[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Testen der Funktionstüchtigkeit
von einer Anzahl an über eine gemeinsame Steuerung betriebener Leuchtdioden (LEDs),
welche vorzugsweise in Gruppen wie beispielsweise in LED-Streifen oder -Leisten organisiert
sein können.
[0002] In jüngster Vergangenheit, insbesondere seit dem Aufkommen von Hochleistungs-LEDs,
werden vermehrt Anstrengungen unternommen, um die herkömmliche Fahrzeugbeleuchtung
eines Kraftfahrzeugs und insbesondere dessen Fernlicht unter Verwendung von LEDs zu
realisieren. Hierzu kann beispielsweise ein LED-Array aus einer Vielzahl einzelner
LEDs anstelle der herkömmlichen Halogen- oder Xenonscheinwerfer zum Einsatz kommen.
Wie bei herkömmlichen Autoscheinwerfern besteht auch bei diesen LED-Arrays ein Bedarf
danach, eine Feststellung über die Funktionstüchtigkeit solch eines LED-basierten
Scheinwerfers treffen zu können, sodass der Fahrer des Fahrzeugs über den Bordcomputer
im Falle eines Ausfalls einer LED über deren Fehlerhaftigkeit informiert werden kann.
[0003] Um eine Feststellung über die Funktionstüchtigkeit eines LED-Arrays treffen zu können,
muss üblicherweise zunächst das gesamte LED-Array abgeschaltet werden, woraufhin dann
anschließend sämtliche LEDs des Arrays nacheinander mit einem Teststrom- oder -spannungssignal
beaufschlagt werden können, so dass beispielsweise durch Auswertung des Spannungsabfalls
an der jeweiligen LED eine Aussage darüber getroffen werden kann, ob die jeweilige
LED noch funktionstüchtig ist oder nicht. Danach kann dann das LED-Array wieder angeschaltet
werden.
[0004] Da bei dieser Vorgehensweise jedoch alle LEDs eines LED-Arrays direkt nacheinander
getestet werden, während das LED-Array ausgeschaltet ist, wird für einen kompletten
Testdurchlauf, bei dem alle LEDs eines LED-Arrays getestet werden, verhältnismäßig
viel Zeit benötigt. Dies führt dazu, dass dieses bekannte Testverfahren nur bedingt
geeignet ist, um während der laufenden Fahrt eines Fahrzeugs mit angeschalteten Scheinwerfern
zum Einsatz zu kommen, da aufgrund der verhältnismäßig langen Zeitspanne, die für
einen kompletten Testdurchlauf benötigt wird - also der Zeitspanne zwischen dem Aus-
und Einschalten des LED-Arrays - ein flackernder, flimmernder oder blinkender Lichteindruck
erzeugt wird, wodurch der Fahrer des Fahrzeugs unter Umständen in seiner Aufmerksam
gestört werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Testen der Funktionstüchtigkeit
von LED-Arrays zu schaffen, welches ohne den Fahrer eines Kraftfahrzeugs in seiner
Aufmerksamkeit negativ zu beeinflussen, auch während der laufenden Fahrt des Fahrzeugs
durchgeführt werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Testverfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und insbesondere dadurch gelöst, dass die LEDs des zu testenden LED-Arrays
in einem Normalbetriebsmodus mit einem pulsweitenmodulierten Stromsignal betrieben
werden, der Normalbetriebsmodus für einen LED-Test unterbrochen wird, eine Kurzschlussmessung
an weniger als allen LEDs des LED-Arrays während der Unterbrechung des Normabetriebsmodus
durchgeführt wird, und anschließend der Normalbetriebsmodus fortgesetzt wird. Wenn
bei diesem so durchgeführten LED-Test an einer der LEDs ein Kurzschluss festgestellt
wird, deutet dies darauf hin, dass die jeweilige LED nicht mehr funktionstüchtig ist.
Hierüber kann dann der Fahrer des Fahrzeugs über den Bordcomputer benachrichtigt werden
kann, so dass dieser einen Austausch der defekten LED veranlassen kann.
