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EP 2 199 730 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.04.2012 Patentblatt 2012/16 |
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Anmeldetag: 18.12.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Handgranate
Hand grenade
Grenades à main
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.06.2010 Patentblatt 2010/25 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition
ARGES GmbH |
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4690 Schwanenstadt (AT) |
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Erfinder: |
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- Reinmüller, Arnulf
4863 Seewalchen am Attersee (AT)
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Vertreter: Dietrich, Barbara |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/63199 GB-A- 1 381 702
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FR-A- 2 508 624
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Handgranate mit einer einbindbarer Hohlladung bzw. Hohlladungseinlage.
[0002] Handgranaten werden, wie der Name es sagt, von einem Schützen insbesondere zur Eigenverteidigung
geworfen, wobei vorab ein Sicherungsbügel gelöst wird und eine Zündmechanik die Zündung
auslöst.
[0003] Eine Handgranate wird beispielsweise In der
DE 10 2005 035 580 B3 beschrieben. Diese besitzt einen eine Wirkladung enthaltenden Wirkkörper und eine
Zündeinrichtung zur Zündung der Wirkladung. Die Handgranate selbst zeichnet sich dadurch
aus, dass ein CodeGenerator in der Zündeinrichtung eingebunden ist, weicher mit Hilfe
eines Zufallsgenerators unmittelbar vor oder erst beim Lösen des Bedientells einen
Zündcode erzeugt, der sowohl in einem Codespeicher des beim Bedieners verbleibenden
Zündauslösers als auch in einem Codespeicher des Zünders abgelegt wird. Die
US 6,781,117 B1 weist ebenfalls eine Zündeinrichtung auf, die ein elektronisches Zündsystem in einer
Handgranate verwendet.
[0004] Handgranatenähnliche Gebilde, wie Irrttationakörper, werden u. a. bei Geiselnahmen
oder Flugzeugentführungen zur Unterstützung bei Polizei- oder Militäreinsätzen eingesetzt.
Sie werden ebenfalls in der Regel manuell gezündet und danach weggeschleudert.
[0005] Ein Irritationskörper mit Impuletriebwerken ist aus der
DE 102 59 913 B4 bekannt. Durch die Impulatriebwerke wird der Irritationskörper in Rollbewegungen
versetzt.
[0007] Die
GB 1 381 702 A betrifft eine Hohlladungismine, insbesondere Panzermine, für einen multiplen Einsatz
mit Positionierungselementen und mindestens zwei Sensorsystemen. Die Hohlladungsmine
wird dabei an das zu bekämpfende Objekt herangetragen und kommt aufgrund eines geeigneten
primären Sensorsystems bei guter Trefferlage zur Wirkung. Im Falle der Zielverfehlung
wird die Mine dann automatisch durch die Positionierungselemente in die gewünschte
Stellung gebracht und gleichzeltig das sekundäre Sensorsystem funktionsfähig gemacht.
[0008] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Handgranate oder dergleichen baulichen
Art aufzuzeigen, die ein größeres Einsatzspaktrum aufweist, als derzeit bekannte.
[0009] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0010] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, aufbauend auf einen modularen Aufbau der Handgranate,
ein Modul bereitzustellen, das an der Handgranate anbindbar, mit einer Hohlladung
ausgerüstet werden kann, um so als Panzerungen durchbrechendes Tell zu wirken. Das,
die Hohlladung umfassende Modul kann am unteren Ende der Handgranate befestigt (aufstecken,
verschrauben, verklippsen etc.) und am gepanzerten Element angebracht werden. In der
einfachsten Form wird die Handgranate hingestellt, bei Seitenwänden möglicherweise
angehängt. Wichtig ist, dass die Handgranate so angebracht wird, dass die Hohlladung
eine ausreichende Wirkung auf das Zielmedium ausüben kann.
[0011] Nicht ausgeschlossen und doch eher verwendungsabhängig kann die Hohlladung als eine
Flach- bzw. Spitzkegelhohlladung ausgebildet sein. Diese wirken rein punktuell und
könnten dann eingebunden werden, wenn eine hohe Eindringtiefe im Ziel erwünscht wird.
Oftmals ist dieser Effekt aber verbunden mit einer geringeren Materielaustragung,
bezogen auf den Durchmesser.
[0012] In der bevorzugten Ausführung ist die Hohlladung daher in Ringform mit V- oder U-
Querschnitt ausgeführt (Ringschneidladung). Diese wird initiiert durch ein dahinter
liegendes Kreissegment an Sprengstoff, welches wiederum durch die Primärladung der
Handgranate Initiiert wird. Durch die Initiierung an der Sprengstoffoberseite, nahe
der Mitte des Kreissegments, kann eine optimale Verformung der Einlagenaußen- bzw.
Innenseite gewährleistet werden. Aufgrund der ringförmigen Hohlladungegeometrie nimmt
die zerstörte Fläche im Durchmesser zu, was in besonderen Anwendungen erwünscht sein
kann. Konstruktionsbedingte verringerte Eindringtiefen geganüber einer Spitz- oder
Flachkegelhohlladung werden hierbei kompensiert.
[0013] Diese einfache Adaption der Hohlladung in eine Handgranate lässt diese Handgranate
nicht wie bisher rein räumlich sondern auch punktueller gegen gepanzerte Ziele wirken.
