[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät mit Mikrowellenfunktion, welches
mindestens ein erstes und ein zweites Magnetron zum Erzeugen von Mikrowellenstrahlung
und Mittel zum Erzeugen einer Hochspannung für die zwei Magnetrons umfasst.
[0002] In Gargeräten mit Mikrowellenfunktion werden zur Erzeugung von Mikrowellen üblicherweise
Magnetrons verwendet. Magnetrons bestehen typischerweise aus einer Vakuumröhre, in
deren Zentrum eine Glühkathode angeordnet ist, die von einer ringförmigen Anodenanordnung
umgeben ist. Elektronen treten aus der Glühkathode aus und werden nach radial außen
in Richtung auf die Anodenanordnung beschleunigt. Gleichzeitig werden die Elektronen
durch ein Magnetfeld, welches parallel zur Glühkathode ausgerichtet ist, auf stark
gekrümmte Elektronenbahnen, sogenannte Rollkreise, abgelenkt. Die umlaufenden Elektronen
induzieren in Hohlräumen, die radial außerhalb der Elektronenbahnen angeordnet sind,
Wechselfelder im Mikrowellen-Frequenzbereich, von denen ein Teil über einen Wellenleiter
abgeführt und in den Garraum des Gargerätes eingeleitet werden kann.
[0003] Zum Betrieb des Magnetrons wird eine Hochspannungsversorgung benötigt, die geeignet
ist, die Glühkathode auf einem ausreichend negativen Potential zu halten. Die dazu
benötigte Hochspannung kann beispielsweise mit einem gewöhnlichen Netztransformator
erzeugt werden, der mit Netzfrequenz, also 50 oder 60 Hz betrieben wird. Alternativ
werden für die Hochspannungsversorgung in vielen Fällen jedoch Schaltnetzteile mit
aktiven Bauteilen verwendet. Bei einem Schaltnetzteil wird die Netzspannung zunächst
gleichgerichtet, zur Transformation in eine Wechselspannung typischerweise im KHz-Bereich
umgewandelt und nach der Transformation wieder gleichgerichtet. Der Vorteil einer
hochfrequenten Wechselspannung liegt darin, dass die Leistungsdichte des Transformators
mit zunehmender Wechselspannung steigt. Praktisch bedeutet dies, dass eine bestimmte
Leistung mit einem um so kleineren Transformatorkern transformiert werden kann, je
höher die Wechselstromfrequenz ist. Allerdings sind Schaltnetzteile in der Regel nicht
nur teurer als herkömmliche Netztransformatoren, sonder aufgrund der Vielzahl von
elektronischen Bauteilen auch komplexer und damit störungsanfälliger.
[0004] Bei Gargeräten mit höherer Leistung, wie sie in professionellen Küchen Anwendung
finden, ist es bekannt, mehrere Magnetrons zum Erzeugen der Mikrowellenstrahlung zu
verwenden. Beispielsweise können Mikrowellen selektiv an unterschiedlichen Stellen
des Garraums eingekoppelt werden, und dazu bietet es sich an, mehrere einzelne Magnetrons
vorzusehen, die unabhängig voneinander betrieben werden können. Auch kann es von Vorteil
sein, zur Bereitstellung einer benötigten Mikrowellen-Gesamtleistung eine Mehrzahl
von Magnetrons geringerer Leistung vorzusehen, weil Magnetrons geringerer Leistung
eher als Standardbauteil auf dem Markt erhältlich sind.
[0005] Wenn eine Mehrzahl von Magnetrons in ein und demselben Gargerät verwendet wird, muss
für jedes dieser Magnetrons eine Hochspannungsversorgung vorgesehen sein. Da es aus
Platzgründen schwierig ist, eine entsprechende Anzahl von Netztransformatoren unterzubringen,
besteht die naheliegende Realisierung darin, eine entsprechende Anzahl von Schaltnetzteilen
vorzusehen, weil diese aus den oben genannten Gründen eine höhere Leistungsdichte
haben als Netztransformatoren und daher kleiner konstruiert werden können.
[0006] Aus der
DE 42 381 98 ist eine Schaltungsanordnung für ein Schaltnetzteil für ein Gargerät mit Mikrowellenfunktion
bekannt, bei dem ein einziges Schaltnetzteil zur Speisung zweier Magnetrons dient.
