[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden einer Schlaufe mit einem Griff
eines Stockes, insbesondere eines Sportstockes, wie Ski-, Langlauf- oder Nordic-Walking-Stock.
[0002] Anordnungen zum Verbinden von zwei Bauteilen, wobei die, beispielsweise eine Schnalle
bildenden, Bauteile in der miteinander verbundenen Stellung miteinander verrastet
sind, und wobei das Schließen der Verbindung, also das Herstellen der Rastverbindung,
durch Magnetkräfte unterstützt wird, sind bekannt. Beispielhaft kann auf die
DE 10 2004 015 873 A1 und die
WO 2008/006357 A2 verwiesen werden. Diese bekannten, magnetischmechanischen Verbindungskonstruktionen
weisen eine Magnet-Anker-Konstruktion mit einem Magneten und einem Anker auf, die
derart zusammen wirken, dass die beiden miteinander zu verbindenden Teile der Anordnung
zum Verbinden durch Magnetkräfte aufeinander zu belastet werden, so dass sie sicher,
wenn nicht gar selbsttätig, in die verrastete Stellung bewegt werden.
[0003] In der
DE 27 07 959 A wird vorgeschlagen, wie ein Skistock an der Hand eines Skifahrers über dessen Handschuh
lösbar festgelegt werden kann. Dazu sind Magnete vorgesehen, die einerseits am Skistock
und andererseits am Handschuh im Bereich dessen Einschlupföffnung vorgesehen sind.
Die Magnete sollen auch zum Verbinden von Stöcken miteinander herangezogen werden
können bzw. zum Verbinden von Handschuhen. An keiner Stelle dieses Dokumentes ist
die Maßnahme angesprochen, eine Schlaufe mit einem Griff zu verbinden. Insbesondere
zeigt die
DE 27 07 959 A auch nicht die Maßnahme, miteinander zu verbindende Teile durch Magnete in ihrer
miteinander verrasteten Lage zu halten.
[0004] Die
WO 03/039688 A betrifft eine Handschlaufe für Stöcke, wie Ski-, Trekking-, Wanderstöcke und dgl.
Dieses Dokument geht davon aus, dass es bei Handschlaufen bekannt ist, ein zusätzliches
Zugelement vorzusehen. Hierzu soll in dem Teil der Schlaufe, die mit dem Stock zu
verbinden ist, ein Aussteifungselement vorgesehen sein, welches bewirkt, dass bei
lockerem Griff die Benutzerhand am Handgriff des Anschlussteiles eng verbleibt, so
dass nach wie vor eine spürbare Verbindung zum Stockgriff verbleibt, auch wenn man
den Stock nicht mehr festhält. Die Verbindung der Handschlaufe mit dem oberen Ende
eines Stockgriffes erfolgt in üblicher Weise, indem ein Riegelelement in eine Öffnung
des Stockgriffes eingesteckt und lösbar in der Öffnung verrastet wird. Festgehalten
wird das Riegelelement in der Öffnung des Stockgriffes durch einen beweglichen Deckelteil.
Irgendwelche Hinweise auf Magnete, welche die Schlaufe am Griff durch Sichern der
Verrastung festlegen, sind in der
WO 03/039688 A nicht erwähnt.
[0005] In der
WO 96/34665 A wird ebenfalls ein System beschrieben, durch das ein Skistock an der Hand eines Skifahrers
festgelegt werden kann. Hierzu ist am Handschuh, den der Skifahrer anzieht, im Bereich
zwischen Zeigefinger und Daumen ein Verriegelungsteil vorgesehen, der in eine entsprechend
gegengleich geformte Ausnehmung in Griff des Skistockes einführbar ist. Im unteren
Bereich der Ausnehmung des Skistockes ist eine federnde Rastnase vorgesehen, die in
eine Aussparung des Verriegelungsteils eingreift. Zum Lösen des Handschuhs vom Stock
wird auf einen Knopf gedrückt, der die Rastnase im Stockgriff außer Eingriff mit der
Ausnehmung im Verriegelungsteil bringt. In diesem Dokument wird eine lösbare Verbindung
zwischen Skistock und Handschuh eines Skifahrers beschrieben, nicht aber, wie eine
Schlaufe an einen Griff festgelegt werden kann, wobei überdies kein Hinweis auf Magnete,
welche die Verrastung herbeiführen und sichern, zu entnehmen ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von den bekannten Verbindungsanordnungen,
eine Anordnung der eingangs genannten Gattung vorzuschlagen, mit welcher eine Schlaufe
mit einem Griff eines Stockes verbunden werden kann.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Anordnung, welche die Merkmale
von Anspruch 1 aufweist.
