[0001] Die Erfindung betrifft ein Rahmenprofil zum Ausbilden eines Rahmens zum beabstandeten
Verbinden von zwei Platten, insbesondere Glasscheiben.
[0002] In verschiedenen Bereichen und für verschiedenste Zwecke ist es erforderlich, Platten
miteinander zu verbinden und gleichzeitig auf Abstand zu halten. Beispiele hierfür
sind Isoliergläser, thermische Sonnenkollektoren oder transparente Wärmedämmelemente.
[0003] Um zwei Scheiben, beispielsweise aus Glas, beabstandet miteinander zu verbinden,
werden herkömmlicherweise Rahmen aus Metall oder Kunststoff verwendet. Auf beiden
Seiten des Rahmens wird jeweils eine Scheibe daran befestigt, sodass der Rahmen selbst
als Abstandhalter dient. Die Verbindung der Scheiben mit dem Rahmen erfolgt häufig
in zwei Stufen. Zunächst werden die Scheiben und der Rahmen mit einer Primärdichtung
verpresst. Mit einem weiteren Dichtstoff wird dieser Verbund rückseitig versiegelt,
wobei dieser Versiegelungsstoff manchmal auch Sekundärdichtung genannt wird.
[0004] Bei Isoliergläsern können insbesondere metallische Hohlprofile verwendet werden,
in die vor Fertigstellung des Rahmens ein Trockenmittel eingefüllt wird. Derartige
Hohlprofile sind aber insbesondere für größere Scheibenabstände beziehungsweise -zwischenräume
(beispielsweise größer als 40 mm) wenig geeignet.
[0005] Insbesondere für breitere Scheibenabstände werden herkömmlicherweise U-Profile verwendet.
Ein derartiges Rahmenprofil mit U-förmigen Querschnitt ist in Figur 23 beispielhaft
in Querschnittsansicht gezeigt. Das gezeigte Rahmenprofil 2301 weist einen Rahmensteg
2302 auf. An diesem Rahmensteg sind auf der Innenseite jeweils an den Enden Versiegelungsstege
2303 und 2304 vorgesehen, die senkrecht auf dem Rahmensteg 2302 stehen. Der Rahmensteg
selbst dient der Beabstandung der Platten. Durch die Versiegelungsstege wird auf den
jeweils den Scheiben 2305 und 2306 zugewandten Seiten Klebeflächen für Dichtstoffe
bereitgestellt.
[0006] Bei der Verbindung der Scheiben mit dem Rahmen wird zunächst auf die beiden Versiegelungsstege
die Primärdichtung aufgebracht, wobei diese nur einen Teil der gesamten Stegaußenseite,
d. h. Klebefläche, einnimmt. Mit dieser Primärdichtung 2307 wird ein Verpressen der
beiden Scheiben mit dem Rahmen durchgeführt. Anschließend erfolgt die rück- oder außenseitige
Versiegelung mittels der Sekundärdichtung 2308.
[0007] Der Nachteil dieser bekannten Rahmenkonstruktion besteht darin, dass beim gleichzeitigen
Verpressen der beiden Scheiben mit dem Rahmen starke Druckkräfte insbesondere auf
den Rahmensteg wirken. Um die Verformung des Rahmenprofils beim Verpressen gering
zu halten, sind somit verhältnismäßig große Wandstärken erforderlich.
[0008] Es ist daher wünschenswert, ein Rahmenprofil zum Ausbilden eines Rahmes zum beabstandeten
Verbinden von zwei Platten bereitzustellen, das ein Verbinden der Platten mit dem
Rahmen bei geringer Verformung und geringem Materialeinsatz ermöglicht.
[0009] Dementsprechend stellt die Erfindung ein Rahmenprofil zum Ausbilden eines Rahmens
zum beabstandeten Verbinden von zwei Platten, insbesondere Glasscheiben bereit, umfassend:
einen Rahmensteg zum Beabstanden der Platten,
einen ersten Versiegelungssteg zum Anordnen eines ersten Dichtstoffs, wobei der erste
Versiegelungssteg an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet oder vorgesehen ist.
[0010] Mit dem Rahmenprofil ist ein umlaufender Rahmen ausbildbar, wobei die vom Rahmenprofil
bzw. vom Rahmen umgebene Fläche (oder das umgebene Volumen) innen oder innerhalb des
Rahmens liegt. Wenn der erste Versiegelungssteg an der Außenseite des Rahmenstegs
vorgesehen ist, ist er entsprechend auch an der Außenseite des Rahmenprofils angeordnet.
Mit anderen Worten weist er bezüglich des Rahmenstegs, des Rahmenprofils und/oder
des Rahmens nach außen. Durch das Vorsehen eines Versiegelungsstegs an der Außenseite
des Rahmenstegs, und nicht wie bei den bekannten Rahmenprofilen an der Innenseite,
können die Platten einzeln mit dem Rahmenprofil oder dem Rahmen verbunden, insbesondere
verpresst werden. Somit wirken auf das Rahmensteg wesentlich geringere Kräfte, was
eine entsprechend geringere Verformung bei geringer Wandstärke zur Folge hat.
[0011] Durch den Versiegelungssteg kann eine Dichtfläche oder Klebefläche bereitgestellt
werden, auf die der erste Dichtstoff aufbringbar ist. Die Klebefläche und/oder der
Versiegelungssteg sind vorzugsweise derart angeordnet, dass der erste Dichtstoff zwischen
dem erstem Versiegelungssteg und der zu verbindenden Platte anordenbar ist. Die Dichtfläche
kann plan ausgebildet sein.
[0012] Der erste Versiegelungssteg kann den Rahmensteg, das Rahmenprofil und/oder den Rahmen
(vollständig) umlaufend oder umgebend ausgebildet sein. Alternativ kann er den Rahmensteg,
das Rahmenprofil und/oder den Rahmen umlaufend oder umgebend ausgebildet sein, wobei
er an den (zu bildenden Ecken des Rahmens) unterbrochen ist bzw. eine Ausklinkung
aufweist.
[0013] Der erste Versiegelungssteg kann insbesondere derart ausgebildet und/oder angeordnet
sein, dass durch ihn eine Halterfläche, insbesondere für einen Gegenhalter, ausgebildet
wird. Die Klebefläche und die Halterfläche können parallel zueinander und/oder an
unterschiedlichen Seiten, insbesondere gegenüberliegenden Seiten, des Versiegelungsstegs
angeordnet sein. Damit lässt sich mit Hilfe eines an der Halterfläche gelagerten Gegenhalters
eine Platte (einzeln) mit der entsprechenden Seite des Rahmenprofils, insbesondere
dem Versiegelungssteg, verpressen oder verbinden. Der Gegenhalter muss somit insbesondere
nicht auf der anderen Seite des Rahmenprofils, d.h. auf der Seite der anderen Platte,
vorgesehen sein, wodurch die auf das Rahmensteg wirkenden Druckkräfte reduziert werden.
