[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbaubohle gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie
ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 15.
[0002] Bei der Herstellung eines über die Arbeitsbreite durchgehenden Fahrbahnbelags wird
die Arbeitsbreite durch aus- und einschieben der Ausziehbohlen an der Grundbohle variiert.
Eine Änderung des jeweils die Belagdicke beeinflussenden Angriffswinkels der schwimmend
geschleppten Einbaubohle (z.B. gemäß
US 4 379 653 A oder
DE-C-2709435) relativ zum Planum erfordert ein Anpassen der Höhenposition der Hinterkante des
jeweiligen Ausziehbohlen-Glättbleches relativ zur Hinterkante des Grundbohlen-Glättbleches.
Dies wird mittels der Verstelleinrichtungen ausgeführt. Eine in Querrichtung variierende
Belagdicke wird durch unterschiedliche Höhenpositionen der Schlepppunkte der Zugholme
der Einbaubohle am Straßenfertiger eingestellt, wobei die Grundbohle zwangsweise tordiert
wird. Trotz der Torsion muss die gleichmäßige Aus- und Einschiebbarkeit der Ausziehbohlen
zur Veränderung der Arbeitsbreite erhalten bleiben. Zusätzlich wirken auch die Verschiebbarkeit
beeinträchtigende Einbau-Kräfte auf jede Ausziehbohle von einem am äußeren Ende der
Ausziehbohle angeordneten, das Einbaugut beaufschlagenden Seitenschild oder/und einem
Bohlenverlängerungsteil. Unter anderem in Nordamerika werden häufig Fahrbahnbeläge
mit einer Fahrbahn und zumindest einer seitlichen hängenden Schulter (slope) eingebaut,
wobei ein Ausziehbohlen-Glättblech quer zur Einbau-Fahrtrichtung geneigt ist. Dabei
ist es wichtig, bei Änderungen der Arbeitsbreite den Übergang zwischen der Fahrbahn
und der hängenden Schulter in Querrichtung relativ zur Grundbohle ortsfest zu halten.
[0003] US4379653 zeigt den nächstliegenden Stand der Technik. Dieses Dokument beschreibt eine Einbaubohle
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Bei der aus
US 4 379 653 A bekannten Einbaubohle sind in einer Ausführungsform (Fig. 1 bis 16) die Verstelleinrichtungen
für die Höhenlage des Ausziehbohlen-Glättbleches und die Querneigungs-Verstelleinrichtung
funktionell zusammengefasst und zwischen der als Zweirohr-Rahmen ausgebildeten Ausziehführungsstruktur
und einer Frontwand der Grundbohle angeordnet. In der gattungsgemäßen Ausführungsform
der Fig. 17 bis 24 sind hingegen die Verstelleinrichtungen zum Verstellen der Höhenlage
des Ausziehbohlen-Glättbleches relativ zur Grundbohle und die Querneigungs-Verstelleinrichtung
funktionell und baulich getrennt. Die Querneigungs-Verstelleinrichtung ist zwischen
einem an der Hinterseite der Frontwand
[0005] der Grundbohle angeordneten Montierbügel und der Frontwand angeordnet. An dem Montierbügel
ist die der Frontseite der Frontwand der Grundbohle zugeordnete Ausziehführungsstruktur
in Form eines Zweirohr-Führungsrahmens verankert, die mittels der am Montierbügel
abgestützten Scherenhebel-Verstelleinrichtungen relativ zum Montierbügel höhenverstellbar
ist. Der Rahmen der Ausziehbohle ist an der Ausziehführungsstruktur fest montiert.
Sämtliche Gewichtskräfte der Ausziehbohle und auch der Schleppwiderstand des Einbaumaterials
werden, da die Ausziehführungsstruktur relativ zur Frontwand der Grundbohle beweglich
angeordnet ist, nur über den Montierbügel an die Grundbohle weitergegeben. Die Ausziehbohle
stützt sich entgegen der Fahrtrichtung in zwei Kreisringflächen an der Frontseite
der Frontwand der Grundbohle ab.
[0006] Bei der aus
DE-C-2709435 bekannten Einbaubohle werden die beiden Verstelleinrichtungen in der Ausziehbohle
sowohl zur Höheneinstellung als auch zum Einstellen der Querneigung des Ausziehbohlen-Glättbleches
verwendet. Querneigungs-Verstellungen werden für besondere Dachprofile des Fahrbahnbelags
vorgenommen, wobei die Verstelleinrichtungen in Form von Spindeln oder Hydrozylindern
auch in Abhängigkeit vom Angriffswinkel der Grundbohle fernbetätigbar sind Um bei
Torsion der Grundbohle und/oder unter den wirkenden Einbau-Kräften ein verklemmungsfreies
Verändern der Arbeitsbreite zu gewährleisten, sind die Mehrpunktabstützungen der beiden
Ausziehbohlen statisch bestimmte Dreipunktabstützungen der Ausziehführungsstrukturen,
die sich beim Verschieben nicht verklemmen.
[0007] Bei der aus
DE-U-9211854 bekannten Einbaubohle werden entsprechend dem jeweiligen Angriffswinkel der Einbaubohle
relativ zum Planum die Glättbleche der Ausziehbohlen automatisch relativ zur Grundbohle
auf die jeweils erforderliche Höhenlage eingestellt, damit in dem fertigen Fahrbahnbelag
keine Längsstufen entstehen. Dies erfolgt mittels eines Regelprozesses Die Einbaubohle
enthält eine Dreipunktabstützung der Ausziehführungsstruktur an Innen- und Außenwangen
jeder Ausziehbohle, um trotz einwirkender Kräfte die Arbeitsbreite ohne Verklemmen
der Ausziehbohlen ändern zu können.
[0008] Die aus
CH-B-488863 bekannte Einbaubohle mit mindestens einer Ausziehbohle an der Grundbohle ist unter
anderem zum Einbauen von Fahrbahnbelägen mit einer seitlichen, hängenden Schulter
konzipiert. Die Ausziehbohle wird an der grundbohlenfesten Führung entweder um eine
in Arbeitsfahrtrichtung liegende, zum Planum in etwa parallele Schwenkachse verschwenkt,
oder es wird die Führung zusammen mit der Ausziehbohle um die Schwenkachse an der
Grundbohle verstellt. Im ersten Fall ändert sich bei einer Änderung der Arbeitsbreite
die Querposition des Übergangs zwischen der Fahrbahn und der hängenden Schulter. Dies
ist ein schwerwiegender Nachteil. Im zweiten Fall bleibt dieser Übergang in Bezug
auf die Grundbohle ortsfest. Jedoch sind zur Schwenkverstellung der Führung an der
Grundbohle komplizierte Strukturen erforderlich.
[0009] Die aus
US-A-5568992 bekannte Einbaubohle mit an der Hinterseite der Grundbohle an grundbohlenfesten Führungen
über die Ausziehführungsstrukturen montierten Ausziehbohlen dient auch zur Herstellung
eines Fahrbahnbelages mit zumindest einer hängenden seitlichen Schulter. Mit den Verstelleinrichtungen
jeder Ausziehbohle werden sowohl die Ausziehbohlen-Glättblech-Höhenposition als auch
die Querneigung verstellt. Zur Höhenanpassung werden beide Verstelleinrichtungen synchron
und gleichweit verstellt. Zur Einstellung eines Querneigungswinkels des Ausziehbohlen-Glättbleches
werden die beiden Verstelleinrichtungen unterschiedlich weit verstellt. Ein Regelsystem,
dem verschiedene relevante Informationen, z.B. von Sensoren, übermittelt werden, regelt
automatisch die gleichzeitige Betätigung der beiden Verstelleinrichtungen derart,
dass bei einer Änderung der Arbeitsbreite die vertikale Position der Ausziehbohle
unter Ansprechen auf den Angriffswinkel der Hauptbohle so geändert wird, dass eine
bestimmte Ausrichtung zwischen der Grundbohle und der Ausziehbohle eingehalten wird,
sodass z.B. der Übergang der zwischen der Fahrbahn und der hängenden Schulter in Bezug
auf die Grundbohle ortsfest bleibt.
[0010] Aus
WO-A-2004/081287 ist eine Einbaubohle bekannt, bei der jede Ausziehführungsstruktur auf zwei parallelen
Führungsrohren in vier Abstützpunkten bewegbar ist. Die Vierpunktabstützung neigt
beim Ändern der Arbeitsbreite sowohl bei Torsion der Grundbohle als auch bei hohen
Reaktionskräften vom Einbaumaterial zum Verklemmen
[0011] Die aus
US-A-2007/0258769 bekannte Einbaubohle mit Ausziehbohlen an der Frontseite der Grundbohle weist für
jede Ausziehbohle zwei Verstelleinrichtungen auf, die nicht nur Höhenanpassungen des
Ausziehbohlen-Glättbleches vornehmen, sondern auch einen Querneigungswinkel einstellen
lassen. Jede Ausziehbohle ist teleskopartig in zwei Abschnitte unterteilt. Die Führungen
werden zum Querneigen des Ausziehbohlen-Glättbleches relativ zur Grundbohle verstellt.
[0012] Weiterer Stand der Technik ist enthalten in
US-A-5924819.
[0013] Da Einbaubohlen mit Ausziehbohlen für die Transportfahrt eine bestimmte Transportbreite
entsprechend der Breite der Grundbohle nicht überschreiten sollen, und angestrebt
wird, als maximale Arbeitsbreite annähernd die doppelte Breite der Grundbohle einstellen
zu können, ist bei der aus
EP-B-1031660 bekannten Einbaubohle jede Ausziehbohle um etwa die halbe Breite der Grundbohle ausschiebbar.
Hierfür ist eine grundbohlenfeste Führungsabstützung für die Ausziehbohle von einer
Grundbohlenhälfte über die Mitte der Grundbohle in die andere Grundbohlenhälfte gesetzt,
sodass ein mit der Ausziehbohle verbundener Führungskörper bei voll eingeschobener
Ausziehbohle über die Mitte der Grundbohle in die andere Grundbohlenhälfte gebracht
werden kann. Daraus resultiert nicht nur eine maximale Arbeitsbreite entsprechend
annähernd der doppelten Breite der Grundbohle, sondern wird auch die maximal ausgeschobene
Ausziehbohle stabil abgestützt. Die Mehrpunktabstützung der Ausziehführungsstrukturen
ist eine Dreipunkt-Abstützung, die sich beim Verschieben der Ausziehbohle bei Torsion
der Grundbohle und/oder hohen Reaktionskräften vom Einbaumaterial nicht verklemmt.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine strukturell einfach und robuste Einbaubohle
zum Einbauen auch eines eine hängende Schulter aufweisenden Fahrbahnbelags sowie ein
mit dieser Einbaubohle ausführbares Verfahren anzugeben, wobei bei Änderung der Arbeitsbreite
der Übergang zwischen der hängenden Schulter und der Fahrbahn einfach relativ zur
Grundbohle ortsfest gehalten werden kann, und speziell beim Formen der Schulter hohe
Einbaukräfte weder die Verschiebung der Ausziehbohlen noch die Fahrbahnqualität beeinflussen
[0015] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und den Verfahrensmerkmalen
des Patentanspruchs 15 gelöst.
[0016] Da in der Einbaubohle die beiden Verstelleinrichtungen ausschließlich zur Höhenanpassung
des Ausziehbohlen-Glättbleches eingesetzt werden, und der Winkel der Querneigung des
Ausziehbohlen-Glättbleches baulich davon getrennt um das Schwenkgelenk relativ zum
Rahmen oder am Rahmen eingestellt wird, lassen sich einfache und funktionssichere
Verstelleinrichtungen und Antriebs- und Steuersysteme hierfür verwenden Die separate
Querneigungs-Einstelleinrichtung ist ebenfalls einfach und stabil. Die Steuerung zur
Betätigung der Verstelleinrichtungen und/oder der Querneigungs-Einstelleinrichtung
ist einfach, da diese Einrichtungen jeweils für sich betätigt werden. Speziell die
Verstelleinrichtungen lassen sich relativ schnell betätigen, um bei einer Änderung
der Arbeitsbreite die Position des Übergang zwischen der Fahrbahn und der hängenden
Schulter in Bezug auf die Grundbohle relativ genau ortsfest zu halten. Da die Verstelleinrichtungen
nur Höheneinstellungen vornehmen, und die Querneigungs-Einstelleinrichtung nur die
Querneigung festlegt, lassen sich die jeweiligen Verstellvorgänge einfacher koordinieren.
Da die Verstelleinrichtungen zwischen der Ausziehführungsstruktur und der dem Ausziehbohlen-Glättblech
zugewandten Querneigungs-Verstelleinrichtung angeordnet sind, wird die Ausziehführungsstruktur
in einer in Bezug auf die Grundbohle fixierten Schieberichtung verfahren. Da sie dabei
in der Mehrpunktabstützung stabil abgestützt wird, neigt die Ausziehführungsstruktur
nicht zum Verklemmen. Sämtliche Gewichtskräfte und auch der Schleppwiderstand des
Einbaumaterials werden über die Ausziehführungsstruktur an die Grundbohle übertragen,
wobei die Querneigungs-Verstelleinrichtung zumindest zum Teil von solchen Kräften
freigestellt ist. Die Querneigungs-Verstelleinrichtung wirkt funktionell unabhängig
von der Übertragung der Kräfte an die Grundbohle nur zwischen den Verstelleinrichtungen
und dem Ausziehbohlen-Glättblech bzw. dem das Ausziehbohlen-Glättblech tragenden Rahmen.
