[0001] Die Erfindung betrifft eine Haftladung mit einer einbindbarer Ringhohlladung.
[0002] Die
AT 385 351 B beschreibt eine Hohlladung, insbesondere für eine Mine. Hierbei wird, um Hohlladungen
mit einem Annährungszünder auf Basis eines elektrischen Schwingkreises versehen zu
können, der zielseitig vorgesehene, metallische Hohlkörper aus gegeneinander elektrisch
Isolierten mittels eines elektrisch nichtleitenden Werkstoffes gebundenen Metallkömem
versehen.
[0003] Eine Sprengladung mit einer Einrichtung zur Befestigung an Körpern weist in der
DE 24 47 138 C3 als erste Befestigungseinrichtung ein oder mehrere Hafteinrichtungen auf. Die Hafteinrichtung
arbeitet nach dem Unterdruck- bzw. Vakuumprinzip. Erwähnt werden zudem allgemein bekannte
Sprengladungen in Form Haftminen, die durch Magnetkraft haften.
[0004] Ein Pertorationsgerät mit Hohlladung wird in der
DE 23 36 751 A1 beschrieben. Derartige Perforationsgeräte haben die Aufgabe, bestimmte Objekte wie
Panzerwände als Geschoss oder Haftmine zu durchlöchern. Der Hohlraum zur Aufnahme
der Hohlladung ist dabei konisch ausgeformt.
[0005] Derartige als Flach- bzw. Spitzkegelhohlladung ausgebildet Hohlladung wirkt rein
punktuell und besitzt eine hohe Eindringtiefe im Ziel. Oftmals ist dieser Effekt aber
verbunden mit einer geringeren Matehalaustragung, bezogen auf den Durchmesser.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine haftende Haftladung aufzuzeigen, die
eine punktuelle und tiefenwirksame Wirkung auf ein Insbesondere gepanzertes Zielmedium
ausüben kann.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0008] Der Erfindung liegt die idee zugrunde, in eine Haftladung eine Ringhohlladung einzubinden.
[0009] Ein, die Hohlladung umfassendes modulartiges Gebilde kann am unteren Ende der Haftladung
konstruktiv eingebunden und mit dieser am gepanzerten Element angebracht werden. Wichtig
Ist, dass die Haftladung so angebracht wird, dass die Hohlladung eine ausreichende
Wirkung auf das Zielmedium ausüben kann. Die konstruktive Verbindung ist dabei so
zu gestalten, dass eine Initiierung der zusätzlichen Hohlladung bewirkt wird. Dazu
kann das Modul auf das Ladungsuntertell aufgesteckt, mit diesem verschraubt oder verklippst
etc. werden. Eine direkte Aufnahme der Hohlladung in den Ladungskörper selbst ist
auch möglich.
[0010] In der bevorzugten Ausführung ist die Hohlladung daher in Ringform mit V- oder U-
Querschnitt ausgeführt (Ringschneidladung). Diese wird initiiert durch ein dahinter
liegendes Kreissegment an Sprengstoff, welches wiederum durch die Primärladung der
Haftladung initiiert wird. Durch die Initilerung an der Sprengatoffoberseite, nahe
der Mitte des Kreissegments, kann eine optimale Verformung der Einlagenaußen- bzw.
Innenseite gewährleistet werden. Aufgrund der ringförmigen Hohlladungsgeometrie nimmt
die zerstörte Fläche im Durchmesser zu, was in besonderen Anwendungen erwünscht sein
kann. Konstruktionsbedingte verringerte Eindringtiefen gegenüber einer Spitz- oder
Flachkegelhohlladung werden hierbei kompensiert.
[0011] Anhand eines einfach dargestellten Ausführungsbelsplels mit Zeichnung soll die Erfindung
näher erläutert werden.
[0012] Es zeigt
- Fig. 1
- in einer Ausschnittdarstellung Telle einer Haftladung mit einem anbringbare Modul
mit einer Ringhohlladung,
- Fig. 2
- Formen der Hohlladung aus Fig. 1.
[0013] In Fig. 1 ist mit 10 eine Haftladung gekennzeichnet, die vorzugsweise mit einem modularen
Körper 1 verbindbar ist. Alternativ ist diese in die Haftladung 10 selbst einbindbar.
Der Körper 1 beinhaltet einen Sprengstoff 2 und eine Ringhalledungseinlage 3. Mit
4 ist ein Ansatz im Sprengstoff gekennzeichnet. Eine dieses Modul 1 abdeckende Abdeckplatte
5 dient als Abschlusskappe und kann zur Anbringung ans Zielmedium dienen.
[0014] Die Schockwellenübertragung der (nicht näher dargestellten) Primärladung der Haftladung
10 auf das Sprengstoffkreissegment 3 (auf die Hohlladungseinlage) wird durch den Ansatz
4 im Sprengstoff 2 bewerkstelligt. Dadurch initiiert formt der Sprengstoff 2 die Einlage
3 um und bildet dadurch den Liner aus.
[0015] Beispiele für Querschnitte einer Ringhohlladung sind In Flg. 2 aufgezeigt.
[0016] Als Hohlladungsmatertal findet Kupfer genauso Anwendung wie Kristallglas etc.
[0017] Die Haftladung 10 wird auf ein Zielmedium beispielsweise gesetzt und direkt oder
mittels Signalobertragung gezündet.
1. Haftladung (10) mit einem eine Wirk- bzw. Primärladung enthaltenden Wirkkörper und
einer Zündeinrichtung mit
- einem am unteren Ende der Haftladung (10) einbindbaren Modul (1), enthaltend einen
Sprengstoff (2) und eine Hohlladungseinlage (3), wobei
- die Hohlladungseinlage (3) eine Ringform besitzt.
2. Haftladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schoelcwellenübertragung der Primärladung ein Ansatz (4) im Sprengstoff vorgesehen
ist.
3. Haftladung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringform einen V- oder U- Querschnitt aufweist.
4. Haftladung nach einem der Ansprache 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Hohlladungseinlage (3) ein Material wie Kupfer oder Kristallglas verwendet werden
kann,
5. Handgranate nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftladung (10) auf ein Zielmedium aufgesetzt oder an diesem befestigt wird,
6. Haftladung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine direkt oder mittels Funk oder dergleichen übertragene Zündung erfolgt.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente