Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem hydraulischen Koppler zum spiellosen Übertragen
einer Axialbewegung eines ersten Elements auf ein zweites Element, insbesondere eines
Aktors auf eine Ventilnadel eines Kraftstoffeinspritzventils, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem bekannten Kraftstoffeinspritzventil (
DE 10 2004 002 134 A1) dient der zwischen Aktor und Ventilnadel angeordnete hydraulische Koppler zum Ausgleich
von Längendifferenzen, die aus durch Temperaturänderungen bedingten unterschiedlichen
Dehnungen von Ventilgehäuse oder Ventilnadel und Aktor resultieren, damit sich zwischen
dem Aktor und der Ventilnadel kein Spalt bilden kann und immer gewährleistet ist,
dass der Hub des Aktors auf die Ventilnadel übertragen wird und kein Hubverlust auftritt.
Der hydraulische Koppler weist einen topfförmigen Zylinder mit Topfboden und Topföffnung
und einen im Zylinder axial verschieblich geführten Kolben auf, wobei zwischen dem
Topfboden und dem Kolben ein flüssigkeitsgefüllter Kopplerspalt vorhanden ist. Eine
erste Membran dichtet den Koppler an der Topföffnung zwischen Zylinder und dem Kolben
ab und begrenzt einen ersten flüssigkeitsgefüllten Ausgleichsraum. Eine auf der dem
Kolben abgewandten Seite des Topfbodens angeordnete zweite Membran begrenzt zusammen
mit dem Zylinder einen flüssigkeitsgefüllten zweiten Ausgleichsraum, der einerseits
über eine Drosselbohrung mit dem Kopplerspalt und andererseits über einen axial den
Kolben durchziehenden Verbindungskanal mit dem ersten Ausgleichsraum in Verbindung
steht. Die Befüllung des Kopplerspalts und der Ausgleichsräume mit Flüssigkeit, z.B.
Hydrauliköl, erfolgt über einen hermetisch verschließbaren Befüllkanal, der beispielsweise
durch eine in den Zylinder eingebrachte Radialbohrung realisiert ist, die in den Verbindungskanal
zwischen dem ersten und zweiten Ausgleichsraum mündet.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Der erfindungsgemäße hydraulische Koppler mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den
Vorteil, dass durch die an maximal voneinander entfernten Stellen des Kolbens vorgenommene
Lagerung des Kolbens im Zylinder der Kolben - anders als bei der bekannten Gleitführung
über die gesamte Kolbenlänge - im Zylinder "verkippen" kann, sodass die Membran keine
radialen Toleranzen mehr ausgleichen muss. Die Membran kann direkt am Kolben befestigt
werden, und zusätzliche Bauteile für den radialen Toleranzausgleich zwischen Kolben
und Zylinder entfallen. Die axiale Länge des den Kolben in dessen Kolbenendabschnitt
führenden Topfwandabschnitts des Zylinders ist dabei so bemessen, dass bei minimalem
Radialspalt und maximalem Verkippen bzw. Schrägstellen des Kolbens relativ zum Zylinder
eine Klemmung zwischen Kolben und Zylinder nicht auftritt. Der außerhalb des den Kolbenendabschnitt
führenden Topfwandabschnitts vorhandene Radialspalt zwischen Topfwand des Zylinders
und Kolben kann dabei konstant sein oder zur Topföffnung hin zunehmen.
[0004] Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildung
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen hydraulischen Kopplers möglich.
[0005] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der außerhalb des führenden
Topfwandabschnitts vorhandene Radialspalt dadurch hergestellt, dass entweder der Topfinnenraum
des Zylinders oder der Kolben oder beide außerhalb des führenden Topfwandabschnitts
und des in diesen eintauchenden Kolbenendabschnitts Kegelform erhalten, wobei einerseits
der lichte Durchmesser des Zylinders stetig zunimmt und/oder andererseits der Außendurchmesser
des Kolbens stetig abnimmt. Alternativ kann der Zylinder zwei im lichten Durchmesser
abgestufte Topfwandabschnitte aufweisen, von denen der durchmesserkleinere Topfabschnitt
der führende ist, und/oder der Kolben zwei im Durchmesser gestufte Kolbenabschnitte
aufweisen, von denen der durchmessergrößere der in den führenden Topfwandabschnitt
eintauchende Kolbenendabschnitt ist.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Membran mit ihrem
äußeren Randbereich auf dem äußeren Zylindermantel und mit ihrem inneren Randbereich
an einem in den Kolben eingesetzten Zentrierbolzen jeweils festgelegt, z.B. verschweißt.
