[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugsystem eines Kraftfahrzeugs mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 9.
[0002] Fahrzeugsysteme in modernen Kraftfahrzeugen stellen eine Vielzahl von Funktionalitäten
und Funktionen bereit. Dementsprechend sind die Fahrzeugsysteme ebenso wie ihre Bedienung
komplexer geworden. Fahrzeugnavigationssysteme, Infotainmentsysteme und/oder Multifunktionssysteme,
die beispielsweise ein Fahrzeugnavigationssystem und ein Infotainmentsystem umfassen,
sind für einen Nutzer ohne erläuternde Informationen in der Regel nicht mehr bedienbar.
Die notwendigen Erklärungsinformationen sind im Stand der Technik in gedruckten Bedienungsanleitungen
enthalten, die einem Kraftfahrzeug zugefügt werden. Die Bereitschaft von Nutzern,
diese Bedienungsanleitungen zu lesen, ist jedoch gering. Darüber hinaus lassen sich
Bedienungsabläufe, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Bedienschritten erfordern,
in einer gedruckten Bedienungsanleitung nur schwierig darstellen.
[0003] Neuere Überlegungen haben dazu geführt, eine Bedienungsanleitung in elektronischer
Form zu speichern. Beispielsweise ist aus der
DE 100 06 351 A1 eine Vorrichtung zum Abrufen von Informationen zur Funktion und Bedienung verschiedener
Einrichtungen eines Kraftfahrzeugs beschrieben, wobei das Kraftfahrzeug mit mindestens
einem Fahrzeugbus ausgestattet ist, an den verschiedene Komponenten der Fahrzeugelektronik
angeschlossen sind. Die Vorrichtung umfasst eine Informationsbasis, in der Informationen
zur Funktion und Bedienung verschiedener Einrichtungen des Kraftfahrzeugs abgespeichert
sind, einen an die Informationsbasis angeschlossenen Mikrorechner, Eingabemittel zum
Abrufen von Informationen von der Informationsbasis und Ausgabemittel zur Wiedergabe
der abgerufenen Informationen. Für die beschriebene Vorrichtung ist ausgeführt, dass
der Mikrorechner an den Fahrzeugbus angeschlossen und so programmiert ist, dass der
Informationsbedarf des Benutzers durch Auswerten der von den einzelnen Komponenten
der Fahrzeugelektronik an den Fahrzeugbus gelieferten Daten ermittelt wird und entsprechende
Informationen automatisch von der Informationsbasis abgerufen und wiedergegeben werden.
Beispielsweise werden in Fehlersituationen Hinweise zu einer möglichen Pannenbehebung
gegeben. Mit dem System kann der Nutzer sich zwar im Kraftfahrzeug die elektronisch
gespeicherten Erklärungsinformationen ausgeben lassen und erhält in einigen Fehlersituationen
Hinweise, wie die Fehlersituation zu beseitigen ist. Jedoch wird ein Erlernen der
Bedienung nicht optimal unterstützt.
[0004] Aus der
EP 1 749 688 A2 ist ein Informationssystem für ein Kraftfahrzeug bekannt, welches eine Datenverarbeitungsvorrichtung
und eine Anzeigeeinrichtung zur Darstellung von gespeicherten Informationen umfasst,
die mittels einer Bedieneinrichtung auswählbar und aus einer Speichereinrichtung auslesbar
sind. Zur Erhöhung des Nutzerkomforts des Kraftfahrzeugs handelt es sich bei den Informationen
um solche einer Bedienungsanleitung und bei Auswahl einer Information ist die entsprechende
Einrichtung im Kraftfahrzeug aktivierbar.
[0005] Aus der
EP 0 675 018 A1 (beinhaltet auch die Merkmale des Oberbegriffs der Ansprüche 1 und 9) ist eine Informationsvorrichtung
für bedienbare Geräte in einem Kraftfahrzeug mit einem Bildschirm und einer Auswahleinrichtung
für verschiedene Betriebsarten bekannt, die eine Betriebsart "Bedienerinformation"
aufweist, bei der den Geräten individuell zugeordnete Bedienelemente bei ihrer Betätigung
eine Steuervorrichtung für einen Speicher ansteuern. Die Steuervorrichtung entnimmt
dabei aus dem Speicher den Bedienelementen zugeordnete Daten und bringt sie zur Anzeige
auf dem Bildschirm. Aus der
EP 1 031 456 A2 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Unterstützung eines Benutzers eines Kraftfahrzeugs
bei der Bedienung von Fahrzeugkomponenten bekannt. Hierbei werden Betriebszustände
der Komponenten abhängig von der Betätigung von Betätigungselementen der Komponenten
geschaltet, wobei im Unterstützungsabfrageelement vorgesehen ist, abhängig von dessen
Betätigung zu der nachfolgenden Betätigung eines Betätigungselements wenigstens einer
Komponente lediglich eine Information über den mit diesen Betätigungselementen im
Normalbetrieb schaltbaren Betriebszustand auszugeben.
[0006] Der Erfindung liegt somit die technische Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugsystem zu
schaffen, welches ein Erlernen einer Bedienung und/oder ein Ausführen einer Bedienung
für eine Person, die das Fahrzeugsystem noch nicht oder nicht vollständig kennt, besser
unterstützt wird.
[0007] Die technische Aufgabe wird durch ein Fahrzeugsystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 sowie eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die Lösung der technischen Aufgabe basiert auf der Grundidee, dass eine Steuereinrichtung
des Fahrzeugsystems mit einer Speichereinrichtung, die vorzugsweise in das Fahrzeugsystem
integriert ist, verknüpft ist, auf dem die Erklärungsinformationen, die die Funktionalitäten
des Fahrzeugsystems und dessen Bedienung beschreiben, abgelegt sind. Die Steuereinrichtung
ist ferner mit einer Schnittstelle gekoppelt, über die Steuerungseingaben des Nutzers
erfasst und Informationen ausgegeben werden können. Das Fahrzeugsystem ist in einem
Assistenzmodus betreibbar, in dem die Steuerungseingaben, über die die Funktionalitäten
des Fahrzeugsystems gesteuert werden, von der Steuereinrichtung (zusätzlich) ausgewertet
werden, um Erklärungsinformationen aus dem Speichermedium abzurufen und über die Schnittstelle
auszugeben, welche die jeweils aktivierte Funktionalität und/oder weitere aktuelle
Bedienmöglichkeiten erläutern. Hierdurch wird es für den Nutzer möglich, während der
Bedienung des Fahrzeugsystems über Steuerungseingaben jeweils die zu der aktuellen
ausgelösten Funktionalität zugeordneten Erklärungsinformationen ausgegeben zu erhalten
und/oder die notwendigen Bedienungsanleitungen zu erhalten, die die weiteren möglichen
Bedienschritte für den Nutzer erläutern. Insbesondere wird ein Fahrzeugsystem eines
Kraftfahrzeugs, welches gesteuert durch Steuerungseingaben Funktionalitäten in dem
Kraftfahrzeug bereitstellt, vorgeschlagen, weiches eine Schnittstelle zum Erfassen
der Steuerungseingaben und Ausgeben von Informationen und eine Steuereinrichtung zum
Steuern der Funktionalitäten in Abhängigkeit der erfassten Steuerungseingaben umfasst.
Bei dem Fahrzeugsystem ist die Steuereinrichtung mit einem Speichermedium verknüpft,
auf dem Erklärungsinformationen abgespeichert sind, die die Funktionalitäten und/oder
Bedienung erläutern, wobei die Steuereinrichtung ausgebildet ist, Erklärungsinformationen
aus dem Speichermedium abzurufen und über die Schnittstelle als Teil der Informationen
auszugeben, wobei das Fahrzeugsystem in einem Assistenzmodus betreibbar ist, in dem
die Nutzereingaben als Steuereingaben für die Funktionalität aufgefasst und ausgewertet
werden, und zusätzlich zeitgleich Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die die
jeweilige aktivierte Funktionalität und/oder weitere Bedienmöglichkeiten erläutern.