[0007] Die Bestromung der LEDs bzw. des LED-Array mit einem pulsweitenmoduliertes Strom-
bzw. Spannungssignal erfolgt dabei zu Dimmungszwecken, da je nach gewählter Einschaltdauer
bzw. gewähltem Tastverhältnisses die Helligkeit des erzeugten Lichts variiert. Wenn
beispielsweise die Pulsweite maximal gewählt wird und somit der Grundfrequenz des
pulsweitenmodulierten Stromsignals entspricht, weist das erzeugte Licht eine maximale
Helligkeit auf, wohingegen, wenn die Einschaltdauer bzw. die Pulsweite minimal gewählt
wird, das erzeugte Licht seine minimale Helligkeit aufweist.
[0008] Wie bereits zuvor erläutert wurde, werden gemäß der vorliegenden Erfindung die LEDs
eines LED-Arrays nicht alle auf einmal direkt nacheinander getestet, wofür eine erhebliche
Zeit benötigt wird, was zu den zuvor beschriebenen Flimmerproblemen führen kann. Vielmehr
ist es erfindungsgemäß vorgesehen, während einer Unterbrechung des Normalbetriebsmodus
nicht alle LEDs eines LED-Arrays zu testen und dafür die noch nicht getesteten LEDs
zu einem späteren Zeitpunkt zu testen. Mit anderen Worten werden also die LEDs eines
LED-Arrays nicht auf einmal direkt nacheinander, sondern periodisch in Etappen getestet,
wobei zwischen den einzelnen Test-Etappen das LED-Array in seinem Normalbetriebsmodus
betrieben wird. Hierdurch gelingt es, das Zeitfenster der Unterbrechungen des Normalbetriebsmodus
so weit zu verkürzen, dass der Fahrer eines Fahrzeugs, an dem sich das LED-Array befindet,
keinerlei Kenntnis darüber erlangt, dass gerade ein Test an den LEDs seines Fahrzeugs
durchgeführt wird.
[0009] Die Kurzschlussmessungen können dabei beispielsweise so durchgeführt werden, dass
die jeweils aktuell zu testende LED mit einem Teststromsignal bestromt wird und eine
Spannungsmessung an der gerade getesteten LED durchgeführt wird, bevor anschließend
der pulsweitenmodulierte Normalbetriebsmodus fortgesetzt wird. Im Falle, dass bei
der so durchgeführten Spannungsmessung ein bestimmter Schwellenwert unterschritten
wird, deutet dies darauf hin, dass die gerade getestete LED nicht mehr funktionsfähig
ist, was dann unverzüglich dem Fahrer des Fahrzeugs über den Bordcomputer mitgeteilt
werden kann.
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Testverfahrens ergeben sich aus
den Unteransprüchen, der folgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen.
[0011] Zwar kann das erfindungsgemäße Verfahren in der zuvor erläuterten Art und Weise so
durchgeführt werden, dass während der Unterbrechung des Normalbetriebsmodus weniger
als alle LEDs, also beispielsweise nur zwei, drei oder vier von insgesamt zehn LEDs
eines LED-Arrays nacheinander getestet werden, da in diesem Falle das für die Kurzschlussmessungen
erforderliche Zeitfenster kurz genug gewählt werden kann, um die zuvor beschriebene
Flimmerproblematik zu vermeiden. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist es jedoch vorgesehen, dass während der Unterbrechung des Normalbetriebsmodus nur
an einer einzigen LED des LED-Arrays eine Kurzschlussmessung durchgeführt wird. In
diesem Falle bemisst sich die Unterbrechungslänge des Normalbetriebsmodus an der Zeitdauer,
welche für die Durchführung der Kurzschlussmessung benötigt wird und welche in der
Größenordnung von 40 µs anzusiedeln ist.
[0012] Da diese Unterbrechungsdauer wesentlich kürzer als die Periodendauer des pulsweitenmodulierten
Stromsignals ist, welche üblicherweise in der Größenordnung zwischen 2 ms und 10 ms
liegt, ist es bei dieser Ausführungsform möglich, dass für die Durchführung der Kurzschlussmessung
der Normalbetriebsmodus nicht aktiv unterbrochen werden muss, da aufgrund der sehr
kurzen Zeitdauer, die für die Kurzschlussmessung benötigt wird, dieselbe in einem
Zeitintervall durchgeführt werden kann, in dem das pulsweitenmodulierte Stromsignal
gerade ausgeschaltet ist. Im Falle, dass während der Unterbrechung des Normalbetriebsmodus
an nur einer einzigen LED eine Kurzschlussmessung durchgeführt wird, kann somit das
erfindungsgemäße Testverfahren auch während des laufenden Betriebs des Normalbetriebsmodus
durchgeführt werden.