Das Schaltnetzteil umfasst einen Gleichrichter, eine primärseitige Schalteranordnung
mit Halbleiterschaltern und einen Transformator mit einer Primärwicklung und einer
Sekundär-Hauptwicklung, in der die Hochspannung für die Glühkathode beider Magnetrons
erzeugt wird. Außerdern umfasst der Transformator zwei sekundärseitige Zusatzwicklungen,
die jedoch nicht zur Erzeugung einer Hochspannung, sondern lediglich für die Erzeugung
eines Heizstroms zum Heizen der Kathoden der Magnetrons vorgesehen sind.
[0007] Der Erfindung Liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gargerät mit Mikrowellenfunktion anzugeben,
welches mindestens zwei Magnetrons enthält, und bei dem kompakte, robuste und preiswerte
Mittel zum Erzeugen der Hochspannung für die mindestens zwei Magnetrons vorgesehen
sind.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Erfindungsgemäß umfassen die Mittel zum Erzeugen der Hochspannung einen Netztransformator,
der eine Primärwicklung und eine erste und eine zweite Sekundärwicklung umfasst, die
gemeinsam mit der Primärwicklung auf einem Transformatorkern angeordnet sind, wobei
die erste bzw. zweite Sekundärwicklung zum Erzeugen der Hochspannung für das erste
bzw. zweite Magnetron bestimmt ist.
[0010] Durch Verwendung eines neuartigen Netztransformators mit einer Primärwicklung und
zwei Sekundärwicklungen, die sich einen gemeinsamen Magnetkern teilen, kann die Hochspannung
für zwei Magnetrons mit einem Transformator bereitgestellt werden, dessen Platzbedarf
wesentlich geringer ist als derjenige zweier einzelner herkömmlicher Netztransformatoren.
Obwohl aus Platzgründen bei einem Gargerät mit mehreren Magnetrons auf den ersten
Blick alles für die Verwendung von Schaltnetzteilen spricht, wird durch diesen neuartigen
Transformator mit zwei Sekundärwicklungen eine überraschende Lösung bereitgestellt,
die eine kompakte Bauform mit geringen Herstellungskosten und einem sehr robusten
Betrieb vereinigt. Anders als Schaltnetzteile ist der neuartige Netztransformator
absolut störungsunanfällig, so dass Ausfallzeiten und Wartungsbedarf in Hinblick auf
die Hochspannungsversorgung nahezu ausgeschlossen sind. Außerdem ist die Herstellung
der Hochspannungsversorgung der Erfindung nicht nur kostengünstiger als eine vergleichbare
Lösung mit Schaltnetzteilen, sondern auch kostengünstiger als eine Lösung mit zwei
einzelnen herkömmlichen Netztransformatoren.
[0011] Vorzugsweise umfasst der Netztransformator mindestens ein magnetisches Nebenschlusselement,
das geeignet ist, einen Teil des magnetischen Flusses, welcher durch die Primärwicklung
induziert wird, an der ersten und/oder zweiten Sekundärwicklung derart vorbeizuführen,
dass er nicht durch die Windungen der ersten bzw. zweiten Sekundärwicklung tritt.
Durch diesen magnetischen Nebenfluss wird ein Transformationsverhalten erzeugt, wie
man es grundsätzlich von Streufeld-Transformatoren kennt. Das Streufeld führt dabei
zu einer Selbststabilisierung des Sekundärstroms gegenüber Spannungsschwankungen auf
der Primärseite.
[0012] Dies ist im vorliegenden Fall wichtig, weil die Impedanz von Magnetrons im Allgemeinen
sehr niedrig ist. Kleine Anodenspannungsänderungen am Magnetron können daher zu erheblichen
Änderungen im Anodenstrom führen. Anodenstromänderungen verändern die Leistung, die
Frequenz sowie das Frequenzsprektrum des Magnetrons, was wiederum zu einer Verschlechterung
des Wirkungsgrades des Magnetrons führt.
[0013] Der Transformatorkern hat vorzugsweise einen ersten geraden Abschnitt, auf dem die
Primärwicklung, die erste Sekundärwicklung und die zweite Sekundärwicklung angeordnet
sind. Dabei sind die Primärwicklung, die erste und die zweite Sekundärwicklung vorzugsweise
nebeneinander angeordnet, und zwar vorzugsweise so, dass die Primärwicklung zwischen
den beiden Sekundärwicklungen liegt.
[0014] Das mindestens eine magnetische Nebenschlusselement ist dabei vorzugsweise zwischen
der Primärwicklung und der ersten bzw. zweiten Sekundärwicklung angeordnet und geeignet,
einen Teil des magnetischen Flusses aus dem ersten geraden Kernabschnitt abzuleiten.
Ferner hat der Transformatorkern vorzugsweise mindestens einen magnetischen Rückschlussabschnitt,
der ein erstes und ein zweites Ende des ersten geraden Kernabschnitts verbindet.
