[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugschloss gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 sowie ein Kraftfahrzeugschloss gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 2.
[0002] Das in Rede stehende Kraftfahrzeugschloss findet Anwendung bei allen Arten von Verschlusselementen
eines Kraftfahrzeugs. Dazu gehören insbesondere Seitentüren, Hecktüren, Heckklappen,
Heckdeckel oder Motorhauben. Diese Verschlusselemente können grundsätzlich auch nach
Art von Schiebetüren ausgestaltet sein.
[0003] Das bekannte Kraftfahrzeugschloss (
DE 1 553 299 A1), von dem die Erfindung ausgeht, ist als rein mechanisches Schloss ausgestaltet.
Dies bedeutet, dass Elektromotoren, beispielsweise zur Einstellung von Funktionszuständen,
nicht vorgesehen sind.
[0004] Das bekannte Kraftfahrzeugschloss ist mit den Schließelementen Schlossfalle und Sperrklinke
ausgestattet. Die Schlossfalle ist in üblicher Weise in eine Offenstellung, in eine
Hauptschließstellung und in eine Vorschließstellung bringbar. Dabei kommt der Sperrklinke
die Aufgabe zu, die Schlossfalle in den beiden Schließstellungen zu halten. Zur Freigabe
der Schlossfalle lässt sich die Sperrklinke manuell ausheben.
[0005] Das bekannte Kraftfahrzeugschloss ist ferner mit einer Schlossmechanik ausgestattet,
die in verschiedene Funktionszustände geschaltet werden kann. Dabei handelt es sich
um die Funktionszustände "Entriegelt" und "Verriegelt". Im Funktionszustand "Entriegelt"
kann durch Betätigung des Türinnengriffs und des Türaußengriffs die zugeordnete Kraftfahrzeugtür
geöffnet werden. Im Funktionszustand "Verriegelt" kann von außen nicht geöffnet werden,
wohl aber von innen.
[0006] Zur manuellen Betätigung ist der Türaußengriff des Kraftfahrzeugs mit einem Außenbetätigungshebel
und der Türinnengriff des Kraftfahrzeugs mit einem Innenbetätigungshebel gekoppelt,
wobei die beiden Betätigungshebel in Abhängigkeit von dem jeweiligen Funktionszustand
mit der Sperrklinke gekuppelt bzw. von der Sperrklinke entkuppelt werden. Hierfür
ist die Schlossmechanik mit einer Kupplungsanordnung ausgestattet, bei der ein Kupplungszapfen
mit verschiedenen Steuerkulissen zusammenwirkt. Eine derartige Realisierung der obigen
Kupplungsfunktion ist mechanisch aufwendig, da die Verstellbarkeit des Kupplungszapfens
stets mit dem Einsatz entsprechender Lager- und Führungselemente verbunden ist. Eine
kompakte Anordnung lässt sich so nur schwer realisieren.
[0007] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, das bekannte Kraftfahrzeugschloss derart
auszugestalten und weiterzubilden, dass der Aufbau der Anordnung insgesamt einfacher
und kompakter wird.
[0008] Das obige Problem wird bei einem Kraftfahrzeugschloss gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0009] Wesentlich ist zunächst die Überlegung, dass das für die Realisierung der unterschiedlichen
Funktionszustände der Schlossmechanik maßgebliche Funktionselement nach Art eines
federelastisch biegbaren Drahtes oder Streifens ausgestaltet sein kann. Ein solches
Funktionselement wird im Folgenden als Biege-Funktionselement bezeichnet. Der Begriff
"Draht" bezieht sich dabei auf die Form, nicht auf den Werkstoff des Elementes.
[0010] Die Verstellung des Biege-Funktionselements in die unterschiedlichen Funktionsstellungen
geht hier schlichtweg auf ein entsprechendes Verbiegen, also Auslenken des Biege-Funktionselements
zurück. Auf ein Lager- oder Führungselement kann so verzichtet werden.
[0011] Wesentlich ist weiter, dass ein um eine Steuerhebelachse schwenkbarer Steuerhebel
mit einer Steuerkontur vorgesehen ist, wobei die Steuerkontur mit mindestens einem
Biege-Funktionselement zu dessen Auslenkung in Eingriff steht oder bringbar ist. Eine
solche Steuerkontur hat grundsätzlich eine Längserstreckung sowie eine Höhenerstreckung,
wobei die Höhe der Steuerkontur entlang deren Längserstreckung gesehen zur Realisierung
der Steuerfunktion variiert. Die Steuerfunktion besteht hier darin, das Biege-Funktionselement
in die jeweils gewünschte Funktionsstellung zu verstellen.
[0012] Vorschlagsgemäß ist es nun vorgesehen, dass die für die Verstellung des Biege-Funktionselements
maßgebliche Höhenerstreckung der Steuerkontur parallel zu der Steuerhebelachse ausgerichtet
ist. Bei bestimmten Anwendungsfällen lässt sich hiermit eine ganz besonders kompakte
Ausgestaltung realisieren.