[0013] Um sicher zu stellen, dass eine Aussage über die Funktionstüchtigkeit aller LEDs
eines LED-Arrays getroffen werden kann, ist es gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, dass der Normalbetriebsmodus, in dem die LEDs mit einem pulsweitenmodulierten
Stromsignal betrieben werden, mehrfach Zeitversetzt und vorzugsweise periodisch unterbrochen
wird, wobei während jeder Unterbrechung eine Kurzschlussmessung an weniger als allen
LEDs des LED-Arrays, vorzugsweise an einer einzigen LED des LED-Arrays, durchgeführt
wird. Obwohl während einer einzigen Unterbrechung des Normalbetriebsmodus mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren nicht alle LEDs eines LED-Arrays getestet werden, kann
durch die periodisch zeitversetzte Wiederholung des erfindungsgemäßen Testverfahrens
somit sichergestellt werden, dass zuverlässig eine Aussage über die Funktionsfähigkeit
aller LEDs eines LED-Arrays getroffen werden kann. Hierzu werden während der einzelnen
Unterbrechungen jeweils unterschiedliche LEDs eines LED-Arrays getestet, so dass nach
einer Vielzahl von Testdurchläufen jede LED zumindest einmal getestet wurde.
[0014] Da bereits Frequenzen ab etwa 75 Hz von den meisten Menschen flimmerfrei wahrgenommen
werden, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform möglich, die Dauer der Unterbrechung
des Normalbetriebsmodus bis auf etwa 13 ms auszudehnen. Dies kann sich insbesondere
dann als vorteilhaft erweisen, wenn ein LED-Array sehr viele LEDs aufweisen sollte,
da es dann wünschenswert sein kann, während einer einzigen Unterbrechung möglichst
viele LEDs eines LED-Arrays nacheinander testen zu können.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist es vorgesehen, die Grundfrequenz des pulsweitenmodulierten Stromsignals so zu
wählen, dass diese zwischen 100 und 500 Hz, vorzugsweise in der Größenordnung von
200 Hz, liegt, da in diesem Falle je nach gewähltem Tastverhältnis des pulsweitenmodulierten
Stromsignals die Kurzschlussmessungen an den einzelnen LEDs während der Ausschaltperioden
des pulsweitenmodulierten Stromsignals vorgenommen werden können.
[0016] Besonders eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren zum Testen der Funktionsfähigkeit
eines LED-Arrays, welches sich aus mehreren identischen, jeweils über einen einzigen
DC-DC-Wandler gespeisten LED-Leisten zusammensetzt, da dabei die einzelnen LED-Leisten
simultan mit dem erfindungsgemäßen Verfahren getestet werden können. Dies kann beispielsweise
erfolgen, indem an einander entsprechenden LEDs der einzelnen LED-Leisten gleichzeitig
eine Kurzschlussmessung durchgeführt wird. Hierdurch kann die Wiederholfrequenz des
Verfahrens klein gehalten werden, was zur Folge hat, dass ein Ausfall einer LED möglichst
zeitnah festgestellt werden kann.
[0017] Im Folgenden wird nun die Erfindung rein exemplarisch anhand einer beispielhaften
Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines LED-Arrays zeigt, dessen LEDs mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Testverfahrens auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden können; und
- Fig. 2
- die zeitliche Folge des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand pulsweitenmodulierter
Stromsignale veranschaulicht.
[0018] Das in der Fig. 1 schematisch dargestellte LED-Array 10 umfasst fünf LED-Leisten
A, B, C, D, E von denen jede fünf LEDs 1, 2, 3, 4, 5 aufweist. Im Folgenden werden
die einzelnen LEDs entsprechend der dargestellten Anordnung auch durch die Angabe
ihrer Spalten- bzw. Leisten- und Zeilennummer identifiziert. So handelt es sich beispielsweise
bei der LED D4 um die vierte LED der LED-Leiste D. Zwar weist das dargestellte LED-Array
in der dargestellten Ausführungsform fünf mal fünf, also insgesamt 25 LEDs auf, jedoch
kann das erfindungsgemäße Testverfahren auch bei beliebig dimensionierten LED-Arrays
zum Einsatz kommen.