[0015] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform hat der Transformatorkern einen
zweiten und einen dritten geraden Kernabschnitt, die parallel zum ersten geraden Kernabschnitt
angeordnet sind und jeweils ein erstes und ein zweites Ende umfassen, und weist Verbindungsabschnitte
auf, die das erste Ende des ersten geraden Kernabschnitts mit dem ersten Ende des
zweiten und/oder dritten geraden Kernabschnitts und das zweite Ende des ersten geraden
Kernabschnitts mit dem ersten Ende des zweiten und/oder dritten geraden Kernabschnitts
verbinden. In diesem Fall bilden der zweite und der dritte gerade Kernabschnitt gemeinsam
mit den Verbindungsabschnitten den oben genannten magnetischen Rückschlussabschnitt
auf sehr kompakte Weise.
[0016] Bei dieser Anordnung sind ferner vorzugsweise vier magnetische Nebenschlusselemente
vorgesehen, die jeweils zwischen der Primärwicklung und einer der Sekundärwicklungen
angeordnet sind und den ersten geraden Kernabschnitt mit dem zweiten oder dem dritten
geraden Kernabschnitt verbinden. Versuche haben ergeben, dass ein solcher Aufbau des
Transformators eine Transformations-Charakteristik aufweist, die für die Hochspannungserzeugung
für Magnetrons äußerst geeignet ist, und er vereinigt diese vorteilhaften Eigenschaften
mit einer platzsparenden Bauform.
[0017] Vorzugsweise sind die erste und die zweite Sekundärwicklung jeweils mit einer Spannungs-Gleichrichtungs-
und Verdopplungsschaltung verbunden, die jeweils zumindest eine Diode und zumindest
einen Kondensator umfassen. Auf diese Weise wird eine "klassische" Hochspannungsversorgung
ohne aktive Bauteile geschaffen, die kostengünstig und robust ist und einen Platzbedarf
hat, der weit geringer ist als derjenige für zwei einzelne herkömmliche Netztransformatoren.
[0018] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
in der die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert ist, Darin
zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht eines Transformator zur Verwendung in einem Gargerät
nach einer Weiterbildung der Erfindung, und
- Fig. 2
- eine schematische Schaltungsanordnung zweier Magnetrons mit zugehöriger Hochspannungsversorgung.
[0019] In Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines Transformators 10 gezeigt, der für ein Gargerät
mit mindestens zwei Magnetrons bestimmt ist. Der Transformator 10 umfasst einen Eisenkern
12 mit einem ersten geraden Abschnitt 14, einem zweiten geraden Abschnitt 16 und einem
dritten geraden Abschnitt 18, die zueinander parallel sind. Die ersten, in der Darstellung
von Fig. 1 linken Enden der geraden Abschnitte 14 bis 18 werden durch einen Verbindungsabschnitt
20 verbunden, und die zweiten, in der Darstellung von Fig. 1 rechten Enden der geraden
Abschnitte 14, 16 und 18 werden durch einen Verbindungsabschnitt 22 verbunden. Man
beachte, dass die Kernabschnitte 14 bis 22 in Fig. 1 durch gestrichelte Linien voneinander
getrennt dargestellt sind. Die unterschiedlichen Abschnitte des Transformatorkerns
12 sind jedoch nicht notwendigerweise getrennte Abschnitte, sondern können einstückig
miteinander ausgebildet sein, und die gestrichelten Linien stellen daher nicht notwendigerweise
Fugen dar, an denen separate Abschnitte des Transformatorkerns 12 aneinander stoßen.
Vielmehr dient die Unterteilung des Transformatorkerns 12 in die genannten Abschnitte
lediglich dazu, dessen Geometrie in Wort zu fassen.
[0020] Wie in Fig. 1 weiter zu sehen ist, sind eine Primärwicklung 24, eine erste Sekundärwicklung
26 und eine zweite Sekundärwicklung 28 nebeneinander auf dem ersten geraden Kernabschnitt
14 angeordnet, wobei die Primärwicklung 24 in der Mitte liegt.
[0021] Ein Stromfluss in der Primärwicklung 24 induziert einen magnetischen Fluss im Kern
12, dessen Flussdichte in Fig. 1 durch eine exemplarische Magnetfeldlinien B angedeutet
ist. Der magnetische Fluss verläuft größtenteils entlang der gesamten Länge des ersten
geraden Kernabschnittes 14 und durchdringt somit die Windungen der Sekundärwicklungen
26 und 28 und wird durch die Verbindungsabschnitte 20, 22 und die den zweiten bzw.
dritten geraden Abschnitt 16 bzw. 18 zurückgeführt. Das Magnetfeld B alterniert mit
der Netzfrequenz von 50 oder 60 Hz und induziert damit eine Hochspannung in der ersten
und in der zweiten Sekundärwicklung 26 bzw. 28.
