit der Verstellwelle ist ein Zahnradgetriebe, bei dem
auf der Verstellwelle ein Zahnrad axial verschiebbar und drehfest angeordnet ist,
das mit einem an der Nockenwelle fest angeordneten Zahnsegment schaltbar in Eingriff
bringbar und trennbar ist. Gemäß einer Variante besteht das Stellgetriebe zum Verbinden
und Trennen der Nockenwelle mit der Verstellwelle aus einem Hebelsystem und einem
profilierten Kulissenteil.
[0013] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass bei einem geringen Aufwand
und einem geringen benötigten Bauraum eine sichere Ventilhubumschaltung zwischen unterschiedlichen
Nockenkonturen erfolgt. Durch die gesteuerte Verdrehung der Verstellwelle über die
Nockenwelle und damit der zwangsgesteuerten Verschiebung der Schaltkulisse werden
Fehlschaltungen bei der Ventilhubumschaltung vermieden. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass mit der erfindungsgemäßen Lösung eine Ventilhubumschaltung zwischen zwei
oder mehreren Nockenprofilen durchgeführt werden kann. Dadurch, dass die Glieder des
Stellgetriebes als Kulissenteil und Hebelsystem ausgebildet sind, wird erreicht, dass
bei einem Schaltvorgang ein allmählicher Eingriff der Getriebeglieder miteinander
erfolgt. Dadurch werden Schaltschläge und kurzzeitig im Stellgetriebe auftretende
Spitzenkräfte vermieden.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben, sie
werden in der Beschreibung zusammen mit ihren Wirkungen erläutert.
[0015] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher
beschrieben. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung, bei der eine große
Nockenkontur wirksam ist,
- Fig. 2:
- eine Seitenansicht von rechts gemäß Figur 1,
- Fig. 3:
- eine Seitenansicht von links gemäß Figur 1,
- Fig. 4:
- eine Detailansicht der Nockenwelle mit verschiebbarem Nockensegment in einer Schaltstellung,
bei der die kleine Nockenkontur in Wirkverbindung mit einem Gaswechselventil steht,
- Fig. 5:
- eine Detailansicht der Nockenwelle mit verschiebbarem Nockensegment in einer Schaltstellung,
bei der die große Nockenkontur in Wirkverbindung mit einem Gaswechselventil steht,
- Fig. 6:
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung, bei einer aktivierten
Umschaltung zwischen den Nockenprofilen, oder bei einer Raststellung des Nockenpakets,
- Fig. 7:
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Lösung, in einer Zwischenstellung
bei einer Umschaltung zwischen den Nockenprofilen während der Axialverschiebung der
Schaltkulisse,
- Fig. 8:
- eine Vorderansicht gemäß Figur 6,
- Fig. 9:
- eine Ansicht von oben gemäß Figur 6,
- Fig. 10:
- eine Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung bei
nichtaktivierter Verstellwellenbetätigung,
- Fig. 11:
- eine Seitenansicht gemäß Figur 10 und
- Fig. 12:
- die Variante gemäß Figur 10 bei einer aktivierten Verstellwellenbetätigung.
[0016] Der in der Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Ventiltrieb zur Betätigung von Gaswechselventilen
besteht aus einer von einer Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine angetriebenen
Nockenwelle 1, der parallel dazu eine Verstellwelle 12 zur Betätigung einer Ventilhubumschaltung
zwischen zwei unterschiedlichen Nockenprofilen 15; 16 angeordnet ist. In dem Ausführungsbeispiel
erfolgt eine Verstellung von jeweils zwei Ventilen eines Zylinders. Eine Anwendung
der erfindungsgemäßen Lösung ist analog auch für mehrere Zylinder einsetzbar. Auf
der Nockenwelle 1 ist drehfest und axial verschiebbar ein Nockenpaket 2 gelagert.