Einem Nutzer wird somit die Möglichkeit gegeben, den Erläuterungen, die ihm über die
Erklärungsinformationen zugänglich gemacht werden, sofort auszuführen und so insbesondere
mehrstufige Bedienvorgänge assistiert durch die Erklärungsinformationen des Fahrzeugsystems
auszuführen, während ihm die einzelnen Bedienschritte über die Erklärungsinformationen
erläutert werden.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Fahrzeugsystem in einem Anleitungsmodus
betreibbar ist, in dem über erfasste Steuerungseingaben eine gewünschte Funktionalität
mit mehrstufigem Bedienvorgang auswählbar ist, die der Nutzer auslesen und/oder bedienen
möchte, und nach der Auswahl der gewünschten Funktionalität automatisch in den Assistenzmodus
gewechselt wird, wobei von der Steuereinrichtung nur Erklärungsinformationen ausgegeben
werden, die den Nutzer anleiten, die gewünschte Funktionalität auszulösen und/oder
zu bedienen, und gegebenenfalls zusätzlich die gewünschte Funktionalität beschreiben.
Bei dieser Ausführungsform wählt der Nutzer zunächst eine Funktionalität aus, die
er bedienen möchte. Anschließend wechselt das Fahrzeugsystem in den Assistenzmodus,
wobei jedoch nur noch die Erläuterungsinformationen ausgegeben werden, die ihn anleiten,
die gewünschte Funktionalität auszulösen und/oder zu bedienen. Erklärungsinformationen,
die andere mögliche Optionen bei dem mehrstufigen Bedienvorgang betreffen würden,
werden somit nicht ausgegeben. Diese Ausführungsform ermöglicht es, dem Nutzer zielgerichtet
assistiert eine Funktion auszulösen und/oder zu bedienen: Selbst Nutzer, die eine
Vielzahl von Funktionen eines Fahrzeugsystems bedienen können, sind häufig nicht in
der Lage, sämtliche Funktionen fehlerfrei zu bedienen. Somit können auch solche Nutzer
selten genutzte Funktionen, deren Bedienung ihnen nicht geläufig ist, über den Anleitungsmodus
und den automatischen Wechsel in den Assistenzmodus mit Unterstützung ausführen und
erlernen.
[0010] Als vorteilhaft für einen Lernerfolg hat es sich herausgestellt, wenn der Nutzer
auf eine vorgenommene Bedienhandlung, die als Steuerungseingabe erfasst wird, eine
Rückmeldung erhält, ob er die vorgesehene Bedienhandlung korrekt ausgeführt hat oder
nicht. Zumindest bei nicht korrekt ausgeführten Bedienhandlungen ist eine Rückmeldung
erforderlich, um dem Nutzer eine Korrektur zu ermöglichen. Daher sieht eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung vor, dass die Steuereinrichtung ein Vergleichsmodul
umfasst, mit dem die Steuerungseingaben bei einem durch den Anleitungsmodus ausgelösten
Assistenzmodus mit den vorgesehenen Steuerungseingaben zum Auslösen und/oder Bedienen
der Das Fahrzeugsystem ist so ausgestaltet, dass es im Assistenzmodus, auch wenn dieser
durch den Anleitungsmodus ausgelöst wurde, alle Nutzereingaben als Steuerungseingaben
erfasst und auswertet, wie er dies in einem reinen Bedienmodus täte, in dem die Nutzereingaben
lediglich als Steuerungseingaben erfasst werden. Hierdurch wird erreicht, dass der
Nutzer schnell auf veränderte Situationen reagieren kann oder sich während einer mehrstufigen
Bedienung zum Auslösen einer Funktionalität umentscheiden kann und eine andere Funktionalität
auslösen kann, ohne dass hierfür eine weitere Eingabe notwendig ist. Bei einer anderen
Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass Steuerungseingaben, welche von den vorgesehenen
Steuerungseingaben abweichen, wenn das Fahrzeugsystem im Assistenzmodus betrieben
wird, der aus dem Anleitungsmodus aufgerufen wurde, nicht als Steuerungseingaben für
das Fahrzeugsystem zum Auslösen von Funktionalitäten angesehen werden. Bei einer solchen
Ausführungsform ist es im Assistenzmodus, der aus dem Auswahlmodus aufgerufen ist,
nur möglich, die gewünschte Funktionalität auszulösen und/oder zu bedienen. Ungewünschte
Fehlbedienungen, die irrtümlich vorgenommen werden, lösen somit keine Funktionen des
Fahrzeugsystems aus.
[0011] Um dem erfahrenen Nutzer eine Bedienung zu ermöglichen, bei der ihm keine Erklärungsinformationen
während der Bedienung des Fahrzeugsystems ausgegeben werden, ist bei einer bevorzugten
Ausführungsform vorgesehen, dass das Fahrzeugsystem in einem Bedienmodus betreibbar
ist, in dem Steuerungseingaben nur als Steuerungseingaben für das Fahrzeugsystem aufgefasst
und ausgewertet werden und keine zusätzlichen Erklärungsinformationen ausgegeben werden.
[0012] In anderen Situationen ist es wünschenswert, sich über Funktionalitäten des Fahrzeugsystems
informieren zu lassen, ohne zugleich das Fahrzeugsystem hinsichtlich der von ihm bereitgestellten
Funktionalitäten zu bedienen. Somit ist es bevorzugt, dass das Fahrzeugsystem in einem
Erklärungsmodus betreibbar ist, in dem die Steuerungseingaben nur als Steuerungseingaben
zum Abrufen von Erklärungsinformationen aufgefasst und ausgewertet werden.
[0013] Bei Ausführungsformen, bei denen das Fahrzeugsystem in unterschiedlichen Betriebsmodi
betreibbar ist, ist es vorteilhaft, wenn der Nutzer wählen kann, in welchen Betriebsmodus
das Fahrzeugsystem bei einer Inbetriebnahme wechseln soll. Besonders bevorzugt umfasst
das Fahrzeugsystem daher eine Konfigurationseinheit, über die einer der Betriebsmodi
festlegbar ist, in den das Fahrzeugsystem nach einer Inbetriebnahme wechselt.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei einem erstmaligen
Wechsel nach der Inbetriebnahme in den Anleitungsmodus und/oder den Assistenzmodus
und/oder den Erklärungsmodus automatisch Erklärungsinformationen ausgegeben werden,
die das Ausgeben von Erklärungsinformationen und dessen Steuerung durch die Steuerungseingaben
erläutert wird. Dies bedeutet, dass die unterschiedlichen Betriebsmodi, in denen es
vorgesehen ist, dass Erklärungsinformationen ausgegeben werden, zumindest bei einem
erstmaligen Wechsel in diesem Betriebsmodus nach einer Inbetriebnahme des Fahrzeugsystems
erläutert werden. Somit ist sichergestellt, dass der unerfahrene Nutzer jeweils die
notwendigen Informationen erhält, wie die Betriebsmodi zu nutzen sind, in denen ihm
Erklärungsinformationen angeboten werden.