[0022] Wie weiter in Fig. 1 zu sehen ist, sind vier Nebenschlusselemente 30 vorgesehen,
die jeweils zwischen der Primärwicklung 24 und einer der Sekundärwicklungen 26 bzw.
28 angeordnet sind und jeweils den ersten geraden Kernabschnitt 14 mit dem zweiten
geraden Kernabschnitt 16 bzw. dem dritten geraden Kernabschnitt 18 magnetisch kurzschließen.
Derartige magnetische Kurz- oder Nebenschlusselemente 30 werden daher auch als magnetische
"Shunts" bezeichnet.
[0023] Durch die Nebenschlusselemente 30 wird ein Teil des Magnetflusses, welcher von der
Primärwicklung 24 in dem ersten geraden Kernabschnitt 14 induziert wird, an der ersten
und der zweiten Sekundärwicklung 26, 28 vorbeigeführt. Dadurch wird eine losere Kopplung
zwischen der Primärwicklung 24 einerseits und den Sekundärwicklungen 26, 28 andererseits
mit einer weicheren Strom-Spannungs-Charakteristik erhalten, wie man sie von Streufeldtransformatoren
kennt. Insbesondere wird dadurch eine Selbststabilisierung erhalten, die Spannungsschwankungen
auf der Primärseite zu gewissem Grade von Spannungsschwankungen auf der Sekundärseite
entkoppelt. Obwohl dies der Einfachheit halber in Fig. 1 nicht gezeigt ist, kann der
Transformator 10 ferner Sekundärwicklungen zum Erzeugen eines Heizstroms für die Glühkathoden
der Magnetrons umfassen.
[0024] Der in Fig. 1 gezeigte Transformator 10 ist sehr kompakt und benötigt nur unwesentlich
mehr Bauraum als ein herkömmlicher Netztransformator zur Hochspannungsversorgung eines
einzelnen Magnetron benötigen würde. Dies erleichtert es, trotz begrenzten Bauraums
auch für den Fall, dass eine Mehrzahl von Magnetrons verwendet werden soll, in einem
Gargerät weiterhin Netztransformatoren ohne aktive Bauelemente einzusetzen, die in
der Herstellung günstiger und weniger störungsanfällig sind als Schaltnetzteile.
[0025] In Fig. 2 sind zwei Magnetrons 32 und 34 mit einer zugehörigen Hochspannungsversorgung
36 nach einer Weiterbildung der Erfindung gezeigt. Die Hochspannungsversorgung 36
umfasst einen Transformator 10, der so aufgebaut sein kann, wie in Fig. 1 gezeigt
ist, und einen Transformatorkern 12, eine Primärwicklung 24, eine erste Sekundärwicklung
26 und eine zweite Sekundärwicklung 28 umfasst. Ferner sind Sekundärwicklungen 38
zum Erzeugen eines Heizstroms für die Glühkathoden 40 bzw, 42 des ersten bzw. zweiten
Magnetrons 32, 34 vorgesehen (in Fig. 1 nicht gezeigt). Die in den Sekundärwicklungen
26 und 28 induzierte Hochspannungen werden durch einen jeweiligen Kondensator 44 und
eine jeweilige Diode 46 auf an sich bekannte Weise gleichgerichtet und verdoppelt.
Durch Schalter 48 kann die Hochspannungsversorgung für die Magnetrons 32, 34 unabhängig
voneinander ein- und ausgeschaltet werden.
