Stand der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Startvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
in einem Kraftfahrzeug mit einem Startermotor und einem Starterrelais, mit dem zum
Starten der Brennkraftmaschine ein vom Startermotor angetriebenes Starterritzel mit
einem Zahnkranz der Brennkraftmaschine in Eingriff bringbar ist und der Startermotor
und das Starterrelais für einen Start-Stopp-Betrieb von einer Startersteuerung getrennt
und definiert ansteuerbar sind. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren
zum Betreiben einer, insbesondere oben beschriebenen, Startvorrichtung mit einer Startersteuerung
für eine Brennkraftmaschine in einem Kraftfahrzeug zum Ausführen eines Start-Stopp-Betriebs,
wobei das Starterritzel von dem Startermotor auf eine definierte Drehzahl beschleunigt
wird, und das Starterritzel in einen auslaufenden rotierenden Zahnkranz zu einem definierten
Zeitpunkt mit im Wesentlichen synchroner Drehzahl eingespurt wird.
[0002] Es ist bekannt eine Brennkraftmaschine mittels eines von einem Startermotor antreibbaren
Starterritzels zu starten, dass in den Zahnkranz einer Brennkraftmaschine eingespurt
wird.
[0003] Zur Einsparung von Kraftstoff und Emisionen ist es bekannt, die Brennkraftmaschine
in einem Fahrzeug durch eine Motorsteuerung beispielsweise an Ampeln oder bei anderen
Verkehrshindernissen, die zu einem kurzfristigen Stopp zwingen, nach bestimmten Abschaltbedingungen,
insbesondere nach einem bestimmten Zeitablauf auszuschalten. Herkömmlicher Weise,
gibt es Mindestzeiten für einen Wiederstart, die abgewartet werden müssen, bis die
Brennkraftmaschine wieder gestartet werden kann, da in den auslaufenden Zahnkranz
nicht eingespurt werden darf. Es sind Bestrebungen bekannt, um die Verfügbarkeit der
Brennkraftmaschine im Start-Stopp-Betrieb zu erhöhen, ein Starterritzel während des
Auslaufens der Brennkraftmaschine in den sich drehenden Zahnkranz einzuspuren. Hierfür
ist eine Startersteuerung vorgesehen, die den Startermotor unabhängig von einer Bestromung
des Starterrelais beschleunigt und ansteuert. Beispielsweise beschreibt die
DE 10 2005 021 227 A1 eine Startvorrichtung für eine Brennkraftmaschine in einem Kraftfahrzeug, mit einer
Steuereinheit, einem Starterrelais, einem Starterritzel und einem Startermotor.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Startvorrichtung und ein Verfahren
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, um möglichst einfach, ohne großen
elektrischen und elektronischen Aufwand das Einspuren im Start-Stopp-Betrieb während
einer auslaufenden Brennkraftmaschine zu realisieren.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Gegenstand der Patentansprüche 1 und 7
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0006] Es ist ein der Erfindung zugrunde liegender Gedanke eine aufwendige Drehzahlerkennung,
die durch elektronische und elektrische bzw. softwaretechnische Verfahren und Vorrichtungen
realisiert werden könnte, durch eine einfache mechanische Konstruktion zu substituieren.
Somit ist ein möglichst geräuschloser Einspurvorgang mit einem verminderten bzw. äußerst
reduzierten Zahnflankenverschleiß vom Zahnkranz der Brennkraftmaschine und vom Starterritzel
ausführbar.
[0007] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Startvorrichtung mit einer mechanischen
Einrichtung zur Anpassung der Drehzahl des Starterritzels an die Drehzahl eines auslaufenden
Zahnkranzes ausgebildet ist. Die mechanische Einrichtung schafft somit eine Angleichung
der Drehzahl vom Starterritzel und der Drehzahl vom auslaufenden Zahnkranz der Brennkraftmaschine
ohne dass eine hoch genaue Synchronisation der Drehzahlen durch ein aufwendiges elektrisches
und elektronisches Verfahren ausgeführt werden muss. Eine grundsätzliche Idee ist,
durch die mechanische Einrichtung die Drehzahl des Starterritzels auf eine synchrone
Umlaufgeschwindigkeit der Zähne vom Zahnkranz anzupassen. Hierfür ist erfindungsgemäß
als mechanische Einrichtung eine Kupplung, ähnlich einer Fliehkraftkupplung vorgesehen,
um möglichst verschleißfrei einen Ausgleich von unterschiedlichen Drehzahlen zu schaffen.
