[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erfassung
optischer Eigenschaften eines Wertdokuments.
[0002] Unter Wertdokumenten werden dabei blattförmige Gegenstände verstanden, die beispielsweise
einen monetären Wert oder eine Berechtigung repräsentieren und daher nicht beliebig
durch Unbefugte herstellbar sein sollen. Sie weisen daher nicht einfach herzustellende,
insbesondere zu kopierende Merkmale auf, deren Vorhandsein ein Indiz für die Echtheit,
d.h. die Herstellung durch eine dazu befugten Stelle, ist. Wichtige Beispiele für
solche Wertdokumente sind Chipkarten, Coupons, Gutscheine, Schecks und insbesondere
Banknoten.
[0003] Solche Wertdokumente weisen für sie charakteristische optische Eigenschaften auf.
Bei den Eigenschaften kann es sich um gegebenenfalls örtlich auf dem jeweiligen Wertdokument
variierende Absorptions- und/ oder Transmissionseigenschaften für optische Strahlung,
d.h. Strahlung im IR-Bereich und/ oder im sichtbaren Bereich und/ oder im UV-Bereich
des elektromagnetischen Spektrums handeln. Beispielsweise kann die optische Eigenschaft
unter anderem eine Farbverteilung betreffen.
[0004] Diese optischen Eigenschaften können dazu dienen, den Typ des jeweiligen Wertdokuments
zu erkennen und/oder dessen Echtheit zu prüfen. Da Wertdokument während des Gebrauchs
verschmutzt oder beschädigt werden können, kann es auch notwendig sein, den Zustand
der Wertdokumente, insbesondere im Hinblick auf die optischen Eigenschaften, zu ermitteln.
[0005] Da eine Einzelprüfung von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, von Hand allenfalls
in Einzelfällen möglich ist, werden zur Prüfung des Typs, der Echtheit oder des Zustands
entsprechende Vorrichtungen zur Erfassung optischer Eigenschaften eines Wertdokuments
verwendet. Häufig sind diese dazu ausgebildet, die Eigenschaften eines Wertdokuments
zu erfassen während es an der Vorrichtung vorbei oder durch diese hindurch transportiert
wird.
[0006] Bei einem Typ solcher Vorrichtungen wird zur Erfassung von Farbeigenschaften das
Wertdokument mit gleichen Folgen von Lichtpulsen beleuchtet, wobei das jeweils von
dem Wertdokument remittierte Licht der Pulse mit einer geeigneten Erfassungseinrichtung
gemessen wird. Die Pulse der Folgen unterscheiden sich in der Farbe des Lichts, nämlich
Rot, Grün und Blau. Durch Messung der remittierten Strahlung können so im Prinzip
als optische Eigenschaften Farbeigenschaften in Form von RGB-Eigenschaften gemessen
werden. Es kann sich aus unterschiedlichen Gründen als notwendig erweisen, die von
der Erfassungseinrichtung ermittelten Farbwerte zu korrigieren, wozu entsprechende
Korrekturwerte aus einem Korrekturwertspeicher ausgelesen werden. Die Korrekturwerte
können beispielsweise in Abhängigkeit von Ergebnissen einer Kalibrierung der Vorrichtung
bestimmt werden. Leistungsfähige, aber kostengünstige Vorrichtungen der genannten
Art sind zwar verfügbar, lassen aber nur Messungen mit einer geringen Anzahl von Farben,
typischerweise RGB, gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Messung für infrarote Pulse,
zu.
[0007] Gerade zur Prüfung von Wertdokumenten ist aber eine höhere Anzahl von Meßkanälen
wünschenswert.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erfassung
optischer Eigenschaften eines Wertdokuments anzugeben, das eine einfache Erfassung
von optischen Eigenschaften in mehreren verschiedenen Spektralbereichen bzw. Farben
nur in Remission oder Transmission oder in Remission und/ oder Transmission zuläßt,
sowie eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Erfassung optischer Eigenschaften
eines Wertdokuments, bei dem von dem Wertdokument ausgehende Pulse von Folgen von
Pulsen optischer Strahlung ortsaufgelöst erfaßt und Orten auf dem Wertdokument zugeordnete,
die Stärke der Pulse an den jeweiligen Orten darstellende Empfangssignale gebildet
werden, für jeweils einen der Pulse zur Korrektur der Empfangssignale wenigstens ein
Korrekturwert aus jeweils wenigstens einem Speicherplatz einer Speichereinrichtung
ausgelesen wird, und der ausgelesene wenigstens eine Korrekturwert zur Korrektur wenigstens
eines der Empfangssignale für den jeweils einen der Pulse verwendet wird, wobei die
Speicherplätze zur Korrektur der Empfangssignale für aufeinanderfolgende Pulse zyklisch
ausgelesen werden, und bei dem einer der in einem der Speicherplätze gespeicherten
Korrekturwerte nach dem Auslesen für die Korrektur wenigstens eines der Empfangssignale
durch einen anderen Korrekturwert ersetzt wird.
[0010] Die Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Vorrichtung zur Erfassung von optischen
Eigenschaften eines Wertdokuments mit einer Erfassungseinrichtung, die zur ortsaufgelösten
Erfassung von von dem Wertdokument ausgehenden Pulsen von Folgen von Pulsen optischer
Strahlung und Bildung Orten auf dem Wertdokument zugeordneter, die Stärke der Pulse
an den jeweiligen Orten darstellender Empfangssignale ausgebildet ist, und einer Korrektureinrichtung
zur Korrektur der Empfangssignale, die eine Speichereinrichtung mit Speicherplätzen
zur Speicherung von Korrekturdaten zur Korrektur der Empfangssignale, und eine Verarbeitungseinrichtung,
die dazu eingerichtet ist, für jeweils einen der Pulse zur Korrektur der Empfangssignale
wenigstens einen Korrekturwert aus jeweils wenigstens einem Speicherplatz der Speichereinrichtung
auszulesen, wenigstens eines der Empfangssignale für den jeweils einen der Pulse unter
Bildung eines korrigierten Empfangssignals unter Verwendung des ausgelesenen Korrekturwertes
zu korrigieren, umfaßt, wobei die Verarbeitungseinrichtung die Speicherplätze zur
Korrektur der Empfangssignale aufeinanderfolgender Pulse zyklisch ausliest, und einer
Ersetzungseinrichtung, die wenigstens einen der in einem der Speicherplätze gespeicherten
Korrekturwerte nach dem Auslesen für die Korrektur wenigstens eines der Empfangssignale
für einen der Pulse durch einen anderen Korrekturwert ersetzt. Die Vorrichtung kann
insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienen.
[0011] Wie bereits einleitend erwähnt, wird im Rahmen der Erfindung unter optischer Strahlung
elektromagnetische Strahlung im infraroten, sichtbaren und ultravioletten Bereich
verstanden.
[0012] Bei dem Verfahren werden Folgen von Pulsen optischer Strahlung erfaßt, die von dem
Wertdokument ausgehen. Hierbei kann es sich beispielsweise um remittierte oder transmittierte
Pulse handeln; die optische Eigenschaft kann dann die Remission bzw. Transmission
sein. Weiter unterscheiden sich wenigstens drei der Pulse jeder Folge vorzugsweise
insoweit, daß die diesen entsprechenden Empfangssignale mit jeweils anderen Korrekturwerten
zu korrigieren sind. Es ist jedoch auch denkbar, daß als optische Eigenschaft auch
Lumineszenz geprüft werden soll und Lumineszenzpulse erfaßt werden.
[0013] Die Pulse werden ortsaufgelöst erfaßt, wozu die Erfassungseinrichtung über mehrere
Empfangselemente verfügen kann, die optische Strahlung von verschiedenen Orten auf
dem Wertdokument empfangen und entsprechende den Orten zugeordnete Empfangssignale
bilden. Beispielsweise kann hierzu eine zeilenförmige Anordnung von Empfangselementen
vorgesehen sein, die bei Transport der Wertdokumente an der Erfassungseinrichtung
vorbei quer oder schräg zur Transportrichtung angeordnet ist.
[0014] Bei der Erfassung werden die Empfangssignale gebildet, die die Stärke der jeweiligen
Pulse darstellen; die Signale können analog oder digital sein. Unter der Stärke eines
Pulses wird insbesondere die Intensität des Pulses oder die Energie des Pulses verstanden.
Die Empfangselemente sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie empfindlich für die
optische Strahlung aller empfangenen Pulse ist, wobei davon ausgegangen wird, daß
die Spektralbereiche der Pulse vorgegeben sind. Weiterhin kann die Erfassungseinrichtung
über eine Optik zur Abbildung eines Bereichs der Oberfläche des Wertdokuments auf
die Empfangselemente und/oder eine Empfangs- bzw. Signalverarbeitungseinrichtung zur
Verarbeitung der Empfangssignale, insbesondere zur Filterung, Verstärkung und/ oder
Digitalisierung, verfügen. Diese optionale Verarbeitung der Empfangssignale wird als
Teil der Bildung der Empfangssignale verstanden.
[0015] Nach der Bildung der Empfangssignale werden diese unter Verwendung der Korrekturwerte
korrigiert. Die Korrekturwerte sind als vorgegeben zu betrachten. Die Vorrichtung
verfügt hierzu über die Korrektureinrichtung.
[0016] Dazu wird davon ausgegangen, daß für die Pulse jeder der Folgen bekannt ist, wie
die diesen entsprechenden Empfangssignale zu korrigieren sind, d.h. welche der Korrekturwerte
zu verwenden sind.
[0017] Wenigstens zwei der Korrekturwerte sind in der Speichereinrichtung gespeichert und
werden entsprechend der Lage der Pulse in der jeweiligen Folge zur Durchführung der
Korrektur ausgelesen.
[0018] Die Korrektureinrichtung verfügt hierzu neben der Speichereinrichtung über eine Verarbeitungseinrichtung,
die beispielsweise einen Programmspeicher mit einem Programm und einen Abschnitt eines
Mikroprozessors oder Mikrocontrollers zur Ausführung des Programms umfassen kann.
