[0001] Die Erfindung betrifft einen fluidbetätigten Linearantrieb mit Führungseinheit, umfassend
eine Antriebseinheit mit einem an der Vorderseite durch einen vorderen Abschlussdeckel
abgeschlossenen Gehäuserohr und einem in dem Gehäuserohr axial gleitverschieblich
angeordneten, mit einer den vorderen Abschlussdeckel unter Abdichtung durchsetzenden
Kolbenstange verbundenen Kolben, und ferner umfassend eine Führungseinheit mit einem
an der Vorderseite der Antriebseinheit angeordneten Führungskörper, der zwei seitlich
zu einander entgegengesetzten Seiten hin über das Gehäuserohr hinausragende Führungsaugen
mit integrierten Linearführungsmitteln aufweist, die von je einer mittels eines dem
Führungskörper axial vorgelagerten Jochkörpers mit der Kolbenstange verbundenen Führungsstange
durchsetzt sind.
[0002] Ein derartiger Linearantrieb ist in der Produktinformation "
Führungseinheiten FEN/FENG für Normzylinder", Ausgabe 2008/04, Seiten 1 bis 4, der Anmelderin beschrieben. Der bekannte Linearantrieb enthält eine Antriebseinheit
in Gestalt eines eigenständigen Pneumatikzylinders, an den vorne eine Führungseinheit
angebaut ist. Die Führungseinheit verfügt über einen am vorderen Abschlussdeckel der
Antriebseinheit befestigten Führungskörper mit seitlichen Führungsaugen, die von je
einer Führungsstange gleitverschieblich durchsetzt sind. Die Kolbenstange steht mit
beiden Führungsstangen mittels eines dem Führungskörper vorgelagerten Jochkörpers
in fester Verbindung, so dass die Führungsstangen die im Betrieb stattfindende Linearbewegung
der Kolbenstange mitmachen. Das Jochteil dient dem Kraftabgriff, wobei es aufgrund
der Führungseinheit sehr hohen Querkräften standhalten kann.
[0003] Die
EP 0 346 716 B1 beschreibt ebenfalls einen Linearantrieb mit Führungseinheit, wobei die Querabstützung
der Kolbenstange allerdings ohne separate Führungsstangen und direkt an der Kolbenstange
stattfindet. Stirnseitig vorne an den Abschlussdeckel des Linearantriebes ist ein
Führungskörper angebaut, der mit Linearführungsmitteln in Gestalt einer Wälzlageranordnung
ausgestattet ist, die die Kolbenstange zur Querabstützung seitlich beaufschlagt. Indem
die Wälzkörper der Linearführungsmittel in Längsnuten der Kolbenstange eingreifen,
wird gleichzeitig eine verdrehsicherung realisiert, die sich beim eingangs genannten
Stand der Technik durch die Führungsstangen realisieren lässt.
[0004] Beide bekannten Linearantriebe verfügen aufgrund der vorgeschalteten Führungseinheit
über eine relativ große Baulänge. Im Falle des in der oben zitierten Produktinformation
beschriebenen Linearantriebes wird dies zum Teil dadurch kompensiert, dass auf einen
im Wesentlichen H-förmigen Führungskörper zurückgegriffen wird, in dessen rückseitige
Aussparung der Linearantrieb eintaucht. Dies erfordert allerdings eine relativ komplexe
Struktur des Führungskörpers, die sich zum einen negativ auf die Herstellungskosten
niederschlägt und zum anderen dazu führt, dass der Linearantrieb eine stark zerklüftete
Außenkontur besitzt, die sich nur sehr schwer reinigen lässt. Letzteres beeinträchtigt
die Verwendbarkeit in Bereichen, in denen hohe Anforderungen an die Hygiene gestellt
sind, beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie oder auf dem Gebiet der Pharmazie.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Linearantrieb der eingangs genannten
Art zu schaffen, der bei kompakten Abmessungen eine reinigungsfreundliche Gestaltung
ermöglicht.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass der vordere Abschlussdeckel unmittelbar
von dem Führungskörper gebildet ist, wobei diese beiden Komponenten Bestandteile eines
einstückigen Führungs- und Abschlusskörpers sind.
[0007] Somit wird die Funktion des Abschlussdeckels vom Führungskörper übernommen, und umgekehrt.
Der Verzicht auf eigenständige Komponenten ermöglicht es, die Baulänge des Linearantriebes
wesentlich zu verringern, was seinerseits die Möglichkeit eröffnet, den Führungs-
und Abschlusskörper als geometrisch einfach gestalteten Körper zu realisieren, der
sich einfach herstellen lässt und der der Gesamtanordnung zu insgesamt leicht zugänglichen
und deshalb reinigungsfreundlichen Außenflächen verhilft. Durch die Einstückigkeit
von Abschlussdekkel und Führungskörper ergibt sich überdies ein Entfall von Fugen
und Kanten im Übergangsbereich, was dem Niederschlag von Verunreinigungen entgegenwirkt
und die Außenreinigung vereinfacht.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0009] Für die äußere Formgebung des einstückigen Führungs- und Abschlusskörpers empfiehlt
sich insbesondere eine blockförmige Gestalt. Im Bereich der beiden Führungsaugen kann
der Körper eine abgerundete und/oder abgeschrägte Außenkontur aufweisen.
