[0001] Die Erfindung betrifft einen Toilettenkörper mit einem Halteelement, das zur Wandbefestigung
des Toilettenkörpers dient, wobei das Halteelement von außen unsichtbar in einer Aufnahme
des Toilettenkörpers angeordnet ist.
[0002] Toilettenkörper der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik an sich bekannt,
weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht
bedarf.
[0003] Zur Wandbefestigung von Toilettenkörpern der vorgenannten Art dienen in aller Regel
in die Wand zum Beispiel durch Verdübelung eingebrachte Tragbolzen. Der Toilettenkörper
verfügt wandseitig über entsprechende Aufnahmen für die Tragbolzen und kann auf diese
aufgeschoben werden. Die Tragbolzen können toilettenkörperseitig über ein Gewinde
zur Aufnahme beispielsweise einer Mutter verfügen, was es ermöglicht, den Toilettenkörper
mit Hilfe der Tragbolzen und der darauf jeweils aufgesetzten Muttern gegenüber der
Wand zu verspannen. Um die Zugänglichkeit zu den Tragbolzen und/oder den davon getragenen
Muttern zwecks Montage zu ermöglichen, sind die Toilettenkörper entweder von unten
zugänglich ausgebildet oder verfügen über seitliche Montageöffnungen, die nach erfolgreich
durchgeführter Montage mittels einer beispielsweise aus Kunststoff gebildeten Kappe
zu verschließen sind. Eine solche Ausgestaltungsform eines Toilettenkörpers ist beispielsweise
aus der
DE 93 03 865 bekannt.
[0004] Ausführungsformen der vorbeschriebenen Art, wie Sie beispielsweise aus der
DE 93 03 865 bekannt sind, haben insbesondere den Nachteil, dass die zur Wandbefestigung zum Einsatz
kommenden Mittel und/oder Teile hiervon von außen sichtbar sind, was den ästhetischen
Gesamteindruck stört. Darüber hinaus bilden von außen sichtbare Mittel zur Wandbefestigung
in aller Regel auch Vorsprünge, Randkanten und dergleichen aus, an denen sich ungewollt
Schmutz ansammeln kann.
[0005] Um den vorgenannten Nachteilen zu begegnen, sind Wandbefestigungen entwickelt worden,
die über von außen nicht sichtbare Halteelemente verfügen, die im endmontierten Zustand
in vom Toilettenkörper bereitgestellte Aufnahmen eingesetzt sind. Obgleich sich derartige
Wandbefestigungen im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt haben, besteht Verbesserungsbedarf,
insbesondere deshalb, weil Wandbefestigungen der vorgenannten Art nur für solche Toilettenkörper
einsetzbar sind, die eine Zugänglichkeit des Halteelements von unten her erlauben.
Geschlossen ausgebildete Toilettenkörper können nicht in Kombination mit Wandbefestigungen
der vorgenannten Art verwendet werden, weil eine Zugänglichkeit zum Halteelement nicht
gegeben ist. Bei geschlossen ausgebildeten Toilettenkörpern kommen deshalb nach wie
vor seitlich im Toilettenkörper ausgebildete Montageöffnungen zum Einsatz, die nach
erfolgter Montage durch eine zumeist aus Kunststoff ausgebildete Verschlusskappe abzudecken
sind.
[0006] Ausgehend vom Vorbeschriebenen ist es die
Aufgabe der Erfindung, einen hinsichtlich seiner Wandbefestigung verbesserten Toilettenkörper
vorzuschlagen. Ferner soll ein verbessertes Halteelement zur Wandbefestigung angegeben
werden.
[0007] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Toilettenkörper der vorgenannten Art vorgeschlagen,
der sich dadurch auszeichnet, dass eine Arretierungseinrichtung vorgesehen ist, mittels
welcher das Halteelement relativ gegenüber dem Toilettenkörper derart positioniert
ist, dass eine vom Halteelement getragene Abziehsicherung von oben durch ein WC-Sitzbefestigungsloch
des Toilettenkörpers zugänglich ist.
[0008] Die Besonderheit nach der Erfindung besteht darin, dass der Toilettenkörper und das
Halteelement in ihrer Ausgestaltung derart aufeinander abgestimmt sind, dass eine
Zugänglichkeit des Halteelements zwecks Montage beziehungsweise Demontage von oben,
nämlich durch ein ohnehin am Toilettenkörper vorhandenes Loch für die spätere WC-Sitzbefestigung
möglich ist. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass eine unsichtbare Wandbefestigung
unabhängig von der Ausgestaltung des Toilettenkörpers möglich ist. Auch geschlossen
ausgebildete Toilettenkörper können in der vorbeschriebenen Weise montiert beziehungsweise
demontiert werden. Dabei findet der Zugang zum Halteelement durch ein ohnehin vom
Toilettenkörper bereitgestelltes WC-Sitzbefestigungsloch statt, das nach einer endfertigen
Montage des WC-Sitzes durch die WC-Sitzbefestigung verschlossen ist. Es bedarf insofern
keiner seitlich zugänglichen Montageöffnungen, wodurch der gesamte Toilettenkörper
eine ästhetische Aufwertung erfährt.
