Hintergrund der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Staubsauger mit einem Fliehkraftabscheider,
der einen Lufteinlasskanal aufweist, der mit einer Saugluftführung für staubbeladenen
Saugluft verbunden ist und einen Abscheideraum und einen Luftauslass besitzt, wobei
der Lufteinlasskanal in den Abscheideraum einmündet.
Stand der Technik
[0002] Derartige Staubsauger sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bestandteile eines
derartigen Staubsaugers sind im Wesentlichen eine oder mehrere Düsen zur Aufnahme
des Staubes, ein Saugrohr, welches je nach Aufbau des Staubsaugers als Boden-, Hand-
oder Upright-Sauger kürzer oder länger bzw. starr oder teleskopierbar ausgeführt ist,
ein Verbindungsstück, welches das Saugrohr mit einem flexiblen Saugschlauch verbindet,
ein oder mehrere Staubbehälter, der Bestandteil des oder der Fliehkraftabscheider
sein kann oder als separater Staubsammelbehälter ausgebildet ist, ein Unterdruckraum,
über den die Luft von einer Motor-Gebläse-Einheit angesaugt wird, sowie gegebenenfalls
ein Feinstaubfilter zum Endreinigen der austretenden Luft.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die
DE 10 2005 056 922 A1 bekannt, welche einen Fliehkraftabscheider mit einem axialen Lufteinlass beschreibt
und der Lufteinlass eine schraubenförmige Luftumlenkeinheit aufweist. Nachteilig an
einer solchen Anordnung kann sein, dass durch den axialen Lufteintritt der Luftstrom
zuerst um ca. 90 Grad umgelenkt werden muss und dadurch eine starke Bremsung erfährt.
Weiter kann nachteilig sein, dass die unbestimmte Lage der schraubenförmigen Luftumlenkeinheit
in dem Einlassbereich zu einer Verwirbelung des eintretenden Luftstroms und zu einer
unnötig hohen Geräuschentwicklung führt.
[0004] Weiter sei auf die
WO 00/74547 A1 verwiesen, welche einen Cyclonabscheider mit einem tangentialen Lufteintritt zeigt.
Nachteilig an einer solchen Anordnung kann sein, wie z. B. aus Fig. 2 dieser Schrift
ersichtlich, dass die eintretende Luft mit der durch die Zylinderform in Rotation
versetzte Luft nach einer Umdrehung kollidiert. Dies kann eine starke Verwirbelung
und Abbremsung des Luftstroms zur Folge haben.
Der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Fliehkraftabscheider
für einen Staubsauger bereitzustellen, der Verwirbelungen in dem Einlassbereich vermeidet,
sowie einen gesteigerten Volumenstrom bereitstellt bei gleichzeitiger Reduzierung
des Geräusches.
Erfindungsgemäße Lösung
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch ein Bodenpfleggerät mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0007] Der erfindungsgemäße Staubsauger umfasst einen Fliehkraftabscheider der ein Luftführungsmittel,
wobei das Luftführungsmittel eine Fläche ist, die durch Schraubung einer Raumkurve
um die Längs-Achse des Fliehkraftabscheiders erzeugt wird und am Abschluss der Fläche
eine Kante aufweist, welche eine innenliegende und eine außenliegende Ecke besitzt,
wobei die außenliegende Ecke eine axiale Lage in Längsrichtung der Achse des Fliehkraftabscheiders
besitzt und die außenliegende Ecke in einem radialen Winkelbereich orthogonal zu der
Achse des Abscheideraums zwischen plus und minus 15 Grad angeordnet ist, wobei die
Nulllage des Winkelbereichs aus einem Radius des Abscheideraums und aus einem Schnittpunkt
gebildet ist, der den Übergang des Lufteinlasskanals in den Abscheideraum darstellt,
welcher der Schraubung der Raumkurve zugewandt ist. Als Fliehkraftabscheider sind
sowohl Wirbelrohr- als auch Cyclonabscheider anzusehen, wobei in dem Fliehkraftabscheider
auf die Partikel Zentrifugalkräfte einwirken und diese radial nach außen beschleunigen.
