[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise, mit einer
in einem Gehäuse drehbar gelagerten Welle, insbesondere Tuchwelle, von der ein Beschattungselement,
insbesondere Tuch, abwickelbar ist, wobei die Welle mittels eines Motors, insbesondere
Tuchwellenmotors, elektromotorisch angetrieben ist, wobei die Beschattungseinrichtung
ein oder mehrere Beleuchtungsmittel aufweist.
[0002] Die Erfindung betrifft somit insbesondere eine Markise mit einer in einem Gehäuse
drehbar gelagerten Tuchwelle, von einer ein Tuch abwickelbar ist, dessen vorderes
Ende an einem ausfahrbaren Profil befestigt ist, wobei die Tuchwelle mittels eines
Tuchwellenmotors elektromotorisch angetrieben ist, wobei die Markise ein oder mehrere
Beleuchtungsmittel aufweist.
[0003] Derartige Markisen sind bekannt, bei denen die Tuchwelle mittels eines Tuchwellenmotors
elektromotorisch angetrieben ist. Ferner sind Markisen bekannt, bei denen Beleuchtungsmittel
angeordnet sind. Auch ist es bekannt, sowohl den Tuchwellenmotor als auch die Beleuchtungseinrichtung
mittels einer Funkfernbedienung zu betätigen.
[0004] Nachteilig ist dabei, dass für jede einzelne elektrisch betätigte Komponenten ein
eigener Empfänger zum Empfang und zur Verarbeitung der Signale einer Funkfernbedienung
vorgesehen sein muss. So verfügt die Markise über einen ersten Empfänger und eine
mit dem ersten Empfänger gekoppelte Steuerung zur Betätigung des Tuchwellenmotors,
und weiter über einen zweiten Empfänger und eine mit dem zweiten Empfänger gekoppelte
Steuerung zur Betätigung der Beleuchtung.
[0005] Nachteilig bei den bekannten Markisen ist es somit, dass zur Betätigung mehrerer
elektrisch betriebener Komponenten auch mehrere Steuereinheiten und Betätigungseinheiten
vorgesehen sein müssen. So ist es aus der
DE 199 47 961 A1 bekannt, mittels einer Steuereinheit jeweils einen einzigen Motor anzusteuern und
zu betätigen, wobei eine Kopplung dieser Mehrzahl von Steuereinheiten vorgesehen ist,
was zu einem sehr hohen Installations-, Schaltungs- und Steuerungsaufwand führt. Es
ist somit für jede elektrisch zu betätigende Einrichtung ein separater Funkempfänger
und eine separate Steuereinheit anzuordnen, was einen entsprechend hohen Aufwand zur
Folge hat.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beschattungseinrichtung der Eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass der Aufwand für gerätetechnische Aufwand die Funkfernbedienung
und die Ansteuerung der elektrisch betätigten Komponenten reduziert wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Beschattungseinrichtung, insbesondere
Markise, gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] So ist es besonders vorteilhaft bei einer Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise,
mit einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Welle, insbesondere Tuchwelle, von der
ein Beschattungselement, insbesondere Tuch, abwickelbar ist, wobei die Welle mittels
eines Motors, insbesondere Tuchwellenmotors, elektromotorisch angetrieben ist, wobei
die Beschattungseinrichtung ein oder mehrere Beleuchtungsmittel aufweist, dass die
Beschattungseinrichtung eine zentrale Steuereinheit aufweist, die über Leitungen zumindest
mit dem Motor und den Beleuchtungsmitteln verbunden ist, wobei die Steuereinheit mit
zumindest einer Phase einer Strom-Spannungsversorgung verbindbar/verbunden ist, wobei
mittels der Steuereinheit zumindest der Motor und die Beleuchtungsmittel angesteuert
werden und die Stromversorgung zumindest des Motors und der Beleuchtungsmittel durch
die Steuereinheit erfolgt, indem die Phase auf die jeweilige Leitung durchgeschaltet
wird, wobei die zentrale Steuereinheit einen Funkempfänger zum Empfang und zur Verarbeitung
von Signalen einer Funkfernbedienung aufweist und eine Schaltung und Betätigung zumindest
des Motors und/oder der Beleuchtungsmittel mittels der Funkfernbedienung erfolgt/erfolgen
kann.
[0009] Vorzugsweise ist das vordere Ende des Beschattungselementes, insbesondere des Tuches
an einem Ausfahrprofil befestigt.
