[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsanordnung für eine Fassadenplatte mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Agraffe mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 7.
[0002] Derartige Befestigungsanordnungen mit einer Agraffe zur Befestigung einer Fassadenplatte
an einer Unterkonstruktion sind allgemein bekannt. Die Fassadenplatte ist mit einem
Befestigungselement mit der Agraffe verbunden, wobei die Agraffe eine Aufnahmeeinrichtung
zur Aufnahme des Befestigungselements aufweist. Die Agraffe wiederum wird mit der
Unterkonstruktion verbunden. Beispielsweise ist die Fassadenplatte einer vertikal-horizontal
orientierten Fassadefläche mittels der Agraffe in einen horizontal verlaufenden Träger
der Unterkonstruktion eingehängt. Die Agraffe überträgt Kräfte, die parallel und orthogonal
zur der durch die Fassadenplatte aufgespannten Ebene wirken, in die Unterkonstruktion.
Die Unterkonstruktion ist in einer tragenden Struktur, beispielsweise der Außenwand
eines Gebäudes, verankert. Eine derartige Befestigungsanordnung ist beispielsweise
aus der Druckschrift
WO 98/49412 bekannt. Die Druckschrift
EP 0 595 062 A1 zeigt eine weitere Befestigungsanordnung mit einer hakenförmigen Agraffe, die über
ein Befestigungselement, einem Hinterschnittanker, mit der Fassadenplatte verbunden
ist. Der Hinterschnittanker ist an der Agraffe in einer Aufnahmeeinrichtung, einer
als zylindrische Bohrung ausgeführten Aufnahmeöffnung, mit einer Schraube befestigt.
Die Agraffe ist mit einem hakenförmigen Einhängeelement in einen horizontal verlaufenden
Träger der Unterkonstruktion eingehängt, der mittels eines Dübels direkt in einer
tragenden Wand eines Gebäudes verankert ist. Die Fassadenplatte umfasst in diesem
Fall zwei plattenförmige Scheiben, die über eine thermoplastische Folie miteinander
verklebt sind. Um ein Abrutschen der durch das Befestigungselement nicht gehaltenen
vorderen Scheibe beim Versagen der Klebung zu verhindern, ist aus der Druckschrift
EP 0 552 101 A1 bekannt, dass die vordere Scheibe durch eine am Befestigungselement angeordnete Halteklammer
gegen Abrutschen gesichert ist.
[0003] Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Befestigungsanordnungen ist, dass auf Grund
thermischer Beanspruchungen, wie beispielsweise Temperaturänderungen, Zwangskräfte
entstehen können, die auf die Befestigungselemente und die Fassadenplatten wirken.
Die Zwangskräfte entstehen dann, wenn sich die Unterkonstruktion auf Grund von Temperaturänderungen
anders verformt als die Fassadenplatte, das heißt, wenn sich die Position des Befestigungselements
in der Fassadenplatte relativ zur Position der an der Unterkonstruktion befestigten
Agraffe verändert. Bei der bekannten Unterkonstruktion ist zwar vorgesehen, dass die
Agraffen verschiebbar an der Unterkonstruktion durch Einhängen befestigt sind, auf
Grund der Reibung zwischen Agraffe und Träger entstehen aber insbesondere bei schweren
Fassadenplatten relativ große Zwangskräfte.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte
Befestigungsanordnung mit einer Agraffe vorzuschlagen, bei der die durch eine thermische
Beanspruchung auftretenden Zwangskräfte minimiert sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Befestigungsanordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie durch eine Agraffe mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Befestigungsanordnung für eine Fassadenplatte weist eine Fassadenplatte,
eine Agraffe und ein Befestigungselement auf, das mit der Fassadenplatte verbunden
ist. Die Agraffe dient zur Befestigung der Befestigungsanordnung an einer Unterkonstruktion
und umfasst eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme des Befestigungselements. Die Aufnahmeeinrichtung
ist derart gestaltet, dass durch das Befestigungselement ausschließlich solche Kräfte
auf die Agraffe übertragbar sind, die orthogonal zur Ebene der Fassadenplatte wirken.