Damit muss die Wanddicke insbesondere des Rahmenstegs nur für die später auf das fertige
Element aus Rahmen und Platten einwirkenden statischen und dynamischen Lasten dimensioniert
werden, jedoch nicht für die Verpressung.
[0014] Die Klebefläche und/oder die Halterfläche können bezüglich des Rahmenprofils oder
des Rahmens von außen (frei) zugänglich sein. Der erste Versiegelungssteg kann (unmittelbar)
am Rahmensteg angeordnet sein. Alternativ kann er mittels eines Verbindungselements,
beispielsweise eines oder mehrerer Verbindungsstege, am Rahmensteg angeordnet sein.
Insbesondere kann der Rahmensteg mit dem ersten Versiegelungssteg einstückig, insbesondere
aus einem Material, ausgebildet sein. Mögliche Materialien für das Rahmenprofil, den
Rahmensteg und/oder den ersten Versiegelungssteg sind Kunststoffe oder Metalle, beispielsweise
Aluminium.
[0015] Grundsätzlich kann der erste Versiegelungssteg eine Klebe- oder Dichtfläche für einen
ersten und einen zweiten Dichtstoff bereitstellen. Dabei kann einer der beiden Dichtstoffe
zum Verpressen einer Platte mit dem Rahmenprofil und der andere der beiden Dichtstoffe
zum Abdichten oder Versiegeln der Verbindung zwischen Platte und Rahmenprofil (oder
Rahmen) erforderlich sein. Dann kann der erste Versiegelungssteg auch der einzige
Versiegelungssteg sein. Insbesondere kann die Klebefläche für die beiden Dichtstoffe
plan ausgebildet sein.
[0016] Das beschriebene Rahmenprofil kann insbesondere für Doppelplattensystems wie Isoliergläser,
Sonnenkollektoren oder Wärmedämmelemente sein. Eine Anwendung sind auch Doppelplattensysteme,
bei denen die Platten gegeneinander ausgerichtet werden müssen.
[0017] Alternativ können die zuvor beschriebenen Rahmenprofile einen zweiten Versiegelungssteg
zum Anordnen eines zweiten Dichtstoffs umfassen, wobei der zweite Versiegelungssteg
an der Innenseite oder der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet oder vorgesehen ist.
In analoger Weise zum ersten Versiegelungssteg weist auch der zweite Versiegelungssteg
dann gleichermaßen bezüglich des Rahmenprofils und/oder des Rahmens nach innen oder
außen bzw. ist an der entsprechenden Außenseite des Rahmenprofils und/oder Rahmens
angeordnet.
[0018] Der zweite Dichtstoffe kann beispielsweise zum Verpressen und der erste Dichtstoff
zum Versiegeln oder Abdichten vorgesehen sein. Durch den zweiten Versiegelungssteg
kann eine Klebe- oder Dichtfläche zum Aufbringen des zweiten Dichtstoffs bereitgestellt
werden, insbesondere derart, dass der zweite Dichtstoff zwischen dem zweiten Versiegelungssteg
und der zu verbindenden Platte anordenbar ist.
[0019] Auch der zweite Versiegelungssteg kann (unmittelbar) am Rahmensteg angeordnet sein.
Alternativ kann er mittels eines Verbindungselements, insbesondere eines oder mehrerer
Verbindungsstege, am Rahmensteg angeordnet sein. Der zweite Versiegelungssteg kann
mit dem Rahmensteg und/oder dem ersten Versiegelungssteg einstückig ausgebildet sein.
[0020] Der erste Versiegelungssteg und/oder der zweite Versiegelungssteg können senkrecht
zum Rahmensteg und/oder parallel zu den zu verbindenden Platten angeordnet sein. Insbesondere
können der erste und/oder der zweite Versiegelungssteg senkrecht auf dem Rahmensteg
stehen. Beispielsweise kann die Klebefläche für den ersten und/oder zweiten Dichtstoff
senkrecht zum Rahmensteg und/oder parallel zu den zu verbindenden Platten vorgesehen
sein.
[0021] Der erste und/oder zweite Versiegelungssteg können freistehend an dem Rahmensteg
oder einem Verbindungssteg zum Rahmensteg angeordnet sein. Damit sind dann der erste
oder zweite Versiegelungssteg von drei Seiten zugänglich.
[0022] Bei den zuvor beschriebenen Rahmenprofilen kann für jede Platte ein erster Versiegelungssteg
und/oder ein zweiter Versiegelungssteg vorgesehen sein. Mit anderen Worten kann an
beiden Seiten (d.h. den beiden Längsseiten: Oberseite und Unterseite) des Rahmenstegs
jeweils ein erster und/oder ein zweiter Versiegelungssteg vorgesehen sein. Dabei sind
die genannten Seiten die Seiten, an denen jeweils eine Platte mit dem Rahmenprofil
und dem Rahmen verbunden werden. Die zuvor und nachfolgend genannten Merkmale des
ersten und/oder zweiten Versiegelungsstegs, gelten dementsprechend für beide ersten
und/oder zweiten Versiegelungsstege, gegebenenfalls auf die entsprechende Seite des
Rahmenprofils bezogen.
[0023] Der erste und der zweite Versiegelungssteg können in Abstandsrichtung der Platten
gegeneinander versetzt angeordnet sein. Auf diese Weise weisen beide Versiegelungsstege
einen unterschiedlichen Abstand von der entsprechenden Seite des Rahmenstegs auf.
Somit können gewünschte Dichtstoffdicken oder -mengen eingestellt werden. Die Abstandsrichtung
ist die Richtung, in der die zu verbindenden Platten den geringsten Abstand aufweisen,
also die Richtung zwischen Ober- und Unterseite. Die Abstandsrichtung ist somit die
Richtung, entlang der die Höhe des Rahmenstegs bestimmt wird. Sie steht senkrecht
auf der Längsrichtung oder -seite des Rahmenstegs und des Rahmenprofils. Sie steht
auch senkrecht auf der Ebene der zu verbindenden Platten.
[0024] Der erste Versiegelungssteg kann weiter von der entsprechenden, d.h. damit zu verbindenden,
Platte beabstandet sein als der zweite Versiegelungssteg. Mit anderen Worten kann
der erste Versiegelungssteg in Abstandsrichtung weiter von einem Ende des Rahmenstegs
beabstandet sein als der zweite Versiegelungssteg. Falls das Rahmenprofil auf beiden
Seiten des Rahmenstegs jeweils einen ersten und einen zweiten Versiegelungssteg aufweist,
gilt das zuvor Gesagte insbesondere auch für die ersten und zweiten Versiegelungsstege
auf beiden Seiten (Ober- und Unterseite) des Rahmenstegs.