[0010] Es ist also besonders vorteilhaft, bei einer Markise mit einer in einem Gehäuse drehbar
gelagerten Tuchwelle, von der ein Tuch abwickelbar ist, dessen vorderes Ende an einem
Ausfahrprofil befestigt ist, wobei die Tuchwelle mittels eines Tuchwellenmotors elektromotorisch
angetrieben ist, wobei die Markise ein oder mehrere Beleuchtungsmittel aufweist, dass
die Markise eine zentrale Steuereinheit aufweist, die über Leitungen zumindest mit
dem Tuchwellenmotor und den Beleuchtungsmitteln verbunden ist, wobei die Steuereinheit
mit einer Phase einer Strom-Spannungsversorgung verbindbar/verbunden ist, wobei mittels
der Steuereinheit zumindest der Tuchwellenmotor und die Beleuchtungsmittel angesteuert
werden und die Stromversorgung zumindest des Tuchwellenmotors und der Beleuchtungsmittel
durch die Steuereinheit erfolgt, indem die Phase auf die jeweilige Leitung durchgeschaltet
wird, wobei die zentrale Steuereinheit einen Funkempfänger zum Empfang und zur Verarbeitung
von Signalen einer Funkfernbedienung aufweist und eine Schaltung und Betätigung zumindest
des Tuchwellenmotors und/oder der Beleuchtungsmittel mittels der Funkfernbedienung
erfolgt/erfolgen kann.
[0011] Es ist somit bei der erfindungsgemäßen Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise,
eine einzige zentrale Steuereinheit vorgesehen, über die die Betätigung und Ansteuerung
aller elektrischer Komponenten, d.h. aller elektrisch betätigbarer und elektrisch
angetriebener bzw. elektrisch versorgter Komponenten der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise zentral erfolgt, Es ist somit nicht mehr erforderlich, für jeden
einzelnen Motor eine eigene Schaltung oder Steuereinheit vorzusehen. Vielmehr ist
eine zentrale Steuereinheit in Form einer Blackbox vorgesehen, die ihrerseits mit
einer elektrischen Versorgungsleitung des Hausnetzes verbunden wird, d.h. mit einer
einzigen Phase eines elektrischen Wechselstromnetzes beaufschlagt wird.
[0012] Dabei weist die Steuereinheit einen Funkempfänger auf und eine Betätigung des Motors,
insbesondere des Tuchwellenmotors und / oder der Beleuchtungsmittel erfolgt über einen
Handsender einer Funkfernsteuerung. Es ist somit nicht mehr wie bei den bekannten
Lösungen erforderlich, für jede einzelne fernbedienbare Komponente einen separaten
Funkempfänger anzuordnen.
[0013] Hierdurch wird eine sehr komfortable Gesamtlösung geschaffen, wobei es nicht mehr
erforderlich ist, verschiedene Steuereinheiten, verschiedene Funkempfänger oder gar
mehrere Handsender zu benutzen, sondern vielmehr sind sämtliche elektrisch betätigten
Komponenten der Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise über einen einzigen
Handsender einer Funkfernsteuerung betätigbar und ansteuerbar.
[0014] Diese zentrale Steuereinheit ist ihrerseits wiederum mit den zu betätigenden Motoren
und Beleuchtungseinrichtungen verbunden und ist in der Lage, die aufliegende elektrische
Phase entsprechend durchzuschalten, so dass ein Antrieb der Tuchwelle sowie ein Ein-
und Ausschalten der Beleuchtungsmittel Ober die zentrale Steuereinheit innerhalb der
Markise erfolgt, Hierdurch wird der Installationsaufwand, der gerätetechnische Aufwand
und die Fehleranfälligkeit deutlich verringert.
[0015] Bevorzugt ist an oder in dem Ausfahrprofil eine Volantwelle angeordnet, von der ein
Volant abwickelbar ist und wobei die Volantwelle mittels eines Volantwellenmotors
elektromotorisch angetrieben ist, wobei die Ansteuerung des Volantwellenmotors ebenfalls
durch die zentrale Steuereinheit erfolgt, die mit dem Volantwellenmotor über eine
Leitung verbunden ist, wobei die Schaltung und Betätigung des Volantwellenmotors ebenfalls
mittels der Funkfernbedienung erfolgt/erfolgen kann.