Das Nockenpaket 2 besteht aus vier Nocken, von denen jeweils zwei benachbarte Nocken
ein großes Nockenprofil 15 und ein kleines Nockenprofil 16 aufweisen. Das Nockenpaket
2 kann, wie in Figur 4 und 5 dargestellt, in Achsrichtung geteilt ausgeführt sein,
wobei das aus den Grundkreisprofilen 14 bestehende Nockenteil fest mit der Nockenwelle
1 verbunden ist und das mit den Nockenprofilen 15; 16 versehene Nockenteil gegenüber
den fest angeordneten Grundkreisprofilen 14 verschiebbar ist. In der Figur 4 ist eine
Schaltstellung dargestellt, in der jeweils das kleine Nocken profil 16 in Wirkverbindung
mit den Gaswechselventilen steht. Bei dieser Schaltstellung befindet sich das kleine
Nocken profil 16 über dem Grundkreisprofil 14. In der Figur 5 ist eine Schaltstellung
dargestellt, in der die Gaswechselventile durch die großen Nockenprofile 15 betätigt
werden. Damit jeweils eine exakte Endschaltstellung erreicht wird, ist zwischen dem
verschiebbaren Nockenteil und der Nockenwelle 1 ein an sich bekanntes nicht dargestelltes
Rastelement angeordnet.
[0017] Es ist auch möglich, das Nockenpaket 2 als ein Bauteil auszubilden, das drehfest
mit der Nockenwelle 1 verbunden ist, aber auf dieser axial verschiebbar ist. Dabei
ist es erforderlich, dass das große Nockenprofil 15 und das kleine Nockenprofil 16
jeweils mit einem einheitlichen Grundkreisprofil 14 versehen ist.
[0018] An dem axial verschiebbaren Nockenpaket 2 ist ein Pin 4 fest angeordnet, der mit
den Innenflächen einer sich erweiternden Kulissennut 20 einer axial verschiebbaren
Schaltkulisse 3 zum Verschieben des Nockenpakets 2 in Eingriff bringbar ist. Die Schaltkulisse
3 umfasst teilweise die Nockenwelle 1 und ist mit einer sich entgegen der Drehrichtung
der Nockenwelle 1 erweiternden Kulissennut 20 versehen. Der Pin 4 durchläuft bei jeder
Drehung der Nockenwelle 1 die Kulissennut 20 der Schaltkulisse 3. Der Pin 4 ist dabei
so an dem Nockenpaket 2 angeordnet, dass die Achse des Pins 4 entsprechend einer für
die Phase des Grundkreises 14 gerechten Umschaltung angeordnet ist, so wie in Figur
4 und 5 dargestellt.
[0019] Am Umfang der Schaltkulisse 3 ist beidseitig jeweils ein Mitnehmer 5; 23 fest angeordnet,
die axial auf der Verstellwelle 12 verschiebbar gelagert sind. An der außen liegenden
Stirnseite des Mitnehmers 5 ist eine Kontur 21 und an der außen liegenden Stirnseite
des Mitnehmers 23 ist eine Kontur 22 angeordnet. Die beiden Mitnehmer 5; 23 sind auf
der Verstellwelle 12 zwischen zwei auf der Verstellwelle 12 drehfest angeordneten
Verstelleinrichtungen 10; 17 angeordnet. An der Verstelleinrichtung 10 ist fest ein
Führungsstift 18 angeordnet, der in Wirkverbindung mit der Kontur 21 des Mitnehmers
5 steht. An der Verstelleinrichtung 17 ist fest ein Führungsstift 24 angeordnet, der
in Wirkverbindung mit der Kontur 22 des Mitnehmers 23 steht. Der Eingriff des Führungsstiftes
18 der Verstelleinrichtung 10 an der Kontur 21 des Mitnehmers 5 ist gegenüber dem
Eingriff des Führungsstiftes 24 der Verstelleinrichtung 17 an der Kontur 22 des Mitnehmers
23 um 180° versetzt angeordnet. Dabei können entweder die Achsen der Führungsstifte
18; 24 in einer Achsrichtung liegen und die Konturen 21; 22 sind gegeneinander um
180° versetzt, oder die Konturen 21; 22 sind identisch angeordnet und die Führungsstifte
18; 24 sind gegeneinander um 180° versetzt.