Solche Fliehkraftabscheider werden insbesondere bei sogenannten beutellosen Staubsaugern
verwendet. Als Luftführungsmittel sind diejenigen Vorrichtungen anzusehen, welche
die einströmende Luft aus ihrer ursprünglichen Strömungsrichtung in eine andere Strömungsrichtung
ablenken. Mit einer Schraubung einer Raumkurve um eine feste Richtung wird eine Schraubenlinie
erzeugt und dessen gebildete Fläche stellt das Luftführungsmittel dar. Das Luftführungsmittel
kann einerseits an einer Begrenzungsfläche des Abscheideraums beginnen und endet andererseits
in dem Abscheideraum mit einer in den freien Raum ragenden Kante. Die abschließende
Kante des Luftführungsmittels kann mit den innen angrenzenden Flächen des Abscheideraums
eine innenliegende und außenliegende Ecke bilden. Die außenstehende Ecke ist bei der
seitlichen Begrenzung des Lufteinlasskanals so angeordnet, dass bei einem rechtsdrehenden
Luftführungsmittel, wobei die Schraubung sich von dem Lufteinlass weg- und zu dem
Auswurf hin dreht, die Ecke an der linken Seite und bei einem linksdrehenden Luftführungsmittel
an der rechten Seite des Lufteintritts angeordnet ist. Ein Winkel von 360 Grad bildet
eine volle Umdrehung. Vorteilhaft kann die Luftführung in dem Bereich des Lufteinlasses
enden. Dadurch kann erreicht werden, dass sich die einströmende Luft und die rotierenden
Luft an der Eintrittsstelle in zueinander beabstandeten Ebenen befinden und weitgehend
unbeeinflusst voneinander, bzw. nahezu ohne gegenseitige Kollision vorbeiströmen.
Bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung
[0008] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Die Bezugszeichen
in den Ansprüchen haben keine einschränkende Wirkung, sondern sollen lediglich deren
Lesbarkeit verbessern.
[0009] Vorzugsweise mündet der Lufteinlasskanal in der Nähe einer den Abscheideraum auf
einer Seite abschließenden Begrenzungsfläche in den Abscheideraum ein. In einer bevorzugten
Ausführung der Erfindung weist die außenliegenden Ecke eine axiale Lage auf, die von
einer der Begrenzungsfläche (23) nächsten Stelle der Mündung des Lufeinlasskanals
(3) in den Abscheideraum (5) in Längsrichtung der Achse des Fliehkraftabscheiders
um das 0,5 bis 1,5-fache der Höhe der Mündung des Lufteinlasskanals beabstandet ist.
Mit dem Begriff Höhe ist die Erstreckung der Mündung in axialer Richtung definiert.
Besonders vorzugsweise kann die axiale Lage der außenliegenden Ecke in der Längsrichtung
der Achse des Fliehkraftabscheiders in etwa zwei Drittel bis in etwa der maximalen
Höhe des Lufteinlasskanals betragen. Durch eine solche Anordnung kann in vorteilhafter
Weise erreicht werden, dass die in den Fliehkraftabscheider einströmende Luft nahezu
kollisionsfrei eintreten kann, da sich die rotierende Luft in dem Fliehkraftabscheider
bereits oberhalb des Lufteinlasskanals hinwegschraubt. Dadurch können unnötige Abbremsungen
und Verwirbelungen in den beiden unterschiedlichen gerichteten Luftströmen vorteilhaft
vermieden werden. Die ungebremsten Luftströme sind vorteilhaft dazu geeignet, die
Staubpartikel effektiv in dem Abscheideraum zu beschleunigen und sicher an dem Auswurf
auszuleiten.
[0010] Zweckmäßiger Weise mündet zumindest der Lufteinlasskanal vorzugsweise tangential
in den Abscheideraum ein. Vorteilhaft kann der Lufteinlass tangential für einen Luftstrom
in den Fliehkraftabscheider erfolgen und die Luftführungsmittel lenken die einströmende
Luft in eine zum Lufteintritt senkrecht abstehende Schraubenlinie um. Die Luft kann
dadurch mit weitgehender Vermeidung von Verwirbelungen an der Eintrittsstelle und
mit möglichst geringen Widerständen in eine vorzugsweise schraub- oder spiralförmige
Drehbewegung übergeführt werden.