Dies ermöglicht eine einfache Montage der Membran, die zunächst an dem vom Kolben
separierten Zentrierbolzen, z.B. angeschweißt und dann nach Einpressen des Zentrierbolzens
in den Kolben über die ringförmige Stirnseite des Kolbens verlegt und mit ihrem äußeren
Randbereich auf dem Außenmantel des Zylinders z.B. aufgeschweißt wird, wobei dafür
Sorge getragen wird, dass die Membran eine gewisse axiale Vorspannung, z.B. in der
Größenordnung von 50 N, erhält.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung steht der Ausgleichsraum
über mindestens einen in den Zentrierbolzen eingebrachten Kanal mit einer ebenfalls
im Zentrierbolzen angeordneten Einfüllöffnung in Verbindung, die nach Befüllen des
Ausgleichsraums mit Flüssigkeit hermetisch verschließbar ist. Vorzugsweise wird die
Einfüllöffnung durch eine axiale Durchgangsbohrung im Zentrierbolzen und der mindestens
eine Kanal durch eine Axialnut im Bolzenschaft realisiert. Axialnut und Durchgangsbohrung
stehen über eine Abschrägung an der dem Topfboden zugekehrten Stirnfläche des Bolzenschaftes
miteinander in Verbindung. Zum Verschließen der axialen Durchgangsbohrung wird in
diese eine Kugel eingepresst. Durch diese konstruktiven Maßnahmen sind alle für das
Einfüllen der Flüssigkeit nach der Endmontage des Kopplers erforderlichen Mittel in
den vom Koppler separierbaren Zentrierbolzen verlagert und werden somit im Vorfeld
der Zentrierbolzenherstellung kostengünstig gleich mit eingearbeitet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0008] Die Erfindung ist anhand von in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt eines hydraulischen Kopplers,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt des hydraulischen Kopplers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiels.
[0009] Der in Fig. 1 im Längsschnitt dargestellte hydraulische Koppler zur spiellosen Übertragung
einer Axialbewegung eines ersten Elements auf ein zweites Element ist beispielsweise
bei einem Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine eingesetzt und z.B.
- wie hier dargestellt - zwischen einer federbelasteten Ventilnadel 11 und einem die
Ventilnadel 11 gegen die Rückstellkraft der Feder verschiebenden Aktor 12 angeordnet.
Alternativ kann der Koppler auch zwischen dem Aktor 12 und einem im Ventilgehäuse
festgelegten Anschlussstück angeordnet sein, wobei der Aktor 12 direkt auf die Ventilnadel
11 wirkt. Fig. 1 würde sich dann insoweit ändern, als die eine Seite des Kopplers
nicht an der Ventilnadel 11, sondern an dem gehäusefesten Anschlussstück anliegt.
Der Aktor 12 kann beispielsweise ein piezoelektrischer Aktor, ein sog. Piezostack,
sein. Er kann jedoch auch als magnetostriktiver oder als elektromagnetischer Aktor
ausgeführt werden. Ein piezoelektrischer Aktor ist beispielsweise in der
DE 103 19 599 A1 beschrieben.
[0010] Der hydraulische Koppler weist einen topfförmigen Zylinder 13 mit Topfboden 131,
innerer Topfwand 132 und Topföffnung 133 sowie einen im topfförmigen Zylinder 13 aufgenommen,
axial beweglichen Kolben 14 auf. Am Zylinder 13 ist mit Axialabstand von der Topföffnung
133 ein Radialflansch 134 einstückig ausgebildet. Der Zylinder 13 ist in ein topfförmiges
Gehäuse 15 so eingesetzt, dass der Radialflansch 134 auf dem stirnseitigen, ringförmigen
Gehäuserand aufliegt. In eine in den Gehäuseboden 151 eingearbeitete, kegelstumpfförmige
Ausnehmung 34 greift das antriebseitige, abgerundete Ende der Ventilnadel 11 kraftschlüssig
ein. Die Topföffnung 133 und die vom Topfboden 131 abgekehrte Stirnseite des Kolbens
14 sind von einer ersten Membran 16 überspannt, die einen ersten Ausgleichsraum 17
begrenzt. Die erste Membran 16 ist beispielsweise ringförmig ausgeführt und mit ihrem
inneren Randbereich am Kolben 14 und mit ihrem äußeren Randbereich auf dem Außenmantel
des Zylinders 13 festgelegt. Im Einzelnen ist hierzu ein Zentrierbolzen 18 mit einem
Bolzenkopf 181 und einem Bolzenschaft 182 vorgesehen, der mit seinem Bolzenschaft
182 in eine zentral in die vom Topfboden 131 abgekehrte Stirnseite des Kolbens 14
eingebrachte, sacklochartige Aussparung 19 eingepresst ist. Die erste Membran 16 ist
mit ihrem inneren Randbereich an der dem Kolben 14 zugekehrten Unterseite des Bolzenkopfes
181 befestigt, z.B. festgeschweißt. Die umlaufende Schweißnaht 20 ist in Fig. 1 angedeutet.