[0008] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Mit der Erfindung wird eine einfache und mit nur einer Hand bedienbare Anordnung
zum Verbinden einer Schlaufe mit einem Griff eines Stockes zur Verfügung gestellt.
Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist es, dass diese auch benützt werden
kann, wenn man Handschuhe, insbesondere im Wintersport übliche, dickere Handschuhe,
an hat.
[0010] In Betracht gezogen sind im Rahmen der Erfindung beliebige Arten von Stöcken, darunter
Skistöcke (alpin, nordisch), Bladingstöcke, Wanderstöcke, ganz allgemein Poles, usw.
[0011] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil ein weiblicher Teil ist, der in den anderen, männlichen Teil einrastbar
ist.
[0012] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der männliche Teil an der Schlaufe angeordnet ist.
[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der weibliche Teil am Griff angeordnet ist.
[0014] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass als Rastmittel wenigstens ein Rastvorsprung und wenigstens eine Rastvertiefung vorgesehen
sind.
[0015] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung federnd ausgebildet ist.
[0016] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung am freien Ende einer federnden Zunge angeordnet ist.
[0017] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise dadurch gekennzeichnet,
dass an der dem Rastvorsprung gegenüberliegenden Seite der Zunge ein Freiraum vorgesehen
ist.
[0018] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvertiefung am männlichen Teil und der Rastvorsprung am weiblichen Teil angeordnet
sind.
[0019] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der weibliche Teil in einer Ausnehmung des Griffes angeordnet ist.
[0020] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der weibliche Teil ein in eine Ausnehmung des Griffes eingesetzter Bauteil ist.
[0021] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge in einer Seitenwand des Bauteils vorgesehen ist.
[0022] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge ein dreiseitig aus der Seitenwand freigeschnittener Wandteil ist.
[0023] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung im Griff zu einer Seitenfläche des Griffes hin offen ist.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung zum oberen, freien Ende des Griffes hin offen ist.
[0025] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Teile relativ zueinander verschiebbar sind.
[0026] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Teile durch die Rastmittel, insbesondere den Rastvorsprung und die Rastvertiefung,
aneinander verschiebbar geführt sind.
[0027] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung eine Rippe und die Rastvertiefung eine Nut ist.
[0028] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung und die Rastvertiefung gekrümmt sind.
[0029] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung von der Seite des Griffes aus gesehen konkav ist.
[0030] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die der Schlaufe zugekehrte Fläche des mit der Schlaufe verbundenen Teils in dessen
mit dem Griff verrasteter Stellung mit der Außenfläche des Griffes bündig liegt.
[0031] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass am männlichen Teil zwei Rastvertiefungen, die voneinander weg weisen, vorgesehen
sind.
[0032] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass im weiblichen Teil zwei aufeinander zu weisende Rastvorsprünge vorgesehen sind.
[0033] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass der männliche Teil in seiner mit dem weiblichen Teil verrasteten Stellung mit wenigstens
einer Schulter an wenigstens einer Gegenschulter des weiblichen Teils und/oder des
Griffes anliegt.
[0034] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schultern und dementsprechend zwei Gegenschultern vorgesehen sind.
[0035] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung beispielsweise
dadurch gekennzeichnet, dass die Schulter und die Gegenschulter zum Rastvorsprung bzw. zur Rastvertiefung konzentrisch
gekrümmt sind.