[0016] Motor, Tuchwellenmotor, Volantwellenmotor, Beleuchtungsmittel, weitere elektrisch
betätigte Komponenten wie Heizstrahler sowie die zentrale Steuereinheit der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise können dementsprechend vorkonfektioniert und vorgefertigt werden,
so dass es für die Installation der gesamten Anlage nur noch erforderlich ist, die
zentrale Steuereinheit der Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise mit einer
Stromversorgungsleitung des Hausnetzes zu verbinden.
[0017] Vorzugsweise ist der Tuchwellenmotor und / oder der Volantwellenmotor mittels der
Steuereinheit in Abwickelrichtung und Aufwickelrichtung schaltbar und betätigbar,
d.h. dass der Tuchwellenmotor und / oder der Volantwellenmotor mittels der Steuereinheit
in beiden Bewegungsrichtungen geschaltet und betätigt wird / werden.
[0018] Besonders einfach kann dies dadurch erfolgen, dass die an der Steuereinheit anliegende
Phase des elektrischen Versorgungsnetzes je nach Bedarf auf eine Leitung Abwickeln"
oder eine Leitung "Aufwickeln" des Tuchwellenmotors und / oder des Volantwellenmotors
aufgelegt wird, d.h. dass die Phase auf die entsprechende Leitung durchgeschaltet
wird und somit eine Schaltung und eine Versorgung mit elektrischer Leistung der Motoren
erfolgt. Je nachdem, welche Leitung "Abwickeln" oder "Aufwickeln" des Tuchwellenmotors
und / oder des Volantwellenmotors mit elektrischer Spannung beaufschlagt wird, erfolgt
somit gleichzeitig die Steuerung des Antriebs / der Antriebe, d.h. die Richtung und
die Dauer des Antriebs des Motors / der Motoren.
[0019] Vorzugsweise sind am oder unter oder in dem Gehäuseboden ein oder mehrere Beleuchtungsmittel
angeordnet. Bei einer Anordnung im Gehäuseboden ist gemeint, dass die Beleuchtungsmittel
in entsprechenden Ausnehmungen oder Durchbrüchen in dem Gehäuseboden der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise angeordnet sind. Durch eine Anordnung am oder unter oder in dem
Gehäuseboden der Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise ist eine Beleuchtung
des Raumes unterhalb der Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise unabhängig
von der Position des Beschattungselementes, insbesondere des Ausfahrprofils am vorderen
Ende des Beschattungselementes oder Tuches möglich.
[0020] Alternativ oder kumulativ können am oder im Ausfahrprofil ein oder mehrere Beleuchtungsmittel
angeordnet sein.
[0021] Es können hierdurch sehr komfortable und optisch angenehme Anordnungen von Beleuchtungsmitteln
ermöglicht werden, um in den Abendstunden den Raum unterhalb der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise zu beleuchten, da eine solche Beschattungseinrichtung, insbesondere
Markise nicht nur zur Beschattung des Raumes unterhalb der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise bei Sonneneinstrahlung, sondern auch als Regenschutz, Überdachung
oder dergleichen benutzt werden kann.
[0022] Vorzugsweise sind mehrere Beleuchtungsmittel unabhängig voneinander mittels der Steuereinheit
ansteuerbar und schaltbar, d.h. dass die Beleuchtungsmittel unabhängig voneinander
mittels der Steuereinheit angesteuert und geschaltet werden, besonders bevorzugt unter
Verwendung eines Handsenders einer Fernbedienung.
[0023] Hierdurch können beliebige Schaltzustände bei der Anordnung von mehreren Beleuchtungsmitteln
erzeugt werden.
[0024] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind Mittel vorgesehen, mittels derer
kann, so dass ein oder mehrere Beleuchtungsmittel gedimmt werden können, d.h. dass
die Helligkeit der Beleuchtungsmittel mittels eines Dimmers einstellbar ist. Alternativ
oder kumulativ kann eine Phasenanschnittsteuerung oder eine Phasenabschnittsteuerung
erfolgen, um die Heizleistung eines oder mehrerer Heizstrahler, wie Infrarotstrahler,
einzustellen. Besonders bevorzugt ist die Dimmung von Beleuchtungsmitteln und/oder
die Einstellung der Heizleistung von Heizstrahlern mittels eines Handsenders einer
Funkfernbedienung einstellbar.