[0011] In vorteilhafter Weise liegt die außenliegende Ecke des Luftführungsmittels auf der
Begrenzung des Lufteinlasskanals, welche den Übergang des Lufteinlasskanals in den
Abscheideraum darstellt und welcher der Schraubung der Raumkurve in dem Abscheideraum
zugewandt ist. Besonders vorteilhaft kann dadurch der Lufteinlasskanals in den Abscheideraum
hinein weiter fortgeführt werden, ohne dabei mit einer rotierenden Luftströmung zu
kollidieren. Dadurch können besonders Verwirbelungen und Geräusche im mittleren und
höheren hörbaren Frequenzbereich vermieden werden.
[0012] Zweckmäßiger Weise endet die Kante des Luftführungsmittels im Abscheideraums oder
ist mit einer Abdeckung verbunden, welche einen Raum zwischen der Luftführung und
der lufteintrittseitigen Begrenzungsfläche des Abscheideraums abschließt. Besonders
vorteilhaft kann die Kante mit einer Begrenzungswand verbunden sein, welche einen
toten Raum unterhalb des Luftführungsmittels, also zu der lufteintrittseitigen Begrenzungsfläche
hin ausgerichtet, vor Staubablagerungen schützen. Weiter kann die Begrenzungsfläche
zusammen mit dem Lufteinlasskanal eine durchgehende Wand bilden, welche den seitlichen
Bereich des Lufteinlasskanals in den Abscheideraum hinein verlängert. Dadurch können
vorteilhaft Staubabscheidungen unterhalb des Luftführungsmittels und Luftverwirbelungen
vermieden werden. Alternativ hierzu kann die Kante des Luftführungsmittels frei im
Raum enden und dadurch materialsparend ausgeführt werden.
[0013] Zweckmäßiger Weise liegt die außenliegende und die innenliegende Ecke des Luftführungsmittels
auf einer Linie eines schräg geschnitten Zylinder- oder Kegelschnitts. Vorteilhaft
liegen die beiden Ecken auf einer räumlich angeordneten Sekante in einem Zylinder
oder Kegel. Dadurch kann vorteilhaft der rotierende Luftstrom über die volle Erstreckung
der Kante möglichst nah an den einströmenden Luftstrom herangeführt werden und dadurch
können Verwirbelung und Geräusche vermieden werden.
[0014] Vorzugsweise liegt die außenliegende und die innenliegende Ecke des Luftführungsmittels
auf einer Geraden, welche auf einer Ebene liegt die den Fliehkraftabscheider orthogonal
zu der Achse des Fliehkraftabscheiders schneidet. Vorteilhaft können dadurch die beiden
Ecken auf unterschiedlichen Höhen liegen, wobei in Verbindung mit der zwischen den
beiden Ecken liegende Kurve und damit einhergehende Fläche in Richtung der Luftströmung
überlagerte Dralleffekte erzielt werden können, welche eine verbesserte Abscheideleistung
ermöglichen.
[0015] Insbesondere bildet die Kante eine Gerade oder eine konvex oder konkav gestaltete
Kurve. Unter einer konvexen Kurve ist eine nach außen, also in den Abscheideraum hinein
gewölbten, unter einer konkaven Kurve ist eine nach innen, also von der Auswurfseite
weg gewölbte Form zu verstehen. Der Begriff Kurve umfasst symmetrische, wie auch Teilabschnitte
von symmetrischen, sowie unsymmetrische Geometrien. Vorteilhaft kann eine Gerade mit
einfachen Mitteln in eine Werkzeugform umgesetzt werden. Kurven können den Vorteil
besitzen, dass an den radialen Übergängen von dem Luftführungsmittel zu den inneren
Begrenzungswänden des Fliehkraftabscheiders Radien vorhanden sind, welche vorteilhaft
Bereiche mit Verwirbelungen und Staubablagerungen vermeiden. Besonders vorteilhaft
ist eine konkave Kurve in Form einer Rinne oder Wanne, da einerseits an den Rändern
ein weicher Übergang zu den Innenwänden des Fliehkraftabscheiders erfolgt der eine
Wirbelbildung vermeidet. Andererseits werden bei einem Abschalten des Staubsaugers
nicht abgeschiedene Partikel in der Rinne gesammelt und bei erneuter Aktivierung des
Staubsaugers durch die hohe Luftströmung in der Mitte wieder mitgerissen.