[0025] Insbesondere wenn der erste Versiegelungssteg von einem Ende des Rahmenstegs weiter
beabstandet ist als der zweite Versiegelungssteg, kann der zweite Versiegelungssteg
für den Verpressdichtstoff und der erste Versiegelungssteg für den Versiegelung- beziehungsweise
Abdichtdichtstoff vorgesehen sein. Damit lässt sich das Verpressen mit einer geringen
Menge Verpressdichtstoffs durchführen; für das anschließende Versiegeln der Verbindung
zwischen Platte und Rahmenprofil kann dann allerdings eine größere Menge Versiegelungsdichtstoff
verwendet werden.
[0026] Bei den zuvor beschriebenen Rahmenprofilen kann der zweite Versiegelungssteg parallel
zum ersten Versiegelungssteg angeordnet sein. Insbesondere können beide Versiegelungsstege
plan (also mit planen Oberflächen) ausgebildet sein.
[0027] Die Rahmenprofile können an der Außenseite des Rahmenstegs, d. h. an der bezüglich
des Rahmens nach außen weisenden Seite des Rahmenstegs, einen Halterungssteg aufweisen.
Mit dem Halterungssteg kann eine Halterfläche zum Lagern eines Gegenhalters, insbesondere
für das Verpressen mit einer der Platten, bereitgestellt werden. Der Halterungssteg
kann dem ersten Versiegelungssteg entsprechen; dann kann insbesondere die der Klebefläche
gegenüberliegende Seite des Versiegelungsstegs der Halterfläche entsprechen.
[0028] Die Rahmenprofile können eine erste Nut umfassen, die an der Außenseite des Rahmenstegs
und/oder des Rahmenprofils angeordnet ist. Die erste Nut kann somit bezüglich des
Rahmenstegs, Rahmenprofils und/oder Rahmens nach außen weisen. Eine derartige Nut
an der Außenseite des Rahmenstegs erlaubt es, beim Ausbilden eines Rahmens ein Eckteil
anzubringen. Ein solches Eckstück oder Winkelstück kann zwei Rahmenprofile über Eck
miteinander verbinden und/oder stabilisieren. Eine Seite der Nut kann durch den ersten
Versiegelungssteg gebildet sein. Damit ermöglicht ein angebrachtes Eckteil die Verlängerung
des Versiegelungsstegs über Eck. Insbesondere kann in Abstandrichtung auf beiden Seiten
des Rahmenstegs in Abstandsrichtung eine erste Nut vorgesehen sein.
[0029] Die zuvor beschriebenen Rahmenprofile können eine zweite Nut umfassen, insbesondere
zur Aufnahme eines Winkelstücks, wobei die zweite Nut (bezüglich des Rahmens) an der
Innenseite des Rahmensteges oder des Rahmenprofils angeordnet ist. Zusätzlich oder
alternativ kann zu einem außen angeordneten Eckstück durch die innen angeordnete zweite
Nut innen im Rahmen ein Winkelstück zur Verbindung und/oder Stabilisierung vorgesehen
sein. Es wird darauf hingewiesen, dass eine derartig zweite Nut auch ohne Vorhandensein
der oben genannten ersten Nut vorhanden sein kann. Weiterhin kann in Abstandsrichtung
auf beiden Seiten des Rahmenstegs eine derartige zweite Nut vorgesehen sein.
[0030] Die zuvor beschriebenen Rahmenprofile können eine Biegestelle zum Biegen des Rahmenprofils
für eine Rahmenecke umfassen. Das Biegen des Rahmenprofils zu einer Rahmenecke erlaubt
beispielsweise das Ausbilden eines Rahmens aus einem einzigen Rahmenprofil, das an
drei der vier Ecken des Rahmen gebogen wird; an der vierten Ecke kann eine Steckverbindung
ausgebildet werden. Alternativ kann ein Rahmenprofil beispielsweise auch an vier Ecken
gebogen werden; eine Steckverbindung kann dann an einer der Seiten (Längsseiten) des
Rahmens ausgebildet werden.
[0031] Das Rahmenprofil kann an der Biegestelle an der Innenseite, also an der bezüglich
des Rahmens nach innen weisenden Seite, eine Ausklinkung und/oder an der Außenseite
einen, insbesondere senkrecht nach außen weisenden, Schlitz aufweisen. Eine derartige
Ausklinkung oder Winkelaussparung kann insbesondere an den an der Innenseite des Rahmenstegs
angeordneten Stegen, beispielsweise den an der Innenseite angeordneten Versiegelungsstegen,
vorgesehen sein. Entsprechend kann der Schlitz insbesondere in den an der Außenseite
des Rahmenstegs angeordneten Stegen, insbesondere den Versiegelungsstegen, vorgesehen
sein. Damit kann das Rahmenprofil an der Biegestelle nur noch aus einem Abschnitt
des Rahmenstegs bestehen; an dieser Stelle können die Versiegelungsstege unterbrochen
sein. Eine derart ausgebildete Biegestelle erlaubt es in vorteilhafter Weise das Rahmenprofil
zu einem Rahmen zu biegen, wobei eine dichte Versiegelung ermöglicht wird. Bei einem
rechtwinkligen Rahmen kann es sich insbesondere um eine 90°-Ausklinkung handeln.
[0032] Der erste oder der zweite Versiegelungssteg kann an einer einer Platte zugewandten
Kante oder Seite des Rahmenstegs angeordnet sein. Mit anderen Worten kann der erste
oder zweite Versiegelungssteg in Abstandsrichtung am Ende des Rahmenstegs, also an
der Längsseite des Rahmenstegs, angeordnet sein.
[0033] Der erste und der zweite Versiegelungssteg können über einen Verbindungssteg miteinander
verbunden sein. Insbesondere kann der Verbindungssteg parallel zum Rahmensteg angeordnet
sein.
[0034] Die beschriebenen Rahmenprofile können weiterhin einen Haltesteg zur Halterung eines
Haltehakens aufweisen. Damit kann beispielsweise das Rahmenprofil oder der Rahmen
selbst an einer Unterkonstruktion befestigt werden.
[0035] Die Rahmenprofile können ein Aufnahmeelement zur Aufnahme einer Platte oder eines
Randes einer Platte, insbesondere einer Glasplatte, aufweisen. Das Aufnahmeelement
kann zwei parallel angeordnete Stege umfassen.
[0036] Die zuvor beschriebenen Rahmenprofile können mittels Umformung, insbesondere mittels
Biegen oder Rollumformung, oder Strangpressen hergestellt sein. Damit wird die einfache
Herstellung des Rahmenprofils ermöglicht.
[0037] Die Rahmenprofile können mittels Faltung eines planen Materials hergestellt sein.
Insbesondere können die Rahmenprofile ausschließlich und/oder vollständig mittels
Faltung hergestellt sein. Bei dem planen Material kann es sich beispielsweise um ein
Blech handeln.
[0038] In diesem Fall kann das Rahmenprofil eine nach außen weisende Eckfalte entlang der
Abstandsrichtung und eine Falte im ersten Versiegelungssteg aufweisen. Eine oder beide
der Falten können in Falzrichtung eine Öffnung aufweisen. Dies erlaubt das Füllen
der Falte mit einem Dichtstoff. Die in einer Rahmenecke angeordnete Eckfalte ermöglicht
eine Stabilisierung des Rahmenprofils in Abstandsrichtung. Die Eckfalte kann insbesondere
an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet sein. Sie kann entlang der Winkelhalbierenden
der Ecke des Rahmenprofils nach außen weisen. Die Falte im ersten Versiegelungssteg
ermöglicht die Bereitstellung eines senkrecht auf dem Rahmensteg stehenden ersten
Versiegelungsstegs. Das Rahmenprofil kann insbesondere für jede einer Mehrzahl von
Rahmenseiten (oder Rahmenaußenseiten), beispielsweise für alle Rahmenseiten, eine
Eckfalte und eine Falte im Versiegelungssteg aufweisen.
[0039] Die Erfindung stellt weiterhin einen Rahmen umfassend eines der beschriebenen Rahmenprofile
bereit. Der Rahmen kann weiterhin ein Winkelstück umfassen, wobei das Winkelstück
derart an einer Ecke des Rahmens angeordnet ist, dass durch den ersten Versiegelungssteg
und das Winkelstück eine umlaufende Klebefläche für den ersten Dichtstoff gebildet
wird. Dies erlaubt eine vollständige und sichere Versiegelung des Rahmens, insbesondere
der Verbindung zwischen einer Platte und dem Rahmenprofil. Das Winkelstück (oder Eckwinkelstück)
kann insbesondere formschlüssig und/oder kraftschlüssig mit dem Rahmenprofil verbunden
sein. Es kann sich beispielsweise um eine Steckverbindung handeln. Der Rahmen kann
insbesondere für jede Ecke ein oder zwei Winkelstücke umfassen. Zwei Winkelstücke
sind insbesondere beim Vorsehen von zwei ersten Versiegelungsstegen (einem an der
Ober- und einem an der Unterseite) von Vorteil.
[0040] Außerdem stellt die Erfindung eine ein Doppelplattensystem umfassend eines der zuvor
beschriebenen Rahmenprofile oder einen der zuvor beschriebenen Rahmen sowie zwei Platten,
die jeweils auf einer Seite des Rahmenprofils mit diesem mittels eines ersten und/oder
zweiten Dichtstoffs verbunden sind, bereit. Bei den Platten kann es sich beispielsweise
um Kunststoff- oder Glasscheiben handeln. Das Doppelplattensystem kann ein Isolierglas,
ein, insbesondere thermischer, Sonnenkollektor oder ein, insbesondere transparentes,
Wärmedämmelement sein.
[0041] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
beschrieben. Dabei zeigt
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht eines Beispiels für ein Rahmenprofil;
- Figur 2
- ein Beispiel eines mit Platten verbundenen Rahmenprofils in Querschnittsansicht;
- Figur 3
- eine Querschnittsansicht eines Beispiels für ein Rahmenprofil;
- Figur 4
- ein Beispiel eines mit Platten verbundenen Rahmenprofils in Querschnittsansicht;
- Figur 5
- ein Beispiel eines Haltehakens in Querschnittsansicht;
- Figur 6
- ein Beispiel eines mit Platten verbundenen Rahmenprofils in Querschnittsansicht;
- Figur 7
- eine Querschnittsansicht eines Beispiels für ein Rahmenprofil;
- Figur 8
- eine Ansicht einer beispielhaften Eckverbindung;
- Figur 9
- eine schematische Draufsicht auf eine Biegestelle eines Rahmenprofils vor dem Biegen;
- Figur 10
- eine schematische Draufsicht auf ein Beispiel eines Rahmenprofils mit einer Biegestelle
nach dem Biegen;
- Figur 11
- eine Schnittdarstellung einer Steckverbindung eines Rahmenprofils über Eck;
- Figur 12
- eine Ansicht eines weiteren Beispiels eines Rahmenprofils;
- Figur 13
- eine Draufsicht eines Beispiels eines Rahmenprofils;
- Figur 14
- ein Beispiel eines mit Platten verbundenen Rahmenprofils in Querschnittsansicht;
- Figur 15
- ein Beispiel eines Rahmenprofils mit einem Eckstück in Querschnittsansicht;
- Figur 16
- eine Draufsicht auf ein Stanzteil für ein Eckstück;
- Figur 17
- eine Draufsicht auf ein Eckstück;
- Figur 18
- eine Draufsicht eines zu faltenden Blechs für ein Rahmenprofil;
- Figuren 19 - 21
- verschiedene Stadien beim Falten eines Rahmenprofils;
- Figur 22
- eine Ansicht eines Teils eines gefalteten Rahmenprofils; und
- Figur 23
- eine Querschnittsansicht eines Rahmenprofils.
[0042] Figur 1 zeigt schematisch ein Beispiel eines Rahmenprofils in Querschnittsansicht.
Das Rahmenprofil 101 umfasst einen Rahmensteg 102, der zum Beabstanden der zu verbindenden
Platten dient. In dem gezeigten Beispiel werden die Platten an der Ober- und Unterseite
des Rahmenstegs bzw. des Rahmenprofils mit dem Rahmenprofil verbunden. Die Platten
liegen somit senkrecht zur Zeichnungsebene; die Abstandsrichtung liegt in der Zeichnungsebene.
Eine entsprechende Querschnittsansicht mit verbundenen Platten ist in Figur 2 gezeigt.
[0043] Senkrecht auf dem Rahmensteg stehen auf beiden Seiten des Rahmenstegs erste Versiegelungsstege
103 und 104. Die beiden ersten Versiegelungsstege sind an der Außenseite des Rahmenstegs
angeordnet; sie weisen also bezüglich des mit dem Rahmenprofil zu bildenden Rahmens
nach außen. Nach Ausbilden des Rahmens und Verbinden mit den zwei Platten ist ein
Hohlraum gebildet, der einerseits durch den Rahmen und andererseits durch die zwei
Platten begrenzt ist. Die dem Hohlraum zugewandte Seite des Rahmenprofils ist seine
Innenseite; die dem Inneren abgewandte Seite ist die Außenseite.
[0044] Für jede Platte ist weiterhin ein zweiter Versiegelungssteg 105 und 106 vorgesehen.
Die zweiten Versiegelungsstege sind, wie die ersten Versiegelungsstege, unmittelbar
am Rahmensteg 102 angeordnet. Sie stehen senkrecht auf dem Rahmensteg und weisen bezüglich
des Rahmens nach innen. Die beiden zweiten Versiegelungsstege sind in Abstandsrichtung
jeweils am Ende des Rahmenstegs beziehungsweise an den den Platten zugewandten Seiten
oder Kanten des Rahmenstegs angeordnet.
[0045] Sowohl die ersten als auch die zweiten Versiegelungsstege können entlang der gesamten
Länge jeder Rahmenseite verlaufen.