[0017] Da verfahrensgemäß der Querneigungswinkel des Ausziehbohlen-Glättblechs unabhängig
von den Verstelleinrichtungen eingestellt wird, brauchen für eine Höheneinstelloperation
die Verstelleinrichtungen der Ausziehbohle nicht individuell betätigt zu werden, was
zum Ortsfesthalten des Übergangs eine einfache Steuerung und ggf. nur einen gemeinsamen
Antrieb der Verstelleinrichtungen ermöglicht.
[0018] Da bei einer Ausführungsform vom Einbaugut am Rahmen wirkende Einbaukräfte am Ausziehbohlen-Glättblech
vorbei direkt über die Verstelleinrichtungen und ggf. vorgesehene Vertikalführungen
in die Ausziehführungsstruktur übertragen werden, welche Einbaukräfte bei Formen einer
Schulter relativ hoch sein können, bleibt das relativ zum Rahmen querneigbare Ausziehbohlen-Glättblech
frei von solchen Kräften, und wird im Bereich der hängenden Schulter gute Oberflächenqualität
erzeugt. Die Abstützung und Neigungsverstellung des Ausziehbohlen-Glättblechs im Rahmen
erfordern nur einfache, verschleißarm operierende Strukturen.
[0019] Zweckmäßig weist die Querneigungs-Verstelleinrichtung das Schwenkgelenk entweder
am Rahmen oder am Zwischenrahmen und als Antrieb zumindest einen Aktuator auf, der
von dem Schwenkgelenk in Verschieberichtung beabstandet ist. Zur Einstellung des Querneigungswinkels
reichen für die definierte Schwenkbewegung moderate Kräfte aus. Eine gewählte Winkeleinstellung
wird beim Einbauen zuverlässig gehalten. Die Verstelleinrichtungen werden stets gleichweit
betätigt und widerstehen somit Einbaukräften besser, und können zum Halten der Querposition
des Übergangs einer Verschiebung der Ausziehbohle schnell genug folgen. Die Verstelleinrichtungen
greifen am Rahmen an, wenn das Ausziehbohlen-Glättblech relativ zum Rahmen geneigt
wird, oder an dem Zwischenrahmen, wenn der Rahmen relativ zum Zwischenrahmen geneigt
wird.
[0020] Zweckmäßig ist das Ausziehbohlen-Glättblech eine ebene Platte mit einer an einer
Längsseite hochstehenden Schürze. Um das Ausziehbohlen-Glättblech möglichst von Kräften
des Einbauguts beim Einbauen zu entlasten, ist zweckmäßig am Rahmen an der in Arbeitsfahrtrichtung
vorderen Seite eine Vorderwand montiert, die von oben über die dahinter angeordnete
Schürze des Ausziehbohlen-Glättbleches nach unten greift und einen Teil der Einbaugut-Kräfte
dort direkt in den Rahmen einleitet. Die Vorderwand verhindert auch, dass hoch aufgestautes
Einbaugut über die Schürze fließt.
[0021] Auf dem relativ zum Rahmen neigbaren Ausziehbohlen-Glättblech ist, vorzugsweise abnehmbar,
ein Tragrahmen angebracht, der Teile des Schwenkgelenks und zumindest eine Kopplung
für den Aktuator aufweist, wobei der Rahmen, vorzugsweise, umgekehrt U-förmigen Querschnitt
mit einer offenen, vom Glättblech verschlossenen Unterseite sowie weitere Teile des
Schwenkgelenks und eine Abstützung für den Aktuator aufweist. Das Ausziehbohlen-Glättblech
ist nämlich ein Verschleißteil, der so einfach ausgewechselt werden kann. Das Ausziehbohlen-Glättblech
wird vom Tragrahmen versteift und mit dem Tragrahmen von unten in den Rahmen eingepasst.
[0022] Die Schwenkachse kann von wenigstens einem in die aufeinander ausgerichteten Teile
des Schwenkgelenks einsetzbaren Zapfen definiert werden. Der Zapfen stützt das Ausziehbohlen-Glättblech
stabil und breit am Rahmen oder den Rahmen am Zwischenrahmen ab.
[0023] Zweckmäßig ist am außenliegenden Ende des Rahmens eine Montierplatte für einen Seitenschild
oder einen Bohlenverlängerungsteil für noch größere Arbeitsbreiten angebracht. Vom
Bohlenverlängerungsteil oder Seitenschild auf den Rahmen einwirkende Kräfte aus dem
Schleppwiderstand des Einbauguts umgehen das Ausziehbohlen-Glättblech.
[0024] Bei Ausführungsform mit an der Hinterseite oder an der Frontseite der Grundbohle
montierten Ausziehbohlen ist die Querposition des Schwenkgelenks beliebig wählbar,
wobei der Aktuator in Schieberichtung großen Abstand vom Schwenkgelenk haben sollte.
Da die frontseitig angeordnete Ausziehbohle in Einbaufahrtrichtung vor der Grundbohle
arbeitet, ist dort die Gefahr eines Einbaugutstaus ohnedies nicht gegeben. Bei hinterseitig
montierten Ausziehbohlen sind, vorzugsweise, jeweils der Aktuator in einem zur Mitte
der Grundbohle weisenden Endbereich und das Schwenkgelenk in dem von der Mitte der
Grundbohle abgewandten Endbereich des Rahmens angeordnet. Das Ausziehbohlen-Glättblech
wird dann am zur Grundbohle weisenden Ende um die möglichst weit außen platzierte
Schwenkachse geschwenkt. So entsteht kein dreieckiger Totraum vor der Ausziehbohle,
in welchem sich Einbaugut stauen könnte.
[0025] Der Aktuator der Quemeigungs-Vorstelleinrichtung ist zumindest ein in etwa vertikal
orientierter Hydrozylinder oder ein hydraulisch oder elektrisch angetriebener Spindelantrieb,
der z.B. mit Selbsthemmung oder hydraulischer Blockierung den eingestellten Querneigungswinkel
hält. Um mit moderater Antriebskraft eine feinfühlige Einstellung vornehmen zu können,
kann der Aktuator, vorzugsweise, mit einem Winkelgetriebe oder Schneckengetriebe kombiniert
sein, das eine Drehbewegung des Aktuators in die Stellbewegung wandelt. Zweckmäßig
werden aus Stabilitätsgründen sogar zwei in Arbeitsfahrtrichtung beabstandete Aktuatoren
vorgesehen.
[0026] Da zumindest die vom außenliegenden Ende des Rahmens vom Einbaugut eingebrachten
Einbaukräfte beträchtlich sein können, speziell bei angebauten Bohlenverlängerungsteilen,
ist es zweckmäßig, den Verstelleinrichtungen Vertikalführungen zuzuordnen. Zwischen
den Vertikalführungen und dem Rahmen können Universalgelenke vorgesehen sein. Wenn
der Rahmen für die Einstellung der Quemeigung des Ausziehbohlen-Glättblechs nicht
geneigt wird, können die Vertikalführungen auch starr mit dem Rahmen verbunden werden.
Allerdings können Universalgelenke zweckmäßig sein, wenn der Rahmen quergeneigt wird,
oder wenn er gekippt wird, um den Angriffswinkel der Ausziehbohle individuell einzustellen.
[0027] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform mit relativ zum Rahmen quemeigbarem Ausziehbohlen-Glättblech
steigen die Unterseite des Rahmens und die Oberseite der Schürze des Ausziehbohlen-Glättblechs
in Verschieberichtung zur Mitte der Grundbohle schräg an, wobei, vorzugsweise, die
Schräge der Unterseite des Rahmens einen maximalen Quemeigungswinkel von etwa 10 %
begrenzen kann. Ist das Ausziehbohlen-Glättblech mit dem maximalen Querneigungswinkel
geneigt, kommt es auf Anschlag, um stabil abgestützt zu sein.
[0028] Da auch beim Einbauen einer hängenden Schulter durch unterschiedliche Höheneinstellungen
der Schlepppunkte der Zugholme der Einbaubohle die Grundbohle tordiert wird, und hohe
Einbaukräfte wirken, ist es zweckmäßig, die Mehrpunktabstützung als bei Torsion der
Grundbohle klemmkraftfrei operierende Dreipunktabstützung auszubilden. Die Ausziehführungsstruktur
hat an einer außenliegenden Wange außerhalb der Grundbohle an einem aus einem Rohrteleskop
der in der Grundbohle fixierten Führung ausschiebbaren Teleskoprohr einen ersten Abstützpunkt.
An einer innenliegenden Wange hat die Ausziehführungsstruktur innerhalb der Grundbohle
auf dem Rohrteleskop einen verschiebbaren zweiten Abstützpunkt. Weiterhin ist an der
Ausziehführungsstruktur an der Hinterseite eine in Schieberichtung verlaufende Führungsschiene
befestigt, die in einer an der Grundbohle fixierten Drehmomentstütze in beiden Drehrichtungen
um die Achse der Führung abgestützt verschiebbar ist, sodass der Führungskontakt zwischen
der Drehmomentstütze und der Führungsschiene einen dritten Abstützpunkt definiert.
Diese Dreipunktabstützung operiert bei Torsion der Grundbohle klemmkraftfrei, sodass
die Arbeitsbreite so schnell wie erforderlich, und sehr gleichförmig änderbar ist.
Allerdings bedingt diese Art der Dreipunktabstützung, dass jede Ausziehbohle nur über
einen Hub ausschiebbar ist, nicht ganz der halben Breite der Grundbohle entspricht,
sodass die maximale Arbeitsbreite nicht ganz der doppelten Breite der Grundbohle entspricht,
was auch die Breite der hängenden Schulter begrenzt.
[0029] Um auch beim Einbauen einer hängenden Schulter eine Arbeitsbreite annähernd entsprechend
der doppelten Breite der Grundbohle mit den Ausziehbohlen und somit eine optimale
Breite der hängenden Schulter einstellen zu können, ist bei einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform die Mehrpunktabstützung,ebenfalls eine bei einer Torsion der Grundbohle
klemmkraftfrei operierende Dreipunktabstützung der Ausziehführungsstruktur. In diesem
Fall hat die Ausziehführungsstruktur an einer außenliegenden Wange außerhalb der Grundbohle
an einem aus einen Rohrteleskop der an der Grundbohle fixierten Führung ausschiebbaren
Teleskoprohr den ersten Abstützpunkt. Auf einem weiteren, in der Grundbohle parallel
zur Führung fixierten Führungsrohr hat eine innenliegende Wange der Ausziehführungsstruktur
in einem Führungskörper einen verschiebbaren zweiten Abstützpunkt. Ferner definiert
eine an der Hinterseite der Ausziehführungsstruktur fixierte, in Ausschieberichtung
verlaufende Führungsschiene in einer an der Grundbohle hinterseitig befestigten Drehmomentstütze
einen dritten Abstützpunkt. Das Führungsrohr ist am inneren Ende in der Grundbohle
in einer von der Seite der Ausziehbohle über die Mitte der Grundbohle hinweg zur anderen
Seite versetzen Fixierung derart festgelegt, dass der den zweiten Abstützpunkt definierende
Führungskörper bei maximal eingeschobener Ausziehbohle auf dem Führungsrohr über die
Mitte hinweg etwa bei der Fixierung positioniert wird. Dies resultiert in einem Ausfahrhub
der Ausziehbohle entsprechend der Hälfte der Breite der Grundbohle, so dass mit den
beiden Ausziehbohlen eine Arbeitsbreite einstellbar ist, die annähernd die doppelte
der Breite der Grundbohle beträgt. Selbst bei Torsion der Grundbohle und unter den
vom Einbaugut von außen einwirkenden Kräften ist somit eine schnelle Änderung der
Arbeitsbreite möglich, um z.B. im Zusammenspiel mit den Verstelleinrichtungen den
Übergang in die Schulter ortsfest zu halten. Aufgrund der Platzierung der das Führungsrohr
festlegenden Fixierung in der jeweils anderen Seite der Grundbohle ist es zweckmäßig,
zumindest die Führungsrohre quer zur Verschieberichtung relativ zueinander zu versetzen,
damit sich die Fixierungen nicht gegenseitig behindern.
[0030] Eine weitere Ausführungsform der Einbaubohle, die eine weitgehend automatische oder
zumindest halbautomatische und/oder vom Fertigerführer oder Einbaupersonal ausgeführte
oder veranlasste Fernbetätigung von Einstelloperationen erlaubt, weist einen Quemeigungsmesser
für die Quemeigung des Ausziehbohlen-Glättblechs und/oder eine Höhenmessvorrichtung
für die relative Höhe zwischen dem Ausziehbohlen-Glättblech und dem Grundbohlen-Glättblech
und/oder einen Wegmesser in oder beim Aktuator der Quemeigungs-Einstellvorrichtung
auf, der bzw. die signalübertragend mit einer übergeordneten Steuervorrichtung verbunden
sind. Anhand Informationen über die Istzustände lässt sich die Ausziehbohle zügig
so einstellen, dass unabhängig von Änderungen der Arbeitsbreite beim Einbauen einer
Fahrbahndecke mit einer hängenden Schulter der Übergang zwischen der Fahrbahn und
der hängenden Schulter in Bezug auf die Grundbohle ortsfest gehalten oder zumindest
relativ rasch zur gewünschten Position zurückgestellt wird.
