[0001] Die Erfindung betrifft ein Blattbildungssystem für eine Maschine zur Herstellung
einer mehrschichtigen Faserstoffbahn, insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder
Kartonbahn, aus wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen, umfassend einen Mehrschichtenstoffauflauf
mit einer Stoffauflaufdüse, die wenigstens zwei sich über die Breite der Maschine
erstreckende, durch mindestens einen Trennkeil voneinander getrennte, während des
Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs jeweils eine Faserstoffsuspension als Faserstoffsuspensionsstrom
führende und aufeinander zulaufende Düsenräume aufweist, welche stromaufwärts jeweils
eine Zuführeinrichtung und stromabwärts jeweils einen sich über die Breite erstreckenden
Austrittsspalt mit einer Spaltweite aufweisen, wobei die beiden äußeren Düsenräume
außenseitig jeweils eine Außenwand aufweisen und wobei der Trennkeil zwei während
des Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs von dem jeweils benachbarten Faserstoffsuspensionsstrom
berührte Trennkeiloberflächen aufweist, und einen dem Mehrschichtenstoffauflauf unmittelbar
nachgeordneten Spaltformer mit zwei umlaufenden endlosen Sieben, von denen das erste
Sieb über einen Umfangsbereich einer Formierwalze läuft und von denen das zweite Sieb
über einen Umfangsbereich einer Brustwalze läuft und danach im Bereich der Formierwalze
auf das erste Sieb unter Bildung eines keilförmigen Stoffeinlaufspalts, der unmittelbar
die mit einer Freistrahllänge aus der Stoffauflaufdüse des Mehrschichtenstoffauflaufs
als gemeinsamer Faserstoffsuspensionsfreistrahl austretenden Faserstoffsuspensionsströme
aufnimmt, aufläuft und die beiden Siebe mit den wenigstens zwei zwischen ihnen befindlichen
Faserstoffsuspensionen anschließend zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone bilden.
[0002] Bei den Faserstoffsuspensionen wird es sich in der Regel um Suspensionen mit verschiedenen
Faserstoffen handeln, es kann sich aber auch um Suspensionen mit gleichen Faserstoffen
handeln, wobei jedoch unterschiedliche physikalische Eigenschaften vorliegen. Eine
physikalische Eigenschaft können beispielsweise unterschiedliche Drücke zur Einstellung
unterschiedlicher Strömungsgeschwindigkeiten im jeweiligen Faserstoffsuspensionsstrom
sein.
[0003] Ein derartiger Mehrschichtenstoffauflauf für eine Maschine zur Herstellung einer
mehrschichtigen Faserstoffbahn, insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn,
aus wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 195 38 149 A1 bekannt. Bei dem als Dreischichten-Stoffauflauf ausgebildeten Mehrschichtenstoffauflauf
werden die Suspensionsschichten durch starre Trennwände getrennt gehalten. Am stromabwärtigen
Ende sind benachbarte Trennwände senkrecht zur Strahlebene unterschiedlich verformbar,
so dass sowohl eine gute Strahlführung möglich ist als auch die optimale Verbindung
der Suspensionsschichten nach dem Austritt aus dem Stoffauflauf.
[0004] Weiterhin ist ein derartiger Mehrschichtenstoffauflauf beispielsweise aus der deutschen
Patentschrift
DE 43 23 050 C1 bekannt. Der offenbarte Mehrschichtenstoffauflauf weist, wie beispielsweise in der
Figur 3 dieser deutschen Patentschrift dargestellt, zur Trennung zweier benachbarter
Faserstoffsuspensionsströme in der Stoffauflaufdüse einen sich kontinuierlich verjüngenden
Trennkeil auf, der mittels einer stromaufwärtig angebrachten Gelenkeinheit gelenkig
in der Stoffauflaufdüse angeordnet ist.
[0005] Und ferner ist ein derartiger Spaltformer für eine Maschine zur Herstellung einer
mehrschichtigen Faserstoffbahn, insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn,
aus wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 100 2005 003 531 A1 bekannt. Insbesondere zeigen die Figuren 1A bis 4B jeweils einen Spaltformer, dessen
erstes Umlenkelement für das erste Sieb eine Formierwalze und dessen zweites Umlenkelement
für das zweite Sieb eine Brustwalze ist.
[0006] Die überwiegende Zahl von Mehrschichtenstoffaufläufen wird heutzutage im Bereich
der Verpackungsmaschinen zur Herstellung von Testliner eingesetzt. Die zunehmenden
Herstellungsgeschwindigkeiten sowie die steigenden Rohstoff- und Energiekosten erfordern
verstärkt die Herstellung von mehrschichtigen Produkten mit geringeren Flächengewichten.
Die Mehrschichtenstoffaufläufe werden hierzu mit immer kleineren Spaltweiten bzw.
Faserstoffsuspensionsstrahldicken betrieben. Hierdurch steigen jedoch die Anforderungen
an die Stabilität und die Turbulenzqualität des jeweiligen aus der Stoffauflaufdüse
des Mehrschichtenstoffauflaufs kommenden Faserstoffsuspensionsstrahls zum Zwecke der
Verringerung der Mischungszonen innerhalb des Faserstoffsuspensionsstrahls in seiner
Höhenrichtung. Die Höhenrichtung wird in Fachkreisen auch als "z-Richtung" bezeichnet.
[0007] Es ist also Aufgabe der Erfindung, ein Blattbildungssystem der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass sowohl eine hochwertige Schichtenreinheit in der Höhenrichtung
als auch eine gute optische Abdeckungsqualität der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten
bei einer mit ihm hergestellten Faserstoffbahn erreicht wird. Dabei soll insbesondere
auch die Herstellung einer Faserstoffbahn mit einem Flächengewicht in einem Bereich
von 20 bis 60 g/m
2 pro Faserstoffsuspensionsschicht bei einer Herstellungsgeschwindigkeit von über 900
m/min möglich sein.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Blattbildungssystem der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der mindestens eine in der Stoffauflaufdüse angeordnete Trennkeil
einen Trennkeilüberstand in einem Bereich von 0,05 bis 3,0, vorzugsweise von 0,1 bis
2,0, insbesondere von 0,2 bis 1,5, ·die größte Einzelspaltweite der wenigstens zwei
Düsenräume aufweist, dass der Trennkeil aus zwei jeweils einen Trennkeilwinkel aufweisenden
Trennkeilbereichen, einem stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereich und einem stromabwärtigen
Trennkeilendbereich, besteht, dass die beiden Trennkeilwinkel der beiden Trennkeilbereiche
unterschiedliche Winkelwerte annehmen, wobei der Trennkeilanfangswinkel des stromaufwärtigen
Trennkeilanfangsbereichs einen größeren Winkelwert als der Trennkeilendwinkel des
stromabwärtigen Trennkeilendbereichs annimmt, und dass zwischen wenigstens einer Trennkeiloberfläche
des Trennkeils ein nicht planer Übergangsbereich zwischen den beiden Trennkeilbereichen
des Trennkeils vorgesehen ist, dass der aus den wenigstens zwei Faserstoffsuspensionsströmen
gebildete Faserstoffsuspensionsfreistrahl eine Freistrahllänge im Bereich von 100
bis 500 mm, vorzugsweise von 125 bis 400 mm, insbesondere von 150 bis 300 mm, aufweist
und dass die offene Formierwalze einen Durchmesser im Bereich von 1.200 bis 2.500
mm, vorzugsweise von 1.300 bis 2.400 mm, insbesondere von 1.500 bis 2.200 mm, aufweist.