[0008] Gemäß einer die Erfindung weiterbildenden Ausführungsform ist eine Reibscheibe auf
der Antriebsachse des Starterritzels als mechanische Einrichtung zur Anpassung der
Drehzahlen ausgebildet. Die Reibscheibe ist vorgesehen, um eine Kupplung zum Zahnkranz
auszubilden, wenn das Starterritzel im Start-Stopp-Betrieb bei einem sich drehenden
Zahnkranz eingespurt werden soll. Die Reibscheibe hat den Vorteil, dass sie ein einfaches
mechanisches Bauelement ist, dass durch Kraftschluss eine verschleißarme Kupplung
bildet.
[0009] Gemäß einer die Erfindung weiterbildenden Ausführungsform ist der Zahnkranz an der
dem Starterritzel gegenüberliegenden Stirnfläche mit einer radialen, ringförmigen
Reibfläche unterhalb der Zähne ausgebildet, um die Reibscheibe der Startvorrichtung
kraftschlüssig an die Drehzahl anzupassen. Vorzugsweise ist am Zahnkranz die ringförmige
Reibfläche speziell behandelt oder bearbeitet, um einen Kraftschluss zwischen der
auf der Starterachse montierten Reibscheibe und dem Zahnkranz lang andauernd und mit
wiederkehrend gleicher Qualität auszuführen. Diese Reibfläche kann beispielsweise
insbesondere wärmebehandelt sein oder kann besonders rau ausgebildet sein.
[0010] Um den Kraftschluss zwischen Zahnkranz und Reibscheibe zu verbessern ist gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform alternativ die Reibscheibe mit einer konischen
Kontaktfläche zum Zahnkranz angrenzend ausgebildet. Die konische Kontaktfläche der
Reibscheibe und das Starterritzel wird zur Anpassung der Drehzahlen auf eine komplementäre
konische Gegenfläche des Zahnkranzes angedrückt, sodass diese eine feste Kupplung
ergeben. Durch Überwinden eines Zustell- und Ausspurwegs von der Reibscheibe wirkt
diese mit dem Zahnkranz zusammen.
[0011] Eine konische Fläche hat den Vorteil, dass die Kräfte nicht nur axial wirken, sondern
auch radial beim Zusammenpressen der Reibscheibe und des Zahnkranzes zum Tragen kommen.
[0012] Zur Verbesserung des Synchronisationsvorgangs ist gemäß einer weiter bevorzugten
Ausführungsform das Starterritzel mit Fanghaken an der Stirnseite, die dem Zahnkranz
gegenüber liegt ausgebildet. Insbesondere sind die Fanghaken aus Federstahl hergestellt.
Die Fanghaken reduzieren weiter den Zahnflankenverschleiß, sodass das Starterritzel
mit im wesentlicher synchroner Drehzahl zum Zahnkranz eingespurt wird. Durch die Fanghaken
wird eine synchrone Drehzahl schneller erreicht. Damit die Fanghaken eine lange Lebensdauer
aufweisen, sind die Fanghaken vorzugsweise aus Federstahl hergestellt.
