[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft gemäß einem ersten Aspekt eine Vorrichtung zum
Herstellen von Buchblöcken mit
- einer Bogenbahnabgabestation zur Abgabe mindestens einer in ihrer Längsrichtung bewegten,
bedruckbaren Bogenbahn,
- einer Druckstation mit
- zwei Walzen, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit
der Bogenbahn rotieren und zur berührenden Auflage der Bogenbahn auf ihrer Umfangsfläche
über einen vorbestimmten Winkelbereich vorgesehen sind, und
- einer Führungseinrichtung zur Führung der Bogenbahn derart, dass bei Auflage auf der
einen Walze die eine Seite der Bogenbahn und bei Auflage auf der anderen Walze die
andere Seite der Bogenbahn bedruckbar ist,
- einer der Druckstation nachgeordneten Schneidestation, welche entweder eine Längsschneidestation
zum Längsschneiden der bedruckten Bogenbahn in mindestens zwei nebeneinander liegende
Teilbahnen und eine der Längsschneidestation nachgeordnete Querschneidestation zum
Querschneiden der Teilbahnen in Bögen oder eine Querschneidestation zum Querschneiden
der bedruckten Bogenbahn in in Bewegungsrichtung hintereinander liegende Teilabschnitte
und eine der Querschneidestation nachgeordnete Längsschneidestation zum Längsschneiden
der hintereinander liegenden Teilabschnitte der Bogenbahn in quer zur Bewegungsrichtung
hintereinander liegende Bögen, wobei die in Bewegungsrichtung liegenden Bögen jeweils
eine Teilbahn bilden, aufweist,
- einer der Querschneidestation nachgeordneten Überlappungsstation zur Erzielung einer
Überlappung zwischen den Bögen jeder Teilbahn und
- einer Sammelstation zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke bildenden
Stapeln, wobei die Sammelstation eine der Anzahl der Teilbahnen entsprechende Anzahl
von Fächern zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcken aufweist.
[0002] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung gemäß einem zweiten Aspekt ein Verfahren
zur Herstellung von Buchblöcken, mit den Schritten
- mindestens eine in ihrer Längsrichtung bewegten, bedruckbaren Bogenbahn bereitzustellen,
- die Bogenbahn in einer Druckstation nacheinander über zwei Walzen unter Ausbildung
eines Umschlingungswinkels zu ziehen,
- die Bogenbahn durch die Druckstation derart zu führen, dass bei Auflage auf der einen
Walze die eine Seite der Bogenbahn und bei Auflage auf der anderen Walze die andere
Seite der Bogenbahn bedruckt wird,
- die in der Druckstation bedruckte Bogenbahn entweder in Längsrichtung in mindestens
zwei nebeneinander liegende Teilbahnen mit der Breite entsprechend einer vorgegebenen
Breite der Seiten des herzu-stellenden Buchblockes und dann diese Teilbahnen quer
zur Förderrichtung in Bögen mit einer Länge entsprechend der Höhe der Seiten des herzustellenden
Buchblockes zu schneiden oder in Querrichtung in Bewegungsrichtung hintereinander
liegende Teilabschnitte mit einer Länge entsprechend der Höhe der Seiten des herzustellenden
Buchblockes und dann die hintereinander liegenden Teilabschnitte der Bogenbahn in
Längsrichtung in quer zur Bewegungsrichtung nebeneinander liegende Bögen zu schneiden,
wobei die in Bewegungsrichtung liegende Bögen jeweils eine Teilbahn mit der Breite
entsprechend einer vorgegebenen Breite der Seiten des herzustellenden Buchblockes
bilden,
- die Bögen jeder Teilbahn in eine überlappende Anordnung zu bringen und
- in einer Sammelstation die überlappten Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke bildende
Stapel anzusammeln.
[0003] Buchblöcke und Bücher werden traditionell in mehreren Arbeitsgängen hergestellt.
Bei einer nach dem Zylinderdruckverfahren arbeitenden Vorrichtung werden in einem
ersten Schritt Bögen auf ihrer Vorderseite und ihrer Rückseite nach einem bestimmten
vorgegebenen Schema bedruckt, das es erlaubt, aufeinander folgende Seiten in dem Buchblock
durch geeignete, zum Teil recht komplizierte Faltvorgänge in die gewünschte Ab- oder
Reihenfolge zu bringen. Bei einem solchen Schema werden die Seiteninhalte nicht gemäß
ihrer der Seitenzahl in dem Buchblock folgenden Anordnung direkt benachbart neben-
oder hintereinander, sondern derart voneinander entfernt auf der Vorderseite und der
Rückseite eines Bogens gedruckt, dass sie erst nach Abschluss der erwähnten Faltvorgänge
in der der Seitenzahl entsprechenden Reihenfolge liegen. Die Seiten sind dann zunächst
noch über Falze miteinander verbunden und müssen deshalb in einem nachfolgenden gesonderten
Schritt durch Beschneiden, u.a. mit Hilfe eines sog. Dreischneiders in einem Dreiseitenbeschnitt,
voneinander getrennt werden.
[0004] Aufgrund der auf das Umfangsmaß und die Breite eines Druckzylinders beschränkten
Aufnahmekapazität an unterschiedlichen Seiteninhalten muss gewöhnlich ein Druckzylinder
bei einem Buchblock mit einer höheren Anzahl voneinander verschiedener Seiten mehrmals
eingerichtet werden, wobei er jedes Mal mit einem Druckbild für eine Gruppe der noch
fehlenden Seiteninhalte versehen wird und dann die Bögen wiederum entsprechend gedruckt
und in einem nachfolgenden Faltvorgang wieder gefalzt werden. Alternativ hierzu können
auch mehrere auf die jeweilige Gruppe abgestimmte Druckzylinder verwendet werden.
Die so hergestellten Gruppen werden zunächst zwischengelagert, was einen entsprechenden
Lagerraum erfordert. Nachdem sämtliche Gruppen gedruckt sind, werden die Seiten jeder
Gruppe entsprechend dem zuvor erwähnten Schema in zumeist mehreren Faltvorgängen gefalzt
und die einzelnen Gruppen anschließend in gefalzter Form zu Buchblöcken zusammen getragen,
welche dann beschnitten und gebunden werden. Zwar erlauben Zylinderdruckverfahren
einen hochwertigen Druck; doch sie sind relativ aufwendig und erfordern eine komplexe
Lagerlogistik mit entsprechender Lagerkapazität. Die nach dem Zylinderdruckverfahren
arbeitenden Vorrichtungen sind außerdem auf wenige, von der Druckzylindergeometrie
abhängige Formate beschränkt, und häufig erfordert ein Formatwechsel auch einen Wechsel
der Druckzylindergeometrie. Schließlich sind in Abhängigkeit von der gewählten Seitenzahl
teilweise auch Leerseiten erforderlich, welche entsprechend leere Flächenabschnitte
auf dem Druckzylinder bedingen, wodurch die Effektivität des Druckzylinders herabgesetzt
wird.
[0005] Aus der
DE 26 32 712 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zum Herstellen
von Papiergebinden bekannt, wobei eine endlose Papierbahn in mehrfacher Gebindebreite
mittels Druckzylindern beidseitig mit sich wiederholenden Reihen unterschiedlicher
Druckbilder bedruckt, durch Schneiden in Längsrichtung in mehrere Teilbahnen aufgetrennt
und durch Querschneiden der Teilbahnen in Bögen unterteilt wird und die Bögen zweier
benachbarter Teilbahnen in einer Überführungseinrichtung zum Zusammentragen übereinander
gelegt werden. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird wiederum mit der eher unflexiblen
Verwendung von Druckzylindern sowie mit dem eher zeitintensiven Vorgang des Zusammentragens
gearbeitet.
[0006] Eine ähnliche Rollendruckmaschine ist in der
US 6 155 169 A offenbart.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung vorzuschlagen, welche
die Herstellung von Buchblöcken auf einfache Art und Weise ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung gelöst durch eine
[0010] Vorrichtung zum Herstellen von Buchblöcken mit
- einer Bogenbahnabgabestation zur Abgabe mindestens einer in ihrer Längsrichtung bewegten,
bedruckbaren Bogenbahn,
- einer Druckstation mit
- zwei Walzen, die mit einer Umfangsgeschwindigkeit entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit
der Bogenbahn rotieren und zur berührenden Auflage der Bogenbahn auf ihrer Umfangsfläche
über einen vorbestimmten Winkelbereich vorgesehen sind, und
- einer Führungseinrichtung zur Führung der Bogenbahn derart, dass bei Auflage auf der
einen Walze die eine Seite der Bogenbahn und bei Auflage auf der anderen Walze die
andere Seite der Bogenbahn bedruckbar ist,
- einer der Druckstation nachgeordneten Schneidestation, welche entweder eine Längsschneidestation
zum Längsschneiden der bedruckten Bogenbahn in mindestens zwei nebeneinander liegende
Teilbahnen und eine der Längsschneidestation nachgeordnete Querschneidestation zum
Querschneiden der Teilbahnen in Bögen oder eine Querschneidestation zum Querschneiden
der bedruckten Bogenbahn in in Bewegungsrichtung hintereinander liegende Teilabschnitte
und eine der Querschneidestation nachgeordnete Längsschneidestation zum Längsschneiden
der hintereinander liegenden Teilabschnitte der Bogenbahn in quer zur Bewegungsrichtung
hintereinander liegende Bögen, wobei die in Bewegungsrichtung liegenden Bögen jeweils
eine Teilbahn bilden, aufweist,
- einer der Querschneidestation nachgeordneten Überlappungsstation zur Erzielung einer
Überlappung zwischen den Bögen jeder Teilbahn und
- einer Sammelstation zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke bildenden
Stapeln, wobei die Sammelstation eine der Anzahl der Teilbahnen entsprechende Anzahl
von Fächern zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcken aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckstation
- jeder Walze zugeordnete, berührungslos arbeitende Druckköpfe, die beab standet von
der Umfangsfläche der zugehörigen Walze angeordnet sind und zumindest im wesentlichen
quer zur Umfangs- und Drehrichtung der zugehörigen Walze nebeneinander liegen, wobei
die Druckkopfstimseiten im wesentlichen tangential zur zugehörigen Walze und die Druckkopfmittelachsen
im wesentlichen radial zur Umfangsfläche der zugehörigen Walze ausgerichtet sind,
und
- Mittel zur Erzeugung einer gewünschten Bahnspannung in der Bogenbahn aufweist.
[0011] Mit Hilfe der Erfindung ist es nun - in Abkehr von traditionellen Druckverfahren
- möglich, Buchblöcke in einem durchgehenden und quasi unterbrechungsfreien Verfahrensgang
auf einfache Art und Weise formatflexibler herzustellen. Die Kombination des berührungslosen
Bedruckens mit der Verwendung von Längs- und Querschneiden zur Erzeugung von in Bewegungsrichtung
hintereinander liegenden Bögen in nebeneinander ausgebildeten Teilbahnen, wobei diese
Bögen dann teilbahnenweise in der Sammelstation zu Buchblöcken angesammelt werden,
erlaubt eine hohe Formatflexibilität mit gleichzeitig hoher Produktionsgeschwindigkeit.
Die Ausbildung von mehreren nebeneinander liegenden Teilbahnen führt zu einer mehrspurigen
Anordnung, wodurch mehrere Buchblöcke gleichzeitig hergestellt werden können und somit
der Ausstoß und die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung entsprechend vervielfacht werden
kann. Dabei hat die mehrspurige Anordnung noch den weiteren Vorteil, dass sich wahlweise
nicht nur Buchblöcke mit identisch bedruckten Bögen bzw. Seiten, sondern auch Buchblöcke
mit unterschiedlich bedruckten Bögen bzw. Seiten zeitgleich herstellen lassen. In
diesem Zusammenhang erlaubt der Einsatz von berührungslos arbeitenden Druckköpfen,
welche gewöhnlich von einem Druckbildverarbeitungssystem angesteuert werden, eine
völlig freie und beliebige Gestaltung der Druckbilder, die bei Bedarf sogar, wie bereits
erwähnt, von Teilbahn zu Teilbahn unterschiedlich sein kann.
[0012] Durch die Verwendung von Walzen als Widerlager für die Bogenbahn während des Bedruckens
durch die berührungslos arbeitenden Druckköpfe und durch Erzeugung einer Bahnspannung
in der Bogenbahn wird außerdem ein Flattern oder Schwimmen der Bogenbahn während des
Druckens vermieden, wodurch eine sehr gute Druckqualität erreicht werden kann und
verschwommene und schlechte Druckbilder vermieden werden.
[0013] Mit Hilfe der Erfindung kann eine Vielzahl verschiedener Buchblockformate mit voneinander
unterschiedlichen Maßen der Buchblockseiten hergestellt werden. Hierbei sind allenfalls
geringe Rüstzeiten erforderlich. Ansonsten bei einer traditionellen Buchblockherstellung
verwendete Stationen für das Falten bzw. Falzen und/oder Zusammentragen bedruckter
Bögen sind überflüssig, wodurch der apparative Aufbau der Vorrichtung und deren Betrieb
vereinfacht wird. Werden insbesondere die Bögen der Teilbahnen bis zum Erreichen der
vorgegebenen Gesamtseitenanzahl des jeweiligen Buchblockes in der Sammelstation gesammelt,
lässt sich ein vollständiger Buchblock allein mit Bögen aus einer einzigen Teilbahn
herstellen.
[0014] Demnach kann zwischen der Anordnung aus Längsschneidestation und Querschneidestation
einerseits und der Sammelstation andererseits die Transportstrecke zum falzfreien
und zusammentragfreien Transport der Bögen in den Sammelbereich ausgebildet sein,
wodurch sich vollständige Buchblöcke allein mit Bögen aus einer jeweiligen Teilbahn
herstellen lassen. Hierzu bedarf es lediglich noch einer Überlappungsstation, um als
Vorraussetzung für das Übereinanderlegen zunächst eine Überlappung zwischen den Bögen
jeder Teilbahn zu erzielen.
[0015] Die Reihenfolge zwischen der Längsschneidestation und der Querschneidestation ist
grundsätzlich unerheblich. Gemäß einer ersten Variante ist die Querschneidestation
der Längsschneidestation nachgeordnet und liegt somit, in Bewegungsrichtung der Bogenbahn
betrachtet, hinter der Längsschneidestation, während gemäß einer alternativen zweiten
Variante der Erfindung die Reihenfolge von Querschneidestation und Längsschneidestation
umgekehrt ist.
[0016] Die zuvor genannte Aufgabe wird ferner gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung gelöst
durch ein
[0017] Verfahren zur Herstellung von Buchblöcken, mit den Schritten
- mindestens eine in ihrer Längsrichtung bewegten, bedruckbaren Bogenbahn bereitzustellen,
- die Bogenbahn in einer Druckstation nacheinander über zwei Walzen unter Ausbildung
eines Umschlingungswinkels zu ziehen;
- die Bogenbahn durch die Druckstation derart zu führen, dass bei Auflage auf der einen
Walze die eine Seite der Bogenbahn und bei Auflage auf der anderen Walze die andere
Seite der Bogenbahn bedruckt wird,
- die in der Druckstation bedruckte Bogenbahn entweder in Längsrichtung in mindestens
zwei nebeneinander liegende Teilbahnen mit der Breite entsprechend einer vorgegebenen
Breite der Seiten des herzu-stellenden Buchblockes und dann diese Teilbahnen quer
zur Förderrichtung in Bögen mit einer Länge entsprechend der Höhe der Seiten des herzustellenden
Buchblockes zu schneiden oder in Querrichtung in Bewegungsrichtung hintereinander
liegende Teilabschnitte mit einer Länge entsprechend der Höhe der Seiten des herzustellenden
Buchblockes und dann die hintereinander liegenden Teilabschnitte der Bogenbahn in
Längsrichtung in quer zur Bewegungsrichtung nebeneinander liegende Bögen zu schneiden,
wobei die in Bewegungsrichtung liegende Bögen jeweils eine Teilbahn mit der Breite
entsprechend einer vorgegebenen Breite der Seiten des herzustellenden Buchblockes
bilden,
- die Bögen jeder Teilbahn in eine überlappende Anordnung zu bringen und
- in einer Sammelstation die überlappten Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke bildende
Stapel anzusammeln,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Bogenbahn in der Druckstation mittels jeder Walze zugeordneter, berührungslos
arbeitender Druckköpfe bedruckt wird, welche beabstandet von der Umfangsfläche der
zugehörigen Walze angeordnet sind und zumindest im wesentlichen quer zur Umfangs-
und Drehrichtung der zugehörigen Walze nebeneinander liegen und deren Druckkopfstirnseiten
im wesentlichen tangential zur zugehörigen Walze und deren Druckkopfmittelachsen im
wesentlichen radial zur Umfangsfläche der zugehörigen Walze ausge richtet sind, und
- die Bogenbahn durch die Druckstation unter einer bestimmten Bahnspannung geführt wird.
[0018] An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass unter "Bogenbahn" eine quasi-endlose Bahn
aus Flachmaterial verstanden wird, welche bevorzugt aufgewickelt auf einer Rolle angeliefert
und zur Verarbeitung in der hier in Rede stehenden Vorrichtung von der Rolle abgezogen
wird. Bevorzugt besteht die Bogenbahn aus Papier. Es ist aber auch denkbar, die erfindungsgemäße
Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren zum Bedrucken beispielsweise einer
Folienbahn oder einer Textilbahn zu verwenden.
[0019] Bevorzugte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0020] So weist die Bogenbahnabgabestation, die auch als Abrollung bezeichnet wird, bevorzugt
eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme von mindestens zwei Rollen, von denen jeweils
eine Bogenbahn abziehbar ist, sowie eine Verbindungseinrichtung auf, welche das Ende
einer von einer Rolle vollständig abgezogenen Bogenbahn mit dem Anfang einer noch
vollständig auf einer anderen Rolle befindlichen Bogenbahn verbindet. Auf diese Weise
lässt sich ein schneller Wechsel zwischen den Rollen realisieren.
[0021] Zur Unterstützung der Förderung der Bogenbahn kann der Druckstation eine Vorzugeinrichtung
nachgeordnet sein.
[0022] Um eine eventuelle Welligkeit, eine eventuelle Krümmung und/oder einen eventuellen
Drall in der Bogenbahn, gewöhnlich durch das Abrollen und/oder Bedrucken verursacht,
zu beseitigen, kann bevorzugt eine der Druckstation nachgeordnete Einrichtung zur,
vorzugsweise beidseitigen, Brechung der Bogenbahn vorgesehen sein. Bei einer Weiterbildung
dieser Ausführung kann diese Einrichtung der zuvor erwähnten Vorzugeinrichtung nachgeschaltet
sein, um eventuell aufgrund von mechanischen Zugeinflüssen durch die Vorzugeinrichtung
erzeugte Welligkeiten ebenfalls vorteilhaft beseitigen zu können.
[0023] Zum Auftrag von Flüssigkeit auf die Bogenbahn kann bevorzugt eine Befeuchtungseinrichtung
vorgesehen sein, wobei die aufzutragende Flüssigkeit insbesondere zur Ableitung eventuell
vorhandener elektrostatischer Ladung gegen Masse oder Erde und/oder zur Oberflächenveredelung
der Bogenbahn vorgesehen sein kann. Bei einer Weiterbildung kann die Befeuchtungseinrichtung
eine Antistatikeinrichtung aufweisen. Außerdem kann die Befeuchtungseinrichtung der
Einrichtung zur, vorzugsweise beidseitigen, Brechung nachgeordnet sein.
[0024] Für eine flexible Formatanpassung sollte die Längsschneidestation mehrere in ihrem
Querabstand veränderbare Längsmesser aufweisen, wobei der Querabstand zwischen zwei
benachbarten Längsmessern die Breite der zu schneidenden Teilbahn und somit der Bögen
dieser Teilbahn bestimmt. Anstelle der erwähnten Längsmesser können auch Laserstrahlschneideinrichtungen
vorgesehen sein, und zwar vorzugsweise in der gleichen Anzahl.
[0025] Vorzugsweise weist die Längsschneidestation Mittel zu Randstreifenabsaugung auf.
[0026] Der Anordnung aus Längsschneidestation und Querschneidestation kann bevorzugt eine
Schlechtbogenweiche nachgeordnet sein, um Schlechtdrucke aussondern zu können. Hierzu
ist es von Vorteil, an die Schlechtbogenweiche ein winklig, vorzugsweise etwa rechtwinklig,
zur Bewegungsrichtung der Bogenbahn herausgeführtes Förderband, vorzugsweise Schussband,
anzuschließen. Für einen optimalen Betriebsablauf ist es vorteilhaft, wenn die Schlechtbogenweiche
der Überlappungsstation vorgeordnet ist.
[0027] Bevorzugt weist die Sammelstation eine der Anzahl der Teilbahnen entsprechende Anzahl
von Fächern zum Ansammeln der Bögen jeder Teitbahn zu Buchblöcken auf, wodurch die
Herstellung eines vollständigen Buchblockes allein mit Bögen aus einer Teilbahn optimal
unterstützt wird. Zum Abtransport des dort angesammelten Buchblockes kann bevorzugt
jedem Fach ein Zangenförderer zugeordnet sein.
[0028] Mit der Sammelstation kann ein Zwischenpuffer zur Zwischenspeicherung von Buchblöcken
verbunden sein.
[0029] Von der Sammelstation kann winklig, vorzugsweise etwa rechtwinklig, zur Bewegungsrichtung
der Bogenbahn eine Fördereinrichtung zum Transport der Buchblöcke zu einer Bindestation
herausführen. Diese Fördereinrichtung kann ggf. bis in den zuvor erwähnten Zwischenpuffer
reichen und somit gleichzeitig auch zur Bedienung des Zwischenpuffers verwendet werden.
Zweckmäßigerweise weist die Fördereinrichtung mindestens ein Förderband auf.
[0030] Bevorzugt kann auch noch eine Zufördereinrichtung vorgesehen sein, die sowohl zur
Fördereinrichtung als auch zum Zwischenpuffer reicht.
[0031] Zur Trocknung der bedruckten Abschnitte der Bogenbahn kann vorzugsweise eine Trocknungseinrichtung
vorgesehen sein.
[0032] Zur Erzielung eines hochgenauen Bahnlaufs sollte mindestens eine Bahnkantenreglungseinrichtung
verwendet werden. Die Bahnkantenregelungseinrichtung kann in der Druckstation enthalten
sein. Bevorzugt liegt die Bahnkantenregelungseinrichtung stromaufwärts vor mindestens
einer der beiden Walzen.
[0033] Zweckmäßigerweise sollte auch mindestens eine Qualitätsmesseinrichtung vorgesehen
sein. Bei Verwendung einer solchen Qualitätsmesseinrichtung kann vorteilhaft die Schlechtbogenweiche
so ausgebildet sein, dass sie zur Aussonderung derjenigen Bögen aktivierbar ist, welche
von der Qualitätsmesseinrichtung als minderwertig ermittelt worden sind. Mindestens
eine solche Qualitätsmesseinrichtung sollte in der Druckstation vorgesehen sein, wobei
eine Qualitätsmesseinrichtung einer Walze zugeordnet ist und die Qualität der Bogenbahn
nach Verlassen der Walze ermittelt.