[0025] Vorzugsweise kann mittels der Steuereinheit die Phase auf eine oder mehrere weitere
Leitungen durchgeschaltet werden zur Betätigung und Schaltung weiterer Zusatzeinrichtungen
insbesondere Heizstrahler und insbesondere zur Versorgung derartiger Zusatzeinrichtungen
mit elektrischer Energie.
[0026] Vorzugsweise kann die Durchschaltung der Phase auf eine oder mehrere weitere Leitungen
ebenfalls durch Betätigung eines Handsenders einer Funkfernbedienung gesteuert und
geschaltet werden. Besonders bevorzugt ist auch hierbei vorgesehen, dass eine Phasenanschnittsteuerung
oder eine Phasenabschnittsteuerung erfolgen kann, d.h. dass z.B. bei einem Heizstrahler
die Heizleistung einstellbar ist. Besonders bevorzugt erfolgt dies ebenfalls mittels
eines Handsenders einer Funkfernbedienung.
[0027] Alternativ oder kumulativ kann ein derartiger Heizstrahler selbst über eine integrierte
Regelung der Heizleistung verfügen, wobei eine Einstellung unter Verwendung eines
Handsenders einer Funkfernbedienung dergestalt erfolgt, dass die zentrale Steuereinheit
die Fembedienungssignale empfängt und verarbeitet, und die entsprechenden Signale
für den Heizstrahler auf die Versorgungsleitung zu dem Heizstrahler hin aufmoduliert,
und in den Heizstrahler Mittel zur Dekodierung der aufmodulierten Signale und zur
Einstellung der vorgegebenen Heizleistung vorgesehen sind.
[0028] Bevorzugt ist der Funkempfänger der Steuereinheit zum Empfang und zur Verarbeitung
von Signalen der Funkfernbedienung auf einer Mehrzahl von Funkkanälen eingerichtet,
wobei jeder der Funkkanäle zur Ansteuerung und Betätigung eines mit der Steuereinheit
verbundenen und von dieser mit elektrischer Energie versorgten Verbrauchern verwendet
wird, insbesondere zur Ansteuerung und Betätigung des Motors, insbesondere Tuchwellenmotors
und/oder der Beleuchtungsmittel und/oder eines Volantwellenmotors und/oder eines oder
mehrerer Heizstrahler.
[0029] Es kommt somit bevorzugt eine Funkfernbedienung zum Einsatz, die geeignet und dazu
eingerichtet ist, Fernsteuerungssignale auf einer Mehrzahl von Funkkanälen zu übertragen,
wobei jeweils ein Funkkanal zur Übertragung der Steuerungsbefehle zur Steuerung einer
bestimmten Komponente der Beschattungseinrichtung, insbesondere Markise genutzt wird,
wie Tuchwellenmotor, Volantwellenmotor, Teile der Beleuchtungsmittel oder alle Beleuchtungsmittel,
Heizstrahler und sonstige elektrische betätigte und betriebene Komponenten.
[0030] Die zentrale Steuereinheit wiederum verfügt über einen Funkempfänger, der geeignet
ist, die Fernsteuerungssignale auf dieser Mehrzahl von Funkkanälen zu Empfangen, entsprechend
zu verarbeiten und an die zentrale Steuereinheit weiterzuleiten. Die zentrale Steuereinheit
bewirkt gemäß den empfangenen Funkfemsteuerungsbefehlen oder -signalen ihrerseits
die Schaltung der Versorgungsleitungen, indem die Phase des elektrischen Versirgungsnetzes
entsprechend durchgeschaltet wird. Die seitens der Steuereinheit zu schaltenden und
mit elektrischer Leistung zu beaufschlagenden Leitungen sind insbesondere:
- Beschattungselement, insbesondere Tuch abwickeln (d.h. Beschattungseinrichtung, insbesondere
Markise ausfahren, Tuchwellenmotor in Ausfahrrichtung betätigen)
- Beschattungselement, insbesondere Tuch aufwickeln (d.h. Beschattungseinrichtung, insbesondere
Markise einfahren, Tuchwellenmotor in Einfahrrichtung betätigen)
- Volant abwickeln (d.h. Volant ausfahren, Volantwellenmotor in Ausfahrrichtung betätigen)
- Volant aufwickeln (d.h. Volant einfahren, Volantwellenmotor in Einfahrrichtung betätigen)
- Beleuchtung ein/aus
- Beleuchtung dimmen (mittels Phasenanschnittsteuerung, Phasenabschnittsteuerung)
- Heizstrahler ein/aus
- Heizleistung regeln (mittels Phasenanschnittsteuerung, Phasenabschnittsteuerung)
[0031] Die Leistungselektronik ist vorzugsweise auf einer wärmeleitenden Platte angeordnet,
um die entstehende Wärme abzuführen. Insbesondere kann der Elektronikträger oder die
Platte Kühlrippen zur Wärmeabfuhr und/oder Wärmeabgabe an die Umgebung aufweisen.