[0014] Verschiedene Hohlledungseinsätze bei Projektilen sind bereits bekannt. So beschreibt
die
DE 38 39 084 C1 ein Hohlladungsprojektil mit geringem Raumbedarf, die
WO 99/57503 einen Munitionskörper mit einer Hohlladung. Die
EP 1 128 155 81 offenbart einen eine Mauer zerbrechenden Gefechtskopf. Auch die
DD 301 023 A7 beschäftigt sich mit einem panzerbrechenden Hohlladungssprengkörper mit Verstärkungsladung.
Einlagen aus gesintertem Wolfram für Hohlladungen sind der
DE 601 19 505 T2 (
EP 1 317 650 B1) entnehmbar. Auch die
WO 01/63198 A1 zeigt einen Gefechtskopf, hier mit einer ringförmigen Hohlladung.
[0015] Anhand eines einfach dargestellten Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung
näher erläutert werden.
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer Ausschnittdarstellung ein Handgranatenmodul mit einer Hohlladung,
- Fig. 2
- Formen der Hohlladung aus Fig. 1.
[0017] In Fig. 1 Ist mit 10 eine Handgranate bzw. ein handgranatenithnliches Gebilde gekennzeichnet,
das vorzugsweise einen modularen Aufbau besitzt. Der modulare Körper 1 beinhaltet
einen Sprengstoff 2 und eine (hier) Ringholladungseinlage 3. Mit 4 ist ein Ansatz
im Sprengstoff gekennzeichnet. Eine dieses Modul 1 abdeckende Abdeckplatte 5 dient
als Abschlusskappe und kann zur Anbringung ans Zielmedium dienen. Leicht angedeutet
ist ein Sicherungsbügel 6 als Tell einer Zündeinrichtung der Handgranate 10 erkennbar.
[0018] Die Schockwellenübertragung der (nicht näher dargestellten) Primärladung der Handgranate
auf das Sprengstoffkreissegmant 3 (auf die Hohlladungseinlage) wird durch den Ansatz
4 im Sprengstoff 2 bewerkstelligt. Dadurch initiiert formt der Sprengstoff 2 die Einlage
3 um und bildet dadurch den Liner aus.
[0019] Beispiele für Querschnitte einer Ringhohlladung sind in Fig. 2 aufgezeigt.
[0020] Als Hohlladungsmaterial findet Kupfer genauso Anwendung wie Kristallglas etc.
[0021] Die Handgranate 10 wird auf ein Ziel medium beispielsweise gesetzt und direkt oder
mittels Signalübertragung gezündet.
1. Handgranate (10) mit einem eine Wirk- bzw. Primärladung enthaltenden Wirkkörper und
einer Zündeinrichtung
gekennzeichnet durch
- ein am unteren Ende einbindbares Modul (1), enthaltend einen Sprengstoff (2) und
eine Hohlladungselnlage (3).
2. Handgranate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schockwellenübertragung der Primärtadung ein Ansatz (4) im Sprengstoff vorgesehen
ist.
3. Handgranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlladungseinlage (3) eine Flach- oder Spitzkegelhohlladungseinlage ist.
4. Handgranate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlladungseinlage (3) eine Ringform besitzt.
5. Handgranate nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringform einen V-oder U- Querschnitt aufweist.
6. Handgranate nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Hohlladungseinlage (3) ein Material wie Kupfer oder Kristallglas verwendet werden
kann.
7. Handgranate nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgranate auf ein zielmedium aufgesetzt oder an diesem befestigt wird.
8. Handgranate nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine direkt oder mittels Funk oder dergleichen übertragene Zündung erfolgt.
1. Hand grenade (10) having a warhead, which contains an effective or primary charge,
and a firing device,
characterized by
- a module (1) which can be included at the lower end, containing an explosive (2)
and a shaped-charge lining (3).
2. Hand grenade according to Claim 1, characterized in that an attachment (4) is provided in the explosive for shock-wave transmission for the
primary charge.
3. Hand grenade according to Claim 1 or 2, characterized in that the shaped-charge lining (3) is an obtuse or acute conical shaped-charge lining.
4. Hand grenade according to Claim 1 or 2, characterized in that the shaped-charge lining (3) has an annular shape.
5. Hand grenade according to Claim 3, characterized in that the annular shape has a V or U cross section.
6. Hand grenade according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a material such as copper or crystal glass may be used as the shaped-charge lining
(3).
7. Hand grenade according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the hand grenade is fitted to a target medium, or is attached thereto.
8. Hand grenade according to Claim 7, characterized in that firing takes place directly, or is transmitted by means of radio or the like.
1. Grenade à main (10) comprenant un corps actif contenant une charge active ou primaire
et un dispositif de mise à feu, caractérisée par un module (1) qui peut être intégré dans l'extrémité inférieure, contenant une matière
explosive (2) et une garniture de charge creuse (3).
2. Grenade à main selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un talon (4) est prévu dans la matière explosive pour la transmission des ondes de
choc de la charge primaire.
3. Grenade à main selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la garniture de charge creuse (3) est une garniture de charge creuse plate ou en
ogive.
4. Grenade à main selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la garniture de charge creuse (3) possède une forme annulaire.
5. Grenade à main selon la revendication 3, caractérisée en ce que la forme annulaire présente une section transversale en V ou en U.
6. Grenade à main selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'un matériau tel que le cuivre ou du verre de cristal peut être utilisé comme garniture
de charge creuse (3).
7. Grenade à main selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la grenade à main est posée sur un moyen de visée ou est fixée à celui-ci.
8. Grenade à main selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'il se produit une mise à feu directe ou transmise par voie radioélectrique ou similaire.

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