[0026] Die Erfinder haben festgestellt, dass ein Transformator 10 mit einer Bauart, wie
er in Fig. 1 dargestellt ist, in der Schaltungsanordnung von Fig. 2 hervorragend arbeitet,
und zwar ohne Verwendung irgendwelcher aktiver Bauteile, die die Hochspannungsversorgung
komplizierter und störungsanfälliger machen würden. Der Transformator 10 ist in seiner
Herstellung preiswert und kompakt genug, um selbst bei dem üblicherweise beschränkten
Bauraum bei einem Gargerät mit mehreren Magnetrons untergebraucht zu werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 10
- Transformator
- 12
- Transformatorkern
- 14
- erster gerader Kernabschnitt
- 16
- zweiter gerader Kernabschnitt
- 18
- dritter gerader Kernabschnitt
- 20, 22
- Verbindungsabschnitte
- 24
- Primärwicklung
- 26
- erste Sekundärwicklung
- 28
- zweite Sekundärwicklung
- 30
- Nebenschlusselement ("Shunt")
- 32
- erstes Magnetron
- 34
- zweites Magnetron
- 36
- Hochspannungsversorgung
- 38
- Sekundärwicklung für Kathodenheizung für Magnetron-Kathode
- 40, 42
- Magnetron-Kathode
- 44
- Kondensator
- 46
- Diode
- 48
- Schalter
1. Gargerät mit Mikrowellenfunktion,
mit mindestens einem ersten und einem zweiten Magnetron (32, 34) zum Erzeugen von
Mikrowellenstrahlung und Mitteln (36) zum Erzeugen einer Hochspannung für die zwei
Magnetrons (32, 34), dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel (36) zum Erzeugen der Hochspannung einen Netztransformator (10) umfassen,
der eine Primärwicklung (24) und eine erste und eine zweite Sekundärwicklung (26,
28) umfasst, die gemeinsam mit der Primärwicklung (24) auf einem Transformatorkern
(12) angeordnet sind,
wobei die erste bzw. zweite Sekundärwicklung (26, 28) zum Erzeugen der Hochspannung
für das erste bzw. zweite Magnetron (32, 34) bestimmt ist.
2. Gargerät nach Anspruch 1, bei dem der Netztransformator (10) mindestens ein magnetisches
Nebenschlusselement (30) umfasst, das geeignet ist, einen Teil des magnetischen Flusses
(B), welcher durch die Primärwicklung (24) induziert wird, an der ersten und/oder
der zweiten Sekundärwicklung (26, 28) derart vorbei zu führen, dass er nicht durch
die Windungen der ersten bzw. zweiten Sekundärwicklung (26, 28) tritt.
3. Gargerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Transformatorkern (12) einen ersten geraden
Abschnitt (14) hat, auf dem die Primärwicklung (24), die erste Sekundärwicklung (26)
und die zweite Sekundärwicklung (28) angeordnet sind.
4. Gargerät nach Anspruch 3, bei dem die Primärwicklung (24), die erste Sekundärwicklung
(26) und die zweite Sekundärwicklung (28) nebeneinander angeordnet sind.
5. Gargerät nach Anspruch 4, bei dem die Primärwicklung (24) zwischen den beiden Sekundärwicklungen
(26, 28) angeordnet ist.
6. Gargerät nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 3 bis 5, bei dem das mindestens eine
magnetische Nebenschlusselement (30) zwischen der Primärwicklung (24) und der ersten
bzw. zweiten Sekundärwicklung (26, 28) angeordnet ist und geeignet ist, einen Teil
des magnetischen Flusses (B) aus dem ersten geraden Kernabschnitt (14) des Transformatorkerns
(12) abzuleiten.
7. Gargerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei dem der Transformatorkern (12) einen
magnetischen Rückflussabschnitt hat, der ein erstes und ein zweites Ende des ersten
geraden Kernabschnitts (14) verbindet.
8. Gargerät nach Anspruch 7, bei dem der Transformatorkern (12) einen zweiten und einen
dritten geraden Kernabschnitt (16, 18) umfasst, die parallel zum ersten geraden Kernabschnitt
(14) angeordnet sind und jeweils ein erstes und ein zweites Ende haben, und bei dem
der Transformatorkern (12) ferner Verbindungs abschnitte (20, 22) aufweist, die das
erste Ende des ersten geraden Kernabschnitts (14) mit dem ersten Ende des zweiten
und/oder dritten geraden Kernabschnitts (16, 18) und das zweite Ende des ersten geraden
Kernabschnitts (14) mit dem zweiten Ende des zweiten und/oder dritten geraden Kernabschnitts
(16, 18) verbinden.
9. Gargerät nach einem der Ansprüche 6 bis 7 und 8, bei dem vier magnetische Nebenschlusselemente
(30) vorgesehen sind, die jeweils zwischen der Primärwicklung (24) und einer der Sekundärwicklungen
(26, 28) angeordnet sind und den ersten geraden Kernabschnitt (14) mit dem zweiten
oder dem dritten geraden Kernabschnitt (16, 18) verbinden.
10. Gargerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die erste und die zweite
Sekundärwicklung (26, 28) jeweils mit einer Spannungs-Gleichrichtungs- und Verdopplungsschaltung
verbunden sind, die jeweils zumindest eine Diode (46) und einen Kondensator (44) umfassen.