[0013] Nach einer weiteren Lehre gemäß Anspruch 2, der eigenständige Bedeutung zukommt,
stellt das Biege-Funktionselement einen Teil einer Kippfederanordnung für den Steuerhebel
bereit. Diese Doppelnutzung des Biege-Funktionselements führt zu einer Vereinfachung
des konstruktiven Aufbaus, die mit entsprechenden Kostenvorteilen verbunden ist.
[0014] Bei der weiter bevorzugten Ausgestaltung gemäß Anspruch 10 ist das Biege-Funktionselement
mit zwei Schenkeln zur Realisierung der beiden obigen Funktionen ausgestattet, was
zu einer besonders einfachen Realisierung des Biege-Funktionselements führt.
[0015] Besondere Bedeutung kommt einer weiter bevorzugten Ausgestaltung zu, bei der jedenfalls
die Sperrklinke und der Steuerhebel um dieselbe Schwenkachse schwenkbar sind. Weiter
können auch der Außenbetätigungshebel und der ggf. vorhandene Innenbetätigungshebel
um diese Schwenkachse schwenkbar sein. Diese Mehrfachnutzung der Schwenkachse, die
regelmäßig zu einer Mehrfachnutzung eines einzigen Lagerzapfens führt, ist mit einer
weiteren Vereinfachung des Aufbaus der Anordnung verbunden.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- die Schließelemente Schlossfalle und Sperrklinke eines vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses,
- Fig. 2
- die wesentlichen Teile der Schlossmechanik eines vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses,
- Fig. 3
- in ganz schematischer Darstellung die Wechselwirkung zwischen der Steuerkontur des
Steuerhebels und dem Biege-Funktionselement des Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig.
2 a) im Funktionszustand "Entriegelt", b) in einem Zwischen-Funktionszustand, c) im
Funktionszustand "verriegelt", jeweils in Ansicht IV bei Auslassung verschiedener
Komponenten und
- Fig. 4
- die Kippfederanordnung des Kraftfahrzeugschlosses gemäß Fig. 2 a) im Funktionszustand
"Entriegelt", b) während der Verstellung vom Funktionszustand "Entriegelt" in den
Funktionszustand "Verriegelt", c) im Funktionszustand "Verriegelt", jeweils entlang
der Schnittlinie III-III.
[0017] Es darf vorab darauf hingewiesen werden, dass in der Zeichnung nur die Komponenten
des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses dargestellt sind, die für die Erläuterung
der Lehre notwendig sind. Entsprechend ist beispielsweise eine Schlossfalle, die üblicherweise
mit der Sperrklinke zusammenwirkt, in den Fig. 2 bis 4 nicht oder nur teilweise dargestellt.
[0018] Die Schließelemente Schlossfalle 1 und Sperrklinke 2, jeweils in Schließstellung,
zeigt Fig. 1. Wesentlich dabei ist zunächst die Tatsache, dass sich die Sperrklinke
2 in Fig. 1 durch ein Verschwenken im Uhrzeigersinn ausheben lässt, so dass die Schlossfalle
1 in die Offenstellung fallen kann. Die Schlossfalle 1 wirkt dabei in üblicher Weise
mit einem Schließkeil o. dgl. zusammen, der regelmäßig an der Tür des Kraftfahrzeugs
angeordnet ist.
[0019] Die Fig. 2 bis 4 betreffen die Schlossmechanik 3 des vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeugschlosses,
die hier und vorzugsweise lediglich in die Funktionszustände "Entriegelt" und "Verriegelt"
bringbar ist. In der Regel sorgt die Schlossmechanik 3 dafür, dass die Sperrklinke
2 in Abhängigkeit vom Funktionszustand durch eine Betätigung des Türaußengriffs und/oder
des Türinnengriffs oder eben gar nicht aushebbar ist.
[0020] Zur Verstellung der Schlossmechanik 3 in die obigen Funktionszustände weist diese
mindestens ein in entsprechende Funktionsstellungen verstellbares Funktionselement
4 auf. Durch eine Verstellung des Funktionselements 4 bzw. der Funktionselemente lässt
sich die Schlossmechanik 3 also in die gewünschten Funktionszustände bringen.
[0021] Grundsätzlich können für die Realisierung der Funktionszustände der Schlossmechanik
3 mehrere Funktionselemente 4 vorgesehen sein. Im Folgenden ist jedoch nur ein einziges
Funktionselement 4 in obigem Sinne vorgesehen, was nicht beschränkend zu verstehen
ist.
[0022] Wesentlich ist zunächst, dass das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dargestellte
Funktionselement 4 nach Art eines federelastisch biegbaren Drahtes ausgestaltet ist
und so als Biege-Funktionselement 4 federelastisch in die unterschiedlichen Funktionsstellungen
bringbar ist. In Fig. 3a) und c) sind zwei noch zu erläuternde Funktionsstellungen
gezeigt. Eine Zusammenschau der Fig. 2 und 3 zeigt, dass die Verstellung des Biege-Funktionselementes
4 auf ein federelastisches Biegen desselben zurückgeht. Dieser Effekt sowie das Auslösen
dieser Verstellung wird weiter unten im Detail erläutert.
[0023] Für den Fall, dass mehrere Funktionselemente 4 vorgesehen sind, ist mindestens eines
der Funktionselemente 4 als Biege-Funktionselement 4 ausgestaltet. Andere Funktionselemente
können in üblicher Weise mit verschiebbaren Kupplungszapfen o. dgl. ausgestaltet sein.