[0031] Bei der Ausführungsform der Einbaubohle, in der der Rahmen zusammen mit den Ausziehbohlen-Glättblech
relativ zum Zwischenrahmen quergeneigt wird, ist es zweckmäßig, die Verstelleinrichtungen
am Zwischenrahmen in Verschieberichtung der Ausziehbohle zwischen dem Schwenkgelenk
und dem Aktuator der Quemeigungs-Einstelleinrichtung anzuordnen. Daraus resultiert
eine optimal große Abstützlänge des Rahmens am Zwischenrahmen. Da ein angebautes Bohlenverlängerungsteil
ebenfalls quergeneigt wird, lässt sich eine breitere Schulter einbauen.
[0032] Um den Übergang zwischen der Fahrbahn und der hängenden Schulter in Bezug auf die
Grundbohle ortsfest zu halten, wenn die Arbeitsbreite geändert wird, sind fernbetätigbare
Verstelleinrichtungen obligatorisch, damit die Höheneinstellung während der Verschiebung
der Ausziehbohle erfolgen kann. Jede Verstelleinrichtung kann wenigstens eine Schraubspindelvorrichtung
oder Hydrozylinder und einen Antrieb aufweisen. Zweckmäßig wird den beiden Verstelleinrichtungen
der Ausziehbohle sogar ein gemeinsamer fernsteuerbarer Antrieb zugeordnet. Ein gemeinsamer
Antrieb ist strukturell einfach und sichert die synchrone Verstellung beider Verstelleinrichtungen
jeweils über den gleichen Hub. Der Antrieb kann ein hydraulischer oder sogar elektrischer
Antrieb sein. Zweckmäßig sind zwischen dem Antrieb oder dem gemeinsamen Antrieb und
der jeweiligen Schraubspindelvorrichtung ein Kettentrieb oder Kettentriebe oder Getriebezüge
vorgesehen. Der gemeinsame Antrieb könnte auch nur an einer Schraubspindelvorrichtung
angreifen, die dann über einen Kettentrieb mit der anderen Schraubspindelvorrichtung
zur synchronen Verstellung gekoppelt ist. Um bei schnellen Höheneinstellungen auftretende
Belastungen gleichmäßig verteilen zu können, ist es zweckmäßig, in jeder Schraubspindelvorrichtung
einer Verstelleinrichtung ein Schraubspindelpaar vorzusehen, und die Schraubspindeln
des Paares synchron anzutreiben. Die jeweilige Vertikalführung ist zweckmäßig zwischen
den beiden Schraubspindeln des Paares angeordnet, wobei die beiden Schraubspindeln
in Arbeitsfahrtrichtung hintereinander stehen.
[0033] Verfahrensgemäß ist es ferner vorteilhaft, wenn eine beim Einbau erforderliche Änderung
des Querneigungswinkels des Ausziehbohlen-Glättblechs ausschließlich durch Betätigung
der Querneigungs-Verstelleinrichtung im Rahmen ausgeführt wird, und gleichzeitig die
Verstelleinrichtungen betätigt werden, um die Position des Übergangs relativ zum Grundbohlen-Glättblech
ortsfest zu halten. Es kann hierbei eine Steuerungs- oder Regelungsroutine eingesetzt
werden, bei der die Höhen-Verstellgeschwindigkeit der Verstelleinrichtungen als Führungsgröße
mit der Verschiebegeschwindigkeit Ausziehbohle korreliert wird. Dies kann bedeuten,
dass z. B. die Verschiebegeschwindigkeit entsprechend dem Quemeigungswinkel auf die
Höhen-Verstellgeschwindigkeit abgestimmt wird.
[0034] Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
- Fig. 1
- ist eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers mit einer ge- schleppten,
schwimmenden Einbaubohle beim Einbauen eines Fahrbahnbe- lags,
- Fig. 2
- ist eine Hinteransicht einer ersten Ausführungsform der Einbauhohle, wobei im Wesentlichen
nur eine Hälfte einer Grundbohle und eine voll ausgescho- bene Ausziehbohle gezeigt
sind,
- Fig. 3
- ist eine perspektivische Schrägansicht von links hinten oben, der Einbaubohle gemäß
Fig. 2,
- Fig. 4
- ist eine perspektivische Schrägansicht von links hinten oben, der Einbaubohle von
Fig. 2 mit voll eingeschobener Ausziehbohle,
- Fig. 5
- ist eine Perspektivansicht eines Rahmens einer Ausziehbohle,
- Fig. 6
- ist eine Perspektivansicht eines Ausziehbohlen-Glättblechs,
- Fig. 7
- ist eine Draufsicht auf das außenliegende Ende des Rahmens mit daran mon- tiertem
Ausziehbohlen-Glättblech, und
- Fig. 8
- ist eine Perspektivansicht einer zweiten Ausführungsform der Einbaubohle.
[0035] Fig. 1 zeigt schematisch einen Straßenfertiger RF, der eine Einbaubohle E auf einem
Planum P schwimmend schleppt, um aus vorgelegtem Einbaugut V einen Fahrbahnbelag 43,
z. B. bestehend aus einer ebenen Fahrbahn 45 und einer seitlichen hängenden Schulter
44, in einer Arbeitsfahrtrichtung R einzubauen. Die Einbaubohle E weist eine Grundbohle
G mit einem unter einem Angriffswinkel a relativ zum Planum P angestellten, unterseitigen
Grundbohlen-Glättblech 1, und je eine grundbohlenfeste Führung F für zumindest eine
senkrecht zur Zeichnungsebene verschiebbare Ausziehbohle A mit einem unterseitigen
Ausziehbohlen-Glättblech 2 auf. Die Einbaubohle E ist mit an der Grundbohle G bei
8 angeschlossenen Zugholmen 9 an Schlepppunkte 5 des Straßenfertigers RF gekoppelt,
wobei die Schlepppunkte 5 individuell oder gemeinsam jeweils in Richtung eines Doppelpfeils
6 auf- und abverstellbar sind, um den Angriffswinkel a zu ändern oder für beide Seiten
der Einbaubohle E unterschiedlich einzustellen. Gezeigt sind zwei im Wesentlichen
symmetrische Ausziehbohlen A an der Hinterseite der Grundbohle G. Bei einer nicht
gezeigten Alternative könnte auch nur eine Ausziehbohle A vorgesehen sein, oder könnte
jede Ausziehbohle an der Frontseite der Grundbohle G angeordnet sein.
[0036] Zwischen einer Ausziehführungsstruktur A1 an der grundbohlenfesten Führung F und
dem Ausziehbohlen-Glättblech 2 sind in jeder Ausziehbohle A (Fig. 2) zumindest zwei
in Verschieberichtung Z beabstandete Verstelleinrichtungen 3 in etwa vertikal angeordnet.
Ferner ist zwischen den Verstelleinrichtungen 3 und dem Ausziehbohlen-Glättblech 2
eine separate Quemeigungs-Einstellvorrichtung Q vorgesehen, um für die hängende Schulter
44, wie gezeigt, das Ausziehbohlen-Glättblech 2 um eine beispielsweise zum Planum
P parallele und in Arbeitsfahrtrichtung R liegende Schwenkachse X zu neigen. Die Verstelleinrichtungen
3 dienen dazu, den zur Grundbohle G weisenden, hinteren unteren Endpunkt der Endkante
des Ausziehbohlen-Glättblechs 2, abhängig von der Größe des Angriffswinkels α auf
die Höhenposition der Fahrbahn 45 einzustellen. Die Quemeigungs-Einstelleinrichtung
Q dient dazu, die Neigung der hängenden Schulter 44 relativ zur Fahrbahn 45 bzw. einen
Querneigungswinkel 39' des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 einzustellen, derart, dass
der außenliegende Endpunkt der unteren Endkante des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 eine
tiefere Höhenposition in einer Ebene 4 entsprechend dem äußeren Rand der hängenden
Schulter 44 einnimmt. Ein Übergang 19' zwischen der Fahrbahn 45 und der hängenden
Schulter 44 wird in dem Fahrbahnbelag 43 durch den gedachten Schnittpunkt 19 (in einer
Ansicht der Einbaubohle E von hinten, beispielsweise gemäß Fig. 2) zwischen dem Ausziehbohlen-Glättblech
2 und dem Grundbohlen-Glättblech 1 definiert. Dieser Schnittpunkt 19 sollte bei einer
an der Hinterseite der Grundbohle G montieren Ausziehbohle A (Fig. 1) am äußersten
Endpunkt der Hinterkante des Grundbohlen-Glättblechs 1 liegen und ist bei Änderung
der Arbeitsbreite in Bezug auf die Grundbohle ortsfest zu halten, damit sich die Breite
der Fahrbahn 45 nicht unzulässig ändert, sondern die Breite der Schulter 44.
[0037] Beim Einbauen des Fahrbahnbelags 43 wird der Einbaubohle E von dem Straßenfertiger
RF in Fig. 1 Einbaugut V, z. B. bituminöses Einbaugut oder Betoneinbaugut, auf dem
Planum P vorgelegt, mittels einer nicht gezeigten Querverteileinrichtung ausgebreitet,
und durch die auf dem Einbaugut V schwimmende Einbaubohle E geebnet und verdichtet.
Gegebenenfalls können zusätzliche Tamper, Vibratoren und/oder Presseinrichtungen in
oder bei den Glättblechen 1, 2 den Fahrbahnbelag 43 ebnen und verdichten. Die von
der Grundbohle G eingebaute Fahrbahn 45 ist in Querrichtung eben, oder hat ein Dachprofil.
Wenn die Schlepppunkte 5 auf unterschiedliche Höhenpositionen eingestellt sind, (in
Querrichtung variierende Schichtdicke), wird über die fest angeschlossenen Zugholme
9 die Grundbohle G in sich tordiert, so dass der Angriffswinkel a in Querrichtung
variiert.
[0038] Die Grundbohle G kann gemäß Fig. 2-4 erste und zweite Grundbohlenteile G1, G2 aufweisen,
die in der Mitte M der Grundbohle G in einem Gelenk 7 so verbunden sind, dass über
eine nicht gezeigte Verstelleinrichtung die Grundbohlenteile G1, G2 zueinander parallel
sind (ebene Fahrbahn 45) oder relativ zueinander abknicken (Fahrbahn mit Dachprofil).
Jedes Grundbohlenteil G1, G2 hat einen kastenartigen Aufbau mit inneren und äußeren
Wangen 15, 16 und einem Anschluss 8 für einen Zugholm 9.
[0039] Die Ausziehbohle A ist an der grundbohlenfesten Führung F über die Ausziehführungsstruktur
A1 mittels beispielsweise eines Antriebs 14 (Hydraulikzylinder) parallel zur Grundbohle
G verschiebbar (Verschieberichtung Z in Fig. 2). Zwischen der Ausziehführungsstruktur
A1 und der Grundbohle G ist eine Mehrpunktabstützung K vorgesehen. In Fig. 2 ist dies
eine auch bei Torsion der Grundbohle G oder unter Einbaukräften vom Einbaugut V klemmkraftfrei
verschiebbare Dreipunktabstützung. Die Führung F umfasst in der Ausführungsform der
Fig. 2 bis 4 drei parallele Führungseinrichtungen F1, F2, F3, die in einer Seitenansicht
der Einbaubohle E zueinander versetzt sind und ein beim Einbauen beispielsweise aus
dem Schleppwiderstand des Einbaugut V an der Ausziehbohle A resultierendes Drehmoment
in die Grundbohle G übertragen.
[0040] Die erste Führungseinrichtung F1 (Fig. 2, Fig. 3) umfasst z. B. ein zwischen den
Wangen 15, 16 des Grundbohlenteils G1 fixiertes Rohrteleskop mit einem Außenrohr 26,
einem ausschiebbaren Zwischenrohr 27 und einem innersten Teleskoprohr 28. Das Teleskoprohr
28 ist an einer äußeren Wange 29 der gehäuseartig ausgebildeten Ausziehführungsstruktur
A1 fixiert (erster Abstützpunkt P1).