[0016] Bevorzugt sind die außenliegende und die innenliegende Ecke nach maximal einer vollen
Umdrehung des Luftführungsmittels um die Achse des Fliehkraftabscheiders angeordnet.
In vorteilhafter Weise kann das Luftführungsmittel die Luft maximal eine Umdrehung
lang um die radiale Achse führen und sich dabei der Luftstrom mit den Staubpartikeln
ohne eine begrenzende Kanalbildung entfalten. Ein begrenzender Kanal kann insofern
nachteilig sein, als große, schwere Partikel lediglich ein halbe Umdrehung, kleine,
leichte Partikel benötigen dagegen rund drei Umdrehungen bis zum Erreichen des Auswurfs
in den Staubsammelbehälter. Mit einem Luftführungsmittel, welches sich maximal über
eine Umdrehung erstreckt, kann erreicht werden, dass auf die unterschiedlichen Partikel
ihre eigenen radialen und axialen Kräfte sowie Beschleunigungen nach maximal einer
Umdrehung einwirken und nicht an sich in radialer Richtung ersteckender Luftführungsmittel
abgebremst werden. Vorzugsweise kann sich das Luftführungsmittel über ein Drittel
einer Umdrehung erstrecken, vorzugsweise am Ende einer Umdrehung. Dadurch können besonders
kleine und leichte Partikel effizient über die einströmende Luft geführt werden.
[0017] Die Erfindung weiterbildend ist bevorzugt vorgesehen, dass sich an das Luftführungsmittel
ein Plateau anschließt. Vorzugsweise kann dadurch einströmende Luft aus dem Lufteinlasskanal
von der rotierenden Spiral- oder Schraubbewegung abgehalten werden. Vorteilhaft kann
dadurch erreicht werden, dass am Ende der Luftführung die schrauben- oder spiralförmigen
Luft in dem Abscheideraum sicher über die eine Ebene tiefer liegende einströmende
Luft hinweg geführt werden kann. Dadurch können vorteilhaft Verwirbelungen der beiden
beinahe senkrecht zueinander stehen Luftströme vermieden werden. Definitionsgemäß
zählt das Plateau nicht mehr zu einem Luftführungsmittel und dessen Steigung ist wesentlich
geringer als die Steigung des Luftführungsmittels. Vorzugsweise ist die Steigung von
dem Plateau annähernd null.
[0018] Die Erfindung weiterbildend ist bevorzugt vorgesehen, dass das Luftführungsmittel
einteilig zusammen mit dem Fliehkraftabscheider gebildet oder ein separater Bestandteil
des Fliehkraftabscheiders darstellt. In vorteilhafter Weise kann eine einteilige Gestaltung
der Luftführungsmittel zusammen mit der inneren Wand des Fliehkraftabscheiders einen
einfachen werkzeugtechnischen Aufbau und montagefreundlichen Zusammenbau ermöglichen.
Mit einer separaten Bauteilgestaltung des Luftführungsmittels können vorteilhaft komplexere
Geometrien dargestellt werden. Weiter können dadurch z. B. verschleißfestere oder
andersfarbige Materialien eingesetzt werden.
[0019] Alternativ ist das Luftführungsmittel an einem abnehmbaren oder beweglichen Gehäuseteil
des Fliehkraftabscheiders angeordnet. Vorteilhaft kann hierzu das Luftführungsmittel
an einem abnehmbaren oder beweglichen Gehäuseteil des Fliehkraftabscheiders angeordnet
sein. Dadurch können Störquellen in dem Fliehkraftabscheider, z. B. durch klemmende
Kronenkorken, leicht zugänglich gemacht und beseitigt werden. Die Erfindung fortbildend
ist das Gehäuseteil zugleich eine Öffnung für eine Staubentleerung.