[0009] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass eine gegenüber dem Stand der
Technik erheblich vereinfachte Montage möglich ist. Die für eine Wandbefestigung vorgesehenen
Halteelemente sind von oben gut zugänglich, weshalb mit herkömmlichem Werkzeug gearbeitet
werden kann. Aufwändige Montagearbeiten, die von der Seite oder gar von unten durchzuführen
sind, werden vollends vermieden.
[0010] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich daraus, dass die Rückwandkonstruktion
des Toilettenkörpers vereinfacht ausgeführt werden kann, was die Herstellung insbesondere
von keramischen Toilettenkörpern einfacher macht. Für die Aufnahme des Halteelements
bedarf es nämlich lediglich einer entsprechend ausgebildeten Aufnahme.
[0011] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Arretierungseinrichtung
eine einstückig mit dem Toilettenkörper ausgebildete Positionierungsnase ist. Diese
greift im endmontierten Zustand in eine hierzu korrespondierend ausgebildete Ausnehmung
des Haltelements ein. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Halteelement stets
nur derart in die Aufnahme des Toilettenkörpers positionssicher eingebracht werden
kann, in welcher die Abziehsicherung so ausgerichtet ist, dass sie in bestimmungsgemäßer
Weise von oben durch das zugehörige Loch zur WC-Sitzbefestigung erreicht werden kann.
Durch die Arretierungseinrichtung wird also sichergestellt, dass ein verwendungsfertiges
Einbringen des Halteelements in die zugehörige Aufnahme des Toilettenkörpers nur dann
erreicht ist, wenn das Halteelement in seiner relativen Lage gegenüber dem Toilettenkörper
derart ausgerichtet ist, dass die Zugänglichkeit zur vom Halteelement getragenen Abziehsicherung
durch die Öffnung für die WC-Sitzbefestigung möglich ist. Es versteht sich von selbst,
dass die Arretierungseinrichtung zur Erzielung dieser verwendungsfertigen Ausrichtung
des Halteelements gegenüber dem Toilettenkörper auch in anderer Weise ausgebildet
sein kann. Von entscheidender Bedeutung ist allein, dass ein ordnungsgemäßes Einsetzen
des Halteelements dann nicht möglich ist, wenn es an der Ausrichtung des Halteelements
gegenüber dem Loch zur WC-Sitzbefestigung fehlt.
[0012] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abziehsicherung
eine Inbusschraube ist, deren Einstecköffnung für ein Werkzeug durch ein WC-Sitzbefestigungsloch
des Toilettenkörpers hindurch erreichbar ist. Diese Art der Ausgestaltung der Abziehsicherung
ist insbesondere deshalb von Vorteil, weil sie eine einfache Anwendung im Rahmen einer
Montage beziehungsweise Demontage ermöglicht. Die als Inbusschraube ausgebildete Abziehsicherung
greift im endmontierten Zustand in eine beispielsweise konusförmig ausgebildete Öffnung
eines in der Wand verankerten Tragbolzens ein. Es wird so sichergestellt, dass der
Toilettenkörper nicht ungewollt vom Tragbolzen heruntergezogen werden kann. Dabei
erweist sich die konisch ausgestaltete Öffnung im Tragbolzen deshalb als vorteilhaft,
weil hierdurch Montagetoleranzen ausgeglichen werden können.
[0013] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Halteelement
aus Kunststoff besteht, wobei die Gewindeaufnahme für die Abziehsicherung als Metallkörpereinlage
ausgebildet ist. Die Ausgestaltung des Halteelements aus Kunststoff hat insbesondere
produktionstechnische Gründe. Im Übrigen erweist sich die Verwendung eines aus Kunststoff
gefertigten Halteelements als wirtschaftlich. Um gleichwohl aber sicherzustellen,
dass die als Abziehsicherung dienende und in aller Regel aus Metall bestehende Inbusschraube
nicht ausreißt, stellt das Halteelement eine Gewindeaufnahme zur Verfügung, die als
Metalleinlage ausgebildet ist. Diese ist in das ansonsten aus Kunststoff bestehende
Halteelement eingebettet, beispielsweise dadurch, dass es vom Kunststoffmaterial des
Halteelements umspritzt ist.
