[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Ausstatten von Artikeln gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus
DE 197 41 476 Al sind Maschinen zum Ausstatten von Artikeln in unterschiedlicher Bauausführung bekannt.
Fig. 1 dieses Dokuments zeigt eine Etikettiermaschine mit einer Tischplatte, auf der
ein kontinuierlich antreibbares Karussell zum Vorbeiführen von auszustattenden Artikeln
an Etikettieraggregaten gelagert ist. Diese Tischplatte trägt zudem auch die genannten
Etikettieraggregate. Ein Wechsel der Etikettieraggregate ist bei dieser Konstruktion
zeitaufwändig und unhandlich. Ferner bauen derartige Etikettiermaschinen wegen der
großen Tischplatte verhältnismäßig raumgreifend.
[0003] Fig. 4 des gleichen Dokuments offenbart ein Ausführungsbeispiel, bei dem die Etikettieraggregate
als freistehende, austauschbare Module mit einem eigenen Untergestell und einem zugeordneten
Antrieb ausgebildet sind. Zur Festlegung der Lage der Etikettieraggregate relativ
zum Karussell der Maschine ist eine Fixierung der Etikettieraggregate notwendig. Zu
diesem Zweck sind die Etikettieraggregate beispielsweise mit dem Hallenboden verschraubt.
Gegenüber der erstgenannten Ausführung bietet diese Lösung bereits eine verbesserte
Handhabung der Etikettieraggregate im Falle eines Aggregatwechsels. Trotzdem erfordert
auch diese Ausführung noch einigen Aufwand zum Ausrichten und Fixieren der Etikettieraggregate,
was insbesondere bei einem häufigen Aggregatwechsel in Bezug auf die Umstellzeiten
negativ zu Buche schlägt.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Lösung zum
leichteren und schnelleren Handhaben von Etikettieraggregaten bei Umstellarbeiten
anzugeben.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 bzw.
8.
[0006] Durch die wenigstens eine stationär an der Peripherie des Karussells vorgesehene
bodengestützte Aggregataufnahme ist ein schneller und trotzdem genauer Wechsel von
beliebigen Etikettieraggregaten möglich. Die Aggregataufnahme wird beim Aufstellen
der Maschine einmalig exakt relativ zum Karussell bzw. der Transportebene der auszustattenden
Artikel ausgerichtet. Besonders vorteilhaft ist eine anschließend feste Verankerung
der Aggregataufnahme am Hallenboden.
[0007] Diese Aggregataufnahme kann entsprechend den am Aufstellungsort gegebenen Verhältnissen
maßangefertigt sein. Besonders günstig ist eine einstellbare Konstruktion, die eine
möglichst stufenlose Ausrichtung der Aggregataufnahme relativ zum Karussell im Bezug
auf die erforderliche Höhe und/oder den radialen Abstand und/oder die Neigung zur
Transportebene einstellbar ist.
[0008] An den austauschbaren Etikettieraggregaten, die zur Verarbeitung unterschiedlicher
Etikettentypen, wie z. B. Selbstklebeetiketten, Kaltleimetiketten oder Rollenetiketten
ausgelegt sein können, befinden sich jeweils erste Elemente, die beim Einsetzen eines
Etikettieraggregats in die Aggregataufnahme in zugeordnete zweite Elemente an der
Aggregataufnahme eingreifen, wobei beim Einführen oder Einsetzen des Etikettieraggregats
das Zusammenwirken der ersten und zweiten Elemente eine Zentrierung und Festlegung
der Lage des Etikettieraggregats herbeiführt. Die genannten ersten und zweiten Elemente
können in Form von vorzugsweise einstellbaren Anschlagkörpern ausgebildet sein, die
die Einschub- bzw. Einsetzbewegung des Etikettieraggregats in der gewünschten Endlage
begrenzen.
[0009] Günstig ist eine komplementäre Ausbildung der am Etikettieraggregat und der Aggregataufnahme
zugeordneten ersten und zweiten Elemente, insbesondere durch eine formschlüssige Ausgestaltung,
derart, dass beim Zusammenfügen der Elemente bis zum Erreichen der Endlage eine selbsttätige
Ausrichtung eines Etikettieraggregats relativ zur Aggregataufnahme erfolgt. Besonders
geeignet sind hierfür Zentrierkegel, die in entsprechend angepasste Zentrierbohrungen
formschlüssig eingreifen. Durch eine derartige Selbstzentrierung kann ein Austausch
eines Etikettieraggregats problemlos ohne Zuhilfenahme von Werkzeug erfolgen. Bei
entsprechender Anordnung der genannten ersten und zweiten Elemente, z. B. mit lotrechter
Wirkungsrichtung, verbleibt das Etikettieraggregat allein durch sein Eigengewicht
immer zentriert in der gewünschten Ausrichtlage relativ zum Karussell der Ausstattungsmaschine.