[0010] Der Führungs- und Abschlusskörper ist in axialer Richtung zweckmäßigerweise von drei
Durchtrittsöffnungen durchsetzt, durch deren eine - als Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
bezeichnet - die Kolbenstange hindurchtritt, während die beiden anderen - als Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen
bezeichnet - von je einer der beiden Führungsstangen durchsetzt werden. Die Längsachsen
dieser drei Durchtrittsöffnungen liegen zweckmäßigerweise in einer gemeinsamen Ebene.
[0011] Von vorteil ist eine dahingehende Gestaltung des Führungs- und Abschlusskörpers,
dass die im Bereich seiner vorderen Stirnfläche angeordneten Mündungen der drei Durchtrittsöffnungen
in einer gemeinsamen Ebene liegen, was zweckmäßigerweise auch für die rückseitig am
Führungs- und Abschlusskörper angeordneten Mündungen gilt. Diese Ebenen erstrecken
sich jeweils rechtwinkelig zur Längsachse des Gehäuserohrs. Somit liegen die vorderen
und hinteren Öffnungsmündungen des Führungskörpers jeweils auf zumindest im Wesentlichen
gleicher axialer Höhe, was einen im Wesentlichen geradlinigen Abschluss des Führungs-
und Abschlusskörpers ermöglicht, ohne nennenswert zerklüftete Kontur der jeweils zugeordneten
Stirnfläche.
[0012] Insbesondere auf diese Weise kann erreicht werden, dass der Führungs- und Abschlusskörper
das Gehäuserohr nicht derart axial überlappt, dass sich reinigungsunfreundliche Zwischenräume
ergeben.
[0013] Damit in den Innenraum des Gehäuserohres sowie in den Bereich der im Inneren der
Führungsaugen angeordneten Linearführungsmittel keine Verunreinigungen eindringen,
sind den von außen her zugänglichen Mündungen der zugeordneten Durchtrittsöffnungen
Abstreiferringe zugeordnet, die am Führungs- und Abschlusskörper ortsfest gehalten
sind und mit einer Abstreiferlippe gleitverschieblich am Außenumfang der jeweils zugeordneten
Stange anliegen. Diese Abstreiferringe bilden auch eine gewisse Abschirmung bezüglich
Reinigungsflüssigkeit, mit der der Linearantrieb beim Einsatz in Hygienezonen von
Zeit zu Zeit abgesprüht wird.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Abstreiferringe leicht lösbar fixiert sind,
insbesondere im Rahmen einer Schnappverbindung. Auf diese Weise lässt sich der Linearantrieb
im Hinblick auf die jeweiligen Einsatzbedingungen leicht umrüsten. Die Abstreiferringe
können kundenspezifisch ausgewählt und montiert werden. So kann man für solche Anwendungen,
bei denen kaum Reinigungsmaßnahmen durchgeführt werden, auf kostengünstige Standardmaterialien
zurückgreifen, die zum Erhalt ihrer optimalen Funktionsfähigkeit ein ständiges Maß
an Schmierung erfordern. Ist der Linearantrieb hingegen für Einsätze vorgesehen, die
ein häufiges Reinigen erfordern, mit der Konsequenz eines Entfernens des Schmierstoffes,
greift man auf harte Abstreifermaterialien zurück, die auch bei Trockenlauf den bestehenden
Anforderungen genügen.
[0015] Vorzugsweise gehören zu dem Linearantrieb wenigstens zwei unterschiedliche Typen
von Abstreiferringen, die alternativ an dem Führungs- und Abschlusskörper montierbar
sind.
[0016] Damit sich im Bereich der Mündungen der den Führungs- und Abschlusskörper durchsetzenden
Durchtrittsöffnungen kein Schmutz absetzt, ist es zweckmäßig, die Abstreiferringe
mit einem radial abstehenden ringförmigen Abstützbund zu versehen, der bündig an der
zugeordneten Stirnfläche des Führungs- und Abschlusskörpers anliegt.
[0017] Manche Typen von Abstreiferringen verfügen stirnseitig, radial außerhalb ihrer Abstreiferlippe,
über eine ringförmige, axial offene nutartige Vertiefung, die die radiale Beweglichkeit
der Abstreiferlippe gewährleistet. Damit sich auch dort keine Verunreinigungen niederschlagen
können, ist die nutartige Vertiefung zweckmäßigerweise mit einer gummielastischen
Füllmasse ausgefüllt, insbesondere aus einem Silikonmaterial bestehend.
[0018] Zur axialen Befestigung des Führungs- und Abschlusskörpers an der vorderen Stirnfläche
des Gehäuserohres greift man zweckmäßigerweise auf Befestigungsschrauben zurück, die
von vorne her in Befestigungskanäle des Führungs- und Abschlusskörpers eingebracht
werden. Diese Befestigungskanäle sind im Bereich der vorderen Stirnfläche des Führungs-
und Abschlusskörpers zweckmäßigerweise durch je einen Verschlussstopfen lösbar verschlossen,
der ein Eindringen und Ablagern von Verunreinigungen verhindert, sich zum Zerlegen
des Linearantriebes aber auch leicht entfernen lässt.
