[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Segmentanzeigen und offenbart eine Segmentanzeige
mit verbesserter Ablesbarkeit und Haptik, sowie vereinfachter Montierbarkeit.
[0002] Segmentanzeigen werden verwendet, um Zahlen, Buchstaben oder Zeichen durch elektronische
oder elektromechanische Ansteuerung einzelner oder mehrerer ihrer Segmente darzustellen.
Den Stand der Technik bilden eine Vielzahl von verschieden aufgebauten Segmentanzeigen,
welche sich in der Anzahl und Anordnung ihrer Segmente unterscheiden. Eine der wichtigsten
Segmentanzeige ist die Siebensegmentanzeige, welche alle Ziffern von 0-9 aus bis zu
sieben einzelnen Segmenten zusammensetzt.
[0003] Die Segmente konventioneller Segmentanzeigen werden häufig durch strich- oder stäbchenförmige
LEDs gebildet. Bei diesen Segmentanzeigen wird das Licht demnach direkt in den Segmenten
selbst erzeugt. Andere konventionelle Segmentanzeigen trennen Lichterzeugungs- und
Lichtaustrittspunkt räumlich voneinander. Hierfiir werden die Lichtquellen angesteuert,
für gewöhnlich ebenfalls LEDs, die sich z.B. auf der Leiterplatte eines Geräts befinden,
und das erzeugt Licht wird mittels lichtleitender Elemente durch das Gehäuse des Geräts
hindurch heraus geführt. Diese Bauweise hat sich besonders bei Geräten auf dem Gebiet
der Telekommunikation durchgesetzt.
[0004] Solche Segmentanzeigen werden meistens einstückig mittels eines Kunststoffspritzgussverfahrens
hergestellt, wobei die lichtleitenden Elemente an der Seite, die später den LEDs auf
der Leiterplatte zugewandt ist, durch Verbindungsstege miteinander verbunden sind.
Wenn diese Segmentanzeigen in einem Gerät verbaut werden, wird demnach das von den
auf der Leiterplatte befindlichen LEDs erzeugte Licht über die mittels Verbindungsstege
verbundenen Seite der Segmentanzeige eingespeist und über die einzelnen lichtleitenden
Elemente durch das Gehäuse des Geräts hindurch nach außen geführt.
[0005] Nachteilig an dieser Anordnung erweist sich zum einen, dass das durch die Streuung
in den Verbindungsstegen erzeugte Streulicht zu einem Überstrahlen in den einzelnen
lichtleitenden Elementen führt. Hierdurch kann es zum Aufleuchten von nicht angesteuerten
Segmenten und damit zu einer schlechten Ablesbarkeit der Segmentanzeige kommen.
[0006] Ebenfalls nachteilig an einer solchen Anordnung erweist sich, dass für die Herausführung
der lichtleitenden Elemente aus dem Gerät, Öffnungen im Gehäuse des Geräts vorhanden
sein müssen. Diese können jedoch nicht beliebig eng benachbart ausgeführt werden,
da das Gehäuse hierdurch instabil werden würde. Demnach weisen solche Segmentanzeigen,
insbesondere bei aus Kunststoffen gefertigten Gehäusen, in der Regel große Abstände
zwischen den einzelnen Segmenten auf. Dies kann zu einer schlechten Ablesbarkeit führen.
Weiterhin können solche einzuhaltenden großen Abstände ebenfalls zusätzliche Montageschritte
bei der Herstellung der Geräte erfordern, was zu erhöhten Produktionszeiten führt.
[0007] Ebenfalls nachteilig an einer solchen Anordnung erweist sich, dass das Gerätegehäuse
eine schlechte Abschirmung gegen Überstrahlung der herausgeführten lichtleitenden
Elemente bietet, was zu einer schlechten Ablesbarkeit der Segmentanzeige führt. Dies
ist insbesondere bei Kunststoffgehäusen der Fall.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Segmentanzeige mit geringer Streulichtentwicklung,
guter Ablesbarkeit und einfacher Montierbarkeit bereitzustellen.
[0009] Diese Aufgabe ist gelöst durch eine Segmentanzeige, umfassend einen Lichtleiter mit
wenigstens zwei lichtleitenden Elementen, die jeweils einen Lichteintrittspunkt und
einen Lichtaustrittspunkt aufweisen, wobei der Lichtleiter auf der Seite des Lichtaustrittspunkts
eine geschlossene Oberfläche aufweist.