[0010] Zur genauen und dauerhaften Beibehaltung der für das Etikettierergebnis wichtigen
Relativlage von Aggregataufnahme und Karussell ist eine Verbindung der Aggregataufnahme
mit dem das Karussell tragenden Gestell oder daran befestigten Bauteilen von Vorteil.
[0011] Besonders vorteilhaft ist eine höhenverfahrbare Aggregataufnahme, weil damit eine
Veränderung der Klebehöhe von Etiketten an auszustattenden Artikeln möglich ist. Zu
diesem Zweck verfügten die bislang verwendeten Etikettieraggregate jeweils über eine
verhältnismäßig aufwändige Höhenverstellvorrichtung, die nun entfallen kann. Da eine
Ausstattungsmaschine der in Rede stehenden Bauart über erheblich mehr Etikettieraggregate
als Aggregataufnahmeplätze an der Peripherie des Karussells verfügen kann, ist mit
dieser vorteilhaften Weiterbildung eine erhebliche Verringerung des Bauaufwands verbunden.
Die Höhenverstelleinrichtung verfügt bevorzugt über eine motorische Betätigung, beispielsweise
einen Elektromotor.
[0012] Zur schnellen Umstellung auf unterschiedliche Etikettenklebehöhen können voreinstellbare,
in den Verfahrweg des Etikettieraggregats verbringbare Anschlagkörper vorgesehen werden.
Bei einer motorischen Betätigung können anstelle von Anschlagkörpern unterschiedlich
positionierbare Endschalter Verwendung finden. Besonders günstig ist eine Höhenstellungsabfrage
der Aggregataufnahme, z. B. über einen Drehgeber am elektrischen Antriebsmotor, weil
dann in Verbindung mit einer Steuerung bei Erreichen der jeweils einer bestimmten
Etikettenklebehöhe zugeordneten Stellung eine selbsttätige Abschaltung des Antriebs
erfolgen kann. Zusammen mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung können günstiger
weise mehrere, unterschiedlichen Etikettenklebehöhen zugeordnete Positionswerte abgespeichert
werden, die bei einer Umstellung der Ausstattungsmaschine durch Knopfdruck aufrufbar
sind.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der verbleibenden Unteransprüche.
[0014] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Figuren erläutert.
Es zeigt :
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Aggregataufnahme
für ein Etikettieraggregat,
- Fig. 2
- die Ausführung nach Fig. 1 mit einem in die Aggregataufnahme eingesetzten, nur schematisch
angedeuteten Etikettieraggregat,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Aggregataufnahme
für Etikettieraggregate,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform einer Aggregataufnahme nach Fig. 3
mit einem eingesetzten, nur schematisch dargestellten Etikettieraggregat,
- Fig. 5
- einen vertikalen Teilschnitt durch die Aggregataufnahme der Fig. 3 und 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer Aggregataufnahme entsprechend einem dritten
Ausführungsbeispiel mit einer Hubvorrichtung,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt der Fig. 7 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 8
- eine schematische Seitenansicht einer vierten Ausführungsform einer Aggregataufnahme
für ein Etikettieraggregat in zwei unterschiedlichen Stellungen und
- Fig. 9
- eine perspektivische Teildarstellung der Ausführungsform nach Fig. 8.
[0015] Aus Fig. 1 ist ein Teil einer Etikettiermaschine im Grundaufbau ohne ein Etikettieraggregat
perspektivisch dargestellt. Zwecks der besseren Übersicht ist auch das die zu etikettierenden
Artikel kontinuierlich transportierende Karussell (siehe Fig. 6) nicht abgebildet.
Die Maschine 1 besteht im Wesentlichen aus einem Gestell 2 mit einem darin in etwa
mittig angeordneten Drehlager 9 für das Karussell. Mit radialem Abstand zum Drehlager
ist konzentrisch zu diesem ein wenigstens teilumfänglicher Ring 4 ortsfest am Gestell
2 befestigt. Am Ring 4 ist mit Verbindungselementen 10 eine stationäre Aggregataufnahme
5 für ein schnellwechselbares Etikettieraggregat 8 (Fig. 2) festgelegt.