[0009] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0010] Die derart ausgestaltete Stoffauflaufdüse des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems erbringt den Vorteil, dass sich die Schichtenreinheit in der
Höhenrichtung gegenüber bekannten Mehrschichtenstoffaufläufen merklich verbessern
lässt. Dies ist prinzipiell dadurch begründet, dass sich der Druckverlust und damit
die Fluidwandreibung an dem Trennkeil durch eine Verkürzung des Trennkeilüberstands
verkleinern lässt. Damit verbunden ist eine Reduktion der sich in den Faserstoffsuspensionsströmen
ausbildenden Turbulenzen mit einhergehender Verbesserung der Schichtenreinheit in
der Höhenrichtung.
[0011] Auch erbringt der derart ausgestaltete Trennkeil des Mehrschichtenstoffauflaufs des
erfindungsgemäßen Blattbildungssystems den Vorteil, dass sich die Schichtenreinheit
in der Höhenrichtung gegenüber bekannten Mehrschichtenstoffaufläufen wiederum merklich
verbessern lässt. Dies ist primär dadurch begründet, dass der Auftreffwinkel der beiden
Faserstoffsuspensionsströme bei ihrer Zusammenführung am Trennkeilende deutlich reduziert
ist. Damit verbunden ist erneut eine Reduktion der sich in den Faserstoffsuspensionsströmen
ausbildenden Turbulenzen mit einer einhergehenden Verbesserung der Schichtenreinheit
in der Höhenrichtung.
[0012] Die sich in den äußeren Faserstoffsuspensionsströmen ausbildenden Turbulenzen beeinflussen
in einem wesentlichen Maße auch die Abdeckungsqualitäten der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten.
Werden nun die Turbulenzen reduziert, so verringern sich auch die Mischungszonen innerhalb
des Faserstoffsuspensionsstrahls in seiner Höhenrichtung. Und die verringerten Mischungszonen
tragen wiederum wesentlich zu verbesserten Abdeckungsqualitäten der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten
bei.
[0013] Somit wird bei einer Faserstoffbahn, welche mittels des erfindungsgemäßen Mehrschichtenstoffauflaufs
hergestellt wurde, sowohl eine hochwertige Schichtenreinheit in der Höhenrichtung
als auch eine gute optische Abdeckungsqualität der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten
erreicht.
[0014] Sollte der Mehrschichtenstoffauflauf als ein Drei- oder gar Vierschichtenstoffauflauf
ausgebildet sein, so können die Trennkeilüberstände je nach Anwendungsfall gleiche,
annähernd gleiche oder gar verschiedene Werte aufweisen.
[0015] Allgemein kann der einzelne Trennkeil aus einem Edelstahl oder dergleichen bestehen
und eine Mindeststeifigkeit sowohl in Maschinenlaufrichtung als auch in Maschinenquerrichtung
aufweisen, die bereichsweise zumindest einen Wert ≥ 40 N/mm annimmt. Überdies ist
der Trennkeil bevorzugt mittels einer stromaufwärtig angebrachten Trennkeilaufnahme
starr, also nicht gelenkig und somit nicht frei beweglich in der Stoffauflaufdüse
angeordnet. Durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verläuft definitionsgemäß
eine in ihrer Längsrichtung vorzugsweise mittig ausgerichtete Gerade.
[0016] Weiterhin gewährleistet die genannte Freistrahllänge des aus den wenigstens zwei
Faserstoffsuspensionsströmen gebildeten Faserstoffsuspensionsfreistrahls noch eine
prozesstechnisch ausreichende Freistrahlqualität. Der Faserstoffsuspensionsfreistrahl
erfährt im genannten Längenbereich noch keine nennenswerte Aufweitung aufgrund der
sich an den beiden Freistrahloberflächen bildenden Luftgrenzschichten. Somit kann
durch eine Vermeidung von Turbulenzen infolge einer Nichtaufweitung des Faserstoffsuspensionsstrahls
die Schichtenreinheit der Faserstoffsuspensionsströme in der Höhenrichtung fortgeführt
werden.
[0017] Und letztlich erbringt die offene Formierwalze des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems
mit dem genannten Durchmesserbereich den Vorteil einer sanften Entwässerung der wenigstens
zwei zwischen den beiden Sieben befindlichen Faserstoffsuspensionen während ihrer
gemeinsamen Führung über einen Umfangsbereich der offenen Formierwalze. Die sanfte
Entwässerung der wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen ist primär das Ergebnis des
relativ großen Durchmessers der Formierwalze in Verbindung mit einer ausreichenden
Führungs- bzw. Entwässerungslänge auf der offenen Formierwalze. Die offene Formierwalze
kann je nach Anwendungsfall besaugt oder unbesaugt sein, wobei die Besaugung der Formierwalze
in Fachkreisen bestens bekannt ist.
[0018] Die vier genannten und erfindungswesentlichen Merkmale des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems
gewährleisten die fortwährende und prozesssichere Erreichung sowohl einer hochwertigen
Schichtenreinheit in der Höhenrichtung als auch einer guten optischen Abdeckungsqualität
der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten bei einer mit ihm hergestellten Faserstoffbahn.
Dabei ist auch die Herstellung einer mehrschichtigen Faserstoffbahn mit einem Flächengewicht
in einem Bereich von 20 bis 60 g/m
2 pro Faserstoffsuspensionsschicht bei einer Herstellungsgeschwindigkeit von über 900
m/min möglich.
[0019] In einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist vorgesehen, dass der mindestens
eine in der blendenfreien Stoffauflaufdüse angeordnete Trennkeil einen Trennkeilüberstand
in einem Bereich von 0,05 bis 1,0, vorzugsweise von 0,1 bis 0,95, insbesondere von
0,2 bis 0,90, • die größte Einzelspaltweite der wenigstens zwei Düsenräume aufweist.
Bei diesem blendenfreien Mehrschichtenstoffauflauf ist somit das Erfordernis erfüllt,
dass kein Blendenvorstand infolge des Nichtvorhandenseins einer Blende lediglich einen
kleinen Trennkeilüberstand erforderlich macht.
[0020] Und in einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist vorgesehen, dass an wenigstens
einer Außenwand der Stoffauflaufdüse eine vorzugsweise einstellbare Blende mit einer
Blendeneintauchtiefe angeordnet ist und dass der mindestens eine in der Stoffauflaufdüse
angeordnete Trennkeil einen Trennkeilüberstand in einem Bereich von 0,5 bis ≤ 3,0,
vorzugsweise von 0,6 bis ≤ 2,0, insbesondere von 0,7 bis 1,5, ·die größte Einzelspaltweite
der wenigstens zwei Düsenräume aufweist. Somit wird bei diesem Mehrschichtenstoffauflauf
das Erfordernis erfüllt, dass ein großer Blendenvorstand einen größeren Trennkeilüberstand
erforderlich macht.
[0021] Bei dem Mehrschichtenstoffauflauf des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems kann
selbstverständlich auch an beiden Außenwänden der Stoffauflaufdüse jeweils eine vorzugsweise
einstellbare Blende mit einer Blendeneintauchtiefe angeordnet sein. Die Einstellung
der Blende kann beispielsweise mittels mehrerer über die Breite der Stoffauflaufdüse
angeordneter Stelleinheiten, insbesondere Stellmotoren, erfolgen. Hierdurch wird der
Druckverlust in der betreffenden Faserstoffsuspensionsschicht minimiert.
[0022] Weiterhin kann die Blende des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems
eine Blendeneintauchtiefe in den benachbarten Faserstoffsuspensionsstrom in einem
Bereich von 1 bis 30 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 5 bis 15 mm, aufweisen.