Das Anschweißen der ersten Membran 16 an den Zentrierbolzen 18 erfolgt vor dem Einpressen
des Zentrierbolzens 18 in den Kolben 14.
[0011] Nach Einpressen des Zentrierbolzens 18 wird die über die ringförmigen Stirnflächen
von Kolben 14 und Zylinder 13 hinwegragende erste Membran 16 mit ihrem äußeren Randbereich
auf den Außenmantel des Zylinders 13 umgelegt und dort, z.B. durch die Schweißnaht
21, befestigt. Im Bolzenkopf 181 des Zentrierbolzens 18 ist eine kegelstumpfförmige
Ausnehmung 22 zentral eingebracht, in die der Aktor 12 mit einem sphärisch abgerundeten
Endabschnitt 121 kraftschlüssig eintaucht. In der vergrößerten Ausschnittsdarstellung
in Fig. 2 ist die am Bolzenkopf 131 und am Zylinder 13 angeschweißte erste Membran
16, die aus Stahl oder einem Elastomer bestehen kann, sowie der von ihr begrenzte
erste Ausgleichsraum 17 in größerer Deutlichkeit zu sehen.
[0012] Der im Zylinder 13 axial beweglich gehaltende Kolben 14 ist einerseits ausschließlich
mit einem Kolbenendabschnitt 141 in einem an den Topfboden 131 sich anschließenden
Topfwandabschnitt 132a des Zylinders 13 radial spiellos geführt und andererseits mittels
der ersten Membran 16 mit Radialspiel am Zylinder 13 gelagert. Hierzu ist außerhalb
des den Kolben 14 führenden Topfwandabschnitts 132a zwischen der Topfwand des Zylinders
13 und dem Kolben 14 ein bis zur Topföffnung 133 reichender, umlaufender Radialspalt
23 vorhanden.
[0013] Zwischen dem Topfboden 131 des Zylinders 13 und der dem Topfboden 131 zugekehrten
Stirnfläche des Kolbens 14 ist ein Kopplerspalt 24 vorhanden, der über eine Drossel
25 mit einem zweiten Ausgleichsraum 26 in Verbindung steht. Der zweite Ausgleichsraum
26 ist von einer kappenförmigen zweiten Membran 27 begrenzt, die auf die von der Topföffnung
133 abgekehrte Stirnseite des Zylinders 13 aufgeschoben und z.B. mittels einer Schweißnaht
28 nahe dem Kappenrand auf dem Außenmantel des Zylinders 13 befestigt ist. Der zweite
Ausgleichsraum 26 erstreckt sich dadurch über einen Teil des Außenmantels und der
von der Topföffnung abgekehrten Stirnfläche des Zylinders 13 und steht durch ein in
den Zylinder 13 außerhalb des den Kolben 14 führenden Topfwandabschnitts 132a eingebrachtes,
die Zylinderwand durchstoßendes Durchgangsloch 29 mit dem umlaufenden Radialspalt
23 und über diesen mit dem ersten Ausgleichsraum 17 in Verbindung. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 ist das Durchgangsloch 29 als Radialbohrung ausgeführt.