[0034] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer Maschine zur Buchblockherstellung gemäß einer
bevorzugten Ausführung der Erfindung;
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf die Maschine von Figur 1;
- Figur 3
- eine vergrößerte schematische Seitenansicht auf einen Abschnitt der Ma- schine von
Figur 1 von einer Bogenbahnabrollstation bis zu einer Bahnbe- feuchtungsstation;
- Figur 4
- eine nochmals vergrößerte Seitenansicht einer Druckstation der Maschine von Figur
1;
- Figur 5
- eine gegenüber Figur 4 um 90° gedrehte Draufsicht auf die Druckstation;
- Figur 6
- eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung einer Anordnung mit einer Andruckrolle,
einer Walze und einer zwei hintereinanderliegende Reihen von Druckköpfen aufweisenden
Gruppe von Druckköpfen;
- Figur 7
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Anordnung mit einer Andruckrolle,
einer Walze und zwei jeweils zwei Reihen aufweisenden Gruppen von Druckköpfen;
- Figur 8
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Anordnung mit einer Andruckrolle,
einer Walze und zehn jeweils zwei Reihen aufweisenden Gruppen von Druckköpfen; und
- Figur 9:
- eine ausschnittsweise Draufsicht auf eine bedruckte Bogenbahn.
[0035] Die in den Figuren 1 und 2 im wesentlichen vollständig und in Figur 3 ausschnittsweise
dargestellte Maschine enthält am Anfang eine Bogenbahnabgabestation 2, von der in
Figur 3 ein Gestell 4 erkennbar gezeigt ist, am welchem im dargestellten Ausführungsbeispiel
ein erster Tragarm 6 zur Aufnahme einer ersten Rolle 8 und ein zweiter Tragarm 10
zur Aufnahme einer zweiten Rolle 12 angeordnet sind. Die Rollen 8, 12 sind drehbar
auf nicht näher dargestellten Drehzapfen, sog. Spanndornen, an den Tragarmen 6, 10
gelagert und dabei abnehmbar an diesen angeordnet. Die Tragarme 6, 10 sind am Gestell
4 in vertikaler Richtung bewegbar gelagert und zwischen einer oberen Arbeitsstellung
und einer unteren Ruhestellung verfahrbar, damit sie in der unteren Ruhestellung ausgewechselt
werden können.
[0036] Jede Rolle 8, 12 besteht aus einer aufgewickelten endlosen Bogenbahn, vorzugsweise
aus Papier, welche für die nachfolgend im einzelnen noch beschriebenen Verarbeitung
von der entsprechenden Rolle abgewickelt wird. Dabei kommt im dargestellten Ausführungsbeispiel
jeweils nur eine Rolle im laufenden Betrieb zum Einsatz, während die andere Rolle
zwischenzeitlich ausgewechselt werden kann. Wenn also die Bogenbahn von der einen
Rolle vollständig abgezogen worden ist, wird zur anderen Rolle gewechselt und dann
von dieser die Bogenbahn abgezogen, währenddessen die leere eine Rolle durch eine
neue volle Rolle ersetzt wird. Um eine Unterbrechung des laufenden Betriebes der Maschine
zu vermeiden, wird das Ende der Bogenbahn von der einen Rolle mit dem Anfang der Bogenbahn
von der anderen Rolle verbunden. Hierzu weist die Bogenbahnabgabestation 2 eine Spleißvorrichtung
14 auf, die im dargestellten Ausführungsbeispiel am Gestell 4 oberhalb der Tragarme
6, 10 und somit oberhalb der Rollen 8, 12 angeordnet ist. Der Spleißvorgang findet
üblicherweise im Stillstand statt, kann aber auch fliegend durchgeführt werden.
[0037] Zur Überbrückung eines eventuellen Bedarfes an Bogenbahnmaterial, beispielsweise
während des zuvor erwähnten Spleißvorganges im Stillstand, ist in der Bogenbahnabgabestation
2 ein nicht dargestellten Bogenbahnspeicher vorgesehen.
[0038] Nach Verlassen der Bogenbahnabgabestation 2 gelangt die Bogenbahn, welche in den
Figuren mit dem Bezugszeichen "16" gezeichnet ist, in eine Druckstation 20, in der
die Bogenbahn 16 mit den gewünschten Druckbildern bedruckt wird. An dieser Stelle
sei noch ergänzend angemerkt, dass in den Figuren die Bahnlaufrichtung von links nach
rechts stattfindet.
[0039] Die Druckstation 20 ist im einzelnen in den Figuren 4 und 5 gezeigt. Wie Figur 5
erkennen lässt, weist die Druckstation 20 ein Gestell 22 auf, an dem die verschiedenen,
nachfolgend im einzelnen beschriebenen Aggregate angeordnet sind. Um diese Aggregate
besser darstellen zu können, ist in Figur 4 die dem Betrachter zugewandte Seite des
Gestells 22 der besseren Übersichtlichkeit halber weggelassen.
[0040] Vor Eintritt in die Druckstation 20 in Richtung gemäß Pfeil A durchläuft die Bogenbahn
16 eine erste Zugwalzenanordnung, welche sich somit im Einlassbereich zur Druckstation
20 befindet. Diese Zugwalzenanordnung 24 wird von einem nicht näher dargestellten
Antrieb angetrieben und beaufschlagt die Bogenbahn 16 mit einer ersten Fördergeschwindigkeit
v
1. Nach Eintritt in die Druckstation 20 wird die Bogenbahn 16 über mehrere Führungsrollen
26 zu einer Bahnkantenregelungseinrichtung 28 geführt. Entlang dieses Wegabschnittes
kann stromaufwärts von der Bahnkantenregelungseinrichtung 28 noch wahlweise eine Befeuchtungseinrichtung
vorgesehen sein, welche jedoch in den Figuren nicht dargestellt ist. Die Bahnkantenregelungseinrichtung
28 hat die Aufgabe, die Bogenbahn 16 relativ zu nachfolgend noch beschriebenen Druckeinrichtungen
quer zur Bahnlaufrichtung auszurichten, damit, in Querrichtung der Bahnlaufrichtung
betrachtet, die Druckbilder in der gewünschten Lage exakt positioniert werden.
[0041] Nach Verlassen der Bahnkantenregelungseinrichtung 28 wird die Bogenbahn 16 über eine
Führungsrolle 30 zu einer ersten Umlenkrolle 31 geführt, welche am Umfang einer ersten
Walze 34 anliegt und mit einem Drehgeber 33 versehen ist. Der Drehgeber kann bevorzugt
ein hochauflösendes Winkelmesssystem (> 3600 I/U, vorzugsweise 9000 I/U) aufweisen.
Die erste Walze 34 ist an einem Lager 35 drehbar gelagert, welches am Gestell 22 der
Druckstation 20 gehaltert ist und einen Drehgeber 36 zur Ermittlung der augenblicklichen
Drehstellung der ersten Walze 34 sowie deren Rotationsgeschwindigkeit aufweist. Bevorzugt
weist der Drehgeber 36 ein hochauflösendes Winkelmesssystem (> 3600 I/U, vorzugsweise
36000 I/U) auf. Angetrieben wird die erste Walze 34 in Richtung des Pfeils B mit einer
Umfangsgeschwindigkeit v
2 durch einen Direktantrieb 37, der einen nicht näher dargestellten Servomotor aufweist
und ebenfalls am Gestell 22 sitzt. Wie Figur 4 erkennen lässt, läuft die Bogenbahn
16 im dargestellten Ausführungsbeispiel in Bezug auf die erste Walze 34 etwa radial
zur ersten Umlenkrolle 31 und wird von dieser in Richtung auf die Umfangsfläche der
ersten Walze 34 umgelenkt.
[0042] Stromabwärts von der ersten Umlenkrolle 31 und somit in einem bestimmten Winkelabstand
zu dieser ist eine erste Andruckrolle 32 vorgesehen, welche ebenfalls am Umfang der
ersten Walze 34 anliegt. Von dieser ersten Andruckrolle 32 wird die Bogenbahn 16 gegen
die Umfangsfläche der ersten Walze 34 gedrückt und gelangt dadurch in Anlage an die
Umfangsfläche der ersten Walze 34. Die erste Andruckrolle 32 wird durch eine nicht
näher gekennzeichnete Beaufschlagungseinrichtung gegen die Umfangsfläche der ersten
Walze 34 gedrückt. Die Beaufschlagungseinrichtung kann beispielsweise einen Energiespeicher
wie z.B. eine Feder und/oder einen aktiven Antrieb aufweisen. Alternativ ist es auch
denkbar, die Bogenbahn 16 nicht etwa radial und somit etwa rechtwinklig zur Umfangsfläche
an der Stelle der ersten Andruckrolle 32, sondern unter einem anderen Neigungswinkel
heranzuführen.
[0043] Die erste Andruckrolle 32 bildet zusammen mit der ersten Walze 34 eine Art zweite
Zugwalzenanordnung, welche die auf dem Umfang der ersten Walze 34 aufliegenden Bogenbahn
16 mit der Fördergeschwindigkeit v
2 antreibt, die geringfügig höher als die Fördergeschwindigkeit v
1 ist. Während also die erste Andruckrolle 32 die Bogenbahn 16 mit einer Andruckkraft
gegen die erste Walze 34 erzeugt und dadurch einen Schlupf zwischen der Bogenbahn
16 und dem Umfang der ersten Walze 34 verhindert, stellt die erste Umlenkrolle 31
den gewünschten Umschlingungswinkel sicher.
[0044] Von der ersten Umlenkrolle 31 wird nämlich die Bogenbahn 16 etwa über die Hälfte
des Umfanges der ersten Walze 34 gezogen, bevor sie die erste Walze 34 in tangentialer
Richtung wieder verlässt, so dass im dargestellten Ausführungsbeispiel der Umschlingungswinkel
der Bogenbahn 16 um die erste Walze 34 etwa 180° beträgt. Grundsätzlich ist es aber
auch denkbar, einen anderen Umschlingungswinkel zu wählen, der zumindest etwas kleiner
oder etwas größer als 180° ist. Die Rotationsgeschwindigkeit der ersten Walze 34 wird
dabei so gewählt, dass deren Umfangsgeschwindigkeit gleich der Bahngeschwindigkeit
der Bogenbahn 16 ist.
[0045] Wie insbesondere Figur 4 erkennen lässt, wird im dargestellten Ausführungsbeispiel
etwa auf der Hälfte ihres Weges über den Umfang der ersten Walze 34 die Bogenbahn
16 an einer Druckeinheit 38 vorbei geführt, wo der Druckvorgang stattfindet und dabei
die nach außen weisende Seite der Bogenbahn 16 mit den gewünschten Druckbildern bedruckt
wird. Die erste Andruckrolle 32 ist benachbart zur Druckeinheit 38 angeordnet, so
dass sich im dargestellten Ausführungsbeispiel die erste Andruckrolle 32 zwischen
der Umlenkrolle 31 und der Druckeinheit 38 befindet; alternativ ist es aber auch denkbar,
die erste Andruckrolle 32 direkt an der Druckeinheit 38 zu lagern. Zur Durchführung
des Druckvorganges weist die Druckeinheit 38 mehrere berührungslos arbeitende Druckköpfe
40 auf, die in einem Abstand zu der Umfangsfläche der ersten Walze 34 und somit zu
der Bogenbahn 16 angeordnet sind. Außerdem sind bei den Druckköpfen 40 deren Druckkopfstirnseiten
im wesentlichen tangential zur Umfangsfläche der ersten Walze 34 und deren Druckkopfmittelachsen
im wesentlichen radial zur ersten Walze 34 ausgerichtet. Wie Figur 4 ferner erkennen
lässt, sind mehrere Druckköpfe 40 in Rotationsrichtung der ersten Walze 34 gemäß Pfeil
B und somit in deren Umfangsrichtung sowie in der Bahnlaufrichtung der Bogenbahn 16
hintereinander angeordnet.