[0013] Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren dadurch gelöst, dass zur Anpassung der
Drehzahlen von einem hochlaufenden Starterritzel und einem rotierenden, auslaufenden
Zahnkranz im Start-Stopp-Betrieb eine mechanische Einrichtung gegen den Zahnkranz
zugestellt wird, der rotierende auslaufende Zahnkranz von der mechanischen Einrichtung
berührt wird, die Drehzahlen vom Starterritzel und vom Zahnkranz zu einer synchronen
Drehzahl mechanisch abgeglichen werden und das Starterritzel nach einem Hindurchtreten
durch die mechanische Einrichtung in den Zahnkranz eingespurt wird. Aufgrund dieses
erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein Einspurvorgang bei einem Start-Stopp-Betrieb
mit auslaufender Brennkraftmaschine möglich, wobei der Zahnflankenverschleiß aufgrund
einer genauen Synchronisierung von zwei Zahnrädern deutlich reduziert ist. Das Verfahren
ist einfach realisierbar und erfordert keine hochgenaue und diffizile Ansteuerung
vom Startermotor, dem Starterrelais oder der Brennkraftmaschine. Es sind keine Sensorelemente
erforderlich. Eine aufwendige Elektronik würde gegebenenfalls durch Computerprogrammprodukte
unterstützt werden müssen was vorteilhafterweise entfällt. Der Startermotor wird somit
im Start-Stopp-Betrieb beim Auslaufen der Brennkraftmaschine beschleunigt und zu einem
vorherbestimmten Zeitpunkt, zu dem eine ungefähr gleich laufende Drehzahl des Zahnkranzes
bestimmt worden ist, wird das Starterritzel in den Zahnkranz eingespurt.
[0014] Damit die mechanische Einrichtung beim Einspuren des Starterritzels nachgiebig ist,
wird eine als mechanische Einrichtung ausgebildete Reibscheibe mittels einer Feder,
insbesondere einer Spiralfeder, gegen den Zahnkranz zur Anpassung der Drehzahlen gepresst.
Die Feder hat bei einer anfänglichen Berührung nur eine geringere Federkraft, die
bei Zustellung des Starterritzels immer größer wird, sodass die Reibkraft zum Zustellweg
des Starterritzels zunimmt. Die Drehzahl kann somit zeitlich immer besser dem Zustell-
bzw. Schließvorgang der Kupplung angepasst werden, sodass sie zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens
der Zahnflanken vom Starterritzel und vom Zahnkranz im Wesentlichen identisch ist.
[0015] Gemäß einem bevorzugten Verfahren wird im Start-Stopp-Betrieb die Drehzahl des Zahnkranzes
und die Drehzahl des Starterritzels mit der Reibscheibe vorsynchronisiert und die
Reibscheibe wird an den Zahnkranz zur Feinsynchronisation angepresst. Danach wird
das Starterritzel in den Zahnkranz eingespurt. Erfindungsgemäß ist also die mechanische
Einrichtung eine Feinsynchronisierung die ohne aufwendige Elektronik, gegebenenfalls
mit einer Software unterstützt, auskommt und bei entsprechender Materialauswahl für
die Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt ist.
[0016] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1 bis 3
- schematische Seitenansichten eines erfindungsgemäßen Einspurvorgangs einer erfindungsgemäßen
Startvorrichtung,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einer besonderen Ausführungsform einer Startvorrichtung
und eines Zahnkranzes,
- Fig. 5
- ein Zeit-Drehzahl-Weg-Diagramm eines Einspurvorgangs,
- Fig. 6
- schematisch ein Starterritzel in einer Stirnansicht,
- Fig. 7
- ein in eine Reibscheibe formschlüssig eingesetztes Starterritzel und
- Fig. 8
- eine vergrößerte schematische Seitenansicht einer Reibscheibe.
Ausführungsformen der Erfindung
[0018] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Startvorrichtung
1. Die Startvorrichtung 1 weist ein nicht speziell dargestelltes Starterrelais auf,
um in den Zahnkranz 2 einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine ein Starterritzel
3 einzuspuren. Erfindungsgemäß ist an der Stirnseite, die dem Zahnkranz 2 gegenüber
liegt, im ausgespurten Zustand eine Reibscheibe 4 formschlüssig angeordnet. Die Reibscheibe
4 dreht sich mit dem Starterritzel 3 mit. Beide werden von einem Startermotor 5 auf
einer Starterachse direkt angetrieben. Die Reibscheibe 4 ist axial auf der Starterachse
beweglich und wird von einer Feder 6 die vorzugsweise eine Spiralfeder ist vorgespannt.