[0024] Wesentlich ist weiter, dass ein um eine Steuerhebelachse 5 schwenkbarer Steuerhebel
6 mit einer Steuerkontur 7 vorgesehen ist, wobei die Steuerkontur 7 mit mindestens
einem Biege-Funktionselement 4 zu dessen Verstellung in Eingriff steht oder bringbar
ist. Der Verlauf der Steuerkontur 7 lässt sich am besten einer Zusammenschau der Fig.
2 und 3 entnehmen.
[0025] Vorschlagsgemäß ist die für die Verstellung des Biege-Funktionselements 4 maßgebliche
Höhenerstreckung 8 der Steuerkontur 7 parallel zu der Steuerhebelachse 5 ausgerichtet.
Dies zeigt die Darstellung in Fig. 2.
[0026] Es lässt sich der Darstellung in Fig. 2 auch entnehmen, dass durch die Kombination
der Verwendung eines Biege-Funktionselements 4 mit der vorschlagsgemäßen Ausrichtung
der Steuerkontur 7 eine besonders kompakte Anordnung realisierbar ist. Der Grund hierfür
besteht darin, dass alle zum Teil noch zu erläuternden Verstellelemente um zueinander
parallel ausgerichtete Schwenkachsen, größten Teils sogar um dieselbe Schwenkachse,
schwenkbar ausgelegt werden können. Dies erlaubt ein Verschachteln dieser Verstellelemente
mit dem Ergebnis einer kompakten Gesamtanordnung.
[0027] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel lassen sich mit
einer Verstellung des Steuerhebels 6 die Funktionszustände "Entriegelt" und "Verriegelt"
einstellen. Ferner ist es hier und vorzugsweise vorgesehen, dass das Kraftfahrzeugschloss
als rein mechanisches Schloss ausgestaltet ist. Dies bedeutet, dass elektromotorische
Antriebe für die Einstellung von Funktionszuständen nicht vorgesehen sind. Grundsätzlich
ist es aber denkbar, einen elektromotorischen Antrieb für die Verstellung des Steuerhebels
6 einzusetzen.
[0028] Zur Verstellung des Steuerhebels 6 ist dieser im montierten Zustand mit einem Innensicherungselement
o. dgl. und mit einem Schließzylinder o. dgl. gekoppelt. Bei dem Innensicherungselement
handelt es sich regelmäßig um ein Innensicherungsknöpfchen, das in die Türinnenverkleidung
integriert ist. Der Steuerhebel 6 ist mit entsprechenden Koppelstellen 9, 10 für das
Innensicherungselement einerseits und den Schließzylinder andererseits ausgestattet.
Dabei ist die Koppelstelle 10 des Schließzylinders mit einem Freilauf ausgestattet,
so dass eine Verstellung des Innensicherungselements nicht zwangsläufig mit einer
Verstellung des Schließzylinders verbunden ist. Die jeweilige Koppelstelle 9, 10 ist
über einen entsprechenden Bowdenzug 9a, 10a oder über eine entsprechende Stange mit
dem Innensicherungselement bzw. mit dem Schließzylinder gekoppelt.
[0029] Besondere Bedeutung kommt vorliegend der Verstellung des Biege-Funktionselements
4 zu. Bei einer Verstellung des Steuerhebels 6 in Fig. 2 links herum kommt die Steuerkontur
7 in Eingriff mit dem Biege-Funktionselement 4 und lenkt das Biege-Funktionselement
4 in einer Richtung im Wesentlichen parallel zu der Steuerhebelachse 5, in Fig. 2
nach oben, aus. Hier ist es so, dass das Biege-Funktionselement 4 bei der Verstellung
des Steuerhebels 6 erst in Eingriff mit der Steuerkontur 7 kommt. Grundsätzlich ist
es aber denkbar, dass das Biege-Funktionselement 4 stets mit der Steuerkontur 7 in
Eingriff steht.
[0030] Während der Auslenkung des Biege-Funktionselements 4 durch die Verstellung des Steuerhebels
6 gleitet das Biege-Funktionselement 4 auf der Steuerkontur 7.
[0031] Dies lässt sich der Darstellung in Fig. 3 entnehmen, die einen Verstellvorgang für
den Steuerhebel 6 zeigt. Es ergibt sich aus einer Zusammenschau der Fig. 2 und 3,
dass sich die Steuerkontur 7 bei der obigen Verstellung des Steuerhebels 6 an der
Eingriffsstelle mit dem Biege-Funktionselement 4 im Wesentlichen senkrecht zu der
dortigen Längserstreckung des Biege-Funktionselements 4 erstreckt.
[0032] Im Einzelnen erstreckt sich die Steuerkontur 7 vorzugsweise im Wesentlichen entlang
einer Kreisbahn, die auf die Steuerhebelachse 5 ausgerichtet ist. Dies ist, wie hier
und vorzugsweise vorgesehen, besonders vorteilhaft, wenn sich der der Steuerkontur
7 zugeordnete Abschnitt des Biege-Funktionselements 4 bezogen auf die Steuerhebelachse
5 im Wesentlichen radial erstreckt. Dann ist die obige, im Wesentlichen senkrechte
Ausrichtung der Steuerkontur 7 zu dem Biege-Funktionselement 4 gewährleistet.