Die Leistungselektronik ist auf dem Elektronikträger oder auf der Platte vorzugsweise
in wärmeleitendem Kontakt angeordnet Vorzugsweise ist die Steuereinheit der Beschattungseinrichtung,
insbesondere Markise mit einem Bussystem eines Gebäudes verbindbar/verbunden.
[0032] Hierdurch ist ein Einbinden des Systems in ein Bussystem zur Programmierung und /
oder zur Ansteuerung und / oder zur Rückmeldung von Einstellungen und Schaltzuständen
möglich.
[0033] Vorzugsweise ist eine Funkfernbedienung bidirektional ausgebildet, so dass Schaltzustände
wie beispielsweise "Licht an" oder "Licht aus", "Vollständig eingefahren" oder "Vollständig
ausgefahren", "Fährt ein" oder "Fährt aus", "Heizleistung 30 %" oder dergleichen an
einen Handsender der Funkfernbedienung übermittelbar und in einem Anzeigefeld des
Handsenders zur Anzeige gebracht werden können.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Motor, insbesondere
Tuchwellenmotor, und/oder dem Volantwellenmotor um Rohrmotoren, der/die in die als
Hohlwelle/n ausgebildete Welle/n, insbesondere Tuchwelle und/oder Volantwelle, eingeschoben
ist/sind.
[0035] Bei der Verwendung von Rohrmotoren ist eine vorteilhafte und platzsparende Anordnung
durch das Einbringen des als Rohrmotors ausgebildeten Antriebsmotors in die als Hohlwelle
oder zumindest abschnittweise als Hohlwelle ausgebildete Welle, insbesondere Tuchwelle
und/oder Volantwelle, möglich.
[0036] Besonders bevorzugt ist die Steuereinheit in den Motor oder den Motorkopf, insbesondere
Tuchwellenmotor, integriert, wobei der Motor oder der Motorkopf einen oder mehrere
Versorgungsanschlüsse zum Anschluss von Verbrauchern, insbesondere Beleuchtungsmittel
und/oder Heizstrahler oder dergleichen, aufweist.
[0037] Hierdurch ist eine einfache Vorkonfektionierung und leichte Fertigstellung der Anlage
möglich, indem z.B. Versorgungsleitungen von Beleuchtungsmitteln an den bereits hierfür
vorgesehenen Versorgungsanschlüssen der in den Motor oder Motorkopf integrierten Steuereinheit
angeschlossen werden. Dies kann durch Anklemmen von elektrischen Versorgungsleitungen
erfolgen. Besonders einfach ist dies jedoch, wenn entsprechende Steckverbindungen
ausgebildet werden, d.h. wenn die Anschüsse durch Steckerbuchsen gebildet werden,
in die entsprechende Stecker der zu versorgenden Einrichtungen wie Beleuchtungsmittel,
Heizstrahler oder dergleichen eingesteckt werden/sind. In diesem Fall weist der Motor
oder Motorkopf solche Steckerbuchsen zur Aufnahme der Stecker von zu betätigenden
und zu versorgenden Einrichtungen wie beispielsweise Beleuchtungsmittel, Heizstrahler
oder dergleichen auf.
[0038] Bei der Beschattung einrichtung kann es sich um eine Markise oder einen Rolladen
oder eine enkrechtbeschattung oder dergleichen handeln.
[0039] Bei Integration der Steuereinheit, des Funkempfangsmoduls sowie der Anschlussbereiche
und/oder Steckerbuchsen in den Motor bzw. den Motorkopf, insbesondere Rohrmotor, wird
somit eine kompakte Einheit geschaffen, mittels derer alle Komponenten und Einrichtungen
der Beschattungseinrichtung, insbesondere das Beschattungselement selbst, wie beispielsweise
ein Markisentuch, zentral gesteuert, angetrieben bzw. betätigt und geschaltet wird.
Das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung erfolgt somit direkt über den Motor mittels
des in den Motor integrierten Steuermoduls per Fernbedienung. Ebenfalls die Beschattung
selbst, d.h. das Ausfahren bzw. Einfahren wird per Fernbedienung betätigt.