Diese Ausführung erlaubt die Erzeugung einer Mindestturbulenz in der entsprechenden
Faserstoffsuspension, ohne jedoch gleich das vorbeschriebene nachteilhafte Turbulenzniveau
zu erreichen.
[0023] Damit die in Faserstoffsuspensionsströmen geführten Faserstoffsuspensionen eine prozesstechnisch
optimale Zusammenführung erfahren, kann der mindestens eine Trennkeil des Mehrschichtenstoffauflaufs
des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems einen Trennkeilwinkel ≤ 10°, vorzugsweise
in einem Bereich zwischen 3 und 7°, aufweisen. Zudem vermeiden diese Winkelbereiche
eine nachteilhafte Vermischung von zwei benachbarten Faserstoffsuspensionen.
[0024] Ferner kann je nach Systemanforderung wenigstens ein Trennkeil zur Trennung zweier
benachbarter Faserstoffsuspensionsströme des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems starr oder mittels einer stromaufwärtig angebrachten Gelenkeinheit
gelenkig in der Stoffauflaufdüse angeordnet sein. Diese Ausgestaltungen erlauben eine
optimale Auslegung des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems
an unterschiedliche betriebliche Systemanforderungen.
[0025] Die aus der Stoffauflaufdüse des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems als gemeinsamer Faserstoffsuspensionsstrahl austretenden Faserstoffsuspensionsströme
können überdies unterschiedliche Strahlgeschwindigkeiten aufweisen. So kann beispielsweise
der mindestens eine Unterschied in den Strahlgeschwindigkeiten einen Wert im Bereich
von 10 bis 60 m/min, vorzugsweise von 15 bis 25 m/min, annehmen. Dadurch vermindert
sich wesentlich die Ausbreitung des Mischungskegels in dem Faserstoffsuspensionsstrahl
zu der relevanten Faserstoffsuspensionsschicht. Diese Anforderungen können in bekannter
Weise auch abhängig vom Formerkonzept sein.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an beiden Trennkeiloberflächen
des Trennkeils jeweils ein nicht planer Übergangsbereich zwischen den beiden Trennkeilbereichen
des Trennkeils vorgesehen. Somit kann ein merklich reduzierter Auftreffwinkel der
beiden Faserstoffsuspensionsströme bei ihrer Zusammenführung am Trennkeilende erreicht
werden, wobei dieser merklich reduzierte Auftreffwinkel sodann von beiden Trennkeiloberflächen
des Trennkeils getragen wird.
[0027] Dabei kann zumindest der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich des Trennkeils symmetrisch
zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden
ausgerichtet sein. Ist in diesem Fall der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils
asymmetrisch zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden
Geraden ausgerichtet, so liegt die Trennkeilspitze des Trennkeils dann nicht auf der
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden.
[0028] Jedoch kann auch sowohl der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich des Trennkeils
als auch der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils symmetrisch zu einer
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden ausgerichtet
sein, so dass die Trennkeilspitze des Trennkeils auf der durch die stromaufwärtige
Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden liegt. Der Trennkeil ist in
diesem Fall dann symmetrisch zu der durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des
Trennkeils verlaufenden Geraden ausgeführt.
[0029] Und in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an einer Trennkeiloberfläche
des Trennkeils ein nicht planer Übergangsbereich zwischen den beiden Trennkeilbereichen
des Trennkeils vorgesehen und an der anderen Trennkeiloberfläche des Trennkeils ist
ein planer Übergangsbereich zwischen den beiden Trennkeilbereichen des Trennkeils
vorgesehen. Der Trennkeil bildet also auf einer Seite eine plane Fläche aus, so dass
der merklich reduzierte Auftreffwinkel der beiden Faserstoffsuspensionsströme bei
ihrer Zusammenführung am Trennkeilende von der anderen Seite des Trennkeils getragen
werden muss.
[0030] Dabei kann zumindest der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich des Trennkeils symmetrisch
zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden
ausgerichtet sein. Ist in diesem Fall der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils
asymmetrisch zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden
Geraden ausgerichtet, so liegt die Trennkeilspitze des Trennkeils dann nicht auf der
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden.
[0031] Jedoch kann auch sowohl der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich des Trennkeils
als auch der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils asymmetrisch zu einer
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden ausgerichtet
sein. In diesem Fall könnte die Trennkeilspitze des Trennkeils dann auf der durch
die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme des Trennkeils verlaufenden Geraden liegen.
[0032] Damit die beiden in Faserstoffsuspensionsströmen geführten Faserstoffsuspensionen
eine prozesstechnisch optimale Zusammenführung erfahren, weist der Trennkeilendwinkel
des stromabwärtigen Trennkeilendbereichs bevorzugt einen Winkelwert im Bereich von
1,5 bis 8°, vorzugsweise von 2,5 bis 4,5°, auf. Zudem vermeiden diese Winkelbereiche
eine nachteilige Vermischung der beiden benachbarten Faserstoffsuspensionen. Der Trennkeilanfangswinkel
des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs weist hierbei bevorzugt einen Winkelwert
im Bereich von 8 bis 20°, vorzugsweise von 10 bis 15°, auf, so dass eine ausreichende
Mindeststeifigkeit des Trennkeils sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung
gegeben ist.
[0033] Weiterhin ist es im Hinblick auf eine ausreichende Führungslänge für die beiden Faserstoffsuspensionsströme
von Vorteil, wenn der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils eine stromabwärtige
Trennkeilendlänge im Bereich von 10 bis 100 mm, vorzugsweise von 15 bis 75 mm, insbesondere
von 25 bis 50 mm, aufweist und/oder der stromabwärtige Trennkeilendbereich des Trennkeils
über den Austrittsspalt der Stoffauflaufdüse hinausragt, vorzugsweise in einem Bereich
von 10 bis 25 mm.
[0034] Ferner kann der jeweilige nicht plane Übergangsbereich an der Trennkeiloberfläche
zwischen den beiden Trennkeilbereichen des Trennkeils des Mehrschichtenstoffauflaufs
des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems geometrisch eckig oder rund mit einem Rundungsradius
im Bereich von 20 bis 1000 mm, vorzugsweise von 100 bis 500 mm, insbesondere von 150
bis 250 mm, gestaltet sein.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform weist die offene Formierwalze eine offene Fläche
im Bereich von 60 bis 99 %, vorzugsweise von 70 bis 98 %, insbesondere von 80 bis
96 %, der Gesamtfläche der Formierwalze auf, so dass eine markierungsfreie oder nahezu
markierungsfreie, eine effiziente und eine sanfte Entwässerung der wenigstens zwei
zwischen den beiden Sieben befindlichen Faserstoffsuspensionen während ihrer gemeinsamen
Führung über einen Umfangsbereich der offenen Formierwalze möglich ist. Die offene
Formierwalze kann, wie bereits erwähnt, je nach Anwendungsfall besaugt oder unbesaugt
sein, wobei die Besaugung der Formierwalze in Fachkreisen bestens bekannt ist.
[0036] Überdies weist die offene Formierwalze bevorzugt einen von den beiden Sieben mit
den wenigstens zwei zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspensionen gemeinsam umschlungenen
Bereich mit einem Umschlingungswinkel im Bereich von 15 bis 260°, vorzugsweise von
30 bis 230°, insbesondere von 50 bis 180°, auf. Diese Bereiche tragen maßgeblich zu
der effizienten und sanften Entwässerung der wenigstens zwei zwischen den beiden Sieben
befindlichen Faserstoffsuspensionen während ihrer gemeinsamen Führung über einen Umfangsbereich
der offenen Formierwalze bei.