[0019] Eine vergleichbare Abschirmung gegen Ablagerung von Verunreinigungen erfolgt zweckmäßigerweise
auch in den Verbindungsbereichen zwischen dem Jochkörper und den daran fixierten Stangen.
Zur Befestigung der Stangen kann man auf Befestigungsschrauben zurückgreifen, die
den Jochkörper durchsetzen, wobei ihre Schraubenköpfe in sacklochartigen Vertiefungen
des Jochkörpers aufgenommen sind. Diese Vertiefungen können durch Abdeckkappen lösbar
verschlossen sein, die auch die Köpfe der Befestigungsschrauben abdecken.
[0020] Zur Montage am Einsatzort kann der Führungs- und Abschlusskörper über seitlich ausmündende
Befestigungsbohrungen verfügen. Soweit diese nicht genutzt werden, sind zweckmäßigerweise
Verschlussschrauben in sie eingeschraubt, die ein Eindringen von Verunreinigungen
verhindern.
[0021] Da die Kolbenstange über die Führungsstangen bezüglich dem Führungs- und Abschlusskörper
quer zu ihrer Bewegungsrichtung abgestützt ist, bedarf sie selbst keiner starren Querabstützung.
Es genügt daher, wenn sie mit einem Abstreiferring und einem den Fluidaustritt verhindernden
Dichtungsring kooperiert, wobei diese beiden Ringe auch in einem kombinierten Ringkörper
vereinigt sein können. Eine zusätzliche Führungshülse oder sonstige Abstützmaßnahme
wird nicht benötigt.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung an der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser
zeigen;
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Schrägansicht von vorne her eine vorteilhafte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Linearantriebes, das Ganze bei eingefahrener Kolbenstange,
- Fig. 2
- ein Linearantrieb aus Fig. 1 in einer Rückansicht von schräg unten her,
- Fig. 3
- den Linearantrieb aus Fig. 1 und 2 aus einer Blickrichtung wie in Fig. 1, allerdings
bei ausgefahrener Kolbenstange,
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des Linearantriebes mit Blickrichtung gemäß Pfeil IV aus Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Rückansicht des Linearantriebes mit Blickrichtung gemäß Pfeil V aus Fig. 1,
- Fig. 6
- eine Draufsicht des Linearantriebes mit Blickrichtung gemäß Pfeil VI aus Fig. 3,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Linearantriebes mit Blickrichtung gemäß Pfeil VII aus Fig.
6,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt durch den Linearantrieb gemäß Schnittlinie VIII-VIII aus Fig. 6,
- Fig. 9
- einen weiteren Längsschnitt durch den Linearantrieb gemäß Schnittlinie IX-IX aus Fig.
6, und
- Fig. 10
- den in Fig. 9 strichpunktiert umrahmten Ausschnitt X in einer vergrößerten Einzeldarstellung,
wobei ein anderer Typ von Abstreiferring montiert ist.
[0023] Der insgesamt mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Linearantrieb umfasst eine rückseitig
angeordnete Antriebseinheit 2 mit Längsachse 3 und eine der Antriebseinheit 2 in Achsrichtung
der Längsachse 3 nach vorne hin vorgelagerte Führungseinheit 4. Dabei gehört eine
Komponente der Führungseinheit 4, ein Führungskörper 5, gleichzeitig auch der Antriebseinheit
2 an, indem er auch einen vorderen Abschlussdeckel 6 der Antriebseinheit 2 bildet.
Führungskörper 5 und Abschlussdeckel 6 sind zu einer einstückigen Baueinheit zusammengefasst,
die als Führungs- und Abschlusskörper 7 bezeichnet sei.
[0024] Die Antriebseinheit 2 verfügt über ein sich in Achsrichtung der Längsachse 3 erstreckendes
Gehäuserohr 8, das rückseitig von einem hinteren Gehäusedeckel 12 und vorne von dem
schon erwähnten Führungs- und Abschlusskörper 7 verschlossen ist. Der hintere Gehäusedeckel
12 und der Führungs- und Abschlusskörper 7 sind jeweils stirnseitig außen an das Gehäuserohr
8 angesetzt und durch Befestigungsschrauben 13 mit dem Gehäuserohr 8 axial verschraubt.
[0025] Gemeinsam begrenzen das Gehäuserohr 8, der Führungs- und Abschlusskörper 7 sowie
der hintere Gehäusedeckel 12 eine Gehäusekammer 14, in der ein dem Antrieb dienender
Kolben 15 gleitverschieblich aufgenommen ist. Der Kolben 15 ist mit einer umlaufenden
Dichtung 16 bestückt, die mit der vom Gehäuserohr 8 definierten peripheren Umfangsfläche
der Gehäusekammer 14 in Dichtkontakt steht, so dass die Gehäusekammer 14 durch den
Kolben 15 in eine dem hinteren Gehäusedeckel 12 zugewandte hintere Arbeitskammer 17
sowie eine dem Führungs- und Abschlusskörper 7 zugewandte vordere Arbeitskammer 18
unterteil ist. Je ein Steuerkanal 22, der den hinteren Gehäusedeckel 12 bzw. den Führungs-
und Abschlusskörper 7 durchsetzt, mündet in jede der Arbeitskammern 17, 18 und ermöglicht
eine gesteuerte Fluidbeaufschlagung der zugeordneten Arbeitskammer 17, 18, um den
Kolben 15 zu einer durch einen Doppelpfeil 23 angedeuteten linearen Arbeitsbewegung
in der einen oder anderen Richtung anzutreiben.