[0015] Das Fahrzeugsystem ist bevorzugt so ausgebildet, dass die Schnittstelle Bedienelemente
zum Erfassen der Steuerungseingaben umfasst oder mit diesen gekoppelt ist. Ebenso
ist es vorteilhaft, wenn die Schnittstelle mindestens eine Ausgabeeinrichtung umfasst
oder mit dieser gekoppelt ist.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Schnittstelle mit einer Multifunktionsanzeige-
und Bedienvorrichtung gekoppelt oder als solche ausgestaltet. Als besonders vorteilhaft
hat sich eine Ausführungsform herausgestellt, bei der das Fahrzeugsystem in eine Multifunktionsanzeige-
und Bedienvorrichtung integriert ist. Über diese ist sowohl eine Erfassung der Steuerungsangaben
als auch eine Ausgabe der Erklärungsinformationen auf einfache Weise möglich. Eine
besonders leicht zu erfassende Ausgabe der Erklärungsinformationen wird möglich, wenn
die Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung eine Anzeigevorrichtung mit einer
freiprogrammierbaren Anzeigefläche umfasst. Hierdurch wird es möglich, eine Vielzahl
von grafischen Darstellungen an derselben Stelle auf der Anzeigefläche zu unterschiedlichen
Zeitpunkten darzustellen. Ebenso ist es mit einer freiprogrammierbaren Anzeigefläche
möglich, die Erklärungsinformationen animiert und/oder in Form von Filmsequenzen auszugeben.
[0017] Eine Verwendung einer als Touchscreen ausgebildeten Anzeige- und Bedienvorrichtung
hat sich als besonders günstig zum Ausgeben von Informationen und Erfassen von Steuerungseingaben
erwiesen. Die Erklärungsinformationen können eine Darstellung der virtuellen Bedienelemente
beeinflussen. Beispielsweise können die Bedienelemente grafisch hervorgehoben werden,
während die Funktionalitäten erläutert werden, die über sie ausgelöst werden können.
Ein unterstütztes Anleiten zum Auslösen einer Funktionalität kann hierdurch besonders
effektiv ausgeführt werden.
[0018] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn mindestens eine Ausgabeeinrichtung
ein Audiosystem umfasst. Hierüber ist es möglich, Audioinformationen auszugeben. Insbesondere
bei Fahrzeugsystemen, die einen Touchscreen als Schnittstelle bzw. integriertes Bedienelement
und Ausgabevorrichtung zum Erfassen von Steuerungsangaben des Nutzers und Ausgeben
von Informationen an den Nutzer umfasst, ist es vorteilhaft, wenn zusätzlich eine
Ausgabevorrichtung vorhanden ist, die als Audiosystem ausgebildet ist. Bei solchen
Systemen ist es nämlich häufig schwierig, die Erklärungsinformationen auf der Anzeigefläche
des Touchscreens auszugeben und zugleich die virtuellen Bedienelemente anzuzeigen
und/oder die Informationen anzuzeigen, die das Fahrzeugsystem im Zuge der Bereitstellung
seiner Funktionalitäten anzeigt und/oder zur Bedienung des Fahrzeugsystems notwendig
sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist somit vorgesehen, dass das Ausgeben
der Erklärungsinformationen im Assistenzmodus nur über ein Audiosystem erfolgt. Bei
anderen Ausführungsformen und/oder bei anderen Betriebsmodi ist es vorteilhaft, wenn
die Schnittstelle mehrere unterschiedlich modale Ausgabeeinrichtungen umfasst oder
mit unterschiedlich modalen Ausgabeeinrichtungen gekoppelt ist, so dass die Erklärungsinformationen
multimodal, beispielsweise optisch und akustisch, ausgegeben werden können.
[0019] Als besonders intuitiv für den Nutzer hat es sich erwiesen, die Erklärungsinformationen
so auszubilden, eine künstlich animierte Person (Avatar) bei der Ausgabe der Erklärungsinformationen
darzustellen. Eine solche Person kann die Erklärungsinformationen besonders günstig
unterstützen, da menschliche Nutzer an Gestiken des Menschen besonders gut gewöhnt
sind, die während Erklärungsprozessen von natürlichen Personen genutzt werden. Diese
Gestiken kann die künstliche Person ebenfalls verwenden und hierdurch eine Erklärung
besonders einfach und intuitiv unterstützen. Selbst bei Fahrzeugsystemen, die einen
Touchscreen umfassen, kann der Avatar beispielsweise als transparente Figur eingesetzt
werden und so eine Ausgabe der Erklärungsinformationen, insbesondere eine Ausgabe
von multimodal ausgegebenen Erklärungsinformationen unterstützen.
[0020] Die Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen dieselben Vorteile wie die entsprechenden
Merkmale der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf eine Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Kraftfahrzeugs mit einer Ausführungsform eines Fahrzeugsystems,
mit dem eine Bedienung während ihrer Ausführung erlernbar ist;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines weiteren Kraftfahrzeugs mit einer weiteren Ausführungsform
eines Fahrzeugsystems, mit dem eine Bedienung während ihrer Ausführung erlernbar ist;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens zum Betreiben eines
Fahrzeugsystems zum Erlernen der Bedienung während der Benutzung des Fahrzeugsystems;
- Fig. 4
- eine Ansicht einer als Touchscreen ausgebildeten Anzeigefläche, auf der ein Bedienmenü
einer Fahrzeugnavigationsfunktionalität dargestellt ist, deren Bedienung durch eine
künstliche Person unterstützt wird;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht einer Anzeigefläche, auf der Erklärungsinformationen ausgegeben
werden, die eine Bedienung einer Funktionalität des Fahrzeugsystems unterstützen;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines als Multifunktionsanzeige- und Bediengerät ausgebildeten
Fahrzeugsystems, bei der eine künstliche Person durch Zuwendung eines Rückens zu dem
Nutzer eine Inaktivität eines Erklärungsinformation bereitstellenden Modus anzeigt;
und
- Fig. 7
- eine Ansicht eines Fahrzeugsystems nach Fig. 6, bei dem die künstliche Person aktiv
ist, um eine Funktionalität des Fahrzeugsystems unterstützend zu erläutern.
[0022] In Fig. 1 ist schematisch ein Kraftfahrzeug 1 dargestellt. Dieses umfasst mindestens
ein Fahrzeugsystem 3. Das Fahrzeugsystem 3 stellt eine oder mehrere Funktionalitäten
für das Kraftfahrzeug 1 bereit, beispielsweise Fahrzeugnavigationsfunktionalitäten.
Die Fahrzeugnavigationsfunktionalitäten können beispielsweise eine zielgeführte Navigation
des Kraftfahrzeugs umfassen, bei der Fahrtrichtungshinweise an den Fahrer ausgegeben
werden. Befolgt der Fahrer diese Fahrtrichtungshinweise, so wird er zu einem zuvor
festgelegten Zielpunkt mit dem Kraftfahrzeug geführt. Das Fahrzeugsystem kann selbstverständlich
andere und/oder weitere Funktionalitäten bereitstellen.
[0023] Das Fahrzeugsystem 3 umfasst eine Steuereinrichtung 5, welche die einzelnen Funktionalitäten
des Fahrzeugsystems 3 steuert. Mit der Steuereinrichtung 5 ist ein Speichermedium
7 verknüpft, auf dem Erklärungsinformationen abgelegt sind. Die Erklärungsinformationen
umfassen Informationen zur Erläuterung der Funktionalitäten des Fahrzeugsystems und/oder
dessen Bedienung. Die Erklärungsinformationen können Audiodaten und/oder Videodaten,
Daten für Grafiken, für animierte Grafiken, für Text usw. umfassen. Das Fahrzeugsystem
3 umfasst ferner eine Schnittstelle 9, über die das Fahrzeugsystem, beispielsweise
über einen Fahrzeugdatenbus 11, mit einer Multifunktionsanzeige- und Bedieneinrichtung
13 sowie einem Audiosystem 15 verbunden ist. Wesentlich ist, dass die Steuereinrichtung
neben dem Bereitstellen der Erklärungsinformationen auch die Funktionalität der Fahrzeugsystems
steuert.