[0010] Dementsprechend besteht die der Erfindung zu Grunde liegende Idee grundsätzlich darin,
die lichtleitenden Elemente des Lichtleiters an der der Lichtquelle abgewandten Seite
zu verbinden. Das die Lichtquelle verlassende Licht wird somit direkt durch die lichtleitenden
Elemente gebündelt von der Lichtquelle zum Lichtaustrittspunkt an der Geräteoberfläche
geführt. Da die lichtleitenden Elemente der der Lichtquelle zugewandten Seite der
Segmentanzeige dabei vorzugsweise nicht durch Verbindungsstege verbunden sind, werden
hierbei nachteilige Lichtstreuungs- und/oder Überstrahlungseffekte minimiert oder
vollständig unterbunden.
[0011] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass durch die Verbindung
der lichtleitenden Elemente durch eine geschlossene Oberfläche am Lichtaustrittspunkt
lediglich eine einzige Öffnung in das Gehäuse des Geräts eingebracht zu werden braucht.
Hierdurch können die Segmente der Segmentanzeige näher zu einander angeordnet werden,
was zu einer kompakteren Bauweise der Segmentanzeige und damit zu verkürzten Produktionszeiten
beim Einbau der Segmentanzeige in das Endprodukt führt. Weiterhin wird durch näher
zueinander angeordnete Segmente die Auflösung der Segmentanzeige erhöht.
[0012] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass durch die Verbindung
der lichtleitenden Elemente durch eine geschlossene Oberfläche am Lichtaustrittspunkt
eine vereinfachte Abschirmung der einzelnen lichtleitenden Elemente voneinander erreicht
werden kann, was ein Überstrahlen verhindert. Dieser Aspekt der Erfindung wird weiter
unten genauer ausgeführt.
[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Segmentanzeige eine Segmentanzeige
mit ≥ 1, ≥ 7 oder ≥ 14 Segmenten. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Segmentanzeige
2, 7, 14, 38, 88 oder 111 Segmente auf. Segmentanzeigen mit 7 Segmenten eignen sich
besonders zur Darstellung von Ziffern; Segmentanzeigen mit 14 Segmenten eignen sich
besonders zur Darstellung von Ziffern und/oder Buchstaben. In einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform weist die Segmentanzeige ein Mehrfaches der 2, 7, 14, 38, 88 oder
111 Segmente auf, dementsprechend umfasst die Segmentanzeige ≥ 2 x 2, ≥ 2 x 7, ≥ 2
x 14, ≥ 2 x 38, ≥ 2 x 88 oder ≥ 2 x 111 Segmente; ≥ 3 x 2, ≥ 3 x 7, ≥ 3 x 14, ≥ 3
x 38, ≥ 3 x 88 oder ≥ 3 x 111 Segmente; oder ≥ 5 x 2, ≥ 5 x 7, ≥ 5 x 14, ≥ 5 x 38,
≥ 5 x 88 oder ≥ 5 x 111 Segmente. Noch bevorzugter weist die Segmentanzeige 2 x 7
oder 2 x 14 Segmente auf.
[0014] Die Segmentanzeige umfasst einen Lichtleiter der aus einem beliebigen geeigneten,
lichtleitenden Material bestehen kann. In einer weitem Ausführungsform besteht der
Lichtleiter aus einem Polyethen (PE), einem Polypropen (PP), einem Polybutadien, einem
Polystyrol (PS), einem Polyvinylchlorid (PVC), einem Polyacrylnitril (PAN), einem
Polycarbonat oder einem Polyacrylat. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das
Material PAN; dies hat den Vorteil, dass ein solches Material hart und steif, sowie
beständig gegenüber den meisten Chemikalien und Lösungsmitteln und gegenüber Sonneneinstrahlung
und Hitze ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Material PP;
dies hat den Vorteil, dass ein solches thermoplastisches Material eine hohe Stabilität
und Chemikalienbeständigkeit aufweist und verhältnismäßig hart und wärmebeständig
ist. In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausfiihrungsform ist das Material ein
Polyacrylat; dies hat den Vorteil durchscheinend wie Glas, jedoch aufgrund seiner
Elastizität viel stabiler zu sein. In einer noch bevorzugteren Ausführungsform ist
das Material ein Polycarbonat, z.B. Makrolon.
