[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennkraftmaschine mit einer Drosselklappenanlage
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2007 000 752 A1 ist eine Drosselklappenanlage bekannt, bei der in einem Drosselklappengehäuse einzelne
Luftführungsstutzen vorgesehen sind. An den jeweiligen Luftführungsstutzen ist für
jeden Ansaugkanal eine Einzeldrosselklappe angeordnet, die mit einer Antriebswelle
verbunden wird, wobei diese drehbar in einem Drosselklappengehäuse gelagert ist. Weiterhin
ist ein Bezugsabschnitt vorgesehen, an dem der jeweilige Luftführungsstutzen mit Hilfe
einer Spanneinrichtung vorgespannt gehalten wird. Hierdurch ist eine relative Position
des jeweiligen Luftführungsstutzens im Hinblick auf die jeweilige Antriebswelle definierbar.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Brennkraftmaschine mit einer Drosselklappenanlage
zu schaffen, bei der eine Dichtheit der Drosselklappe, insbesondere bei der Regelung
von kleinen Lasten und im Leerlauf, gewährleistet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.
[0005] Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, dass durch
schwimmend gelagerte innere Luftführungsstutzen für die einzelnen Drosselklappen in
einem gemeinsamen äußeren Drosselklappengehäuse eine optimale Dichtheit der Drosselklappen
erzielt werden kann. Dies wird nach der Erfindung erreicht, indem die einzelnen Drosselklappen
schwenkbar verbunden auf der durchgehenden Welle jeweils in den inneren Luftführungsstutzen
angeordnet sind, welche schwimmend zwischen Lagerungen des gemeinsamen äußeren Drosselklappengehäuses
auf der Welle gehalten werden.
[0006] Des Weiteren ist nach der Erfindung vorgesehen, dass die einzelnen Luftführungsstutzen
bei einer Wärmeausdehnung des Zylinderkopfes von den verstellbaren Drosselklappen
in Längsrichtung der durchgehenden Welle, unabhängig von einer Bewegung des mit dem
Drosselklappengehäuse verbundenen Saugrohrflansches des Zylinderkopfes, ausrichtbar
sind. Durch diese Ausführung der Erfindung wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass
sich bei der Wärmeausdehnung des Zylinderkopfes bzw. des äußeren Drosselklappengehäuses
die einzelnen Luftführungsstutzen nach den einzelnen Drosselklappen derart ausrichten
können, dass eine relative Bewegung der Luftführungsstutzen in Längsrichtung der Antriebswelle
erfolgen kann und somit die einzelnen Drosselklappen im zugehörigen und schwimmend
gelagerten Luftführungsstutzen dichtend positionierbar sind.
[0007] Ferner ist nach der Erfindung vorgesehen, dass die Drosselklappen in einer etwa konisch
zulaufenden Bohrung des Luftführungsstutzens u. a. in einer Dichtstellung schräg stehend
angeordnet sind und jeder Luftführungsstutzen in Abhängigkeit von einer Drosselklappenstellung
zur Erzielung einer Dichtheit der Drosselklappe im Luftführungsstutzen verschiebbar
im äußeren Drosselklappengehäuse gehalten ist. Hierdurch kann eine Ausrichtung der
Luftführungsstutzen über die Drosselklappen in einfacher Weise erfolgen.
[0008] Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lagerungen
für die Luftführungsstutzen im Drosselklappengehäuse jeweils aus parallel gegenüberstehenden
inneren Verschiebeflächen bestehen, die korrespondierend zu parallelen äußeren Abstützflächen
des Luftführungsstutzens angeordnet sind.
[0009] Ferner ist nach der Erfindung vorgesehen, dass eine an die Abstützflächen anschließende
und die Drosselklappe umgebende Wandungsfläche jeweils beabstandet zu einer Außenwand
des gemeinsamen Drosselklappengehäuses angeordnet ist. Durch diese Ausbildung der
Lagerungen der einzelnen Luftführungsstutzen kann sich dieser in Achsrichtung der
Welle ungehindert verschieben und es wird ein Wärmeübergang vermieden.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein äußeres Drosselklappengehäuse mit schwimmend gelagerten inneren
Luftführungsstutzen und Drosselklappen auf einer gemeinsamen Welle,
- Fig. 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 durch das Drosselklappengehäuse,
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 durch das Drosselklappengehäuse mit
Luftführungsstutzen und
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung durch einen Teil des Zylinderkopfes mit einem angeflanschten
Drosselklappengehäuse und innen liegenden Luftführungsstutzen für die Drosselklappen.
[0011] Eine Brennkraftmaschine ist mit einer Drosselklappenanlage 1 versehen, die zwischen
einem Zylinderkopf 2 und Ansaugleitungen angeordnet ist. An die Ansaugleitungen schließt
sich ein äußeres gemeinsames Drosselklappengehäuse 3 an, in dem mit Drosselklappen
5 versehende innere Luftführungsstutzen 4 schwimmend in Lagerungen 6 des Drosselklappengehäuses
3 gehalten sind. Die Drosselklappen 5 sind alle auf einer gemeinsamen durchgehenden
Welle 7 angeordnet und über diese verschwenkbar, was in Fig. 1 und 2 näher dargestellt
ist. Hierzu ist die Welle 7 mit einem Verstellelement 8 verbunden, das mittig zwischen
den vier Drosselklappen 5 im gemeinsamen Drosselklappengehäuse 3 vorgesehen ist. Alternativ
ist das Verstellelement 8 seitlich von der Mitte oder an einem Ende der Welle 7 positioniert.