[0041] Die zweite Führungseinrichtung F2 umfasst eine parallel zum Rohrteleskop in der Grundbohlenhälfte
G1 zwischen den Wangen 15, 16 fixierte Führungsstange oder ein Führungsrohr 12'. Das
in den Fig. 2 und 3 rechte Ende des Führungsrohres 12' ist in einer Fixierung 13 gehalten,
die mit der Wange 15 verbunden ist, sich jedoch von der Wange 15 und von der einen
Seite der Grundbohle G, d. h., vom Grundbohlenteil G1, über die Mitte M hinweg in
den anderen Grundbohlenteil G2 erstreckt. Auf dem Führungsrohr 12' ist ein Führungskörper
17 verschiebbar, der an einer inneren Wange 18 der Ausziehführungsstruktur A1 befestigt
ist und einen zweiten verschiebbaren Abstützpunkt P2 definiert. Die Ausziehbohle A
(deren in Schieberichtung gesehene Breite annähernd der Breite des Grundbohlenteils
G1 entspricht) soll über einen Hub verschoben werden können, der annähernd der Breite
des Grundbohlenteils G1 entspricht. Dies ist hier möglich, weil der Führungskörper
17 (zweiter Abstützpunkt P2) bei voll eingeschobener Ausziehbohle A über die Mitte
M hinweg bis in eine Position 17R bei der Fixierung 13 gebracht wird, wobei dann die
innere Wange 18 der Ausziehführungsstruktur A1 die in Fig. 2 gestrichelte Position
18R einnimmt. Aus dieser Position 17R wird der Führungskörper 17 über mindestens die
Breite des Grundbohlenteils G1 bis etwa in Anlage an die äußere Wange 16 (Fig. 2)
des Grundbohlenteils G1 verschoben. Daraus resultieren selbst in voll ausgeschobener
Position (Fig. 2) eine stabile Abstützung der Ausziehbohle A im Grundbohlenteil G1,
in voll eingeschobener Position eine minimale Arbeits- oder Transport-Breite entsprechend
der Grundbohlenbreite, und bei zwei Ausziehbohlen A eine maximale Arbeitsbreite annähernd
gleich der zweifachen Grundbohlenbreite, und, wegen der Dreipunktabstützung (P1, P2,
P3) eine klemmkraftfreie Verschiebbarkeit.
[0042] Die dritte Führungseinrichtung F3 umfasst in den Fig. 2 und 3 eine an der Hinterseite
der Ausziehführungsstruktur A1 montierte, in Verschieberichtung Z verlaufende Führungsschiene
10 und eine an der außenliegenden Wange 16 des Grundbohlenteils G1 montierte Drehmomentstütze
11 für die Führungsschiene 10, die dort beispielsweise zwischen Rollen oder Gleitsteinen
eingreift. Der Führungskontakt zwischen der Drehmomentstütze 11 und der Führungsschiene
10 definiert einen dritten Abstützpunkt P3.
[0043] Bei zwei hier an der Hinterseite der Grundbohle angeordneten Ausziehbohlen sind die
Ausziehführungsstrukturen A1 und die Führungen F1, F2, F3 gleich ausgebildet, letztere
jedoch in einer Seitenansicht der Einbaubohle entsprechend zueinander versetzt, damit
beim Einschieben der Ausziehbohlen A keine gegenseitigen Behinderungen auftreten.
[0044] Der wichtige Vorteil der Dreipunktabstützung der Ausziehführungsstruktur A1 besteht
darin, dass bei Torsion der Grundbohle G und auch unter auf die Ausziehbohle A vom
Einbaugut V ausgeübten Drehmomenten keine Verklemmungskräfte entstehen, so dass der
Verstellantrieb 14, dessen Zylinderrohr 12 vom Grundbohlenteil G1 über die Mitte M
bis in den anderen Grundbohlenteil G2 reicht, die Arbeitsbreite rasch und ohne sprunghafte
Bewegung oder Blockierung ändern kann.
[0045] In Fig. 2 ist auch eine andere Dreipunktabstützung angedeutet. In diesem Fall wird
der gestrichelt gezeigte Führungskörper 17' an der inneren Wange 18 der Ausziehführungsstruktur
A1 im Inneren des Grundbohlenteils G1 zwischen den Wangen 15, 16 direkt auf dem Rohrteleskop
bzw. dessen Teleskopbasis 26 geführt, so dass der zweite verschiebbare Abstützpunkt
P2 koaxial ist mit dem ersten Abstützpunkt P1. Der dritte Abstützpunkt P3 der Ausziehführungsstruktur
A1 ist wiederum in der Drehmomentstütze 11 an der Wange 16 des Grundbohlenteils G1
durch den Führungskontakt mit der Führungsschiene 10 definiert. Allerdings ist der
Verschiebehub des Führungskörpers 17' und damit der Ausziehbohle A in diesem Fall
durch den Abstand zwischen den Wangen 15, 16 des Grundbohlenteils G1 begrenzt, und
somit kürzer als die halbe Grundbohlenbreite.
[0046] In jedem Fall ist der Führungskörper 17, 17' so mit der inneren Wange 18 verbunden,
dass er durch einen Ausschnitt in der äußeren Wange 16 des Grundbohlenteils G1 greift,
und die Ausziehführungsstruktur A1 durch diesen Ausschnitt in den Grundbohlenteil
G1 einfahrbar ist, bis die außenliegende Wange 29 außen an der außenliegenden Wange
16 anliegt.
[0047] Die zwei pro Ausziehbohle A vorgesehenen Verstelleinrichtungen 3 umfassen z. B. zwei
in Verschieberichtung Z beabstandete Schraubspindelvorrichtungen 30, 31 (Fig. 2),
deren jede auch eine z. B. einer an der Oberseite eines oberen Wirkendpunkts 40 zugängliche
mechanische Betätigungseinrichtung 26 aufweisen kann, aber nicht muss. Der obere Wirkendpunkt
40 ist z. B. eine an der Unterseite der Ausziehführungsstruktur A1 montierte Stützkonsole.
Ein unterer Wirkendpunkt jeder Verstelleinrichtung 3 wird durch eine Konsole 35 definiert,
die auf einer im wesentlichen horizontal angeordneten Oberseite 24 eines unteren Rahmens
A2 montiert ist. Der Rahmen A2 ist mit der Ausziehführungsstruktur A1 über die Schraubspindetvorrichtungen
30, 31 verbunden, und zusätzlich über in Fig. 2 und 3 angedeutete Vertikalführungen
33 höhenbeweglich abgestützt. Hierbei umfasst jede Schraubspindelvorrichtung 30, 31
zwei Schraubspindeln 32, zwischen denen die jeweilige Vertikalführung 33 angeordnet
ist, die mit der Ausziehführungsstruktur A1 oben und dem Rahmen A2 unten jeweils entweder
fest oder über Universalgelenke verbunden und teleskopartig verstellbar ist. Anstelle
der Schraubspindelvorrichtungen 30, 31 könnten auch Hydraulikzylinder (nicht gezeigt)
verwendet werden.
[0048] In den Fig. 2 und 3 sind die Schraubspindeln 32 jeder Schraubspindelvorrichtung 30,
31 beispielsweise mit Kettenrädern versehen, die über eine Endloskette 34 zur synchronen
Bewegung gekoppelt sind. Es ist, vorzugsweise, für beide Schraubspindelvorrichtungen
30, 31 ein gemeinsamer Antrieb 20 an der Ausziehführungsstruktur A1 angeordnet, beispielsweise
ein Elektromotor oder ein Hydraulikmotor, der über Endlosketten 36 (Getriebezug) beide
Schraubspindelvorrichtungen 30, 31 synchron und jeweils über gleich Hübe verstellt.
Alternativ könnte für jede Schraubspindel 32 oder für jede Schraubspindelvorrichtung
30, 31 ein separater Antrieb 20 vorgesehen sein, z.B. ein Hydromotor oder ein Elektro-Getriebemotor.
[0049] Die Quemeigungs-Einstelleinrichtung Q ist im Rahmen A2 angeordnet und umfasst einen
fernbetätigbaren Aktuator 22 (beispielsweise einen Hydromotor, Hydrozylinder oder
einen Elektromotor), der, z. B. (in Fig. 2 schematisch angedeutet) mit zumindest einem
Widerlager 47 an dem Ausziehbohlen-Glättblech 2 verbunden ist. Der Aktuator 22 treibt
beispielsweise über ein Winkelgetriebe oder Schneckengetriebe 37 wenigstens eine vertikale
Schraubspindel 23. Es könnten alternativ mehrere in Fahrtrichtung R beabstandete Aktuatoren
22 oder Schraubspindeln 23 vorgesehen sein. Der Aktuator 22 könnte auch ein Hydrozylinder
sein, der über eine Lenkereinrichtung oder in vertikaler Anordnung direkt mit dem
oder den Widerlagern 47 gekoppelt ist.
[0050] Mittels des Aktuators 22 lässt sich das Ausziehbohlen-Glättblech 2 um eine Schwenkachse
X eines Schwenkgelenks 21 im Rahmen A2 verschwenken, um den Querneigungswinkel 39'
einzustellen. Die Schwenkachse X liegt bei der gezeigten Ausführungsform, bei der
die Ausziehbohle A an der Hinterseite der Grundbohle G montiert ist, z.B. beim äußeren
Endbereich (Endplatte 46 in Fig. 4) des Rahmens A2, während der Aktuator 22 in der
Nähe des gegenüberliegenden Endbereichs des Rahmens A2 montiert ist. Die Schwenkachse
X ist im wesentlichen parallel zum Ausziehbohlen-Glättblech 2 und parallel zur Arbeitsfahrtrichtung
R. Das Schwenkgelenk 21 könnte alternativ an einer anderen Stelle zwischen den Enden
des Rahmens A2 platziert sein.
[0051] Am äußeren Ende des Rahmens A2 kann an einer Endplatte 46 ein vorgelegtes Einbaugut
V seitlich begrenzender Seitenschild 48 montiert sein, oder ein Bohlenverlängerungsteil
49, um z.B. mit noch größerer Arbeitsbreite einzubauen. Der Schleppwiderstand des
Einbauguts V übt auf den Rahmen A2 Kräfte aus, besonders über den Seitenschild 48
und/oder den Bohlenverlängerungsteil 49. Diese Kräfte werden unter Umgehung des Ausziehbohlen-Glättblechs
2 auf einem Kraftübertragungsweg im Rahmen A2 über die Vertikalführungen 33 und die
Verstelleinrichtungen 3 in die Ausziehführungsstruktur A1 eingeleitet.
[0052] Der Rahmen A2 der Ausziehbohle A in den Fig. 5, 6, 7 hat umgekehrt U-förmigen Querschnitt
mit offener Unterseite 57 und trägt auf der Oberseite 24 die Konsolen 35. Dort sind
auch eine Öffnung 54 und ein Lager 54 für den Aktuator 22, 23 platziert. Hinter der
Endplatte 46 sind Lageraugen 56 als ein Teil des Schwenkgelenks 21 im Rahmen A2 angeordnet,
in denen, z. B. durch eine Öffnung 55, zumindest ein die Schwenkachse X definierender
Zapfen (nicht gezeigt) montierbar ist.
[0053] Das plattenförmige Ausziehbohlen-Glättblech 2 hat eine vorneliegende, hochgebogene
Schürze 38' und trägt einen (aufgeschweißten und/oder verschraubten) wannenförmigen
Tragrahmen 59, an dem Lageraugen 58 als weiterer Teil des Schwenkgelenks 21 angebracht
sind, wie auch das Widerlager 47 für den Aktuator 22. Die Schürze 38' hat einen oberen
Rand 52, der zunächst parallel zum Glättblech 2 verläuft und dann schräg aufsteigt.
Am Rahmen A2 ist an Auslegern 50 eine Vorderwand 51 montiert, die mit einem schrägen
unteren Rand 53 vor der Schürze 38' (in Arbeitsfahrtrichtung R) nach unten greift,
und Kräfte aus dem Einbaugut V aufnimmt.
[0054] Bei einer nicht gezeigten Alternative der Einbaubohle (front mount version) könnte
jede Ausziehbohle A an der Frontseite der Grundbohle G mittels einer grundbohlenfesten
Führung F und einer Ausziehführungsstruktur A1 analog zu den Fig. 2 bis 4 montiert
sein. Hier bei könnte die Schwenkachse X bzw. das Schwenkgelenk 21 beim inneren Endbereich
des Hilfsrahmens A2 oder zwischen dessen Endbereichen platziert sein. Der Aktuator
22 wird dann z.B. in der Nähe des äußeren Endbereichs positioniert.
[0055] In Fig. 4 nimmt die Höhe des Rahmens A2 z. B. entsprechend des maximalen Schrägstellungswinkels
39, 39' des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 graduell ab, dessen hintere untere Endkante
in Fig. 3 bei maximaler Quemeigung mit 2E, bei geradliniger Ausrichtung mit dem Grundbohlen-Glättblech
1 bzw. dessen hinterer unterer Endkante 1 E mit 2E' (für eine ebene Fahrbahndecke
45) angedeutet ist.
[0056] Fig. 2 zeigt den Übergang 19' zwischen der Fahrbahn 45 und der hängenden Schulter
44. Die Querposition des Übergangs 19' wird durch den gedachten Schnittpunkt 19 zwischen
der hinteren unteren Endkante 2E des quer geneigten Ausziehbohlen-Glättblechs 2 und
der hinteren unteren Endkante 1 E des Grundbohlen-Glättblechs 1 definiert. Der Schnittpunkt
19 bzw. Übergang 19' soll bei Änderungen der Arbeitsbreite der Einbaubohle E in Bezug
auf die Grundbohle G ortsfest gehalten werden, damit die Breite der Fahrbahn 45 nicht
unterwünscht variiert. Dies wird mit einer Betätigung der Verstelleinrichtungen 3
ohne Betätigung der Quemeigungs-Einstelleinrichtung Q bewirkt.