[0033] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Steuerkontur
7 im Wesentlichen stegförmig ausgestaltet, wobei die Höhenerstreckung 8 der stegförmigen
Ausgestaltung im Wesentlichen parallel zu der Steuerhebelachse 5 vorgesehen ist. Die
Steuerkontur 7 weist einen erhöhten Abschnitt 7a zur Auslenkung des Biege-Funktionselements
4 auf, wobei sich an den erhöhten Abschnitt 7a vorzugsweise eine Anlaufschräge 7b
anschließt, über die das Biege-Funktionselement 4 bei einer Verstellung des Steuerhebels
6 in Eingriff mit dem erhöhten Abschnitt 7a kommt. Das Zusammenwirken der Anlaufschräge
7b mit dem Biege-Funktionselement 4 lässt sich der Darstellung in Fig. 3b) entnehmen.
[0034] Die vorschlagsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass alle für ein mechanisches
Kraftfahrzeugschloss notwendigen Funktionen besonders kompakt realisierbar sind. Dies
schließt auch die Realisierung einer Kippfederanordnung 11 für den Steuerhebel 6 ein,
die den Steuerhebel 6 je nach Stellung des Steuerhebels 6 in eine von zwei Endstellungen
vorspannt oder in einer von zwei Endstellungen hält. Grundsätzlich können auch mehr
als zwei Endstellungen in obigem Sinne vorgesehen sein, beispielsweise wenn neben
den Funktionszuständen "Verriegelt" und "Entriegelt" auch der Funktionszustand "Diebstahlgesichert"
o. dgl. realisiert werden soll.
[0035] Wesentlich ist nach einer weiteren Lehre, der ebenfalls eigenständige Bedeutung zukommt,
dass das Biege-Funktionselement 4 einen Teil der Kippfederanordnung 11 bereitstellt.
Das Biege-Funktionselement 4 wird also doppelt genutzt.
[0036] Im Einzelnen weist die Kippfederanordnung 11 ein Federelement 12 und ein Federauslenkelement
13 auf, wobei das Biege-Funktionselement 4 hier das Federelement 12 bereitstellt.
[0037] Hier und vorzugsweise ist das Federauslenkelement 13 mit zwei Anlaufschrägen 14,
15 für das Federelement 12, hier für das Biege-Funktionselement 4, ausgestattet, wobei
bei einer Verstellung des Steuerhebels 6 aus einer Endstellung heraus eine der beiden
Anlaufschrägen 14, 15 in Eingriff mit dem Federelement 12, hier mit dem Biege-Funktionselement
4, steht oder kommt und die Kippfederanordnung 11 erst einmal gegen die Verstellrichtung
wirkt. Dies ist in den Fig. 4a) und 4b) gezeigt. Beim Überfahren einer Kippstellung
des Steuerhebels 6 kommt nun die andere der beiden Anlaufschrägen 14, 15 in Eingriff
mit dem Federelement 12, hier mit dem Biege-Funktionselement 4, wodurch die Kippfederanordnung
11 schließlich in Verstellrichtung wirkt.
[0038] Der Steuerhebel 6 ist vorzugsweise mit zwei Hebelarmen 6a, 6b ausgestattet, wobei
der eine Hebelarm 6a die Steuerkontur 6 und der andere Hebelarm 6b das Federauslenkelement
13 aufweist. Dabei ist der der Steuerkontur 7 zugeordnete Hebelarm 6a mit der Koppelstelle
10 für den Schließzylinder und der dem Federauslenkelement 13 zugeordnete Hebelarm
6b mit der Koppelstelle 9 für das Innensicherungselement ausgestattet. Es ergibt sich
also nicht nur eine Mehrfachnutzung des Biege-Funktionselements 4, sondern auch eine
Mehrfachnutzung des Steuerhebels 6, was zu einer weiteren Steigerung der Kompaktheit
führt.
[0039] Der Steuerhebel 6 ist vorzugsweise als Kunststoff- oder als Blechteil ausgestaltet,
wobei die Steuerkontur 7 und das Federauslenkelement 13 unabhängig von der Materialwahl
hier und vorzugsweise integrale Bestandteile des Steuerhebels 6 sind. Grundsätzlich
kann es aber auch vorgesehen sein, dass eine dieser Komponenten 7, 13 an den Steuerhebel
6 beispielsweise angesetzt sind.
[0040] Es sind zahlreiche Möglichkeiten für die Realisierung des Biege-Funktionselements
4 denkbar. In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist das Biege-Funktionselement 4
ähnlich wie eine Schenkelfeder aufgebaut. Dabei ist es vorzugsweise so, dass das Biege-Funktionselement
4 zwei Schenkel 4a, 4b aufweist, wobei der eine Schenkel 4a der Steuerkontur 7 und
der andere Schenkel 4b der Kippfederanordnung 11 zugeordnet ist. Dabei ist es weiter
vorzugsweise so, dass der eine Schenkel 4a auf dem einen Hebelarm 6a und der andere
Schenkel 4b auf dem anderen Hebelarm 6b angeordnet ist. Die Anordnung des Biege-Funktionselements
4 auf den beiden Hebelarmen 6a, 6b führt hier in vorteilhafter Weise dazu, dass die
beiden Schenkel 4a, 4b des Biege-Funktionselements 4 in im Wesentlichen entgegengesetzten
Richtungen verlaufen.