[0040] Dabei ist es zum Anschluss der gesamten Vorrichtung lediglich erforderlich, diese
über einen einzigen Anschluss mit dem Hausnetzstromnetz zu verbinden, d.h. einen einzigen
Standard-Stromversorgungsanschluss herzustellen, beispielsweise zu einer Phase mit
einer 230 V-Wechselspannungsversorgung.
[0041] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt und wird nachfolgend
erläutert.
[0042] Die Figur zeigt eine erfindungsgemäße Markise 1 im Schnitt. Die Markise 1 weist ein
Gehäuse 2 auf. In dem Gehäuse 2 ist eine Tuchwelle 3 drehbar gelagert, von der das
Tuch 4, dessen vorderes Ende an dem Ausfahrprofil 5 befestigt ist, in Ausfahrrichtung
des Pfeils 6 abwickelbar.
[0043] Die Tuchwelle 3 ist elektromotorisch angetrieben mittels eines in der Schnittdarstellung
nicht sichtbaren Elektromotors.
[0044] In dem Ausfahrprofil 5 ist drehbar gelagert eine Volantwelle 7, auf der ein Volant
8 aufgewickelt ist. Die Volantwelle 7 in dem Ausfahrprofil 5 ist mittels eines in
der Schnittdarstellung nicht sichtbaren Elektromotors angetrieben. Das vordere Ende
des Volants 8 ist an einem Profil 9 angebracht, welches bei Betätigung des Volantwellenmotors
senkrecht nach unten in Richtung des Pfeils 10 ausfährt, so dass am vorderen Ende
der Markise 1 eine Senkrechtbeschattung durch den Volant 8 ausfahrbar ist.
[0045] Bei dem Tuchwellenmotor zum Antrieb der Tuchwelle 3 und dem Volantwellenmotor zum
Antrieb der Volantwelle 7 handelt es sich um Rohrmotoren, die in der jeweils anzutreibenden
Welle 3, 7 angeordnet sind.
[0046] An der Unterseite des Gehäuses 2 der Markise 1 sind angeordnet Beleuchtungsmittel
11. Bei den Beleuchtungsmitteln 11, von denen in der Schnittdarstellung eines sichtbar
ist, handelt es sich um mehrere in einer Flucht hintereinander über die gesamte Breite
der Markise angeordnete Halogenstrahler 11, wie dies durch die Lichtstrahlen an der
unteren Seite des Strahlers 11 angedeutet ist.
[0047] Die Markise 1 verfügt somit über mehrere elektrisch betätigte Komponenten in Form
des Antriebs der Tuchwelle 3, des Antriebs der Volantwelle 7 und der Lampen 11.
[0048] Die Markise 1 ist über Montagekonsolen 12 an einem Gebäude befestigbar, in dem das
Gehäuse 2 in entsprechende Aufnahmen an der Montagekonsole 12 eingehängt und fixiert
wird.
[0049] Die Markise 1 weist eine in der Schnittdarstellung nicht sichtbare zentrale Steuereinheit
auf. Die zentrale Steuereinheit ist mit einem Funkempfänger ausgerüstet und geeignet,
Signale eines Handsenders einer Funkfernsteuerung zu empfangen und zu verarbeiten.
[0050] Die Steuereinheit ist mit einer Phase des elektrischen Versorgungsnetzes des Gebäudes,
an dem die Markise 1 über die Konsole 12 befestigt ist, verbunden und beaufschlagt.
[0051] Mittels der zentralen Steuereinheit erfolgt eine Ansteuerung des Tuchwellenmotors
zur Betätigung der Tuchwelle 3 in Ausfahrrichtung 6 sowie umgekehrt. Beim Ausfahren
des Markisentuches 4 erfolgt ein Aufspannen dadurch, dass das Ausfahrprofil 5 über
federbelastete Gelenkarme 13 aufgespannt wird. Der Tuchwellenmotor wird über die zentrale
Steuereinheit sowohl betätigt als auch mit elektrischer Energie versorgt.
[0052] Die Übermittlung der Fernsteuerungsbefehle zur Ansteuerung des Tuchwellenmotors erfolgt
über einen ersten Funkkanal.