[0046] Wie man insbesondere aus Figur 2 ersehen kann, werden durch den ersten und den zweiten
Versiegelungssteg jeweils Klebeflächen für einen ersten Dichtstoff und einen zweiten
Dichtstoff ausgebildet. Die Klebeflächen entsprechen der der entsprechenden Platte
zugewandten Oberfläche des Versiegelungsstegs.
[0047] Auf beiden Seiten des Rahmenstegs in Abstandsrichtung ist jeweils eine erste Nut
107 und 108 vorgesehen. Eine Seite dieser ersten Nut wird jeweils durch den entsprechenden
ersten Versiegelungssteg 103 beziehungsweise 104 gebildet. Die andere Seite wird durch
einen Halterungssteg 109 beziehungsweise 110 gebildet.
[0048] Die erste Nut kann einerseits Eckwinkel (Winkelstücke) aufnehmen, um die Rahmenprofilteile
zu fixieren und zu stabilisieren. Weiterhin kann die erste Nut auch zum Einlegen eines
umlaufenden Drahtes dienen. Dieser Draht stellt die elektrisch leitende Verbindung
zwischen den verschiedenen Rahmenteilen sicher, sodass eine Erdungsleitung selbst
bei Verwendung mehrerer Rahmenprofile nur an einem Rahmenprofil angeschlossen werden
muss.
[0049] Beim Verpressen des Rahmenprofils mit einer Platte kann am entsprechenden Halterungssteg
109 oder 110 ein Gegenhalter gelagert sein. Somit müssen nicht beide Platten gleichzeitig
mit dem Rahmprofil verpresst werden. Weiterhin ist das Biegemoment insbesondere im
Rahmensteg beim Verpressen reduziert. Statt eines separaten Halterungsstegs kann,
wie in Figur 2 gezeigt, auch der erste Versiegelungssteg selbst als Halterungssteg
dienen. In diesem Fall wird der Gegenhalter an der der Klebefläche gegenüberliegenden
Fläche des Versiegelungsstegs angelagert.
[0050] Das in Figur 1 gezeigt Rahmenprofil weist weiterhin an beiden Seiten in Abstandsrichtung
eine zweite Nut 111 und 112 auf. Diese zweite Nut an jeder Seite ist an der Innenseite
des Rahmenstegs angeordnet und dient der Aufnahme entsprechender Eckwinkel. Diese
Eckwinkel können insbesondere auch einer Abdichtung der Rahmenecke dienen, wie unten
im Zusammenhang mit Figur 11 näher erläutert wird. Eine Ansicht eines entsprechenden
Eckwinkels ist in Figur 8 gezeigt.
[0051] Figur 2 zeigt ein Doppelplattensystem mit einem Rahmenprofil und zwei Platten, bei
denen es sich insbesondere um zwei Glasscheiben handeln kann. Beim Verbinden des Rahmenprofils
201 mit einer der beiden Platten wird auf die der entsprechenden Platte zugewandten
Klebefläche des nach innen weisenden zweiten Versiegelungsstegs ein Dichtstoff 202
aufgebracht. Dieser Dichtstoff wird manchmal auch als Primärdichtung bezeichnet. Es
kann sich dabei beispielsweise um Butyl handeln. Alternativ kann beispielsweise auch
ein Klebeband verwendet werden. Mit Hilfe eines Gegenhalters am nach außen weisenden
ersten Versiegelungssteg wird dann die Platte 203 mit dem Rahmenprofil an einer Seite
verpresst. Gleiches wird in Abstandsrichtung auf der anderen Seite mit der Platte
204 durchgeführt.
[0052] Anschließend wird auf jeder Seite ein Dichtstoff zwischen dem ersten Versiegelungssteg
und der entsprechenden Platte vorgesehen, um eine rückseitige oder außenseitige Versiegelung
der nun bestehenden Verbindung zwischen Platte und Rahmenprofil zu erzielen. Dieser
Versiegelungsdichtstoff 205 wird manchmal auch als Sekundärdichtung bezeichnet; es
kann sich beispielsweise um Silikon, Polyurethan oder Polysulfid handeln. Grundsätzlich
muss die Dichtigkeit des Doppelplattensystems (insbesondere an den Ecken) nicht bereits
durch das Anbringen der Primärdichtung erzielt werden. Die endgültige Dichtigkeit
kann regelmäßig erst mittels des Sekundärdichtstoffs erreicht werden.
[0053] Der zweite Versiegelungssteg für die Primärdichtung kann eine Breite von etwa 5 bis
10 mm aufweisen; der erste Versiegelungssteg kann eine Breite von etwa 4 bis 8 mm
aufweisen.
[0054] Bei den in Figur 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen sind die ersten und zweiten
Versiegelungsstege auf beiden Seite jeweils zueinander abgestuft. Insbesondere ist
der erste Versiegelungssteg weiter von der entsprechenden Platte beziehungsweise dem
entsprechenden Ende des Rahmenstegs beabstandet als der erste Versiegelungssteg, der
in beiden Fällen unmittelbar am Ende des Rahmenstegs angeordnet ist. Aufgrund dieser
gestuften Ausführung kann insbesondere die Primärdichtung 202 eine geringe Dicke aufweisen,
beispielsweise weniger als 4 mm bis weniger als 1 mm. Aufgrund der gestuften Ausführung
und dem größeren Abstand des ersten Versiegelungsstegs von der Platte kann der Sekundärdichtstoff
205 auch bei dünner Primärdichtung noch in die verbleibende Fuge zwischen Platte und
erstem Versiegelungssteg eingebracht werden, um somit eine zuverlässige Versiegelung
zu ermöglichen. Die Dicke des Sekundärdichtstoffs kann etwa 6 mm betragen.
[0055] Weiterhin erreicht man bei zueinander versetzten ersten und zweiten Versiegelungsstegen
eine Vergrößerung der Diffusionslänge zwischen Sekundärdichtung und Rahmenprofil.
Dies erlaubt eine Reduzierung der Dicke der Sekundärdichtung bei gleichbleibender
Dichtigkeit. Andererseits erhält man wegen der unterschiedlichen Ebenen der Klebeflächen
eine vergrößerte Kontaktfläche zwischen Rahmenprofil und Sekundärdichtstoff bei gleicher
Dichtstoffdicke.
[0056] Am ersten Versiegelungssteg kann bei der Versiegelung mit dem ersten Dichtstoff 205
das Versiegelungswerkzeug (beispielsweise ein Spachtel oder Versiegelungsschuh) entlang
geführt werden. Entsprechend lässt sich auch nach dem Aushärten ein Reinigungswerkzeug
(beispielsweise ein Messer oder ein Schaber) beim Entfernen überschüssiger Versiegelungsmasse
am ersten Versiegelungssteg entlangführen.
[0057] Figur 3 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines Rahmenprofils 301, bei
dem, analog zum Fall gemäß Figur 1, nach außen weisende erste Versiegelungsstege 303
und 304 senkrecht auf dem Rahmensteg 302 stehen. An der Ober- und Unterseite des Rahmenstegs
sind weiterhin zweite Versiegelungsstege 305 und 306 vorgesehen, die nach innen weisen.