[0024] Die Schnittstelle 9 kann bei anderen Ausführungsformen so ausgeführt sein, dass sie
Bedienelemente zum Erfassen von Steuerungseingaben des Nutzers und/oder mindestens
eine Ausgabeeinrichtung, beispielsweise eine Anzeigevorrichtung, ein Audiowiedergabesystem,
eine Spracherkennungseinheit usw., umfassen.
[0025] Die Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung 13 ist vorzugsweise in eine Konsole
17 oder ein Armaturenbrett des Kraftfahrzeugs 1 integriert. Um Steuerungseingaben
des Nutzers erfassen zu können, umfasst die Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung
13 Bedienelemente 19. Zum Ausgeben von Informationen umfasst die Multifunktionsanzeige-
und Bedienvorrichtung 13 vorzugsweise eine Anzeigevorrichtung 21, die eine freiprogrammierbare
Anzeigefläche, beispielsweise ein LCD-Display, welches farbig ausgestaltet sein kann,
ein Plasmabildschirm oder ähnliches ist. Bei anderen Ausführungsformen kann die Anzeigevorrichtung
auch eine Projektionsanzeigevorrichtung sein, bei der eine grafische Darstellung auf
eine Anzeigefläche projiziert wird.
[0026] Ein in einem Innenraum 23 des Kraftfahrzeugs 1 befindlicher Nutzer (nicht dargestellt)
kann die Bedienelemente 19 betätigen und hierüber Steuerungseingaben für das Fahrzeugsystem
3 vornehmen. Dieses stellt daraufhin seine Funktionalitäten zur Verfügung. Ist das
Fahrzeugsystem 3 beispielsweise ein Fahrzeugnavigationssystem, so gibt es beispielsweise
einen Ausschnitt aus einer Landkarte wieder, der die Umgebung der aktuellen Kraftfahrzeugposition
darstellt, sowie gegebenenfalls Fahrtrichtungshinweisinformationen, beispielsweise
in Form von Pfeildarstellungen in dem Kartenausschnitt, die eine zielgeführte Navigation
des Kraftfahrzeugs 1 in seiner Umgebung unterstützen.
[0027] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung
13 mit einer als Touchscreen ausgebildeten Anzeigevorrichtung 21 versehen, die neben
dem Ausgeben von Informationen eine Berührung und eine Berührposition eines Betätigungselements,
beispielsweise eines Fingers, des Nutzers erfassen kann. Über eine Logik der als Touchscreen
ausgebildeten Anzeigevorrichtung kann der Berührposition abhängig von den auf der
Anzeigefläche dargestellten Informationen ein Steuerbefehl zugeordnet werden. In einem
Assistenzmodus bewirken Steuerungseingaben, dass ihm die in dem Fahrzeugsystem 3 in
dem Speichermedium 7 gespeicherten Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die
die über die Steuerungseingabe ausgelöste Funktionalitätsbeschreibungen und/oder weitere
Bedienoptionen erläutern.
[0028] Umfasst das Kraftfahrzeug mehrere Fahrzeugsysteme (nicht dargestellt), so können
diese gemeinsam die Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung nutzen.
[0029] Fig. 2 zeigt schematisch ebenfalls ein Kraftfahrzeug 1. Gleiche technische Merkmale
sind in allen Figuren mit demselben Bezugszeichen versehen. Das Kraftfahrzeug 1 umfasst
ein Fahrzeugsystem 3', welches unterschiedliche Funktionalitäten bereitstellt. Das
Fahrzeugsystem 3' umfasst eine Steuereinrichtung 5 sowie ein Speichermedium 7, welches
beispielsweise als Festplatte, Flashspeicher, Speicherkarte oder DVD usw. ausgebildet
sein kann. Eine Schnittstelle 9 zum Erfassen von Steuerungseingaben und Ausgeben von
Informationen umfasst bei dieser Ausführungsform eine als Touchscreen ausgebildete
Anzeige- und Bedienvorrichtung 25 sowie ein Audiosystem 15. Bei anderen Ausführungsformen
kann die Schnittstelle weitere Eingabe- und/oder Ausgabemittel umfassen, beispielsweise
eine Spracherkennungseinheit und/oder Bedienelemente, die in ein Fahrzeuglenkrad 27
integriert sind, sowie haptische Ausgabemittel, die beispielsweise eine Vibration
von am Fahrzeuglenkrad 27 angeordneten Elementen bewirken. Die Steuereinheit 5 wertet
Steuerungseingaben, die über die Schnittstelle 9 erfasst werden, aus und erstellt
Steuerungsbefehle, um entsprechende Funktionalitäten des Fahrzeugsystems 3 bereitzustellen.
Ist das Fahrzeugsystem 3 beispielsweise als Fahrzeugnavigations- und Infotainmentsystem
ausgebildet, so wird über die Steuereinrichtung 5 beispielsweise eine Ausgabe von
Audiosignalen über das Audiosystem 15 der Schnittstelle 9 als Folge von Betätigungshandlungen
des Nutzers ausgelöst. Das Fahrzeugsystem 5 ist so ausgestaltet, dass es über Steuerungseingaben
(beispielsweise Nutzereingaben) in einen Assistenzmodus versetzbar ist. In diesem
werden die Steuerungseingaben zusätzlich so ausgewertet, dass aus dem Speichermedium
7 Erklärungsinformationen abgerufen und über die Schnittstelle 9, beispielsweise die
als Touchscreen ausgebildete Anzeige- und Bedienvorrichtung 25 und/oder das Audiosystem
15, ausgegeben werden, wobei die Erklärungsinformationen die durch die Steuerungseingabe
ausgelöste Funktionalität oder weitere Bedienoptionen erläutern. Die vorgenommenen
Betätigungshandlungen, welche als Steuerungseingaben erfasst werden, werden somit
sowohl als Steuerungseingaben zum Bereitstellen der Funktionalitäten des Fahrzeugsystems
3' ausgewertet und aufgefasst als auch zusätzlich dahingehend ausgewertet, dass Erklärungsinformationen
aus dem Speichermedium 7 abgerufen und ausgegeben werden, die die entsprechend aktivierte
Funktionalität beschreiben und/oder weitere Bedienoptionen und Möglichkeiten beschreiben
und erläutern. Zum Bereitstellen der Funktionalitäten kann es notwendig sein, zu den
weiteren Fahrzeugsystemen 29 über einen Fahrzeugdatenbus 11 Informationen auszutauschen.
Das Fahrzeugsystem 3' kann für diese weiteren Fahrzeugsysteme 29 als Benutzerschnittstelle
dienen. Zusätzlich kann das Fahrzeugsystem 3' mit einer Nutzererkennungsvorrichtung
30 über den Fahrzeugdatenbus 11 gekoppelt sein, die Informationen darüber bereitstellt,
welcher der Nutzer eine Betätigungshandlung der Anzeige- und Bedienvorrichtung 25
vornimmt. Dem Fachmann sind unterschiedliche Ausführungsformen solcher Nutzererkennungsvorrichtungen
30 bekannt. Diese können beispielsweise kapazitiv über den Fahrer und Beifahrer übertragene
unterschiedliche Hochfrequenzsignale kapazitiv empfangen und hinsichtlich der unterschiedlichen
Signale auswerten und so den Fahrer und den Beifahrer identifizieren. Die über den
Fahrer und Beifahrer übertragenen Hochfrequenzsignale werden vorzugsweise mittels
an oder in den Fahrzeugsitzen angeordneten Hochfrequenzsendern kapazitiv in den Fahrer
und/oder Beifahrer eingekoppelt. Andere Systeme zur Nutzererkennung nutzen andere
Techniken, die beispielsweise Bahnkurven der bewegten Betätigungselemente, insbesondere
der Hände, der Nutzer auswerten und den einzelnen Nutzern zuordnen.