[0036] Mit der Erfindung wird eine vorteilhafte Anpassung bekannter Anordnungen zum Verbinden,
die Magnete umfassen (Magnetverschlüsse), für das Festlegen einer Schlaufe (nach Art
eines Schnellverschlusses) erreicht. Durch die spezielle Ausbildung einer bevorzugten
Ausführungsform wird sichergestellt, dass sich die Befestigung der Schlaufe während
der Benützung des Stockes nicht lösen kann. Erreicht wird dies beispielsweise durch
eine geometrische Hemmung des Schnellverschlusses der Erfindung in Kombination mit
den im Verschluss wirkenden Magnetkräften. Tangential an der erfindungsgemäßen Anordnung
(am Verschluss) angreifende Kräfte werden gehemmt und führen nicht zum Lösen der Verbindung.
[0037] Wenn die Schlaufe vom Griff wieder abgenommen werden soll, kann dies durch eine Verschiebebewegung,
insbesondere eine Verschiebebewegung nach einer gekrümmten Bewegungsbahn des männlichen
Verschlussteils gegenüber dem weiblichen Verschlussteil, erfolgen. In Betracht gezogen
ist es, dass die Verschiebebewegung, insbesondere die Verschiebebewegung entlang einer
gekrümmten Bahn, mittels einer Verschiebung der Rotationsachsen erfolgen kann. Die
weitere Hemmung der Verschiebebewegung der beiden Teile des erfindungsgemäßen Verschlusses
relativ zueinander kann mittels unterschiedlicher Radien der Rastmittel am männlichen
Verschlussteil und am weiblichen Verschlussteil erreicht werden.
[0038] Die Haltekraft des erfindungsgemäßen Verschlusses, also der Halt der Schlaufe am
Griff eines Stockes, ergibt sich durch die mechanische Sperrung (Verrasten) des (männlichen)
Teils gegenüber dem (weiblichen) Teil und somit gegenüber dem Griff am Stock. Unterstützt
wird diese Haltekraft durch die Kraft des/der Magnete.
[0039] In Betracht gezogen ist im Rahmen der Erfindung auch eine Ausführungsform, bei der
am männlichen Teil Rastvorsprünge (z.B. wenigstens eine Rastrippe) und am weiblichen
Teil Rastvertiefungen (z.B. wenigstens eine Rastnut) vorgesehen sind. Die Rastmittel
können auch bei dieser Ausführungsform gekrümmt sein und es ist wenigstens eines der
Rastmittel federnd ausgebildet.
[0040] In Betracht gezogen ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform, bei der in
beiden Teilen des erfindungsgemäßen Verschlusses bzw. der Anordnung zum Verbinden
von Schlaufe und Griff, Magnete vorgesehen sind. Ebenso in Betracht gezogen ist eine
Ausführungsform, bei welcher in einem der Teile ein Magnet und im anderen Teil ein
Anker aus weichmagnetischem Werkstoff vorgesehen ist.
[0041] Weitere Einzelheiten und Merkmale des erfindungsgemäßen Verschlusses ergeben sich
aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die Zeichnungen.
[0042] Es zeigt:
Fig. 1 im Längsschnitt einen Griff mit der erfindungsgemäßen Anordnung zum Verbinden
einer (nicht gezeigten) Schlaufe mit dem Griff,
Fig. 2 den weiblichen Teil der erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 3 den männlichen Teil der erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 4 im Schnitt den weiblichen Teil der erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 5 im Schnitt den männlichen Teil der erfindungsgemäßen Anordnung,
Fig. 6 im Schnitt die erfindungsgemäße Anordnung zusammengesetzt (geschlossene Stellung
des Verschlusses),
Fig. 7 bis 9 das Lösen der erfindungsgemäßen Anordnung zum Abnehmen der Schlaufe vom
Griff,
Fig. 10 in Schrägansicht eine Ausführungsform eines männlichen Teils der erfindungsgemäßen
Anordnung und
Fig. 11 den weiblichen Teil der erfindungsgemäßen Anordnung an einem Griff.