Der Abschnitt des Mikroprozessors bzw. Mikrocontrollers kann je nach Ausführungsform
auch einen Teil der Signalverarbeitung der Empfangssignale vor der Korrektur durchführen,
wozu dann ein entsprechendes Programmmodul vorgesehen sein muß. Die Speichereinrichtung
der Korrektureinrichtung kann von dem Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller getrennt
oder vorzugsweise durch Speicherplätze in dem Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller
gegeben sein. Vorzugsweise ist die Korrektureinrichtung jedoch eine anwendungsspezifische
integrierte Schaltung (ASIC) oder ein FPGA, die die Speichereinrichtung insbesondere
enthalten kann.
[0019] Die Korrektureinrichtung, beispielsweise das Programm für den Mikroprozessor ist
nun so ausgebildet, daß für jeweils einen der Pulse zur Korrektur der Empfangssignale,
die bei der ortsaufgelösten Erfassung des Pulses gebildet wurden, wenigstens ein Korrekturwert
aus jeweils einem Speicherplatz der Speichereinrichtung ausgelesen wird. Dieser Speicherplatz
wird also zur Speicherung des Korrekturwertes oder der Korrekturwerte für die Empfangssignale
für den jeweiligen Puls verwendet. Für aufeinanderfolgende Pulse werden die für die
Korrektur der Empfangssignale der jeweiligen Pulse zu verwendenden Korrekturwerte
zyklisch aus Speicherplätzen der Speichereinrichtung ausgelesen und zur Korrektur
verwendet, d.h. für unmittelbar aufeinanderfolgende Pulse werden jeweils unterschiedliche
Speicherplätze zur Speicher des wenigstens einen Korrekturwertes, d.h. des Korrekturwertes
oder der Korrekturwerte verwendet. Damit wäre die Anzahl der Korrekturwerte auf die
Anzahl der Speicherplätze der Speichereinrichtung begrenzt.
[0020] Um eine größere Anzahl von Pulsen mit unterschiedlichen Korrekturwerten verarbeiten
zu können, ist nun vorgesehen, daß nach Auslesen eines Korrekturwertes aus einem der
Speicherplätze zur Korrektur eines Empfangssignals dieser durch einen weiteren, später
zu verwendenden Korrekturwert ersetzt wird. Unter dem Begriff "nach dem Auslesen"
wird dabei nur verstanden, daß der Korrekturwert irgendwann nach dem aktuellen Auslesen
und vor dem nächsten Auslesen desselben Speicherplatzes ersetzt wird.
[0021] Die Vorrichtung umfaßt hierzu die Ersetzungseinrichtung, die, je nach Ausbildung
der Korrektureinrichtung, durch eine Teilfunktion eines Mikroprozessors bzw. Mikrocontrollers
der Korrektureinrichtung oder vorzugsweise als separate Einrichtung gegeben sein kann.
[0022] Die Verarbeitung der Empfangssignale und die Korrektur derselben erfolgt im wesentlichen
in Echtzeit, d.h. die Erfassung von Pulsen wird nicht abgeschlossen, bevor die Korrektur
beginnt.
[0023] Die Ersetzung der Korrekturwerte erlaubt es, bei dem Verfahren eine Korrektureinrichtung
zu verwenden, die eigentlich nur zur Verarbeitung einer geringen Anzahl von Korrekturwerten
vorgesehen ist. Insbesondere kann beispielsweise eine für drei Farben und gegebenenfalls
noch IR-Strahlung ausgelegte Korrektureinrichtung dazu verwendet werden, Korrekturen
auch für weitere Farben zu verwenden. Da solche einfacheren Korrektureinrichtungen
ein größeres Anwendungsgebiet haben und daher in größerer Stückzahl herstellbar sind,
kann eine Vorrichtung zur Erfassung von optischen Eigenschaften mit einer größeren
Anzahl von Korrekturmöglichkeiten einfach und kostengünstig bereitgestellt werden.
[0024] Je nach Art der Korrektur können das Auslesen und das Ersetzen in unterschiedlicher
Art und Weise erfolgen.
[0025] Bei einer ersten Variante des Verfahrens kann zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter
Empfangssignale desselben Pulses derselbe Korrekturwert verwendet werden, wobei die
Empfangssignale nacheinander korrigiert werden, und es kann dann das Ersetzen des
Korrekturwertes nach Auslesen für die Korrektur des letzten der Empfangssignale für
denselben Puls erfolgen. Bei der Vorrichtung kann dazu die Korrektureinrichtung dazu
ausgebildet sein, zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter Empfangssignale desselben
Pulses derselben Korrekturwert zu verwenden, wobei die Empfangssignale nacheinander
korrigiert werden, und bei der die Ersetzungseinrichtung dazu ausgebildet ist, das
Ersetzen des Korrekturwertes nach Auslesen für die Korrektur des letzten der Empfangssignale
für denselben Puls durchzuführen. Für einen Puls erfaßte Empfangssignale, die verschiedenen
Orten auf dem Wertdokument zugeordnet sind, werden also mit demselben Korrekturwert
korrigiert, der ein- oder mehrmals aus demselben Speicherplatz ausgelesen wird. Nach
Auslesen für die Korrektur des letzten der Empfangssignale wird der Korrekturwert
ersetzt. Ob ein Empfangssignal einem Puls entspricht, kann mittels des zeitlichen
Abstands der Erfassung ermittelt werden, es ist aber auch ein Abgrenzung durch der
Vorrichtung zugeführte Triggersignale oder das Feststellen, daß Empfangssignale für
alle Orte, d.h. von allen Empfangselementen, gebildet wurden, möglich. Diese Alternative
ermöglicht die Verwendung einer Vorrichtung, bei der das Ersetzen der Korrekturwerte
nicht sehr schnell erfolgen kann.
[0026] Gemäß einer zweiten Variante können bei dem Verfahren zur Korrektur verschiedenen
Orten zugeordneter Empfangssignale desselben Pulses verschiedene den Orten zugeordnete
Korrekturwerte verwendet werden, die jeweils in demselben Speicherplatz gespeichert
sind, und das Ersetzen des Korrekturwertes kann dann jeweils nach Auslesen für die
Korrektur eines der Empfangssignale für den Puls erfolgen. Bei der Vorrichtung kann
dazu die Korrektureinrichtung dazu ausgebildet sein, zur Korrektur verschiedenen Orten
zugeordneter Empfangssignale desselben Pulses verschiedene den Orten zugeordnete Korrekturwerte
zu verwenden, die jeweils in demselben Speicherplatz gespeichert sind, und die Ersetzungseinrichtung
kann dazu ausgebildet sein, das Ersetzen des Korrekturwertes jeweils nach Auslesen
für die Korrektur eines der Empfangssignale für den Puls durchzuführen. Es können
also insbesondere für jeden Puls nacheinander für die Orte bzw. die diesen zugeordneten
Empfangssignalen diesen zugeordnete Korrekturwerte in denselben Speicherplatz geschrieben
werden, wobei die Reihenfolge der Korrekturwerte bzw. der Orte der Reihenfolge der
Empfangssignale bzw. der diesen zugeordneten Orte entspricht. Damit kann insbesondere
auch eine Korrektur zum Ausgleich von Unterschieden in den Erfassungseigenschaften
der Empfangselemente erfolgen, obwohl die Korrektureinrichtung nur über wenige Speicherplätze,
insbesondere weniger als verschiedene Empfangselemente vorhanden sind, verfügt.
[0027] Gemäß einer dritten besonders bevorzugten Variante können bei dem Verfahren zur Korrektur
verschiedenen Orten zugeordneter Empfangssignale desselben Pulses verschiedene den
Orten zugeordnete Korrekturwerte verwendet werden, die jeweils in den Orten zugeordneten
Speicherplätzen gespeichert sind, und das Ersetzen des Korrekturwertes für einen Ort
jeweils nach Auslesen für die Korrektur des Empfangssignals für den Ort und für den
Puls erfolgt. Bei der Vorrichtung kann hierzu die Erfassungseinrichtung eine vorgegebene
Anzahl von Empfangselementen aufweisen, die jeweils von verschiedenen Orten ausgehende
Pulse erfassen und zur Bildung der den Orten zugeordneten Empfangssignale dienen,
die Speichereinrichtung für jedes der Empfangselemente und damit jeden der Orte eine
vorgegebene Anzahl von Speicherplätzen für Korrekturwerte ausweist, die Korrektureinrichtung
dazu ausgebildet ist, zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter Empfangssignale
desselben Pulses jeweils den Orten zugeordnete Korrekturwerte zu verwenden, die jeweils
in den den Orten zugeordneten Speicherplätzen gespeichert sind, und bei der die Ersetzungseinrichtung
dazu ausgebildet ist, das Ersetzen des Korrekturwertes für einen Ort jeweils nach
Auslesen für die Korrektur des Empfangssignals für den Ort und für den Puls durchzuführen.
Insbesondere können für jedes der Empfangselemente diesem zugeordnete Speicherplätze
in der Speichereinrichtung vorhanden sein, die zur Korrektur der mittels des Empfangselements
gebildeten Empfangssignale ausgelesen werden. Auf diese Weise ist eine ortsabhängige
bzw. für die Empfangselement individuelle Korrektur möglich. Die Korrektur kann dabei
für die Orte unabhängig voneinander und insbesondere je nach Ausbildung der Korrektureinrichtung
in Bezug auf die Orte seriell oder ganz oder teilweise parallel erfolgen.
[0028] Das Ersetzen der Korrekturwerte für verschiedene Pulse kann in wenigstens zwei Varianten
erfolgen. In einer ersten Variante wird der Korrekturwert für einen Ort ersetzt, nachdem
er ausgelesen wurde und bevor wenigstens einer der Korrekturwerte für denselben Puls,
aber einen anderen Ort ausgelesen wird. Bei der zweiten Variante werden die Korrekturwerte
für die Orte ersetzt, nachdem die Korrekturwerte für denselben Puls und alle Orte
ausgelesen wurden. Insbesondere kann das Ersetzen dann als "Block" erfolgen.