Die Reibscheibe 4 bildet eine mechanische Einrichtung, um im Start-Stopp-Betrieb zwei
Drehzahlen anzupassen. Der Zahnkranz 2 rotiert mit einer auslaufenden Drehzahl aufgrund
einer auslaufenden, ausgeschalteten Brennkraftmaschine und der Startermotor 5 beschleunigt
das Starterritzel 3 mit einer ansteigenden Drehzahl, sodass beide Drehzahlen durch
die als mechanische Einrichtung ausgebildete Reibscheibe 4 abschließend synchronisiert
werden. Die Drehzahlen können, vor dem Einspuren des Starterritzels 3 durch einfache
elektrische und elektronische Verfahren angeglichen sein, sodass mittels der mechanischen
Einrichtung nur noch eine Feinjustierung auszuführen ist, sodass ein mechanischer
Verschleiß auf ein Minimum reduziert ist. Die Fig. 1 zeigt einen Zustand der Startvorrichtung
1, in dem die Reibscheibe 4 den Zahnkranz 2 noch nicht berührt.
[0019] Die Fig. 2 zeigt eine besondere Ausführungsform in einem zeitlich fortgeschrittenen
Zustand vom Einspurvorgang im Start-Stopp-Betrieb. In dem Einspurvorgang wird die
Reibscheibe 4, die die zum Starterritzel 3 zugewandte Stirnseite 24 vom Zahnkranz
2 berührt, in zeitlicher Folge zunehmend stark an eine radiale ringförmige Reibfläche
25 gepresst, um eine Drehzahldifferenz vom Starterritzel 3 und vom Zahnkranz 2 auszugleichen.
[0020] Im weiteren Verfahren durchtritt das Starterritzel 3 die Reibscheibe 4, wie in der
Fig. 3 gezeigt ist, sodass die Zähne des Starterritzels 3 in die Zähne vom Zahnkranz
2 eingreifen, wobei die Umfangsgeschwindigkeiten von beiden Zahnrädern im Wesentlichen
identisch sind. Somit läuft der Zahnkranz 2 zusammen mit dem eingespurten Starterritzel
3 aus und die Brennkraftmaschine ist im Start-Stopp-Betrieb jederzeit aufgrund des
eingespurten Starterritzels 3 startbar. Mindestzeiten müssen nicht mehr abgewartet
werden. Die beiden Drehzahlen vom Starterritzel 3 und vom Zahnkranz 2 können also
in einem selbstjustierenden Vorgang ohne aufwendige Regelung synchronisiert werden.
[0021] Die Fig.4 zeigt eine weitere schematische Seitenansicht von der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Einspurverfahrens. Gemäß der in der
Fig. 4 gezeigten besonderen Ausführungsform ist der Zahnkranz 2 mit einem zylindrischen
Bund 20 ausgebildet, damit die Reibscheibe 4 auch radial, und nicht nur axial, wie
in den in Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsformen gegen den Zahnkranz 2 gepresst
wird. Dies hat mechanische Vorteile, dass evtl. ein auftretender Schlupf vermieden
wird. Eine derartige Anordnung hat jedoch auch den Nachteil, dass ein systematischer
Drehzahlfehler auftreten kann, da der Umfang des zylindrischen Bunds 20 kleiner ist
als der der Zahnflanken vom Zahnkranz 2, sodass hier eine geringfügige Drehzahldifferenz
auftritt, die aber deutlich kleiner ist, als die auszugleichende Drehzahldifferenz
zwischen dem Starterritzel 3 und dem Zahnkranz 2. Die Drehzahldifferenz ist bei der
Materialauswahl entsprechend berücksichtigt.
[0022] Die Fig. 5 zeigt eine weitere Abwandlung der Ausführungsformen der Fig. 1 bis 4.