[0016] Die Aggregataufnahme 5 ist als eine barrenartige, zur radial äußeren Seite offene
Rohrkonstruktion ausgebildet, die vier an den Eckpunkten eines gedachten Rechtecks
vertikal angeordnete höheneinstellbare Stützbeine 53 (am Boden befestigbar) mit zwei
auf deren oberen Enden parallel in einer horizontal ausgerichteten Ebene mit Zwischenabstand
verlaufende Auflagestangen 54 mit kreisrundem Querschnitt aufweist. Der Zwischenabstand
ist größer bemessen als die äußere Gehäusebreite eines Etikettieraggregats 8 in diesem
Bereich.
[0017] Auf wenigstens einer der radial zum Ring 4 ausgerichteten Auflagestangen 54 befinden
sich zwei anklemmbare zweite Elemente 52 in teilbarer Ausführung zur Festlegung der
Position eines Etikettieraggregats im Zusammenwirken mit am Aggregatgehäuse befestigten
ersten Elementen 51, die in Figur 2 erkennbar sind.
[0018] Diese in etwa sichelartig geformten ersten Elemente 51 sind seitlich vom Gehäuse
des Etikettieraggregats 8 abstehend so angebracht, dass sie beim Einsetzen bzw. Absenken
eines Etikettieraggregats von oben auf die Auflagestangen 54 treffen und seitlich
an den zweiten Elementen 52 anliegen. Aufgrund der an den Rohrquerschnitt angepassten
Ausrundung an der zu den Auflagestangen 54 weisenden Seite der ersten Elemente 51
ergibt sich ein Formschluss, der die Betriebsposition des Etikettieraggregats 8 sowohl
längs als auch quer zu den Auflagestangen 54 unverrückbar festlegt. Dabei überträgt
die Aggregataufnahme 5 das gesamte Gewicht des Etikettieraggregats unmittelbar auf
den Boden.
[0019] Um ein selbsttätiges, schwerkraftunterstütztes Einführen und Zentrieren des Etikettieraggregats
zu erleichtern, sind die zweiten Elemente zumindest an ihrem nach oben weisenden Bereich
mit einer Einführschräge 521 versehen. Zum Einsetzen oder Entfernen eines Etikettieraggregats
ist eine integrierte oder externe Hubeinrichtung (Hubwagen, Hebezeug etc.) erforderlich.
[0020] Die Aggregataufnahme 5 wird beim Aufstellen der Maschine 1 einmalig auf die exakte
Arbeitsposition (Höhe, radialer Abstand, Neigung zur Transportebene) eines Etikettieraggregats
eingerichtet. Danach können beliebige Etikettieraggregate eingesetzt werden, da die
ersten Elemente 51 alle in einer exakt gleichen Position am jeweiligen Aggregatgehäuse
angebracht sind.
[0021] Sinngemäß gilt dies auch für die in den Fig. 3 und 4 gezeigte zweite Ausführungsform
einer bodengestützten Aggregataufnahme 6. Diese Konstruktion stellt im Prinzip eine
abgemagerte Variante der ersten Ausführung dar und verfügt über nur zwei Stützbeine
63, die ebenfalls am Ring 4 - bevorzugt formschlüssig - befestigt sind. Beide Stützbeine
63 sind als Hohlrohre mit kreisrundem Querschnitt ausgeführt. Am unteren Ende ist
jeweils eine Gewindebuchse 66 eingepresst. Diese wird von einer Schraubspindel 65
durchgriffen (siehe Schnittdarstellung in Fig. 5). Sie dient zur Höheneinstellbarkeit
von am Boden, z. B. mit Schrauben unverrückbar befestigten Füßen 67. Am oberen offenen
Ende der Hohlrohre ist jeweils ein konisch gestalteter Sitz 62 zur formschlüssigen
Aufnahme eines Zentrierkegels 61 eingeformt, der am Etikettieraggregat bzw. einem
daran angeordneten plattenförmigen Ausleger 64 befestigt ist.
[0022] Beide Hohlrohre sind im bodennahen Bereich über eine horizontale Querstrebe 68 verbunden.