[0020] Vorzugsweise erstreckt das Luftführungsmittel sich in radialer Richtung von der Achse
des Fliehkraftabscheiders weg bis an die innere Wand des Fliehkraftabscheiders. Vorteilhaft
kann dadurch erreicht werden, dass die einströmende Luft über die volle zur Verfügung
stehende Breite, also in radialer Richtung, von dem Luftführungsmittel erfasst werden
und die Partikel nach außen beschleunigt werden und eine Spiral- oder Schraubenbewegung
erhalten.
[0021] Alternativ hierzu erstreckt sich das Luftführungsmittel in radialer Richtung von
der Achse des Fliehkraftabscheiders weg und besitzt zu der inneren Wand des Fliehkraftabscheiders
einen Abstand. Kleine leichte Partikel benötigen mehr Umdrehungen um bis an das Auswurffenster
zu gelangen, als große schwere Partikel. Dadurch dass die Luftführungsmittel vorteilhaft
einen Abstand zu der inneren Wand des Abscheideraums besitzen, können besonders auf
die unterschiedlichen gewichtigen Partikel ihre eigenen radialen Zentrifugalkräfte,
sowie axialen Beschleunigungen einwirken, welche durch die Schraubbewegung der Luft
verursacht sind. Bereits bei einer kurzen Verweildauer der staubbeladenen Luft in
dem Bereich der Luftführung kann dieser Effekt erzielt werden. Besonders kleine Partikel
können dadurch eine sichere ungebremste Beschleunigung erfahren. Weiter können sich
vorteilhaft zwischen dem Luftführungsmittel und der Innenwand des Fliehkraftabscheiders
infolge der vollflächigen Luftströmung an der inneren Wand keine Partikel absetzten,
sodass besonders bei transparenten Ausführungen in dem Bereich der Luftführung auch
nach längerer Betriebszeit ein hygienischer Eindruck bestehen bleibt.
[0022] Gegenüber dem Luftführungsmittel ist in vorteilhafter Weise eine schräge Auswurffläche
angeordnet. Besonders vorteilhaft werden Partikel die sich auf der zu dem Auswurf
hin aufsteigenden Teil der Auswurffläche befinden, können sicher an der Austrittsöffnung
in den Staubsammelbehälter ausgeworfen werden. Vorteilhaft können dadurch Verwirbelungen
in dem Bereich des Luftauslass, der über ein Tauchrohr mit dem Abscheideraum in Verbindung
steht, vermieden werden. Unter einer schrägen Auswurffläche ist eine Ebene zu verstehen,
welche nicht orthogonal auf die Achse des Fliehkraftabscheiders, also unter einem
Winkel, ausgerichtet ist.
[0023] Die vorliegende Erfindung erleichtert mit einfachen und konstruktiven Mitteln die
Realisierung eines Fliehkraftabscheiders bei dem besonders eine Geräuschreduzierung
und ein gesteigerten Volumenstrom erzielt werden. Weiter werden ein höherer Gesamtwirkungsgrad,
eine Effizienzsteigerung sowie eine verbesserte Abscheideleistung erreicht.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0024] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles, auf welches die Erfindung jedoch nicht beschränkt
ist, näher beschrieben.
[0025] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Staubsauger mit seinen Komponenten;
- Fig. 2
- einen Fliehkraftabscheider mit einem Abscheideraum;
- Fig. 3
- einen Fliehkraftabscheider im Schnitt gem. Fig. 2;
- Fig.4
- ein Luftführungsmittel in einem Fliehkraftabscheider in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 5
- einen Vollschnitt durch einen Fliehkraftabscheider gem. Fig. 2;
- Fig. 6
- einen Fliehkraftabscheider mit einem Luftführungsmittel;
- Fig.7
- eine Frequenzanalyse eines Fliehkraftabscheiders ohne einem Luftführungsmittel; und
- Fig. 8
- eine Frequenzanalyse eines Fliehkraftabscheiders mit einem Luftführungsmittel.