Die "Ebene der Fassadenplatte" entspricht der Ebene, die durch die Fassade selbst
aufgespannt wird. Bei einer horizontal-vertikal orientierten Fassade wird die Ebene
der Fassadenplatte durch die Höhe und Länge der Fassadenplatte charakterisiert. Die
Höhe und Länge der Fassadenplatte ist im Regelfall deutlich größer, oft um das Zehn-
bis Hundertfache, als die Dicke der Fassadenplatte. Kräfte, die orthogonal zu der
Ebene wirken, sind beispielsweise Windkräfte, die durch das Befestigungselement von
der Fassadenplatte auf die Agraffe übertragen werden können. Die Übertragung von Kräften,
die parallel zur beziehungsweise in der Ebene der Fassadenplatte wirken, können auf
Grund der Gestaltung der Aufnahmeeinrichtungen nicht durch das Befestigungselement
auf die Agraffen übertragen werden. Dies gilt insbesondere für temperaturbedingte
Zwangskräfte, bei vertikal-horizontal orientierten Fassaden aber auch für das Eigengewicht
der Fassadenplatte.
[0007] Eine bevorzugte Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung weist
eine Aufnahmeeinrichtung auf, die als Aufnahmeöffnung ausgestaltet ist, bei der das
Befestigungselement nicht an der Mantelfläche der Aufnahmeöffnung anliegt. Insbesondere
kann es sich bei der Aufnahmeöffnung um eine Bohrung in der Agraffe handeln, wobei
die Mantelfläche der Aufnahmeöffnung der Bohrlochwand entspricht. Der Durchmesser
der Bohrung ist dabei wesentlich größer als der Außendurchmesser des Teils des Befestigungselements,
der in der Aufnahmeöffnung liegt. Somit können Montagetoleranzen und durch Temperaturschwankungen
hervorgerufene Positionsänderungen des Befestigungselements aufgenommen werden, ohne
dass das Befestigungselement an der Mantelfläche der Aufnahmeöffnung anliegt und parallel
zur Ebene der Fassadenplatte wirkende Kräfte übertragen kann.
[0008] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
sieht vor, dass in der Aufnahmeöffnung ein Distanzelement angeordnet ist. Zur Übertragung
von Kräften, die orthogonal zur Ebene der Fassadenplatte wirken, muss eine Verbindung
zwischen Befestigungselement und Agraffe geschaffen werden. Wird als Befestigungselement
beispielsweise ein Hinterschnittanker verwendet, der einen Gewindebolzen oder alternativ
ein Innengewinde aufweist, so kann die Übertragung der Kräfte durch eine Unterlegscheibe
erfolgen, die mit einer Mutter beziehungsweise einer Schraube am Hinterschnittanker
befestigt wird, die an der Agraffe anliegt, und deren Außendurchmesser größer als
der Durchmesser der Aufnahmeöffnung ist. Um zu verhindern, dass durch ein zu starkes
Anziehen der Schraube beziehungsweise der Mutter das Befestigungselement mit der Unterlegscheibe
derart mit der Agraffe verklemmt wird, dass auf Grund der hierdurch entstehenden Reibung
auch parallel zur Ebene der Fassadenplatte wirkende Kräfte übertragbar sind, ist in
der Aufnahmeöffnung das Distanzelement angeordnet. Das Distanzelement ist beispielsweise
eine Distanzhülse, die am Gewindebolzen beziehungsweise an der Schraube des Hinterschnittankers
angeordnet ist. Beim Anziehen der Schraube beziehungsweise der Mutter wird die Unterlegscheibe
gegen die Distanzhülse gedrückt und verspannt. Das Distanzelement ist derart gestaltet,
dass die Unterlegscheibe nach dem Anziehen an der Agraffe im Wesentlichen spielfrei
anliegt, aber keine Reibkräfte zwischen Unterlegscheibe und Agraffe wirken können.
Die Aufnahmeeinrichtung kann auch bei fest gespannter Unterlegscheibe weiterhin als
Gleitlager wirken, was die Entstehung von Zwangskräften auf Grund von temperaturbedingten
Längenänderungen der Fassadenplatte beziehungsweise der Unterkonstruktion verhindert.
[0009] Zur Übertragung von Kräften, die parallel zur Ebene der Fassadenplatte wirken, weist
eine weitere bevorzugte Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung
eine Halteklammer zur Auflage der Fassadenplatte auf, die derart mit der Agraffe verbunden
ist, dass durch die Halteklammer solche Kräfte auf die Agraffe übertragbar sind, die
parallel zur Ebene der Fassadenplatte wirken. Dies gilt insbesondere zur Übertragung
von Gewichtskräften bei horizontal-vertikal orientierten Fassadenplatten. Somit können
bei der erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung sowohl solche Kräfte von der Fassadenplatte
auf die Agraffen übertragen werden, die orthogonal zur Ebene der Fassadenplatte, als
auch Kräfte die parallel zu dieser Ebene wirken.
[0010] Die Übertragung der Kräfte zwischen Halteklammer und Agraffe kann durch eine formschlüssige,
reibschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung zwischen Halteklammer und Agraffe erfolgen.
Insbesondere kann die Halteklammer einstückig an die Agraffe angeformt sein. Die Halteklammer
ist beispielsweise hakenförmig ausgebildet, mit einem Kragarm, auf dem die Fassadenplatte
aufliegt. Von Vorteil ist, wenn die Halteklammer derart gestaltet ist, dass die Reibung
zwischen Halteklammer und Fassadenplatte minimiert wird. Reibung entsteht dann, wenn
die durch ihr Eigengewicht auf die Halteklammer gedrückte Fassadenplatte sich relativ
zur Agraffe bewegen sollte, wie es beispielsweise bei einer temperaturbedingten Längenänderung
der Unterkonstruktion beziehungsweise der Fassadenplatte möglich ist. Eine Möglichkeit,
die Reibung zu reduzieren, ist beispielsweise die Ausbildung einer Zwischenschicht
aus Kunststoff, die an der Halteklammer eine Art Gleitlager für die Fassadenplatte
bildet. Die Halteklammer ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Fassadenplatte
aus zwei plattenförmigen Elementen gebildet ist, die miteinander verklebt sind, wobei
nur das erste Element mit dem Befestigungselement verbunden ist. Insbesondere können
die Elemente Glasscheiben sein, die beispielsweise eine Verbundglasscheibe bilden.
Liegt das zweite Element auf der Halteklammer auf, so verhindert die Halteklammer
beim Versagen der Verklebung ein Abrutschen dieses Elements.
[0011] Bevorzugt ist, die Agraffe mit der Halteklammer kostengünstig aus einem Strangpressprofil
herzustellen, wobei das Material der Agraffe vorzugsweise eine Aluminiumlegierung
ist.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Befestigungsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Agraffe in
einer Seitenansicht; und
- Figur 2
- ein Detail der Befestigungsanordnung im Bereich der Agraffe in einer Seitenansicht,
in Figur 1 mit II gekennzeichnet.
[0014] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Befestigungsanordnung 1 mit einer
erfindungsgemäßen ersten Agraffe 2. Die Befestigungsanordnung 1 für eine Fassadenplatte
3 weist eine Fassadenplatte 3, ein Befestigungselement 4, die erste Agraffe 2 und
eine zweite Agraffe 5 zur Befestigung an einer Unterkonstruktion 6 auf. Die Unterkonstruktion
6 ist über einen vertikalen Träger 7 an einer nicht dargestellten tragenden Wand eines
Gebäudes befestigt. Die Unterkonstruktion 6 umfasst den vertikalen Träger 7 sowie
zwei horizontal verlaufende Träger 8 mit einem nach oben abstehenden Steg 9, an dem
die Agraffen 2, 5 eingehängt und somit an der Unterkonstruktion 6 befestigt sind.
[0015] Die Fassadenplatte 3 besteht aus einem ersten plattenförmigen Element 10, das mit
einer thermoplastischen Folie 11 mit einem zweiten plattenförmigen Element 12 verbunden
ist. Die plattenförmigen Elemente 10, 12 sind Scheiben einer Fassadenplatte 3 aus
Verbundglas. Die Fassadenplatte 3 spannt eine Ebene E
P auf, auf der die Achse der als Hinterschnittanker 13 ausgebildeten Befestigungselemente
4 im Wesentlichen senkrecht steht. Die Hinterschnittanker 13 sind mit dem ersten plattenförmigen
Element 10 verbunden. Sie übertragen die Kräfte F
O auf die Agraffen 2, 5, die orthogonal zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirken. Die Hinterschnittanker 13 weisen je eine Distanzscheibe
19 und eine Rundmutter 20 auf, die zur Montage des Hinterschnittankers 13 in ein,
in das erste plattenförmige Element 10 eingebrachtes, hinterschnittenes Bohrloch 21
auf einen Gewindebolzen 22 des Hinterschnittankers 13 aufgeschraubt werden.