[0037] Auch kann der Strahlimpingement des aus den wenigstens zwei Faserstoffsuspensionsströmen
gebildeten Faserstoffsuspensionsfreistrahls im Bereich von 0 bis 100%, vorzugsweise
von 20 bis 60 %, auf die offene Formierwalze gerichtet sein und die wenigstens zwei
Faserstoffsuspensionen können eine jeweilige Stoffdichte im Mehrschichtenstoffauflauf
des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems von 0,2 bis 1,8 %, vorzugsweise 0,5 bis
1,6 %, insbesondere von 0,7 bis 1 ,4 %, aufweisen.
[0038] Und die Betriebsweise des Mehrschichtenstoffauflaufs des erfindungsgemäßen Blattbildungssystems
kann sowohl im Über- als auch im Unterstau mit den Geschwindigkeitsbereichen 20 bis
80 m/min bzw. 20 bis - 80 m/min erfolgen.
[0039] Weiters kann es im Hinblick auf eine Regelung sowohl des Faserorientierungsquerprofils
als auch des Flächengewichtsquerprofils der mehrschichtigen Faserstoffbahn von Vorteil
sein, wenn der Mehrschichtenstoffauflauf in weiterer Ausgestaltung mit einer aus einer
Vielzahl an Druckschriften bekannten Verdünnungswasser-Regelung versehen ist. Hierzu
ist wenigstens einer Faserstoffsuspension ein geregelter Zuführstrom, insbesondere
ein Verdünnungswasserstrom bei Erzeugung eines Mischstroms mit einer Mischkonzentration
zuführbar.
[0040] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann auch zumindest eine Faserstoffsuspension
für die Herstellung der mehrschichtigen Faserstoffbahn mit den nachfolgenden Schritten
hergestellt werden:
- a) Herstellung der wässrigen Faserstoffsuspension, insbesondere aus gemischtem Altpapier;
- b) Reinigung dieser Faserstoffsuspension, sofern sie störende Verunreinigungen enthält;
- c) Fraktionierung dieser Faserstoffsuspension in eine Kurzfaserfraktion mit vermehrt
kurzen Fasern und eine Langfaserfraktion mit vermehrt langen Fasern; und
- d) Verwendung dieser Fraktionen bei der Herstellung von einer mindestens eine Deckenlage
und eine Rückseitenlage aufweisenden mehrschichtigen Faserstoffbahn, insbesondere
Verpackungspapier oder Karton.
[0041] Dabei kann vorgesehen sein, dass aus der Kurzfaserfraktion die Deckenlage der mehrschichtigen
Faserstoffbahn gebildet wird. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass aus der Langfaserfraktion
die Rückseitenlage der mehrschichtigen Faserstoffbahn gebildet wird.
[0042] Und zur Fraktionierung kann mindestens ein Drucksortierer verwendet werden, in dem
mit Hilfe eines Nasssiebes die Faserstoffsuspension so fraktioniert wird, dass die
Langfaserfraktion in den Überlauf und die Kurzfaserfraktion in den Durchlauf gelangt.
Dabei können für die Fraktionierung Siebe mit Schlitzen, deren Schlitzweite 0,3 bis
1 mm beträgt, eingesetzt werden.
[0043] Weiterhin kann in einer alternativen Ausführungsform vorgesehen sein, dass ein mindestens
dreilagiges Verpackungspapier oder ein mindestens dreilagiger Karton produziert wird,
wobei aus der Langfaserfraktion die Mittellage der mehrschichtigen Faserstoffbahn
gebildet wird und wobei aus der Kurzfaserfraktion die Deckenlage und die Rückseitenlage
der mehrschichtigen Faserstoffbahn gebildet werden. Oder es kann sogar vorgesehen
sein, dass ein mindestens dreilagiges Verpackungspapier oder mindestens dreilagiger
Karton produziert wird, wobei aus der Langfaserfraktion die Mittellage und die Rückseitenlage
der mehrschichtigen Faserstoffbahn gebildet werden.
[0044] Das erfindungsgemäße Blattbildungssystem eignet sich in besonderem Maße zur Verwendung
in einer Maschine zur Herstellung einer mehrschichtigen Faserstoffbahn, insbesondere
einer mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn, aus wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen.
Bei einer derartigen Verwendung ergeben sich die bereits genannten Vorteile.
[0045] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0046] Es zeigen die
- Figur 1
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems;
- Figuren 2 bis 4
- schematische Längsschnittdarstellungen von Endbereichen verschiedener Ausführungsformen
einer jeweiligen Stoffauflaufdüse eines Mehrschichtenstoffauflaufs eines erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems; und
- Figuren 5 und 6
- schematische Seitendarstellungen zweier weiterer Ausführungsformen von Trennkeilen
eines Mehrschichtenstoffauflaufs eines erfindungsgemäßen Blattbildungssystems.
[0047] Die Figur 1 zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung einer Ausführungsform
eines Blattbildungssystems 1, umfassend einen Mehrschichtenstoffauflauf 2 in Ausgestaltung
eines Zweischichtenstoffauflaufs und einen Spaltformer 3. Das dargestellte Blattbildungssystem
1 ist ein Bestandteil einer nicht näher dargestellten Maschine zur Herstellung einer
mehrschichtigen Faserstoffbahn 4, insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder
Kartonbahn, aus zwei Faserstoffsuspensionen 5.1, 5.2.
[0048] Bei den Faserstoffsuspensionen 5.1, 5.2 wird es sich in der Regel um Suspensionen
mit verschiedenen Faserstoffen handeln, es kann sich aber auch um Suspensionen mit
gleichen Faserstoffen handeln, wobei jedoch unterschiedliche physikalische Eigenschaften
vorliegen.
[0049] Der als Zweischichtenstoffauflauf ausgebildete Mehrschichtenstoffauflauf 2 umfasst
eine Stoffauflaufdüse 6, die zwei sich über die Breite B (Pfeil) erstreckende, innenseitig
durch einen Trennkeil 7 voneinander getrennte, während des Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs
2 jeweils eine Faserstoffsuspension 5.1, 5.2 als Faserstoffsuspensionsstrom 5.10 (Pfeil),
5.20 (Pfeil) führende und aufeinander zulaufende Düsenräume 8.1, 8.2 aufweist. Die
beiden Düsenräume 8.1, 8.2 besitzen dabei gleiche oder annähernd gleiche Querschnittsverläufe.
Ferner weist der jeweilige Düsenraum 8.1, 8.2 stromaufwärts jeweils eine nicht näher
dargestellte Zuführeinrichtung 9.1, 9.2, stromabwärts jeweils einen sich über die
Breite B (Pfeil) erstreckenden Austrittsspalt 10.1, 10.2 mit einer Spaltweite s.10.1,
s.10.2 und außenseitig jeweils eine Außenwand 11.1, 11.2 auf. Der Trennkeil 7 weist
zwei während des Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs 2 von dem jeweils benachbarten
Faserstoffsuspensionsstrom 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil) berührte Trennkeiloberflächen
7.0, 7.U auf.
[0050] Die Spaltweiten s.10.1, s.10.2 der Austrittsspalte 10.1, 10.2 sind in der dargestellten
Ausführungsform gleich groß; sie können jedoch auch verschieden groß sein. Die jeweilige
nicht näher dargestellte Zuführeinrichtung 9.1, 9.2 ist in der dargestellten Ausführungsform
ein der Stoffauflaufdüse 6 unmittelbar vorgeordneter Turbulenzerzeuger; sie kann der
Stoffauflaufdüse 6 jedoch auch mittelbar vorgeordnet sein und/oder sie kann eine vorzugsweise
maschinenbreite Zwischenkammer oder ein Rohrgitter umfassen. Diese Einheiten sind
dem Fachmann bekannt.