Hier ist die Kontaktfläche 23 von der Reibscheibe 4 und die komplementäre Gegenfläche
22 am Zahnkranz 2 konisch ausgebildet. Eine konische Ausbildung hat den Vorteil, dass
sowohl radiale als auch axiale Kräfte wirken und somit eine gute Reibhaftkraft erzielt
werden kann. Außerdem können die Drehzahldifferenzen durch eine entsprechende konische
Berührung besser ausgeglichen werden, da die berührende Kontaktfläche gegenüber einer
nur radialen oder axialen Berührung vergrößert ist..
[0023] Die Fig. 6 zeigt ein Zeit-Drehzahl-Weg-Diagramm. Im obersten Diagramm der Fig. 6
ist die Drehzahl n
B von der Brennkraftmaschine während eines Start-Stopp-Betriebs dargestellt. Die Brennkraftmaschine
wird zu einem Zeitpunkt t
0 auf eine Leerlaufdrehzahl n
0 herabgefahren. Zum Zeitpunkt t
1 wird durch die Motorsteuerung ein Start-Stopp-Betrieb veranlasst, sodass die Brennkraftmaschine
ausgeschaltet wird. Kurz danach, im Millisekundenbereich, zu einem Zeitpunkt t
2 wird der Startermotor 5 von einer Startersteuerung beschleunigt, die den Startermotor
5 und das Starterrelais separat ansteuert.
[0024] Das mittlere Zeit-Drehzahl-Diagramm der Fig. 6 zeigt die Drehzahl bei n
S vom Startermotor. Darunter im untersten Diagramm ist der Weg s
3 vom Starterritzel 3 dargestellt.
[0025] Das Starterritzel 3 wird zusammen mit der Reibscheibe 4 mittels des Starterrelais
auf den Zahnkranz 2 zugestellt. Zum Zeitpunkt t
3 berührt die Reibscheibe 4 den Zahnkranz 2, sodass eine Synchronisierung der Drehzahl
vom auslaufenden Zahnkranz 2 mit der Drehzahl vom auslaufenden Startermotor 5 stattfindet.
Zum Zeitpunkt t
4 liegt eine identische Drehzahl vor und eine Lücke auf Zahnstellung zwischen Starterritzel
3 und Zahnkranz 2, sodass ab dem Zeitpunkt t
4 das Starterritzel 3 zum formschlüssigen Ineinandergreifen bis zum Zeitpunkt t
5 eingespurt wird. Gemäß einer einfachen Ausführungsform wird sowohl die grobe Synchronisierung
als auch eine Feinsynchronisierung durch die Reibscheibe 4 als mechanische Einrichtung
ausgeführt. Gemäß einer, die Reibscheibe 4 weniger belasteten Ausführungsform wird
eine Synchronisierung der Drehzahlen mittels einer elektronischen Steuerung von der
Startvorrichtung in einem groben Drehzahlbereich vorgenommen und der ungefähre Einspurzeitpunkt
bestimmt, sodass die Reibscheibe 4 für eine Feinsynchronisierung eingesetzt wird.
[0026] Die Fig. 7 zeigt eine Stirnansicht eines Starterritzels 3 und der Reibscheibe 4 in
einer vereinfachten Darstellung. Die Stirnansicht zeigt wie das Starterritzel 3 formschlüssig
durch die Reibscheibe 4 hindurch treten kann und auf einer angetriebenen Starterachse
35 formschlüssig verschiebbar ist.
[0027] Die Fig. 8 zeigt schematisch eine besondere Ausführungsform der Reibscheibe mit Fanghaken
32 in der Stirnseite 30 des Starterritzels 3 angeordnet, um einen Zahnflankenverschleiß
noch besser zu verhindern. Die Fanghaken 32 sind aus besonders langlebigen Werkstoffen,
beispielsweise aus Federstahl hergestellt. Die Fanghaken 32 dienen somit der Feinsynchronisierung
zwischen Starterritzel 3 und Zahnkranz 2. Alle Figuren zeigen lediglich schematische
nicht maßstabsgerechte Darstellungen. Im Übrigen wird insbesondere auf die zeichnerischen
Darstellungen für die Erfindung als Wesentlich verwiesen.