An diesen zweiten Versiegelungsstegen sind Nuten 311 und 312 zur Aufnahme von inneren
Eckstücken ausgebildet.
[0058] Das Rahmenprofil weist zusätzlich Halterungsstege 309 und 310 auf, die an der Außenseite
des Rahmenstegs angeordnet sind. Durch die Halterungsstege und die ersten Versiegelungsstege
werden Nuten 307 und 308 zur Aufnahme von äußeren Eckstücken ausgebildet.
[0059] Wie in Figur 4 schematisch gezeigt, wird ein Rahmenprofil 401, das dem Beispiel von
Figur 3 entspricht, über einen zweiten Dichtstoff 402 (Primärdichtstoff) und einen
ersten Dichtstoff 405 (Sekundärdichtstoff) mit Platten 403 und 404 verbunden. Mittels
des Halterungsstegs 409 kann das Doppelplattensystem aus Rahmenprofil und Platten
mit einer Unterkonstruktion 411 verbunden werden. Hierfür dient ein Haltehaken 410,
der mit der Unterkonstruktion fest verbunden ist.
[0060] Figur 5 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines Haltehakens 510 mit einem
Haltebügel 511, der mit einem Halterungssteg in Eingriff gebracht werden kann.
[0061] Figur 6 zeigt eine schematische Querschnittsansicht eines weiteren Beispiels für
ein Rahmenprofil 601, bei dem der Rahmensteg ein Aufnahmeelement 602 zur Aufnahme
einer Platte 606 (bzw. des Randes der Platte) aufweist. Das Aufnahmeelement 602 ist
an der Innenseite des Rahmenstegs angeordnet und umfasst zwei parallel zueinander
angeordnete Stege 603 und 604. Die Platte 606 kann mittels eines Klebstoffs in das
Aufnahmeelement geklebt sein. Die zweite Platte 605 ist mit dem Rahmenprofil in der
Weise verbunden, wie sie beispielsweise im Zusammenhang mit Figur 2 beschrieben wurde.
[0062] Figur 7 zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Rahmenprofils 701, wie es
in Figur 6 verwendet wird. An der Unterseite des Rahmenprofils ist das Aufnahmeelement
702 vorgesehen. Durch die zwei Stege 703 und 704 wird die Aufnahmenut 705 ausgebildet.
[0063] Bei den zuvor beschriebenen Beispielen ist sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite
des Rahmenstegs eine an der Innenseite angeordnete Nut vorgesehen. Diese Nut erlaubt
es, zwei Rahmenprofile mittels eines Eckstücks über Eck zu verbinden, wie in Figur
8 gezeigt ist.
[0064] Figur 9 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt eines Rahmenprofils
901 mit einer Biegestelle 902. An der Innenseite des Rahmenprofils ist eine 90"-Ausklinkung
903 ausgebildet. Diese Winkelaussparung 903 kann insbesondere in einem an der Innenseite
des Rahmenprofils angeordneten zweiten Versiegelungssteg vorgesehen sein. An der Außenseite
weist das Rahmenprofil einen senkrecht nach außen weisenden Schlitz 904 auf. Der Schlitz
ist insbesondere im nach außen weisenden Steg, also beispielsweise im ersten Versiegelungssteg,
vorgesehen.
[0065] Beim Ausbilden eines Rahmens kann das Rahmenprofil, wie in Figur 10 gezeigt, an der
Biegestelle gebogen werden, wodurch sich eine gebogene Biegestelle 1001 ergibt. Die
aufgrund des Schlitzes entstandenen Lücken in dem Versiegelungssteg an den Rahmenecken
können durch einstecken oder einkleben von Winkelstücken 1002 geschlossen werden.
Derartige Winkelstücke können beispielsweise in eine entsprechende Nut gesteckt werden,
wie sie in Figur 1 mit den Bezugszeichen 107 und 108 gezeigt ist. Durch derart angeordnete
Winkelstücke wird durch den nach außen weisenden ersten Versiegelungssteg und die
Winkelstücke eine umlaufende Klebefläche für den ersten Dichtstoff gebildet, was eine
sichere rückseitige oder außenseitige Versiegelung des Rahmens ermöglicht.
[0066] In einer Ausführungsform kann ein für die Ausbildung eines Rahmens erforderliches
Rahmenprofil drei Biegestellen umfassen, durch die drei Rahmenecken gebildet werden
können. An der vierten Ecke erfolgt dann eine Verbindung mittels einer Steckverbindung
über Eck. Eine derartige Steckverbindung ist in Figur 11 schematisch illustriert.
Eine entsprechende Ansicht einer solchen Steckverbindung ist in Figur 8 zu sehen.
Grundsätzlich kann ein Rahmen jedoch auch aus vier geraden Rahmenprofilen zusammengesetzt
werden, wobei dann an allen vier Ecken eine entsprechende Steckverbindung vorgesehen
sein kann. Eine weitere Alternative besteht darin, vier Biegestellen vorzusehen und
an einer Längsseite des Rahmenprofils eine Steckverbindung auszubilden.
[0067] Zum Zusammenstecken wird ein Eckwinkel 1101 verwendet, der in einer Nut 1102 aufgenommen
wird. Diese Nut entspricht beispielsweise einer der Nuten 111 oder 112 gemäß Figur
1. Der Eckwinkel 1101 dient dem Fixieren und Stabilisieren der Rahmenprofilteile an
der entsprechenden Rahmenecke. Weiterhin kann durch ein derartiges Winkelstück die
Rahmenecke abgedichtet werden. Hierzu kann der Eckwinkel 1101 zur Aufnahme einer Dichtstoffraupe
1103 geformt sein. Alternativ kann dieser Dichtstoff auch nach Zusammenstecken der
Ecke mittels einer Bohrung im Eckwinkel in den Hohlraum zwischen Rahmenprofil und
Eckwinkel eingepresst werden. Der Eckwinkel kann so ausgebildet sein, beispielsweise
durch eine Presspassung in der Nut 1102, dass beim Einstecken des Eckwinkels eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen den Rahmenprofilteilen entsteht und so eine
erforderliche Erdung des Rahmens nur an einer Stelle des Rahmens erfolgen muss.
[0068] Die gezeigten Rahmenprofile können insbesondere mittels Strangpressen aus einem Metall,
beispielsweise Aluminium, gefertigt sein.