[0051] Der Trennkeil 7 besteht aus einem Edelstahl oder dergleichen und weist eine Mindeststeifigkeit
S sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung auf, die bereichsweise zumindest
einen Wert ≥ 40 N/mm annimmt. Überdies ist der Trennkeil 7 in vorliegender Ausführungsform
mittels einer stromaufwärtig angebrachten Trennkeilaufnahme 12 starr, also nicht gelenkig
und somit nicht frei beweglich in der Stoffauflaufdüse 6 angeordnet. Durch die stromaufwärtige
Trennkeilaufnahme 12 des Trennkeils 7 verläuft dabei definitionsgemäß eine in ihrer
Längsrichtung vorzugsweise mittig ausgerichtete Gerade G.
[0052] Dem Mehrschichtenstoffauflauf 2 ist unmittelbar der Spaltformer 3 mit zwei umlaufenden
endlosen Sieben 13, 14 nachgeordnet. Das erste Sieb 13 läuft über einen Umfangsbereich
16 einer lediglich angedeuteten und nicht maßstabsgetreu dargestellten offenen Formierwalze
15 und das zweite Sieb 14 läuft über einen Umfangsbereich 18 einer lediglich angedeuteten
und nicht maßstabsgetreu dargestellten Brustwalze 17, ehe es danach im Bereich der
offenen Formierwalze 15 auf das erste Sieb 13 unter Bildung eines keilförmigen Stoffeinlaufspalts
19, der unmittelbar die mit einer Freistrahllänge L.20 aus der Stoffauflaufdüse 6
des Mehrschichtenstoffauflaufs 2 als gemeinsamer Faserstoffsuspensionsfreistrahl 20
austretenden Faserstoffsuspensionsströme 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil) aufnimmt, aufläuft.
Anschließend bilden die beiden Siebe 13, 14 mit den zwei zwischen ihnen befindlichen
Faserstoffsuspensionen 5.1, 5.2 zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone 21.
[0053] Die aus der Stoffauflaufdüse 6 als gemeinsamer Faserstoffsuspensionsstrahl 20 austretenden
Faserstoffsuspensionsströme 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil) können unterschiedliche Strahlgeschwindigkeiten
v.5.10 (Pfeil), v.5.20 (Pfeil) aufweisen. Dabei nimmt der Unterschied in den Strahlgeschwindigkeiten
v.5.10 (Pfeil), v.5.20 (Pfeil) insbesondere einen Wert im Bereich von 10 bis 60 m/min,
vorzugsweise von 15 bis 25 m/min, an.
[0054] Der mindestens eine in der Stoffauflaufdüse 6 angeordnete Trennkeil 7 weist nun einen
Trennkeilüberstand Ü.7 in einem Bereich von 0,05 bis 3,0, vorzugsweise von 0,1 bis
2,0, insbesondere von 0,2 bis 1,5, ·die größte Einzelspaltweite s.10.1 der wenigstens
zwei Düsenräume 8.1, 8.2 auf.
[0055] An dem in der Figur 1 dargestellten Mehrschichtenstoffauflauf 2 ist an beiden Außenwänden
11.1, 11.2 der Stoffauflaufdüse 6 jeweils eine vorzugsweise einstellbare Blende 22.1,
22.2 mit einer Blendeneintauchtiefe t.22.1, t.22.2 angeordnet. Die jeweilige Blendeneintauchtiefe
t.22.1, t.22.2 in den benachbarten Faserstoffsuspensionsstrom 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil)
nimmt dabei einen Wert in einem Bereich von 1 bis 30 mm, vorzugsweise in einem Bereich
von 5 bis 15 mm, an. Die jeweilige Blendeneintauchtiefe t.22.1, t.22.2 ist hierbei
per Definition die senkrechte Eintauchtiefe der jeweiligen Blende 22.1, 22.2 in den
dazugehörigen Faserstoffsuspensionsstrom 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil). Die Verstellbarkeit
der entsprechenden Blende 22.1, 22.2 ist mittels eines jeweiligen Doppelpfeils angedeutet.
[0056] In dieser Ausführungsform weist der Trennkeil 7 nun einen Trennkeilüberstand Ü.7
in einem Bereich von 0,5 bis ≤ 3,0, vorzugsweise von 0,6 bis ≤ 2,0, insbesondere von
0,7 bis 1,5, • die größte Einzelspaltweite s.10.1 der zwei Düsenräume 8.1, 8.2 auf.
Der Trennkeilüberstand Ü.7 des Trennkeils 7 nimmt vorzugsweise einen Wert in einem
Bereich von 10 bis 25 mm an.
[0057] Ferner besteht der Trennkeil 7 aus zwei jeweils einen Trennkeilwinkel α, β aufweisenden
Trennkeilbereichen, einem stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereich 7.1 und einem stromabwärtigen
Trennkeilendbereich 7.2. Die beiden Trennkeilwinkel α, β der beiden Trennkeilbereiche
7.1, 7.2 nehmen unterschiedliche Winkelwerte an, wobei der Trennkeilanfangswinkel
α des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs 7.1 einen größeren Winkelwert als
der Trennkeilendwinkel β des stromabwärtigen Trennkeilendbereichs 7.2 annimmt. Zudem
ist zwischen wenigstens einer Trennkeiloberfläche 7.0 des Trennkeils 7 ein nicht planer
Übergangsbereich 23.0 zwischen den beiden Trennkeilbereichen 7.1, 7.2, des Trennkeils
7 vorgesehen. Auch ist sowohl der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich 7.1 des
Trennkeils 7 als auch der stromabwärtige Trennkeilendbereich 7.2 des Trennkeils 7
symmetrisch zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme 12 des Trennkeils
7 verlaufenden Geraden G ausgerichtet, so dass die Trennkeilspitze 24 des Trennkeils
7 auf der durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme 12 des Trennkeils 7 verlaufenden
Geraden G liegt.
[0058] Weiterhin weist der Trennkeilanfangswinkel α des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs
7.1 einen Winkelwert im Bereich von 8 bis 20°, vorzugsweise von 10 bis 15°, auf. Der
Trennkeilendwinkel β des stromabwärtigen Trennkeilendbereichs 7.2 weist hingegen einen
Winkelwert im Bereich von 1,5 bis 8°, vorzugsweise von 2,5 bis 4,5°, auf, so dass
er kleiner als der Trennkeilanfangswinkel α des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs
7.1 ist.
[0059] Auch weist der stromabwärtige Trennkeilendbereich 7.2 des Trennkeils 7 eine stromabwärtige
Trennkeilendlänge L.7.2 im Bereich von 10 bis 100 mm, vorzugsweise von 15 bis 75 mm,
insbesondere von 25 bis 50 mm, auf. Der jeweilige nicht plane Übergangsbereich 23.0,
23.U an der entsprechenden Trennkeiloberfläche 7.0, 7.U zwischen den beiden Trennkeilbereichen
7.1, 7.2 des Trennkeils 7 ist rund mit einem Rundungsradius R.7.0, R.7.U im Bereich
von 20 bis 1000 mm, vorzugsweise von 100 bis 500 mm, insbesondere von 150 bis 250
mm, gestaltet. Der einzelne nicht plane Übergangsbereich an der Trennkeiloberfläche
zwischen den beiden Trennkeilbereichen des Trennkeils könnte auch geometrisch eckig
gestaltet sein (vgl. Figuren 5 und 6).