[0057] Es kann in der Einbaubohle E oder der Ausziehbohle A (Fig. 2) ein Quemeigungsmesser
42 (beispielsweise ein Winkelsensor, z. B. im Hilfsrahmen A2) und/oder ein Höhenmesser
(nicht gezeigt) zum Detektieren der relativen Höhe zwischen der hinteren unteren Endkante
2E des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 und der hinteren unteren Endkante 1 E des Grundbohlen-Glättblechs
1, und/oder ein Wegmesser an oder in dem Aktuator 22 vorgesehen sein, der mit einer
übergeordneten Steuervorrichtung C signalübertragend verbunden ist, und dieser Informationen
beispielsweise zur Quemeigung liefert. An die Steuervorrichtung C könnte ferner ein
Winkelsensor 48 zum Übermitteln von Informationen zum Angriffswinkel a der Einbaubohle
E angeschlossen sein, und ein Wegmesser, z. B. des Verstellantriebs 14, für die Verschiebebewegung
bzw. Schiebeposition der Ausziehbohle A relativ zur Grundbohle G. Die Steuervorrichtung
C kann ihrerseits befehlsgebend verbunden sein mit den Verstelleinrichtungen 3 und
ggf. auch der Quemeigungs-Einstelleinrichtung Q, um in einem automatischen oder halbautomatischen
Ablauf bei Änderungen der Einbaukonditionen (z. B. bei einer Variation der Arbeitsbreite)
die Verstelleinrichtungen 3 so synchron zu betätigen, dass der Schnittpunkt 19 in
Bezug auf die Grundbohle G ortsfest bleibt.
[0058] Bei der Ausführungsform der Einbaubohle E in den Fig. 2 bis 4 mit an der Hinterseite
der Grundbohle G montierten Ausziehbohlen A soll der Schnittpunkt 19 stets am äußeren
unteren Ende der Hinterkante des Grundbohlen-Glättblechs 2 bleiben. Bei an der Frontseite
der Grundbohle G angeordneten Ausziehbohlen A könnte der Schnittpunkt 19 jedoch auch
gen genüber dem äußersten Endpunkt der hinteren Unterkante des Grundbohlen-Glättblechs
1 weiter einwärts positioniert sein und dann bei Änderungen der Einbau-Arbeitsbreite
dort durch entsprechende Betätigung der Verstelleinrichtungen 3 ortsfest gehalten
werden.
[0059] Wird in Fig. 1 der Angriffswinkel α verkleinert, dann würde die Ausziehbohle A und
damit der innere Endpunkt der Unterkante des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 von der sich
nach vorne drehenden Grundbohle G relativ zur hinteren unteren Endkante des Grundbohlen-Glättblechs
1 angehoben, sodass im Fahrbahnbelag 43 eine längs verlaufende Stufe entstünde. Deshalb
wird bei einer Verkleinerung des Angriffswinkels α über die Verstelleinrichtungen
3 der Rahmen A2 abgesenkt, bis die hintere untere Endkante des Auszieh-Bohlen-Glättblechs
2 in die Höhenposition der Endkante des Grundbohlen-Glättblechs 1 kommt. Umgekehrt
wird bei einer Vergrößerung des Angriffswinkels α der Rahmen A durch die Verstelleinrichtungen
3 entsprechend angehoben. Wird die Ausziehbohle A in Fig. 2 weiter nach rechts verschoben
als gezeigt, wird bei einem Querneigungswinkel 39' > 0° gleichzeitig der Rahmen A2
mittels der Verstelleinrichtungen 3 soweit angehoben, dass der Schnittpunkt 19 ortsfest
bleibt. In der voll eingeschobenen Position der Ausziehbohle A in Fig. 4 ist der Rahmen
A2 mittels der Verstelleinrichtungen 3 soweit angehoben, dass bei quer geneigtem Ausziehbohlen-Glättblech
2 der Schnittpunkt 19 am linken Ende des Grundbohlen-Glättblechs 1 liegt.
[0060] Bei Einbauen eines Fahrbahnbelags 43 mit einer hängenden Schulter 44 muss bei einer
Änderung der Arbeitsbreite einer Verlagerung des Schnittpunkts 19 relativ zur Grundbohle
G möglichst rasch entgegengewirkt werden. Im zugeordneten Straßenfertiger RF (oder
einem nicht gezeigten Außensteuerstand an der Einbaubohle E) ist beispielsweise zur
Betätigung der Steuervorrichtung C eine Betätigungsvorrichtung mit Schaltern oder
Druckknöpfen zur Steuerung jeder Ausziehbohle A vorgesehen. Diese Knöpfe oder Schalter
können vom Maschinenführer oder vom Arbeitspersonal einzeln bedient werden. Der Schalter
oder Knopf zum Ansteuern des Aktuators 22 könnte wahlweise gesperrt sein. Bei Freigabe
seiner Funktion wird die Ansteuerung der Verstelleinrichtungen 3 mit der des Knopfes
zum Verschieben verknüpft, derart, dass bei einer Betätigung des Knopfes oder Schalters
für das Verschieben der Ausziehbohle A die erforderliche Höhenverstellung selbsttätig
ausgeführt wird. Bei gegebener Geschwindigkeit der Verstellungseinrichtungen 3 sollte
dann zweckmäßig die Geschwindigkeit der Ausschiebebewegung der Ausziehbohle A so mit
der Geschwindigkeit der Höhenverstellung korreliert werden, dass der Schnittpunkt
19 ortsfest bleibt. In anderen Worten kann die jeweilige Querposition des Schnittpunktes
19 für Regeloperationen in der Steuervorrichtung C festgelegt sein. Für diese Regeloperationen
eignen sich auch weitere, nicht erläuterte Vorgangsweisen, z. B. auch eine voll automatische.
[0061] In Fig. 4 ist die Ausziehbohle A in voll eingeschobener Position. Die äußere Wange
29 der Ausziehbohle A liegt von außen in etwa an der äußeren Wange 16 des Grundbohlenteils
G1 an. Der in Fig. 4 nicht gezeigte Führungskörper 17 ist in die Fixierung 13 eingefahren
(Position 18R, 17R). Die Drehmomentstütze 11 greift am anderen Ende der Führungsschiene
10 an. Das Grundbohlen-Glättblech 1 liegt in Arbeitsfahrtrichtung R vor dem Ausziehbohlen-Glättblech
2, das am inneren Ende angehoben ist. Der Rahmen A2 ist mittels der Verstelleinrichtungen
3 soweit nach oben verstellt, dass das in Fig. 4 linke Ende der hinteren unteren Kante
2E des Ausziehbohlen-Glättblechs 2 auf der Höhe der hinteren Endkante 1 E des Grundbohlen-Glättblechs
1 liegt, oder sogar höher. Das Rohrteleskop ist voll eingeschoben. Dies könnte auch
eine Position für die Transportfahrt des Straßenfertigers RF mit angehobener Einbaubohle
E sein, die dann eine Transportbreite nur entsprechend der Breite der Grundbohle G
hat.
[0062] Die in Fig. 8 gezeigte, weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einbaubohle
E unterscheidet sich von der Ausführungsform der Fig. 2 bis 7 hauptsächlich dadurch,
dass zum Einstellen des Querneigungswinkels 39' des Ausziehbohlen-Glättbleches 2 zum
Formen einer Schulter 44 nicht das Ausziehbohlen-Glättblech 2 relativ zum Rahmen A2
im Schwenkgelenk 21 verschwenkt wird, sondern das Ausziehbohlen-Glättblech 2, vorzugsweise
austauschbar, fest am Rahmen A2 montiert ist, und der Rahmen A2 zusammen mit dem Ausziehbohlen-Glättblech
2 im Schwenkgelenk 21 mittels der Aktuatoren 22 geschwenkt wird. Die Verstelleinrichtungen
3, 30, 31 der Ausziehbohle A greifen gemeinsam an einem Zwischenrahmen 61 an, an dem
das Schwenkgelenk 21 für den Rahmen A2 angeordnet ist, und an dem auch die mit dem
Rahmen A2 verbundenen Aktuatoren 22 angreifen. Das Schwenkgelenk 21 und die Aktuatoren
22 sind nahe den Endbereichen, d.h. der außenliegenden und innenliegenden Enden des
Rahmens A2 so angeordnet, dass die Verstelleinrichtungen 3, 31, 30 dazwischen positioniert
sind.
[0063] In Fig. 8 sind beide Ausziehbohlen A maximal ausgeschoben, wobei die in Fig. 8 linke
Ausziehbohle zum Formen der Schulter 44 so eingestellt ist, dass das Ausziehbohlen-Glättblech
2 vom außenliegenden Ende in Richtung zur Mitte M der Grundbohle mit dem Quemeigungswinkel
39' schräg ansteigt, und die Querposition des Übergangs 19, 19' zwischen der Schulter
44 und der Fahrbahn 43 beim außenliegenden Ende des Grundbohlen-Glättbleches 1 liegt.
[0064] Für die Verstelleinrichtungen 3, 30, 31 jeder Ausziehbohle ist jeweils ein gemeinsamer
Antrieb 20 an der Ausziehführungsstruktur A1 montiert, der über Kettentriebe oder
Getriebezüge 36 mit den Schraubspindeln der Verstelleinrichtungen 3, 30, 31 treibend
verbunden ist.
[0065] Der weitere Aufbau der Einbaubohle E in Fig. 8 entspricht dem der anderen Ausführungsform
der Einbaubohle der Fig. 2 bis 7. Die Mehrpunktabstützung K für die jeweilige Ausziehführungsstruktur
A1 ist eine Dreipunktabstützung mit den ersten, zweiten und dritten Abstützpunkten
P1, P2 und P3. Der erste Abstützpunkt P1 befindet sich in der außenliegenden Wange
der Aüsziehführungsstruktur A1 und dort, wo das Teleskoprohr 28 in der außenliegenden
Wange 29 befestigt ist. Der zweite Abstützpunkt P2 befindet sich in dem Führungsteil
17, der an der innenliegenden Wange 18 der Ausziehführungsstruktur A1 befestigt und
auf der Führungsstange oder dem Führungsrohr 12' verschiebbar geführt ist. Die Führungsstange
12' ist am außenliegenden Ende in der außenliegenden Wange 16 des Grundbohlenteils
G1 festgelegt und erstreckt sich mit seinem innenliegenden Ende über die Mitte M der
Grundbohle G hinaus in den anderen Grundbohlenteil G2 zu der dort platzierten Fixierung
13, die mit der innenliegenden Wange 15 des Grundbohlenteils G1 verbunden ist, so
dass der Führungsteil 17 aus der außenliegenden Position an der Innenseite der außenliegenden
Wange 16 des Grundbohlenteils G1 maximal bis etwa in Anlage an die Fixierung 13 verschiebbar
ist, und der Hubweg der Ausziehbohle A in etwa der Hälfte der Breite der Grundbohle
G entspricht. Der dritte Abstützpunkt P3 wird durch die an der außenliegenden Wange
der Grundbohle G montierte Drehmomentstütze 11 und die an der Hinterseite der Ausziehführungsstruktur
A1 montierte Führungsschiene 10 durch den Eingriff zwischen der Führungsschiene 10
und der Drehmomentstütze 11 definiert. Die ersten und zweiten Abstützpunkte P1, P2
folgen der Verschiebebewegung der Ausziehbohle A, während der dritte Abstützpunkt
P3 in Bezug auf die Grundbohle G ortsfest bleibt. Das Führungsrohr 12' ist in Arbeitsfahrtrichtung
R gegenüber dem Rohrteleskop mit dem Teleskopgrundrohr 26 zwischen den inneren und
äußeren Wangen 16, 15 des Grundbohlenteils G1, dem Zwischenteleskoprohr 27 und dem
Teleskoprohr 28 versetzt. Die Führungsrohre 12' in den beiden Grundbohlenteilen G1,
G2 sind ebenfalls in Arbeitsfahrtrichtung R relativ zueinander versetzt, wie auch
die Antriebe 14, 12, d.h. die Hydraulikzylinder, die sich durch entsprechende Ausschnitte
in den außenliegenden Wangen 16 erstrecken und in der Ausziehführungsstruktur A1 angreifen.
[0066] Am außenliegenden Ende jedes Rahmens A2 ist die Montageplatte 46 vorgesehen, an der
in Fig. 8 der Seitenschild 48 montiert ist, der beim Einbauen verhindert; dass das
Einbaugut seitlich über die eingestellte Arbeitsbreite hinausfließt. Anstelle des
Seitenschildes 48 kann an der Montageplatte 46 ein nicht gezeigter Bohlenverlängerungsteil
montiert werden, der dann ebenfalls analog einen Seitenschild 48 trägt.
[0067] Die Grundbohlenteile G1, G2 können aus der in Fig. 8 gezeigten, fluchtenden Positionierung
um das Gelenk 7 relativ zueinander abgeknickt werden, um in der Fahrbahn 43 ein Dachprofil
zu formen. Hierfür kann eine Vorrichtung 62 der Grundbohle G vorgesehen sein. Ferner
ist bei dieser Ausführungsform eine Vorrichtung 63 zwischen der Grundbohle G und jedem
Anschluss 8 eines in Fig. 8 nicht gezeigten Zugholms vorgesehen, um den Angriffswinkel
der Einbaubohle relativ zum Zugholm bzw. Anschluss 8 variieren zu können, ohne die
Schlepppunkte 5 am Straßenfertiger RF zu verstellen.