[0020] Das Verdrehen der Verstellwelle 12 erfolgt durch die Nockenwelle 1, wobei die Verstellwelle
12 über ein Stellgetriebe mit der Nockenwelle 1 schaltbar in Eingriff bringbar und
trennbar ist. Das Stellgetriebe zum Verbinden und Trennen der Nockenwelle 1 mit der
Verstellwelle 12 ist, gemäß einer ersten Variante, ein Zahnradgetriebe. Dabei ist
auf der Verstellwelle 12 drehfest, aber axial verschiebbar ein Zahnrad 7 gelagert.
Zum Verschieben des Zahnrades 7 auf der Verstellwelle 12 gegen den Federdruck einer
Feder 9 ist das Zahnrad 7 mit einem Antrieb 8 verbunden, der beim Betätigen einen
Verstellbolzen 19 ausfährt. Nach der Betätigung des Antriebs 6 greift das axial verschiebbare
Zahnrad 7 in ein auf der Nockenwelle 1 befindliches Zahnsegment 8 ein. Das Zahnsegment
8 erstreckt sich auf der Nockenwelle 1 bei Betätigung von zwei Gaswechselventilen
über einen Winkelbereich von 180° und ist so angeordnet, dass eine Verschiebung der
Mitnehmer 5; 23 nur dann erfolgt, wenn sich der Pin 4 außerhalb der Kulissennut 20
befindet. Bei Betätigung von mehreren Gaswechselventilen von zusätzlichen beispielsweise
zwei Zylindern durch einen Nockenstern würde sich das Zahnsegment 8 nur über einen
Winkelbereich von 90° erstrecken.
[0021] Ein Verstellen des Nockenpakets 2 zur Ventilhubumschaltung zwischen zwei unterschiedlichen
Nockenprofilen 15; 16 erfolgt wie folgt:
[0022] In der Figur 6 ist ein Ventiltrieb dargestellt, bei dem durch Inbetriebnahme des
Antriebes 6 der Umschaltvorgang des Eingriffes von dem keinen Nockenprofil 16 mit
den Gaswechselventilen zu dem großen Nockenprofil 15 aktiviert wurde. Das Nockenpaket
2 befindet sich vor dem Einleiten des Umschaltvorganges in der in Figur 4 gezeigten
Stellung. Während des Verstellvorganges wird durch den Verstellbolzen 19 das Zahnrad
7 auf der Verstellwelle 12 derart verschoben, dass es in Eingriff mit dem auf der
Nockenwelle 1 angeordneten Zahnsegment 8 gelangt. Ein Verschieben des Zahnrades 7
erfolgt nur dann, wenn sichergestellt ist, dass bei dem eigentlichen Verschiebevorgang
kein Eingriff des Zahnrades 7 mit dem Zahnsegment 8 erfolgen kann. Bevor das Zahnrad
7 mit dem Zahnsegment 8 in Wirkverbindung steht, durchläuft der Pin 4 die Kulissennut
20 der Schaltkulisse 3, ohne dabei die Innenwandungen der Kulissennut 20 zu berühren.
Mit dem Eingriff des Zahnrades 7 in das Zahnsegment 8 erfolgt eine Verdrehung der
Verstellwelle 12 durch die Nockenwelle 1. In der Figur 6 ist die Drehrichtung der
Verstellwelle 12 und der Nockenwelle 1 sowie die Verschieberichtung des Nockenpakets
2 für dieses Beispiel dargestellt.
[0023] Figur 7 zeigt eine Zwischenstellung der Ventilhubumschaltung durch die Verstellwelle
12. Durch das Verdrehen der Verstellwelle 12 werden gleichzeitig die auf der Verstellwelle
12 drehfest angeordneten Verstelleinrichtungen 10; 17 und damit die daran fest angeordneten
Führungsstifte 18; 24 verdreht. Da die Führungsstifte 18; 24 mit der jeweils um 180°
versetzt angeordneten Kontur 21; 22 der Mitnehmer 5; 23 in Wirkkontakt stehen, erfolgt
ein axiales Verschieben der beiden Mitnehmer 5; 23 auf der Verstellwelle 12 in Richtung
der Verstelleinrichtung 17. Durch die Mitnehmer 5; 23 erfolgt gleichzeitig ein axiales
Verschieben der Schaltkulisse 3. In der Figur 8 ist die Seitenansicht gemäß der Figur
7 und in Figur 9 die dazugehörige Draufsicht dargestellt. In der Figur 8 kann man
deutlich das Zusammenwirken der Führungsstifte 18; 24 mit der jeweiligen Kontur 21;
22 der Mitnehmer 5; 23 erkennen. Die Kontur 21; 22 der Mitnehmer 5; 23 ist dabei so
angeordnet, dass eine phasengerechte Umschaltung der Schaltkulisse 3 erfolgt.