[0015] Der Lichtleiter umfasst zumindest zwei lichtleitende Elemente, in welchen Licht vom
Lichteintrittspunkt zum Lichtaustrittspunkt geleitet wird. Bevorzugt erfolgt die Lichtleitung
in den einzelnen lichtleitenden Elementen durch Totalreflexion. Hierbei wird das Licht
im lichtleitenden Element fokussiert. Auf der der Seite des Lichtaustrittspunktes
vereinigen sich die Lichtleiter zu einer geschlossenen Oberfläche.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform umfasst der Lichtleiter ≥ 1, ≥ 2, oder ≥ 5 lichtleitende
Elemente pro Segment. Bevorzugt umfasst die Segmentanzeige 1 lichtleitendes Element
pro Segment.
[0017] Die lichtleitenden Elemente können eine beliebige Form aufweisen, solange diese eine
Lichtleitung vom Lichteintrittspunkt zum Lichtaustrittspunkt zulässt. In speziellen
Ausführungsformen ist der Querschnitt der lichtleitenden Elemente im Wesentlichen
kreisförmig, oval, mehreckig, viereckig, fünfeckig, sechseckig, oder achteckig. Vorzugsweise
ist der Querschnitt der lichtleitenden Elemente an der Seite des Lichteintrittspunkts
geringer als an der Seite des Lichtaustrittspunkts. In einer noch bevorzugteren Ausführungsform
sind die lichtleitenden Elemente im Wesentlichen zylinderförmig, vorzugsweise mit
kreisförmigen Querschnitt, ausgeführt, wobei die dem Lichteintrittspunkt zugewandte
Seite den geringsten Durchmesser aufweist, der sich zu der geschlossenen Oberfläche
am Lichtaustrittspunkt hin vergrößert.
[0018] Die geschlossene Oberfläche kann in einer beliebigen Form ausgeführt sein. In einer
bevorzugten Ausführungsform hat die geschlossene Oberfläche eine im Wesentlichen kreisförmige,
ovale, rechteckige, mehreckige, viereckige, fünfeckige, sechseckige, oder achteckige
Form. In der bevorzugtesten Ausführungsform ist die Form der geschlossenen Oberfläche
rechteckig.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform weist die geschlossene Oberfläche eine Dicke von
≥ 0,1 mm und ≤ 5 cm, bevorzugt ≥ 1 mm und ≤ 1 cm, noch bevorzugter ≥ 1 mm und ≤ 5
mm, am bevorzugtesten ≥ 2 mm und ≤ 4 mm auf.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform weist die geschlossene Oberfläche eine plane Oberfläche
auf. Diese plane Ausbildung kann durch die vertieften Segmente unterbrochen werden.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Segmentanzeige weiterhin ein Verbindungselement
zur Befestigung der Segmentanzeige mit dem Gerätegehäuse. In einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Segmentanzeige weiterhin ein Verbindungselement zur Befestigung der Segmentanzeige
mit einer Abdeckung.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Segmentanzeige mittels eines
Kunststoffspritzgussverfahrens hergestellt. Vorzugsweise ist die Segmentanzeige einstückig.
Dies hat den Vorteil, dass die Segmentanzeige als einzelnes Bauteil und damit mit
verringerter Arbeitszeit und unkompliziert in einem Gerät verbaut werden kann. Weiterhin
kann so eine leichte Separierung der einzelnen lichtleitenden Elemente durch, z.B.,
Aufstecken der Segmentanzeige (in einem einzigen Arbeitsschritt) in eine Aufnahme
erreicht werden, wobei die lichtleitenden Elemente durch dazwischenliegendes Material
optisch voneinander separiert werden.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Segmente als Vertiefungen
in der geschlossenen Oberfläche ausgeführt. In einer bevorzugten Ausführungsform befinden
sich die Segmente am Ende des Weges des Lichts durch die lichtleitenden Elemente,
d.h. die vertieften Segmente fallen mit dem Lichtaustrittspunkt zusammen. Dies hat
den Vorteil, dass eine Überstrahlung von benachbarten Segmenten vermindert oder verhindert
wird, womit die Ablesbarkeit der Segmentanzeige erhöht wird. Eine erhöhte Ablesbarkeit
der Segmentanzeige erlaubt die Verringerung der Abstände der Segmente zueinander,
wodurch eine kleinere Bauform der Segmentanzeige ermöglicht wird. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform sind die Segmente als strich- oder stabförmige Vertiefungen
ausgeführt; noch bevorzugter sind die Segmente Vertiefungen mit trapezoider Form.