[0046] Wie Figur 6 erkennen lässt, welche eine Anordnung aus der ersten Umlenkrolle 31,
der ersten Walze 34 und den Druckköpfen 40 unter Weglassung der ersten Andruckrolle
32 beispielhaft aus einer gegenüber Figur 4 anderen Perspektive zeigt, erstreckt sich
jeder Druckkopf 40 quer zur Bahnlaufrichtung nur über einen Bruchteil der Breite der
Bogenbahn 16 und sind die Druckköpfe 40 zu zwei in Bahnlaufrichtung hintereinander
liegenden Reihen 40R zusammengefasst, welche gemeinsam eine Gruppe 40G bilden. Dabei
besteht jede Reihe aus einer bestimmten Anzahl von quer zur Bahnlaufrichtung nebeneinander
liegenden Druckköpfen 40 und erstreckt sich über die gesamte Breite der Bogenbahn
16. Außerdem liegen die Druckköpfe 40 der zwei benachbarten Reihen 40R der Gruppe
40G versetzt zueinander. Diese zueinander versetzte Anordnung der Druckköpfe 40 ist
dabei im dargestellten Ausführungsbeispiel so getroffen, dass jeweils ein Druckkopf
40 der einen Reihe 40R mit seinen seitlichen Enden die Enden der Druckköpfe 40 der
anderen Reihe 40R überlappt. Wie Figur 6 ferner erkennen lässt, sind die Druckköpfe
40 jeder Reihe 40R in der gleichen Teilung angeordnet, hat also jede Reihe 40R von
Druckköpfen 40 die gleiche Teilung. Die versetzte Anordnung der Druckköpfe 40 zueinander
trägt dem Umstand Rechnung, dass bei jedem Druckkopf 40 dessen Gehäuse quer zur Bahnlaufrichtung
breiter als der effektive Druckbereich ist. Somit lässt sich zum einen bei Bedarf
eine über die gesamte Breite der Bogenbahn 16 durchgehende Linie drucken und lassen
sich zum anderen schwierigere, bis in die Randbereiche der Bogenbahn 16 reichende
Druckbilder realisieren.
[0047] Da aber jeder Druckkopf 40 nur bis zu einer maximalen Frequenz arbeiten kann, wäre
die Bahnlaufgeschwindigkeit, welche mit der Umfangsgeschwindigkeit in Richtung des
Pfeils B korrespondiert, auf einen Maximalwert begrenzt. Um dennoch auch bei einer
höheren Bahngeschwindigkeit drucken zu können, sind mehrere Gruppen 40G von Druckköpfen
40 gemäß Figur 6 in Bahnlaufrichtung hintereinander angeordnet. Im Beispiel von Figur
7, welche ebenfalls eine Anordnung aus der ersten Umlenkrolle 31, der ersten Walze
34 und den Druckköpfen 40 unter Weglassung der ersten Andruckrolle 32 in der gleichen
Perspektive wie Figur 6 zeigt, sind drei hintereinander liegende Gruppen 40G mit insgesamt
sechs Reihen von Druckköpfen 40 vorgesehen, um eine dreifache Geschwindigkeit gegenüber
der Verwendung einer einzigen Gruppe 40G gemäß Figur 6 mit nur zwei hintereinander
liegenden Reihen realisieren zu können, wobei jeder Druckkopf 40 für eine durchgehende
Linie in Bahnlaufrichtung nur jeden dritten Punkt zu drucken braucht.
[0048] Für einen Vollfarbdruck wird pro (zwei hintereinander liegende Reihen 40R von Druckköpfen
40 umfassender) Gruppe eine Farbe gedruckt. Multipliziert mit der Anzahl an Gruppen
für die entsprechend geforderte Geschwindigkeit ergibt dies dann eine entsprechende
Anzahl von benötigten Gruppen. Figur 8, in der in einer anderen Perspektive gegenüber
den Figuren 6 und 7 eine Anordnung aus der ersten Umlenkrolle 31, der ersten Walze
34 und den Druckköpfen 40 unter Weglassung der ersten Andruckrolle 32 dargestellt
ist, zeigt beispielhaft eine Ausführung für einen Vollfarbdruck mit zehn Gruppen.
[0049] Außerdem ist am Beispiel von Figur 8 ebenfalls erkennbar, dass die Druckeinheit 38
(Figur 4) mit ihren Druckköpfen 40 nicht zwangsläufig etwa in der Mitte zwischen der
ersten Umlenkrolle 31 und der Stelle, an der die Bogenbahn 16 die erste Walze 34 wieder
verlässt, liegen muss, sondern dass dies auch an einer anderen Stelle entlang des
Weges der Bogenbahn 16 über den Umfang der ersten Walze 34 der Fall sein kann. In
diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass für die Erzielung einer hohen Druckqualität
eine im wesentlichen unmittelbar zu der Druckeinheit 38 benachbarte Anordnung der
in Figur 4 gezeigten ersten Andruckrolle 32 von Vorteil ist.
[0050] Im beschriebenen Ausführungsbeispiel werden als Druckköpfe 40 Strahldruckköpfe und
bevorzugt Tintenstrahldruckköpfe verwendet.
[0051] Die Druckeinheit 38 ist radial beweglich in Bezug auf die ersten Walze 34 an einer
Halterung 42 gelagert, welche am Gestell 22 befestigt ist. Auf diese Weise lässt sich
die Druckeinheit 38 von einer Arbeitsstellung, in der die Druckköpfe 40 einen verhältnismäßig
kleinen Abstand von der Umfangsfläche der ersten Walze 34 und somit von Bogenbahn
16 einnehmen, in eine Ruhestellung verfahren, in der die Druckeinheit 38 und somit
die Druckköpfe 40 einen deutlich größeren Abstand von der ersten Walze 34 aufweisen
und genug Raum für Reparatur-, Wartungs- und/oder Einstellarbeiten freigeben. Deshalb
wird die Druckeinheit 38 hauptsächlich dann in die Ruhestellung verbracht, wenn entsprechende
Reinigungs-, Reparatur-, Wartungs- und/oder Einstellarbeiten getätigt werden müssen.
In Figur 4 ist die Druckeinheit 38 in ihrer angehobenen Ruhestellung gezeigt.
[0052] Wie bereits zuvor erwähnt, wird die Bogenbahn 16 tangential von der Umfangsfläche
der ersten Walze 34 abgezogen. Hierfür verantwortlich ist eine Führungsrolle 44, die
in Bezug auf erste Walze 34 so angeordnet ist, dass der von der ersten Walze 34 zu
ihr führende Bahnabschnitt für die Bogenbahn 16 in Bezug auf die Umfangsfläche der
ersten Walze 34 in tangentialer Richtung verläuft, wie Figur 4 erkennen lässt. An
diesem tangentialen Wegabschnitt ist an einer Stelle benachbart zur ersten Walze 34
eine Anordnung aus einer ersten Qualitätsmesseinrichtung 46, welche beispielsweise
eine nicht dargestellte Stroboskop-Hochgeschwindigkeitskamera aufweisen kann, und
einem sog. ersten Tischblech 47 vorgesehen. Wie Figur 4 erkennen lässt, läuft die
Bogenbahn 16 zwischen einer Stirnseite der ersten Qualitätsmesseinrichtung 46 und
dem ersten Tischblech 47, welches sich etwa in der Ebene der Bogenbahn 16 erstreckt,
wobei sich die Bogenbahn 16 in einem minimalen Abstand vom ersten Tischblech 47 befindet.
Dadurch entsteht zwischen dem ersten Tischblech 47 und der Bogenbahn 16 ein dünnes
Luftpolster, auf dem die Bogenbahn 16 über das erste Tischblech 47 gleitet. Die erste
Qualitätsmesseinrichtung 46 dient dazu, die Qualität des gerade auf die eine Seite
der Bogenbahn 16 frisch aufgebrachten Druckbildes zu überprüfen. Hierfür eignet sich
in ganz besonderer Weise der tangentiale Wegabschnitt nach Verlassen der ersten Walze
34, da dort nach Abziehen von der ersten Walze 34 die Bogenbahn 16 einen besonders
geraden Verlauf hat.
[0053] Während im dargestellten Ausführungsbeispiel der tangentiale Wegabschnitt von der
ersten Walze 34 bis zur Führungsrolle 44 etwa vertikal nach unten verläuft, erfährt
die Bogenbahn 16 an dieser Führungsrolle 44 eine Umlenkung in eine etwa horizontale
Richtung und wird dabei durch eine Trocknungseinrichtung 50 geführt, in der die Bogenbahn
16 getrocknet und somit ein Verwischen der zuvor aufgebrachten Druckbilder verhindert
wird. Über weitere Führungsrollen 48 gelangt die Bogenbahn 16 zu einer zweiten Umlenkrolle
51 und einer zweiten Andruckrolle 52, welche beide an einer zweiten Walze 54 anliegen.
Die zweite Umlenkrolle 51 ist ebenfalls mit einem Drehgeber 53 versehen. Stromaufwärts
vor der zweiten Umlenkrolle 51 kann eine weitere Bahnkantenregelungseinrichtung ähnlich
der Bahnkantenregelungseinrichtung 28 vorgesehen sein, um einen hochgenauen Bahnlauf
in Bezug auf die Druckköpfe 62 der zweiten Druckeinheit zu gewährleisten.
[0054] Die zweite Walze 54 ist über ein Lager 56, welches einen Drehgeber 57 zur Ermittlung
der Drehposition und der Rotationsgeschwindigkeit der zweiten Walze 54 aufweist, ebenfalls
am Gestell 22 drehbar gelagert und wird ebenfalls von einem Direktantrieb 58 angetrieben,
welcher am Gestell 22 angeordnet ist. Dabei rotiert die zweite Walze 54 in Richtung
des Pfeils C mit einer Umfangsgeschwindigkeit v
3. Dieser zweiten Walze 54 zugeordnet ist ebenfalls eine zweite Druckeinheit 60, welche
Druckköpfe 62 aufweist und an einer Halterung 64, welche am Gestell 22 befestigt ist,
zwischen einer Arbeitsstellung und einer Ruhestellung verschieblich gelagert ist.
In Figur 4 ist auch die zweite Druckeinheit 60 in ihrer angehobenen Ruhestellung gezeigt.
Hinsichtlich Konstruktion und Funktion der zweiten Umlenkrolle 51 und deren Drehgebers
53, der zweiten Andruckrolle 52, der zweiten Walze 54, deren Lagers 56, des Drehgebers
57, des Direktantriebes 58, der Druckköpfe 62 und der Halterung 64 wird auf die zuvor
gegebene ausführliche Beschreibung der ersten Umlenkrolle 31 und deren Drehgebers
33, der ersten Andruckrolle 32, der ersten Walze 34, deren Lagerung 35, des Drehgebers
36, des Direktantriebes 37, der Druckköpfe 40 und der Halterung 42 verwiesen. An dieser
Stelle sei noch angemerkt, dass Messmittel zur Messung der Andruckkraft der ersten
und zweiten Andruckrollen 32, 52 vorgesehen sein können.