1. Startvorrichtung (1) für eine Brennkraftmaschine in einem Kraftfahrzeug mit einem
Startermotor (5) und einem Starterrelais, mit dem zum Starten der Brennkraftmaschine
ein vom Startermotor (5) angetriebenes Starterritzel (3) mit einem Zahnkranz (2) der
Brennkraftmaschine in Eingriff bringbar ist und der Startermotor (5) und das Starterrelais
für einen Start-Stopp-Betrieb von einer Startersteuerung getrennt und definiert ansteuerbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Startvorrichtung (1) mit einer mechanische Einrichtung zur Anpassung der Drehzahl
des Starterritzels (3) an die Drehzahl eines auslaufenden Zahnkranzes (2) ausgebildet
ist.
2. Startvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reibscheibe (4) auf der Antriebsachse des Starterritzels (3) als mechanische
Einrichtung zur Drehzahlanpassung ausgebildet ist.
3. Startvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahnkranz (2) an der dem Starterritzel (3) gegenüberliegenden Stirnfläche (24)
mit einer radialen ringförmigen Reibfläche unterhalb der Zähne ausgebildet ist, um
die Reibscheibe (4) der Startvorrichtung (1) kraftschlüssig an die Drehzahl anzupassen.
4. Startvorrichtung (1) nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheibe (4) eine axiale Umfangsfläche aufweist, die zur Anpassung der Drehzahl
eine axiale ringförmige Reibfläche vom Zahnkranz (2) kraftschlüssig berührt.
5. Startvorrichtung (1) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheibe (4) mit einer konischen Kontaktfläche (23) zumindest zum Teil am
zum Zahnkranz (2) angrenzenden Umfang ausgebildet ist, die zur Anpassung der Drehzahl
mit einer komplementären konischen Gegenfläche (22) des Zahnkranzes (2) durch Zustellen
der Reibscheibe (4) und des Starterritzels (3) zusammenwirkt.
6. Startvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Starterritzel (3) mit Fanghaken (32) an der Stirnseite, die in den Zahnkranz
(2) eingespurt wird, ausgebildet ist, und insbesondere die Fanghaken (32) aus Federstahl
hergestellt sind.
7. Verfahren zum Betreiben einer Startvorrichtung (1), insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 6, mit einer Startersteuerung für eine Brennkraftmaschine in einem Kraftfahrzeug
zum Ausführen eines Start-Stopp-Betriebs, wobei das Starterritzel (3) von dem Startermotor
(5) auf eine definierte Drehzahl beschleunigt wird, und das Starterritzel (3) in einen
auslaufenden rotierenden Zahnkranz (2) zu einem definierten Zeitpunkt mit im Wesentlichen
synchroner Drehzahl eingespurt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anpassung der Drehzahlen von einem hochlaufenden Starterritzel (3) und einem
rotierendem, auslaufenden Zahnkranz (2) im Start-Stopp-Betrieb eine mechanische Einrichtung
gegen den Zahnkranz (2) zugestellt wird, der rotierende auslaufende Zahnkranz (2)
berührt wird, die Drehzahlen mechanisch zu einer synchronen Drehzahl mechanisch abgeglichen
werden und das Starterritzel (3) nach einem Hindurchtreten durch die mechanische Einrichtung
in den Zahnkranz (2) eingespurt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine als mechanische Einrichtung ausgebildete Reibscheibe (4) mittels einer Feder
(6), insbesondere einer Spiralfeder, gegen den Zahnkranz (2) zur Anpassung der Drehzahlen
gepresst wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Start-Stopp-Betrieb die Drehzahl des Zahnkranzes (2) und die Drehzahl des Starterritzels
(3) mit der Reibscheibe (4) vorsynchronisiert wird, die Reibscheibe (4) an den Zahnkranz
(2) zur Feinsynchronisation angepresst wird.