Ausführliche Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispiels
[0026] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Staubsauger 1 dargestellt, bei dem staubbeladene
Luft über eine Bodendüse und eine Saugluftführung 4, bestehend aus einem längenverstellbaren
Saugrohr, einem Verbindungsstück an einem flexiblen Saugschlauch, in das Innere eines
Gehäuses des Staubsaugers 1 gesaugt wird. Zur Abtrennung des Staubs aus der staubbeladenen
Luft ist der Staubsauger 1 mit einem Fliehkraftabscheider 2 ausgestattet, der in den
Figuren 2 bis 6 im Detail dargestellt ist.
[0027] Die Figur 2 zeigt den Fliehkraftabscheider 2, der einen rohrförmigen Lufteinlasskanal
3 aufweist, der sich derart an die Saugluftführung 4 des Staubsaugers 1 anschließt,
dass durch ihn die Luft aus der Saugluftführung 4 tangential in den Fliehkraftabscheider
2 einströmt. Von dort aus gelangt die Luft in einen im Wesentlichen zylinderförmigen
Abscheideraum 5, in dem ähnlich wie bei einer Zentrifuge nach dem Prinzip der Fliehkraft
der Staub aus der Luft abgeschieden wird. Ein Luftauslass 6 des Fliehkraftabscheiders
2 ist über ein Tauchrohr 7 mit dem Abscheideraum 5 verbunden.
[0028] Wie insbesondere in den Figuren 3 bis 6 gut erkennbar, ist von der unteren Begrenzungsfläche
23 des Abscheideraums 5 ausgehend ein Luftführungsmittel 8 in Form einer Fläche 9
vorgesehen, die sich durch stetige Schraubung 10 eines Radius 14 einer Längsachse
11 des Abscheideraums 4 um diese Längsachse 11 ergibt. An dem Ende der Fläche 9 bildet
das Luftführungsmittel 8 mit dem Tauchrohr 7 eine innenligede Ecke 25 und mit der
Wand 20 eine außenliegende Ecke 26. In einer Projektion liegt die Kante 24 auf dem
Radius 14 welcher den Abscheideraum 5 und den Lufteinlasskanal 3 schneidet. Das Luftführungsmittel
8 ist einteilig mit einem als schwenkbarer Deckel ausgeführten Gehäuseteils 19 des
Fliehkraftabscheiders 2 gebildet. Der Deckel kann zum Reinigen des Abscheideraums
4 geöffnet werden. Gleichzeitig deckt der Deckel auch einen nicht näher dargestellten
Sammelraum des Fliehkraftabscheiders 2 ab, der beim Öffnen des Deckels entleert werden
kann. Durch das Luftführungsmittel 8 wird einströmende Luft auf eine schraubenförmige,
um die Längsachse 11 des Abscheideraums 5 verlaufende und entlang der Längsachse 11
vom Lufteinlasskanal 3 weg gerichtete Bahn geleitet.
[0029] Speziell beginnt die geschraubte Fläche 9 des Luftführungsmittels von der Mündung
des Lufteinlasskanals 3 aus in Richtung der Schraubung 10 betrachtet nach etwa 2/3
einer vollen Umdrehung 12 um die Längsachse 11 des Fliehkraftabscheiders 2. Die geschraubte
Fläche 9 des Luftführungsmittels 8 endet an einer Kante 24 nach etwa 1/3 einer vollen
Umdrehung 12 an dem der Schraubung 10 zugewandten Rand der Mündung des Lufteinlasskanals
3 und hat dort eine axiale Erstreckung 17, die annähernd der Höhe 18 der Mündung des
Einlasskanals 3 entspricht. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die umgelenkte
Luft nicht mit neu durch den Lufteinlasskanal 3 einströmender Luft kollidiert und
dadurch unerwünschte Verwirbelungen entstehen. Von der durch das Ende der Fläche 9
des Luftführungsmittels 8 gebildeten geraden Kante 24 erstreckt sich radial, d.h.
parallel zu einem Radius der Längsachse 11 des Abscheideraums 5, von dem Tauchrohr
7 zur einer Zylinderwand 20 des Abscheideraums 5 eine vertikale, d.h. parallel zur
Längsachse 11 verlaufende, flächige Abdeckung 15 bis zur unteren Begrenzungsfläche
23. Dadurch wird verhindert, dass einströmende staubbeladene Luft unter die Fläche
9 des Luftführungsmittels 8 gelangen kann und sich dort Staub ansammelt. Auch können
in diesem Bereich unerwünschte Verwirbelungen vermieden werden.