[0041] In besonders bevorzugter Ausgestaltung gehen die beiden Schenkel 4a, 4b des Biege-Funktionselements
4 wie bei einer Schenkelfeder über mindestens eine Federwindung 16, hier über mehrere
Federwindungen 16, ineinander über. Dies hat im Hinblick auf die Festlegung des Biege-Funktionselements
4 Vorteile.
[0042] Für die Festlegung des Biege-Funktionselements 4 sind verschiedene Möglichkeiten
denkbar. Beispielsweise kann das Biege-Funktionselement 4 einerends am Gehäuse des
Kraftfahrzeugschlosses befestigt, insbesondere am Gehäuse geklemmt oder in das Gehäuse
eingelassen sein. Hier und vorzugsweise ist es allerdings so, dass die Federwindungen
16 des Biege-Funktionselements 4 auf den der Sperrklinke 2 und dem Steuerhebel 6 zugeordneten
Lagerbolzen 2a aufgesetzt sind.
[0043] Der der Steuerkontur 7 zugeordnete Schenkel 4a ist gegen einen Anschlag 4c, der dem
Federauslenkelement 13 zugeordnete Schenkel 4b ist gegen einen Anschlag 4d vorgespannt.
Zusammen mit dem Aufsetzen der Federwindungen 16 auf den der Sperrklinke 2 und dem
Steuerhebel 6 zugeordneten Lagerbolzen 2a ist insgesamt einfache und damit kostengünstige
Festlegung des Biege-Funktionselements 4 realisiert worden.
[0044] Es lässt sich der Darstellung in Fig. 2 entnehmen, dass das Biege-Funktionselement
4 zu seiner Verstellung in die obigen Funktionsstellungen im Wesentlichen um eine
geometrische Biegeachse biegbar ist, die senkrecht zu der Längserstreckung zumindest
eines Teils des Biege-Funktionselements 4 ausgerichtet ist.
[0045] Hinsichtlich der Materialwahl für das Biege-Funktionselement 4 sind verschiedene
bevorzugte Alternativen denkbar. In besonders bevorzugter Ausgestaltung besteht das
Biege-Funktionselement 4 aus einem Metallwerkstoff, vorzugsweise aus Federstahl. Es
kann aber auch vorteilhaft sein, das Biege-Funktionselement 3 in einem Kunststoffwerkstoff
auszugestalten.
[0046] Auch für die Formgebung des Biege-Funktionselements 4 sind verschiedene vorteilhafte
Varianten denkbar. Vorzugsweise weist das Biege-Funktionselement 4 einen kreisförmigen
Querschnitt auf. Insbesondere in fertigungstechnischer Hinsicht kann es aber auch
vorteilhaft sein, dass das Biege-Funktionselement 4 bandförmig bzw. streifenförmig
ausgestaltet ist, da solche Elemente auf einfache Weise befestigbar sind.
[0047] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Biege-Funktionselement
4 abschnittsweise gerade ausgestaltet. Je nach Anwendungsfall kann es aber auch vorteilhaft
sein, dass das Biege-Funktionselement 4 an die konstruktiven Gegebenheiten angepasst
ist und erheblich von einer geraden Ausgestaltung abweicht.
[0048] Hier und vorzugsweise ist das Biege-Funktionselement 4 als einstückiger Draht ausgebildet,
der über seine gesamte Länge dieselben federelastischen Eigenschaften aufweist. Es
kann aber auch vorteilhaft sein, dass das Biege-Funktionselement 4 nur abschnittsweise
federelastisch biegbar und im Übrigen eher starr ausgestaltet ist. Dies lässt sich
beispielsweise durch einen sich über die Länge des Drahtes verändernden Drahtquerschnitt
erreichen.
[0049] Eine einfache Realisierung des Biege-Funktionselements 4 lässt sich dadurch erreichen,
dass das Biege-Funktionselement 4 nach Art eines Biegebalkens ausgestaltet ist. Der
Begriff "Biegebalken" ist hier weit zu verstehen. Gemeint ist, dass das Biege-Funktionselement
4 an einer Stelle festgelegt ist, von der sich der verstellbare Teil des Biege-Funktionselements
4 erstreckt. Nach diesem weiten Verständnis ist auch das in der Zeichnung dargestellte
Biege-Funktionselement 4 nach Art eines Biegebalkens ausgestaltet. Streng genommen
sind bei diesem Ausführungsbeispiel natürlich zwei Biegebalken realisiert, die auf
die beiden Schenkel 4a, 4b des Biege-Funktionselements 4 zurückgehen.
[0050] Grundsätzlich kann das Biege-Funktionselement 4 als Betätigungselement beispielsweise
für eine Kupplung dienen. Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel
stellt das Biege-Funktionselement 4 jedoch selbst eine schaltbare Kupplung zwischen
schwenkbaren Verstellelementen 2, 17 des Kraftfahrzeugschlosses bereit. Dies wird
im Detail anhand der konkreten Funktionsstellungen der Schlossmechanik 3 weiter unten
erläutert.