An der Querstrebe ist wenigstens ein horizontal verlaufend ausgerichteter, bevorzugt
stufenlos verstellbarer Anschlag 69 (Stellschraube o. dgl.) zur Festlegung der Neigung
eines Etikettieraggregats befestigt, an dem das Aggregatgehäuse anliegt. Der wenigstens
eine Anschlag 69 kann umgekehrt aber auch am Aggregatgehäuse angebracht sein und sich
an der Querstrebe 68 abstützen.
[0023] Die beiden genannten Zentrierkegel 61 sind an der Unterseite von jeweils zwei seitlich
vom Etikettieraggregat abstehenden Auslegerplatten 64 angeschraubt und zwar in gleicher
Höhe mit zu den Hohlrohren 63 deckungsgleichen Abständen.
[0024] An den seitlichen, über die Hohlrohre 63 überstehenden Enden der horizontal ausgerichteten
Querstrebe 68 befinden sich schrägstehende Einweisflächen 68', die beim Einführen
eines geringfügig angehobenen Etikettieraggregats 8 in radialer Richtung zum Ring
4 das selbstätig seitliche, d. h. tangentiale Ausrichten bewerkstelligen, bis die
Einführbewegung durch Anliegen des wenigstens einen Anschlags 69 gestoppt wird. In
dieser Situation fluchten die mit ihrem verjüngten Ende nach unten weisenden Zentrierkegel
61 zumindest annähernd mit dem jeweils darunter zugeordneten konischen Sitz 62 in
den Hohlrohren 63. Durch Absenken gelangen die Zentrierkegel in formschlüssigen Eingriff
mit ihren Sitzflächen, wobei eine sehr genaue Feinzentrierung erfolgt. Durch die Schwerkraft
des Etikettieraggregats ist dessen Betriebsposition (siehe Fig. 4) festgelegt. Die
Höhenlage der Zentrierkegel ist durch ihre Gewindeverschraubung am Ausleger 64 ggf.
einstellbar.
[0025] Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Aggregataufnahme 7 ist Gegenstand der Fig.
6 und 7. Gegenüber dem vorhergehend beschriebenen zweiten Ausführungsbeispiel besteht
der Hauptunterschied in einer integrierten Hubeinrichtung 80, die ein Anheben eines
Etikettieraggregats in unterschiedliche Betriebspositionen zur Einstellung verschiedener
Etikettenklebehöhen ermöglicht. Damit kann auf die bislang im Etikettieraggregat vorgesehene
Höhenverstellung ersatzlos verzichtet werden.
[0026] Diese dritte Ausführungsform 7 verfügt über zwei vertikal parallel ausgerichtete,
am Ring 4 und Boden befestigte Kugelführungen 73, deren verfahrbaren Schlitten 74
über eine aus einem dickwandigen profilierten Blechteil gebildete Quertraverse 75
starr verbunden sind. An den beiden äußeren Seitenrändern der Quertraverse 75 ist
jeweils ein Tragschenkel 76 angeformt, der an seiner Oberseite einen Zentrierkegel
72 aufweist. Diese sind zur Ausrichtung und Zentrierung des Etikettieraggregats beim
Anheben aus einer tieferliegenden Bereitschaftsstellung mit an der überkragenden Unterseite
des Etikettieraggregats abstandsgleich vertieft eingeformten Kegelsitzflächen (nicht
dargestellt) formschlüssig in Eingriff bringbar.
[0027] Zum Auf- und Abfahren der Quertraverse 75 ist ein elektromotorischer Hubantrieb vorgesehen,
der im Einzelnen aus einem gestellfesten Getriebemotor 79 mit einer vertikal ausgerichteten
Gewindespindel 78 besteht, die eine Gewindebohrung in einem an der Quertraverse 75
starr befestigten Klotz 77 durchgreift.
[0028] Die obere Betriebsposition ist durch nicht dargestellte, in den Verfahrweg verbringbare
voreinstellbare Anschläge oder Endschalter festlegbar. Es besteht aber in Verbindung
mit einem Programmspeicher die Möglichkeit, über eine Stellungsabfrage unterschiedliche
Betriebspositionen per Knopfdruck abzurufen und selbsttätig motorisch einzustellen.
Hierzu kann ein Drehstellungsgeber 79' am Antriebsmotor vorgesehen werden. Es muss
lediglich für jede gewünschte Etikettenklebehöhe ein entsprechender Wert im Programmspeicher
hinterlegt werden.
[0029] Ein Austausch von fahrbaren Etikettieraggregaten ist bei dieser Lösung besonders
schnell auf äußerst bequeme Weise ohne irgendwelche Hilfsmittel möglich. Es versteht
sich, dass nicht dargestellte Einweisflächen entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel
zur Vorausrichtung eines neu einzusetzenden Etikettieraggregats vorgesehen sein können.
[0030] Auf die Bodenabstützung der Vertikalführungen 73 kann bei einer ausreichend stabilen
Halterung ggf. verzichtet werden, wenn eine formstabile Aufnahme des durch das Aggregatgewicht
und die einseitige Halterung verursachten Moments sichergestellt ist.
[0031] In Fig. 7 ist das Karussell 3 der Etikettiermaschine 1 in schematischer Darstellung
erkennbar. Es kann mit einer Vielzahl von in gleichmäßigen Abständen auf einem gemeinsamen
Teilkreis angeordneten Drehtellern zur Aufnahme der zu etikettierenden Artikel wie
Flaschen oder dgl. ausgestattet sein.
[0032] Fig. 8 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer mit 40 bezeichneten Aggregataufnahme.
Sie ist geprägt durch eine flache Unterflurbauweise, d. h. ein nicht dargestelltes
Etikettieraggregat kann mit seiner Unterseite auf der plattenartig ausgebildeten Aggregataufnahme
abgestellt und in einer relativ zum Karussell 3 zentrierten Ausrichtung gehalten werden.
Zu diesem Zweck sind auf einer horizontalen Platte 41 mehrere Zentrierelemente 43
versetzt angeordnet, die jeweils einen Zentrierkegel 45 und eine Auflagefläche 44
aufweisen. Die Platte 41 steht auf vier Füßen 42. Die Füße 42 und/oder die Zentrierelemente
43 sind einzeln durch Gewindebefestigungen exakt höheneinstellbar, um die Etikettieraggregate
in der gewünschten Ausrichtung zu halten. Diese Einstellung ist in der Regel nur einmal
vorzunehmen. An der Unterseite eines Etikettieraggregats bzw. dessen Traggestells
befinden sich zu den Zentrierelementen 43 fluchtend angeordnete Zentrierbohrungen.
Über ein Verbindungselement 10' ist die Platte 41 mit dem am Gestell 2 befestigten
Ring 4 verbunden.
[0033] Gemäß der unteren Abbildung der Fig. 8 kann die Platte 41 günstigerweise über ein
Schwenkgelenk 46 mit dem Verbindungselement 10' um eine horizontale Achse klappbar
gekoppelt sein, so dass die Aggregataufnahme 40 bei Nichtgebrauch mit Hilfe eines
Handgriffs 49 (Fig. 9) aus einer Betriebstellung (obere Darstellung der Fig. 8) um
neunzig Grad nach oben in eine Außerbetriebsstellung (untere Darstellung der Fig.
8) klappbar ist. Durch diese Maßnahme ist eine gute Zugänglichkeit der Maschine gewährleistet.
[0034] Um das Einführen eines Etikettieraggregats zu erleichtern, sind gemäß Fig. 9 auf
der Oberseite der Platte 41 Einführschrägen in Form von erhabenen, radial von außen
auf einen die radial innere Endposition festlegenden Anschlag 47 hinführenden Leisten
48 befestigt. Ihr gegenseitiger Zwischenabstand nimmt in Einführrichtung ab, wodurch
eine seitliche Vorausrichtung eines auf Rädern verfahrbaren Etikettieraggregats in
Verbindung mit an seiner Unterseite angebrachten, zwischen die Leisten 48 einfahrbaren
Führungsrollen (nicht dargestellt) ermöglicht wird. Sobald eine in Einführrichtung
vorauslaufende Führungsrolle auf den Anschlag 47 trifft, wird die Einführbewegung
des Etikettieraggregats gestoppt und seine unterseitigen Zentrierbohrungen fluchten
annähernd mit den darunter liegenden Zentrierelementen 43 der Aggregataufnahme 40.
Durch Absenken des Aggregats gelangen die genannten Zentrierelemente in formschlüssigen
Eingriff, bis das Aggregat auf den Auflageflächen 44 aufsitzt und dabei in der gewünschten
Position feinzentriert ist. Das Entfernen eines Aggregats verläuft in umgekehrter
Reihenfolge. Das Etikettieraggregat bzw. sein Traggestell kann zum Anheben und Absenken
über eine integrierte Hubeinrichtung (z. B. hydraulisch oder elektrisch betätigbar)
verfügen.