[0053] Die Volantwelle 7, die über einen Volantwellenmotor in Ausfahrrichtung 10 sowie umgekehrt
in Einfahrrichtung angetrieben wird, wird ebenfalls über die zentrale Steuereinheit
mit Strom versorgt und geschaltet. Die Ansteuerung erfolgt auch hierbei mittels des
Handsenders der Funkfembedienung.
[0054] Die Übermittlung der Fernsteuerungsbefehle zur Ansteuerung des Volantwellenmotors
erfolgt über einen zweiten Funkkanal.
[0055] Ebenfalls über die zentrale Steuereinheit mit Strom versorgt und geschaltet werden
die Lichtstrahler 11 an der Unterseite des Gehäuses 2 der Markise 1. Die Übermittlung
der Fernsteuerungsbefehle zur Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung 11 erfolgt über
einen dritten Funkkanal.
[0056] Die Funkfernbedienung, d.h. der Handsender, ist dementsprechend geeignet, Fernbedienungssignale
und -befehle auf einer Mehrzahl von Funkkanälen zu senden. Jeweils ein Kanal wird
zur Betätigung und Ansteuerung einer bestimmten elektrisch betriebenen Komponente
3, 7, 11 der Markise 1 verwendet. Das Funkempfangsmodul der zentralen Steuereinheit
ist geeignet, die auf diesen verschiedenen Funkkanälen übertragenen Signale zu Empfangen
und zu Verarbeiten.
[0057] Zum Einfahren der Markise wird der Tuchwellenmotor der Tuchwelle 3 in Einfahrrichtung
entgegen der Pfeilrichtung 6 betätigt, so dass das Markisentuch 4 auf der Tuchwelle
3 aufgewickelt wird und das Ausfahrprofil 5 entgegen der Ausstellkraft der Gelenkarme
13 eingefahren wird.
[0058] In der in der Figur dargestellten Schnittdarstellung ist das Ausfahrprofil 5 sowie
das Ausfahrprofil 9 des Volants jeweils vollständig eingefahren.
[0059] Sämtliche elektrischen Komponenten, d.h. der Tuchwellenmotor zum Antrieb der Tuchwelle
3, sowie der Volantwellenmotor zum Antrieb der Volantwelle 7, sowie die elektrischen
Lampen 11 werden über die zentrale Steuereinheit angesteuert und mit Strom versorgt,
in dem die an der zentralen Steuereinheit aufgeschaltete Phase entsprechend der jeweiligen
Betätigung auf die jeweiligen Leitungen durchgeschaltet wird.
[0060] Die zentrale Steuereinheit der Markise 1 ist in das Gehäuse 2 integriert und dadurch
vor Witterungseinflüssen geschützt. Zur Installation bedarf es lediglich des Anschlusses
der zentralen Steuereinheit an eine elektrische Versorgungsleitung des Stromnetzes.
Der Funkempfänger ist Bestandteil der zentralen Steuereinheit.
[0061] An die zentrale Steuereinheit sind ferner mehrere Heizstrahler anschließbar, die
jeweils über einen weiteren Funkkanal mittels der Funkfernsteuerung ansteuerbar sind.
[0062] Die Steuereinheit verfügt über eine Leistungselektronik, mittels derer eine Phasenanschnittsteuerung
erfolgen kann, um die Lampen 11 zu dimmen sowie die Heizleistung der Heizstrahler
zu regeln. Auch die Phasenanschnittsteuerung kann über den Handsender der Fernbedienung
unter Nutzung des jeweiligen Funkkanals angesteuert werden, d.h. das Dimmen der Beleuchtung
und/oder die Einstellung der gewünschten Heizleistung erfolgt mittels Fernbedienung.
1. Beschattungseinrichtung (1), insbesondere Markise, mit einer in einem Gehäuse (2)
drehbar gelagerten Welle (3), insbesondere Tuchwelle, von der ein Beschattungselement
(4), insbesondere Tuch, abwickelbar ist, wobei die Welle (3) mittels eines Motors,
insbesondere Tuchwellenmotors, elektromotorisch angetrieben ist, wobei die Beschattungseinrichtung
(1) ein oder mehrere Beleuchtungsmittel (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungseinrichtung (1) eine zentrale Steuereinheit aufweist, die über Leitungen
zumindest mit dem Motor und den Beleuchtungsmitteln (11) verbunden ist, wobei die
Steuereinheit mit einer Phase einer Strom-Spannungsversorgung verbindbar/verbunden
ist, wobei mittels der Steuereinheit zumindest der Motor und die Beleuchtungsmittel
(11) angesteuert werden und die Stromversorgung zumindest des Motors und der Beleuchtungsmittel
(11) durch die Steuereinheit erfolgt, indem die Phase auf die jeweilige Leitung durchgeschaltet
wird, wobei die zentrale Steuereinheit einen Funkempfänger zum Empfang und zur Verarbeitung
von Signalen einer Funkfernbedienung aufweist und eine Schaltung und Betätigung zumindest
des Motors und/oder der Beleuchtungsmittel (11) mittels der Funkfernbedienung erfolgt/erfolgen
kann.
2. Beschattungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Ende des Beschattungselementes, insbesondere des Tuches (4) an einem
Ausfahrprofil (5) befestigt ist.
3. Beschattungseinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in dem Ausfahrprofil (5) eine Volantwelle (7) angeordnet ist, von der ein
Volant (8) abwickelbar ist und wobei die Volantwelle (7) mittels eines Volantwellenmotors
elektromotorisch angetrieben ist, wobei die Ansteuerung des Volantwellenmotors durch
die zentrale Steuereinheit erfolgt, die mit dem Volantwellenmotor über eine Leitung
verbunden ist, wobei die Schaltung und Betätigung des Volantwellenmotors mittels der
Funkfernbedienung erfolgt/erfolgen kann
4. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor, insbesondere Tuchwellenmotor, und/oder der Volantwellenmotor mittels der
Funkfernbedienung über die zentrale Steuereinheit in Abwickelrichtung (6, 10) und
in Aufwickelrichtung schaltbar und betätigbar ist/sind/ geschaltet und betätigt wird/werden.
5. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an oder unter oder in dem Gehäuseboden ein oder mehrere Beleuchtungsmittel (11) angeordnet
sind.
6. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in einem Ausfahrprofil (5) ein oder mehrere Beleuchtungsmittel angeordnet
sind.
7. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Beleuchtungsmittel (11) unabhängig voneinander mittels der Funkfernbedienung
über die Steuereinheit ansteuerbar und schaltbar sind/angesteuert und geschaltet werden.
8. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit Mittel aufweist, mittels derer eine Phasenanschnittsteuerung oder
eine Phasenabschnittsteuerung erfolgen kann, sodass ein oder mehrere Beleuchtungsmittel
(11) gedimmt werden können und die Helligkeit der Beleuchtungsmittel (11) einstellbar
ist und/oder die Heizleistung eines oder mehrerer Heizstrahler einstellbar ist, insbesondere
mittels der Funkfernbedienung einstellbar ist.
9. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuereinheit die Phase auf eine oder mehrere weitere Leitungen durchgeschaltet
werden kann zur Betätigung, Schaltung und Versorgung einer Mehrzahl von elektrisch
betriebenen Verbrauchern und/oder Zusatzeinrichtungen, insbesondere Heizstrahler.
10. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Funkempfänger der Steuereinheit zum Empfang und zur Verarbeitung von Signalen
der Funkfernbedienung auf einer Mehrzahl von Funkkanälen eingerichtet ist, wobei jeder
der Funkkanäle zur Ansteuerung und Betätigung eines mit der Steuereinheit verbundenen
und von dieser mit elektrischer Energie versorgten Verbrauchern verwendet wird, insbesondere
zur Ansteuerung und Betätigung des Tuchwellenmotors und/oder der Beleuchtungsmittel
und/oder eines Volantwellenmotors und/oder eines oder mehrerer Heizstrahler.
11. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Steuereinheit der Markise (1) mit einem Bussystem eines Gebäudes verbindbar/verbunden
ist.
12. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Motor, insbesondere Tuchwellenmotor, und/oder dem Volantwellenmotor
um Rohrmotoren handelt, der/die in die als Hohlwelle ausgebildete Welle, insbesondere
Tuchwelle und/oder Volantwelle, eingeschoben ist/sind.
13. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit in den Motor oder den Motorkopf, insbesondere Tuchwellenmotor,
integriert ist, wobei der Motor oder der Motorkopf einen oder mehrere Versorgungsanschlüsse
zum Anschluss von Verbrauchern, insbesondere Beleuchtungsmittel (11) und/oder Heizstrahler
oder dergleichen, aufweist.
14. Beschattungseinrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Beschattungseinrichtung um eine Markise (1) oder einen Rollladen
oder eine Senkrechtbeschattung handelt.