[0026] Als Antriebsfluid wird insbesondere Druckluft verwendet, jedoch eignet sich auch
jedes beliebige andere gasförmige oder flüssige Medium.
[0027] An dem Kolben 15 ist eine Kolbenstange 24 befestigt, die die vordere Arbeitskammer
18 sowie den sich daran anschließenden, einstückig ausgebildeten Führungs- und Abschlusskörper
7 durchsetzt. Der Führungs- und Abschlusskörper 7 bildet unmittelbar die vordere Begrenzungswand
der Gehäusekammer 14 bzw. der vorderen Arbeitskammer 18 und ist von einer insbesondere
nach Art einer Bohrung ausgebildeten Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung 25 axial durchsetzt,
durch die die Kolbenstange 24 hindurchtritt. Die Kolbenstange 24 macht die Arbeitsbewegung
23 des Kolbens 15 mit und treibt dementsprechend ein Kraftabgriffselement 27 an, das
am außerhalb des Führungs- und Abschlusskörpers 7 liegenden vorderen Endabschnitt
32 der Kolbenstange 24 befestigt ist.
[0028] An dem Kraftabgriffselement 27 ist mindestens eine Befestigungsschnittstelle 33 ausgebildet,
an der sich eine beliebige, zu bewegende und/oder zu positionierende Komponente befestigen
lässt, beispielsweise ein Maschinenteil oder eine Greifvorrichtung.
[0029] Beim Betätigen des Kolbens 15 führt also das Kraftabgriffselement 27 ebenfalls die
Arbeitsbewegung 23 aus.
[0030] Zur Linearführung und Querabstützung der Kolbenstange 24 sind zwei zu der Führungseinheit
4 gehörende Führungsstangen 28 vorhanden. Sie haben zweckmäßigerweise, wie die Kolbenstange
24, eine kreiszylindrische Außenfläche. Ihr Querschnitt ist zweckmäßigerweise größer
als derjenige der Kolbenstange 24.
[0031] Die Führungsstangen 28 erstrecken sich mit Querabstand parallel zur Kolbenstange
24, wobei sie letztere längsseits flankieren. Vorzugsweise sind die Stangen insgesamt
so angeordnet, dass sich ihre Längsachsen in einer gemeinsamen Hauptebene 34 erstrecken.
Dabei liegt die Kolbenstange 24, insbesondere mit gleichem Abstand, zwischen den beiden
Führungsstangen 28.
[0032] Der Führungs- und Abschlusskörper 7 hat, rechtwinkelig zur Längsachse 3 und hierbei
parallel zu der Hauptachse 34 gemessen, größere äußere Querabmessungen als das Gehäuserohr
8. Letzteres wird daher, bei mit der Achsrichtung der Längsachse 3 zusammenfallender
axialer Blickrichtung gesehen, von zwei seitlichen Randabschnitten des Führungs- und
Abschlusskörpers 7 quer zur Längsachse 3 überragt. Diese beiden Randabschnitte sind
als Führungsaugen 35 mit jeweils einer längs durchgehenden Führungsstangen-Durchtrittsöffnung
36 ausgebildet. Sie stehen seitlich zu einander entgegengesetzten Seiten hin über
das Gehäuserohr 8 vor.
[0033] Jede Führungsstange 28 durchsetzt eine der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen 36
und ist durch im Inneren der zugeordneten Führungsstangen-Durchtrittsöffnung 36 angeordnete
Linearführungsmittel 37 axial beweglich gelagert und zugleich in radialer Richtung
allseits unbeweglich abgestützt. Als Linearführungsmittel 37 kommen beim Ausführungsbeispiel
pro Führungsstange 28 eine oder mehrere zur Gleitlagerung dienende Führungshülsen
zum Einsatz, die in der Führungsstangen-Durchtrittsöffnung 36 axial unbeweglich verankert
sind. Vor allem wenn besonders hohe Querkräfte aufzunehmen sind, können die Linearführungsmittel
37 auch als Wälzlagermittel ausgeführt sein.
[0034] Das Kraftabgriffselement 27 ist zweckmäßigerweise als Jochkörper 42 ausgebildet,
über den die Kolbenstange 24 mit den Führungsstangen 28 zu einer Bewegungseinheit
zusammengefasst ist. Er erstreckt sich vor dem Führungs- und Abschlusskörper 7 quer
zur Längsachse 3 und ragt dabei bis in die den Führungsaugen 35 axial vorgelagerten
Bereiche. Mit ihren vorderen Endabschnitten 43 sind die Führungsstangen 28 axial unbeweglich
an dem vorzugsweise plattenförmig ausgebildeten Jochkörper 42 befestigt.