[0060] Überdies weist der aus den zwei Faserstoffsuspensionsströmen 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil)
gebildete Faserstoffsuspensionsfreistrahl 20 eine Freistrahllänge L.20 im Bereich
von 100 bis 500 mm, vorzugsweise von 125 bis 400 mm, insbesondere von 150 bis 300
mm, auf. Und die lediglich angedeutete und nicht maßstabsgetreu dargestellte offene
Formierwalze 15 weist einen Durchmesser D.15 im Bereich von 1.200 bis 2.500 mm, vorzugsweise
von 1.300 bis 2.400 mm, insbesondere von 1.500 bis 2.200 mm, auf.
[0061] Die offene Formierwalze 15 weist eine offene Fläche A.15 im Bereich von 60 bis 99
%, vorzugsweise von 70 bis 98 %, insbesondere von 80 bis 96 %, der Gesamtfläche AG
der Formierwalze 15 auf. Überdies weist die offene Formierwalze 15 einen von den beiden
Sieben 13, 14 mit den zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspensionen 5.1, 5.2
gemeinsam umschlungenen Bereich B.15 mit einem Umschlingungswinkel χ im Bereich von
15 bis 260°, vorzugsweise von 30 bis 230°, insbesondere von 50 bis 180°, auf. Die
Definition und das Aussehen sowohl des umschlungenen Bereichs B.15 der Formierwalze
15 als auch des Umschlingungswinkels χ der Formierwalze 15 sind dem Fachmann wohl
bekannt.
[0062] Die Figuren 2 bis 4 zeigen schematische Längsschnittdarstellungen von Endbereichen
dreier verschiedener Ausführungsformen einer jeweiligen Stoffauflaufdüse 6 eines Mehrschichtenstoffauflaufs
2 eines erfindungsgemäßen Blattbildungssystems 1. Der jeweilige Grundaufbau dieser
Stoffauflaufdüsen 6 entspricht im Wesentlichen dem Grundaufbau der in der Figur 1
schematisch dargestellten Stoffauflaufdüse 6, so dass auch auf diese Figurenbeschreibung
verwiesen wird.
[0063] In der Figur 2 ist nun ein Mehrschichtenstoffauflauf 2 mit einer blendenfreien Stoffauflaufdüse
6 dargestellt. Der in dieser blendenfreien Stoffauflaufdüse 6 angeordnete Trennkeil
7 weist dabei einen Trennkeilüberstand Ü.7 in einem Bereich von 0,05 bis 1,0, vorzugsweise
von 0,1 bis 0,95, insbesondere von 0,2 bis 0,90, ·die größte Einzelspaltweite s.1
0.1 der zwei Düsenräume 8.1, 8.2 auf.
[0064] An den in den Figuren 3 und 4 dargestellten Mehrschichtenstoffaufläufen 2 hingegen
ist an jeweils einer Außenwand 11.1 der Stoffauflaufdüse 6 eine vorzugsweise einstellbare
Blende 22.1 mit einer Blendeneintauchtiefe t.22.1 angeordnet. Die jeweilige Blendeneintauchtiefe
t.22.1 ist hierbei per Definition die senkrechte Eintauchtiefe der jeweiligen Blende
22.1 in den dazugehörigen Faserstoffsuspensionsstrom 5.10 (Pfeil). Die Verstellbarkeit
der entsprechenden Blende 22.1 ist mittels eines jeweiligen Doppelpfeils angedeutet.
Die jeweilige Blendeneintauchtiefe t.22.1 in die benachbarte Faserstoffsuspension
5.10 (Pfeil) nimmt dabei einen Wert in einem Bereich von 1 bis 30 mm, vorzugsweise
in einem Bereich von 5 bis 15 mm, an.
[0065] Die beiden Ausführungsformen der Figuren 3 und 4 unterscheiden sich dahingehend,
dass bei der Ausführungsform der Figur 3 der Unterlippenvorstand L.11.2 der unteren
Außenwand 11.2 größer als der Trennkeilstand Ü.7 des Trennkeils 7 ist. Hingegen ist
bei der Ausführungsform der Figur 4 der Unterlippenvorstand L.11.2 der unteren Außenwand
11.2 kleiner als der Trennkeilstand Ü.7 des Trennkeils 7. Bei beiden Ausführungsformen
weist der jeweilige Trennkeil 7, wie bereits ausgeführt, wiederum einen Trennkeilstand
Ü.7 in einem Bereich von 0,5 bis ≤ 3,0, vorzugsweise von 0,6 bis ≤ 2,0, insbesondere
von 0,7 bis 1,5, • die größte Einzelspaltweite s.10.1 der wenigstens zwei Düsenräume
8.1, 8.2 auf.
[0066] Ferner können bei allen vier dargestellten Ausführungsformen des Mehrschichtenstoffauflaufs
2 die aus der Stoffauflaufdüse 6 als gemeinsamer Faserstoffsuspensionsfreistrahl 20
austretenden Faserstoffsuspensionsströme 5.10 (Pfeil), 5.20 (Pfeil) unterschiedliche
Strahlgeschwindigkeiten v.5.10 (Pfeil), v.5.20 (Pfeil) aufweisen. Dabei nimmt der
Unterschied in den Strahlgeschwindigkeiten v.5.10 (Pfeil), v.5.20 (Pfeil) insbesondere
einen Wert im Bereich von 10 bis 60 m/min, vorzugsweise von 15 bis 25 m/min, an.
[0067] Die beiden Figuren 5 und 6 zeigen schematische Seitendarstellungen zweier weiterer
Ausführungsformen von Trennkeilen 7 eines Mehrschichtenstoffauflaufs 2 eines erfindungsgemäßen
Blattbildungssystems 1.
[0068] An beiden Trennkeilen 7 ist nur an einer Trennkeiloberfläche 7.0 des Trennkeils 7
ein nicht planer Übergangsbereich 23.0 zwischen den beiden Trennkeilbereichen 7.1,
7.2 des Trennkeils 7 vorgesehen. An der anderen Trennkeiloberfläche 7.U des Trennkeils
7 ist ein planer Übergangsbereich 23.U, also keine Geometrieänderung zwischen den
beiden Trennkeilbereichen 7.1, 7.2 des Trennkeils 7 vorgesehen.
[0069] In der in der Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich
7.1 des Trennkeils 7 symmetrisch zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme
12 des Trennkeils 7 verlaufenden Geraden G ausgerichtet, wobei die Gerade G wie bereits
vorstehend definiert wurde. Da jedoch der stromabwärtige Trennkeilendbereich 7.2 des
Trennkeils 7 asymmetrisch zu der durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme 12 des
Trennkeils 7 verlaufenden Geraden G ausgerichtet ist, liegt die Trennkeilspitze 24
des Trennkeils 7 nicht auf der durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme 12 des
Trennkeils 7 verlaufenden Geraden G.
[0070] Und in der in der Figur 6 dargestellten Ausführungsform ist sowohl der stromaufwärtige
Trennkeilanfangsbereich 7.1 des Trennkeils 7 als auch der stromabwärtige Trennkeilendbereich
7.2 des Trennkeils 7 asymmetrisch zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme
12 des Trennkeils 7 verlaufenden Geraden G ausgerichtet, wobei die Gerade G wie bereits
vorstehend definiert wurde. Jedoch ist bei dieser Ausführungsform vorgesehen, dass
die Trennkeilspitze 24 des Trennkeils 7 auf der durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme
12 des Trennkeils 7 verlaufenden Geraden G liegt. Sie könnte jedoch auch daneben liegen.