[0068] Die Ausführungsform in Fig. 8 könnte mit einer statisch bestimmten Dreipunktabstützung
der Ausziehführungsstruktur A1 versehen sein, wie anhand der vorhergehenden Ausführungsform
erläutert, bei der dann ein in Fig. 8 nicht gezeigter Führungskörper anstelle des
Führungskörpers 17 an der innenliegenden Wange 18 der Ausziehführungsstruktur A1 auf
dem Teleskopgrundrohr 26 des Rohrteleskops verschiebbar geführt wird. In diesem Fall
wären die ersten und zweiten Abstützpunkte P1, P2 in der Achse des Rohrteleskops angeordnet.
Allerdings wäre dann der Ausfahrhub der Ausziehbohle A etwas kürzer als bei der in
Fig. 8 gezeigten Dreipunktabstützung.
[0069] Die Querposition des Übergangs 19, 19' wird in Bezug auf die Grundbohle G dadurch
bei Änderung der Arbeitsbreite ortsfest gehalten, dass die Verstelleinrichtungen 3,
30, 31 in Abstimmung auf die Verschiebebewegung (Antrieb 14, 12) verstellt werden,
und zwar beim Einschieben der Ausziehbohle A durch Anheben des Hilfsrahmens 61, und
beim Ausschieben der Ausziehbohle A durch Absenken des Hilfsrahmens 61.
1. Einbaubohle (E) für Straßenfertiger (RF), mit
einer Grundbohle (G) und zur Änderung der Arbeitsbreite frontseitig oder hinterseitig
jeweils mit einer Ausziehführungsstruktur (A1) an einer an der Grundbohle (G) fixierten
Führung (F) mit Führungseinrichtungen (F1, F2, F3) abgestützten Ausziehbohlen (A),
die mittels Antrieben (14, 12) in einer Verschieberichtung (Z) parallel und relativ
zur Grundbohle (G) verschiebbar sind,
an der Grundbohle (G) und den Ausziehbohlen (A) unten angeordneten Glättblechen (1,
2), an der Grundbohle (G) angeordneten Anschlüssen (8) für Zugholme (9) zum schwimmen-den
Schleppen der Einbaubohle (E) mit einem Angriffswinkel (α) der Glättbleche (1, 2)
relativ zu einem Planum (P),
einer zwischen der Ausziehführungsstruktur (A1) und der Grundbohle (G) an den Führungseinrichtungen
(F1, F2, F3) vorgesehenen Mehrpunktabstützung (K),
einem das Ausziehbohlen-Glättblech (2) aufweisenden Rahmen (A2) in der Ausziehbohle
(A), und
mindestens zwei in Verschieberichtung (Z) der jeweiligen Ausziehbohle (A) beabstandeten,
über wenigstens einen Antrieb (20) betätigbaren, in etwa vertikalen, an der Ausziehführungsstruktur
(A1) angreifenden Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) zumindest zum Verstellen der Höhenlage
des Rahmens (A2) relativ zur Grundbohle (G),
wobei eine von den Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) baulich getrennte Querneigungs-Verstelleinrichtung
(Q) mit wenigstens einem Antrieb vorgesehen ist, mit der an der Ausziehbohle (A) um
ein Schwenkgelenk (21) mit einer zumindest in etwa senkrecht zur Verschieberichtung
(Z) und parallel zum Ausziehbohlen-Glättblech (2) orientierten Schwenkachse (X) am
Rahmen (A2) oder am Ausziehbohlen-Glättblech (2) relativ zur Grundbohle (G) ein Schulter-Neigungswinkel
(39') einstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) zwischen der Ausziehführungsstruktur (A1) und
dem Rahmen (A2) der Ausziehbohle (A) vorgesehen sind, und dass die Querneigungs-Verstelleinrichtung
(Q) entweder zwischen den Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) und dem das Ausziehbohlen-Glättblech
(2) fixiert aufweisenden Rahmen (A2) oder zwischen dem das Ausziehbohlen-Glättblech
(2) querneigbar aufweisenden Rahmen (A2) und dem Ausziehbohlen-Glättblech (2) angeordnet
ist, und dass der Antrieb der Querneigungs-Verstelleinrichtung fernsteuerbar ist.
2. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkgelenk (21) der Querneigungs-Verstelleinrichtung (Q) entweder zwischen
dem Ausziehbohlen-Glättblech (2) und dem Rahmen (A2) oder zwischen einem untere Wirkendpunkte
der Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) verbindenden Zwischenrahmen (61) und dem Rahmen
(A2) angeordnet ist, und das als Antrieb der Querneigungs-Verstelleinrichtung (Q)
zumindest ein von dem Schwenkgelenk (21) in Verschieberichtung (Z) beabstandeter Aktuator
(22) vorgesehen ist, der entweder zwischen dem Rahmen (A2) und dem Ausziehbohlen-Glättblech
(2) oder zwischen dem Rahmen (A2) und dem Zwischenrahmen (61) angeordnet ist.
3. Einbaubohle nach Anspruch-1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehbohlen-Glättblech (2) eine ebene Platte mit einer in Arbeitsfahrtrichtung
vorneliegenden, an einer Längsseite hochstehenden Schürze (38') ist, und dass am Rahmen
(A2) an der in Arbeitsfahrtrichtung (R) vorderen Seite eine Vorderwand (51) montiert
ist, die von oben über die dahinter angeordnete Schürze (38') des Ausziehbohlen-Glättblechs
(2) nach unten greift.
4. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Ausziehbohlen-Glättblech (2) ein Tragrahmen (59) angeordnet ist, der Teile
des Schwenkgelenks (21) und zumindest ein Widerlager (47) für den fernsteuerbaren
Antrieb aufweist, und dass der Rahmen (A2), der vorzugsweise umgekehrt U-förmigen
Querschnitt mit einer offenen Unterseite (57) aufweist, weitere Teile des Schwenkgelenks
(21) und eine Abstützung (54) für den Antrieb trägt.
5. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (X) von wenigstens einem in aufeinander ausgerichtete Teile des
Schwenkgelenks (21) eingesetzten Zapfen definiert ist.
6. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am außenliegenden Ende des Rahmens (A2) eine Montierplatte (46) für einen Seitenschild
(48) oder einen Bohlenverlängerungsteil (49) angebracht ist.
7. Einbaubohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausziehbohle (A) das Schwenkgelenk (21) beim innen- oder außenliegenden Endbereich
des Rahmens (A2) oder dazwischen angeordnet ist, vorzugsweise in der hinterseitig
an der Grundbohle (G) montierten Ausziehbohle (A) der Aktuator (22) in einem zur Mitte
(M) der Grundbohle (G) weisenden Endbereich und das Schwenkgelenk (21) im von der
Mitte (M) der Grundbohle (G) abgewandten, außenliegenden Endbereich des Rahmens (A2)
angeordnet sind.
8. Einbaubohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (22) zumindest einen in etwa vertikal zur Verschieberichtung (Z) orientierten
Hydrozylinder oder einen hydraulisch oder elektrisch angetriebenen Spindelantrieb
(23), vorzugsweise mit einem Winkelgetriebe oder Schneckengetriebe, aufweist.
9. Einbaubohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ausziehführungsstruktur (A) und entweder dem Rahmen (A2) oder dem Zwischenrahmen
(61), vorzugsweise funktionell den Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) zugeordnet. Vertikalführungen
(33) vorgesehen sind.
10. Einbaubohle nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite des Rahmens (A2) und ein Oberrand (52) der Schürze (38') des Ausziehbohlen-Glättblechs
(2) in Richtung zur Mitte (M) der Grundbohle (G) schräg ansteigen.
11. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausziehbohle (A) über die Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) an der als klemmkraftfrei
operierende Dreipunkt-abstützung mit drei Abstützpunkten (P1, P2, P3) ausgebildeten
Mehrpunktabstützung (K) abgestützt ist, in der die Ausziehführungsstruktur (A) an
einer außenliegenden Wange (29) außerhalb der Grundbohle (G) an einem aus einem Rohrteleskop
der in der Grundbohle (G) fixierten Führungseinrichtung (F1) ausschiebbaren Teleskoprohr
(28) den ersten Abstützpunkt (P1) aufweist, an einer innenliegenden Wange (18) innerhalb
der Grundbohle (G) in einem auf dem Rohrteleskop geführten Führungskörper (17') den
zum ersten koaxialen zweiten Abstützpunkt (P2) aufweist, und an einer an der Hinterseite
und im Abstand von der Führungseinrichtung (F1) an der Ausziehführungsstruktur (A1)
in Ausschieberichtung verlaufenden Führungsschiene (10) in einer an der Grundbohle
(G) fixierten Drehmomentstütze (11) den dritten Abstützpunkt (P3) aufweist, wobei
die innenliegende Wange (18) bei maximal eingeschobener Ausziehbohle (A) auf dem Rohrteleskop
bis an eine innenliegende Wange (15) der Grundbohle (G) bewegbar und der dritte Abstützpunkt
(P3) in Seitenansicht der Ausziehbohle (A) gegenüber den koaxialen ersten und zweiten
Abstützpunkten (P1, P2) versetzt ist.
12. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausziehbohle (A) über die Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) an der als klemmkraftfrei
operierende Dreipunkt-abstützung mit drei Abstützpunkten (P1, P2. P3) ausgebildeten
Mehrpunktabstützung (K) abgestützt ist, in der die Ausziehführungsstruktur (A1) an
einer außenliegenden Wange (29) außerhalb der Grundbohle (G) an einem aus einem Rohrteleskop
der an der Grundbohle (G) fixierten Führungseinrichtung (F1) ausschiebbaren Teleskoprohr
(28) den ersten Abstützpunkt (P1) aufweist an einer innenliegenden Wange (18) der
Ausziehbohle (A) innerhalb der Grundbohle (G) an einem auf einem zum Rohrteleskop
parallelen und senkrecht zur Verschieberichtung (Z) dazu versetzten, in der Grundbohle
(G) fixierten Führungsrohr (12') der Führungseinrichtung (F2) verschiebbar geführten
Führungskörper (17) den zweiten Abstützpunkt (P2) aufweist, und an einer an der Hinterseite
der Ausziehführungsstruktur (A1) fixierten, in Verschieberichtung (Z) verlaufenden
Führungsschiene (10) in einer in der Grundbohle (G) befestigten Drehmomentstütze (11)
der Führungseinrichtung (F3) den gegenüber den ersten und zweiten Abstützpunkten (P1,
P2) versetzten dritten Abstützpunkt (P3) aufweist, wobei das Führungsrohr (12') am
inneren Ende in der Grundbohle (G) in einer von der Seite der Ausziehbohle (A) über
die Mitte (M) der Grundbohle (G) hinweg zur anderen Seite der Mitte (M) versetzten
Fixierung (13) festgelegt, und der Führungskörper (17) bei maximal eingeschobener
Ausziehbohle (A) auf dem Führungsrohr (12') über die Mitte (M) hinweg bis etwa zur
Fixierung (13) bewegbar ist.
13. Einbaubohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ausziehbohle (A) ein Querneigungsmesser (42) und/oder ein Höhenmesser für
die relative Höhe zwischen dem Ausziehbohlen-Glättblech (2) und dem Grundbohlen-Glättblech
(1) und/oder ein Wegmesser im oder beim Aktuator (22) und/oder im oder bei den Verstelleinrichtungen
(3, 30, 31) und/oder den Antrieben (14, 12) vorgesehen ist bzw. sind, der bzw. die
mit einer Steuervorrichtung (C) für Einbaubohlenfunktionen signalübertragend verbunden
ist bzw sind.
14. Einbaubohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die, vorzugsweise als Schraubspindeln oder Schraubspindel-Paare, ausgebildeten Verstelleinrichtungen
(3, 30, 31) der Ausziehbohle (A) einen gemeinsamen Antrieb (20), vorzugsweise einen
Hydromotor oder einen Elektromotor, aufweisen, der, vorzugsweise in etwa zentral,
zwischen den Verstelleinrichtungen (3, 30, 31) auf dem Rahmen (12) oder dem Zwischenrahmen
(61) angeordnet und mit den Verstelleinrichtungen zu deren synchroner Betätigung über
Getriebe- und/oder Antriebszüge (36) verbunden ist.
15. Verfahren zum Einbauen eines eine Fahrbahn (45) und wenigstens eine quergeneigte,
seitliche Schulter (44) aufweisenden Fahrbahnbelags (43) mit variierender Arbeitsbreite
auf einen Planum (P) mit einer Einbaubohle (E), die eine Grundbohle (G) mit einem
Grundbohlen-Glättblech (1) und zur Verstellung der Arbeitsbreite frontseitig oder
hinterseitig an der Grundbohle (G) wenigstens eine mit einer Ausziehführungsstruktur
(A1) an einer grundbohlenfesten Führung (F) mit mehreren Führungseinrichtungen (F1,
F2, F3) parallel und relativ zur Grundbohle verschiebbare Ausziehbohle (A) mit einem
an einem Rahmen (A2) angeordneten Ausziehbohlen-Glättblech (2) zum Formen der Schulter
(44) außerhalb eines Übergangs (19') von der Fahrbahn (45) in die Schulter (44), und
in der Ausziehbohle (A) zwischen der Grundbohle (G) mindestens zwei in Verschieberichtung
(Z) beabstandete, an der Ausziehführungsstruktur (A1) angreifende Verstelleinrichtungen
(3, 30, 31) für die Höhenlage des Ausziehbohlen-Glättblechs (2) relativ zum Grundbohlen-Glättblech
(1), wobei zum Formen der Schulter (44), mittels einer von den Verstelleinrichtungen
(3, 30, 31) baulich und funktionell separierten Querneigungs-Verstelleinrichtung (Q)
der Ausziehbohle (A) am Ausziehbohlen-Glättblech (2) relativ zur Grundbohle (G) ein
Querneigungswinkel (39') eingestellt wird,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
der Querneigungswinkel (39') des Ausziehbohlen-Glättblechs (2) wird entweder relativ
zum Rahmen (A2) oder zusammen mit dem Rahmen (A2) und relativ zur Ausziehführungsstruktur
(A1) mittels der fernsteuerbaren Querneigungs- Verstelleinrichtung eingestellt, und
eine Querposition des Übergangs (19') zwischen der Fahrbahn (45) und der Schulter
(44) wird in Bezug auf die Grundbohle (G) bei einer Variation der Arbeitsbreite des
Fahrbahnbelags (43) durch Verschieben der Ausziehbohle (A) ortsfest gehalten, indem im Wesentlichen gleichzeitig
die Höhenlage des Ausziehbohlen-Glättblechs (2) mittels der Verstelleinrichtungen
(3, 30, 31) relativ zur Ausziehführungsstruktur (A1) verstellt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass auch bei einer Änderung des Querneigungswinkels (39') die Querposition des Übergangs
(19') in Bezug auf die Grundbohle (G) durch im Wesentlichen gleichzeitiges nachführendes
Verstellen der Höhenlage des Ausziehbohlen-Glättblechs (2) relativ zur Ausziehführungsstruktur
(A2) ortsfest gehalten wird
1. Paving screed (E) for road pavers (RF), comprising:
a base screed (G) and extension screeds (A) respectively supported at guiding assemblies
(F1, F2, F3) with an extension guiding structure (A1) on a guidance (F) fixed at the
base screed, which extension screeds (A) are arranged at the front side or the rear
side of the base screed and are retractable and extendable by means of drives (14,
12) in a sliding direction (Z) and parallel relative to the base screed (G) for varying
the working width of the paving screed (E),
sole plates (1, 2) arranged at the lower sides of the base screed (G) and of the extension
screeds (A),
connections (8) arranged at the base screed (G) for towing bars (9) for floatingly
towing the paving screed (E) with an angle of attack (α) of the sole plates (1, 2)
relative to a planum (P),
a multiple point suspension (K) provided at the guiding assemblies (F1, F2, F3) between
the extension guiding structure (A1) and the base screed (G),
a frame (A2) in the extension screed (A), the frame (A2) provided with the sole plate
(2) of the extension screed (A), and
at least two substantially vertical adjustment assemblies (3, 30, 31), which are spaced
apart in the sliding direction (Z) of the respective extension screed (A), the adjustment
assemblies (3, 30, 31) being actuable via at least one drive (20), the adjustment
assemblies (3, 30, 31) engaging at the extension guiding structure (A1) at least for
adjusting the height position of the frame (A2) relative to the base screed (G),
a lateral inclination adjustment assembly (Q) having at least one drive, the lateral
inclination adjustment assembly (Q) being structurally separated from the adjustment
assemblies (3, 30, 31) for adjusting a slope inclination angle (39') at the frame
(A2) or the sole plate (2) of the extension screed (A) relative to the base screed
(G) about a pivot hinge (21) having a hinge axis (X) which is oriented at least substantially
perpendicular to the sliding direction (Z) and parallel to the sole plate (2) of the
extension screed (A),
characterised in that the adjustment assemblies (3, 30, 31) are arranged between the extension guiding
structure (A1) and the frame (A2) of the extension screed (A), that the lateral inclination
adjustment assembly (Q) is arranged either between the adjustment assemblies (3, 30,
31) and the frame (A2) to which the sole plate (2) of the extension screed (A) is
fixed to or between the frame (A2) to which the sole plate (2) of the extension screed
is mounted for lateral inclination and the sole plate (2) of the extension screed
(A2), and that the drive of the lateral inclination adjustment assembly (Q) is remotely
controlled.
2. Paving screed as in claim 1, characterised in that the pivot hinge (21) of the lateral inclination adjustment assembly (Q) is provided
either between the sole plate (2) of the extension screed (A) and the frame (A2) or
between an intermediate frame (61) and the frame (A2), the intermediate frame (61)
being provided for interconnecting lower actuation end points (35) of the adjustment
assemblies (3, 30, 31), and that as the drive of the lateral inclination adjustment
assembly (Q) at least one actuator (22) is provided with a distance in sliding direction
(Z from the pivot hinge (21), the actuator (22) being provided between the frame (A2)
and the sole plate (2) of the extension screed (A) or between the frame (A2) and the
intermediate frame (61).
3. Paving screed as in claim 1, characterised in that the sole plate (2) of the extension screed (A) is formed as a planar plate having
a skirt (38') at the front in travelling direction at a longitudinal side, and that
a front wall (51) is mounted to the frame (A2) in travelling direction (R) at the
front side, the front wall (51) extending from above downwardly beyond the front of
the skirt (38') of the sole plate (2) of the extension screed (A).
4. Paving screed as in claim 1, characterised in that a carrying frame (59) is arranged on the sole plate (2) of the extension screed (A),
the carrying frame (59) comprising parts of the pivot hinge and at least one support
(47) for the remotely controlled drive, and that the frame (A2) which, preferably,
has an inverted U-shaped cross-section and an open lower side (57), carries further
parts of the pivot hinge (21) and a support (54) for the remotely controlled drive.
5. Paving screed as in claim 1, characterised in that the hinge axis (X) is defined by at least one pin inserted in aligned parts of the
pivot hinge (21).
6. Paving screed as in claim 1, characterised in that a mounting plate (46) for mounting an edger plate (48) or a screed extension part
(49) is arranged at an outer end of the frame (A2).
7. Paving screed as in claim 2, characterised in that the pivot hinge (21) is arranged in the extension screed (A) at the inward or outward
end portion of the frame (A2), or between both end portions, and that, preferably,
in the extension screed (A) mounted at the rear side of the base screed (G) the actuator
(22) is arranged in an end region of the frame (A2) facing to the middle (M) of the
base screed (G) and the pivot hinge (21) is arranged in the outer end region of the
frame (A2) remote from the middle (M) of the base screed.
8. Paving screed as in claim 2, characterised in that the actuator (22) comprises at least one hydrocylinder oriented substantially vertical
to the sliding direction (Z) or a hydraulically or electrically driven spindle drive
(22), the spindle drive (23), preferably, having an angular transmission or a worm
transmission.
9. Paving screed as in claim 2, characterised in that vertical guidances (33) are provided between the extension guiding structure (A1)
and either the frame (A2) or the intermediate frame (16), the vertical guidances (33),
preferably, being functionally associated to the adjustment assemblies (3, 30, 31).
10. Paving screed as in claim 4, characterised in that the lower side of the frame (A2) and an upper edge (52) of the skirt (38') of the
sole plate (2) of the extension screed (A) at least partly obliquely ascend in a direction
towards the middle (M) of the base screed (G).
11. Paving screed as in claim 1, characterised in that the paving screed (A) is supported via the adjustment assemblies (3, 30, 31) at a
jam-free operating three point suspension having three support points (P1, P2, P3),
in which three point suspension the extension guiding structure (A1) has a first support
point (P1) at an outer cheek (29) outside of the base screed (G) at a telescope tube
(28) which can be extracted and retracted relative to a telescopic tube arrangement
of the guiding assembly (F) fixed in the base screed (G), has a second support point
(P2) coaxial to the first support point (P1) at an inner cheek (18) within the base
screed (G) in a guiding body (17') guided on the telescope tube, and has a third support
point (P3) at a guiding rail (10) extending at the rear side and distant from the
guiding assembly (F1) at the extension guiding structure (A1) in sliding direction
(Z) in a torque support (11) fixed to the base screed (G), such that the inner cheek
(18) of the maximally retracted extension screed (A) is moved on the telescopic tube
arrangement to an inner cheek (15) of the base screed (G), with the third support
point (P3) being offset in a side view of the extension screed (A) in relation to
the coaxial first and second support points (P1, P2).
12. Paving screed as in claim 1, characterised in that the extension screed (A) is supported via the adjustment assemblies (3, 30, 31) at
the multiple point suspension (K) operating jam-free with three support points (P1,
P2, P3), that the extension guiding structure (A1) has in the three point suspension
the first support point (P1) at an outer cheek (29) outside of the base screed (G)
at a telescope tube (28) which is extendible and retractable in a telescopic tube
arrangement of the guiding assembly (F1) fixed at the base screed (G), has the second
support point (P2) at a guiding body (17) at an inner cheek (18) of the extension
screed (A) within the base screed (G), the guiding body (17) being slidably guided
on a guiding tube (12') of the guiding assembly (F2), the guiding tube (12') extending
parallel and with an offset perpendicular to the sliding direction (Z) to the telescopic
tube arrangement and being fixed in the base screed (G), and has the third support
point (P3) at a guiding rail (10) extending in sliding direction (Z) and being fixed
at the rear side of the extension guiding structure (A1), the guiding rail (10) engaging
into a torque support (11) fixed to the base screed (G), the guiding tube (12') being
secured at an inner end in the base screed (G) in a fixation (13) which is offset
from the side of the extension screed (A) beyond the middle (M) of the base screed
(G) to the opposite side of the middle (M) such that the guiding body (17) of the
maximally retracted extension screed (A) is moved on the guiding tube (12') beyond
the middle (M) substantially to a location close to the fixation (13) at the opposite
side of the middle (M).
13. Paving screed as in claim 2, characterised in that a lateral inclination measuring device (42) and/or a height measuring device for
the relative height difference between the sole plate (2) of the extension screed
(A) and the sole plate (1) of the base screed (G) and/or a linear travel measuring
device is or are arranged within or at the actuator (22) and/or within or at the adjustment
assemblies (30, 31, 3) and/or the drives (14, 12) within the extension screed (A),
respectively being connected in signal transmitting fashion with a control device
(C) for paving screed functions.
14. Paving screed as in claim 1, characterised in that the adjustment assemblies (3, 30, 31), which, preferably, are formed as screw spindles
or screw spindle pairs, of the extension screed (A) have a common drive (20), preferably
a hydromotor or an electromotor, which drive, preferably, is arranged substantially
centrally between the adjustment assemblies (3, 30, 31) either on the frame (A2) or
on the intermediate frame (61), the drive (20) being connected for a synchronous actuation
of the adjustment assemblies with the adjustment assemblies via transmission trains
and/or drive trains (36).
15. Method for laying a paving mat (43) having a lane (45) and at least one laterally
inclined, sideward slope (44) with varying working width on a planum (P) with a paving
screed (E) comprising a base screed (G) having sole plate (1) and at least one extension
screed (A) with a sole plate (2) arranged at a frame (A2) for forming the slope (44)
outside of a transition (19') from the lane (45) into the slope (44), the extension
screed (A) being retractable and extendable relative to the base screed at the front
side or the rear side of the base screed (G) for varying the working width, the extension
screed (A) being slidable parallel and relative to the base screed (G) with an extension
guiding structure (A1) at a guidance (F) having several guiding assemblies (F1, F2,
F3), the guidance (F) being fixed to the base screed (G), the paving screed (E) having
at last two adjustment assemblies (3, 30, 31) per extension screed (A) spaced apart
in sliding direction (Z) and engaging at the extension guiding structure (A1) for
adjusting the height position of the sole plate (2) of the extension screed (A) relative
to the sole plate (1) of the base screed (G) and a lateral inclination adjustment
assembly (Q) of the extension screed (A) for forming the slope (44), the lateral inclination
adjustment assembly (Q) being structurally and functionally separated from the adjustment
assemblies (3, 30, 31) and being arranged for adjusting a lateral inclination angle
(39')) at the sole plate (2) of the extension screed (A) in relation to the base screed
(G),
characterised by the following steps:
the lateral inclination angle (39') of the sole plate (2) of the extension screed
(A) is adjusted relative to the extension guiding structure (A1) either relative to
the frame (A2) or together with the frame (A2) by means of the remotely controllable
lateral inclination adjustment assembly (Q), and
the lateral position of the transition (19') between the lane (45) and the slope (44)
is held stationary with respect to the base screed (G) in case of a variation of the
working width
of the paving mat (43) by sliding the extension screed (A) laterally by substantially
simultaneously adjusting the height position of the sole plate (2) of the extension
screed (A) by means of the adjustment assemblies (3, 30, 31) relative to the extension
guiding structure (A1).
16. Method as in claim 15, characterised in that also with a variation of the lateral inclination angle (39') the lateral position
of the transition (19') is held stationary with respect to the base screed (G) by
a substantially simultaneous subsequent adjustment of the height position of the sole
plate (2) of the extension screed (A) relative to the extension guiding structure
(A2).