[0055] Somit findet mit Hilfe der Druckköpfe 62 auf der zweiten Walze 54 ein weiterer Druckvorgang
auf der Bogenbahn 16 statt. Anders als auf der ersten Walze 34 wird aber auf der zweiten
Walze 54 nun die bislang unbedruckte andere Seite der Bogenbahn 16 bedruckt. Dass
die Bogenbahn 16 nun mit ihrer bereits bedruckten einen Seite in Anlage an die zweite
Walze 54 gelangt, so dass die bislang unbedruckte andere Seite für den Druckvorgang
frei liegt, wird im dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass beide
Walzen 34, 54 in Bahnlaufrichtung räumlich hintereinander liegen, die zweite Walze
54 in Richtung des Pfeils C entgegengesetzt zur Drehrichtung der ersten Walze 34 rotiert
und die Bogenbahn 16 nach Verlassen der ersten Walze 34 über die Führungsrollen 44
und 48 entlang eines gekrümmten Weges zur zweiten Walze 54 geführt und dort an der
zur ersten Walze 34 weisenden Seite der zweiten Walze 54 in Anlage an die Umfangsfläche
der zweiten Walze 54 gebracht wird. Somit bildet die zweite Andruckrolle 52 zusammen
mit der zweiten Walze 54 eine Art dritte Zugwalzenanordnung, welche die Bogenbahn
16 mit der Geschwindigkeit v
3 in Bahnlaufrichtung antreibt. Zur Erzielung einer definierten Zugspannung und somit
Dehnung in der Bogenbahn 16 ist die Geschwindigkeit v
3 geringfügig höher als die Geschwindigkeit v
2. Alternativ ist es aber auch denkbar, dass beide Walzen 34, 54 mit exakt der gleichen
Umfangsgeschwindigkeit rotieren.
[0056] Ähnlich wie die Führungsrolle 44 dient auch die Führungsrolle 66 dazu, dass die Bogenbahn
16 auch von der zweiten Walze 54 tangential abgezogen wird. Kurz nach Verlassen der
zweiten Walze 54 läuft die Bogenbahn 16 zwischen einer zweiten Qualitätsmesseinrichtung
68 und einem gegenüber liegenden zweiten Tischblech 69 hindurch. Wie erste Qualitätsmesseinrichtung
46 dient auch die zweite Qualitätsmesseinrichtung 68 zur Überprüfung der Qualität
des Druckes. Anders als die erste Qualitätsmesseinrichtung 46 hat aber die zweite
Qualitätsmesseinrichtung 68 die Aufgabe, die Qualität des nunmehr auf der zweiten
Seite der Bogenbahn 16 von den Druckköpfen 62 aufgebrachten Druckbildes zu überprüfen.
[0057] Nach Umlenkung an der Führungsrolle 66 wird die Bogenbahn 16 durch eine zusätzliche
Trocknungseinrichtung 50 über weitere Führungsrollen 70 wieder zur zuvor erwähnten
Trocknungseinrichtung 50 zurückgeführt, um nun auch eine Trocknung der an der zweiten
Walze 54 bedruckten zweiten Seite der Bogenbahn 16 durchzuführen und ein Verwischen
der zuvor auf der zweiten Seite von den Druckköpfen 62 aufgebrachten Druckbilder zu
vermeiden. In diesem Zusammenhang sei im übrigen angemerkt, dass die Notwendigkeit
der Trocknungseinrichtungen 50 und deren Wirkungsweise in hohem Maße abhängig von
dem von den Druckköpfen 40, 62 abgegebenen Druckmedium und von der Bahngeschwindigkeit
der Bogenbahn 16 abhängt.
[0058] Nachdem die Bogenbahn 16 die Trocknungseinrichtung 50 erneut durchlaufen hat, wird
sie durch Führungsrollen 72 umgelenkt und an weiteren Führungsrollen 74 vorbei zu
einer zweiten Doppelwalzenanordnung 76 geführt, welche im Auslassbereich der Druckstation
sitzt und durch deren Walzen die Bewegungsbahn 16 hindurchgeleitet wird, bevor die
Bogenbahn 16 die Druckstation 20 in Richtung des Pfeils D verlässt. Die beiden Walzen
dieser Doppelwalzenanordnung 76 werden von einem nicht dargestellten Antrieb angetrieben.
Dabei ist die von der zweiten Zugwalzenanordnung 76 auf die Bogenbahn 16 aufgebrachte
Zugspannung bzw. Vorschubkraft ein wenig größer als die Zugspannung bzw. Vorschubkraft,
welche von der ersten Zugwalzenanordnung 24 im Einlassbereich der Druckstation 20
erzeugt wird. Aufgrund dieser Differenz entsteht eine Zugspannung bzw. Bahnspannung
in der Bogenbahn 16, wenn diese die Druckstation 20 durchläuft. Die erste Zugwalzenanordnung
24 wirkt als eine Art Bremsantrieb relativ zu den stromabwärts gelegenen, angetriebenen
Zugwalzenanordnungen, gebildet von der ersten Walze 34/ersten Andruckrolle 32, der
zweiten Walze 54/zweiten Andruckrolle 52 und der zweiten Zugwalzenanordnung 76. Dabei
beträgt das Verhältnis der Geschwindigkeiten zueinander gemäß folgender Ungleichung:

[0059] Auf diese Weise lässt sich in der Bogenbahn 16 eine definierte Zugspannung und somit
eine definierte Dehnung bzw. Bahnenlängung und auch eine Schlupffreiheit zwischen
der Bogenbahn 16 und den Walzen 34, 54 erzielen, wobei die Abweichungen zwischen den
einzelnen Geschwindigkeiten höchstens im Promille-Bereich liegen und insbesondere
die Geschwindigkeitserhöhung jeweils bei etwa einem Promille liegen sollte.
[0060] Durch die Führung der Bogenbahn 16 über die Walzen 34 und 54 und somit über einen
teilkreisbogenförmig gekrümmten Weg unter einer vorbestimmten Bahnspannung an den
Druckköpfen 40 und 62 vorbei lässt sich eine besonders exakte Positionierung der Bogenbahn
16 gegenüber den Druckköpfen 40 und 62 realisieren und wird ein Flattern oder Schwimmen
der Bogenbahn 16 vermieden, wodurch Druckbilder besonders guter Qualität unter hoher
Produktionsgeschwindigkeit erzeugt werden können. Für die Einhaltung der Bahnspannung
in der Bogenbahn 16 entlang des eine eingeprägte Krümmung bildenden Umfanges der Walzen
34 und 54 sorgen primär die Andruckrollen 32 und 52, über die die Bogenbahn 16 jeweils
eingangsseitig an die Umfangsfläche der Walzen 34, 54 herangeführt werden, während
sie ja ausgangsseitig tangential vom Umfang der Walzen 34, 54 abgezogen wird. Für
die Erzeugung der Bahnspannung in der Bogenbahn 16 unterstützend wirken die ersten
und zweiten Doppelwalzenanordnungen 24 und 76, welche dafür sorgen, dass die Bogenbahn
16 im wesentlichen über ihren gesamten Weg durch die Druckstation 20 unter einer vorbestimmten
Zugspannung steht.
[0061] Die Auswertung der von den Messsystemen abgegebenen Messsignale im Hinblick auf einen
Bahnschlupf der Bogenbahn 16 gegenüber den Walzen 34 und 54 findet in einer übergeordneten
Steuerungseinrichtung statt, welche in den Figuren nicht gezeigt ist. Wird ein Bahnschlupf
festgestellt, gibt es insbesondere die Möglichkeit, durch Änderung der Andruckkraft
der Andruckrollen 32 und 52 den Schlupf zu reduzieren, durch Signale an eine ebenfalls
nicht dargestellte Druckkopfsteuerung den Schlupf zu kompensieren, indem beispielsweise
in der Arbeitsfrequenz der Druckköpfe 40, 62 entsprechende Totzeiten eingesteuert
werden, die Bahngeschwindigkeit der Bogenbahn 16 zu reduzieren oder einfach auch nur
eine entsprechende Warnmeldung abzugeben.
[0062] Nach Verlassen der Druckstation 20 durchläuft die nun bedruckte Bogenbahn 16 im dargestellten
Ausführungsbeispiel eine Vorschubstation 80, die den Transport der Bogenbahn 16 in
Bahnlaufrichtung unterstützt.
[0063] Der Vorschubstation 80 in Bahnlaufrichtung nachgeordnet ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Brechungsstation 90, in der die Bogenbahn 16 zu beiden Seiten und somit in beiden
Richtungen gebrochen wird, um eine eventuell durch den Druckvorgang hervorgerufene
Welligkeit zu beseitigen.
[0064] Anschließend durchläuft die Bogenbahn 16 eine Befeuchtungsstation 100, die ausgebildet
ist, die Bogenbahn 16 mit Wasserdampf oder einem Flüssigkeitsnebel zu besprühen, um
eine in der Bogenbahn 16 eventuell vorhandene elektrostatische Ladung gegen Masse
bzw. Erde abzuleiten. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, die Befeuchtungsstation
100 beispielsweise zur Abgabe eines Fixiermittels oder von Farbstoffen zwecks Oberflächenveredelung
vorzusehen.
[0065] Die Maschine weist ferner eine Längsschneidestation 110 auf, welche der Entladungsstation
100 nachgeordnet ist. Wie Figur 2 schematisch erkennen lässt, enthält die Längsschneidestation
110 mehrere Messer 112, die quer zur Bahnlaufrichtung nebeneinander angeordnet und
dabei voneinander beabstandet sind. Die Messer 12 sind bevorzugt als rotierend antreibbare
Kreismesser ausgebildet, deren jeweilige Drehachse quer zur Bahnlaufrichtung orientiert
ist. Ferner sind die Messer 12 jeweils gegenüber der Bahnlaufrichtung der Bogenbahn
16 quer positionierbar gelagert, wodurch der Abstand zweier benachbarter Messer 112
voneinander einstellbar ist. Die Messer 12 sind im übrigen auch derart quer verfahrbar,
dass sie bei Bedarf vollständig außer Eingriff von der Bogenbahn 16 seitlich in eine
Ruheposition verbracht werden können.
[0066] In der Längsschneidestation 110 wird die Bogenbahn 16 von den Messern 112 in Bahnlaufrichtung
durch eine Anzahl von Längsschnitten in eine Vielzahl von jeweils zu einer gewünschten
Breite einer Buchblockseite korrespondierenden Teilbahnen geschnitten. Durch die veränderliche
Positionierbarkeit der einzelnen Messer 112 quer zur Bahnlaufrichtung der Bogenbahn
16 lässt sich der Abstand zwischen zwei benachbarten Messern 112 auf die gewünschte
Breite einer Buchblockseite einstellen, wodurch sich eine hohe Formatflexibilität
ergibt. Beträgt demnach die Breite der Bogenbahn 16 ein Vielfaches der Breite einer
Seite des mit der Maschine zu produzierenden Buchblockes, kann eine entsprechende
Vielzahl von Buchblöcken gleichzeitig parallel hergestellt werden.
[0067] Wie in Figur 2 ferner dargestellt ist, enthält die Längsschneidestation 110 noch
eine Randstreifenabsaugeinrichtung 114, mit welcher die Beseitigung von abgeschnittenen
und nicht verwertbaren Randstreifenabschnitten möglich ist.
[0068] In Bahnlaufrichtung der Längsschneidestation 110 nachgeordnet ist eine Gluerschneidestation
120, in der die von der vorausgegangenen Längsschneidestation 110 in Längsrichtung
geschnittenen Teilbahnen jeweils gleichzeitig quer zur Förderrichtung in Bögen mit
einer zu der Höhe einer Buchblockseite korrespondierenden Länge geschnitten werden.