[0069] Gemäß einer Alternative wird das Rahmenprofil aus einem dünnwandigen Blech in einem
Biegeverfahren, beispielsweise mittels Rollumformens, hergestellt. Ein entsprechendes
Rahmenprofil 1201 ist in Figur 12 gezeigt. Das Beispiel in Figur 12 zeigt nur eine
Seite eines Rahmenprofils, wie sie zur Verbindung mit einer Platte verwendet wird,
also die Ober- oder die Unterseite. Auch hier ist der zweite Versiegelungssteg 1204
am Ende beziehungsweise an der Längsseite des Rahmenstegs 1202 angeordnet. Über einen
Verbindungssteg 1205, der parallel zum Rahmensteg verläuft, ist der erste Versiegelungssteg
1203 mit dem zweiten Versiegelungssteg verbunden. Auch in diesem Beispiel sind die
beiden Versiegelungsstege parallel zueinander angeordnet. Die Anordnung des ersten
Versiegelungsstegs 1203 erlaubt wiederum ein Verpressen mit einem Gegenhalter. Das
Rahmenprofil ist an einer Biegestelle 1206 gebogen, um eine Ecke auszubilden.
[0070] Figur 13 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Beispiel eines Rahmenprofils,
wie es auch in Figur 12 gezeigt ist. Zu sehen ist die Biegestelle 1306, durch die
eine rechtwinklige Ecke ausgebildet wird. Der erste Versiegelungssteg 1303 und der
zweite Versiegelungssteg 1304 sind an der Außenseite des Rahmenstegs gestuft angeordnet.
[0071] In Figur 14 wird in einer Querschnittsansicht eine Verbindung eines Rahmenprofils
1401, wie in Figur 13, mit zwei Platten 1406 und 1407 schematisch illustriert. Am
Rahmensteg ist unmittelbar ein Versiegelungssteg 1404 (zweiter Versiegelungssteg)
angeordnet. Auf einer Klebefläche des Versiegelungsstegs ist eine Primärdichtung 1408
vorgesehen, die beim Verpressen mit den Platten eine erste Verbindung herstellt. Über
einen Verbindungssteg 1405 ist ein weiterer Versiegelungssteg 1403 (erster Versiegelungssteg)
vorgesehen, an dem die Sekundärdichtung 1409 angeordnet wird.
[0072] Die Abdichtung der Ecken, in denen die ersten und zweiten Versiegelungsstege unterbrochen
sind (siehe beispielsweise Figur 12), kann mittels eines Eckteils, wie es in Figuren
16 und 17 gezeigt ist, erfolgen. Wie man aus Figur 15 ersieht, kann ein derartiges
Eckteil 1503 formschlüssig oder kraftschlüssig mit dem Rahmenprofil 1501 verbunden
sein. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Klebeverbindung hergestellt werden.
Um eine sichere Steckverbindung herzustellen, kann der Querschnitt des Rahmens eine
Hinterschneidung aufweisen. So kann beispielsweise bei dem in Figur 14 gezeigten Beispiel
der Verbindungssteg 1405 nicht parallel zum Rahmensteg 1402 angeordnet sein, um eine
Hinterschneidung auszubilden.
[0073] Das Eckteil, wie es beispielsweise in Figur 15 verwendet wird, kann beispielsweise
als Stanzteil hergestellt sein, wie in Figuren 16 und 17 in Draufsicht schematisch
illustriert ist. Das Stanzteil 1601 (beispielsweise ein Blech) weist in zwei Bereichen
1602 Stanzstellen auf. Wie in Figur 17 gezeigt, kann das Blech an diesen Stanzstellen
gebogen werden, um Laschen 1702 zu bilden. Diese Laschen können dann, wie in Figur
15 illustriert, den durch den Rahmensteg, den zweiten Versiegelungssteg und den Verbindungssteg
gebildeten Hohlraum an seinem Ende verschließen. Das Eckteil kann weitere Laschen
aufweisen, mit denen das Eckteil am Verbindungssteg eingeclipst werden kann.
[0074] Nach Einstecken oder Einclipsen eines derartigen Eckstücks wird der erste Versiegelungssteg
an der entsprechenden Ecke verlängert, wodurch eine umlaufende Klebefläche insbesondere
für den ersten Dichtstoff bereitgestellt wird.
[0075] Eine weitere Ausführungsform, bei der das Rahmenprofil durch Faltung eines dünnwandigen
Blechs erhalten wird, ist in den Figuren 18 - 22 schematisch gezeigt.
[0076] Gemäß Figur weist das Blech 1801 auf beiden Seiten eine Ausklinkung 1802 und 1803
auf, an der später eine Ecke des Rahmenprofils gebildet wird. Eine Mehrzahl von Falzlinien
sind ausgebildet. So definieren die Falzlinien 1804 und 1805 die späteren Versiegelungsstege
1806 und 1807. Zusätzlich sind noch Faltbereiche 1808 vorgesehen. Die Falzlinien 1809
dienen der Ausbilden einer Eckfalte.
[0077] Eine Seitenansicht, bei der die Versiegelungsstege 1901 bezüglich des dazwischen
befindlichen Blechbereichs um 90° abgekantet sind, ist schematisch in Figur 19 gezeigt.
Danach werden die Versiegelungsstege 2001 und 2002 (siehe Figur 20) in den Faltbereichen
gefaltet, woraus sich die Falten 2003 und 2004 ergeben.
[0078] In einem nächsten Faltschritt wird das Blech an den Falzlinien 1809 gemäß Figur 18
gefaltet, um Ecke des Rahmenprofils bzw. des Rahmens auszubilden, wie in Figur 21
zu sehen ist. Die Versiegelungsstege 2101 und 2102, in denen die Falten 2103 und 2104
ausgebildet sind, stehen damit senkrecht aufeinander. Die Eckfalte 2105 dient auch
der Stabilisierung des Rahmens im Eckbereich.
[0079] Eine Ansicht des resultierenden Rahmenprofils ist in Figur 22 gezeigt. Das dargestellte
Blech umfasst, analog zum Fall gemäß Figur 12, nur einen Teil des Rahmenprofils, der
zur Verbindung mit einer Platte vorgesehen ist. Das gezeigte Profil ist somit L-förmig.
Das vollständige Profil wäre allerdings U-förmig, wie es sich auch aus Figur 18 ergibt.
[0080] Das gezeigte Rahmenprofil weist einen Versiegelungssteg 2201 mit einer Falte 2202
auf. Die Falte 2202 kann eine Öffnung aufweisen, die später mit Dichtstoff gefüllt
wird. Alternativ können auch die beim Falten entstehenden Falten vor der Versiegelung
des Rahmenprofils verklebt oder verschweißt werden. Die Eckfalte 2203 dient zur Stabilisierung
der Ecke. Die Eckfalte hat unten (bzw. oben) eine Öffnung, die beim Versiegeln dichtstoffgefüllt
und somit abgedichtet werden kann.
1. Rahmenprofil (101; 201; 301; 401; 601; 701; 801; 1201; 1301; 1401; 1501) zum Ausbilden
eines Rahmens zum beabstandeten Verbinden von zwei Platten (203, 204; 403, 404; 605,
606; 1406, 1407, insbesondere Glasscheiben, umfassend:
einen Rahmensteg (102; 302; 1402; 1502) zum Beabstanden der Platten,
einen ersten Versiegelungssteg (103; 104; 303; 304; 1403) zum Anordnen eines ersten
Dichtstoffs, wobei der erste Versiegelungssteg an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet
ist.