[0014] Kopplerspalt 24, erster Ausgleichsraum 17 und zweiter Ausgleichsraum 26 sind mit
einer Flüssigkeit, z.B. einem Hydrauliköl, gefüllt. Die Füllung erfolgt nach Endmontage
des Kopplers. Hierzu ist im Zentrierbolzen 18 eine Einfüllöffnung 30 und im Bolzenschaft
182 mindestens ein mit der Einfüllöffnung 30 verbundender Kanal vorhanden, der im
ersten Ausgleichsraum 17 mündet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Einfüllöffnung
30 durch eine in den Zentrierbolzen 18 zentral eingebrachte Durchgangsbohrung 31 und
der Kanal durch eine in den Bolzenschaft 182 des Zentrierbolzens 18 eingefräste Axialnut
32 realisiert, die sich über die gesamte Länge des Bolzenschaftes 182 erstreckt. An
seinem dem Grund der Aussparung 19 zugekehrten Ende ist der Bolzenschaft 182 einseitig
so abgeschrägt, dass eine Verbindung zwischen der Durchgangsbohrung 31 und der Axialnut
32 hergestellt ist. Über die Einfüllöffnung 30 wird Flüssigkeit eingefüllt und ein
gewisser Überdruck eingestellt. Nach Befüllen wird die Einfüllöffnung 30 mittels einer
in die Durchgangsbohrung 31 eingepressten Kugel 33 flüssigkeitsdicht verschlossen.
[0015] Bei dem Ausführungsbeispiel des hydraulischen Kopplers gemäß Fig. 1 und 2 nimmt die
Breite des das "Verkippen" des Kolbens 14 im Zylinder 13 ermöglichenden, umlaufenden
Radialspalts 23 von dem den Kolben 14 in dessen Kolbenendabschnitt 141 führenden Topfwandabschnitt
132a bis zur Topföffnung 133 stetig zu. Dies ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 1
dadurch realisiert, dass sowohl der Topfwandbereich von dem führenden Topfwandabschnitt
132a bis zur Topföffnung 133 als auch der Bereich des Kolbens 14 von dem in den Topfwandabschnitt
132a eintauchenden Kolbenendabschnitt 141 bis zu der von dem Topfboden 131 abgekehrten
Stirnseite des Kolbens 14 jeweils Kegelstumpfform aufweist. Im Fall des Topfwand-Kegelstumpfs
nimmt der lichte Durchmesser des Zylinders 13 zwischen dem Topfwandabschnitt 132a
und der Topfwandöffnung 133 stetig, vorzugsweise linear, zu und im Falle des Zylinder-Kegelstumpfs
nimmt der Außendurchmesser des Zylinders 13 von dem Kolbenendabschnitt 141 bis zur
Stirnseite des Kolbens 14 stetig, vorzugsweise linear, ab. Zur Realisierung des in
seiner radialen Breite zur Topföffnung 133 hin zunehmenden Radialspalts 23 genügt
es jedoch, dass entweder der lichte Durchmesser des Zylinders 13 oder der Außendurchmesser
des Kolbens 14 in den angesprochenen Bereichen zu - bzw. abnimmt.
[0016] Das in Fig. 3 skizzierte Ausführungsbeispiel des hydraulischen Kopplers stimmt weitgehend
mit dem in Fig. 1 überein, sodass gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind. Der hydraulische Koppler gemäß Fig. 3 ist insoweit modifiziert, als der Radialspalt
23' außerhalb des den Kolbenendabschnitt 141 führenden Topfwandabschnitts 132a bis
hin zur Topföffnung 133 konstant ist. Hierzu ist im Ausführungsbeispiel der Fig. 3
sowohl der Außendurchmesser des Kolbens 14 als auch der lichte Durchmesser des Zylinders
13 gestuft, sodass der Zylinder 13 neben dem führenden Topfwandabschnitt 132a mit
der axialen Länger L einen bis zur Topföffnung 31 reichenden, weiteren Topfwandabschnitt
132b mit gegenüber dem führenden Topfwandabschnitt 132a größerem Durchmesser und der
Kolben 14 neben seinem in den Topfwandabschnitt 132a eintauchenden Kolbenendabschnitt
141 einen bis zur Stirnseite reichenden Kolbenabschnitt 142 mit gegenüber dem Kolbenendabschnitt
141 kleinerem Außendurchmesser aufweist. Auch hier ist es ausreichend, wenn nur der
Innendurchmesser des Zylinders 13 oder nur der Außendurchmesser des Kolbens 14 eine
Durchmesserstufung aufweist.