[0029] Die Erzeugung der von dem Wertdokument ausgehenden Pulse kann prinzipiell beliebig
erfolgen. Vorzugsweise wird bei dem Verfahren zur Erzeugung der Folgen von Pulsen
das Wertdokument mit entsprechenden Folgen von Beleuchtungspulsen optischer Strahlung
beleuchtet, wobei sich wenigstens zwei, vorzugsweise alle, Beleuchtungspulse einer
Folge durch deren Typ, der insbesondere durch das Spektrum des jeweiligen Beleuchtungspulses
und/oder die Beleuchtungsrichtung des jeweiligen Beleuchtungspulses relativ zu dem
Wertdokument gegeben sein kann, unterscheiden und die Reihenfolge der Pulse verschiedener
Typen jeder der Folgen vorgegeben ist. Vorzugsweise wird dann jeweils wenigstens einer
der verwendeten Korrekturwerte jeweils einem der Typen der Beleuchtungspulse zugeordnet,
so daß die Empfangssignale mit Korrekturwerten korrigiert werden, die dem jeweiligen
Typ der Beleuchtungspulse zugeordnet sind. Die Vorrichtung kann dazu weiter eine Beleuchtungseinrichtung
zur Abgabe von Beleuchtungspulse wenigstens zweier unterschiedlicher Typen, die insbesondere
durch das Spektrum des jeweiligen Beleuchtungspulses und/ oder die Beleuchtungsrichtung
des jeweiligen Beleuchtungspulses relativ zu dem Wertdokument gegeben sein kann, und
eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung, die dazu ausgebildet
ist, die Beleuchtungseinrichtung so anzusteuern, daß diese zur Erzeugung der Folgen
das Wertdokument mit entsprechenden Folgen von Beleuchtungspulsen optischer Strahlung
zu beleuchten, wobei sich wenigstens zwei, vorzugsweise alle, Beleuchtungspulse einer
Folge durch deren Typ unterscheiden und die Reihenfolge der Pulse verschiedener Typen
jeder der Folgen vorgegeben ist, umfassen. Weiter kann die Verarbeitungseinrichtung
und die Ersetzungseinrichtung so ausgebildet sein, daß jeweils wenigstens einer der
verwendeten Korrekturwerte jeweils einem der Typen der Beleuchtungspulse zugeordnet
ist, so daß die Empfangssignale mit Korrekturwerten korrigiert werden, die jeweils
den Typen der Beleuchtungspulse zugeordnet sind. Die Spektren verschiedener Typen
von Beleuchtungspulsen können insbesondere so gewählt sein, daß diese verschiedenen
Farben entsprechen. Der Typ der Beleuchtungspulse kann insbesondere auch durch deren
Spektrum und/ oder deren Beleuchtungsrichtung relativ zu dem Wertdokument bzw. dem
Erfassungsbereich der Erfassungseinrichtung und/oder deren Intensität bestimmt sein.
Zur Abgabe der Beleuchtungspulse kann die Beleuchtungseinrichtung vorzugsweise über
mehrere Quellen für optische Strahlung mit vorgegebenen, den Typen entsprechenden
Spektren und einer Steuerung zur Ansteuerung der Quellen zur Abgabe der Folge von
Beleuchtungspulsen verfügen. Durch Beleuchtung mit einem Beleuchtungspuls eines der
Typen wird ein entsprechender von dem Wertdokument ausgehender Puls erzeugt, der unter
Bildung des entsprechenden Empfangssignals erfaßt wird. Durch den Beleuchtungspulstyp
wird festgelegt, welche optische Eigenschaft des Wertdokuments erfaßt wird, beispielsweise
dessen Remissionsvermögen für Licht der Farbe Rot wie es durch die Beleuchtungseinrichtung
vorgegeben ist. Die Korrektur erfolgt nun unter Verwendung eines für den Typ vorgesehenen
Korrekturwertes oder, bei einer ortsabhängigen Korrektur, mehrerer für den Typ vorgesehener,
verschiedenen Orten zugeordneter Korrekturwerte. Durch die vorgegebene Reihenfolge
der Beleuchtungspulstypen in den Folgen ist bestimmt, in welcher Reihenfolge Pulse
von dem Wertdokument ausgehen und somit Empfangssignale gebildet werden. Damit ist
auch festgelegt, welche Korrekturwerte zur Korrektur der Empfangssignale der entsprechenden
Pulse zu verwenden sind. Die Steuereinrichtung braucht nicht nur zur Ansteuerung der
Beleuchtungseinrichtung ausgebildet zu sein, sondern kann, je nach Ausbildung der
Vorrichtung, auch zur Synchronisation der Funktion der Beleuchtungseinrichtung mit
der der Ersetzungseinrichtung dienen.
[0030] Die Steuereinrichtung kann prinzipiell beliebig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann sie als selbständige elektrische oder elektronische Schaltung oder durch einen
entsprechenden nur als Steuereinrichtung dienenden Mikrocontroller oder Prozessor
gegeben sein. Weiter kann sie wenigstens einen Schaltungsabschnitt der Erfassungseinrichtung
und/ oder der Korrektureinrichtung und/oder der Ersetzungseinrichtung umfassen. Es
ist möglich, daß die die Steuereinrichtung einen programmierbaren Abschnitt der Erfassungseinrichtung
und/ oder der Korrektureinrichtung und/ oder der Ersetzungseinrichtung und entsprechende
Programminstruktionen zur Ausführung durch den programmierbaren Abschnitt umfaßt.
Hierbei wird unter einem programmierbaren Abschnitt auch ein FPGA verstanden. Besonders
bevorzugt ist die Ausführungsform, bei der die Steuereinrichtung einen Schaltungsabschnitt
oder einen programmierbaren Abschnitt der Ersetzungseinrichtung umfaßt, da in diesem
Fall die Synchronisation der Beleuchtungspulsreihenfolgen mit der Ersetzung der Korrekturwerte
einfach gestaltet werden kann.
[0031] Bei dem Verfahren können die Korrekturwerte in der Speichereinrichtung so ausgelesen
und ersetzt werden, daß ein durch die Beleuchtung des Wertdokuments mit einem der
Beleuchtungspulse eines der Typen gebildetes Empfangssignal mit einem dem Typ und
je nach Ausführungsform dem Empfangssignal zugeordneten Ort entsprechenden Korrekturwert
korrigiert wird. Bei der Vorrichtung sind dazu vorzugsweise die Erfassungseinrichtung,
die Korrektureinrichtung und die Ersetzungseinrichtung entsprechend ausgebildet. Zur
Synchronisation der Beleuchtung und der Erfassung kann insbesondere eine Synchronisationseinrichtung
vorgesehen, mittels der die Abgabe der Beleuchtungspulse und der Empfang der durch
diese gebildeten von dem Wertdokument kommenden Pulse aufeinander abgestimmt bzw.
miteinander synchronisiert werden.
[0032] Bei dem Verfahren sind vorzugsweise die Folgen der Beleuchtungspulse in Bezug auf
den Typ der Pulse gleich, und die Anzahl der Pulse einer Folge mit verschiedenem Typ
ist dann vorzugsweise größer als die Anzahl der Speicherplätze in der Speichereinrichtung,
die jeweils zur Speicherung von Korrekturwerten zur Korrektur von Empfangsignalen
für den jeweils selben Ort verwendet werden. Bei der Vorrichtung kann dazu die Beleuchtungseinrichtung
so ausgebildet sein, daß die abgegebenen Pulse in Bezug auf den Typ der Pulse gleich
sind, und die Beleuchtungseinrichtung und die Speichereinrichtung sind so ausgebildet
sind, daß die Anzahl der Pulse einer Folge mit verschiedenem Typ größer ist als die
Anzahl der Speicherplätze in der Speichereinrichtung, die jeweils zur Speicherung
von Korrekturwerten zur Korrektur von Empfangsignalen für den jeweils selben Ort verwendet
werden. Sind insbesondere jedem der Empfangselemente Speicherplätze der Speichereinrichtung
zugeordnet, so kann die Anzahl dieser Speicherplätze kleiner sein als die Anzahl der
Pulse einer Folge mit verschiedenem Typ.
[0033] Weiter kann bei dem Verfahren vorzugsweise der jeweilige Korrekturwert zum Ersetzen
eines ausgelesenen Korrekturwertes aus einer weiteren von der Speichereinrichtung
getrennten Speichereinrichtung gelesen werden. Bei der Vorrichtung kann hierzu vorzugsweise
die Ersetzungseinrichtung eine von der Speichereinrichtung getrennte, weitere Speichereinrichtung
aufweisen, in der zum Ersetzen verwendete Korrekturwerte gespeichert sind. Während
die Speichereinrichtung ein flüchtiger Speicher sein muß, um die Korrekturwerte ersetzen
zu können, kann für die weitere Speichereinrichtung ein beliebiger Speichertyp verwendet
werden, der nur ein hinreichend schnelles Auslesen zu erlauben braucht. Als Speichertypen
für die weitere Speichereinrichtung kommen somit flüchtige und insbesondere auch nichtflüchtige
Speicher in Betracht.
[0034] Prinzipiell können die Erfassungseinrichtung, die Korrektureinrichtung und die weitere
Speichereinrichtung beliebig angeordnet sein. Bei der Vorrichtung ist es jedoch bevorzugt,
daß elektrische und/ oder elektronische Elemente der Erfassungseinrichtung und die
Korrektureinrichtung als Modul bzw. Baugruppe ausgebildet sind, und wenigstens die
weitere Speichereinrichtung, vorzugsweise die Ersetzungseinrichtung, in einem anderen
Modul bzw. einer anderen Baugruppe ausgebildet ist. Unter einem Modul wird dabei insbesondere
eine Anordnung verstanden, deren Elemente auf derselben Platine gehalten sind. Diese
Ausführungsform hat den Vorteil, daß Erfassungseinrichtung und Korrektureinrichtung
als fertige Baugruppe verwendet werden können.
[0035] Insbesondere können bei dem Verfahren in der weiteren Speichereinrichtung mehr Korrekturwerte
gespeichert sein als in der Speichereinrichtung und vorzugsweise soviele Korrekturwerte
wie zur Korrektur aller Empfangssignale einer Folge erforderlich sind. Bei der Vorrichtung
sind dazu vorzugsweise in der weiteren Speichereinrichtung mehr Korrekturwerte speicherbar
als in der Speichereinrichtung und vorzugsweise soviele Korrekturwerte wie zur Korrektur
aller Empfangssignale einer Folge erforderlich. Unterscheiden sich die Beleuchtungspulse
einer Folge in ihren Typen, können insbesondere soviele Korrekturwerte erforderlich
sein wie verschiedene Typen von Beleuchtungspulsen. Erfolgt zusätzlich eine Korrektur
in Abhängigkeit vom Ort bzw. dem erfassenden Empfangselement, kann die Anzahl der
Korrekturwerte größer oder gleich dem Produkt aus der Anzahl der Typen und der Anzahl
der Empfangselemente sein.