[0030] In Fig. 3 ist schematisch ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben eines
Fahrzeugsystems eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Zunächst wird das Fahrzeugsystem
(FS) in Betrieb genommen 101. Anschließend wird der Betriebsmodus festgestellt, in
den das Fahrzeugsystem wechseln soll 103. Anschließend erfolgt der Wechsel in den
festgelegten Betriebsmodus 105. Bei der dargestellten Ausführungsform ist das Fahrzeugsystem
in einem Anleitungsmodus 109, in einem Erklärungsmodus 111, in einem Assistenzmodus
113 und in einem Bedienmodus 115 betreibbar. Die Darstellung in Fig. 3 ist so gewählt,
dass jedem Betriebsmodus eine Spalte zugeordnet ist. Verfahrensschritte, die sich
über mehrere Spalten erstrecken, treten in den Betriebsmodi auf, über dessen Spalten
sie sich erstrecken.
[0031] Wird das Fahrzeugsystem beispielsweise im Bedienmodus 115 betrieben, wird zunächst
eine Steuerungseingabe erfasst 117 und anschließend die Steuerungseingabe ausgewertet
119. Entsprechend der Auswertung wird die entsprechende Funktionalität des Fahrzeugsystems
bereitgestellt 121. Anschließend wird mit dem Erfassen einer weiteren Steuerungseingabe
117 fortgefahren.
[0032] Wird das Fahrzeugsystem hingegen in dem Assistenzmodus 113 betrieben, so wird als
Ergebnis der Auswertung der Steuerungseingabe 119 zusätzlich zu dem Bereitstellen
der Funktionalität 121 eine Erklärungsinformation aus dem Speichermedium abgerufen
und ausgegeben 123, die die aktivierte Funktionalität beschreibt und/oder weitere
Bedienoptionen und/oder Möglichkeiten erläutert. Die Zeitgleichheit des Bereitstellens
der Funktionalität 121 und des Ausgebens der Erklärungsinformationen ist durch einen
gestrichelte Kasten 129 angedeutet. Anschließend wird auch im Assistenzmodus eine
weitere Steuerungseingabe erfasst 117.
[0033] Wird das Fahrzeugsystem im Erklärungsmodus 111 betrieben, so entfällt das Bereitstellen
der Funktionalität. In diesem Modus werden die Steuerungseingaben nur ausgewertet,
um Erklärungsinformationen auszugeben 123.
[0034] Wird das Fahrzeugsystem im Anleitungsmodus 109 betrieben, so wird zunächst eine gewünschte
Funktionalität ausgewählt, die der Nutzer assistiert bedienen möchte 125. Ist die
gewünschte Funktionalität ausgewählt, wechselt das Fahrzeugsystem aus dem Anleitungsmodus
109 in den Assistenzmodus 113, wobei zunächst Erklärungsinformationen abgerufen und
ausgegeben werden 123, und jeweils in dem Assistenzmodus nur die Erklärungsinformationen
ausgegeben werden, die die jeweils aktuelle aktivierte Funktionalität und/oder die
Bedienoptionen ausgibt, die zum Bedienen der gewünschten Funktionalität auszuführen
sind. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass dem Nutzer zusätzlich Rückmeldungen (beispielsweise
akustisch) ausgegeben werden. Ein Erfassen der Steuereingaben 117 und Auswerten der
Steuerungseingaben 119 kann selbstverständlich auch dazu führen, dass ein anderer
Betriebsmodus ausgewählt oder das Fahrzeugsystem dahingehend konfiguriert wird, in
welchem Betriebsmodus das Fahrzeugsystem nach der Inbetriebnahme wechseln soll 127.
[0035] In Fig. 4 ist eine Ansicht 41 einer als Touchscreen ausgebildeten Anzeigefläche 43
dargestellt. Die Ansicht 41 zeigt eine Darstellung, bei der das Fahrzeugsystem im
Assistenzmodus betrieben ist. Eine künstliche Person 45, die auch als Avartar bezeichnet
wird, erläutert Bedienmöglichkeiten, die einem Nutzer zur Verfügung stehen, um in
dem auf der Anzeigefläche 43 dargestellten Bedienmenü einer Fahrzeugnavigation eines
der Untermenüs 47, 49 auszuwählen. Um diese auszuwählen, sind auf der Anzeigefläche
43 virtuelle Bedienelemente 51-65 dargestellt. Über eine Berührung dieser virtuellen
Bedienelemente 51-65 kann eine Steuerungseingabe durch den Nutzer vorgenommen werden.
Die künstliche Person 45 erläutert die Auswirkungen, die ein Betätigen der einzelnen
virtuellen Bedienelemente 51-65 nach sich zieht. Die künstliche Person 45 ist somit
als animierte Grafik einer Ansicht der Anzeigefläche 43 überlagert, die sich im Bedienmodus
ergebe, in dem keine Erklärungsinformationen ausgegeben werden. Durch Gesten und beispielsweise
ein grafisches Hervorheben eines einzelnen und/oder mehrerer der virtuellen Bedienelemente
51-65 sowie ein zeitgleiches Ausgeben von akustischen Erklärungsinformationen werden
die einzelnen Bedienoptionen erläutert. In der Ansicht 41 erläutert die künstliche
Person 45 die Auswirkungen, die ein Betätigen des Bedienelements 51 bewirkt, welches
grafisch hervorgehoben ist und auf den die künstliche Person 45 durch eine Geste hinweist.
[0036] Eine identische Ansicht zu der nach Fig. 4 ergibt sich auch im Assistenzmodus, der
durch den Anleitungsmodus automatisch ausgelöst ist. In diesem Fall wird die künstliche
Person 45 lediglich auf das Bedienelement, beispielsweise das Bedienelement 51, hinweisen,
welches zu betätigen ist, um die ausgewählte gewünschte Funktionalität auszulösen
und/oder zu bedienen.
[0037] In Fig. 5 ist eine weitere Ansicht 71 einer Anzeigefläche einer Anzeigevorrichtung
dargestellt, auf der Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die einem Nutzer eine
Bedienung eines Fahrzeugsystems erläutern. Dargestellt ist eine Situation, in der
die künstliche Person 45 Erklärungen gibt, wie ein Mobiltelefon 73 mit einem Fahrzeugsystem
eines Kraftfahrzeugs gekoppelt werden kann. Eine erstmalige Kopplung des Mobiltelefons
73, welches eine Bluetooth-Schnittstelle umfasst, mit dem Fahrzeugsystem erfordert
einmalig eine Ausführung von bestimmten Bedienschritten. Die künstliche Person 45
weist zunächst auf eine Anzeigefläche 75 im Cockpit 77 und anschließend auf das Mobiltelefon
73, während zeitgleich folgende Erläuterung über ein Audiosystem ausgegeben wird:
"So koppeln Sie Ihr Mobiltelefon mit dem Fahrzeugsystem. Schalten sie die Zündung
und danach das Mobiltelefon ein". Anschließend werden während des Kopplungsprozesses
die durch den Nutzer vorgenommenen Handlungen und hierüber bewirkten Steuerungseingaben
ausgewertet und jeweils die entsprechenden Erklärungsinformationen unterstützt durch
die künstliche Person 45 ausgegeben, um dem Nutzer die einzelnen Schritte während
des Kopplungsprozesses zu erläutern. Auch hierbei können Rückmeldungen an den Nutzer
ausgegeben werden, ob die vorgenommenen Handlungen korrekt ausgeführt wurden oder
einer Korrektur bedürfen, um das Mobiltelefon 73 korrekt mit dem Fahrzeugsystem zu
koppeln.