[0024] In einer weitern bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Deckfläche der
geschlossenen Oberfläche geschwärzt. Dies hat ebenfalls den Vorteil, dass eine Überstrahlung
von benachbarten Segmenten vermindert oder verhindert wird. Zusätzlich wird der Kontrast
zu den leuchtenden Segmenten erhöht, womit insgesamt die Ablesbarkeit der Segmentanzeige
erhöht wird. Eine erhöhte Ablesbarkeit der Segmentanzeige erlaubt die Verringerung
der Abstände der Segmente zueinander, wodurch eine kleinere Bauform der Segmentanzeige
ermöglicht wird.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Segmentanzeige weiterhin
eine Abdeckung. Noch bevorzugter ist die Abdeckung eine Linse, eine Blende, oder eine
Filterscheibe. In der bevorzugtesten Ausführungsform besteht die Abdeckung aus Rauchglas
oder einem getönten durchsichtigem Material. Eine solche Abdeckung hat zum einen den
Vorteil, dass eine bessere Ablesbarkeit der Segmentanzeige erreicht wird. Weiterhin
wird, insbesondere bei Verwendung einer Linse, eine weitere Verkleinerung der Bauform
der Segmentanzeige ermöglicht. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Abdeckung
ist, dass die Haptik des Geräts, in welchem die Segmentanzeige verbaut wird, verbessert
wird. Insbesondere wird hierdurch eine glatte Oberfläche ohne vorstehende Kanten oder
Vertiefungen erreicht. In einer weiteren Ausführungs form wird die Abdeckung der Segmentanzeige
getönt, in einem dunklen Farbton oder in Gerätefarbe oder einer zum Gerät ähnlichen
Farbe ausgeführt. Dies hat den Vorteil, dass die Segmentanzeige an sich nicht oder
weniger deutlich sichtbar ist und lediglich die leuchtenden Segmente durch den Benutzer
wahrgenommen werden.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist die Abdeckung über ein Verbindungselement mit
der Segmentanzeige verbindbar. In einer weitem Ausführungsform greifen die Verbindungselemente
von Abdeckung und Segmentanzeige ineinander. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist Verbindungselement eine Clip- oder Rastverbindung.
[0027] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Segmentmodul umfassend
zumindest eine erfindungsgemäße Segmentanzeige, sowie Mittel zum Separieren der lichtleitenden
Elemente.
[0028] In bevorzugten Ausführungsformen umfasst das Segmentmodul ≥ 1, ≥ 2, ≥ 5, ≥ 10, oder
≥ 100 Segmentanzeigen. Bevorzugt umfasst das Segmentmodul 1 oder 2 Segmentanzeigen.
[0029] Durch die Mittel zum Separieren der lichtleitenden Elemente wird eine Überstrahlung
zwischen den einzelnen lichtleitenden Elementen vermindert oder verhindert. Somit
wird eine bessere Ablesbarkeit der Segmentanzeige erreicht, sowie eine kompaktere
Bauform ermöglicht.
[0030] Wie oben erwähnt hat die Verbindung der lichtleitenden Elemente durch eine geschlossene
Oberfläche am Lichtaustrittspunkt den weiteren Vorteil, dass eine vereinfachte Abschirmung
der einzelnen lichtleitenden Elemente voneinander erreicht werden kann. Dies kann
zum Beispiel durch einfaches Aufstecken der Segmentanzeige auf das/die Mittel zum
Separieren der lichtleitenden Elemente erfolgen.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die/das Mittel zum Separieren der lichtleitenden
Elemente Mittel zum optischen Separieren der lichtleitenden Elemente. Solche Mittel
können aus jedem geeigneten Material hergestellt werden, die Licht reflektieren oder
absorbieren, bzw. einen geringen Transmissionskoeffizienten für das von der Lichtquelle
ausgesandte Licht aufweisen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das
Mittel zum optischen Separieren der lichtleitenden Elemente lichtundurchlässig. In
einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Mittel zum Separieren der einzelnen
lichtleitenden Elemente aus Kunststoff, Gummi, Metall oder Metalllegierungen.