[0019] Während der laufenden Fahrt eines Fahrzeugs werden die einzelnen LEDs des LED-Arrays
10 mit gepulsten Strom- bzw. Spannungssignalen beaufschlagt, wie sie beispielsweise
in der Fig. 2 dargestellt sind, wobei in Abhängigkeit der Größe der Pulsweite der
einzelnen Pulse die Helligkeit des von der jeweiligen LED abgegebenen Lichts variiert.
In der Fig. 2 repräsentiert die obere Darstellung ein exemplarisches pulsweitenmoduliertes
Strom- bzw. Spannungssignal, mit dem beispielsweise die jeweils erste LED 1 der LED-Leisten
A, ..., E betrieben wird, wohingegen die untere Darstellung der Fig. 2 ein anderes
exemplarisches pulsweitenmodulierten Strom- bzw. Spannungssignals zeigt, mit dem die
jeweils zweite LED 2 der LED-Leisten A, ..., E betrieben wird. Obwohl es hier nicht
dargestellt ist, können die LEDs 3, 4, 5 des LED-Arrays 10 mit ähnlichen pulsweitenmodulierten
Strom- bzw. Spannungssignalen betrieben werden.
[0020] Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, weisen die dargestellten pulsweitenmodulierten
Strom- bzw. Spannungssignale eine Grundfrequenz von 200 Hz auf, wobei das in der oberen
Darstellung dargestellte Signal ein Tastverhältnis von etwa 50 % besitzt, wohingegen
das in der unteren Darstellung der Fig. 2 dargestellte Signal ein Tastverhältnis von
nur etwa 25 % besitzt. Dementsprechend werden die LEDs A1, ..., E1 einen Lichtstrom
mittlerer Helligkeit abgeben, wohingegen die LEDs A2, ..., E2 einen weniger hellen
Lichtstrom abgeben werden.
[0021] Um nun eine oder mehrere der LEDs des LED-Arrays 10 auf Funktionstüchtigkeit überprüfen
zu können, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, den Normalbetriebsmodus der LEDs 1,
..., 5, in dem diese in der dargestellten Weise mit einem mit 200 Hz pulsweitenmodulierten
Strom- bzw. Spannungssignal betrieben werden, um eine Zeitdauer B
i zu unterbrechen und während dieser Unterbrechung B
i an weniger als allen LEDs 1, ..., 5, eine Kurzschlussmessung durchzuführen, bevor
anschließend der Normalbetriebsmodus wieder fortgesetzt wird.
[0022] Wie der Gegenüberstellung der beiden Darstellungen der Fig. 2 entnommen werden kann,
wird dabei während einer ersten Unterbrechung B
1 nur eine Kurzschlussmessung S an der jeweils ersten LED 1 der LED-Leisten A, ...,
E durchgeführt, wohingegen zu einem späteren Zeitpunkt während einer Unterbrechung
B
2 nur an der jeweils zweiten LED 2 der LED-Leisten A, ..., E eine Kurzschlussmessung
S durchgeführt wird, indem die jeweiligen LEDs 1, 2 während der jeweiligen Unterbrechung
B1, B2 mit jeweils einem Teststromsignal S beaufschlagt werden. Zwar sind die beiden
Unterbrechungen B
1 und B
2 in der dargestellten Ausführungsform nur um drei Pulse zeitversetzt, jedoch können
die einzelnen Unterbrechungen B
i auch um sehr viel längere Zeitabstände voneinander versetzt sein. Beispielweise können
die einzelnen Unterbrechungen B
i um eine Vielzahl von Perioden in der Größenordnung von Sekunden oder gar Minuten
zeitversetzt sein, wie dies in der Fig. 2 durch die gestrichelte Darstellung des mittleren
Pulses zwischen den beiden Unterbrechungen B
1, B
2 dargestellt ist, solange dabei sichergestellt ist, dass nach einer bestimmten Zeit
alle LEDs 1, ..., 5 zumindest einmal durchgetestet sind.
[0023] Abweichend von der dargestellten Ausführungsform der Fig. 2 wäre es ebenfalls möglich,
beispielsweise während der Unterbrechung B
1 nicht nur die jeweils erste LED 1 des LED-Arrays 10 zu testen, sondern nach durchgeführtem
Test der ersten LEDs 1 anschließend während der ersten Unterbrechung B 1 beispielsweise
die zweiten LEDs 2 des LED-Arrays 10 auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen, was entsprechend
kürzere Testsignale S voraussetzen würde, so dass diese nacheinander während der Unterbrechung
B
1 an die LEDs 1, 2 gesendet werden können. In diesem Falle könnten dann beispielsweise
während der Unterbrechung B
2 die LEDs 3, 4 des LED-Arrays 10 auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden.