Die Querschneidestation 120 kann eine sich über die gesamte Breite der Bogenbahn 16
erstreckenden zylindrische Messertrommel mit einem hierauf gegenüber der Rotationsachse
der Messertrommel geneigt angeordneten, wendelförmigen Messer aufweisen; alternativ
ist es aber auch denkbar, auf den Umfang einer solchen Messertrommel mehrere gegenüber
der Rotationsachse der Messertrommel geneigt verlaufende Messer vorzusehen, und zwar
beispielsweise entsprechend der Anzahl der in der Längsschneidestation 110 geschnittenen
Teilbahnen.
[0069] Der Querschneidestation 120 in Bahnlaufrichtung nachgeordnet ist eine Schlechtbogenweiche
130, an die sich ein Schussband 132 anschießt, welches quer zur Bahnlaufrichtung aus
der Maschine herausgeführt ist, wie Figur 2 erkennen lässt. Mit Hilfe der Schlechtbogenweiche
130, welche in den Figuren nicht im einzelnen, sondern nur sehr schematisch gezeigt
ist, werden minderwertige Bögen, welche insbesondere fehlerhafte Druckbilder oder
Verbindungs- bzw. Spleißstellen aufweisen, oder Leerbögen ausgesondert und über das
Schussband 132 aus der Maschine versehen.
[0070] Hierzu ist stromaufwärts der Schlechtbogenweiche 130 ein in den Figuren nicht dargestellter
optischer Sensor vorgesehen, welcher die Anzahl der vorbeilaufenden Bögen ermittelt
und feststellt, ob die ermittelte Anzahl der Bögen mit der Anzahl der von den Bögen
gebildeten Seiten für die Herstellung des Buchblockes korrespondiert, sowie auszusondernde
Bögen identifiziert und über eine nicht dargestellte Steuerungseinrichtung die Schlechtbogenweiche
130 entsprechend ansteuert.
[0071] Der Schlechtbogenweiche 130 nachgeordnet ist eine Überlappungsstation 140, in der
die von der Querschneidestation 120 gelieferten Bögen in eine überlappende und somit
geschuppte Anordnung gebracht werden. Hierzu ist die Überlappungsstation 140 mit (in
den Figuren nicht dargestellten) geeigneten Verzögerungsmitteln zum Abbremsen und
Überlappen der Bögen vorgesehen.
[0072] An die Überlappungsstation 140 schließt sich stromabwärts eine Sammelstation 150
an, welche mehrere nebeneinanderliegende Fächer 152 enthält, die in Figur 2 schematisch
gezeigt sind. Diese Fächer 152 werden jeweils seitlich durch in den Figuren nicht
näher bezeichnete Seitenwände begrenzt, welche quer zur Bahnlaufrichtung verstellbar
sind, damit die Breite der einzelnen Fächer 152 an die Breite der aus den Teilbahnen
geschnittenen Bögen angepasst werden kann. Somit sollten die Seitenwände der Fächer
152 entsprechend übereinstimmend mit den Messern 112 der Längsschneidestation 110
quer zur Bahnlaufrichtung verstellt werden, damit gewährleistet ist, dass die Seitenwände
der Fächer 152 in der Sammelstation 150 die gleiche Querposition wie die entsprechenden
Messer 112 der Längsschneidestation 110 einnehmen. In jedem der Fächer 152 wird in
der Sammelstation 150 ein Stapel von übereinanderliegenden Bögen aufgebaut, welcher
nach Vollendung den gewünschten Buchblock bildet, wobei die Fächer 152 in einer Anzahl
entsprechend der Anzahl der Teilbahnen eingerichtet sind, wodurch eine entsprechende
Vielzahl von parallel entstehenden und Buchblöcke bildenden Bogenstapein angesammelt
werden. An dieser Stelle sei noch der guten Vollständigkeit halber angemerkt, dass
jeder Bogen im Stapel eine Buchblockseite des so entstehenden Buchblockes darstellt,
wobei stets die Seite "1" eines Buchblockes entweder zu oberst oder zu unterst abgelegt
wird.
[0073] Ergänzend ist an dieser Stelle noch anzumerken, dass die Sammelstation 150 in den
Figuren nicht dargestellte Zangenförderer enthalten kann, wobei bevorzugt jedem der
Fächer 152 ein Zangenförderer zugeordnet ist. Die Zangenförderer dienen dazu, einen
zu einem fertigen Buchblock angesammelten Stapel dem jeweiligen Fach 152 zu entnehmen,
indem ein einen fertigen Buchblock verkörpernde Stapel zwischen den Zangenköpfen des
Zangenförderers in Klemmeingriff gebracht wird.
[0074] Benachbart zur Sammelstation 150 befindet sich ein Zwischenpuffer 160 zur Zwischenlagerung
von guten und/oder schlechten Buchblöcken aus der Sammelstation 150.
[0075] Wie Figur 2 ferner erkennen lässt, schließt sich an die Sammelstation 150 ein Förderband
170 an, welches die in den einzelnen Fächern 152 der Sammelstation 150 angesammelten
Buchblöcke zu einer in den Zeichnungen nicht dargestellten Bindestation transportiert.
[0076] Außerdem lässt Figur 2 noch schematisch einen Querförderer 180 erkennen, welcher
für eine Übergabe der Buchblöcke von einem Zangenförderer aus der Sammelstation 150
auf das Förderband 170 vorgesehen ist. Der Querförderer 180 kann ebenfalls ein umlaufendes
Förderband aufweisen. Außerdem wirkt der Querförderer 180 nicht nur in Richtung auf
das Förderband 170, sondern ferner in Richtung auf den Zwischenpuffer 160, um bei
Bedarf die Buchblöcke aus der Sammelstation 150 im Zwischenpuffer 160 zwischenzulagern.
[0077] An dieser Stelle sei noch ergänzend angemerkt, dass zwecks Berücksichtigung von verschiedenen
Materialqualitäten der verwendeten Bogenbahn 16 die Zugkräfte zumindest einiger verwendeter
Antriebsaggregate entsprechend überwacht werden sollten. Hierzu eignet sich insbesondere
eine Drehmomentenmessung. Die Überwachungseinrichtung, welche in den Figuren nicht
gezeigt, kann bevorzugt für eine adaptive Regelung der Antriebsaggregate ausgebildet
sein.
[0078] In Figur 9 ist beispielhaft ein Ausschnitt der Bogenbahn 16 gezeigt, welche in der
zuvor beschriebenen Maschine bedruckt und weiterverarbeitet ist. Die Bogenbahn 16
weist eine in Figur 9 sichtbare erste Oberfläche bzw. Seite 16a und eine dieser gegenüberliegende
Oberfläche bzw. Seite auf, welche in Figur 9 vom Betrachter weggerichtet und somit
nicht sichtbar ist. Ferner besitzt die Bogenbahn 16 eine Länge L (dieses Maß ist natürlich
um ein hohes Vielfaches länger als der in Figur 9 gezeigte Ausschnitt) und eine Breite
B, wobei die Breite B ein Vielfaches (gemäß dem Beispiel von Figur 9 ein Dreifaches)
einer Breite FB der Seite eines Buchblockes plus ein doppeltes Maß der Breite EB der
Randabschnitte und die Länge L ein Vielfaches einer Höhe FH der Seite eines Buchblockes
beträgt. In diesem Zusammenhang sei noch einmal darauf hingewiesen, dass ein aus der
Bogenbahn 16 hergestellter Bogen eine Seite eines Buchblockes bildet.
[0079] Bei der bedruckten Bogenbahn 16 gemäß Figur 9 ist die dem Betrachter zugewandte und
somit in Figur 9 sichtbare erste Oberfläche 16a mit den Seiteninhalten der ungeradzahligen
Seiten "51", "53", "55", "57" bedruckt wurden. Auf der dem Betrachter von Figur 9
abgewandten und somit in Figur 9 nicht sichtbaren zweiten Oberfläche sind entsprechend
die Inhalte der geradzahligen Seiten "52", "54", "56", 58" gedruckt worden, wobei
in diesem Beispiel das Druckbild für die Seite "52" auf der zweiten Oberfläche der
Bogenbahn 16 an der gleichen Stelle wie das Druckbild für die Seite "51" auf der ersten
Oberfläche 16a der Bogenbahn 16 platziert ist, was korrespondierend auch für die übrigen
Seiten "53"/"54", "55"/"56", "57"/"58" etc. gilt. Ferner lässt Figur 9 auf der Bogenbahn
16 unterbrochene Längslinien X erkennen, welche den Schnitt durch das jeweilige Messer
112 der Längsschneidestation 110 in Teilbahnen mit der Breite FB symbolisieren. Außerdem
sind in Figur 9 unterbrochene Querlinien Y gezeigt, die den Schnitt durch die Querschneidestation
120 andeuten, wodurch die Teilbahnen in fertige Bögen mit der Breite FB und der Länge
bzw. Höhe FH geschnitten werden, aus denen dann der jeweilige Buchblock mit der Breite
FB und der Höhe FH zusammengesetzt wird.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Buchblöcken mit
- einer Bogenbahnabgabestation (2) zur Abgabe mindestens einer in ihrer Längsrichtung
bewegten, bedruckbaren Bogenbahn (16),
- einer Druckstation (20) mit
- zwei Walzen (34, 54), die mit einer Umfangsgeschwindigkeit entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeit
der Bogenbahn (16) rotieren und zur berührenden Auflage der Bogenbahn (16) auf ihrer
Umfangsfläche über einen vorbestimmten Winkelbereich vorgesehen sind, und
- einer Führungseinrichtung zur Führung der Bogenbahn (16) derart, dass bei Auflage
auf der einen Walze (34) die eine Seite (16a) der Bogenbahn (16) und bei Auflage auf
der anderen Walze (54) die andere Seite der Bogenbahn (16) bedruckbar ist,
- einer der Druckstation (20) nachgeordneten Schneidestation (110), welche entweder
eine Längsschneidestation (110) zum Längsschneiden der bedruckten Bogenbahn (16) in
mindestens zwei nebeneinander liegende Teilbahnen und eine der Längsschneidestation
(110) nachgeordnete Querschneidestation (120) zum Querschneiden der Teilbahnen in
Bögen oder eine Querschneidestation zum Querschneiden der bedruckten Bogenbahn in
in Bewegungsrichtung hintereinander liegende Teilabschnitte und eine der Querschneidestation
nachgeordnete Längsschneidestation zum Längsschneiden der hintereinander liegenden
Teilabschnitte der Bogenbahn in quer zur Bewegungsrichtung hintereinander liegende
Bögen, wobei die in Bewegungsrichtung liegenden Bögen jeweils eine Teilbahn bilden,
aufweist,
- einer der Querschneidestation (120) nachgeordneten Überlappungsstation (140) zur
Erzielung einer Überlappung zwischen den Bögen jeder Teilbahn und
- einer Sammelstation (150) zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke bildenden
Stapeln, wobei die Sammelstation (150) eine der Anzahl der Teilbahnen entsprechende
Anzahl von Fächern (152) zum Ansammeln der Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcken aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Druckstation (20)
- jeder Walze (34; 54) zugeordnete, berührungslos arbeitende Druckköpfe (40, 62),
die beabstandet von der Umfangsfläche der zugehörigen Walze (34, 54) angeordnet sind
und zumindest im wesentlichen quer zur Umfangs- und Drehrichtung der zugehörigen Walze
(34; 54) nebeneinander liegen, wobei die Druckkopfstirnseiten im wesentlichen tangential
zur zugehörigen Walze (34; 54) und die Druckkopfmittelachsen im wesentlichen radial
zur Umfangsfläche der zugehörigen Walze (34; 54) ausgerichtet sind, und
- Mittel (24, 76) zur Erzeugung einer gewünschten Bahnspannung in der Bogenbahn (16)
aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Bogenbahnabgabestation (2) eine Aufnahmeeinrichtung
(6, 10) zur Aufnahme von mindestens zwei Rollen (8, 12), von denen jeweils eine Bogenbahn
(16) abziehbar ist, sowie eine Verbindungseinrichtung (14) aufweist, welche das Ende
einer von einer Rolle (8) vollständig abgezogenen Bogenbahn mit dem Anfang einer noch
vollständig auf einer anderen Rolle (12) befindlichen Bogenbahn verbindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einer der Druckstation (20) nachgeordneten
Einrichtung (90) zur, vorzugsweise beidseitigen, Brechung der Bogenbahn (16).
4. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer Befeuchtungseinrichtung
(100) zum Auftrag von Flüssigkeit auf die Bogenbahn (16), insbesondere zur Ableitung
eventuell vorhandener elektrostatischer Ladung gegen Masse oder Erde und/oder zur
Oberflächenveredelung der Bogenbahn (16).
5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Längsschneidestation
(110) mehrere in ihrem Querabstand veränderbare Längsmesser (112) aufweist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher der Längsschneidestation
(110) Mittel (114) zur Randstreifenabsaugung zugeordnet sind.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher der Anordnung
aus Längsschneidestation (110) und Querschneidestation (120) eine Schlechtbogenweiche
(130) nachgeordnet ist.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher jedem
Fach (152) ein Zangenförderer zum Abtransport des dort angesammelten Buchblockes zugeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem mit der
Sammelstation (150) verbundenen Zwischenpuffer (160) zur Zwischenspeicherung von Buchblöcken.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einer winklig,
vorzugsweise etwa rechtwinklig, zur Bewegungsrichtung der Bogenbahn (16) von der Sammelstation
(150) herausführenden Fördereinrichtung (170) zum Transport der Buchblöcke zu einer
Bindestation.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens einer
Trocknungseinrichtung (50) zur Trocknung der bedruckten Abschnitte der Bogenbahn (16),
welche insbesondere in der Druckstation (2) enthalten ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens einer
Bahnkantenregelungseinrichtung (28), welche insbesondere in der Druckstation (20)
enthalten und stromaufwärts vor mindestens einer der beiden Walzen (34, 54) vorgesehen
ist.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, mit mindestens einer
Qualitätsmesseinrichtung (46, 68), welche vorzugsweise in der Druckstation (20) vorgesehen
ist, wobei eine Qualitätsmesseinrichtung (46, 68) einer Walze (34; 54) zugeordnet
ist und die Qualität der Bogenbahn (16) nach Verlassen der Walze ermittelt.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 13, bei welcher die Schlechtbogenweiche (130)
so ausgebildet ist, dass sie zur Aussonderung derjenigen Bögen aktivierbar ist, welche
von der Qualitätsmesseinrichtung (46, 68) als minderwertig ermittelt worden sind.
15. Verfahren zur Herstellung von Buchblöcken, mit den Schritten
- mindestens eine in ihrer Längsrichtung bewegten, bedruckbaren Bogenbahn (16) bereitzustellen,
- die Bogenbahn (16) in einer Druckstation (20) nacheinander über zwei Walzen (34,
54) unter Ausbildung eines Umschlingungswinkels zu ziehen,
- die Bogenbahn (16) durch die Druckstation (20) derart zu führen, dass bei Auflage
auf der einen Walze (34) die eine Seite (16a) der Bogenbahn (16) und bei Auflage auf
der anderen Walze (54) die andere Seite der Bogenbahn (16) bedruckt wird,
- die in der Druckstation (20) bedruckte Bogenbahn (16) entweder in Längsrichtung
in mindestens zwei nebeneinander liegende Teilbahnen mit der Breite entsprechend einer
vorgegebenen Breite (FB) der Seiten des herzu-stellenden Buchblockes und dann diese
Teilbahnen quer zur Förderrichtung in Bögen mit einer Länge entsprechend der Höhe
(FH) der Seiten des herzustellenden Buchblockes zu schneiden oder in Querrichtung
in Bewegungsrichtung hintereinander liegende Teilabschnitte mit einer Länge entsprechend
der Höhe (FH) der Seiten des herzustellenden Buchblockes und dann die hintereinander
liegenden Teilabschnitte der Bogenbahn (16) in Längsrichtung in quer zur Bewegungsrichtung
nebeneinander liegende Bögen zu schneiden, wobei die in Bewegungsrichtung liegende
Bögen jeweils eine Teilbahn mit der Breite entsprechend einer vorgegebenen Breite
(FB) der Seiten des herzustellenden Buchblockes bilden,
- die Bögen jeder Teilbahn in eine überlappende Anordnung zu bringen und
- in einer Sammelstation (150) die überlappten Bögen jeder Teilbahn zu Buchblöcke
bildende Stapel anzusammeln,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Bogenbahn (16) in der Druckstation (20) mittels jeder Walze (34; 54) zugeordneter,
berührungslos arbeitender Druckköpfe (40, 62) bedruckt wird, welche beabstandet von
der Umfangsfläche der zugehörigen Walze angeordnet sind und zumindest im wesentlichen
quer zur Umfangs- und Drehrichtung der zugehörigen Walze (34; 54) nebeneinander liegen
und deren Druckkopfstirnseiten im wesentlichen tangential zur zugehörigen Walze (34;
54) und deren Druckkopfmittelachsen im wesentlichen radial zur Umfangsfläche der zugehörigen
Walze (34; 54) ausgerichtet sind, und
- die Bogenbahn (16) durch die Druckstation (20) unter einer bestimmten Bahnspannung
geführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 29 oder 30, mit den Schritten, eine erste Oberfläche (16a)
der Bogenbahn (16) entlang quer zur Bewegungsrichtung nebeneinander liegender Teilbahnen
in Bewegungsrichtung mit dem Inhalt der Folge von m ungeraden Seiten und die zweite
Oberfläche der Bogenbahn (16) entlang quer zur Förderrichtung nebeneinander liegender
Teilbahnen in Bewegungsrichtung mit dem Inhalt der Folge von n geraden Seiten zu bedrucken,
bei welchem vorzugsweise der Inhalt einer ungeraden Seite auf der ersten Oberfläche
(16a) der Bogenbahn (16) im wesentlichen positionsgleich mit dem Inhalt der ihr seitenzahlgemäß
folgenden geraden Seite auf der zweiten Oberfläche der Bogenbahn (16) angeordnet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, bei welchem die Länge (L) der Bogenbahn (16) mindestens
ein Vielfaches der Höhe (FB) multipliziert mit dem Maximum von m und n beträgt.
1. Device for producing book blocks, comprising
- a sheet web dispensing station (2) for dispensing at least one printable sheet web
(16) moved in its longitudinal direction,
- a printing station (20) comprising
- two rollers (34, 54) rotating at a circumferential speed corresponding to the speed
at which the sheet web (16) is moved and provided as a means of affording a contacting
support for the sheet web (16) on their circumferential surfaces across a predefined
angular range, and
- a guide mechanism for guiding the sheet web (16) so that, when supported on one
roller (34), one side (16a) of the sheet web (16), and when supported on the other
roller (54) the other side of the sheet web (16) can be imprinted,
- a cutting station (110) disposed downstream of the printing station (20) comprising
either a longitudinal cutting station (110) for longitudinally cutting the imprinted
sheet web (16) into at least two adjacently lying partial webs and a cross-cutting
station (120) disposed downstream of the longitudinal cutting station (110) for cross-cutting
the partial webs into sheets, or a cross-cutting station for cross-cutting the imprinted
sheet web into partial portions lying one after the other in the direction of movement
and a longitudinal cutting station disposed downstream of the cross-cutting station
for longitudinally cutting the partial portions of the sheet web lying one after the
other into sheets lying one after the other transversely to the direction of movement,
and the sheets lying in the direction of movement respectively form a partial web,
- an overlapping station (140) disposed downstream of the cross-cutting station (120)
for producing an overlap between the sheets of each partial web and
- a collecting station (150) for collecting the sheets of each partial web into stacks
forming book blocks, and the collecting station (150) has a number of compartments
(152) corresponding to the number of partial webs for collecting the sheets of each
partial web into book blocks,
characterised in that
the printing station (20) comprises
- contactlessly operating print heads (40, 62) co-operating with each roller (34 ;
54) which are disposed at a distance apart from the circumferential surface of the
co-operating roller (34, 54) and lie adjacent to one another at least essentially
transversely to the circumferential and rotating direction of the co-operating roller
(34; 54), and the print head front faces are oriented essentially at a tangent to
the co-operating roller (34; 54) and the print head mid-axes are oriented essentially
radially with respect to the circumferential surface of the co-operating roller (34;
54), and
- means (24, 76) for generating a desired web tension in the sheet web (16).
2. Device as claimed in claim 1, in which the sheet web dispensing station (2) has a
holder mechanism (6, 10) for holding at least two rolls (8, 12) from each of which
a sheet web (16) can be drawn, and a joining mechanism (14) which joins the end of
a sheet web completely drawn off one roll (8) to the start of a sheet web still disposed
completely on another roll (12).
3. Device as claimed in claim 1 or 2, with a unit (90) disposed downstream of the printing
station (20) for adjusting preferably both sides of the sheet web (16).
4. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with a moistening unit
(100) for applying liquid to the sheet web (16), in particular for discharging any
existing electrostatic charge to ground or earth and/or for refining the surface of
the sheet web (16).
5. Device as claimed in at least one of the preceding claims, in which the longitudinal
cutting station (110) has several longitudinal blades (112), the transverse spacing
of which can be varied.
6. Device as claimed in at least one of the preceding claims, in which the longitudinal
cutting station (110) co-operates with means (114) for sucking up the edge strips.
7. Device as claimed in at least one of the preceding claims, in which a device (130)
for separating out poor quality sheets is disposed downstream of the arrangement comprising
the longitudinal cutting station (110) and cross-cutting station (120).
8. Device as claimed in at least one of the preceding claims, in which a gripper conveyor
co-operates with each compartment (152) for transporting away the book block collected
there.
9. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with a temporary buffer
(160) connected to the collection station (150) for temporarily storing book blocks.
10. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with a conveyor unit (170)
leading out of the collecting station (150) at an angle, preferably approximately
a right angle, with respect to the direction in which the sheet web (16) is moved
for transporting the book blocks to a binding station.
11. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with at least one drying
unit (50) for drying the imprinted portions of the sheet web (16), which is contained
in particular in the printing station (2).
12. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with at least one web edge
controlling unit (28) which is contained in particular in the printing station (20)
and disposed upstream of at least one of the two rollers (34, 54).
13. Device as claimed in at least one of the preceding claims, with at least one quality
measuring unit (46, 68) which is preferably disposed in the printing station (20),
and a quality measuring unit (46, 68) co-operates with a roller (34; 54) and the quality
of the sheet web (16) is determined after it has left the roller.
14. Device as claimed in claims 7 and 13, in which the separator device (130) for poor
quality sheets is designed so that it can be activated in order to single out those
sheets which have been determined as being of poor quality by the quality measuring
unit (46, 68).