[0035] Die Arbeitsbewegung 23 wird somit stets gleichzeitig von allen Komponenten der sich
aus dem Kolben 15, der Kolbenstange 24, dem Jochkörper 42 und den beiden Führungsstangen
28 zusammensetzenden Bewegungseinheit ausgeführt. Zur leichteren Unterscheidung sei
diese Bewegungseinheit im Folgenden auch als Abtriebseinheit bezeichnet.
[0036] Zwischen den Führungsstangen 28 und dem Jochkörper 42 liegt quer zur Längsachse 3
keinerlei Spiel vor. Jegliche Querkräfte, die in das den Jochkörper 42 bildende Kraftabgriffselement
27 eingeleitet werden, werden somit über die Führungsstangen 28 in den Führungs- und
Abschlusskörper 7 eingeleitet, ohne die Kolbenstange 24 mit Querkräften zu beaufschlagen.
Dies ermöglicht es in vorteilhafter Weise, auf eine direkte, starre Querabstützung
der Kolbenstange 24 zu verzichten. Folglich sind in der Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
25 keine eine derartige starre Abstützung bewirkende Abstütz- oder Führungsmittel
vorhanden.
[0037] Die Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung 25 ist lediglich, im Bereich ihrer zu der dem
Jochkörper 42 zugewandten vorderen Stirnfläche des einstückigen Führungs- und Abschlusskörpers
7 ausmündenden vorderen Mündung 46, mit einem die Kolbenstange 24 konzentrisch umschließenden
Abstreiferring 48 bestückt, sowie mit einem sich axial rückseitig an den Abstreiferring
48 koaxial anschließenden Dichtungsring 52. Der Dichtungsring 52 verfügt über eine
der vorderen Arbeitskammer 18 zugewandte Dichtlippe, die an der Außenumfangsfläche
der Kolbenstange 24 anliegt und somit einen Fluidaustritt durch die Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
25 hindurch verhindert.
[0038] Der Abstreiferring 48 verfügt über eine nach vorne orientierte ringförmige Abstreiferlippe
53, die ebenfalls ringsum an der Außenoberfläche der Kolbenstange 24 anliegt und beim
Einfahren der Kolbenstange 24 an dieser anhaftende Verunreinigungen abstreift. Dadurch
wird der Dichtungsring 52 vor übermäßigem Verschleiß geschützt.
[0039] Zweckmäßigerweise sind der Dichtungsring 52 und der Abstreiferring 48 zu einer insbesondere
einstückigen Baueinheit zusammengefasst.
[0040] Bedingt durch die Zusammenfassung des Führungskörpers 5 und des vorderen Abschlussdeckels
6 in einer von dem Führungs- und Abschlusskörper 7 gebildeten einstückigen Baueinheit,
erweist sich die Montage des Linearantriebes als sehr einfach und sind bei Bedarf
auch sehr geringe Längenabmessungen realisierbar. Es werden außerdem Trennfugen vermieden,
in denen sich möglicherweise verunreinigungen ablagern, die nur schwer zu entfernen
sind.
[0041] Beim Ausführungsbeispiel ist der Führungs- und Abschlusskörper 7 blockförmig gestaltet.
Dabei hat er zweckmäßigerweise einen länglichen Querschnitt, mit größeren Querschnittsabmessungen
in der Hauptebene 34 als rechtwinkelig dazu. Im Bereich der beiden Führungsaugen 35
ist er außen insbesondere abgeschrägt (bei 54) und abgerundet (bei 55), so dass sich
sein Querschnitt zu den äußeren Endabschnitten der Führungsaugen 35 hin zweckmäßigerweise
verjüngt. Damit wird Material eingespart und die Reinigungsfreundlichkeit weiter erhöht.
[0042] Zweckmäßigerweise sind die vordere Stirnfläche 44 wie auch die dieser entgegengesetzte,
rückwärtige Stirnfläche 45 - abgesehen von einem der Zentrierung des Gehäuserohrs
8 dienenden Zentriervorsprung 56 - eben ausgebildet. Sie erstrecken sich hierbei in
einer vorderen bzw. rückwärtigen Querebene 57, 58, die rechtwinkelig zur der Längsachse
3 ausgerichtet sind. Zumindest im Wesentlichen in der vorderen Querebene 57 liegen
die vordere Mündung 46 der Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung 25 sowie die benachbart
dazu angeordneten vorderen Mündungen 47 der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen 36.
Vergleichbares gilt für die rückwärtige Querebene 58, die zumindest die nach rückwärts
orientierten rückseitigen Mündungen 62 der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen 36
beinhaltet und zweckmäßigerweise auch noch die rückseitige Mündung 63 der Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
25, die beim Ausführungsbeispiel einen minimalen axialen Versatz aufweist, weil sie
im Bereich des Zentriervorsprunges 56 liegt.
[0043] Auf diese Weise ist der Führungs- und Abschlusskörper 7 nicht nur peripher, sondern
auch vorne und hinten glattflächig und unzerklüftet ausgebildet, was die Herstellung
und Reinigung vereinfacht. Es ergibt sich keinerlei axiale Überlappung zwischen der
von außen her zugänglichen peripheren Außenumfangsfläche des Gehäuserohrs 8 und dem
Führungs- und Abschlusskörper 7, so dass keine unzugänglichen radialen Zwischenräume
zwischen dem Führungs- und Abschlusskörper 7 und dem Gehäuserohr 8 verbleiben, die
die Reinigung des Linearantriebes 1 erschweren könnten. Insbesondere ragen die Führungsaugen
35 nicht nach rückwärts über den zwischen dem Gehäuserohr 8 und dem Führungs- und
Abschlusskörper 7 befindlichen Fügebereich 59 hinaus.