[0024] Da die Grundfrequenz des der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform 200 Hz beträgt,
die Periodendauer des pulsweitenmodulierten Stromsignals also 5 ms beträgt, weisen
die Unterbrechungen B
1 und B
2 in der dargestellten Ausführungsform eine Zeitdauer von etwa 6,5 ms auf, obwohl diese
auch deutlich kürzer wie beispielsweise 40 µs sein können. Selbst im Falle, wenn die
Unterbrechungen B
1 jedoch etwa 6,5 ms lang sein sollten, so entspräche dies einer Unterbrechungsfrequenz
von etwa 153 Hz, welche jedoch für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist.
[0025] Durch das beschriebene Verfahren wird somit sichergestellt, dass die Funktionstüchtigkeit
des LED-Arrays 10 auch während der laufenden Fahrt eines Fahrzeugs durchgeführt werden
kann, ohne dabei den Fahrer des Fahrzeugs in seiner Aufmerksamkeit zu beeinträchtigen.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- LED
- 2
- LED
- 3
- LED
- 4
- LED
- 5
- LED
- 10
- LED -Array
- A
- LED-Leiste
- B
- LED-Leiste
- C
- LED-Leiste
- D
- LED-Leiste
- E
- LED-Leiste
- S
- Diagnosestromsignal
- B1, B2, BI
- Unterbrechungen
1. Verfahren zum Testen der Funktionstüchtigkeit von einer Anzahl N über eine gemeinsame
Steuerung betriebener LEDs (1, ..., 5), welche vorzugsweise in Gruppen, insbesondere
in LED-Streifen oder -Leisten (A, ..., E) organisiert sind, mit den Schritten:
- Betreiben der LEDs (1, ..., 5) in einem Normalbetriebsmodus mit einem pulsweitenmodulierten
Stromsignal;
- Unterbrechen des Normalbetriebsmodus;
- Durchführen einer Kurzschlussmessung (S) an nur n LEDs während der Unterbrechung
des Normabetriebsmodus, mit n < N; und
- Fortsetzen des Normalbetriebsmodus.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
während der Unterbrechung (Bi) des Normalbetriebsmodus an nur einer einzigen LED (1, ..., 5) eine Kurzschlussmessung
(S) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Normalbetriebsmodus, in dem die LEDs (1, ..., 5) mit einem pulsweitenmodulierten
Stromsignal betrieben werden, mehrfach zeitversetzt unterbrochen wird, wobei währen
jeder Unterbrechung (Bi) eine Kurzschlussmessung (S) an n LEDs, vorzugsweise an einer einzigen LED, durchgeführt
wird.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dauer der Unterbrechung (Bi) des Normalbetriebsmodus, so kurz gewählt wird, dass der dadurch entstehende Lichteindruck vom menschlichen Auge flimmerfrei wahrgenommen wird.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dauer der Unterbrechung (Bi) des Normalbetriebsmodus maximal 13 ms und minimal 40 µs beträgt.
6. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
während der Kurzschlussmessung der zu testenden LEDs (1, ..., 5) die jeweils zu testende
LED (1, ..., 5) mit einem Teststromsignal (S) bestromt wird und eine Spannungsmessung
an der gerade getesteten LED (1, ..., 5) durchgeführt wird, bevor anschließend der
pulsweitenmodulierte Normalbetriebsmodus fortgesetzt wird.
7. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Grundfrequenz des pulsweitenmodulierten Stromsignals 100 bis 500 Hz, vorzugsweise
200 Hz beträgt.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Gruppe aus N LEDs (1, ..., 5) aus mehreren identischen, jeweils über einen
einzigen DC/DC-Wandler gespeisten LED-Leisten (A, ..., E) zusammensetzt, wobei die
einzelnen LED-Leisten (A, ..., E) simultan mit dem erfindungsgemäßen Verfahren getestet
werden, indem an einander entsprechenden LEDs (1, ..., 5) der einzelnen LED-Leisten
(A, ..., E) gleichzeitig eine Kurzschlussmessung durchgeführt wird.