1. Hydraulischer Koppler zum spiellosen Übertragen einer Axialbewegung eines ersten Elements
auf ein zweites Element, insbesondere eines Aktors (12) auf eine Ventilnadel (11)
eines Kraftstoffeinspritzventils, mit einem Topfboden (131), Topfwand (132) und Topföffnung
(133) aufweisenden, topfförmigen Zylinder (13) und einem im Zylinder (13) axial verschieblich
aufgenommenen Kolben (14) und mit einer die Topföffnung (133) und die vom Topfboden
(131) abgekehrte Stirnseite des Kolbens (14) überspannenden Membran (16), die am Zylinder
(13) und am Kolben (14) festgelegt ist und einen flüssigkeitsgefüllten Ausgleichsraum
(17) begrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass Topfwand (132) des Zylinders (13) und/oder Kolben (14) so gestaltet sind, dass der
Kolben (14) einerseits mittels der Membran (16) mit Radialspiel am Zylinder (13) gelagert
ist und andererseits ausschließlich mit einem Kolbenendabschnitt (141) in einem an
den Topfboden (131) sich anschließenden Topfwandabschnitt (132) des Zylinders (13)
radial spiellos geführt ist, und dass die Axiallänge (L) des führenden Topfwandabschnitts
(132a) einen Bruchteil der gesamten Axiallänge des Zylinders (13) beträgt.
2. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass außerhalb des dem Kolbenendabschnitt (141) führenden Topfwandabschnitts (132a) des
Zylinders (13) zwischen der Topfwand (132) des Zylinders (13) und dem Kolben (14)
ein bis zur Topföffnung (133) reichender, umlaufender Radialspalt (23, 23') vorhanden
ist.
3. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Radialspalts (23, 23') konstant ist oder zur Topföffnung (133) hin
stetig zunimmt.
4. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Durchmesser des Zylinders (13) im Bereich zwischen dem führenden Topfwandabschnitt
(132a) und der Topföffnung (133) konstant und größer ist als innerhalb des führenden
Topfwandabschnitts (132a).
5. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenaußendurchmesser des Kolbens (14) außerhalb seines in den führenden Topfwandabschnitt
(132a) eintauchenden Kolbenendabschnitts (141) konstant und kleiner ist als im Kolbenendabschnitt
(141).
6. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der lichte Durchmesser des Zylinders (13) von dem führenden Topfwandabschnitt (132a)
bis zur Topföffnung (133) hin stetig zunimmt.
7. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenaußendurchmesser des Kolbens (14) von seinem in den führenden Topfwandabschnitt
(132a) eintauchenden Kolbenabschnitt (141) bis zur Topföffnung (133) stetig abnimmt.
8. Hydraulischer Koppler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (16) einerseits mit einem äußeren Randbereich auf dem Außenmantel des
Zylinders (13) und andererseits mit einem inneren Randbereich an einem in den Kolben
(14) eingesetzten Zentrierbolzen (18) jeweils festgelegt ist.
9. Hydraulischer Koppler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfboden (131) des Zylinders (13) auf seine vom Kolben (14) abgekehrten Außenseite
von einer zweiten Membran (27) überspannt ist, die auf dem Außenmantel des Zylinders
(13) festgelegt ist und einen zweiten Ausgleichsraum (26) begrenzt, und dass der zweite
Ausgleichsraum (26) einerseits über eine Drossel (25) mit einem zwischen Topfboden
(131) und der dem Topfboden (131) zugekehrten Stirnseite des Kolbens (14) vorhandenen
Kopplerspalt (24) und andererseits über ein in den Zylinder (13) oberhalb des führenden
Topfabschnitts (132a) seitlich eingebrachtes Durchgangsloch (29) in Verbindung steht.
10. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrierbolzen (18) einen Bolzenkopf (181) und einen Bolzenschaft (182) aufweist,
dass an der zum Bolzenschaft (132) weisenden Unterseite des Bolzenkopfes (131) die
Membran (16) mit ihrem inneren Randbereich befestigt ist und dass der Bolzenschaft
(132) in eine sacklochartige Aussparung (19) im Kolben (14) eingepresst ist.
11. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Ausgleichsraum (17) über mindestens einen in den Zentrierbolzen (18) eingebrachten
Kanal mit einer Einfüllöffnung im Zentrierbolzen (18) in Verbindung steht und dass
die Einfüllöffnung (30) flüssigkeitsdicht verschließbar ist.
12. Hydraulischer Koppler nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfüllöffnung (30) durch eine axiale Durchgangsbohrung (31) im Zentrierbolzen
(18) und der mindestens eine Kanal durch eine Axialnut (32) im Bolzenschaft (182)
realisiert ist und dass die Axialnut (32) über eine Abschrägung an der Stirnfläche
des Bolzenschafts (132) mit der Durchgangsbohrung (31) in Verbindung steht und dass
zum Schließen der axialen Durchgangsbohrung (31) in diese eine Kugel (33) eingepresst
ist.