[0032] Die Mittel zum Separieren der lichtleitenden Elemente können die lichtleitenden Elemente
in Teilbereichen oder über die gesamte Länge vom Lichteintrittspunkt bis zum Lichtaustrittspunkt
voneinander separieren. Bevorzugt ist eine Separation über ungefähr ein Drittel, ungefähr
die Hälfte, ungefähr zwei Drittel oder ungefähr drei Viertel der gesamten Länge. Noch
bevorzugter ist eine Separation über die gesamte Länge der lichtleitenden Elemente,
oder über die gesamte Länge vom Lichteintrittspunkt bis zum Übergang in die geschlossene
Oberfläche.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform befinden sind die Mittel zum Separieren
der lichtleitenden Elemente als Aufnahmen für die Segmentanzeige ausgeführt und dienen
deren Befestigung. Dies hat den Vorteil des einfachen und zeitsparenden Zusammenbaus
des Geräts. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zum Separieren
der lichtleitenden Elemente mit einer Leiterplatte fest verbunden. In einer noch bevorzugteren
Ausführungsform bilden die Mittel zum Separieren der lichtleitenden Elemente und die
Segmentanzeige eine Steckverbindung.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst das Segmentmodul weiterhin
zumindest zwei Lichtquellen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die
Lichtquellen LEDs. Noch bevorzugter sind die LEDs fest mit einer Leiterplatte des
Geräts verbunden, in welches das Segmentmodul eingebaut werden soll. In einer weiteren
bevorzugten Ausfiihrungsform kontaktieren die lichtleitenden Elemente des Segmentmoduls
die Lichtquellen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform liegt die Lichtquelle
in der Ebene des Lichtwegs von Lichteintrittspunkt zu Lichtaustrittspunkt eines lichtleitenden
Elements. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform befindet sich zwischen den
Lichteintrittspunkten der lichtleitenden Elemente und den Lichtquellen ein Abstand.
[0035] Bevorzugt umfasst das Segmentmodul eine Lichtquelle pro lichtleitendem Element der
Segmentanzeige. Noch bevorzugter umfasst das Segmentmodul 7 oder 14 LEDs.
[0036] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Leiterplatte des Geräts
in welches das Segmentmodul eingebaut werden soll eine Lichtquelle pro lichtleitendem
Element der Segmentanzeige. Noch bevorzugter umfasst diese Leiterplatte 7 oder 14
LEDs. Nach dem Einbau des Segmentmodul in das Gerät liegt bevorzugt jede Lichtquelle
in der Ebene des Lichtwegs von Lichteintrittspunkt zu Lichtaustrittspunkt jeweils
eines lichtleitenden Elements des Segmentmoduls.
[0037] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Segmentmodul weiterhin eine Leiterplatte
mit darauf angeordneten Lichtquellen. Noch bevorzugter umfasst das Segmentmodul eine
Leiterplatte sowie eine Tastatur. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst
das Segmentmodul eine Steckverbindung zum Einbau in ein Gerät, z.B. ein Telefon. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Segmentmodul als modulares Steckmodul
für ein Elektrogerät, bevorzugt ein Telekommunikationsgerät, ausgeführt, dass über
Steckverbindungen in das Gerät eingesteckt werden kann.
[0038] Die Lichtquellen können auf der Leiterplatte des Segmentmoduls oder, besonders bevorzugt,
auf der Leiterplatte des Geräts angeordnet sein, in welches das Segmentmodul eingesteckt
wird. In beiden Fällen sind die Lichtleiter relativ zu den Lichtquellen derart angeordnet,
dass von einer jeweiligen Lichtquelle emittiertes Licht über den Lichteintrittspunkt
in einen jeweiligen Lichtleiter einkoppelbar ist.
[0039] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung umfassend
eine Segmentanzeige oder eine Segmentmodul gemäß der vorliegenden Erfindung. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung eine Telekommunikationsvorrichtung,
ein Telefon, ein Anrufbeantworter oder eine Telefonanlage.
[0040] Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung einer Segmentanzeige gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
[0041] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch ein Segmentmoduls gemäß einer bevorzugten Ausfiihrungsform
der Erfindung.
[0042] Fig. 3 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Segmentmoduls
als Explosionszeichnung.
[0043] Fig. 4 zeigt eine weitere Explosionszeichnung einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Segmentmoduls.