[0044] Um die Linearführungsmittel 37 vor Verunreinigungen und frühem verschleiß zu schützen,
ist zweckmäßigerweise im Bereich jeder vorderen Mündung 47 und rückseitigen Mündung
62 der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen 36 ein weiterer Abstreiferring 64 angeordnet.
Er ist am Führungs- und Abschlusskörper 7 fixiert und umschließt die Führungsstange
28 mit Gleitkontakt.
[0045] Beim Ausführungsbeispiel sind gemäß Fig. 1 bis 9 durchweg Abstreiferringe 46, 64
installiert, die für einen zuverlässigen und verschleißarmen Betrieb ein Zusammenwirken
mit einer ausreichend gefetteten Oberfläche bedürfen. Mit ihnen ist der Linearantrieb
1 in Fällen ausgestattet, in denen keine besonders intensive Reinigung stattzufinden
hat bzw. in denen mit Mitteln gereinigt wird, die kein Ablösen des üblicherweise auf
der Kolbenstange 24 und auf den Führungsstangen 28 befindlichen Fettfilmes bewirken.
Die Abstreiferringe 46, 64 bestehen hier insbesondere aus einem Material mit gummielastischen
Eigenschaften.
[0046] Soll der Linearantrieb 1 bei reinigungsintensiven Anwendungen genutzt werden, empfiehlt
es sich, einen anderen Typ von Abstreiferringen 65 einzusetzen, wie er in Fig. 10
beispielhaft illustriert ist. Ein derartiger Abstreiferring 65 besteht aus einem relativ
harten Kunststoffmaterial, insbesondere einem harten PE-Kunststoffmaterial, das auch
für eine Abstreiferfunktion in Verbindung mit ungefetteten Oberflächen geeignet ist.
[0047] Der Linearantrieb 1 kann sehr einfach hinsichtlich der jeweiligen Anwendungsfälle
umgerüstet werden, indem man die vorhandenen Abstreiferringe 46, 64 durch den anderen
Typ von Abstreiferringen 65 ersetzt.
[0048] Begünstigt wird dieser Austausch beim Ausführungsbeispiel dadurch, dass alle Typen
von Abstreiferringen 46, 64, 65 im Rahmen von lösbaren Schnappverbindungen am Führungs-
und Abschlusskörper 7 verankert sind. Bei der Montage werden die Abstreiferringe 46,
64, 65 einfach derart eingeknöpft, dass sie einen nach radial innen ragenden ringförmigen
Befestigungsbund 66 des Führungs- und Abschlusskörpers 7 hintergreifen oder umgreifen.
[0049] In Bezug auf die Reinigungsfreundlichkeit ist es im Übrigen auch von Vorteil, wenn
die Abstreiferringe, wie anhand des Abstreiferringes 65 in Fig. 10 illustriert, einen
radial abstehenden ringförmigen Abstützbund 67 aufweisen, der im montierten Zustand
bündig an der zugeordneten vorderen oder rückwärtigen Stirnfläche 44, 45 des Führungs-
und Abschlusskörpers 7 anliegt. Dadurch ist ein Eindringen von Verunreinigen in die
zugeordnete Durchtrittsöffnung 25, 26 wirksam verhindert.
[0050] Manche Typen von Abstreiferringen, wie sie exemplarisch anhand des Abstreiferringes
48 in Fig. 8 illustriert sind, verfügen an ihrer nach außen weisenden Stirnseite über
eine die Abstreiferlippe 53 umschließende nutartige Vertiefung 68. Damit sich in dieser
keine Verunreinigungen ablagern können, kann sie mit einer in Fig. 8 unterhalb der
Längsachse 3 angedeuteten gummielastischen Füllmasse 72 ausgefüllt sein. Diese Füllmasse
72 haftet insbesondere durch Stoffschluss. Es handelt sich dabei insbesondere um ein
Silikonmaterial.
[0051] Die oben schon erwähnte Befestigung der Stangen 24, 28 an dem Jochkörper 42 erfolgt
insbesondere durch Verwendung von jeweils einer Befestigungsschraube 73. Die Stangen
24, 28 stoßen mit der Stirnfläche ihres vorderen Endabschnittes 32, 43 an die vorzugsweise
ebene rückwärtige Stirnfläche 74 des Jochkörpers 42 an und weisen ein axiales Innengewinde
76 auf, in das die zugeordnete Befestigungsschraube 73 von vorne her eingeschraubt
ist, die hierbei den Jochkörper 42 durchsetzt und diesen mittels ihres Kopfes 77 gegen
die Stirnfläche der zugehörigen Stange 24, 28 spannt.