[0016] Die an der Fassadenplatte 3 oben angeordnete zweite Agraffe 5 ist L-förmig, mit einem
vertikal verlaufenden ersten Steg 14 und einem sich daran anschließenden, von der
Fassadenplatte 3 abgewandten und horizontal verlaufenden zweiten Steg 15, ausgebildet.
An den zweiten Steg 15 schließt sich ein nach unten offenes, U-förmiges Einhängeelement
16 zur Befestigung der zweiten Agraffe 5 an dem oberen, horizontal verlaufenden Träger
8 an. Im ersten Steg 14 ist eine als Aufnahmeöffnung 17 ausgestaltete Aufnahmeeinrichtung
18 angeordnet, die den Hinterschnittanker 13 aufnimmt. Die Aufnahmeöffnung 17 ist
als zylindrische Bohrung 23 ausgeführt, wobei die Wand der Bohrung 23 die Mantelfläche
24 der Aufnahmeöffnung 17 bildet. Dabei ist der Durchmesser der Bohrung 23 der Aufnahmeöffnung
17 so gewählt, dass der Durchmesser der Bohrung 23 deutlich größer als der Durchmesser
des Gewindebolzens 22 ist, wodurch das Befestigungselement 4 nicht an der Mantelfläche
24 der Aufnahmeöffnung 17 anliegt. Der Hinterschnittanker 13 kann somit keine Kräfte
über die Mantelfläche 24 auf die Agraffe 5 übertragen. Zur Verbindung des oberen Hinterschnittankers
13 mit der Agraffe 5 wird der Gewindebolzen 22 in die Aufnahmeöffnung 17 eingesteckt
und mit einer Unterlegscheibe 25 und einer Mutter 26 verschraubt.
[0017] Um zu verhindern, dass beim Aufschrauben der Mutter 26 die Unterlegscheibe 25 sowie
die Rundmutter 20 so stark gegen den ersten Steg 14 gedrückt werden, dass eine reibschlüssige
Verbindung entsteht, durch die Kräfte F
P, die parallel zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirken vom Befestigungselement 4 auf die Agraffe 5 übertragen
werden können, ist in der Aufnahmeöffnung 17 ein Distanzelement 27 angeordnet. Das
Distanzelement 27 ist als Hülse ausgeführt, die den Gewindebolzen 22 aufnimmt und
deren Höhe geringfügig größer als die Wandstärke des ersten Stegs 14 ist. Die Unterlegscheibe
25 und die Rundmutter 20 werden beim Aufschrauben der Mutter 26 gegen das Distanzelement
27 verspannt. Der erste Steg 14, die Rundmutter 20, das Distanzelement 27 und die
Unterlegscheibe 25 bilden gemeinsam ein erstes Gleitlager 33. Über die Unterlegscheibe
25 beziehungsweise die Rundmutter 20 können Kräfte F
O, die orthogonal zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirken, auf den ersten Steg 14 der ersten Agraffe 2 übertragen
werden. Auf Grund des ersten Gleitlagers 33 sind aber parallel zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirkende Kräfte F
P nicht übertragbar. Relativverschiebungen des Befestigungselements 4, die auf Grund
des unterschiedlichen Verformungsverhaltens der Fassadenplatte 3 und der Unterkonstruktion
6 bei Temperaturänderungen auftreten können, führen somit nicht zu Zwangskräften,
da die Relativbewegung des Befestigungselements 4 durch das mit der Distanzhülse 27
gebildete erste Gleitlager 33 aufgenommen wird.