[0044] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Segmentanzeige (1) gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung. Die Segmentanzeige ist eine Segmentanzeige mit 2 x
7 Segmenten (10) und umfasst einen einstückigen Lichtleiter (2) aus Kunststoff mit
2 x 7 lichtleitenden Elementen (3) und einer geschlossenen Oberfläche (7). Die geschlossene
Oberfläche (7) hat eine rechteckige Form mit planer Oberseite und weist eine Dicke
(8) von ungefähr 2 bis 4 mm auf. Die Segmente (10) sind als trapezoide Vertiefungen
in der Oberfläche ausgeführt. Die Deckfläche (11) der Oberfläche ist geschwärzt.
[0045] Die lichtleitenden Elemente (3) sind im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet und
weisen am Lichteintrittspunkt (4) einen kreisförmigen Querschnitt auf. Zum Lichtaustrittspunkt
hin, der sich auf der Seite Segmente (10) befindet, nimmt der Querschnitt der lichtleitenden
Elemente zu. Die lichtleitenden Elemente gehen auf der Seite des Lichtaustrittspunkts
in die geschlossene Oberfläche (7) über. Weiterhin umfasst die Segmentanzeige ein
Verbindungselement (9) welches mit dem Verbindungselement (13) der Abdeckung (12)
eine Rastverbindung eingeht.
[0046] Fig. 2 zeigt die schematische Darstellung eines Segmentmoduls (14) gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung. Das Segmentmodul umfasst eine Segmentanzeige (1) nach
Fig. 1, bestehend aus einem Lichtleiter (2), der aus lichtleitenden Elementen (3)
und einer geschlossenen Oberfläche (7) aufgebaut ist. Weiterhin ist eine aus Rauchglas
gefertigte Abdeckung (12) zu erkennen, die an der Seite des Lichtaustrittspunkts (5)
über der Segmentanzeige befestigt ist. Die Befestigung wird über die Verbindungselemente
(9) und (12) der Segmentanzeige bzw. der Abdeckung erreicht.
[0047] Das Segmentmodul umfasst weiterhin eine Leiterplatte (17), auf der die Mittel zum
optischen Separieren (15) der einzelnen lichtleitenden Elemente (3) angeordnet sind.
Die Mittel zum separieren bestehen aus einem undurchsichtigen Kunststoff und separieren
die lichtleitenden Elemente über Teilbereiche sowie die gesamte Länge vom Lichteintrittspunkt
bis zum Übergang in die geschlossene Oberfläche (7).
[0048] Weiterhin werden Lichtquellen (16) gezeigt, die als 2 x 7 LEDs als ausgeführt sind.
Die LEDs sind auf der Leiterplatte des Geräts, in welchem das Segmentmodul verbaut
wird, angeordnet. Die Segmentanzeige (1) mit Abdeckung (12) und die auf der Leiterplatte
(17) befestigten Mittel zum optischen Separieren der Lichtelemente (15) bilden wie
dargestellt eine Steckverbindung, bei der die Lichteintrittspunkte der lichtleitenden
Elemente direkt auf den LEDs (16) aufsitzen. Zusätzlich ist eine Tastatur (18) auf
der Leiterplatte des Segmentmoduls angebracht.
[0049] Das von den LEDs erzeugte Licht tritt somit über die Lichteintrittspunkte der lichtleitenden
Elemente (3) in den Lichtleiter (2) ein und wird entlang der Lichtwege (6) mittels
Totalreflektion in den lichtleitenden Elementen vom Lichteintrittspunkt zum Lichtaustrittspunkt
(5), der mit den vertieften Segmenten (10) zusammenfällt geleitet. Hier leuchten somit
diejenigen Segmente, unter denen sich entlang ihres Lichtwegs (6) eine angesteuerte
LED befindet auf.
[0050] Gleichzeitig verhindern die Mittel zum optischen Separieren (15) Überstrahlungseffekte
zwischen den einzelnen lichtleitenden Elementen.
[0051] Fig. 3 zeigt eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Segmentmoduls
(14) als Explosionszeichnung. Das Segmentmodul ist als modulares Steckmodul für ein
Elektrogerät ausgeführt, dass über Steckverbindungen (21) in das Gerät eingesteckt
werden kann. Es umfasst eine Segmentanzeige (1) nach Fig. 1 mit einer aus Rauchglas
gefertigten Abdeckung (12). Das modulare Steckmodul umfasst weiterhin einen Spacer
(19), sowie eine elektrisch isolierende Folie (20), welche geeignete Öffnungen aufweisen,
um den Durchtritt des Lichts von den LEDs zu ermöglichen.