[0024] Nach Durchlaufen des Eingriffes des Zahnrades 7 mit dem Zahnsegment 8 wurden die
Verstelleinrichtungen 10; 17 soweit verdreht, dass der Führungsstift 18 an dem höchsten
Punkt der Kontur 21 und der Führungsstift 24 an dem tiefsten Punkt der Kontur 22 anliegt.
Das Verschieben der Mitnehmer 5; 23 ist abgeschlossen. Um ein Weiterdrehen der Verstellwelle
12 zu verhindern, ist an der Verstelleinrichtung 10 oder 17 eine Arretierungsvorrichtung
angeordnet. Die Arretierungsvorrichtung besteht aus einer Feder 11 und einer Kugel
13, die in eine entsprechend in der Verstelleinrichtung 10 oder 17 angeordnete Vertiefung
einrastet. In der Figur 2 kann man die in der Vertiefung der Verstelleinrichtung 10
eingerasteten Kugeln 13 erkennen. Gleichzeitig wird der Antrieb 6 deaktiviert und
durch die Federkraft der der Verstellrichtung des Antriebes 6 entgegenwirkenden Feder
9 wird das Zahnrad 7 aus dem Eingriffsbereich des Zahnsegments 8 rausgerückt. In Figur
1 ist diese Stellung mit bereits zurückverschobenem Zahnrad 7 dargestellt.
[0025] Während des Verschiebens der Schaltkulisse 3 durch die Mitnehmer 5; 23 befindet sich
der fest am Nockenpaket 2 angeordnete Pin 4 außerhalb des Bereiches der sich entgegen
der Drehrichtung der Nockenwelle 1 erweiternden Kulissennut 20, so wie in Figur 7
dargestellt. Durch weiteres Verdrehen der Nockenwelle 1 trifft der Pin 4 auf die linke
Innenfläche der Kulissennut 20 an dessen breitester Stelle. Infolge der Drehbewegung
der Nockenwelle 1 wandert der Pin 4 an der linken Innenseite der Kulissennut 20 entlang.
Aufgrund der sich in Drehrichtung der Nockenwelle 1 verengenden Kulissennut 20 wird
der Pin 4 und damit das axial verschiebbare Nockenpaket 2 nach rechts verschoben,
bis jeweils das große Nockenprofil 15 über dem entsprechenden Grundkreisprofil 14
liegt, so wie in Figur 5 dargestellt. Durch eine zwischen Nockenwelle 1 und verschiebbarem
Nockenpaket angeordnete Arretierungsvorrichtung wird das Nockenpaket 2 in der neu
erreichten Schaltstellung arretiert. Aufgrund der Anordnung der Schaltkulisse 3 und
des Pins 4 wird erreicht, dass eine Verschiebung des Nockenpakets 2 und damit eine
Ventilhubumschaltung nur dann erfolgt, wenn das jeweilige Grundkreisprofil 14 der
Nockenwelle 1 in Wirkverbindung mit einem Gaswechselventil steht.
[0026] Eine Rückverstellung erfolgt analog der vorstehenden Beschreibung, wobei durch die
mit den Konturen 21; 22 in Wirkverbindung stehenden Führungsstifte 18; 24 die Mitnehmer
5; 23 in Richtung der Verstelleinrichtung 10 verschoben werden.
[0027] In den Figuren 10 bis 12 ist eine Variante der erfindungsgemäßen Lösung dargestellt.