[0035] In nicht dargestellter Weise kann auch die Aggregataufnahme 40 höhenverfahrbar ausgebildet
sein, um verschiedene Etikettieraggregate in unterschiedliche Arbeitspositionen (für
verschiedene Klebehöhen der Etiketten auf Gefäßen) bringen zu können. Hierfür kann
eine motorische Hubeinrichtung ähnlich dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 6 und 7
zur Verwendung kommen, die die Platte 41 anheben oder absenken kann.
1. Maschine (1) zum Ausstatten von Artikeln wie Gefäße oder dgl. mit wenigstens einem
die Artikel transportierenden Karussell (3), wenigstens einem an seiner Peripherie
austauschbar angeordneten Etikettieraggregat (8) zum Ausstatten der Artikel, dadurch gekennzeichnet, dass an der Peripherie des Karussells (3) wenigstens eine stationäre bodengestützte Aggregataufnahme
(5, 6, 7, 40) für ein Etikettieraggregat (8) angeordnet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (5, 6, 7, 40) am Boden verankert ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (5, 6, 7, 40) relativ zum Karussell (3) bezüglich Höhe und/oder
radialem Abstand und/oder Neigung voreingestellt oder voreinstellbar ist.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Etikettieraggregat (8) an seinem im Einbauzustand der Aggregataufnahme (5,6,
7, 40) zugeordneten Bereich mit ersten Elementen (51,61) ausgestattet ist, die beim
Einsetzen des Etikettieraggregats (8) in zugeordnete zweite Elemente (52, 62, 72,
43) an der Aggregataufnahme eingreifen, wobei sie das Etikettieraggregat zentrieren
und in seiner Lage festlegen.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (43, 51, 52, 61, 62, 72) am Etikettieraggregat und der Aggregataufnahme
(5, 6, 7, 40) komplementär ausgebildet sind.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (43, 51, 52, 61, 62, 72) paarweise formschlüssig ineinander greifend
ausgebildet sind, insbesondere als Zentrierkegel (45, 61, 72) und Zentrierbohrung
(62).
7. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (5, 6, 7, 40) mit dem das Karussell (3) tragenden Gestell (2)
verbunden ist, insbesondere einem das Gestell (2) wenigstens teilumfänglich umgebenden
Ring (4).
8. Maschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere nach wenigstens einem
der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aggregataufnahme (7) eine Hubeinrichtung (80), insbesondere mit motorischem Antrieb
(79), zugeordnet ist.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (80) aus einer Aufnahmeposition zum Einsetzen/Entfernen eines
Etikettieraggregats in eine höher liegende Betriebsposition für das Etikettieraggregat
und umgekehrt verfahrbar ist.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Betriebsposition für unterschiedliche Etikettenklebehöhen durch voreinstellbare,
in den Verfahrweg bringbare Anschläge oder Schalter oder durch in der Antriebssteuerung
der motorischen Hubeinrichtung (79,80) speicher/und aufrufbare Einstellwerte bestimmbar
ist.
11. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (80) wenigstens eine vertikale Führung (73) aufweist, entlang
der die ein Etikettieraggregat aufnehmenden Elemente (72) verfahrbar gelagert sind.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (72) an einem an der Führung (73) gelagerten Träger (74, 75, 76) befestigt
sind.
13. Maschine nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (80) eine Antriebsspindel (78) aufweist, die vorzugsweise mit
einem die Elemente (72) aufweisenden Träger (74,75, 76, 77) in Eingriff steht.
14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsspindel (78) durch einen Elektromotor (79) beaufschlagbar ist, der vorzugsweise
einen Drehstellungsgeber (79') aufweist und durch eine speicherprogrammierbare Steuerung
gesteuert wird.
15. Maschine nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (5,6, 7) seitlich mit einem Etikettieraggregat (8) in Eingriff
bringbar ist.
16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme nur mit einer Seite (6, 7) oder zwei gegenüberliegenden Seiten
(5) eines Etikettieraggregats (8) in Eingriff bringbar ist.
17. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (40) mit der Unterseite eines Etikettieraggregats in Eingriff
bringbar ist.
18. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aggregataufnahme (40) aus einer Betriebsstellung in eine Außerbetriebsstellung,
insbesondere aus einer horizontalen Lage in eine vertikale Lage, und umgekehrt überführbar
ist.