[0052] Zugunsten einer besonderen Reinigungsfreundlichkeit sind ergänzende Maßnahmen vorgesehen,
die eine geschlossene Oberfläche an der vorderen Stirnfläche 75 des Jochkörpers 42
gewährleisten. Diese Maßnahmen bestehen aus einer den Kopf 77 aufnehmenden sacklochartigen
Vertiefung 78, die durch eine zu der vorderen Stirnfläche 75 bündig eingepresste Abdeckkappe
81 verschlossen ist. Die Abdeckkappe 81 kann auch auf andere Weise fixiert sein. Zweckmäßig
ist eine lösbare Befestigung, um den Linearantrieb 1 bei Bedarf zerlegen zu können.
[0053] Die zur gegenseitigen Verbindung von Führungs- und Abschlusskörper 7 und Gehäuserohr
8 verwendeten Befestigungsschrauben 18 sind von der Vorderseite her in die Wandung
des Gehäuserohrs 8 eingeschraubt. Damit sie auch bei größerer Baulänge des Führungs-
und Abschlusskörpers 7 möglichst kurz ausgebildet sein können, sind sie zweckmäßigerweise
in jeweils einen den Führungs- und Abschlusskörper 7 axial durchsetzenden Befestigungskanal
82 eingesetzt. Der Querschnitt des Befestigungskanals 82 entspricht wenigstens dem
Querschnitt des Kopfes der Befestigungsschraube 13, wobei die Mündung des Befestigungskanals
82 im Bereich der rückwärtigen Stirnfläche 45 durch einen Radialvorsprung 83 verengt
ist, der zwar einen Durchtritt des Schraubenschaftes gestattet, nicht jedoch des Schraubenkopfes.
Somit stützt sich der Schraubenkopf der Befestigungsschraube 13 an dem Radialvorsprung
83 ab und drückt darüber den Führungs- und Abschlusskörper 7 gegen die zugewandte
Stirnfläche des Gehäuserohrs 8.
[0054] Um zu vermeiden, dass die Befestigungskanäle 82 verschmutzen, sind deren zur vorderen
Stirnfläche 44 des Führungs- und Abschlusskörpers 7 offene vordere Kanalmündungen
zweckmäßigerweise durch einen verschlusestopfen 84 lösbar verschlossen. Der besseren
Übersichtlichkeit wegen sind die Verschlussstopfen 84 in Fig. 1 nicht gezeigt und
in Fig. 3 nur im Bereich eines der Befestigungskanäle 82. Die anderen Befestigungskanäle
82 sind hier mit offener Mündung dargestellt.
[0055] Zum Zerlegen des Linearantriebes 1 lassen sich die Verschlussstopfen 84 entfernen,
so dass ein Schraubwerkzeug in den Befestigungskanal 82 eingeführt werden kann.
[0056] Beim Ausführungsbeispiel verfügt der Führungs- und Abschlusskörper 7 über insgesamt
vier in den Ecken eines Quadrates angeordnete Befestigungskanäle 82, die je eine Befestigungsschraube
13 aufnehmen.
[0057] Um den Linearantrieb 1 am Einsatzort befestigen zu können, ist der Führungs- und
Abschlusskörper 7 mit seitlich ausmündenden Befestigungsbohrungen 85 versehen, die
zweckmäßigerweise mit einem Innengewinde versehen sind. Beim Ausführungsbeispiel münden
die Befestigungsbohrungen 85 zu den beiden diesseits und jenseits der Hauptebene 34
liegenden Außenflächenabschnitten des Führungs- und Abschlusskörpers 7 aus. Diejenigen
Befestigungsbohrungen 85, die nicht benötigt werden, werden durch Einschrauben von
Verschlussschrauben 86 verschmutzungssicher verschlossen. In der Zeichnung ist in
Fig. 1 exemplarisch eine solche Verschlussschraube 86 im montierten Zustand gezeigt.
1. Fluidbetätigter Linearantrieb mit Führungseinheit, umfassend eine Antriebseinheit
(2) mit einem an der Vorderseite durch einen vorderen Abschlussdeckel (6) abgeschlossenen
Gehäuserohr (8) und einem in dem Gehäuserohr (8) axial gleitverschieblich angeordneten,
mit einer den vorderen Abschlussdeckel (6) unter Abdichtung durchsetzenden Kolbenstange
(24) verbundenen Kolben (15), und ferner umfassend eine Führungseinheit (4) mit einem
an der Vorderseite der Antriebseinheit (2) angeordneten Führungskörper (5), der zwei
seitlich zu einander entgegengesetzten Seiten hin über das Gehäuserohr (8) hinausragende
Führungsaugen (35) mit integrierten Linearführungsmitteln (37) aufweist, die von je
einer mittels eines dem Führungskörper (5) axial vorgelagerten Jochkörpers (42) mit
der Kolbenstange (24) verbundenen Führungsstange (28) durchsetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Abschlussdeckel (6) unmittelbar von dem Führungskörper (5) gebildet ist,
wobei diese beiden Komponenten (6, 5) Bestandteile eines einstückigen Führungs- und
Abschlusskörpers (7) sind.
2. Linearantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) blockförmig ausgebildet ist
3. Linearantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) einen länglichen Querschnitt aufweist.
4. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) im Bereich seiner beiden Führungsaugen (35)
eine abgerundete und/oder abgeschrägte Außenkontur aufweist.
5. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) in axialer Richtung von zwei von je einer der
Führungsstangen (28) durchsetzten Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen (36) sowie
von einer dazwischen angeordneten, von der Kolbenstange (24) durchsetzten Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
(25) durchsetzt ist.
6. Linearantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die an der dem Jochkörper (42) zugewandten vorderen Stirnfläche (44) und zweckmäßigerweise
auch die an der dem Gehäuserohr (8) zugewandten rückwärtigen Stirnfläche (45) des
Führungs- und Abschlusskörpers (7) angeordneten Mündungen (46, 47, 62, 63) der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen
(36) und der Kolbenstangen-Ourchtrittsöffnung (25) zumindest im Wesentlichen in jeweils
einer gemeinsamen, zur Längsachse (3) des Gehäuserohrs (8) rechtwinkeligen Querebene
(57, 58) liegen.
7. Linearantrieb nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich beider stirnseitigen Mündungen (47, 62) der beiden Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen
(36) sowie im Bereich der vorderen Mündung (46) der Kolbenstangen-Durchtrittsöffnung
(25) jeweils ein die Führungsstange (28) und die Kolbenstange (24) konzentrisch umschließender
Abstreiferring (46, 64, 65) am Führungs- und Abschlusskörper (7) angeordnet ist.
8. Linearantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abstreiferring (48, 64, 65) lösbar und insbesondere im Rahmen
einer Schnappverbindung an dem Führungs- und Abschlusskörper (7) montiert ist.
9. Linearantrieb nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei unterschiedliche Typen von Abstreiferringen (48, 64; 65) vorhanden
sind, die zur alternativen Montage an dem Führungs- und Abschlusskörper (7) ausgebildet
sind.
10. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreiferringe (48, 64, 65) zumindest zum Teil einen radial abstehenden ringförmigen
Abstützbund (67) aufweisen, mit dem sie bündig an der zugeordneten Stirnfläche des
Führungs- und Abschlusskörpers (7) anliegen.
11. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreiferringe (48, 64, 65) wenigstens zum Teil an ihrer vom Führungs- und Abschlusskörper
(7) wegweisenden Stirnseite eine eine Abstreiferlippe (53) konzentrisch umschließende
nutartige Vertiefung (68) aufweisen, die mit einer gummielastischen Füllmasse (72),
insbesondere aus Silikonmaterial, ausgefüllt ist.
12. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Stirnfläche (44) und zweckmäßigerweise auch die rückwärtige Stirnfläche
(45) des Führungs- und Abschlusskörpers (7) als zumindest im Wesentlichen ebene Flächen
ausgebildet sind.
13. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsstangen (28) jeweils durch eine eines der Führungsaugen (28) durchsetzende
Führungsstangen-Durchtrittsöffnung (26) hindurchtreten, wobei die dem Gehäuserohr
(8) zugewandten rückseitigen Mündungen (62) der Führungsstangen-Durchtrittsöffnungen
(26) in einer gemeinsamen, zur Längsachse (3) des Gehäuserohrs (8) rechtwinkeligen
Querebene (58) angeordnet sind und diese Querebene (58) zumindest im Wesentlichen
bündig mit dem Fügebereich (59) zwischen dem Führungs- und Abschlusskörper (7) und
dem Gehäuserohr (8) verläuft, so dass keine axiale Überlappung zwischen dem Führungs-
und Abschlusskörper (7) und der Außenfläche des sich an die rückwärtige Stirnfläche
(45) des Führungs- und Abschlusskörpers (7) anschließenden Längenabschnittes des Gehäuserohrs
(8) vorliegt.
14. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) mittels Befestigungsschrauben (13) an dem an
seiner rückwärtigen Stirnfläche (45) anliegenden Gehäuserohr (8) befestigt ist, wobei
diese Befestigungsschrauben (13) von der Vorderseite des Führungs- und Abschlusskörpers
(7) her in je einen den Führungs- und Abschlusskörper (7) axial durchsetzenden Befestigungskanal
(82) eingesetzt sind, dessen zur vorderen Stirnfläche (44) des Führungs- und Abschlusskörpers
(7) offene vordere Kanalmündung durch einen Verschlussstopfen (84) insbesondere lösbar
verschlossen ist.
15. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsstangen (28) und die Kolbenstange (24) mit ihren vorderen Stirnflächen
an dem Jochkörper (52) anliegen und mittels von der vorderseite her durch den Jochkörper
(42) hindurchgreifenden Befestigungsschrauben (73) an dem Jochkörper (42) befestigt
sind, wobei die Köpfe (77) der Befestigungsschrauben (73) in sacklochartigen Vertiefungen
(78) des Jochkörpers (42) aufgenommen sind, die unter Abdeckung der Köpfe (77) der
Befestigungsschrauben (73) durch jeweils eine Abdeckkappe (81) verschlossen sind.
16. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungs- und Abschlusskörper (7) über zu seiner seitlichen Außenfläche ausmündende
Befestigungsbohrungen (85) verfügt, in die Verschlussschrauben (86) lösbar eingeschraubt
sind.
17. Linearantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (24) den Führungs- und Abschlusskürper (7) ohne starre Querabstützung
durchsetzt.