Für gleiche Bauteile wurden die selben Bezugszeichen verwendet. Das Nockenpaket 2
weist jeweils ein kleines Nockenprofil 16, ein mittleres Nockenprofil 25 und großes
Nockenprofil 15 auf, so dass eine Ventilumschaltung zwischen drei unterschiedlichen
Nockenprofilen erfolgen kann. Die Schaltkulisse 3 ist über zwei Mitnehmer 5; 23 axial
verschiebbar verbunden. Die Mitnehmer 5 und 23 können, wie in Figur 10 dargestellt,
miteinander verbunden sein und ein Bauteil bilden oder, wie in Figur 11 gezeigt, geteilt
ausgeführt sein. Die Mitnehmer 5 und 23 sind, wie oben beschrieben, axial verschiebbar
auf der Verstellwelle 12 zwischen den beiden Verstelleinrichtungen 10 und 17 gelagert.
Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Ausführungen steht die erste Verstelleinrichtung
10 über eine daran angeordnete erste Gegenkontur 26 mit der ersten Kontur 21 des ersten
Mitnehmers 5 in Wirkverbindung. Analog steht die zweite Verstelleinrichtung 17 über
eine daran angeordnete zweite Gegenkontur 27 mit der zweiten Kontur 22 des zweiten
Mitnehmers 23 in Wirkverbindung. Es ist aber auch möglich, dass, wie vorher beschrieben,
die erste Kontur 21 über einen an der ersten Verstelleinrichtung 10 angeordneten Führungsstift
18 und die zweite Kontur 22 über einen an der zweiten Verstelleinrichtung 17 angeordneten
Führungsstift 24 in Wirkverbindung steht. Ebenso ist es möglich, anstelle in den vorangehenden
Beispielen beschriebenen Führungsstiften 18 und 24 an den Verstelleinrichtungen 10
und 17 entsprechende Gegenkonturen 26 und 27 anzuordnen.
[0028] Das Verdrehen der Verstellwelle 12 erfolgt ebenfalls über ein Stellgetriebe, bei
dem die Verstellwelle 12 mit der Nockenwelle 1 schaltbar in Eingriff gebracht und
getrennt wird. Das Stellgetriebe zum Verdrehen der Verstellwelle 12 wird hierbei,
gemäß einer zweiten Variante, aus einem Hebelsystem 28 und einem profilierten Kulissenteil
29 gebildet. Das Stellgetriebe zum Verdrehen der Verstellwelle 12 besteht hierbei
aus einem auf der Verstellwelle 12 fest angeordneten ein- oder mehrarmigen Hebelsystem
28 und einem auf der Nockenwelle 1 axial verschiebbar und drehfest angeordneten profilierten
Kulissenteil 29, wobei das profilierte Kulissenteil 29 schaltbar mit dem Hebelsystem
28 in Eingriff bringbar und trennbar ist. Es ist auch möglich, dass das Hebelsystem
28 axial verschiebbar auf der Nockenwelle 1 und das Kulissenteil 29 fest auf der Verstellwelle
12 angeordnet ist. In der Figur 10 und 11 ist das Stellgetriebe in einer Ruhe- oder
Rastposition dargestellt, bei der das Kulissenteil 29 nicht in Eingriff mit dem Hebelsystem
28 steht. In dieser Stellung erfolgt kein Verschieben der Mitnehmer 5 und 23 und somit
auch keine Umschaltung auf ein anderes Nockenprofil. Das Kulissenteil 29 ist vorzugsweise
als ein Nocken ausgebildet, der durch einen Aktuator 30 auf der Nockenwelle 1 zur
Einleitung der Umschaltung auf eine andere Nockenkontur axial verschoben wird. In
der Figur 11 ist die axiale Verschiebung des Kulissenteils 29 und gegebenenfalls des
Aktuators 30 auf der Nockenwelle 1 durch einen Doppelpfeil dargestellt. Die Rückstellung
des Kulissenteils 29 in die Ruhe- oder Rastposition wird durch eine auf das Kulissenteil
29 wirkende Feder 32 unterstützt.
[0029] Das in dem Ausführungsbeispiel dargestellte Hebelsystem 28 ist als vierstufiges Hebelsystem
28 ausgebildet, an dessen Hebelenden jeweils eine Rolle 31 angeordnet ist. Die Hebelenden
können auch als eine entsprechende nicht dargestellte Gleitfläche ausgebildet sein.