[0036] Prinzipiell können die zur Ersetzung verwendeten Korrekturwerte beliebig bereitgehalten
werden. Bei dem Verfahren werden jedoch vorzugsweise zum Ersetzen der Korrekturwerte
in der Speichereinrichtung die jeweils zum Ersetzen verwendeten Korrekturwerte zyklisch
aus Speicherplätzen der weiteren Speichereinrichtung ausgelesen. Bei der Vorrichtung
kann die Ersetzungseinrichtung dazu vorzugsweise so ausgebildet sein, daß sie zum
Ersetzen der Korrekturwerte in der Speichereinrichtung die jeweils zum Ersetzen verwendeten
Korrekturwerte zyklisch aus Speicherplätzen der weiteren Speichereinrichtung ausliest.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß es einfach zu implementieren und insbesondere
schnell durchzuführen ist. Erfolgt eine Korrektur auch in Bezug auf den Ort, d.h.
sind verschiedenen Orten jeweils eigene Korrekturwerte zugeordnet, besteht das zyklische
Auslesen vorzugsweise darin, daß für jeden Ort nacheinander die Korrekturwerte für
die Typen ausgelesen werden. Dies kann für verschiedene Orte nacheinander oder wenigstens
teilsweise parallel erfolgen.
[0037] Die Beleuchtung des Wertdokuments kann prinzipiell von nur einer Seite des Wertdokuments
erfolgen, wobei vorzugsweise dessen Remissionseigenschaften erfaßt werden. Die Beleuchtungseinrichtung
ist dann so ausgebildet, daß diese das Wertdokument mit Pulsen beleuchtet, wenn sich
dieses in einem Erfassungsbereich der Erfassungseinrichtung, in dem die Erfassungseinrichtung
von dem Wertdokument ausgehende Pulse erfassen kann, befindet, insbesondere auch bewegt,
und die Erfassungseinrichtung ist so ausgebildet, daß diese die von dem Wertdokument
remittierte Strahlung der Pulse der Beleuchtungseinrichtung erfaßt.
[0038] Für die Prüfung von Wertdokumenten kann es jedoch auch wünschenswert sein, deren
optische Eigenschaften für wenigstens einen Spektralbereich sowohl in Transmission
als auch in Remission zu prüfen. Bei dem Verfahren können die Beleuchtungspulsfolgen
dann jeweils wenigstens einen Beleuchtungspuls, der auf eine erste Seite des Wertdokuments
gerichtet ist, und wenigstens einen weiteren Beleuchtungspuls, der auf ein zweite,
der ersten Seite gegenüberliegende Seite des Wertdokuments gerichtet ist, enthalten.
Bei der Vorrichtung kann hierzu die Beleuchtungseinrichtung so ausgebildet sein, daß
die von dieser abgegebenen Beleuchtungspulsfolgen jeweils wenigstens einen Beleuchtungspuls,
der auf eine erste Seite des Wertdokuments gerichtet ist, und wenigstens einen weiteren
Beleuchtungspuls, der auf ein zweite, der ersten Seite gegenüberliegenden Seite des
Wertdokuments gerichtet ist, enthalten. Hierzu kann beispielsweise eine Strahlungsquelle
vorgesehen sein, deren Beleuchtungspulse durch eine entsprechende optische Einrichtung
in einen ersten, zu der einen Seite führenden oder einen zweiten, zu der zweiten Seite
führenden Strahlengang geführt werden. Vorzugsweise verfügt die Beleuchtungseinrichtung
aber über wenigstens zwei Strahlungsquellen, von denen wenigstens eine Beleuchtungspulse
der Folgen auf die erste Seite des Wertdokuments in dem Erfassungsbereich und die
andere Beleuchtungspulse der Folgen auf die zweite Seite des Wertdokuments abgibt.
[0039] Das Wertdokument kann bei der Erfassung prinzipiell relativ zu der zu der Erfassung
verwendeten Vorrichtung ruhen. Vorzugsweise ist jedoch eine Transportvorrichtung vorgesehen,
die Wertdokumente durch einen Erfassungsbereich der Erfassungseinrichtung transportiert,
in dem die Erfassungseinrichtung von dem Wertdokument ausgehende Pulse erfassen kann.
[0040] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere in Vorrichtungen zur Bearbeitung
von Wertdokumenten, insbesondere Sortiervorrichtungen und/ oder Vorrichtungen zur
Annahme und/ oder Ausgabe von Banknoten verwendet werden. Gegenstand der Erfindung
ist daher auch eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Wertdokumenten, insbesondere Sortiervorrichtungen
und/ oder zur Annahme und/ oder Ausgabe von Banknoten mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0041] Die Erfindung wird im Folgenden noch weiter beispielhaft an Hand der Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Erfassung optischer Eigenschaften
eines Wertdokuments, die Teil der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung in Fig. 1 ist,
von der Seite,
- Fig. 3
- eine schematische teilweise Ansicht der Vorrichtung in Fig. 2 entgegen der Transportrichtung
des Wertdokuments, in der neben dem Transportpfad und dem Wertdokument darin nur Strahlungsquellen
und Empfangselemente gezeigt sind.
- Fig. 4
- eine schematische Blockdarstellung einer Erfassungs-, einer Korrektur-, einer Ersetzungs-,
einer Steuer- und einer Beleuchtungseinrichtung der Vorrichtung in Fig. 2,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung zur Veranschaulichung der Arbeitsweise der Vorrichtung
in Fig. 2, und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung von Empfangselementen, Speicherplätzen einer Speichereinrichtung
und Speicherplätzen einer weiteren Speichereinrichtung in einem zweiten Ausführungsbeispiel
für Vorrichtung zur Erfassung optischer Eigenschaften eines Wertdokuments, die als
Teil der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung in Fig.1 dienen kann, und
- Fig. 7
- eine Fig. 5 entsprechende schematische Darstellung zur Veranschaulichung der Arbeitsweise
einer Vorrichtung eines weiteren Ausführungsbeispiels.
[0042] Eine Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung 10 in Fig. 1, im Beispiel eine Banknotenbearbeitungsvorrichtung,
verfügt in einem Gehäuse 12 über ein Eingabefach 14 für die Eingabe von zu bearbeitenden
Wertdokumenten 16, im Beispiel Banknoten, einen Vereinzler 18, der auf Wertdokumente
16 in dem Eingabefach 14 zugreifen kann, eine Transporteinrichtung 20 mit Weichen
22 und in Zweigen eines durch die Transporteinrichtung 20 gegebenen Transportpfades
24 nach den Weichen 22 jeweils Ausgabefächer 26 zur Aufnahme von mittels der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung
10 bearbeiteter Wertdokumenten mit davor angeordneten Staplerrädern 28. Weiter besitzt
die Banknotenbearbeitungsvorrichtung 10 entlang des durch die Transporteinrichtung
20 gegebenen Transportpfades 24 eine vor den Weichen 22 angeordnete Sensoranordnung
30 zur Erfassung von Eigenschaften entlang des Transportpfades 24 transportierter
Banknoten 16 sowie eine Steuer- und Auswerteeinrichtung 32, die wenigstens mit der
Sensoranordnung 30 und den Weichen 22 über Signalverbindungen verbunden ist und zur
Auswertung von wenigstens einer Eigenschaft eines von der Sensoranordnung 30 erfaßten
Wertdokuments 16 wiedergebenden Sensorsignalen der Sensoranordnung 30 und Ansteuerung
wenigstens einer der Weichen 22 in Abhängigkeit von dem Ergebnis der Auswertung der
Sensorsignale ausgebildet ist.
[0043] Die Sensoranordnung 30 umfaßt in diesem Ausführungsbeispiel einen Sensor 34 zur Erfassung
von optischen Eigenschaften der Banknoten. Die Sensoranordnung kann weiter beispielsweise
einen in Fig. 1 nicht gezeigten Ultraschallsensor zur Erfassung des Zustands von Wertdokumenten,
beispielsweise das Vorhandenseins von Klebestreifen, umfassen.
[0044] Die Steuer- und Auswerteeinrichtung 32 erfaßt die Signale der Sensoranordnung 30
und prüft im Beispiel auf der Basis der Signale des Sensors 34 und soweit vorhanden
weiterer Sensoren der Sensoranordnung 30, ob die optischen Eigenschaften des Wertdokuments
vorgegebenen Kriterien, beispielsweise in Bezug auf Verschmutzungen und/ oder Echtheit,
entsprechen und/oder welche Denomination eine von der Sensoranordnung 30 erfaßte Banknote
16 aufweist. Weiter kann sie prüfen, ob die Banknote nach jeweils wenigstens einem
vorgegebenen Kriterium in einem verkehrsfähigen, d.h. noch zur weiteren Verwendung
als Zahlungsmittel geeignetem, Zustand ist. In Abhängigkeit von dem Ergebnis der Prüfung
steuert die Steuer- und Auswerteeinrichtung 32 wenigstens eine der Weichen 22 so an,
daß das Wertdokument bzw. die Banknote 16 von der Transporteinrichtung 20 in ein dem
Prüfergebnis zugeordnetes bzw. einem bestimmten vorgegebenen Typ von Wertdokumenten
bzw. Banknoten entsprechenden Ausgabefach 26 gefördert und dort abgelegt wird.
[0045] Der Sensor 34, der eine Vorrichtung zur Erfassung von optischen Eigenschaften eines
Wertdokuments darstellt, ist zusammen mit einem nur schematisch dargestellten Abschnitt
36 der Transporteinrichtung 20 in Fig. 2 schematisch dargestellt. Die Vorrichtung
34 ist zur Erfassung von optischen Eigenschaften eines Wertdokuments in verschiedenen
optischen Spektralbereichen in Remission und für optische Strahlung im Infrarotbereich
in Transmission ausgelegt. In anderen Ausführungsbeispielen könnten auch alle Farben
in Transmission gemessen werden.
[0046] Die in Fig. 2 und 3 genauer schematisch gezeigte Vorrichtung 34 umfaßt eine Beleuchtungseinrichtung
38 zur Abgabe von Beleuchtungspulsen unterschiedlicher Typen, eine Erfassungseinrichtung
40 zur Erfassung von optischer Strahlung, die von einem durch die Beleuchtungspulse
der Beleuchtungseinrichtung 38 beleuchteten Wertdokument 16 ausgeht, und Bildung entsprechender
Empfangssignale, eine Korrektureinrichtung 42 zur Korrektur der Empfangssignale in
Abhängigkeit von den Typen der Beleuchtungspulse, mit denen das Wertdokument während
der Erfassung der optischen Strahlung beleuchtet wurde, einer Ersetzungseinrichtung
44 zur Ersetzung von Korrekturwerten in der Korrektureinrichtung und eine Steuereinrichtung
46 zur Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung 38 und zur Synchronisation der Funktion
der Beleuchtungseinrichtung 38 mit der der Ersetzungseinrichtung 44.
[0047] Die Vorrichtung 34 ist zur Untersuchung der optischen Eigenschaften von Wertdokumenten
mit mehr als vier verschiedenen Typen von Beleuchtungspulsen optischer Strahlung,
im Beispiel sechs Typen ausgebildet. Die Typen unterscheiden sich durch die Spektren
der jeweiligen Strahlung in Kombination mit der Richtung, in der die Strahlung auf
das Wertdokument abgegeben wird. Die allgemein mit BT bezeichneten Typen umfassen
die Beleuchtung für eine Remissionsmessung mit optischer Strahlung der Farben Rot,
Grün und Blau und Strahlung im infraroten Wellenlängenbereich (IR) sowie der Kombination
der Farben R, G und B sowie der Beleuchtung für eine Transmissionsmessung mit infraroter
Strahlung.
[0048] Die Beleuchtungseinrichtung 38 verfügt dazu im Beispiel für die Remissionsmessung
über jeweils auf derselben Seite des durch die Transporteinrichtung 24 gegebenen Transportpfadabschnitts
48 über Strahlungsquellen 50, 50' und 50" für rotes, blaues und grünes Licht, d.h.
Strahlung mit einem Spektrum, das einer roten, blauen bzw. grünen Farbe entspricht.
Die genauen Eigenschaften der Spektren ergeben sich aus der Art der Strahlungsquellen
50, 50' und 50", im Beispiel entsprechende Leuchtdioden. Weiterhin ist auf derselben
Seite des Transportpfades eine Quelle 52 für die IR-Strahlung angeordnet.
[0049] Die Strahlung dieser Quellen 50, 50', 50" und 52 wird durch eine in Fig. 3 nicht
gezeigte gemeinsame erste Beleuchtungsoptik 54 der Beleuchtungseinrichtung 38 auf
den Transportpfadabschnitt 48 gebündelt, so daß auf einem Wertdokument in dem Transportpfadabschnitt
48 ein quer zur Transportrichtung T der Wertdokumente verlaufender Streifen als Beleuchtungsmuster
entsteht. Im Beispiel ist die Richtung des Strahlengangs gegenüber dem Transportpfadabschnitt
48 geneigt.
[0050] Auf der gegenüberliegenden Seite des Transportpfades 48 bzw. Wertdokuments besitzt
die Beleuchtungseinrichtung 38 für die Transmissionsmessung als weitere Strahlungsquelle
56 eine Strahlungsquelle für IR-Strahlung, im Beispiel wie die Quelle 52 eine IR-Leuchtdiode,
angeordnet, deren Strahlung durch eine in Fig. 3 nicht gezeigte zweite Beleuchtungsoptik
58 auf den Transportpfadabschnitt 48 gebündelt wird, so daß auf einem Wertdokument
in dem Transportpfadabschnitt 48 ein quer zur Transportrichtung T der Wertdokumente
verlaufender Streifen als Beleuchtungsmuster entsteht. Die Strahlungsquelle 56 und
die zweite Beleuchtungsoptik 58 sind so angeordnet, daß die IR-Strahlung im wesentlichen
orthogonal auf eine Ebene des Transportpfadabschnitts 48 bzw. eines Wertdokuments
16 darin fällt.
[0051] Die Beleuchtungseinrichtung 38 wird durch die im Folgenden genauer beschriebenen
Steuereinrichtung 46 angesteuert, so daß diese bzw. deren Strahlungsquellen 50, 50',
50", 52 und 56 Folgen von Beleuchtungspulsen optischer Strahlung auf das Wertdokument
16 abgibt. Die Beleuchtungspulse werden je nach Beleuchtungspulstyp von dem Wertdokument
16 remittiert oder transmittiert, so daß durch die Beleuchtungspulse durch Remission
oder Transmission von dem Wertdokument 16 ausgehenden Pulse erzeugt werden.
[0052] Zur Erfassung der von dem Wertdokument 16 in dem Transportpfadabschnitt 48, genauer
den durch die Beleuchtungseinrichtung 38 beleuchteten Bereichen bzw. Streifen, ausgehenden
optischen Strahlung, insbesondere der Pulse, verfügt die Erfassungseinrichtung 40
über eine auf derselben Seite des Transportpfades wie die Strahlungsquellen 50, 50',
50" und 52 angeordnete Zeilenkamera 60, deren Empfangselemente 62, beispielsweise
CCD-Elemente eines CCD-Feldes oder CMOS-Photodetektionselemente, entlang einer Geraden
im wesentlichen quer zur Transportrichtung T angeordnet und sowohl im sichtbaren als
auch dem infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums empfindlich sind, und
eine in Fig. 3 nicht gezeigte Erfassungsoptik 64, die von dem Wertdokument 16 kommende
optische Strahlung auf die Zeilenkamera 60 fokussiert. Zum Auslesen bzw. Empfang von
Signalen der Zeilenkamera 60, genauer der Empfangselemente 62, der Bildung von Empfangssignalen
aus den Signalen der Empfangselemente 62 und optional zur Vorverarbeitung der Empfangssignale
verfügt die Erfassungseinrichtung über eine Empfangseinheit 65. Für jedes der Empfangselemente
62 wird ein Empfangssignal gebildet, das die Stärke des jeweiligen Pulses an dem von
dem auf das Empfangselement 62 abgebildeten Ort wiedergibt und diesem somit zugeordnet
ist. Die Erfassungseinrichtung 44 ist so ausgebildet und angeordnet, daß sie sowohl
den von den Strahlungsquellen 50, 50', 50" und 52 beleuchteten Bereich eines Wertdokuments
16 in dem Transportpfadabschnitt 48 als auch den Bereich des Wertdokuments 16, aus
dem von dem Wertdokument transmittierte Strahlung der Strahlungsquelle 56 tritt bzw.
treten kann, erfaßt. Im Beispiel ist die Beleuchtungseinrichtung 38 so ausgebildet,
daß sich die genannten Bereiche überlappen, vorzugweise wenigstens nährungsweise decken.
Die Erfassungsoptik 64 und die Zeilenkamera 60 sind so angeordnet, daß der durch diese
festgelegte Empfangsstrahlengang wenigstens näherungsweise orthogonal zu dem Wertdokument
16 in dem Transportpfadabschnitt 48 verläuft und mit dem durch die Strahlungsquelle
56 und die zweite Beleuchtungsoptik 58 gebildeten Beleuchtungsstrahlengang fluchtet.
[0053] Die Empfangselemente 62 empfangen von einem Wertdokument kommende optische Strahlung
und bilden in Abhängigkeit von der Intensität der optischen Strahlung und dem Spektrum
der Strahlung Signale, die die Stärke der Pulse darstellen und in der Empfangseinheit
vorverarbeitet werden. Die Signale repräsentieren die Remissions- bzw. Transmissionseigenschaften
des erfaßten Wertdokuments. Die Zeilenkamera wird getaktet betrieben, so daß durch
den Transport des Wertdokuments an der Zeilenkamera vorbei eine örtlich aufgelöste
Erfassung der optischen Eigenschaften des Wertdokuments erfolgt.
[0054] Genauer liest die Empfangseinheit 65 in gleichen Zyklen die Signale der Empfangselemente
62, wobei die Erfassung für ein Empfangselement jeweils für eine vorgegebene Zeitdauer
erfolgt.
[0055] Die Empfangseinheit 65 gibt auch Taktsignale ab, die dazu dienen, die Abgabe der
Beleuchtungspulse auszulösen.
[0056] Da die Empfangselemente in unterschiedlichen Spektralbereichen im allgemeinen auch
eine unterschiedliche Empfindlichkeit aufweisen, ist es notwendig, die Empfangssignale
zu korrigieren. Hierzu ist die mit der Erfassungseinrichtung 40 über eine Signalverbindung
verbundene Korrektureinrichtung 42 vorgesehen, die im vorliegenden Beispiel durch
eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung gegeben ist. Diese weist eine Speichereinrichtung
66 (vgl. Fig. 4) mit wenigstens zwei, im Beispiel vier, Speicherplätzen 68 für Korrekturwerte
und eine Verarbeitungseinrichtung 70 zur Korrektur eingegangener Empfangssignale mit
einem Korrekturwert aus einem der Speicherplätze 68 auf. Die Speichereinrichtung ist
als flüchtiger Speicher ausgebildet.
[0057] Im Beispiel sind die Empfangseinheit 65 und die Korrektureinrichtung 42 in nur einem
Chip bzw. in derselben anwendungsspezifischen Schaltung ausgebildet.
[0058] Von der Empfangseinheit 65 an die Korrektureinrichtung 42 abgegebenen Folgen von
Empfangssignalen werden korrigiert, indem ein jeweiliges Empfangssignal unter Verwendung
eines aus einem der Speicherplätze 68 ausgelesenen Korrekturwertes korrigiert wird.
Der Einfachheit halber seien die Empfangssignale für verschiedene Orte, aber denselben
Puls als Empfangssignalgruppe bezeichnet. Die Speicherplätze 68 werden für die Korrektur
zyklisch ausgelesen, so daß einer der Anzahl der Speicherplätze 68 entsprechende Anzahl
von aufeinanderfolgenden Empfangssignalgruppen für verschiedene Pulse, im Beispiel
4, mit den in den Speicherplätzen gespeicherten Korrekturwerten korrigiert wird. Bezeichnet
E
i die Empfangssignalgruppe der Empfangselemente 62 an der Stelle i der Folge und j
den Speicherplatz (j=1,...,n, im Beispiel n= 4), so werden beispielweise die Empfangssignale
der Empfangssignalgruppe E
i unter Verwendung des aktuellen Korrekturwertes in Speicherplatz j=1, d.h. des bei
Auslesen darin gespeicherten Wertes, die Empfangssignale der Empfangssignalgruppe
E
i+1 unter Verwendung des aktuellen Korrekturwertes in Speicherplatz j=2, die Empfangssignale
der Empfangssignalgruppe E
i+2 unter Verwendung des aktuellen Korrekturwertes in Speicherplatz j=3, die Empfangssignale
der Empfangssignalgruppe E
i+3 unter Verwendung des aktuellen Korrekturwertes in Speicherplatz j=4 und die Empfangssignale
der Empfangssignalgruppe E
i+4 unter Verwendung des aktuellen Korrekturwertes in Speicherplatz j=1 korrigiert.
[0059] Die Korrektureinrichtung 42 gibt die korrigierten Empfangssignale dann an die Steuer-
und Auswerteeinrichtung 32 ab, die sie weiterverwendet.
[0060] Die Erfassungseinrichtung 40 und die Korrektureinrichtung 42 sind in diesem Beispiel
Teil einer Baugruppe, die die Ersetzungseinrichtung 44 nicht umfaßt, und beispielweise
auf einer Platine angeordnet. Sie bilden ein fertiges Modul 71, das zur allgemeinen
Verwendung auf dem Markt erhältlich ist.
[0061] In dieser Form könnte die Korrektureinrichtung 42 nur eine der Anzahl der Speicherplätze
68 entsprechende Anzahl von Korrekturwerten verwenden, so daß nicht alle möglichen
Typen von Beleuchtungspulsen, die die Beleuchtungseinrichtung ermöglicht, verwendet
werden könnten.
[0062] Im vorliegenden Beispiel soll das Wertdokument jedoch mit gleichen Folgen von Beleuchtungspulsen
beleuchtet werden, die jeweils sechs Beleuchtungspulse mit verschiedenem Typ aufweisen,
nämlich rote, blaue, grüne und infrarote Beleuchtungspulse sowie rot-grün-blau gemischte
Beleuchtungspulse für die Remissionsmessung und infrarote Beleuchtungspulse für die
Transmissionsmessung.
[0063] Zur entsprechenden Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung und der notwendigen Ersetzung
der Korrekturwerte in den Speicherplätzen der Korrektureinrichtung 42 dienen die mit
der Korrektureinrichtung 42 verbundene Ersetzungseinrichtung 44 und die Steuereinrichtung
46, die auf einer anderen Platine angeordnet sein können.
[0064] Die Ersetzungseinrichtung 44 verfügt über eine weitere Speichereinrichtung 72 zur
Speicherung von Korrekturwerten für die bei der Erfassung der optischen Eigenschaften
verwendeten Typen von Beleuchtungspulsen, im Beispiel also sechs. Die Speichereinrichtung
72 ist im Beispiel ein nichtflüchtiger, wiederbeschreibbarer Speicher, beispielsweise
ein EEPROM oder ein Flashspeicher. Die Ersetzungseinrichtung 44 verfügt weiter über
eine Verarbeitungseinheit 74, im Beispiel einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller,
und einen Programmspeicher, in dem Programmcode gespeichert ist, bei dessen Ausführung
der Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller das im Folgenden beschriebene Ersetzungsverfahren
ausführt.
[0065] Die mit der Beleuchtungseinrichtung 38 zu deren Ansteuerung verbundene Steuereinrichtung
46 ist mit der Ersetzungseinrichtung 44 verbunden, in diesem Beispiel in der Form,
daß entsprechender Programmcode für den Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller zur Ansteuerung
der Beleuchtungseinrichtung in einem Speicherabschnitt gespeichert ist, bei dessen
Ausführung der Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller die Beleuchtungseinrichtung 38
zur Abgabe von Beleuchtungspulsen vorgegebener Typen ansteuert.
[0066] Zur Synchronisation mit der Erfassungs- und der Korrektureinrichtung 40 bzw. 42 sind
die Ersetzungseinrichtung 44 und die Steuereinrichtung 46 mit der Korrektureinrichtung
42 verbunden. Im Beispiel ist dazu der Mikroprozessor bzw. Mikrocontroller mit einem
entsprechenden Ausgang der Korrektureinrichtung 42 verbunden, über den von der Erfassungseinrichtung
40 ausgelöste Taktsignale ausgegeben werden.
[0067] Die Erfassungs- und die Korrektureinrichtung 40 bzw. 42 und die Ersetzungs- und die
Steuereinrichtung 44 bzw. 46, genauer deren Programmcode, sind in diesem Beispiel
so ausgebildet, daß alle Empfangssignale einer Empfangssignalgruppe, d.h. solche für
denselben Puls, mit demselben Korrekturwert korrigiert werden. Die Vorrichtung arbeitet
folgendermaßen, wie teilweise und schematisch in Fig. 5 veranschaulicht ist.
[0068] Aufeinanderfolgende Arbeitstakte sind in Fig. 5 von oben nach unten fortlaufend durch
entsprechende Zeilen dargestellt. Die linke Spalte zeigt, welcher Typ BT von Beleuchtungspuls
abgegeben wird, die mittlere Tabelle die Belegung der Speicherplätze 68 bzw. der Speichereinrichtung
66 mit Korrekturwerten, die durch den Typ der Beleuchtungspulse bei der Erzeugung
der mit ihnen zu korrigierenden Empfangssignale der Empfangssignalgruppe gekennzeichnet
sind, und die rechte Tabelle die Korrekturwerte aus der weiteren Speichereinrichtung
72, wobei deren Speicherplätze ebenfalls numeriert angegeben sind. Die linke Spalte
dieser rechten Tabelle zeigt, den jeweils zur Ersetzung verwendeten Korrekturwert,
wiederum gekennzeichnet durch den entsprechenden Typ des Beleuchtungspulses, die rechte
Spalte den Speicherplatz in der weiteren Speichereinrichtung 72.
[0069] Die Korrektureinrichtung 42 gibt, angesteuert von der Erfassungseinrichtung 40, Taktsignale
an die Ersetzungs- und die Steuereinrichtung 44 bzw. 46, genauer den Mikroprozessor
bzw. Mikrocontroller ab.
[0070] Dieser steuert als Steuereinrichtung 46 in Abhängigkeit von den Taktsignalen die
Beleuchtungseinrichtung 38 so an, daß diese gleiche Folgen von Beleuchtungspulsen
abgibt. Jedem Taktsignal entspricht dabei ein Beleuchtungspuls. Jede der Folgen F
umfaßt Beleuchtungspulse unterschiedlicher Typen BT. Im Beispiel steuert die Steuereinrichtung
46 zur Bildung einer Folge F auf aufeinanderfolgende Taktsignale zunächst jeweils
die Strahlungsquellen 50, 50' und 50" sowie die Strahlsquelle 52 an, so daß für jeweils
ein Taktsignal ein roter, ein grüner, ein blauer und ein infraroter Beleuchtungspuls
(R, G, B, IR) abgegeben werden. Auf das folgende Taktsignal steuert sie dann die Strahlungsquellen
50, 50' und 50" gemeinsam an, so daß eine Beleuchtungspuls (RGB) mit Strahlung der
drei Strahlungsquellen auf das Wertdokument abgegeben wird. Auf das darauf folgende
Taktsignal wird die Strahlungsquelle 56 angesteuert, die daraufhin als letzten Beleuchtungspuls
der Folge F einen IR-Beleuchtungspuls (IR-TRA) für eine Transmissionsmessung abgibt.
Diese Folgen F sind in Fig. 5 in der linken Spalte veranschaulicht.
[0071] Die Korrektureinrichtung 42 gibt auf Ansteuerung durch die Erfassungseinrichtung
40 die Signale über die Ersetzungseinrichtung 44 an die Steuereinrichtung 46 so ab,
daß während der Abgabe des entsprechenden Beleuchtungspulses ein durch diesen erzeugter,
von dem Wertdokument ausgehender Puls erfaßt und in eine Empfangssignalgruppe umgesetzt
wird. Die Empfangssignale dieser Gruppe werden von der Korrektureinrichtung 42 korrigiert,
wobei diese zyklisch die Korrekturwerte in den Speicherplätzen 68 ausliest, um aufeinanderfolgende
Empfangssignale der Empfangssignalgruppen zu korrigieren, wie dies oben beschrieben
wurde.
[0072] Nach Abgabe eines Beleuchtungspulses und Verwendung des Korrekturwertes in dem entsprechenden
Speicherplatz für eine Empfangssignalgruppe liest die Ersetzungseinrichtung 44 einen
neuen Korrekturwert aus der weiteren Speichereinrichtung 72 aus und schreibt diesen
an den zuletzt ausgelesenen Speicherplatz der Speichereinrichtung 66. Die ist in Fig.
5 dadurch veranschaulicht, daß die Tabellenzelle, deren Inhalt zuletzt zur Korrektur
verwendet wurde, gepunktet hinterlegt ist, der neue Korrekturwert, der zur Ersetzung
verwendet wird, durch einen Pfeil gekennzeichnet ist.
[0073] Bei dem Verfahren werden zum Ersetzen der Korrekturwerte in der Speichereinrichtung
die jeweils zum Ersetzen verwendeten Korrekturwerte zyklisch aus Speicherplätzen der
weiteren Speichereinrichtung ausgelesen.
[0074] Genauer steuert die Steuereinrichtung 46 die Beleuchtungseinrichtung 38 so an, daß
diese eine Beleuchtungspulsfolge F abgibt, die nacheinander Beleuchtungspulse der
Typen R, G, B, IR, RGB und IR-TRA aufweist. In der weiteren Speichereinrichtung 72
sind in Speicherplätzen 1 bis 6 Korrekturwerte für die Korrektur von Empfangssignalen
von Empfangssignalgruppen gespeichert, die bei Beleuchtung durch Beleuchtungspulse
RGB, IR-TRA, R, G, B, IR, erfaßt werden. Dies entspricht der Folge der Typen der Beleuchtungspulse
sooft zyklisch permutiert, wie sich die Anzahl der Beleuchtungstypen BT und die Anzahl
der Speicherplätze 68 unterscheiden.
[0075] Die Ersetzungseinrichtung 44 braucht dann die Speicherplätze der weiteren Speichereinrichtung
72 nur zyklisch auszulesen und die Inhalte jeweils in die zuletzt gelesenen Speicherplätze
68 der Speichereinrichtung 66 zu schreiben.
[0076] Auf diese Weise ist es möglich, Korrekturen für mehr Beleuchtungspulstypen durchzuführen
als eigentlich für das Modul aus Erfassungs- und Korrektureinrichtung vorgesehen ist.
[0077] Ein zweites Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
darin, daß die Korrektur der Empfangssignale in Abhängigkeit von dem zugeordneten
Ort bzw. dem zur Bildung des Empfangssignals dienenden Empfangselement erfolgt. Dazu
sind die Korrektureinrichtung, insbesondere auch deren Speichereinrichtung, sowie
die Ersetzungseinrichtung mit der weiteren Speichereinrichtung gegenüber dem ersten
Ausführungsbeispiel modifiziert. Die anderen Teile sind unverändert, so daß für diese
die gleichen Bezugszeichen verwendet werden wie im ersten Ausführungsbeispiel und
die Ausführungen zu diesen entsprechend auch hier gelten.
[0078] Die Zuordnung von Empfangselementen bzw. Orten, den Speicherplätzen der Speichereinrichtung
und denen der weiteren Speichereinrichtung sind in Fig. 6 veranschaulicht. Der Übersichtlichkeit
halber sind nur drei Empfangselemente, für jedes der drei Empfangselemente vier Speicherplätze
und sechs weitere Speicherplätze gezeigt.
[0079] Die Speichereinrichtung 66' weist nun für jedes der Empfangselemente 62 vier Speicherplätze
auf, in denen Korrekturwerte zur Korrektur der mittels des jeweiligen Empfangselements
gebildeten Empfangssignale speicherbar sind. Die Korrektureinrichtung 70' unterscheidet
sich außer durch die geänderte Speichereinrichtung 66' dadurch, daß nun die Empfangssignale
jedes der Empfangselemente individuell korrigiert werden, indem für jedes der Empfangssignale
zyklische die Korrekturwerte aus den dem Empfangselement bzw. dem entsprechenden Orten
zugeordneten Speicherplätzen ausgelesen und zur Korrektur verwendet werden. Dies geschieht
wie im ersten Ausführungsbeispiel, aber für jeden der Orte bzw. jedes der Empfangselemente
individuell.
[0080] Die weitere Speichereinrichtung 72' der modifizierten Ersetzungseinrichtung 44' verfügt
nun für jedes der Empfangselemente bzw. jeden der Orte über sechs Speicherplätze,
in denen die Korrekturwerte für die sechs Typen für das jeweilige Empfangselement
bzw. den jeweiligen Ort gespeichert sind.
[0081] Die Ersetzungseinrichtung 44' ist weiter so ausgebildet, daß die Ersetzung, wie sie
im ersten Ausführungsbeispiel für jeden Puls, aber für alle Orte erfolgte, entsprechend
nun für jeden der Orte bzw. jedes der Empfangselemente getrennt durchgeführt wird.
Das bedeutet, daß für jeden der Orte bzw. jedes der Empfangselemente die in Fig. 5
veranschaulichte Sequenz durchlaufen wird, wobei eine Ersetzung nach Auslesen des
jeweiligen Korrekturwertes für den Ort in der Korrektureinrichtung erfolgt.
[0082] Das Ersetzen der Korrekturwerte für verschiedene Pulse kann in zwei Varianten erfolgen.
In einer ersten Variante wird der Korrekturwert für einen Ort ersetzt, nachdem er
ausgelesen wurde und bevor wenigstens einer der Korrekturwerte für denselben Puls,
aber einen anderen Ort ausgelesen wird. Bei der zweiten Variante werden die Korrekturwerte
für die Orte ersetzt, nachdem die Korrekturwerte für denselben Puls und alle Orte
ausgelesen wurden. Insbesondere kann das Ersetzen dann als "Block" erfolgen.
[0083] Ein anderes Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
dadurch, daß die Ersetzung von Korrekturwerten in Speicherplätzen 68 der Speichereinrichtung
66 im Takt vor deren nächsten Gebrauch erfolgt. Dazu ist die Ersetzungseinrichtung
entsprechend modifiziert. So liest sie beispielsweise vor der Ansteuerung für den
n-ten Beleuchtungspuls einer Folge, in Fig. 5 beispielsweise den zweiten für einen
grünen Beleuchtungspuls, den entsprechenden Korrekturwert aus der weiteren Speichereinrichtung
und schreibt diesen in den Speicherplatz, der zur Korrektur der Empfangssignale der
n-ten Empfangssignalgruppe verwendet wird, im Beispiel den Speicherplatz n, für den
zweiten grünen Beleuchtungspuls also den Speicherplatz 2.
[0084] Die Ersetzung kann in anderen Ausführungsbeispielen in entsprechender Weise zu beliebigen
Zeitpunkten während des Korrekturzyklus erfolgen, zu denen nicht lesend auf den Inhalt
des jeweiligen Speicherplatzes zugegriffen wird.
[0085] Ein weiteres Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
nur dadurch, daß für jedes der Empfangselemente 62 und damit jeden der abgebildeten
Orte ein individueller Korrekturwert für jeden Puls- bzw. Beleuchtungstyp vorgesehen
ist.
[0086] Sind M, im Beispiel wie im ersten Ausführungsbeispiel M=6, Beleuchtungspulstypen
und N Empfangselemente vorgesehen, besitzt die Ersetzungseinrichtung zur Speicherung
der Korrekturwerte nun eine weitere Speichereinrichtung 72', in der N*M Korrekturwerte
gespeichert sind (vgl. Fig. 7). Die Korrekturwerte sind jeweils in M aufeinanderfolgenden
Blöcken mit N Speicherplätzen abgelegt, wobei in jedem Block die Korrekturwerte für
denselben Beleuchtungspulstyp und verschiedene Empfangselemente 62, d.h. diesen zugeordnete
Orte gespeichert sind. Die Reihenfolge der Korrekturwerte in jedem Block entspricht
der Reihenfolge, in der die Empfangssignale für verschiedene Orte, aber denselben
Puls in der Korrektureinrichtung verarbeitet werden.
[0087] Eine Ersetzung von Korrekturwerten erfolgt nun nach jedem Auslesen eines Korrekturwertes
zur Korrektur eines Empfangssignals.
[0088] Dabei wird genauer ein Korrekturwert für einen Ort und einen vorgegebenen Puls in
demselben Speicherplatz durch einen Korrekturwert für einen anderen Ort, aber denselben
Puls ersetzt, solange Empfangssignale für verschiedene Orte, aber denselben Puls korrigiert
werden. In Fig. 7, die Fig. 5 entspricht, sind in demjenigen Speicherplatz, der für
den aktuellen Puls verwendet wird und der gepunktet unterlegt dargestellt ist, nacheinander
die Korrekturwerte für den jeweiligen Beleuchtungspulstyp für die verschiedenen Orte
i gespeichert. Die Speicherung erfolgt jeweils nach Auslesen des vorhergehenden Korrekturwertes
und dessen Verwendung zur Korrektur. Dies ist durch den Index "_i" gekennzeichnet,
der von 1 bis N läuft. Nach dem Auslesen für das letzte Empfangssignal des jeweiligen
Beleuchtungspulses bleibt der Korrekturwert, gekennzeichnet durch "_N" zunächst in
dem Speicherplatz und wird nach dem Auslesen erst ersetzt, bevor der Speicherplatz
für einen entsprechenden Beleuchtungspuls erneut ausgelesen wird. Für den folgenden
Beleuchtungspuls wird vor dem Auslesen des Korrekturwertes für das erste Empfangssignal
und damit den ersten Ort der Korrekturwert aus der weiteren Speichereinrichtung 72'
in den Speicherplatz geschrieben. Dieser Wechsel bezüglich der Pulstypen erfolgt wie
im ersten Ausführungsbeispiel. Um die Ersetzung auch mit dem Wechsel der Empfangssignale
zu synchronisieren, ist eine entsprechende Takt- oder Signalverbindung zwischen der
Empfangs- oder der Korrektureinrichtung und der Ersetzungseinrichtung vorgesehen,
über die der Ersetzungseinrichtung Signale zuführbar sind, mittels derer die Ersetzungseinrichtung
den Zeitpunkt der Ersetzung steuern kann.
[0089] In anderen Ausführungsbeispielen erfolgt die Auswertung der von der Korrektureinrichtung
abgegebenen korrigierten Empfangssignale in einer Auswerteeinrichtung der Vorrichtung
34, die dann an die entsprechend modifizierte Steuer- und Auswerteeinrichtung 32 nur
noch ein Prüfungssignal abgibt, das das Ergebnis der Prüfung darstellt.
[0090] Weitere Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
dadurch, daß die Ersetzungs- und die Steuereinrichtung 44 bzw. 46 nicht durch die
Korrektureinrichtung 40, sondern die Erfassungseinrichtung 42 angesteuert wird. Es
ist auch denkbar, daß die Steuereinrichtung 46 unabhängig von der Ersetzungseinrichtung
ausgebildet ist und nicht durch die Ersetzungseinrichtung 44, sondern unmittelbar
durch die Erfassungs- oder Korrektureinrichtung angesteuert wird. In diesem Fall ist
sie so in Abstimmung mit der Ersetzungseinrichtung ausgebildet, daß diese durch die
Taktsignale synchronisiert arbeiten.
[0091] In weiteren Ausführungsbeispielen können auch größere Zahlen von Beleuchtungspulstypen
verwendet werden, beispielsweise Beleuchtungspulse einer größeren Anzahl von verschiedenen
Farben bzw. Spektralbereichen, die für die Erfassung optischer Eigenschaften nur in
Remission, nur in Transmission oder wenigstens teilweise in Remission und Transmission
verwendet werden.
[0092] Die in den jeweiligen Ausführungsbeispielen verwendeten Korrekturwerte können mit
dem Fachmann bekannten Kalibrierverfahren ermittelt werden.