[0030] Die Fläche 9 des Luftführungsmittels 8 hat eine lineare Steigung. Die Fläche 9 erstreckt
sich in radialer Richtung des Abscheideraums 5 von dem zentralen Tauchrohr 7 aus bis
hin zu der Wand 20 des zylinderförmigen Abscheideraums 5. Dadurch kann der gesamte
Luftstrom und sämtliche darin enthaltenen Staubpartikel von dem Luftführungsmittel
8 erfasst und auf eine Schraubenbahn gelenkt werden.
[0031] Der Fliehkraftabscheider 2 arbeitet wie folgt: Durch den Lufteinlasskanal 3 einströmende
Luft wird durch das Luftführungsmittel 8 auf die schraubenförmige Bahn gelenkt und
strömt auf dieser Bahn in Richtung einer schräg angeordneten Auswurffläche 16 und
eines Auswurfs 22 des Abscheideraums 5 des Fliehkraftabscheiders 2. Aufgrund der Wirkung
der Zentrifugalkräfte sammelt sich dabei der Staub an der Wand 20 des Abscheideraums
und bewegt sich dort auf einer Spiralbahn in Richtung Auswurf 22, durch den er den
Abscheideraum 4 verlässt und in den Sammelraum gelangt. Die Luft hingegen erfährt
auf der Höhe des Auswurfs 22 des Abscheideraums 4 eine Umlenkung und verlässt den
Abscheideraum 4 durch das Tauchrohr 7 und den Auslass 6 in Richtung des Gebläses des
Staubsaugers 1.
[0032] Das Luftführungsmittel 8 gemäß dieser Erfindung verbessert nicht nur die Staubabscheidung
sondern reduziert auch den vom Fliehkraftabscheider 2 erzeugten Lärm. Dies kann dem
Vergleich der Figuren 7 und 8 entnommen werden, in denen jeweils die Schallleistung
eines Fliehkraftabscheiders 2 als Funktion der Frequenz angegeben ist. Dabei zeigt
Figur 7 die Schallleistung eines Fliehkraftabscheiders 2 ohne Luftführungsmittel 8
und Figur 8 die eines baugleichen Fliehkraftabscheiders 2 jedoch mit Luftführungsmittel
8. Es zeigt sich, dass vor allem bei den besonders unangenehmen mittleren Frequenzen
eine deutliche Verbesserung erzielt werden kann.
[0033] Die vorliegende Erfindung erleichtert mit einfachen und konstruktiven Mitteln die
Realisierung eines Fliehkraftabscheiders bei dem besonders eine Geräuschreduzierung
und ein hoher Volumenstrom erzielt werden. Weiter werden ein höherer Gesamtwirkungsgrad,
eine Effizienzsteigerung sowie eine verbesserte Abscheideleistung erreicht.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Staubsauger
- 2
- Fliehkraftabscheider
- 3
- Lufteinlasskanal
- 4
- Saugluftführung
- 5
- Abscheideraum
- 6
- Luftauslass
- 7
- Tauchrohr
- 8
- Luftführungsmittel
- 9
- Fläche
- 10
- Schraubung
- 11
- Achse
- 12
- Umdrehung
- 13
- Steigung
- 14
- Radius
- 15
- Abdeckung
- 16
- Auswurffläche
- 17
- Erstreckung
- 18
- Höhe
- 19
- Gehäuseteil
- 20
- Wand
- 21
- Abstand
- 22
- Auswurf
- 23
- Begrenzungsfläche
- 24
- Kante
- 25
- innenliegende Ecke
- 26
- außenliegende Ecke
- 27
- Winkelbereich
1. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), der einen Lufteinlasskanal (3)
aufweist, der mit einer Saugluftführung (4) für staubbeladenen Saugluft verbunden
ist und einen Abscheideraum (5) und einen Luftauslass (6) besitzt, wobei der Lufteinlasskanal
(3) in den Abscheideraum (5) einmündet dadurch gekennzeichnet, dass der Fliehkraftabscheider (2) ein Luftführungsmittel (8) umfasst, wobei das Luftführungsmittel
(8) eine Fläche (9) ist, die durch Schraubung (10) einer Raumkurve um die Längs-Achse
(11) des Fliehkraftabscheiders (2) erzeugt wird und am Abschluss der Fläche (9) eine
Kante (24) aufweist, welche eine innenliegende (25) und eine außenliegende Ecke (26)
besitzt, wobei und die außenliegende Ecke (26) in einem radialen Winkelbereich (27)
orthogonal zu der Achse (11) des Abscheideraums (5) zwischen plus und minus 15 Grad
angeordnet ist, wobei die Nulllage des Winkelbereichs (27) aus einem Radius (14) des
Abscheideraums (5) und aus einem Schnittpunkt gebildet ist, der den Übergang des Lufteinlasskanals
(3) in den Abscheideraum (5) darstellt, welcher der Schraubung (10) der Raumkurve
zugewandt ist.
2. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die außenliegende Ecke (26) eine axiale Lage aufweist, die von einer der Begrenzungsfläche
(23) nächsten Stelle der Mündung des Lufeinlasskanals (3) in den Abscheideraum (5)
in Längsrichtung der Achse (11) des Fliehkraftabscheiders (2) um das 0,5 bis 1,5-fache
der Höhe (18) der Mündung des Lufteinlasskanals (3) beabstandet ist.
3. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Lufteinlasskanal (3) vorzugsweise tangential in den Abscheideraum (5)
einmündet.
4. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die außenliegende Ecke (26) des Luftführungsmittels (8) auf der Begrenzung des Lufteinlasskanals
(3) liegt, welche den Übergang des Lufteinlasskanals (3) in den Abscheideraum (5)
darstellt und welcher der Schraubung (10) der Raumkurve in dem Abscheideraum (5) zugewandt
ist.
5. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (24) des Luftführungsmittels (8) mit einer Abdeckung (15) verbunden ist,
welche einen Raum zwischen dem Luftführungsmittel (8) und einer lufteintrittseitigen
Begrenzungsfläche (23) des Abscheideraums (5) abschließt.
6. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die außenliegende (26) und die innenliegende Ecke (25) des Luftführungsmittels (8)
auf einer Linie eines schräg geschnitten Zylinderschnitts liegt.
7. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die außenliegende (26) und die innenliegende Ecke (26) des Luftführungsmittels (8)
auf einer Geraden liegt, welche auf einer Ebene liegt die den Fliehkraftabscheider
(2) orthogonal schneidet und durch die Achse (11) des Fliehkraftabscheiders (2) verläuft.
8. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2), nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (24) eine Gerade oder eine konvex oder konkav gestaltete Kurve bildet.
9. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die außenliegende (26) und die innenliegende Ecke (25) nach maximal einer vollen
Umdrehung (12) des Luftführungsmittels (8) um die Achse (11) des Fliehkraftabscheiders
(2) angeordnet sind.
10. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Luftführungsmittel (8) ein Plateau anschließt.
11. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsmittel (8) einteilig zusammen mit dem Fliehkraftabscheider (2) gebildet
ist oder ein separater Bestandteil des Fliehkraftabscheiders (2) darstellt.
12. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsmittel (8) an einem abnehmbaren oder beweglichen Gehäuseteil (19)
des Fliehkraftabscheiders (2) angeordnet ist.
13. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsmittel (8) sich in radialer Richtung von der Achse (11) des Fliehkraftabscheiders
(2) weg bis an die innere Wand (20) des Fliehkraftabscheiders (2) erstreckt.
14. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der Ansprüche 1 bis
12, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftführungsmittel (8) sich in radialer Richtung von der Achse (11) des Fliehkraftabscheiders
(2) weg erstreckt und zu der inneren Wand (20) des Fliehkraftabscheiders (2) einen
Abstand besitzt.
15. Staubsauger (1) mit einem Fliehkraftabscheider (2) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Luftführungsmittel (8) gegenüber eine schräge Auswurffläche (16) angeordnet ist.