[0030] Zur Umschaltung auf ein anderes Nockenprofil, beispielsweise von dem kleinen Nockenprofil
16 zu dem mittleren Nockenprofil 25, wird durch Betätigung des Aktuators 30 das Kulissenteil
29 auf der Nockenwelle 1 axial derart verschoben, dass das Kulissenteil 29 in Wirkeingriff
mit einer Rolle 31 des Hebelsystems 28 gelangt. In Figur 12 ist der Eingriff des Kulissenteils
29 mit dem Hebelsystem 28 dargestellt. Durch das drehfest mit der Nockenwelle 1 verbundene
Kulissenteil 29 wird bei Eingriff des Kulissenteils 29 mit einem Hebel des Hebelsystems
28 die Drehbewegung der Nockenwelle 1 auf die Verstellwelle 12 übertragen. Dabei erfolgt,
wie oben ausführlich dargelegt, durch Verdrehen der Verstelleinrichtungen 10 und 17
und durch den Eingriff der Gegenkonturen 26 und 27 der Verstelleinrichtungen 10 und
17 in die Konturen 21 und 22 der Mitnehmer 5 und 23 ein axiales Verschieben der Mitnehmer
5 und 23 und somit der Schaltkulisse 3. Durch eine entsprechende Ausbildung der Konturen
21 und 22 und der Gegenkonturen 26 und 27 erfolgt über die Schaltkulisse 3, wie in
dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert, ein Umschalten zwischen den einzelnen Nockenprofilen
16, 25 und 15.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0031]
- 1
- Nockenwelle
- 2
- Nockenpaket
- 3
- Schaltkulisse
- 4
- Pin
- 5
- Mitnehmer
- 6
- Antrieb
- 7
- Zahnrad
- 8
- Zahnsegment
- 9
- Feder
- 10
- Verstelleinrichtung
- 11
- Feder
- 12
- Verstellwelle
- 13
- Kugel
- 14
- Grundkreisprofil
- 15
- großes Nockenprofil
- 16
- kleines Nockenprofil
- 17
- Verstelleinrichtung
- 18
- Führungsstift
- 19
- Verstellbolzen
- 20
- Kulissennut
- 21
- Kontur
- 22
- Kontur
- 23
- Mitnehmer
- 24
- Führungsstift
- 25
- mittleres Nockenprofil
- 26
- erste Gegenkontur
- 27
- zweite Gegenkontur
- 28
- Hebelsystem
- 29
- Kulissenteil
- 30
- Aktuator
- 31
- Rolle
- 32
- Feder
1. Ventiltrieb zur Betätigung von Gaswechselventilen von Brennkraftmaschinen mit folgender
Bauart:
- mit mindestens einer von einer Kurbelwelle der Verbrennungskraftmaschine angetriebenen
Nockenwelle (1),
- mit auf der Nockenwelle (1) angeordneten, axial verschiebbaren Nocken, die direkt
oder über Zwischenglieder in Wirkverbindung mit dem jeweiligen Gaswechselventil stehen,
- mit einer am Gehäuse der Verbrennungskraftmaschine axial verschiebbar angeordneten
Schaltkulisse (3), die mit einer sich entgegen der Drehrichtung der Nockenwelle (1)
erweiternden Kulissennut (20) versehen ist, die zur Ventilhubumschaltung zwischen
unterschiedlichen Nockenprofilen (15; 16; 25) wechselseitig mit Anlaufflächen einer
verschiebbaren Nockenkontur in Wirkverbindung bringbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schaltkulisse (3) mit zwei Mitnehmern (5; 23) axial verschiebbar verbunden ist,
- die beiden Mitnehmer (5; 23) auf einer verdrehbaren Verstellwelle (12) zwischen
zwei Verstelleinrichtungen (10; 17) axial verschiebbar gelagert sind,
- die jeweils in Richtung der Verstelleinrichtungen (10; 17) weisenden Stirnseiten
der Mitnehmer (5 ; 23) jeweils mit einer Kontur (21; 22) versehen sind,
- die erste Kontur (21) des ersten Mitnehmers (5) über eine erste Gegenkontur (26)
mit der auf der Verstellwelle (12) drehfest gelagerten ersten Verstelleinrichtung
(10) in Wirkverbindung steht,
- die zweite Kontur (22) des zweiten Mitnehmers (23) über eine zweite Gegenkontur
(27) mit der auf der Verstellwelle (12) drehfest gelagerten zweiten Verstelleinrichtung
(17) in Wirkverbindung steht,
- zum Verdrehen der Verstellwelle (12) die Verstellwelle (12) über ein Stellgetriebe
mit der Nockenwelle (1) schaltbar in Eingriff bringbar und trennbar ist.
2. Ventiltrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellgetriebe zum Verbinden und Trennen der Nockenwelle (1) mit der Verstellwelle
(12) ein Zahnradgetriebe ist, bei dem auf der Verstellwelle (12) ein Zahnrad (7) axial
verschiebbar und drehfest angeordnet ist, das mit einem an der Nockenwelle (1) fest
angeordneten Zahnsegment (8) schaltbar in Eingriff bringbar und trennbar ist.
3. Ventiltrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellgetriebe zum Verbinden und Trennen der Nockenwelle (1) mit der Verstellwelle
(12) aus einem Hebelsystem (28) und einem profilierten Kulissenteil (29) besteht.
4. Ventiltrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das ein- oder mehrarmig ausgebildete Hebelsystem (28) fest auf der Verstellwelle (12)
und das profilierte Kulissenteil (29) axial verschiebbar und drehfest auf der Nockenwelle
(1) angeordnet ist, wobei das profilierte Kulissenteil (29) durch einen Aktuator (30)
schaltbar mit dem Hebelsystem (28) in Eingriff bringbar und trennbar ist.
5. Ventiltrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das ein- oder mehrarmig ausgebildete Hebelsystem (28) axial verschiebbar und drehfest
auf der Nockenwelle (1) und das profilierte Kulissenteil (29) fest auf der Verstellwelle
(12) angeordnet ist, wobei das Hebelsystem (28) durch einen Aktuator (30) schaltbar
mit dem profilierten Kulissenteil (29) in Eingriff bringbar und trennbar ist.
6. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein auf der Nockenwelle (1) axial verschiebbares und drehfest angeordnetes Nockenpaket
(2) fest mit einem Pin (4) verbunden ist, der zur Ventilumschaltung mit den Innenseiten
der sich entgegen der Drehrichtung der Nockenwelle (1) erweiternden Kulissennut (20)
der Schaltkulisse (3) in Eingriff bringbar ist.
7. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Gegenkontur (26) der ersten Verstelleinrichtung (10) als erster Führungsstift
(18) und die zweite Gegenkontur (27) der zweiten Verstelleinrichtung (17) als zweiter
Führungsstift (24) ausgebildet sind.
8. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Mitnehmer (5) und der zweite Mitnehmer (23) miteinander verbunden sind.
9. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Eingriff der ersten Gegenkontur (26) oder des ersten Führungsstiftes (18) der
ersten Verstelleinrichtung (10) an der ersten Kontur (21) des ersten Mitnehmers (5)
gegenüber dem Eingriff der zweiten Gegenkontur (27) oder des zweiten Führungsstiftes
(24) der zweiten Verstelleinrichtung (17) an der zweiten Kontur (22) des zweiten Mitnehmers
(23) um 180° versetzt angeordnet ist.
10. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hebelsystem (28) vorzugsweise als vierarmiges Hebelsystem (28) ausgebildet ist,
an dessen Hebelenden jeweils eine Rolle (31) angeordnet ist, oder die Hebelenden als
Gleitflächen ausgebildet sind.
11. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Verstelleinrichtung (10 oder 17) mit einer Arretiervorrichtung, bestehend aus
mindestens einer Feder (11) und mindestens einer Kugel (13), versehen ist.
12. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Zahnrad (7) eine Feder (9) angeordnet ist, deren Federkraft entgegen der Verschiebungsrichtung
des Antriebs (6) gerichtet ist.
13. Ventiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kulissenteil (29) als ein Nocken ausgebildet ist.