[0038] Bei anderen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, dass die Erklärungsinformationen
im Assistenzmodus, insbesondere wenn dieser durch den Anleitungsmodus ausgelöst ist,
lediglich akustisch ausgegeben werden. Dieses bietet sich insbesondere dann an, wenn
das Fahrzeugsystem über eine als Touchscreen ausgebildete Anzeige- und Bedienvorrichtung
bedient wird und eine Vielzahl von Informationen und/oder virtuellen Bedienelementen
auf der Anzeigefläche dargestellt ist, so dass zusätzliche Erklärungsinformationen
nicht darstellbar sind.
[0039] Es hat sich herausgestellt, dass ein Nutzer die Informationen besonders leicht erfassen
kann, die durch die Erklärungsinformationen ausgegeben werden, wenn von ihm die künstliche
Person, die mit den Erklärungsinformationen ausgegeben wird, als sympathisch empfunden
wird. Daher ist bei einigen Ausführungsformen vorgesehen, dass eine Gestalt der künstlichen
Person nutzerabhängig ausgewählt werden kann. Die Erklärungsinformationen sind dann
so ausgestaltet, dass die konkrete Ausgestaltung der grafisch dargestellten Informationen
und/oder der akustisch ausgegebenen Informationen abhängig von dieser Festlegung erfolgt.
Beispielsweise können männliche Nutzer eine Erläuterung durch eine männliche künstliche
Person und Frauen eine Erläuterung durch eine weibliche künstliche Person bevorzugen.
[0040] Insbesondere wenn ein Spracherkennungssystem zur Erfassung von Steuerungseingaben
verwendet wird, ist es vorteilhaft, wenn die künstliche Person einen natürlichen Namen
trägt. Auch hier ist es wiederum für eine Akzeptanz des Systems von Vorteil, wenn
der Nutzer den Namen der Person selbst festlegen kann. Eine Aktivierung der Erklärungsinformationen
kann dann über ein Rufen des Namens, d.h. ein Aussprechen des Namens, zusammen mit
einem Aufforderungssatz zum Auslösen einer Ausgabe der Erklärungsfunktionen verwendet
werden. Die Ausgabe von Erklärungsinformationen kann durch einen Nutzer beispielsweise
durch ein Aussprechen des folgenden Satzes aktiviert werden: "Klaus, hilf mir bitte",
wenn der Nutzer der künstlichen Person den Namen Klaus gegeben hat. Es ergibt sich,
dass der künstlichen Person nahezu jeder Name durch den Nutzer zugeordnet werden kann.
[0041] Um dem Nutzer anzudeuten, ob die künstliche Person aktiv oder inaktiv ist, ist bei
einigen Ausführungsformen vorgesehen, dass die künstliche Person in einer von dem
Nutzer abgewandten Stellung auf der Anzeigefläche dargestellt wird, wenn diese inaktiv
ist. Dieses ist beispielsweise in Fig. 6 schematisch dargestellt, in der die Ansicht
einer Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung 81 schematisch dargestellt ist.
Die künstliche Person 45 hat dem Nutzer ihren Rücken 83 zugewandt. Ist hingegen die
künstliche Person 45 aktiv, so wendet sie dem Nutzer ihr Gesicht 85 zu. Dieses ist
beispielsweise in Fig. 7 dargestellt. Es ergibt sich für den Fachmann, dass eine Inaktivität
der künstlichen Person und somit eine Inaktivität einer Ausgabe und/oder Steuerung
von Erklärungsinformationen auch dadurch angedeutet werden kann, dass die künstliche
Person stark verkleinert und/oder seitlich abgewandt dargestellt ist. Bei einer vergrößerten
und/oder zugewandten Darstellung wird dem Nutzer hingegen signalisiert, dass eine
Ausgabe und/oder Steuerung von Erklärungsinformationen aktiv ist.
[0042] Die dargestellten Ausführungsformen sind lediglich beispielhaft und sollen nicht
beschränkend ausgelegt werden.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Kraftfahrzeug
- 3
- Kraftfahrzeugsystem
- 5
- Steuereinrichtung
- 7
- Speichermedium
- 9
- Schnittstelle
- 11
- Fahrzeugdatenbus
- 13
- Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung
- 15
- Audiosystem
- 17
- Konsole
- 19
- Bedienelement
- 21
- Anzeigevorrichtung
- 23
- Innenraum
- 25
- Anzeige- und Bedienvorrichtung
- 27
- Fahrzeuglenkrad
- 29
- weitere Fahrzeugsysteme
- 30
- Nutzererkennungseinheit
- 41
- Ansicht einer Anzeigefläche
- 43
- Anzeigefläche
- 45
- künstliche Person
- 47-49
- Untermenüs
- 51-65
- virtuelle Bedienelemente
- 71
- Ansicht einer Anzeige- und Bedienvorrichtung
- 73
- Mobiltelefon
- 75
- Anzeigefläche
- 77
- Cockpit
- 81
- Ansicht einer Multifunktionsanzeige- und Bedienvorrichtung
- 83
- Rücken
- 85
- Gesicht
- 101
- Inbetriebnahme Fahrzeugsystem
- 103
- Abfrage des konfigurierten Betriebsmodus, in den das Fahrzeugsystem wechseln soll
- 105
- Wechsel in den festgelegten Betriebsmodus
- 109
- Anleitungsmodus
- 111
- Erklärungsmodus
- 113
- Assistenzmodus
- 115
- Bedienmodus
- 117
- Erfassen einer Steuerungseingabe
- 119
- Auswerten der Steuerungseingabe
- 121
- Bereitstellen der Funktionalität
- 123
- Ausgeben der Erklärungsinformation
- 125
- Auswählen einer gewünschten Funktionalität
- 127
- Konfiguration/Wahl des Betriebsmodus
- 129
- Kasten
1. Fahrzeugsystem (3, 3') für ein Kraftfahrzeug (1), welches gesteuert durch Steuerungseingaben
Funktionalitäten in dem Kraftfahrzeug (1) bereitstellt, umfassend eine Schnittstelle
(9) zum Erfassen der Steuerungseingaben und Ausgeben von Informationen und eine Steuereinrichtung
(5) zum Steuern der Funktionalitäten in Abhängigkeit der erfassten Steuerungseingaben,
wobei
mit der Steuereinrichtung (5) ein Speichermedium (7) verknüpft ist, auf dem Erklärungsinformationen
abgespeichert sind, die die Funktionalitäten und/oder Bedienung erläutern, wobei die
Steuereinrichtung (5) ausgebildet ist, Erklärungsinformationen aus dem Speichermedium
(7) abzurufen und über die Schnittstelle (9) als Teil der Informationen auszugeben,
wobei das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Assistenzmodus betreibbar ist, in dem die
Nutzereingaben als Steuerungseingaben für die Funktionalitäten aufgefasst und ausgewertet
werden und zusätzlich zeitgleich Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die die
jeweilige aktivierte Funktionalität und/oder weitere Bedienmöglichkeiten erläutern.
dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Anleitungsmodus betreibbar ist, in dem über erfasste
Steuerungseingaben eine gewünschte Funktionalität mit mehrstufigem Bedienvorgang auswählbar
ist, die der Nutzer auslösen und/oder bedienen möchte, und nach der Auswahl der gewünschten
Funktionalität automatisch in den Assistenzmodus gewechselt wird, wobei von der Steuereinrichtung
(5) nur Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die den Nutzer anleiten, die gewünschte
Funktionalität auszulösen und/oder zu bedienen, und gegebenenfalls zusätzlich diese
gewünschte Funktionalität beschreiben.
2. Fahrzeugsystem (3, 3') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung ein Vergleichsmodul umfasst, mit dem die Steuerungseingaben
bei einem durch den Anleitungsmodus ausgelösten Assistenzmodus mit den vorgesehen
Steuerungseingaben zum Auslösen und/oder Bedienen der gewünschten Funktionalität verglichen
werden, und bei einer Abweichung und/oder Übereinstimmung eine Rückmeldung an den
Nutzer ausgegeben wird.