[0051] Wesentlich ist zunächst ganz allgemein, dass das Biege-Funktionselement 4 in einer
ersten Funktionsstellung in Eingriff mit den Verstellelementen 2, 17 steht oder bringbar
ist und die Verstellelemente 2, 17 kuppelt und in einer zweiten Funktionsstellung
außer Eingriff von zumindest einem Verstellelement 2, 17 steht und die Verstellelemente
2, 17 entkuppelt. Hier und vorzugsweise ist es so, dass das noch zu erläuternde Verstellelement
17 mit dem Verstellelement 2 - Sperrklinke 2 - gekuppelt werden. Hier sind weitgehend
beliebige Kombinationen denkbar.
[0052] Es lässt sich der Zeichnung entnehmen, dass die über das Biege-Funktionselement 4
übertragbare Kraft senkrecht zur Erstreckung des Biege-Funktionselements 4 wirkt.
Dadurch ist der Eingriff zwischen den Verstellelementen 2, 17 und dem Biege-Funktionselement
4 auf einfache Weise realisierbar, wie weiter unten gezeigt wird.
[0053] Grundsätzlich kann das Biege-Funktionselement 4 in einer Funktionsstellung auch blockierend
auf ein Verstellelement der Schlossmechanik 3 wirken. Dann ist es vorzugsweise so,
dass die Blockierkraft senkrecht zur Erstreckung des Biege-Funktionselements 4 wirkt.
[0054] Bei den oben genannten Verstellelementen 2, 17 handelt es sich einerseits um die
Sperrklinke 2 und andererseits um den Außenbetätigungshebel 17 der Schlossmechanik
3. Ein Innenbetätigungshebel ist in der Zeichnung zwar nicht dargestellt, aber vorgesehen.
Dies wird weiter unten noch erläutert.
[0055] Bei dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Sperrklinke
2, der Steuerhebel 6 und der Außenbetätigungshebel 17 um dieselbe Schwenkachse 5 schwenkbar.
Dies gilt vorzugsweise auch für den nicht dargestellten Innenbetätigungshebel. Denkbar
ist aber auch, dass nur zwei dieser Hebel um dieselbe Schwenkachse schwenkbar sind.
Denkbar ist schließlich, dass ein Teil dieser Hebel um zueinander parallele Schwenkachsen
schwenkbar sind.
[0056] Zur Realisierung der oben angesprochenen Kupplung zwischen dem Außenbetätigungshebel
17 und der Sperrklinke 2 ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die Sperrklinke 2 oder
ein mit der Sperrklinke 2 gekoppelter Hebel eine Sperrklinken-Mitnehmerkontur 18 aufweist,
wobei weiter vorzugsweise der Außenbetätigungshebel 17 oder ein mit dem Außenbetätigungshebel
17 gekoppelter Hebel eine Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 19 aufweist. Dabei ist
die Anordnung vorzugsweise so getroffen, dass bei in der Funktionsstellung "Entriegelt"
befindlichem Biege-Funktionselement 4 der Außenbetätigungshebel 17 über die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur
19, das Biege-Funktionselement 4 und die Sperrklinken-Mitnehmerkontur 18 mit der Sperrklinke
2 gekoppelt ist. Diese Funktionsstellung ist in Fig. 2 dargestellt.
[0057] Es lässt sich der Darstellung in Fig. 2 entnehmen, dass ein Schwenken des Außenbetätigungshebels
17 von oben gesehen rechts herum dazu führt, dass die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur
19 in Eingriff mit dem Biege-Funktionselement 4 kommt und eine Kraft auf das Biege-Funktionselement
4 senkrecht zur Erstreckungsrichtung des Funktionselements 4 an der Eingriffsstelle
ausübt. Dies führt dazu, dass das Biege-Funktionselement 4 auf die Sperrklinken-Mitnehmerkontur
18 wirkt, so dass die Sperrklinke 2 verstellt, hier ausgehoben wird.
[0058] Ferner ist es vorzugsweise vorgesehen, dass im Funktionszustand "Verriegelt" das
Biege-Funktionselement 4 außer Eingriff von der Sperrklinken-Mitnehmerkontur 18 und
von der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 19 steht, so dass der Außenbetätigungshebel
17 von der Sperrklinke 2 entkuppelt ist. Die Funktionsstellung "Entriegelt" ist in
Fig. 3c) dargestellt.
[0059] Zur Realisierung der Funktionsstellung "Entriegelt" würde es auch ausreichen, wenn
das Biege-Funktionselement 4 außer Eingriff von einer der beiden obigen Mitnehmerkonturen
18, 19 stehen würde.
[0060] Für die Ausgestaltung der Mitnehmerkonturen 18, 19 sind eine Reihe vorteilhafter
Möglichkeiten denkbar. Hier und vorzugsweise besteht die Sperrklinken-Mitnehmerkontur
18 aus zwei Lagerblöcken 18a, 18b, zwischen denen die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur
19 in der Funktionsstellung "Verriegelt" hindurch läuft (Fig. 3c)). Dies hat den Vorteil,
dass das Biege-Funktionselement 4 an der Eingriffsstelle, an der die Betätigungskraft
ja übertragen wird, optimal abgestützt wird.