2. Rahmenprofil nach Anspruch 1, weiterhin umfassend einen zweiten Versiegelungssteg
(105; 106; 305; 306; 1404) zum Anordnen eines zweiten Dichtstoffs, wobei der zweite
Versiegelungssteg an der Innenseite oder der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet
ist.
3. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Versiegelungssteg
und/oder der zweite Versiegelungssteg senkrecht zum Rahmensteg und/oder parallel zu
den zu verbindenden Platten angeordnet sind.
4. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei für jede Platte ein erster
Versiegelungssteg und/oder ein zweiter Versiegelungssteg vorgesehen sind.
5. Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 2 - 4, wobei der erste und zweite Versiegelungssteg
in Abstandsrichtung der Platten gegeneinander versetzt angeordnet sind, insbesondere
wobei der erste Versiegelungssteg weiter von der entsprechenden Platte beabstandet
ist als der zweite Versiegelungssteg.
6. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der zweite Versiegelungssteg
parallel zum ersten Versiegelungssteg angeordnet ist.
7. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine erste Nut (107;
108; 307; 308), die an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet ist, insbesondere
wobei eine Seite der ersten Nut durch den ersten Versiegelungssteg gebildet ist.
8. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine zweite Nut (111;
112; 312; 312), insbesondere zur Aufnahme eines Winkelstücks, wobei die zweite Nut
an der Innenseite des Rahmensteges angeordnet ist.
9. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine Biegestelle
(82; 1001; 1306) zum Biegen des Rahmenprofils für eine Rahmenecke, insbesondere wobei
das Rahmenprofil an der Biegestelle an der Innenseite eine Ausklinkung und/oder an
der Außenseite einen, insbesondere senkrecht nach außen weisenden, Schlitz aufweist.
10. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste oder zweite
Versiegelungssteg an einer einer Platte zugewandten Seite des Rahmenstegs angeordnet
ist.
11. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste und zweite
Versiegelungssteg über einen Verbindungssteg (1405) miteinander verbunden sein, insbesondere
wobei der Verbindungssteg parallel zum Rahmensteg angeordnet ist.
12. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Rahmenprofil mittels
Umformung, insbesondere mittels Biegen oder Rollumformung, oder Strangpressen hergestellt
ist.
13. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Rahmenprofil mittels
Faltung eines planen Materials hergestellt ist.
14. Rahmen umfassend ein Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
weiterhin umfassend ein Winkelstück, wobei das Winkelstück derart an einer Ecke des
Rahmens angeordnet ist, dass durch den ersten Versiegelungssteg und das Winkelstück
eine umlaufende Klebefläche für den ersten Dichtstoff gebildet wird.
15. Doppelplattensystem umfassend ein Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 1 - 13 oder
einen Rahmen nach Anspruch 14 sowie zwei Platten, die jeweils auf einer Seite des
Rahmenprofils mit diesem mittels eines ersten und/oder zweiten Dichtstoffs verbunden
sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Rahmenprofil (101; 201; 301; 401; 601; 701; 801; 1201; 1301; 1401; 1501) zum Ausbilden
eines Rahmens zum beabstandeten Verbinden von zwei Platten (203, 204; 403, 404; 605,
606; 1406, 1407, insbesondere Glasscheiben, umfassend:
einen Rahmensteg (102; 302; 1402; 1502) zum Beabstanden der Platten;
einen ersten Versiegelungssteg (103; 104; 303; 304; 1403) zum Anordnen eines ersten
Dichtstoffs, wobei der erste Versiegelungssteg an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet
ist;
einen zweiten Versiegelungssteg (105; 106; 305; 306; 1404) zum Anordnen eines zweiten
Dichtstoffs, wobei der zweite Versiegelungssteg an der Außenseite des Rahmenstegs
angeordnet ist, wobei der erste und zweite Versiegelungssteg über einen Verbindungssteg
(1405) miteinander verbunden sind, insbesondere wobei der Verbindungssteg parallel
zum Rahmensteg angeordnet ist;
wobei mit dem Rahmenprofil ein umlaufender Rahmen ausbildbar ist, wobei die vom Rahmen
umgebene Fläche innerhalb des Rahmens liegt, und wobei der erste und der zweite Versiegelungssteg
bezüglich des Rahmens nach außen weisen.
2. Rahmenprofil nach Anspruch 1, wobei der erste Versiegelungssteg und/oder der zweite
Versiegelungssteg senkrecht zum Rahmensteg und/oder parallel zu den zu verbindenden
Platten angeordnet sind.
3. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei für jede Platte ein
erster Versiegelungssteg und/oder ein zweiter Versiegelungssteg vorgesehen sind.
4. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste und zweite
Versiegelungssteg in Abstandsrichtung der Platten gegeneinander versetzt angeordnet
sind, insbesondere wobei der erste Versiegelungssteg weiter von der entsprechenden
Platte beabstandet ist als der zweite Versiegelungssteg.
5. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der zweite Versiegelungssteg
parallel zum ersten Versiegelungssteg angeordnet ist.
6. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine erste Nut (107;
108; 307; 308), die an der Außenseite des Rahmenstegs angeordnet ist, insbesondere
wobei eine Seite der ersten Nut durch den ersten Versiegelungssteg gebildet ist.
7. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine zweite Nut
(111; 112; 312; 312), insbesondere zur Aufnahme eines Winkelstücks, wobei die zweite
Nut an der Innenseite des Rahmensteges angeordnet ist.
8. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend eine Biegestelle
(82; 1001; 1306) zum Biegen des Rahmenprofils für eine Rahmenecke, insbesondere wobei
das Rahmenprofil an der Biegestelle an der Innenseite eine Ausklinkung und/oder an
der Außenseite einen, insbesondere senkrecht nach außen weisenden, Schlitz aufweist.
9. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste oder zweite
Versiegelungssteg an einer einer Platte zugewandten Seite des Rahmenstegs angeordnet
ist.
10. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Rahmenprofil mittels
Umformung, insbesondere mittels Biegen oder Rollumformung, oder Strangpressen hergestellt
ist.
11. Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Rahmenprofil mittels
Faltung eines planen Materials hergestellt ist.
12. Rahmen umfassend ein Rahmenprofil nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
weiterhin umfassend ein Winkelstück, wobei das Winkelstück derart an einer Ecke des
Rahmens angeordnet ist, dass durch den ersten Versiegelungssteg und das Winkelstück
eine umlaufende Klebefläche für den ersten Dichtstoff gebildet wird.
13. Doppelplattensystem umfassend ein Rahmenprofil nach einem der Ansprüche 1 - 11 oder
einen Rahmen nach Anspruch 12 sowie zwei Platten, die jeweils auf einer Seite des
Rahmenprofils mit diesem mittels eines ersten und/oder zweiten Dichtstoffs verbunden
sind.