1. Verfahren zur Erfassung optischer Eigenschaften eines Wertdokuments, bei dem
von dem Wertdokument ausgehende Pulse von Folgen von Pulsen optischer Strahlung ortsaufgelöst
erfaßt und Orten auf dem Wertdokument zugeordnete, die Stärke der Pulse an den jeweiligen
Orten darstellende Empfangssignale gebildet werden,
für jeweils einen der Pulse zur Korrektur der Empfangssignale wenigstens ein Korrekturwert
aus jeweils wenigstens einem Speicherplatz einer Speichereinrichtung ausgelesen wird,
und
der ausgelesene wenigstens eine Korrekturwert zur Korrektur wenigstens eines der Empfangssignale
für den jeweils einen der Pulse verwendet wird, wobei die Speicherplätze zur Korrektur
der Empfangssignale für aufeinander folgende Pulse zyklisch ausgelesen werden, und
bei dem einer der in einem der Speicherplätze gespeicherten Korrekturwerte nach dem
Auslesen für die Korrektur wenigstens eines der Empfangssignale durch einen anderen
Korrekturwert ersetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter
Empfangssignale desselben Pulses derselbe Korrekturwert verwendet wird, die Empfangssignale
nacheinander korrigiert werden, und
das Ersetzen des Korrekturwertes nach Auslesen für die Korrektur des letzten der Empfangssignale
für denselben Puls erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter
Empfangssignale desselben Pulses verschiedene den Orten zugeordnete Korrekturwerte
verwendet werden, die jeweils in den Orten zugeordneten Speicherplätzen gespeichert
sind, und das Ersetzen des Korrekturwertes für einen Ort jeweils nach Auslesen für
die Korrektur des Empfangssignals für den Ort und für den Puls erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zur Erzeugung der Folgen
von Pulsen das Wertdokument mit entsprechenden Folgen von Beleuchtungspulsen optischer
Strahlung beleuchtet wird,
wobei sich wenigstens zwei, vorzugsweise alle, Beleuchtungspulse einer Folge durch
deren Typ, der insbesondere durch das Spektrum des jeweiligen Beleuchtungspulses und/
oder die Beleuchtungsrichtung des jeweiligen Beleuchtungspulses relativ zu dem Wertdokument
gegeben sein kann, unterscheiden und die Reihenfolge der Pulse verschiedener Typen
jeder der Folgen vorgegeben ist, und
bei dem jeweils wenigstens einer der verwendeten Korrekturwerte jeweils einem der
Typen der Beleuchtungspulse zugeordnet wird, so daß die Empfangssignale mit Korrekturwerten
korrigiert werden, die jeweils dem Typ der Beleuchtungspulse zugeordnet sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem die Folgen der Beleuchtungspulse in Bezug auf den
Typ der Pulse gleich sind, und die Anzahl der Beleuchtungspulse einer Folge mit verschiedenem
Typ größer ist als die Anzahl der Speicherplätze in der Speichereinrichtung, die jeweils
zur Speicherung von Korrekturwerten zur Korrektur von Empfangsignalen für den jeweils
selben Ort verwendet werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der jeweilige Korrekturwert
zum Ersetzen eines ausgelesenen Korrekturwertes aus einer weiteren, vorzugsweise von
der Speichereinrichtung getrennten, Speichereinrichtung gelesen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem in der weiteren Speichereinrichtung mehr Korrekturwerte
gespeichert sind als in der Speichereinrichtung speicherbar sind und vorzugsweise
soviele Korrekturwerte wie zur Korrektur aller Empfangssignale einer Folge erforderlich
sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zum Ersetzen der Korrekturwerte
in der Speichereinrichtung die jeweils zum Ersetzen verwendeten Korrekturwerte zyklisch
aus Speicherplätzen der weiteren Speichereinrichtung ausgelesen werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Beleuchtungspulsfolgen
jeweils wenigstens einen Beleuchtungspuls, der auf eine erste Seite des Wertdokuments
gerichtet ist, und wenigstens einen weiteren Beleuchtungspuls, der auf ein zweite,
der ersten Seite gegenüberliegenden Seite des Wertdokuments gerichtet ist, enthalten.
10. Vorrichtung zur Erfassung von optischen Eigenschaften eines Wertdokuments, mit
einer Erfassungseinrichtung, die zur ortsaufgelösten Erfassung von von dem Wertdokument
ausgehenden Pulsen von Folgen von Pulsen optischer Strahlung und Bildung Orten auf
dem Wertdokument zugeordneter, die Stärke der Pulse an den jeweiligen Orten darstellender
Empfangssignale ausgebildet ist, und
einer Korrektureinrichtung zur Korrektur der Empfangssignale, die eine Speichereinrichtung
mit Speicherplätzen zur Speicherung von Korrekturdaten zur Korrektur der Empfangssignale,
und eine Verarbeitungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, für jeweils einen der
Pulse zur Korrektur der Empfangssignale wenigstens einen Korrekturwert aus jeweils
wenigstens einem Speicherplatz der Speichereinrichtung auszulesen, wenigstens eines
der Empfangssignale für den jeweils einen der Pulse unter Bildung eines korrigierten
Empfangssignals unter Verwendung des ausgelesenen Korrekturwertes zu korrigieren,
umfaßt,
wobei die Verarbeitungseinrichtung die Speicherplätze zur Korrektur der Empfangssignale
für aufeinanderfolgende Pulse zyklisch ausliest, und einer Ersetzungseinrichtung,
die einen der in einem der Speicherplätze gespeicherten Korrekturwerte nach dem Auslesen
für die Korrektur wenigstens eines der Empfangssignale durch einen anderen Korrekturwert
ersetzt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Korrektureinrichtung eine anwendungsspezifische
integrierte Schaltung umfaßt, und vorzugsweise durch diese gegeben ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, bei der die Korrektureinrichtung dazu ausgebildet
ist, zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter Empfangssignale desselben Pulses
denselben Korrekturwert zu verwenden, wobei die Empfangssignale nacheinander korrigiert
werden, und
bei der die Ersetzungseinrichtung dazu ausgebildet ist, das Ersetzen des Korrekturwertes
nach Auslesen für die Korrektur des letzten der Empfangssignale für denselben Puls
durchzuführen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, bei der die Erfassungseinrichtung eine vorgegebene
Anzahl von Empfangselementen aufweist, die jeweils von verschiedenen Orten ausgehende
Pulse erfassen und zur Bildung der den Orten zugeordneten Empfangssignale dienen,
die Speichereinrichtung für jedes der Empfangselemente und damit jeden der Orte eine
vorgegebene Anzahl von Speicherplätzen für Korrekturwerte ausweist, die Korrektureinrichtung
dazu ausgebildet ist, zur Korrektur verschiedenen Orten zugeordneter Empfangssignale
desselben Pulses jeweils den Orten zugeordnete Korrekturwerte zu verwenden, die jeweils
in den den Orten zugeordneten Speicherplätzen gespeichert sind, und
bei der die Ersetzungseinrichtung dazu ausgebildet ist, das Ersetzen des Korrekturwertes
für einen Ort jeweils nach Auslesen für die Korrektur des Empfangssignals für den
Ort und für den Puls durchzuführen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, die weiter eine Beleuchtungseinrichtung
zur Abgabe von Beleuchtungspulse wenigstens zweier unterschiedlicher Typen, die insbesondere
durch das Spektrum des jeweiligen Beleuchtungspulses und/oder die Beleuchtungsrichtung
des jeweiligen Beleuchtungspulses relativ zu dem Wertdokument gegeben sein kann, und
eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung, die dazu ausgebildet
ist, die Beleuchtungseinrichtung so anzusteuern, daß diese zur Erzeugung der Folgen
das Wertdokument mit entsprechenden Folgen von Beleuchtungspulsen optischer Strahlung
zu beleuchtet, wobei sich wenigstens zwei, vorzugsweise alle, Beleuchtungspulse einer
Folge durch deren Typ unterscheiden und die Reihenfolge
der Pulse verschiedener Typen jeder der Folgen vorgegeben ist, umfaßt und bei der
die Verarbeitungseinrichtung und die Ersetzungseinrichtung so ausgebildet sind, daß
jeweils wenigstens einer der verwendeten Korrekturwerte jeweils einem der Typen der
Beleuchtungspulse zugeordnet ist, so daß die Empfangssignale mit Korrekturwerten korrigiert
werden, der denjeweiligen Typen der Beleuchtungspulse zugeordnet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, bei der die Steuereinrichtung wenigstens
einen Schaltungsabschnitt der Erfassungseinrichtung und/oder der Korrektureinrichtung
und/oder der Ersetzungseinrichtung oder einen programmierbaren Abschnitt der Erfassungseinrichtung
und/ oder der Korrektureinrichtung und/ oder der Ersetzungseinrichtung und entsprechende
Programminstruktionen zur Ausführung durch den programmierbaren Abschnitt umfaßt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, bei der die Beleuchtungseinrichtung
so ausgebildet ist, daß die Folgen der Beleuchtungspulse in Bezug auf Typen der Pulse
gleich sind, und
bei der die Beleuchtungseinrichtung und die Speichereinrichtung so ausgebildet sind,
daß die Anzahl der Beleuchtungspulse einer Folge mit verschiedenem Typ größer ist
als die Anzahl der Speicherplätze in der Speichereinrichtung, die jeweils zur Speicherung
von Korrekturwerten zur Korrektur von Empfangsignalen für den jeweils selben Ort verwendet
werden.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, bei der die Ersetzungseinrichtung
eine weitere Speichereinrichtung aufweist, in der zum Ersetzen verwendete Korrekturwerte
gespeichert sind und die vorzugsweise von der Speichereinrichtung getrennt ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei der elektrische und/oder elektronische Elemente
der Erfassungseinrichtung und die Korrektureinrichtung als Modul ausgebildet sind,
und wenigstens die weitere Speichereinrichtung, vorzugsweise die Ersetzungseinrichtung,
in einem anderen Modul ausgebildet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, bei der in der weiteren Speichereinrichtung
mehr Korrekturwerte speicherbar sind als in der Speichereinrichtung und vorzugsweise
soviele Korrekturwerte wie zur Korrektur aller Empfangssignale einer Folge erforderlich.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, bei der die Ersetzungseinrichtung
zum Ersetzen der Korrekturwerte in der Speichereinrichtung die jeweils zum Ersetzen
verwendeten Korrekturwerte zyklisch aus Speicherplätzen der weiteren Speichereinrichtung
ausliest.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, bei der die Beleuchtungseinrichtung
so ausgebildet ist, daß die von dieser abgegebenen Beleuchtungspulsfolgen jeweils
wenigstens einen Beleuchtungspuls, der auf eine erste Seite des Wertdokuments gerichtet
ist, und wenigstens einen weiteren Beleuchtungspuls, der auf ein zweite, der ersten
Seite gegenüberliegenden Seite des Wertdokuments gerichtet ist, enthalten.