[0043] Bei der in den Fig. 1 bis 9 gezeigten Ausführungsform ist der weibliche Teil 1 der
erfindungsgemäßen Anordnung in einer zur Seite eines Griffes 3 hin offenen Ausnehmung
5 desselben angeordnet und dort eingesetzt. Der weibliche Teil 1 ist in den Fig. 2
und 4 gezeigt. Er besitzt einen im Wesentlichen U-förmigen Grundkörper 7 mit zwei
Seitenwänden 9, wobei im Bereich der Basis 11 dem Steg des U-förmigen Grundkörpers
7 (Bauteil) ein Magnet 13 angeordnet ist.
[0044] In beiden Seitenwänden 9 sind dreiseitig freigeschnittene Zungen 15 vorgesehen, an
welchen im Bereich des freien Endes jeder Zunge 15 ein Rastmittel in Form eines rippenförmigen
Rastvorsprunges 17 vorgesehen ist.
[0045] Mit dem in den Fig. 2 und 4 gezeigten weiblichen Teil 1 arbeitet ein in Fig. 3 und
5 gezeigter männlicher Teil 21 der erfindungsgemäßen Anordnung zusammen, wobei der
männliche Teil 21 in den Freiraum zwischen den Seitenwänden 9 des im Wesentlichen
U-förmigen weiblichen Teils 1 einführbar ist. Der männliche Teil 21 besitzt Rastmittel,
die als Nuten 23 ausgebildet ist. Sowohl die Rippen 17 am weiblichen Teil 1 als auch
die Nuten 23 am männlichen Teil 21 sind gekrümmt, wobei die Krümmung von der Seite
des Griffes 3 aus gesehen, zu der hin die Ausnehmung 5 offen ist, konkav ist, ausgebildet.
[0046] Am männlichen Teil ist ein Magnet 25 vorgesehen, der so ausgerichtet ist, dass die
Pole des Magneten 13 im weiblichen Teil 1 entgegengesetzten Polen des Magneten 25
im männlichen Teil 21 gegenüberliegen (Nordpol zu Südpol und Südpol zu Nordpol), dass
sich die Magnete 13 und 25 anziehen.
[0047] An dem männlichen Teil ist noch eine Aussparung 27 vorgesehen, so dass sich ein Steg
29 ergibt, über den eine Schlaufe 35 (Fig. 10) am männlichen Teil 21 befestigt werden
kann (diese Schlaufe ist in den Fig. 1 bis 9 nicht gezeigt).
[0048] Im zusammengesetzten Zustand, nehmen der weibliche Teil und der männliche Teil die
in Fig. 1 und 6 gezeigte Lage zueinander ein, wobei in dieser Lage die Rastrippen
17 am weiblichen Teil 1 in die Rastnuten 23 am männlichen Teil 21 eingreifen, so dass
die beiden Teile 1 und 21 miteinander verrastet sind.
[0049] Wenngleich im Prinzip ein Rastmittel (Rippe 17) am weiblichen Teil 1 und ein Gegenrastmittel
(Nut 23) am männlichen Teil 21 hinreicht, ist bevorzugt, dass in der Praxis im weiblichen
Teil zwei aufeinander zuweisende, also in den Freiraum zwischen den Seitenwänden 9
des Grundkörpers 7 des weiblichen Teils 1 vorstehende, Rastrippen und im männlichen
Teil zwei zu seinen Seiten (also nach außen) hin offene Rastnuten 23 vorgesehen sind,
um einen gleichmäßigen und sicheren Sitz des männlichen Teils 21 im weiblichen Teil
1 der erfindungsgemäßen Anordnung zu gewährleisten.