15. Method of producing book blocks, comprising the steps of
- feeding at least one printable sheet web (16) moved in its longitudinal direction,
- pulling the sheet web (16) through a printing station (20) across two rollers (34,
54) one after the other forming a loop angle,
- guiding the sheet web (16) through the printing station (20) so that when supported
on one roller (34), one side (16a) of the sheet web (16), and when supported on the
other roller (54) the other side of the sheet web (16) is imprinted,
- cutting the imprinted sheet web (16) in the printing station (20) either in the
longitudinal direction into at least two partial webs lying adjacent to one another
with a width corresponding to a predefined width (FB) of the pages of the book block
to be produced and then cutting these partial webs into sheets transversely to the
conveying direction with a length corresponding to the height (FH) of the pages of
the book block to be produced, or cutting in the transverse direction partial portions
lying one after the other in the direction of movement to a length corresponding to
the height (FH) of the pages of the book block to be produced and then cutting the
partial portions of the sheet web (16) lying one after the other in the longitudinal
direction into sheets lying adjacent to one another transversely to the direction
of movement, and the sheets lying in the direction of movement each form a partial
web with a width corresponding to a predefined width (FB) of the pages of the book
block to be produced,
- moving the sheets of each partial web into an overlapping arrangement and
- collecting the overlapped sheets of each partial web into stacks forming book blocks
in a collecting station (150),
characterised in that
- the sheet web (16) is imprinted in the printing station (20) by means of print heads
(40, 62) operating contactlessly in co-operation with each roller (34; 54) which are
spaced at a distance apart from the circumferential surface of the co-operating roller
and lie adjacent to one another at least essentially transversely to the circumferential
and rotating direction of the co-operating roller (34; 54), and their print head front
faces are oriented essentially at a tangent to the co-operating roller (34; 54) and
their print head mid-axes are oriented essentially radially with respect to the circumferential
surface of the co-operating roller (34; 54), and
- the sheet web (16) is fed through the printing station (20) with a specific web
tension.
16. Method as claimed in claim 29 or 30, comprising the steps of imprinting, in the direction
of movement, a first surface (16a) of the sheet web (16) along partial webs lying
adjacent to one another transversely to the direction of movement with the content
of the sequence of m odd pages and the second surface of the sheet web (16), in the
direction of movement, along partial webs lying adjacent to one another transversely
to the conveying direction with the content of the sequence of n even pages, during
which the content of an odd page is preferably disposed on the first surface (16a)
of the sheet web (16) essentially in the same position as the content of its following
even page in its page number sequence on the second surface of the sheet web (16).
17. Method as claimed in claim 16, whereby the length (L) of the sheet web (16) is at
least a multiple of the height (FB) multiplied by the maximum of m and n.
1. Dispositif pour la fabrication de blocs de feuilles de livres, comprenant
une station de délivrance de bandes de feuilles (2) destinée à délivrer au moins une
bande de feuilles (16) pouvant être imprimée, transportée dans sa direction longitudinale,
une station d'impression (20) comportant
- deux cylindres (34, 54) qui tournent à une vitesse de rotation correspondant à la
vitesse de déplacement de la bande de feuilles (16) et qui sont prévus pour recevoir
sur leurs surfaces circonférentielles la bande de feuilles (16) par contact selon
une plage angulaire prédéterminée, et
- un dispositif de guidage destiné à guider la bande de feuilles (16) de telle manière
qu'un des côtés (16a) de la bande de feuilles (16) puisse être imprimé lors de l'application
sur l'un des cylindres (34), et que l'autre côté de la bande de feuilles (16) puisse
être imprimé lors de l'application sur l'autre cylindre (54),
- une station de coupe (110) placée en aval de la station d'impression (20) et qui
comporte, soit une station de coupe en long (110) pour le découpage en long de la
bande de feuilles imprimée (16) en au moins deux bandes partielles disposées l'une
à côté de l'autre, et une station de coupe en travers (120) placée en aval de la station
de coupe en long (110) et destinée à découper les bandes partielles en travers, soit
une station de coupe en travers destinée à découper en travers la bande de feuilles
imprimée en tronçons partiels disposés l'un à la suite de l'autre dans la direction
de déplacement, et une station de coupe en long placée en aval de la station de coupe
en travers et destinée à découper en long les tronçons partiels de la bande de feuilles
disposés l'un à la suite de l'autre en feuilles situées l'une à la suite de l'autre
transversalement à la direction de déplacement, les feuilles disposées dans la direction
de déplacement formant à chaque fois une bande partielle,
- une station de chevauchement (140) placée en aval de la station de coupe en travers
(120) et destinée à obtenir un chevauchement entre les feuilles de chaque bande partielle,
et
- une station d'assemblage (150) destinée à assembler les feuilles de chaque bande
partielle en piles formant des blocs de feuilles de livres, la station d'assemblage
(150) présentant un nombre de cases (152) correspondant au nombre de bandes partielles
et destinées à assembler les feuilles de chaque bande partielle en blocs de feuilles
de livres,
caractérisé en ce que
la station d'impression (120) présente
- des têtes d'impression (40, 62) travaillant sans contact, associées à chaque cylindre
(34, 54) qui sont disposées à distance de la surface circonférentielle du cylindre
correspondant (34, 54) et sont disposées l'une à côté de l'autre, au moins sensiblement
transversalement à la direction circonférentielle et de rotation du cylindre correspondant
(34, 54), les côtés frontaux des têtes d'impression étant orientés sensiblement tangentiellement
au cylindre correspondant (34, 54) et les axes médians des têtes d'impression étant
orientés sensiblement radialement par rapport à la surface circonférentielle du cylindre
correspondant (34, 54), et
- des moyens (24, 76) destinés à établir une tension de bande souhaitée dans la bande
de feuilles (16).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel la station de délivrance de bandes
de feuilles (2) présente un dispositif de réception (6, 10) destiné à recevoir au
moins deux rouleaux (8, 12) de chacun desquels une bande de feuilles (16) peut être
tirée, ainsi qu'un dispositif de jonction (14) qui relie l'extrémité d'une bande de
feuilles entièrement extraite d'un rouleau (8) au début d'une bande de feuilles qui
se trouve encore entièrement sur l'autre rouleau (12).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, comprenant un dispositif (90) placé en aval
de la station d'impression (20), destiné à rompre la bande de feuilles (16), de préférence
des deux côtés.
4. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant un dispositif
d'humidification (100) destiné à déposer un liquide sur la bande de feuilles (16),
en particulier pour décharger une charge électrique éventuellement présente, vers
la masse ou vers la terre et/ou pour l'affinage superficiel de la bande de feuilles
(16).
5. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel la station
de coupe en long (110) présente plusieurs lames longitudinales (112) dont l'écartement
transversal est ajustable.
6. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel des moyens
(114) destinés à aspirer les bordures sont associés à la station de coupe en long
(110).
7. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel un aiguillage
des mauvaises feuilles (230) est prévu en aval de l'appareillage composé de la station
de coupe en long (110) et de la station de coupe en travers (120).
8. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel, à chaque
case (152), est associé un transporteur à pinces destiné à évacuer le bloc de feuilles
de livre assemblé à cet endroit.
9. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant un tampon
intermédiaire (160) relié à la station d'assemblage (150) pour le stockage temporaire
de blocs de feuilles de livres.
10. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant un dispositif
transporteur (170) destiné à transporter les blocs de feuilles de livres à une station
de reliure, qui part de la station d'assemblage (150) en formant un angle, de préférence
un angle droit, avec la direction de déplacement de la bande de feuilles (16).
11. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant au moins
un dispositif de séchage (50) destiné au séchage des tronçons imprimés de la bande
de feuilles (16), qui est compris en particulier dans la station d'impression (20).
12. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant au moins
un dispositif de régulation des bords de la bande (28) qui est compris en particulier
dans la station d'impression (20) et qui est prévu en amont d'au moins l'un des deux
cylindres (34, 54).
13. Dispositif selon au moins l'une des revendications précédentes, comprenant au moins
un dispositif de mesure de la qualité (46, 68) qui est prévu de préférence dans la
station d'impression (20), un dispositif de mesure de la qualité (46, 68) étant associé
à un cylindre (34, 54) et déterminant la qualité de la bande de feuilles (16) après
qu'elle a quitté le cylindre.
14. Dispositif selon les revendications 7 et 13, dans lequel l'aiguillage des mauvaises
feuilles (130) est conçu de telle manière qu'il puisse être activé pour éliminer les
feuilles qui ont été déterminées comme étant de moindre qualité par le dispositif
de mesure de la qualité (46, 68).
15. Procédé de production de blocs de feuilles de livres comprenant les étapes consistant
à
- préparer au moins une bande de feuilles (16) pouvant être imprimée, transportée
dans sa direction longitudinale,
- tirer la bande de feuilles (16) dans une station d'impression (20), successivement
sur deux cylindres (34, 54) en formant un angle d'embrassement,
- guider la bande de feuilles (16) à travers la station d'impression (20) de telle
manière que fun des côtés (16a) de la bande de feuilles (16) soit imprimé lors de
l'application sur l'un des cylindres (34) et que fautre côté (16b) de la bande de
feuilles (16) soit imprimé lors de l'application sur l'autre cylindre (54),
- découper la bande de feuilles (16) imprimée dans la station d'impression (20) soit
dans la direction longitudinale en au moins deux bandes partielles disposées l'une
à côté de l'autre, qui ont une largeur qui correspond à une largeur prédéterminée
(FB) des pages du bloc de feuilles de livre à produire, puis découper ces bandes partielles
transversalement à la direction de transport en feuilles d'une longueur correspondant
à la hauteur (FH) des pages du bloc de feuilles de livre à produire, soit découper
dans la direction transversale les tronçons partiels disposés l'un à la suite de l'autre
dans la direction de déplacement, à une longueur qui correspond à la hauteur (FH)
des pages du bloc de feuilles de livre à produire, puis découper les tronçons partiels
de la bande de feuilles (16) disposés l'un à la suite de fautre dans la direction
longitudinale, en feuilles disposées l'une à côté de l'autre transversalement à la
direction de déplacement, les feuilles situées dans la direction de déplacement formant
à chaque fois une bande partielle dont la largeur correspond à une largeur prédéterminée
(FB) des pages du bloc de feuilles de livre à produire,
- agencer les feuilles de chaque bande partielle de façon à ce qu'elles se chevauchent,
et,
- dans une station d'assemblage (158), assembler les feuilles se chevauchant de chaque
bande partielle en piles formant des blocs de feuilles de livres,
caractérisé en ce que la bande de feuilles (16) placée dans la station d'impression (20) est imprimée au
moyen de têtes d'impression travaillant sans contact (40, 62) associées à chaque cylindre
(34, 54) qui sont disposées à distance de la surface circonférentielle du cylindre
correspondant et au moins sensiblement l'une à côté de l'autre dans la direction transversale
à la direction circonférentielle et de rotation du cylindre correspondant (34, 54),
dont les faces frontales de têtes d'impression sont orientées sensiblement tangentiellement
au cylindre correspondant (34, 54) et les axes centraux de têtes d'impression sont
orientés sensiblement radialement à la surface circonférentielle du cylindre correspondant
(34, 54), et
- la bande de feuilles (16) est guidée à travers la station d'impression (20) sous
une tension de bande déterminée.
16. Procédé selon la revendication 29 ou 30, comportant les étapes consistant à imprimer
une première face (16a) de la bande de feuilles (16) le long de bandes partielles
disposées l'une à côté de l'autre transversalement à la direction de déplacement,
dans la direction de déplacement, avec le contenu de la suite de m pages impaires et la deuxième face de la bande de feuilles (16) le long de bandes
partielles disposées l'une à côté de l'autre transversalement à la direction du transport
dans la direction de déplacement, avec le contenu de la suite de n pages paires, dans lequel le contenu d'une page impaire est de préférence disposé
sur la première face (16a) de la bande de feuilles (16) sensiblement en coïncidence
avec le contenu de la page paire qui lui succède dans l'ordre de succession des pages
sur la deuxième face de la bande de feuilles (16).
17. Procédé selon la revendication 16, dans lequel la longueur (L) de la bande de feuilles
(16) vaut au moins un multiple de la hauteur (FB) multiplié par le maximum de m et
n.