3. Fahrzeugsystem (3, 3') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Bedienmodus betreibbar ist, in dem Steuerungseingaben
nur als Steuerungseingaben für ein Bedienen der bereitgestellten Funktionalitäten
aufgefasst und ausgewertet werden und keine zusätzlichen Erklärungsinformationen ausgegeben
werden.
4. Fahrzeugsystem (3, 3') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Erklärungsmodus betreibbar ist, in dem die Steuerungseingaben
nur als Steuereingaben zum Abrufen von Erklärungsinformationen aufgefasst und ausgewertet
werden.
5. Fahrzeugsystem (3, 3') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') eine Konfigurationseinheit besitzt, über die einer der
Betriebsmodi festlegbar ist, in den das Fahrzeugsystem (3; 3') nach einer Inbetriebnahme
wechselt.
6. Fahrzeugsystem (3, 3') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem erstmaligen Wechsel nach einer Inbetriebnahme in den Anleitungsmodus und/oder
den Assistenzmodus und/oder den Erklärungsmodus automatisch Erklärungsinformationen
ausgeben werden, die das Ausgeben von Erklärungsinformationen und dessen Steuerung
durch die Steuerungseingaben erläutert.
7. Fahrzeugsystem (3, 3'), nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ausgabeeinrichtung ein Audiosystem (15) umfasst und das Ausgeben
der Erklärungsinformationen im Assistenzmodus nur über eine Audiosystem erfolgt.
8. Fahrzeugsystem (3, 3') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erklärungsinformationen ausgebildet sind, eine künstliche animierte Person (45)
bei der Ausgabe der Erklärungsinformationen darzustellen.
9. Verfahren zum Betreiben eines Fahrzeugsystems eines Kraftfahrzeugs (1), umfassend
die Schritte
Erfassen oder Empfangen von Steuerungseingaben,
Auswerten der Steuerungseingaben und Steuern und Bereitstellen der Funktionalitäten
des Fahrzeugsystems (3, 3') gemäß der Steuerungseingaben,
wobei das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Assistenzmodus betreibbar ist, in dem die
Steuerungseingaben zusätzlich zeitgleich für eine Bereitstellung von Erklärungsinformationen
ausgewertet werden, die die Funktionalitäten und/oder eine weitere Bedienung des Fahrzeugsystems
(3, 3') erläutern, und entsprechend der Auswertung aus einem Speichermedium (7) Erklärungsinformationen
zu den bereitgestellten Funktionalitäten und/oder weitere (aktuelle) Bedienmöglichkeiten
abgerufen werden und an den Nutzer oder mehrere Nutzer ausgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Anleitungsmodus betreibbar ist, in dem über erfasste
Steuerungseingaben eine gewünschte Funktionalität mit mehrstufigem Bedienvorgang ausgewählt
wird, die der Nutzer auslösen und oder bedienen möchte, und nach der Auswahl der gewünschten
Funktionalität automatisch in den Assistenzmodus gewechselt wird, wobei von der Steuereinrichtung
(5) nur Erklärungsinformationen ausgegeben werden, die den Nutzer anleiten, die gewünschte
Funktionalität auszulösen und/oder zu bedienen, und gegebenenfalls zusätzlich diese
gewünschte Funktionalität beschreiben.
10. Verfahren nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass in dem durch den Anleitungsmodus ausgelösten Assistenzmodus die Steuerungseingaben
mit den vorgesehenen Steuerungseingaben zum Auslösen und/oder Bedienen der gewünschten
Funktionalität verglichen werden, und bei einer Abweichung und/oder Übereinstimmung
eine Rückmeldung an den Nutzer ausgegeben wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Bedienmodus betreibbar ist, in dem Nutzereingaben
nur als Steuereingaben aufgefasst und ausgewertet werden und keine zusätzlichen Erklärungsinformationen
ausgegeben werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugsystem (3, 3') in einem Erklärungsmodus betreibbar ist, in dem die Nutzereingaben
nur als Steuereingaben zum Abrufen von Erklärungsinformationen aufgefasst und ausgewertet
werden.
13. Verlahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem erstmaligen Wechsel nach einer Inbetriebnahme in den Anleitungsmodus und/oder
den Assistenzmodus und/oder den Erklärungsmodus automatisch Erklärungsinformationen
ausgeben werden, die das Ausgeben von Erklärungsinformationen und dessen Steuerung
durch die Steuerungseingaben erläutert.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Steuerungseingaben erfasst werden, über die einer der Betriebsmodi festgelegt wird,
in den das Fahrzeugsystem (3; 3') nach einer Inbetriebnahme wechselt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Erklärungsinformationen unter Verwendung einer animierten künstlichen Person
(45) ausgegeben werden.
1. Vehicle system (3, 3') for a motor vehicle (1) which provides functionalities in the
motor vehicle (1) under the control of control inputs, comprising an interface (9)
for capturing the control inputs and outputting information and a control device (5)
for controlling the functionalities on the basis of the captured control inputs,
wherein
the control device (5) has a storage medium (7) linked to it which stores explanatory
information which explains the functionalities and/or operator control, wherein the
control device (5) is designed to retrieve explanatory information from the storage
medium (7) and to output it via the interface (9) as part of the information, wherein
the vehicle system (3, 3') can be operated in an assistance mode in which the user
inputs are interpreted and evaluated as control inputs for the functionalities and
additionally, at the same time, explanatory information is output which explains the
respective activated functionality and/or further operator control options, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an instruction mode in which captured
control inputs can be used to select a desired functionality with a multistage operator
control process, which functionality the user wishes to initiate and/or control, and
the selection of the desired functionality is automatically followed by a change to
the assistance mode, wherein the control device (5) outputs only explanatory information
which instructs the user to initiate and/or control the desired functionality, and
possibly additionally describes this desired functionality.
2. Vehicle system (3, 3') according to Claim 1, characterized in that the control device comprises a comparison module which is used to compare the control
inputs in an assistance mode, which is initiated by the instruction mode, with the
provided control inputs for initiating and/or controlling the desired functionality,
and a discrepancy and/or match prompts the output of an acknowledgement to the user.
3. Vehicle system (3, 3') according to either of the preceding claims, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an operator control mode in which control
inputs are interpreted and evaluated only as control inputs for operator control of
the provided functionalities and no additional explanatory information is output.
4. Vehicle system (3, 3') according to one of the preceding claims, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an explanatory mode in which the control
inputs are interpreted and evaluated only as control inputs for retrieving explanatory
information.
5. Vehicle system (3, 3') according to one of the preceding claims, characterized in that the vehicle system (3, 3') has a configuration unit which can be used to stipulate
one of the modes of operation to which the vehicle system (3; 3') changes following
a startup.
6. Vehicle system (3, 3') according to one of the preceding claims, characterized in that a first-time change, following a startup, to the instruction mode and/or the assistance
mode and/or the explanatory mode automatically prompts the output of explanatory information
which explains the output of explanatory information and the control thereof by the
control inputs.
7. Vehicle system (3, 3') according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one output device comprises an audio system (15) and the explanatory
information is output in the assistance mode only via an audio system.
8. Vehicle system (3, 3') according to one of the preceding claims, characterized in that the explanatory information is designed to present an artificial animated person
(45) when the explanatory information is output.