[0052] Fig. 4 zeigt eine weitere Explosionszeichnung einer bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Segmentmoduls. Erneut ist das Segmentmodul (14) als modulares Steckmodul
für ein Elektrogerät ausgeführt. Es umfasst eine Segmentanzeige (1) nach Fig. 1 mit
einer aus Rauchglas gefertigten Abdeckung (12). Die Mittel zum optischen Separieren
(15) sind auf einer Leiterplatte (17) des Segmentmoduls befestigt. Zusätzlich ist
eine Tastatur (18) auf der Leiterplatte angebracht. Auf der Leiterplatte (22) des
elektrischen Geräts sind weiterhin 2 x 7 LEDs (16) angeordnet. Jede dieser LEDs befindet
sich nach dem Zusammenstecken von Segmentmodul und Leiterplatte (22) in der Ebene
des Lichtwegs von Lichteintrittspunkt zu Lichtaustrittspunkt jeweils eines lichtleitenden
Elements des Lichtleiters.
1. Segmentanzeige (1), umfassend einen Lichtleiter (2) mit wenigstens zwei lichtleitenden
Elementen (3), die jeweils einen Lichteintrittspunkt und einen Lichtaustrittspunkt
aufweisen, wobei der Lichtleiter auf der Seite des Lichtaustrittspunkts (5) eine geschlossene
Oberfläche (7) aufweist.
2. Segmentanzeige nach Anspruch 1, umfassend 2 x 7 oder 2 x 14 Segmente (10), wobei jedes
Segment ein lichtleitendes Element umfasst.
3. Segmentanzeige nach Anspruch 1, wobei der Lichtleiter aus einem Polycarbonat besteht.
4. Segmentanzeige nach Anspruch 1, wobei die Segmente als Vertiefungen in der geschlossenen
Oberfläche ausgeführt sind.
5. Segmentanzeige nach Anspruch 1, wobei die Deckfläche (11) der geschlossenen Oberfläche
geschwärzt ist.
6. Segmentanzeige nach Anspruch 1, weiterhin umfassend eine Abdeckung (12).
7. Segmentanzeige nach Anspruch 6, wobei die Abdeckung aus Rauchglas besteht.
8. Segmentanzeige nach Anspruch 6, wobei die Abdeckung und die Segmentanzeige über zumindest
ein Verbindungselement (9) und/oder (13) verbindbar sind.
9. Segmentmodul umfassend zumindest eine Segmentanzeige nach Anspruch 1, sowie Mittel
zum Separieren der lichtleitenden Elemente (15).
10. Segmentmodul gemäß Anspruch 9, wobei die Mittel zum Separieren der lichtleitenden
Elemente lichtundurchlässig sind.
11. Segmentmodul gemäß Anspruch 9, wobei die Mittel zum Separieren der lichtleitenden
Elemente als Aufnahme für die Segmentanzeige ausgeführt sind.
12. Segmentmodul gemäß Anspruch 9, wobei das Segmentmodul als Steckmodul für ein Elektrogerät
ausgeführt ist.
13. Segmentmodul nach Anspruch 9, weiterhin umfassend zumindest zwei Lichtquellen (16),
wobei die Lichtleiter relativ zu den Lichtquellen derart angeordnet sind, dass von
einer jeweiligen Lichtquelle emittiertes Licht über den Lichteintrittspunkt in einen
jeweiligen Lichtleiter einkoppelbar ist.
14. Vorrichtung, insbesondere Telekommunikationsvorrichtung, umfassend eine Segmentanzeige
nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder ein Segmentmodul nach Anspruch 9 bis 13.
15. Vorrichtung, insbesondere Telekommunikationsvorrichtung, umfassend eine Segmentanzeige
nach einem der Ansprüche 1 bis 8, ein Segmentmodul nach Anspruch 9 bis 12 und/oder
zumindest zwei Lichtquellen (16), wobei die Lichtleiter relativ zu den Lichtquellen
derart angeordnet sind, dass von einer jeweiligen Lichtquelle emittiertes Licht über
den Lichteintrittspunkt in einen jeweiligen Lichtleiter einkoppelbar ist.