[0071] In beiden Ausführungsformen der Figuren 5 und 6 weist der jeweilige Trennkeilanfangswinkel
α des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs 7.1 wiederum einen Winkelwert im Bereich
von 8 bis 20°, vorzugsweise von 10 bis 15°, auf. Der jeweilige Trennkeilendwinkel
β des stromabwärtigen Trennkeilendbereichs 7.2 weist erneut einen Winkelwert im Bereich
von 1,5 bis 8°, vorzugsweise von 2,5 bis 4,5°, auf, so dass er kleiner als der Trennkeilanfangswinkel
α des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs 7.1 ist. Und der stromabwärtige Trennkeilendbereich
7.2 des jeweiligen Trennkeils 7 weist eine stromabwärtige Trennkeilendlänge L.7.2
im Bereich von 10 bis 100 mm, vorzugsweise von 15 bis 75 mm, insbesondere von 25 bis
50 mm, auf.
[0072] Im Gegensatz zu der in der Figur 1 dargestellten Ausführungsform des Trennkeils 7
ist der jeweils in den beiden Figuren 5 und 6 dargestellte nicht plane Übergangsbereich
23.0 an der Trennkeiloberfläche 7.0 zwischen den beiden Trennkeilbereichen 7.1, 7.2
des einzelnen Trennkeils 7 geometrisch eckig gestaltet. Der Übergang verläuft in Querrichtung
des Trennkeils 7 also entlang einer Linie L. Der jeweilige nicht plane Übergangsbereich
könnte auch rund mit einem entsprechenden Rundungsradius gestaltet sein.
[0073] Der jeweils in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Mehrschichtenstoffauflauf 2 eignet
sich in besonderem Maße zur Verwendung in einer Maschine zur Herstellung einer mehrschichtigen
Faserstoffbahn 4, insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn, aus
wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen 5.1, 5.2.
[0074] Und letztlich kann wenigstens einer Faserstoffsuspension ein geregelter Zuführstrom,
insbesondere ein Verdünnungswasserstrom bei Erzeugung eines Mischstroms mit einer
Mischkonzentration zuführbar sein. Dies ermöglicht eine Regelung sowohl des Faserorientierungsquerprofils
als auch des Flächengewichtsquerprofils der mehrschichtigen Faserstoffbahn.
[0075] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein Blattbildungssystem
der eingangs genannten Art geschaffen wird, der die Erreichung sowohl einer hochwertigen
Schichtenreinheit in der Höhenrichtung als auch einer guten optischen Abdeckungsqualität
der äußeren Faserstoffsuspensionsschichten bei einer mit ihm hergestellten Faserstoffbahn
ermöglicht. Dies wird insbesondere auch bei der Herstellung einer Faserstoffbahn mit
einem Flächengewicht in einem Bereich von 20 bis 60 g/m
2 pro Faserstoffsuspensionsschicht bei einer Herstellungsgeschwindigkeit von über 900
m/min ermöglicht.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1
- Blattbildungssystem
- 2
- Mehrschichtenstoffauflauf
- 3
- Spaltformer
- 4
- Mehrschichtige Faserstoffbahn
- 5.1
- Faserstoffsuspension
- 5.10
- Faserstoffsuspensionsstrom (Pfeil)
- 5.2
- Faserstoffsuspension
- 5.20
- Faserstoffsuspensionsstrom (Pfeil)
- 6
- Stoffauflaufdüse
- 7
- Trennkeil
- 7.1
- Stromaufwärtiger Trennkeilanfangsbereich
- 7.2
- Stromabwärtiger Trennkeilendbereich
- 7.0
- Trennkeiloberfläche
- 7.U
- Trennkeiloberfläche
- 8.1
- Düsenraum
- 8.2
- Düsenraum
- 9.1
- Zuführeinrichtung
- 9.2
- Zuführeinrichtung
- 10.1
- Austrittsspalt
- 10.2
- Austrittsspalt
- 11.1
- Außenwand
- 11.2
- Außenwand
- 12
- Trennkeilaufnahme
- 13
- Erstes Sieb
- 14
- Zweites Sieb
- 15
- Formierwalze
- 16
- Umfangsbereich
- 17
- Brustwalze
- 18
- Umfangsbereich
- 19
- Stoffeinlaufspalt
- 20
- Faserstoffsuspensionsfreistrahl
- 21
- Doppelsiebzone
- 22.1
- Blende
- 22.2
- Blende
- 23.0
- Übergangsbereich
- 23.U
- Übergangsbereich
- 24
- Trennkeilspitze
- A.15
- Offene Fläche
- AG
- Gesamtfläche
- B
- Breite (Pfeil)
- B.15
- Umschlungener Bereich
- D.15
- Durchmesser
- G
- Gerade
- L
- Linie
- L.11.2
- Unterlippenvorstand
- L.20
- Freistrahllänge
- L.7.2
- Stromabwärtige Trennkeilendlänge
- R.7.O
- Rundungsradius
- R.7.U
- Rundungsradius
- S
- Mindeststeifigkeit
- s.10.1
- Spaltweite
- s.10.2
- Spaltweite
- t.22.1
- Blendeneintauchtiefe
- t.22.2
- Blendeneintauchtiefe
- Ü.7
- Trennkeilüberstand
- v.5.10
- Strahlgeschwindigkeit (Pfeil)
- v.5.20
- Strahlgeschwindigkeit (Pfeil)
- α
- Trennkeilwinkel
- β
- Trennkeilwinkel
- χ
- Umschlingungswinkel
1. Blattbildungssystem (1) für eine Maschine zur Herstellung einer mehrschichtigen Faserstoffbahn
(4), insbesondere einer mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn, aus wenigstens zwei
Faserstoffsuspensionen (5.1, 5.2), umfassend einen Mehrschichtenstoffauflauf (2) mit
einer Stoffauflaufdüse (6), die wenigstens zwei sich über die Breite (B) der Maschine
erstreckende, durch mindestens einen Trennkeil (7) voneinander getrennte, während
des Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs (2) jeweils eine Faserstoffsuspension
(5.1, 5.2) als Faserstoffsuspensionsstrom (5.10, 5.20) führende und aufeinander zulaufende
Düsenräume (8.1, 8.2) aufweist, welche stromaufwärts jeweils eine Zuführeinrichtung
(9.1, 9.2) und stromabwärts jeweils einen sich über die Breite (B) erstreckenden Austrittsspalt
(10.1, 10.2) mit einer Spaltweite (s.10.1, s.10.2) aufweisen, wobei die beiden äußeren
Düsenräume (8.1, 8.2) außenseitig jeweils eine Außenwand (11.1, 11.2) aufweisen und
wobei der Trennkeil (7) zwei während des Betriebs des Mehrschichtenstoffauflaufs (2)
von dem jeweils benachbarten Faserstoffsuspensionsstrom (5.10, 5.20) berührte Trennkeiloberflächen
(7.0, 7.U) aufweist, und einen dem Mehrschichtenstoffauflauf (2) unmittelbar nachgeordneten
Spaltformer (3) mit zwei umlaufenden endlosen Sieben (13, 14), von denen das erste
Sieb (13) über einen Umfangsbereich (16) einer Formierwalze (15) läuft und von denen
das zweite Sieb (14) über einen Umfangsbereich (18) einer Brustwalze (17) läuft und
danach im Bereich der Formierwalze (15) auf das erste Sieb (13) unter Bildung eines
keilförmigen Stoffeinlaufspalts (19), der unmittelbar die [mit einer Freistrahllänge
(L.20)] aus der Stoffauflaufdüse (6) des Mehrschichtenstoffauflaufs (2) als gemeinsamer
Faserstoffsuspensionsfreistrahl (20) austretenden Faserstoffsuspensionsströme (5.10,
5.20) aufnimmt, aufläuft und die beiden Siebe (13, 14) mit den wenigstens zwei zwischen
ihnen befindlichen Faserstoffsuspensionen (5.1, 5.2) anschließend zumindest streckenweise
eine Doppelsiebzone (21) bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine in der Stoffauflaufdüse (6) angeordnete Trennkeil (7) einen Trennkeilüberstand