[0061] Es darf darauf hingewiesen werden, dass die beiden Mitnehmerkonturen 18, 19 ohne
weiteres austauschbar sind. Dies bedeutet, dass die beschriebenen Lagerblöcke 18a,
18b auch am Außenbetätigungshebel 17 angeordnet sein können.
[0062] Es wurde schon darauf hingewiesen, dass hier und vorzugsweise auch ein Innenbetätigungshebel
vorgesehen ist. Dieser Innenbetätigungshebel wirkt in gleicher Weise wie der Außenbetätigungshebel
mit der Sperrklinke 2 und dem Biege-Funktionselement 4 zusammen. Vorzugsweise ist
der Innenbetätigungshebel mit einer Innenbetätigungs-Mitnehmerkontur ausgestattet,
die entsprechend parallel zu der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur 19 verläuft.
[0063] Um auch im Funktionszustand "Verriegelt" das Ausheben der Sperrklinke 2 über den
Innenbetätigungshebel zu gewährleisten, ist der Innenbetätigungshebel mit einem Override-Abschnitt
ausgestattet, die im Funktionszustand "Entriegelt" bei einer Betätigung des Innenbetätigungshebels
in Eingriff mit einem Override-Abschnitt 20 am Steuerhebel 6 kommt, wodurch der Steuerhebel
in Fig. 2 rechts herum verstellt wird. Dies führt wiederum zu einer Verstellung des
Biege-Funktionselements 4 in die Funktionsstellung "Entriegelt". Dies wird als "Override-Funktion"
bezeichnet.
[0064] Es lässt sich zusammenfassen, dass mit der vorschlagsgemäßen Lösung eine kompakte
Anordnung eines Kraftfahrzeugschlosses mit einer minimalen Anzahl von Bauteilen realisierbar
ist. Dieser Vorteil geht auf die Auslegung der Steuerkontur 7 einerseits und auf die
Möglichkeit der Mehrfachnutzung des Biege-Funktionselements 4 sowie des Steuerhebels
6 andererseits zurück.
[0065] Es darf schließlich darauf hingewiesen werden, dass das vorschlagsgemäße Kraftfahrzeugschloss
für alle möglichen Verschlusselemente eines Kraftfahrzeugs Anwendung finden kann.
Als bevorzugte Beispiele seien eine Seitentür, eine Heckklappe, ein Heckdeckel oder
eine Motorhaube eines Kraftfahrzeugs genannt.
1. Kraftfahrzeugschloss mit den Schließelementen Schlossfalle (1) und Sperrklinke (2)
sowie mit einer Schlossmechanik (3), wobei die Schlossmechanik (3) zumindest in die
Funktionszustände "Entriegelt" und "Verriegelt" bringbar ist und hierfür mindestens
ein in entsprechende Funktionsstellungen verstellbares Funktionselement (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Funktionselement (4) als federelastisch biegbarer Draht oder Streifen
ausgebildet ist und so als Biege-Funktionselement (4) federelastisch in unterschiedliche
Funktionsstellungen biegbar ist, dass ein um eine Steuerhebelachse (5) schwenkbarer
Steuerhebel (6) mit einer Steuerkontur (7) vorgesehen ist, dass die Steuerkontur (7)
mit mindestens einem Biege-Funktionselement (4) zu dessen Verstellung in Eingriff
steht oder bringbar ist und dass die für die Verstellung des Biege-Funktionselements
(4) maßgebliche Höhenerstreckung (8) der Steuerkontur (7) parallel zu der Steuerhebelachse
(5) ausgerichtet ist.
2. Kraftfahrzeugschloss mit den Schließelementen Schlossfalle (1) und Sperrklinke (2)
sowie mit einer Schlossmechanik (3), wobei die Schlossmechanik (3) zumindest in die
Funktionszustände "Entriegelt" und "Verriegelt" bringbar ist und hierfür mindestens
ein in entsprechende Funktionsstellungen verstellbares Funktionselement (4) aufweist,
insbesondere nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Funktionselement (4) als federelastisch biegbarer Draht oder Streifen
ausgebildet ist und so als Biege-Funktionselement (4) federelastisch in unterschiedliche
Funktionsstellungen biegbar ist, dass ein um eine Steuerhebelachse (5) schwenkbarer
Steuerhebel (6) mit einer Steuerkontur (7) vorgesehen ist, dass die Steuerkontur (7)
mit mindestens einem Biege-Funktionselement (4) zu dessen Verstellung in Eingriff
steht oder bringbar ist, dass dem Steuerhebel (6) eine Kippfederanordnung (11) zugeordnet
ist, dass die Kippfederanordnung (11) den Steuerhebel (6) je nach Stellung des Steuerhebels
(6) in eine von zwei Endstellungen vorspannt oder in einer von zwei Endstellungen
hält und dass das Biege-Funktionselement (4) einen Teil der Kippfederanordnung (11)
bereitstellt.
3. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (6) im montierten Zustand mit einem Innensicherungselement o. dgl.
und/oder mit einem Schließzylinder o. dgl. gekoppelt ist.
4. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Verstellung des Steuerhebels (6) die Steuerkontur (7) in Eingriff mit dem
Biege-Funktionselement (4) steht oder kommt und das Biege-Funktionselement (4) auslenkt
und, vorzugsweise, dass das Biege-Funktionselement (4) dabei auf der Steuerkontur
(7) gleitet.
5. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur (7) sich im Wesentlichen entlang einer Kreisbahn erstreckt, die
auf die Steuerhebelachse (5) ausgerichtet ist.
6. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der der Steuerkontur (7) zugeordnete Abschnitt des Biege-Funktionselements (4)
bezogen auf die Steuerhebelachse (5) im Wesentlichen radial erstreckt.
7. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur (7) im wesentlichen stegförmig ausgestaltet ist, vorzugsweise, dass
die Steuerkontur (7) einen erhöhten Abschnitt (7a) zur Auslenkung des Biege-Funktionselements
(4) aufweist und, weiter vorzugsweise, dass sich an den erhöhten Abschnitt (7a) eine
Anlaufschräge (7b) anschließt, über die das Biege-Funktionselement (4) bei einer Verstellung
des Steuerhebels (6) in Eingriff mit dem erhöhten Abschnitt (7a) kommt.
8. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 2 und ggf. nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippfederanordnung (11) ein Federelement (12) und ein Federauslenkelement (13)
aufweist und dass das Biege-Funktionselement (4) das Federelement (12) bereitstellt,
vorzugsweise, dass das Federauslenkelement (13) zwei Anlaufschrägen (14, 15) für das
Federelement (12) aufweist und dass bei einer Verstellung des Steuerhebels (6) aus
einer Endstellung heraus eine der beiden Anlaufschrägen (14, 15) in Eingriff mit dem
Federelement (12) steht oder kommt und die Kippfederanordnung (11) gegen die Verstellrichtung
wirkt, vorzugsweise, dass beim Überfahren einer Kippstellung des Steuerhebels (6)
die andere der beiden Anlaufschrägen (14, 15) in Eingriff mit dem Federelement (12)
kommt und die Kippfederanordnung (11) in Verstellrichtung wirkt.
9. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerhebel (6) zwei Hebelarme (6a, 6b) aufweist, vorzugsweise, dass der eine
Hebelarm (6a) die Steuerkontur (7) aufweist und der andere Hebelarm (6b) das Federauslenkelement
(13) aufweist.
10. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 8 und ggf. nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Biege-Funktionselement (4) zwei Schenkel (4a, 4b) aufweist und dass der eine
Schenkel (4a) der Steuerkontur (7) und der andere Schenkel (4b) der Kippfederanordnung
(11) zugeordnet ist, vorzugsweise, dass der eine Schenkel (4a) auf dem einen Hebelarm
(6a) und der andere Schenkel (4b) auf dem anderen Hebelarm (6b) angeordnet ist, weiter
vorzugsweise, dass die beiden Schenkel (4a, 4b) in entgegengesetzten Richtungen verlaufen.
11. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Biege-Funktionselement (4) im Wesentlichen um eine geometrische Biegeachse biegbar
ist, die senkrecht zu der Längserstreckung zumindest eines Teils des Biege-Funktionselements
(4) ausgerichtet ist.
12. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Biege-Funktionselement (4) als Betätigungselement für eine schaltbare Kupplung
zwischen zwei Verstellelementen (2, 17) des Kraftfahrzeugschlosses dient, oder, dass
das Biege-Funktionselement (4) selbst eine schaltbare Kupplung zwischen zwei Verstellelementen
(2, 17) des Kraftfahrzeugschlosses bereitstellt.
13. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die über das Biege-Funktionselement (4) übertragbare Kraft quer zur Erstreckung des
Biege-Funktionselements (4) wirkt.
14. Kraftfahrzeugschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlossmechanik (3) einen schwenkbaren Außenbetätigungshebel (17) und ggf. einen
schwenkbaren Innenbetätigungshebel aufweist und dass die Schlossmechanik (3) durch
eine Verstellung des mindestens einen Biege-Funktionselements (4) in die Funktionsstellungen
"Entriegelt" und "Verriegelt" bringbar ist.
15. Kraftfahrzeugschloss nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (2) oder ein mit der Sperrklinke (2) gekoppelter Hebel eine Sperrklinken-Mitnehmerkontur
(18) aufweist, vorzugsweise, dass der Außenbetätigungshebel (17) oder ein mit dem
Außenbetätigungshebel (17) gekoppelter Hebel eine Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur
(19) aufweist, dass bei in der Funktionsstellung "Entriegelt" befindlichem Biege-Funktionselement
(4) der Außenbetätigungshebel (17) über die Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur (19),
das Biege-Funktionselement (4) und die Sperrklinken-Mitnehmerkontur (18) mit der Sperrklinke
(2) gekuppelt ist, vorzugsweise, dass im Funktionszustand "Verriegelt" das Biege-Funktionselement
(4) außer Eingriff mit der Sperrklinken-Mitnehmerkontur (18) und/oder der Außenbetätigungs-Mitnehmerkontur
(19) steht und der Außenbetätigungshebel (17) von der Sperrklinke (2) entkuppelt ist.