[0012] Die einzelnen Drosselklappen 5 sind über die durchgehende Welle 7 fest miteinander
verbunden und somit nur gemeinsam schwenkbar, wobei jede Drosselklappe 5 einen zugehörigen
Luftführungsstutzen 4 umfasst, der in dem gemeinsamen Drosselklappengehäuse 3 schwimmend
gelagert ist. Bei einer Wärmeausdehnung des Zylinderkopfes 2 der Brennkraftmaschine
richten sich die einzelnen Luftführungsstutzen 4 nach den einzelnen Drosselklappen
5 aus, sodass sich nur das gemeinsame Drosselklappengehäuse 3 mit dem Saugrohrflansch
12 des Zylinderkopfes 2 bewegt. Somit kann durch die schwimmende Lagerung jedes einzelnen
Luftführungsstutzens 4 ein Spalt zwischen der Drosselklappe 5 und dem zugehörigen
Luftführungsstutzen 4 minimiert werden. Das gemeinsame Drosselklappengehäuse 3 sorgt
zudem noch für eine notwendige Abdichtung der Drosselklappenanlage 1 nach außen hin,
damit keine sog. Falschluft angesaugt werden kann.
[0013] Wie in Fig. 2 gezeigt, sind die Öffnungen bzw. Bohrungen 10 der Luftführungsstutzen
4 leicht konisch zulaufend ausgeführt, so dass bei Schrägstellung der Drosselklappen
5 in einer Dichtstellung eine optimale Dichtheit erzielbar ist. Es ist dennoch denkbar,
die Öffnungen bzw. Bohrungen 10 ovalförmig oder elliptisch auszubilden.
[0014] Die schwimmende Lagerung 6 für die einzelnen Luftführungsstutzen 4 im Drosselklappengehäuse
3 besteht jeweils aus parallel gegenüberstehenden inneren Verschiebeflächen V, V1,
denen hierzu korrespondierende äußere Abstützflächen A, A1 des Luftführungsstutzens
4 gegenüberstehen. Ein an die Abstützfläche A, A1 anschließende und die Drosselklappe
5 umgebende Wandungsfläche W ist beabstandet zu einer Außenwand W1 des Drosselklappengehäuses
3 angeordnet, sodass ein Wärmeübergang vermieden wird.
[0015] Gemäß Fig. wird jeder Luftführungsstutzen 4 mit Hilfe eines Federelements 11, das
vorzugsweise in Form eins elastischen 0-Rings ausgebildet ist, an den Saugrohrflansch
12 gedrückt bzw. am Saugrohrflansch 12 zur Anlage gebracht. Ein solches Federelement
11 ist in einer am Drosselklappengehäuse 3 ausgebildeten Nut 13 angeordnet. Auf der
Seite des Saugrohrflansches 12 verhindert das Federelement 11 durch das Pressen des
Luftführungsstutzens 4 an den Saugrohrflansch 12 das Vorbeiströmen von Falschluft
zwischen dem jeweiligen Luftführungsstutzen 4 und dem Saugrohrflansch 12, wobei das
Federelement 11 auf der anderen Seite des Luftführungsstutzens 4 zusätzlich als Dichteinrichtung
zwischen dem jeweiligen Luftführungsstutzen 4 und dem Drosselklappengehäuse 3 dient.
1. Brennkraftmaschine mit einer Drosselklappenanlage, die zwischen einem Zylinderkopf
und Ansaugleitungen angeordnet ist und mehrere in einem Drosselklappengehäuse angeordnete
Drosselklappen umfasst, die gemeinsam über ein Verstellelement verschwenkbar auf einer
durchgehenden Welle angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Drosselklappen (5) schwenkbar verbunden auf der durchgehenden Welle
(7) jeweils in einem inneren Luftführungsstutzen (4) angeordnet und diese Luftführungsstutzen
(4) schwimmend zwischen Lagerungen (6) im äußeren gemeinsamen Drosselklappengehäuses
(3) auf der Welle (7) gehalten sind.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Luftführungsstutzen (4) bei einer Wärmeausdehnung des Zylinderkopfes
(2) von den verstellbaren Drosselklappen (5) in Längsrichtung der durchgehenden Welle
(7), unabhängig von einer Bewegung des mit dem Drosselklappengehäuse (3) verbundenen
Saugrohrflansches (12) des Zylinderkopfes, ausrichtbar sind.
3. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselklappen (5) in einer etwa konisch zulaufenden Bohrung des Luftführungsstutzens
(4) angeordnet und mit der Welle (7)fest verbunden sind
4. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Luftführungsstutzen (4) in Abhängigkeit von einer Drosselklappenstellung zur
Erzielung einer Dichtheit der Drosselklappe (5) im Luftführungsstutzen (4) verschiebbar
im äußeren Drosselklappengehäuse (3) gehalten wird.
5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (6) für die Luftführungsstutzen (4) im Drosselklappengehäuse (3) jeweils
aus parallel gegenüberstehenden inneren Verschiebeflächen (V, V1) bestehen, die korrespondierend
zu parallelen äußeren Abstützflächen (A, A1) des Luftführungsstutzens (4) angeordnet
sind.
6. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine an die Abstützflächen (A, A1) anschließende und die Drosselklappe (5) umgebende
Wandungsfläche (W) beabstandet zu einer Außenwand (W1) des Drosselklappengehäuses
(3) angeordnet ist.
7. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Verstellelement (8) für die Drosselklappe (5) mittig zwischen den
mindestens vier Luftführungsstutzen (4) im äußeren Drosselklappengehäuse (3) angeordnet
ist.
8. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselklappengehäuse (3) über eine Ringdichtung (R) am Saugrohrflansch (12)
des Zylinderkopfes (2) abgedichtet gehalten ist.
9. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Luftführungsstutzen (4) und dem Drosselklappengehäuse (3) ein Federelement
(11) positioniert ist, das vorzugsweise in Form eins 0-Rings ausgebildet ist.