[0050] Zum Herstellen einer Verbindung zwischen Griff (mit dem weiblichen Teil 1) und Schlaufe
(mit dem männlichen Teil 21) genügt es, den männlichen Teil 21 in den offenen Bereich
des weiblichen Teils 1 zu bewegen, worauf dann die Magnetkräfte der im männlichen
Teil 21 und im weiblichen Teil 1 vorgesehenen Magnete 13, 25 die beiden Teile 1 und
21 des erfindungsgemäßen Verschlusses so relativ zueinander verschieben (also ineinander
ziehen), dass sie in die in Fig. 1 und 6 gezeigte Stellung gelangen, in der die Teile
1, 21 der erfindungsgemäßen Anordnung nicht nur durch Magnetkräfte, sondern auch durch
die Rastverbindung (Rastrippen 17 und Rastnuten 23) festgehalten werden.
[0051] Zum Lösen der Schlaufe 35 vom Griff 3 genügt es ausgehend von der Lage gemäß Fig.
1 so vorzugehen, wie in den Fig. 7 bis 9 gezeigt, indem der männliche Teil 21 unter
Ausführen einer Dreh-Schiebe-Bewegung relativ zum weiblichen Teil 1 verschoben wird
(im gezeigten Ausführungsbeispiel nach oben verschoben wird), bis die Rastmittel 17,
23 außer Eingriff kommen, also die Rastrippen 17 von den Rastnuten 23 frei kommen.
Dann kann der Teil 1 mit der an ihm befestigten Schlaufe 35 abgenommen werden, da
die Anordnung (Verschluss) gelöst worden ist.
[0052] In den Fig. 10 und 11 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung
gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist der weibliche Teil 1 ein Einsatz, der in die
zur Seite und nach oben hin offene Ausnehmung 5 am oberen Ende des Griffes 3 eingesetzt
(und dort befestigt) ist. In den Seitenwänden 9 des Einsatzes (Bauteil 1) sind, wie
bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 7, federnde Zungen 15 vorgesehen (dreiseitig
freigeschnittene Wandteile), die an ihren freien Enden als Rastmittel aufeinander
zuweisende Rastrippen 17 tragen. Die Ausnehmung 5 im Griff 3 ist so gestaltet, dass
im Bereich der Zungen 15 außerhalb des weiblichen Teils 1 Freiräume vorliegen, die
das nach-außen-federn der Zungen 15 erlauben wenn der männliche Teil 21 eingesetzt
wird. Insbesondere Fig. 11 zeigt, dass die Ausnehmung 5 im oberen Ende des Griffes
3 in der Nähe ihrer zur Seite des Griffes 3 hin offenen Abschnittes zwei Schultern
31 aufweist. Diese Schultern 31 werden teils vom den weiblichen Teil 1 bildenden Einsatz
7 und teils vom Griff 3 selbst gebildet.
[0053] Der in Fig. 10 gezeigte männliche Teil 21 besitzt zwei nach einander gegenüberliegenden
Seiten offene Nuten 23 als Rastmittel, die dieselbe Krümmung aufweisen, wie die Rastrippen
17 an den freien Enden der Zungen 15 des Einsatzes 7, der den weiblichen Teil 1 im
Griff 3 bildet.
[0054] Der männliche Teil 21 besitzt zwei Schultern 33, die in der geschlossenen Lage der
erfindungsgemäßen Anordnung in der Ausführungsform der Fig. 10 und 11 an den Schultern
31 im Griff 1 anliegen. Es ist ersichtlich, dass die Schultern 31 im Griff 3 einerseits,
und die Gegenschultern 33 am männlichen Teil 21 andererseits gekrümmt ausgebildet
sind, und zwar konzentrisch zu den gekrümmten Rastnuten 23 und Rastrippen 17. Durch
diese Schultern 31, 33 wird ein sicherer Sitz der Teile 1 und 21 der erfindungsgemäßen
Anordnung und somit ein sicherer Halt der Schlaufe 35 am Griff 3 gewährleistet.