[0014] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Halteelement verdrehsicher innerhalb
der vom Toilettenkörper bereitgestellten Aufnahme gehalten. Diese Ausgestaltung ist
insbesondere aus transporttechnischen Gründen von Vorteil. So kann nämlich vorgesehen
sein, dass das Halteelement herstellerseitig in die Aufnahme des Toilettenkörpers
eingebracht ist. Um nun sicherzustellen, dass sich das Halteelement nicht in ungewünschter
Weise gegenüber dem Toilettenkörper bewegt, beispielsweise infolge eines Transportes,
ist die verdrehsichere Anordnung des Halteelements in der vom Toilettenkörper bereitgestellten
Aufnahme vorgesehen. Dies kann beispielsweise durch die ohnehin schon vorgesehene
Arretierungseinrichtung übernommen werden. Gegebenenfalls kann aber auch eine zusätzliche
Verdrehsicherung vorgesehen sein. So könnte das Halteelement beispielsweise in die
Aufnahme eingeklebt sein.
[0015] Mit der Erfindung wird desweiteren ein Halteelement vorgeschlagen, und zwar ein Halteelement
zur Wandbefestigung mit den schon vorerläuterten Merkmalen.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Perspektivdarstellung einen Toilettenkörper nach der Erfindung
und
- Fig. 2
- in einer schematischen Schnittdarstellung den Toilettenkörper nach Fig. 1.
[0017] Die Fig. 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Toilettenkörper 1.
[0018] Der Toilettenkörper 1 wird mittels zweier Bolzen 6 an einer Wand 3 gehalten. Zur
Ankopplung des Toilettenkörpers 1 an die Bolzen 6 dient je Bolzen 6 jeweils ein Halteelement
2.
[0019] Wie insbesondere die Schnittdarstellung nach Fig. 2 erkennen lässt, ist ein Halteelement
2 in einer vom Toilettenkörper 1 bereitgestellten Aufnahme 4 angeordnet. Im endmontierten
Zustand, wenn also der Toilettenkörper 1 auf die Bolzen 6 aufgeschoben ist, greifen
die Bolzen 6 in das dem jeweiligen Bolzen 6 zugeordnete Halteelement 2 ein. Auf diese
Weise stützt sich der Toilettenkörper 1 unter Zwischenordnung der Halteelemente 2
an den Bolzen 6 ab.
[0020] Ein jedes Halteelement 2 trägt eine Abziehsicherung in Form einer Inbusschraube 7.
Diese ist durch ein Werkzeug 8 von oben durch ein zugehöriges Loch zur WC-Sitzbefestigung
zugänglich, wie sich insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 1 erkennen lässt.
[0021] Einen in den Figuren nicht näher dargestellte Arretierungseinrichtung sorgt dafür,
dass das Halteelement relativ gegenüber dem Toilettenkörper 1 derart positioniert
ist, dass die vom jeweiligen Halteelement 2 getragene Abziehsicherung in der vorbeschriebenen
Weise, das heißt von oben durch ein WC-Sitzbefestigungsloch zugänglich ist.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Toilettenkörper
- 2
- Halteelement
- 3
- Wand
- 4
- Aufnahme
- 5
- WC-Sitzbefestigungsloch
- 6
- Bolzen
- 7
- Inbusschraube
- 8
- Werkzeug
1. Toilettenkörper mit einem Halteelement (2), das der Wandbefestigung des Toilettenkörpers
(1) dient, wobei das Halteelement (2) von außen unsichtbar in einer Aufnahme (4) des
Toilettenkörpers (1) angeordnet ist,
gekennzeichnet durch
eine Arretierungseinrichtung, mittels welcher das Halteelement (2) relativ gegenüber
dem Toilettenkörper (1) derart positioniert ist, dass eine vom Halteelement (2) getragene
Abziehsicherung von oben durch ein WC-Sitzbefestigungsloch (5) des Toilettenkörpers (1) zugänglich ist.
2. Toilettenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung eine einstückig mit dem Toilettenkörper (1) ausgebildete
Positionierungsnase ist, die mit einer hierzu korrespondierend ausgebildeten Ausnehmung
des Halteelements (2) zusammenwirkt.
3. Toilettenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abziehsicherung eine Inbusschraube (7) ist, deren Einstecköffnung für ein Werkzeug
(8) durch ein WC-Sitzbefestigungsloch (5) des Toilettenkörpers (1) hindurch erreichbar
ist.
4. Toilettenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2) aus Kunststoff besteht, wobei die Gewindeaufnahme für die Abziehsicherung
als Metallkörpereinlage ausgebildet ist.
5. Toilettenkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2) verdrehsicher innerhalb der vom Toilettenkörper (1) bereitgestellten
Aufnahme (4) gehalten ist.
6. Halteelement zur Wandbefestigung eines Toilettenkörpers (1) mit den Merkmalen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5.