[0018] Die erste Agraffe 2 ist zur Aufnahme des Befestigungselements 4 gleich ausgestaltet
wie die zweite Agraffe 5, so dass auch bei der ersten Agraffe 2 durch das Befestigungselement
4 ebenfalls ausschließlich solche Kräfte F
O auf die Agraffe 2 übertragbar sind, die orthogonal zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirken. Zur Übertragung von Kräften F
P auf die Agraffe 2, die parallel zur Ebene E
P der Fassadenplatte 3 wirken, weist die erste Agraffe 2 der Befestigungsanordnung
1 eine Halteklammer 28 auf, die einstückig, als Verlängerung des ersten Stegs 14,
L-förmig mit einem im unteren Ende der Fassadenplatte 3 angeordneten Kragarm 29 als
Auflagerfläche 30 an der Agraffe 2 angeformt ist. Somit wird die Eigengewichtskraft
der Fassadenplatte 3 über die Auflagerfläche 30 in die Halteklammer 28, und von dort
über den ersten Steg 14, den zweiten Steg 15 und eine am Einhängeelement 16 angeordnete
Stellschraube 31 in den horizontal verlaufenden Träger 8 eingeleitet. Durch die Verwendung
einer Zwischenschicht 32, die die Reibung zwischen der Fassadenplatte 3 und dem Kragarm
29 verringert, wird sichergestellt, dass die Fassadenplatte 3 bei einer temperaturbedingten
Längenänderung der Unterkonstruktion 6, beziehungsweise der Fassadenplatte 3, auf
der Zwischenschicht 32 gleiten kann und somit keine nennenswerten Zwangskräfte auf
Grund der Reibung entstehen. Die Zwischenschicht 32 bildet mit der Fassadenplatte
3 und/oder dem Kragarm 29 ein zweites Gleitlager 34.
[0019] Die Zwischenschicht 32 ist beispielsweise aus Kunststoff hergestellt, während die
Agraffen 2, 5 bevorzugt aus einem Strangpressprofil aus einer Aluminiumlegierung hergestellt
werden.
1. Befestigungsanordnung (1) für eine Fassadenplatte (3), mit einer Fassadenplatte (3),
einem Befestigungselement (4) und einer Agraffe (2, 5) zur Befestigung an einer Unterkonstruktion
(6), wobei das Befestigungselement (4) mit der Fassadenplatte (3) verbunden ist, und
die Agraffe (2, 5) eine Aufnahmeeinrichtung (18) zur Aufnahme des Befestigungselements
(4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (18) derart gestaltet ist, dass durch das Befestigungselement
(4) ausschließlich solche Kräfte (FO) auf die Agraffe (2, 5) übertragbar sind, die orthogonal zur Ebene (EP) der Fassadenplatte (3) wirken.
2. Befestigungsanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (18) eine Aufnahmeöffnung (17) ist, und dass das Befestigungselement
(4) nicht an der Mantelfläche (24) der Aufnahmeöffnung (17) anliegt.
3. Befestigungsanordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahmeöffnung (17) ein Distanzelement (27) angeordnet ist.
4. Befestigungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsanordnung (1) eine Halteklammer (28) zur Auflage der Fassadenplatte
(3) aufweist, die derart mit der Agraffe (2) verbunden ist, dass durch die Halteklammer
(28) solche Kräfte (FP) auf die Agraffe (2) übertragbar sind, die parallel zur Ebene (EP) der Fassadenplatte (3) wirken.
5. Befestigungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklammer (28) an die Agraffe (2) einstückig angeformt ist.
6. Befestigungsanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassadenplatte (3) zwei plattenförmige Elemente (10, 12), insbesondere zwei Glasscheiben,
umfasst.
7. Agraffe (2) zur Befestigung einer Fassadenplatte (3) an einer Unterkonstruktion (6),
mit einem Einhängeelement (16) und einer Aufnahmeeinrichtung (18) für ein Befestigungselement
(4), wobei das Befestigungselement (4) mit der Fassadenplatte (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Agraffe (2) eine Halteklammer (28) zur Auflage der Fassadenplatte (3) angeordnet
ist, die mit der Agraffe (2) verbunden ist.
8. Agraffe (2) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklammer (28) an die Agraffe (2) einstückig angeformt ist.
9. Agraffe (2) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Agraffe (2) aus einer Aluminiumlegierung hergestellt ist.
10. Agraffe (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Agraffe (2) aus einem Strangpressprofil hergestellt ist.