[0055] Bei der in Fig. 10 und 11 gezeigten Ausführungsform ist noch vorgesehen, dass die
in Gebrauchslage obere Endfläche 37 des männlichen Teils 21 mit der oberen Endfläche
39 des Griffes 3 fluchtet und dass der Steg 29, an welchem die Schlaufe 35 befestigt
ist, mit seiner Außenfläche mit der Seitenfläche des Griffes 3 im Bereich der seitlichen
Öffnung der Ausnehmung 5, in welcher der weibliche Teil 1 angeordnet ist, bündig liegt,
wenn der männliche Teil 21 im weiblichen Teil 1 verrastet ist.
[0056] Auch die in den Fig. 10 und 11 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung
kann durch eine Schiebebewegung entlang einer gekrümmten Bewegungsbahn (vgl. Fig.
7 bis 9) wieder gelöst werden, wobei das Schließen der erfindungsgemäßen Anordnung
auch bei der in den Fig. 10 und 11 gezeigten Ausführungsform, so wie oben beschrieben,
erfolgen kann.
[0057] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden:
[0058] Ein Anordnung, um eine Schlaufe 35 an einem Griff 3 eines Stockes festzulegen, besitzt
einen männlichen Teil 21 und einen weiblichen Teil 1. Der männliche Teil 21 wird in
den weiblichen Teil 1 eingesetzt und durch Magnetkräfte in eine mit dem weiblichen
Teil 1 verrastete Stellung gezogen, wobei in der verrasteten Stellung federnde Rastvorsprünge
17 des weiblichen Teils 1 in Rastnuten 23 im männlichen Teil 21 eingreifen. Zum Lösen
der erfindungsgemäßen Anordnung wird der männliche Teil 21 relativ zum weiblichen
Teil 1 verschoben, wobei die Verschiebewegung insbesondere entlang einer gekrümmten
Bewegungsbahn erfolgt.
1. Anordnung zum Verbinden einer Schlaufe (35) mit einem Griff (3) eines Stockes, insbesondere
eines Ski-, Langlauf- oder Nordic-Walking-Stockes, gekennzeichnet durch wenigstens zwei miteinander verrastbare Teile (1, 21), von welchen einer an der Schlaufe
(35) und der andere am Griff (3) angeordnet ist, und durch den Teilen (1, 21) zugeordnete Magnete (13, 25), welche die Teile (1, 21) in ihre
miteinander verrastete Lage belasten.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Teil ein weiblicher Teil (1) ist, in den der andere, männliche Teil (21)
einrastbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Rastmittel wenigstens ein Rastvorsprung (17) und wenigstens eine Rastvertiefung
(23) vorgesehen sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung (17) federnd ausgebildet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvertiefung (23) am männlichen Teil (21) und der Rastvorsprung (17) am weiblichen
Teil (1) angeordnet sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der weibliche Teil (1) in einer Ausnehmung (5) des Griffes (3) angeordnet ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung an einer Zunge (15) vorgesehen ist, die in einer Seitenwand (9)
des Bauteils (7) vorgesehen ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (1, 21) relativ zueinander verschiebbar sind.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (1, 21) durch die Rastmittel, insbesondere den Rastvorsprung (17) und die
Rastvertiefung (23), aneinander verschiebbar geführt sind.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung (17) eine Rippe und die Rastvertiefung (23) eine Nut ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastvorsprung (17) und die Rastvertiefung (23) gekrümmt sind.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schlaufe (35) zugekehrte Fläche des mit der Schlaufe (35) verbundenen Teils
(21) in dessen mit dem Griff (3) verrasteter Stellung mit der Außenfläche des Griffes
(3) bündig liegt.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am männlichen Teil (21) zwei Rastvertiefungen (23), die voneinander weg weisen, vorgesehen
sind.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im weiblichen Teil (1) zwei aufeinander zu weisende Rastvorsprünge (17) vorgesehen
sind.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der männliche Teil (21) in seiner mit dem weiblichen Teil (1) verrasteten Stellung
mit wenigstens einer Schulter (33) an wenigstens einer Gegenschulter (31) des weiblichen
Teils (1) und/oder.des Griffes (3) anliegt.