1. Poutre égaliseuse (E) pour finisseuse de routes (RF), avec
une poutre de base (G) et des poutres extensibles (A) qui, pour modifier la largeur
de travail, sont supportées à l'avant ou à l'arrière, à l'aide d'une structure de
guidage d'extension (A1), sur un guide (F) fixé à la poutre de base (G) et pourvu
de dispositifs de guidage (F1, F2, F3), et qui sont aptes à coulisser dans un sens
de coulissement (Z) parallèlement à la poutre de base (G) et par rapport à celle-ci,
à l'aide d'entraînements (14, 12),
des tôles de lissage (1, 2) disposées en bas de la poutre de base (G) et des poutres
extensibles (A),
des raccordements (8) disposés sur la poutre de base (G), pour des longerons (9) destinés
à tirer de manière flottante la poutre égaliseuse (E) avec un angle d'attaque (α)
des tôles de lissage (1, 2) par rapport à une plate-forme de chaussée (P),
un support à plusieurs points (K) qui est prévu entre la structure de guidage d'extension
(A1) et la poutre de base (G) sur les dispositifs de guidage (F1, F2, F3),
un châssis (A2), dans la poutre extensible (A), qui comporte la tôle de lissage de
poutre extensible (2), et
au moins deux dispositifs de réglage (3, 30, 31) qui sont espacés dans le sens de
coulissement (Z) de la poutre extensible (A), qui sont aptes à être actionnés par
l'intermédiaire d'au moins un entraînement (20), qui sont à peu près verticaux, qui
agissent sur la structure de guidage d'extension (A1) et qui sont destinés au moins
à régler la position en hauteur du châssis (A2) par rapport à la poutre de base (G),
étant précisé qu'il est prévu un dispositif de réglage d'inclinaison transversale
(Q) à construction séparée des dispositifs de réglage (3, 30, 31), qui est pourvu
d'au moins un entraînement et avec lequel un angle d'inclinaison d'accotement (39')
est apte à être réglé, par rapport à la poutre de base (G), sur la poutre extensible
(A), autour d'une articulation pivotante (21) avec un axe de pivotement (X) orienté
au moins approximativement perpendiculairement par rapport au sens de coulissement
(Z) et parallèlement à la tôle de lissage de poutre extensible (2), sur le châssis
(A2) ou sur ladite tôle de lissage (2),
caractérisée en ce que les dispositifs de réglage (3, 30, 31) sont prévus entre la structure de guidage
d'extension (A1) et le châssis (A2) de la poutre extensible (A), et en ce que le dispositif de réglage d'inclinaison transversale (Q) est disposé soit entre les
dispositifs de réglage (3, 30, 31) et le châssis (A2) présentant la tôle de lissage
de poutre extensible (2) fixe, soit entre le châssis (A2) présentant la tôle de lissage
(2) inclinable transversalement et la tôle de lissage (2), et en ce que l'entraînement du dispositif de réglage d'inclinaison transversale est apte à être
télécommandé.
2. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'articulation de pivotement (21) du dispositif de réglage d'inclinaison transversale
(Q) est disposée soit entre la tôle de lissage de poutre extensible (2) et le châssis
(A2), soit entre un châssis intermédiaire (61) reliant des points d'extrémité actifs
inférieurs des dispositifs de réglage (3, 30, 31), et le châssis (A2), et en ce qu'il est prévu comme entraînement du dispositif de réglage d'inclinaison transversale
(Q) au moins un actionneur (22) qui est espacé de l'articulation de pivotement (21)
dans le sens de coulissement (Z) et qui est disposé soit entre le châssis (A2) et
la tôle de lissage de poutre extensible (2), soit entre le châssis (A2) et le châssis
intermédiaire (61).
3. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tôle de lissage de poutre extensible (2) consiste en une plaque plane avec un
tablier (38') situé à l'avant, dans le sens de travail, et dépassant sur un côté longitudinal,
et en ce qu'il est prévu sur le châssis (A2), montée sur le côté avant dans le sens de travail
(R), une paroi avant (51) qui s'étend de haut en bas en couvrant le tablier (38'),
situé derrière, de la tôle de lissage de poutre extensible (2).
4. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu sur la tôle de lissage de poutre extensible (2) un châssis porteur (59)
qui comporte des parties de l'articulation de pivotement (21) et au moins une butée
(47) pour l'entraînement apte à être télécommandé, et en ce que le châssis (A2), qui présente de préférence une section transversale en U renversé
avec un côté inférieur ouvert (57), porte d'autres parties de l'articulation de pivotement
(21) et un support (54) pour l'entraînement.
5. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'axe de pivotement (X) est défini par au moins un tourillon qui est introduit dans
des parties de l'articulation de pivotement (21) dirigées l'une vers l'autre.
6. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une plaque de montage (46) pour une lame latérale (48) ou une rallonge de poutre (49)
est fixée à l'extrémité extérieure du châssis (A2).
7. Poutre égaliseuse selon la revendication 2, caractérisée en ce que dans la poutre extensible (A), l'articulation de pivotement (21) est disposée au
niveau de la zone d'extrémité intérieure ou extérieure du châssis (A2) ou entre les
deux, et de préférence dans la poutre extensible (A) montée à l'arrière de la poutre
de base (G) l'actionneur (22) est disposé dans une zone d'extrémité dirigée vers le
centre (M) de ladite poutre de base (G) et l'articulation de pivotement (21) est disposée
dans la zone d'extrémité du châssis (A2) située à l'extérieur et opposée au centre
(M) de la poutre de base (G).
8. Poutre égaliseuse selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'actionneur (22) comporte au moins un cylindre hydraulique orienté à peu près à
la verticale par rapport au sens de coulissement (Z), ou un entraînement à broche
(23) à commande hydraulique ou électrique, de préférence avec un engrenage angulaire
ou un engrenage à vis sans fin.
9. Poutre égaliseuse selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'il est prévu entre la structure de guidage d'extension (A) et le châssis (A2) ou le
châssis intermédiaire (61) des guides verticaux (33) qui sont de préférence associés
fonctionnellement aux dispositifs de réglage (3, 30, 31).
10. Poutre égaliseuse selon la revendication 4, caractérisée en ce que le côté inférieur du châssis (A2) et un bord supérieur (52) du tablier (38') de la
tôle de lissage de poutre extensible (2) ont une forme inclinée qui va en montant
vers le centre (M) de la poutre de base (G).
11. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la poutre extensible (A) est en appui par l'intermédiaire des dispositifs de réglage
(3, 30, 31) au niveau de l'appui multipoint (K) qui est conçu comme un appui à trois
points, fonctionnant sans force de serrage, avec trois points d'appui (P1, P2, P3),
et dans lequel la structure de guidage d'extension (A) présente le premier point d'appui
(P1) sur un flasque extérieur (29), à l'extérieur de la poutre de base (G), au niveau
d'un tube télescopique (28) extensible hors d'un télescope tubulaire du dispositif
de guidage (F1) fixé dans ladite poutre de base (G) ; le deuxième point d'appui (P2),
coaxial par rapport au premier, sur un flasque intérieur (18), à l'intérieur de la
poutre de base (G), dans un corps de guidage (17') guidé sur le télescope ; et le
troisième point (P3) sur un rail de guidage (10) qui s'étend sur le côté arrière,
à une certaine distance du dispositif de guidage (F1) et dans le sens d'extension
sur la structure de guidage d'extension (A1), dans un appui de couple (11) fixé à
la poutre de base (G), étant précisé que le flasque intérieur (18), quand la poutre
extensible (A) est rétractée au maximum, est mobile sur le télescope jusqu'à un flasque
intérieur (15) de la poutre de base (G) et que le troisième point d'appui (P3), sur
une vue latérale de la poutre extensible (A), est décalé par rapport aux premier et
second points d'appui coaxiaux (P1, P2).
12. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la poutre extensible (A) est en appui par l'intermédiaire des dispositifs de réglage
(3, 30, 31) au niveau de l'appui multipoint (K) qui est conçu comme un appui à trois
points, fonctionnant sans force de serrage, avec trois points d'appui (P1, P2, P3),
et dans lequel la structure de guidage d'extension (A1) présente le premier point
d'appui (P1) sur un flasque extérieur (29), à l'extérieur de la poutre de base (G),
au niveau d'un tube télescopique (28) extensible hors d'un télescope tubulaire du
dispositif de guidage (F1) fixé à ladite poutre de base (G) ; le deuxième point d'appui
(P2) sur un flasque intérieur (18) de la poutre extensible (A), à l'intérieur de la
poutre de base (G), au niveau d'un corps de guidage (17) qui est guidé coulissant
sur un tube de guidage (12') du dispositif de guidage (F2) parallèle au télescope,
décalé perpendiculairement au sens de coulissement (Z) et fixé dans la poutre de base
(G) ; et le troisième point d'appui (P3), décalé par rapport aux premier et deuxième
points d'appui (P1, P2), sur un rail de guidage (10) qui est fixé au côté arrière
de la structure de guidage d'extension (A1) et qui s'étend dans le sens de coulissement
(Z), dans un appui de couple (11) du dispositif de guidage (F3) fixé dans la poutre
de base (G), étant précisé que le tube de guidage (12') est immobilisé, à l'extrémité
intérieure, dans la poutre de base (G) dans une fixation (13) (A) décalée par rapport
au côté de la poutre extensible (A) au-delà du centre (M) de la poutre de base (G)
vers l'autre côté du centre (M), et que le corps de guidage (17), quand la poutre
extensible (A) est rétractée au maximum, est mobile sur le tube de guidage (12') au-delà
du centre (M) à peu près jusqu'à la fixation (13).
13. Poutre égaliseuse selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'il est prévu sur la poutre extensible (A) un appareil de mesure d'inclinaison transversale
(42) et/ou un appareil de mesure de hauteur pour la hauteur relative entre la tôle
de lissage de poutre extensible (2) et la tôle de lissage de poutre de base (1) et/ou
un appareil de mesure de course dans ou sur l'actionneur (22) et/ou dans ou sur les
dispositifs de réglage (3, 30, 31) et/ou les entraînements (14, 12), qui sont reliés,
suivant une relation de transmission de signaux, à un dispositif de commande (C) pour
des fonctions de poutre égaliseuse.
14. Poutre égaliseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les dispositifs de réglage (3, 30, 31) de la poutre extensible (A), conçus de préférence
comme des broches filetées ou des paires de broches filetées, comportent un entraînement
commun (20), de préférence un moteur hydraulique ou un moteur électrique qui est disposé,
de préférence de manière à peu près centrale, entre les dispositifs de réglage (3,
30, 31) sur le châssis (12) ou le châssis intermédiaire (61) et qui est relié aux
dispositifs de réglage en vue de l'actionnement synchrone de ceux-ci par l'intermédiaire
de trains d'engrenages et/ou de transmissions (36).
15. Procédé pour poser un revêtement de chaussée (43) comportant une chaussée (45) et
au moins un accotement latéral (44) incliné transversalement, avec une largeur de
travail variable sur une plate-forme de chaussée (P), avec une poutre égaliseuse (E)
qui comporte une poutre de base (G) avec une tôle de lissage de poutre de base (1),
et, pour le réglage de la largeur de travail, à l'avant ou à l'arrière sur la poutre
de base (G), au moins une poutre extensible (A) qui est apte à coulisser parallèlement
et par rapport à la poutre de base, qui présente une structure de guidage d'extension
(A1) sur un guide (F) solidaire de la poutre de base et pourvu de plusieurs dispositifs
de guidage (F1, F2, F2), et qui est pourvue d'une tôle de lissage de poutre extensible
(2) disposée sur un châssis (A2) et destinée à former l'accotement (44) en dehors
d'une transition (19') entre la chaussée (45) et l'accotement (44), et dans la poutre
extensible (A), entre la poutre de base (G), au moins deux dispositifs de réglage
(3, 30, 31), espacés dans le sens de coulissement (Z) et agissant sur la structure
de guidage d'extension (A1), pour la position en hauteur de la tôle de lissage de
poutre extensible (2) par rapport à la tôle de lissage de poutre de base (1), étant
précisé que pour former l'accotement (44), on règle un angle d'inclinaison transversal
39') sur la tôle de lissage de poutre extensible (2) par rapport à la poutre de base
(G), à l'aide d'un dispositif de réglage d'inclinaison verticale (Q) de la poutre
extensible (A) qui est séparé par sa construction et par sa fonction des dispositifs
de réglage (3, 30, 31),
caractérisé par les étapes suivantes :
on règle l'angle d'inclinaison transversale (39') de la tôle de lissage de poutre
extensible (2) soit par rapport au châssis (A2), soit avec le châssis (A2) et par
rapport à la structure de guidage d'extension (A2), à l'aide du dispositif de réglage
d'inclinaison transversale apte à être télécommandé, et
on maintient fixe une position transversale de la transition (19') entre la chaussée
(45) et l'accotement (44) par rapport à la poutre de base (G) lors d'une variation
de la largeur de travail du revêtement de chaussée (43) grâce à un coulissement de
la poutre extensible (A), en réglant globalement en même temps la position en hauteur
de la tôle de lissage de poutre extensible (2) par rapport à la structure de guidage
d'extension (A1) à l'aide des dispositifs de réglage (3, 30, 31).
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que même lors d'une modification de l'angle d'inclinaison transversale (39), on maintient
fixe la position transversale de la transition (19') par rapport à la poutre de base
(G) grâce à un réglage globalement simultané, par ajustement, de la position en hauteur
de la tôle de lissage de poutre extensible (2) par rapport à la structure de guidage
d'extension (A2).