9. Method for operating a vehicle system in a motor vehicle (1), comprising the steps
of
capturing or receiving control inputs,
evaluating the control inputs and controlling and providing the functionalities of
the vehicle system (3, 3') on the basis of the control inputs,
wherein the vehicle system (3, 3') can be operated in an assistance mode in which
the control inputs are additionally, at the same time, evaluated for providing explanatory
information which explains the functionalities and/or further operator control of
the vehicle system (3, 3'), and the evaluation is taken as a basis for retrieving
explanatory information for the provided functionalities and/or further (current)
operator control options from a storage medium (7) and outputting it/them to the user
or to a plurality of users, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an instruction mode in which captured
control inputs are used to select a desired functionality with a multistage operator
control process, which functionality the user wishes to initiate and/or control, and
the selection of the desired functionality is automatically followed by a change to
the assistance mode, wherein the control device (5) outputs only explanatory information
which instructs the user to initiate and/or control the desired functionality, and
possibly additionally describes this desired functionality.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the assistance mode initiated by the instruction mode involves the control inputs
being compared with the provided control inputs for initiating and/or controlling
the desired functionality, and a discrepancy and/or match prompts the output of an
acknowledgement to the user.
11. Method according to either of Claims 9 and 10, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an operator control mode in which user
inputs are interpreted and evaluated only as control inputs and no additional explanatory
information is output.
12. Method according to one of Claims 9 to 11, characterized in that the vehicle system (3, 3') can be operated in an explanatory mode in which the user
inputs are interpreted and evaluated only as control inputs for retrieving explanatory
information.
13. Method according to one of Claims 9 to 12, characterized in that a first-time change, following a startup, to the instruction mode and/or the assistance
mode and/or the explanatory mode automatically prompts the output of explanatory information
which explains the output of explanatory information and the control thereof by the
control inputs.
14. Method according to one of Claims 9 to 13, characterized in that control inputs are captured which are used to stipulate one of the modes of operation
to which the vehicle system (3; 3') changes following a startup.
15. Method according to one of Claims 9 to 14, characterized in that the explanatory information is output using an animated artificial person (45).
1. Système de véhicule (3, 3') pour un véhicule automobile (1), ledit système mettant
à disposition de façon commandée, par le biais d'entrées de commande, des fonctionnalités
dans le véhicule automobile (1), comprenant une interface (9) de détection des entrées
de commande et d'affichage des informations et un dispositif de commande (5) pour
commander les fonctionnalités en fonction des entrées de commande détectées ;
un support de mémoire (7) étant rattaché au dispositif de commande (5) et mémorisant
des informations d'explication expliquant les fonctionnalités et/ou le mode de fonctionnement,
le dispositif de commande (5) étant réalisé pour appeler des informations d'explication
dans le support de mémoire (7) et pour sortir par parties les informations par le
biais de l'interface (9), le système de véhicule (3, 3') pouvant être utilisé dans
un mode d'assistance dans lequel les entrées de l'utilisateur sont interprétées comme
des entrées de commande pour les fonctionnalités et sont analysées et accompagnées
en outre simultanément d'informations d'explication expliquant la fonctionnalité respectivement
activée et/ou les possibilités d'utilisation supplémentaires ;
caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode d'instruction dans
lequel, à réception d'entrées de commande détectées, une fonctionnalité souhaitée
peut être sélectionnée avec un mode de commande à plusieurs niveaux que l'utilisateur
souhaite déclencher et/ou utiliser et après sélection de la fonctionnalité souhaitée,
est automatiquement basculé dans le mode d'assistance, le dispositif de commande (5)
n'envoyant que des informations d'explication pouvant amener l'utilisateur à déclencher
et/ou à utiliser la fonctionnalité souhaitée et décrivant en outre le cas échéant
cette fonctionnalité souhaitée.
2. Système de véhicule (3, 3') selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande comprend un module de comparaison à l'aide duquel les entrées
de commande sont comparées, dans un mode d'assistance déclenché par le mode d'instruction,
aux entrées de commande prévues pour déclencher et/ou utiliser la fonctionnalité souhaitée
et en ce qu'un message est envoyé à l'utilisateur en cas d'écart et/ou de correspondance des données.
3. Système de véhicule (3, 3') selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode de commande dans lequel
les entrées de commande ne sont traitées et analysées que comme des entrées de commande
permettant de commander les fonctionnalités mises à disposition et ne sont accompagnées
d'aucune information supplémentaire.
4. Système de véhicule (3, 3') selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode d'explication dans
lequel les entrées de commande ne sont traitées et analysées que comme des entrées
de commande permettant d'appeler des informations d'explication.
5. Système de véhicule (3, 3') selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') possède une unité de configuration permettant de déterminer
un des modes de fonctionnement dans lequel le système de véhicule (3 ; 3') bascule
après la mise en service.
6. Système de véhicule (3, 3') selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que lors d'un premier changement après une mise en service dans le mode d'instruction
et/ou le mode d'assistance et/ou le mode d'explication, des informations d'explication
sont automatiquement transmises expliquant la transmission des informations d'explication
et comment les commander au travers des entrées de commande.
7. Système de véhicule (3, 3'), selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins un dispositif de sortie comprend un système audio (15) et que la sortie
des informations d'explication n'est réalisée que par le biais d'un système audio
dans le mode d'assistance.
8. Système de véhicule (3, 3') selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les informations d'explication sont conçues pour représenter une personne animée
(45) artificielle lors de la sortie des informations d'explication.
9. Procédé d'utilisation d'un système de véhicule de véhicule automobile (1), comprenant
les étapes de :
détection ou réception d'entrées de commande ;
analyse des entrées de commande et commande et mise à disposition des fonctionnalités
du système de véhicule (3, 3') en fonction des entrées de commande ;
le système de véhicule (3, 3') pouvant être utilisé dans un mode d'assistance dans
lequel les entrées de commande sont analysées afin de mettre en outre simultanément
à disposition des informations d'explication expliquant les fonctionnalités et/ou
les possibilités d'utilisation supplémentaires du système de véhicule (3, 3') et des
informations d'explication des fonctionnalités mises à disposition et/ou des possibilités
de commande (actuelles) supplémentaires pouvant être appelées de façon correspondante
à partir du support de mémoire (7) en fonction de l'analyse et être transmises à l'utilisateur
ou à plusieurs utilisateurs ;
caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode d'instruction dans
lequel, à réception d'entrées de commande détectées, une fonctionnalité souhaitée
peut être sélectionnée avec un mode de commande à plusieurs niveaux que l'utilisateur
souhaite déclencher et/ou utiliser et après sélection de la fonctionnalité souhaitée,
est automatiquement basculé dans le mode d'assistance, le dispositif de commande (5)
n'envoyant que des informations d'explication pouvant amener l'utilisateur à déclencher
et/ou à utiliser la fonctionnalité souhaitée et décrivant en outre le cas échéant
cette fonctionnalité souhaitée.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans le mode d'assistance déclenché par le mode d'instruction, les entrées de commande
sont comparées aux entrées de commande prévues pour déclencher et/ou commander la
fonctionnalité souhaitée et en ce qu'un message est envoyé à l'utilisateur en cas d'écart et/ou de correspondance des données.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode de commande dans lequel
les entrées d'utilisateur ne sont traitées et analysées que comme des entrées de commande
et ne sont accompagnées d'aucune information d'explication supplémentaire.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le système de véhicule (3, 3') peut être utilisé dans un mode d'explication dans
lequel les entrées d'utilisateur ne sont traitées et analysées que comme des entrées
de commande permettant d'appeler des informations d'explication.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que lors d'un premier changement après une mise en service dans le mode d'instruction
et/ou le mode d'assistance et/ou le mode d'explication, des informations d'explication
sont automatiquement transmises expliquant la transmission des informations d'explication
et comment les commander au travers des entrées de commande.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé par une détection des entrées de commande permettant de déterminer un des modes de fonctionnement
dans lequel le système de véhicule (3 ; 3') bascule après une mise en exploitation.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que les informations d'explication sont conçues pour être représentées par le biais d'une
personne animée (45) artificielle.