Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft einen geschirmten Steckverbinder, insbesondere einen D-Sub-Steckverbinder,
umfassend einen elektrisch isolierenden Grundkörper, der als Träger für elektrische
Kontakte vorgesehen ist, ein metallisches Abschirmelement mit einem umlaufenden Flansch
und zwei elektrisch leitende, seitliche Befestigungselemente, wobei der Grundkörper
eine Montagefläche sowie zwei in diese Montagefläche mündende und durch den Grundkörper
verlaufende Öffnungen aufweist.
[0002] Solche Steckverbinder werden auf Leiterplatten montiert und dienen der elektrisch
geschirmten Übertragung elektrischer Signale.
Stand der Technik
[0003] Aus der
DE 20 2006 015 908 U1 ist ein D-Sub-Steckverbinder mit einem Grundelement, einem Abschirmelement sowie
mindestens einem Seitenelement und mindestens einem Montageelement bekannt. Das Montageelement
dient zur Befestigung des Steckverbinders an einem Gehäuse und/oder zur Befestigung
eines korrespondierenden Steckverbinders. Das Seitenelement enthält zumindest ein
Fixierelement, das im montierten Zustand des Steckverbinders das Montageelement fixiert.
[0004] Weiterhin wird offenbart, dass das Seitenelement wenigstens eine Kontaktfeder enthält,
die im montierten Zustand des Seitenelements in einer Kontaktfeder-Ausnehmung im Grundelement
positioniert ist. Das Seitenelement einschließlich der Kontaktfeder ist elektrisch
leitend, wobei die Kontaktfeder im montierten Zustand das Abschirmelement kontaktiert.
Weiterhin wird offenbart, dass das Seitenelement einen Lötanschluss zur Verlötung
mit einer Leiterplatte aufweist. Das Abschirmelement weist vorzugsweise eine Lasche
auf, welche im montierten Zustand in eine im Grundelement vorgesehene Laschen-Ausnehmung
eingreift. Bei der Montage wird die Lasche in der Laschen-Ausnehmung umgebogen, wodurch
das Abschirmelement mit dem Grundelement kraftschlüssig verbunden wird.
[0005] Derartige Steckverbinder bestehen aus relativ vielen verschiedenen Bauteilen und
sind in ihrer Herstellung aufwendig zu montieren.
Aufgabenstellung
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Steckverbinder, insbesondere
einen D-Sub-Steckverbinder, anzugeben, der aus möglichst wenig verschiedenen Bauteilen
mit möglichst geringem Aufwand maschinell zu fertigen ist, und der dennoch eine ausreichende
Schirmung gegen störende elektrische Felder aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in der Montagefläche um jede der beiden Öffnungen
jeweils eine Ausnehmung angeordnet ist, wobei diese Ausnehmung an ihrer Innenseite
einen Kragen aufweist, und
dass die Befestigungselemente jeweils ein Fenster, gebildet aus einem Rahmen aufweisen,
wobei der Rahmen dafür vorgesehen ist, formschlüssig in die jeweilige Ausnehmung eingefügt
zu werden.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen
2-6 gekennzeichnet.
[0009] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein erfindungsgemäßer
Steckverbinder maschinell zusammengesetzt werden kann. Ein solcher Steckverbinder
ist mit nur geringem Aufwand herzustellen, da er vorteilhafterweise nur aus drei verschiedenen
Bauteilen besteht, wodurch sich weiterhin die Herstellung der für den Steckverbinder
benötigten Bauteile vereinfacht.
[0010] Dabei weist der Steckverbinder einen rechteckigen, aus einem isolierenden Material
gefertigten Grundkörper mit zwei Seitenflächen und zwei Stirnflächen auf. In den Stirnflächen
sind zusätzliche Ausnehmungen angeordnet, die zum lückenlosen Einfügen jeweils eines
Befestigungselements vorgesehen sind.
[0011] Das Befestigungselement ist als Stanzbiegeteil geformt und weist ein Fenster, gebildet
aus einem Rahmen auf.
[0012] Weiterhin ist ein Teil des Befestigungselements als eine U-förmige Haltevorrichtung
ausgebildet. Diese Haltevorrichtung dient einerseits zum Einfügen des Befestigungselements
in die dazugehörige zusätzliche Ausnehmung der entsprechenden Stirnfläche. Zum anderen
weist die Haltevorrichtung an ihren beiden Enden zwei von der Haltevorrichtung abgewinkelte
Arme auf. Diese beiden Arme liegen an einer der Montagefläche entgegengesetzten Seite
des Grundkörpers an.
[0013] Zur elektrischen Kontaktierung mit einem Massekontakt einer Leiterplatte kann an
der Haltevorrichtung ein Grundzapfen angeformt sein.
[0014] Ein für die Abschirmung des Steckverbinders erforderliches Abschirmelement, das den
Grundkörper weitgehend umfasst, weist einen umlaufenden Flansch auf. An den Längsseiten
dieses Flansches sind Laschen angeformt.
[0015] Diese Laschen sind einerseits dafür vorgesehen, das Abschirmelement mit dem Befestigungselement
durch Umbiegen dieser Laschen kraftschlüssig zu verbinden. Andererseits sind die Laschen
auch dafür vorgesehen, im umgebogenen Zustand eine elektrisch leitende Verbindung
zwischen dem Abschirmelement und dem Befestigungselement herzustellen.
[0016] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Steckverbinder trotz der
einfachen Herstellungsart insbesondere im eingebauten Zustand ein hohes Maß an Stabilität
gegen Zug-, Druck- und Drehkräfte aufweist.
[0017] Weiterhin wird beim Montieren des Steckverbinders auf der Leiterplatte eine präzise
Komplanarität an der Unterseite des Grundkörpers vorgesehener elektrischer Kontakte
hergestellt. Dies wird dadurch erreicht, dass die elektrischen Kontakte zunächst nicht
vollständig in den Grundkörper eingeschoben sind und erst bei der Montage auf der
Leiterplatte im jeweils notwendigen Maß in den Grundkörper eingeschoben werden. Dies
ist insbesondere für eine Verlötung des Steckverbinders auf einer SMT-Leiterplatte
von großer Bedeutung. Bei dieser Technik wird aus mechanischen Gründen auf den Grundzapfen
zur elektrischen Kontaktierung mit einem Massekontakt einer Leiterplatte verzichtet.
Ausführungsbeispiel
[0018] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Abschirmelement.
- Fig. 2
- einen Grundkörper.
- Fig. 3
- ein Befestigungselement.
- Fig. 4
- den Grundkörper mit zwei daran angebrachten Befestigungselementen.
- Fig. 5
- den Grundkörper mit zwei daran fixierten Befestigungselementen.
- Fig. 6
- einen montierten Steckverbinder.
[0019] Ein D-Sub-Steckverbinder umfasst ein in Fig.1 dargestelltes Abschirmelement 1, einen
in Fig. 2 dargestellten Grundkörper 2 sowie zwei seitliche Befestigungselemente 3,
die als Einzelteil in Fig. 3 dargestellt werden.
[0020] Das in Fig. 1 dargestellte Abschirmelement 1 weist einen umlaufenden Flansch 11 mit
daran angeformten Laschen 12 auf.
[0021] Der in Fig. 2 dargestellte Grundkörper 2, der im Spritzgussverfahren hergestellt
und als Träger für elektrische Kontakte vorgesehen ist, besteht aus einem elektrisch
isolierenden Material. Der Grundkörper 2 besitzt eine Montagefläche 21 sowie zwei
darin mündende Öffnungen 22. Um jede dieser Öffnungen 22 verläuft in der Montagefläche
21 jeweils eine Ausnehmung 23 mit einem inneren Kragen 24. Der Grundkörper 2 weist
weiterhin an zwei Stirnflächen 25 jeweils eine zusätzliche Ausnehmung 26 auf. Diese
beiden zusätzlichen Ausnehmungen 26 sind für das lückenlose Einfügen der beiden Befestigungselemente
3 vorgesehen.
[0022] Die Befestigungselemente 3 sind als Einzelteil in Fig. 3 dargestellt und weisen jeweils
ein Fenster 31, gebildet aus einem Rahmen 32, auf. Weiterhin weisen die Befestigungselemente
3 jeweils eine U-förmig ausgebildete Haltevorrichtung 33 sowie zwei davon abgewinkelte
Arme 34 zum Anfügen der Befestigungselemente 3 an den Grundkörper 2 auf.
[0023] Am unteren Rand des Fensters 31 ist eine Rille 35 vorgesehen. Mittels dieser Rille
35 ist eine Biegekante zum Umbiegen des Befestigungselements 3 vorgegeben, so dass
der Rahmen 32 des an den Grundkörper 2 angefügten Befestigungselements 3 durch ein
solches Umbiegen formschlüssig in die dazugehörige Ausnehmung 23 einfügbar ist. So
kann das Befestigungselement 3 mittels der U-förmigen Haltevorrichtung 33, durch seinen
Rahmen 32 und durch die Arme 34 an dem Grundkörper 2 fixiert werden.
[0024] Weiterhin weisen die Befestigungselemente 3 jeweils einen Grundzapfen 36 auf. Dieser
Grundzapfen 36 ist für die Kontaktierung der Befestigungselemente 3 an einem Massekontakt
einer Leiterplatte vorgesehen.
[0025] Die Fig. 4 zeigt den Grundkörper 2 mit den beiden an die Stirnflächen angefügten
Befestigungselementen 3. Dabei ist die U-förmig ausgebildete Haltevorrichtung in die
zusätzliche Ausnehmung 26 lückenlos eingefügt. Gleichzeitig sind die Arme 34 an einer
der Montagefläche entgegengesetzten Seite des Grundkörpers 2 angebracht.
[0026] Die Fig. 5 zeigt den Grundkörper 2 mit zwei am Grundkörper 2 fixierten Befestigungselementen
3. Dazu sind die Befestigungselemente 3 formschlüssig in die zusätzlichen Ausnehmungen
26 eingefügt und die Rahmen 32 sind durch Umbiegen der Befestigungselemente 3 um ihre
jeweilige Rille 35 bereits weitgehend in die Ausnehmungen 23 eingefügt.
[0027] In der Fig. 6 ist ein montierter Steckverbinder dargestellt. Dieser besteht aus dem
Grundkörper 2 mit den fixierten Befestigungselementen 3 und dem aufgesetzten Abschirmelement
1. Dabei sind die Laschen 12 des Abschirmelements 1 mit dem jeweiligen Befestigungselement
3 durch Umbiegen kraftschlüssig verbunden und stellen so eine elektrische Verbindung
zwischen dem Abschirmelement 1 und dem jeweiligen Befestigungselement 3 her.
Bezugszeichenliste
Geschirmter Stechverbinder
[0028]
- Az.:
- P208-11 EP P F
- 1
- Abschirmelement
- 11
- umlaufender Flansch
- 12
- Laschen
- 2
- Grundkörper
- 21
- Montagefläche
- 22
- Öffnung
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Kragen
- 25
- Stirnfläche
- 26
- zusätzliche Ausnehmung
- 27
- Seitenfläche
- 3
- Befestigungselement
- 31
- Fenster
- 32
- Rahmen
- 33
- U-förmig ausgebildete Haltevorrichtung
- 34
- Arme
- 35
- Rille
- 36
- Grundzapfen
1. Geschirmter Steckverbinder, insbesondere D-Sub-Steckverbinder, umfassend einen elektrisch
isolierenden Grundkörper (2), der als Träger für elektrische Kontakte vorgesehen ist,
ein metallisches Abschirmelement (1) mit einem umlaufenden Flansch (11) und zwei elektrisch
leitende, seitliche Befestigungselemente (3),
wobei der Grundkörper (2) eine Montagefläche (21) sowie zwei in diese Montagefläche
(21) mündende und durch den Grundkörper (2) verlaufende Öffnungen (22) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Montagefläche (21) um jede der beiden Öffnungen (22) jeweils eine Ausnehmung
(23) angeordnet ist, wobei diese Ausnehmung (23) an ihrer Innenseite einen Kragen
(24) aufweist, und
dass die Befestigungselemente (3) jeweils ein Fenster (31), gebildet aus einem Rahmen
(32) aufweisen, wobei der Rahmen (32) dafür vorgesehen ist, formschlüssig in die jeweilige
Ausnehmung (23) eingefügt zu werden.
2. Steckverbinder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (2) an zwei Stirnflächen (25) jeweils eine zusätzliche Ausnehmung
(26), die für das lückenlose Einfügen des jeweiligen Befestigungselements (3) vorgesehen
ist, aufweist.
3. Steckverbinder gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungselemente (3) jeweils eine U-förmig ausgebildete Haltevorrichtung
(33) aufweisen.
4. Steckverbinder gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmig ausgebildete Haltevorrichtung (33) an ihren Enden zwei von der Haltevorrichtung
(33) abgewinkelte Arme (34) aufweist.
5. Steckverbinder gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die U-förmige Haltevorrichtung (33) einen Grundzapfen (36) zur Kontaktierung an einem
Massekontakt einer Leiterplatte aufweist.
6. Steckverbinder gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmelement (1) an dem umlaufenden Flansch (11) mehrere Laschen (12) aufweist,
wobei diese Laschen (12) einerseits dafür vorgesehen sind, das Abschirmelement (1)
mit dem Befestigungselement (3) durch Umbiegen dieser Laschen (12) kraftschlüssig
zu verbinden, und wobei diese Laschen (12) andererseits auch dafür vorgesehen sind,
eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Abschirmelement (1) und dem Befestigungselement
(3) herzustellen.