(Ü.7) in einem Bereich von 0,05 bis 3,0, vorzugsweise von 0,1 bis 2,0, insbesondere
von 0,2 bis 1,5, • die größte Einzelspaltweite (s.10.1) der wenigstens zwei Düsenräume
(8.1, 8.2) aufweist, dass der Trennkeil (7) aus zwei jeweils einen Trennkeilwinkel
(α, β) aufweisenden Trennkeilbereichen (7.1, 7.2), einem stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereich
(7.1) und einem stromabwärtigen Trennkeilendbereich (7.2), besteht, dass die beiden
Trennkeilwinkel (α, β) der beiden Trennkeilbereiche (7.1, 7.2) unterschiedliche Winkelwerte
annehmen, wobei der Trennkeilanfangswinkel (α) des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs
(7.1) einen größeren Winkelwert als der Trennkeilendwinkel (β) des stromabwärtigen
Trennkeilendbereichs (7.2) annimmt, und dass zwischen wenigstens einer Trennkeiloberfläche
(7.O; 7.0, 7.U) des Trennkeils (7) ein nicht planer Übergangsbereich (23.O; 23.0,
23.U) zwischen den beiden Trennkeilbereichen (7.1, 7.2) des Trennkeils (7) vorgesehen
ist, dass der aus den wenigstens zwei Faserstoffsuspensionsströmen (5.10, 5.20) gebildete
Faserstoffsuspensionsfreistrahl (20) eine Freistrahllänge (L.20) im Bereich von 100
bis 500 mm, vorzugsweise von 125 bis 400 mm, insbesondere von 150 bis 300 mm, aufweist
und dass die offene Formierwalze (15) einen Durchmesser (D.15) im Bereich von 1.200
bis 2.500 mm, vorzugsweise von 1.300 bis 2.400 mm, insbesondere von 1.500 bis 2.200
mm, aufweist.
2. Blattbildungssystem (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine in der blendenfreien Stoffauflaufdüse (6) angeordnete Trennkeil
(7) einen Trennkeilüberstand (Ü.7) in einem Bereich von 0,05 bis 1,0, vorzugsweise
von 0,1 bis 0,95, insbesondere von 0,2 bis 0,90, • die größte Einzelspaltweite (s.10.1)
der wenigstens zwei Düsenräume (8.1, 8.2) aufweist.
3. Blattbildungssystem (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an wenigstens einer Außenwand (11.1, 11.2; 11.1) der Stoffauflaufdüse (6) eine vorzugsweise
einstellbare Blende (22.1, 22.2; 22.1) mit einer Blendeneintauchtiefe (t.22.1, t.22.2;
t.22.1) angeordnet ist und dass der mindestens eine in der Stoffauflaufdüse (6) angeordnete
Trennkeil (7) einen Trennkeilüberstand (Ü.7) in einem Bereich von 0,5 bis ≤ 3,0, vorzugsweise
von 0,6 bis ≤ 2,0, insbesondere von 0,7 bis 1,5, ·die größte Einzelspaltweite (s.10.1)
der wenigstens zwei Düsenräume (8.1, 8.2) aufweist.
4. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an beiden Trennkeiloberflächen (7.0, 7.U) des Trennkeils (7) jeweils ein nicht planer
Übergangsbereich (23.0, 23.U) zwischen den beiden Trennkeilbereichen (7.1, 7.2) des
Trennkeils (7) vorgesehen ist.
5. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich (7.1) des Trennkeils (7) symmetrisch
zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme (12) verlaufenden Geraden (G)
ausgerichtet ist.
6. Blattbildungssystem (1) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich (7.1) des Trennkeils (7) als auch
der stromabwärtige Trennkeilendbereich (7.2) des Trennkeils (7) symmetrisch zu einer
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme (12) des Trennkeils (7) verlaufenden Geraden
(G) ausgerichtet ist, so dass die Trennkeilspitze (24) des Trennkeils (7) auf der
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme (12) des Trennkeils (7) verlaufenden Geraden
(G) liegt.
7. Blattbildungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Trennkeiloberfläche (7.0) des Trennkeils (7) ein nicht planer Übergangsbereich
(23.0) zwischen den beiden Trennkeilbereichen (7.1, 7.2) des Trennkeils (7) vorgesehen
ist und dass an der anderen Trennkeiloberfläche (7.U) des Trennkeils (7) ein planer
Übergangsbereich (23.U) zwischen den beiden Trennkeilbereichen (7.1, 7.2) des Trennkeils
(7) vorgesehen ist.
8. Blattbildungssystem (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich (7.1) des Trennkeils (7) symmetrisch
zu einer durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme (12) des Trennkeils (7) verlaufenden
Geraden (G) ausgerichtet ist.
9. Blattbildungssystem (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl der stromaufwärtige Trennkeilanfangsbereich (7.1) des Trennkeils (7) als auch
der stromabwärtige Trennkeilendbereich (7.2) des Trennkeils (7) asymmetrisch zu einer
durch die stromaufwärtige Trennkeilaufnahme (12) des Trennkeils (7) verlaufenden Geraden
(G) ausgerichtet ist.
10. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trennkeilanfangswinkel (α) des stromaufwärtigen Trennkeilanfangsbereichs (7.1)
des Trennkeils (7) einen Winkelwert im Bereich von 8 bis 20°, vorzugsweise von 10
bis 15°, aufweist und dass der Trennkeilendwinkel (αβ) des stromabwärtigen Trennkeilendbereichs
(7.2) des Trennkeils (7) einen Winkelwert im Bereich von 1,5 bis 8°, vorzugsweise
von 2,5 bis 4,5°, aufweist.
11. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der stromabwärtige Trennkeilendbereich (7.2) des Trennkeils (7) eine stromabwärtige
Trennkeilendlänge (L.7.2) im Bereich von 10 bis 100 mm, vorzugsweise von 15 bis 75
mm, insbesondere von 25 bis 50 mm, aufweist.
12. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der stromabwärtige Trennkeilendbereich (7.2) des Trennkeils (7) über den Austrittsspalt
(10.1, 10.2) der Stoffauflaufdüse (6) hinausragt, vorzugsweise in einem Bereich von
10 bis 25 mm.
13. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die offene Formierwalze (15) eine offene Fläche (A.15) im Bereich von 60 bis 99 %,
vorzugsweise von 70 bis 98 %, insbesondere von 80 bis 96 %, der Gesamtfläche (AG)
der Formierwalze (15) aufweist.
14. Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die offene Formierwalze (15) einen von den beiden Sieben (13, 14) mit den wenigstens
zwei zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspensionen (5.1, 5.2) gemeinsam umschlungenen
Bereich (B.15) mit einem Umschlingungswinkel (χ) im Bereich von 15 bis 260°, vorzugsweise
von 30 bis 230°, insbesondere von 50 bis 180°, aufweist.
15. Maschine zur Herstellung einer mehrschichtigen Faserstoffbahn (4), insbesondere einer
mehrschichtigen Papier- oder Kartonbahn, aus wenigstens zwei Faserstoffsuspensionen
(5.1, 5.2),
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zumindest ein Blattbildungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
umfasst.