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(11) |
EP 2 201 237 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.11.2012 Patentblatt 2012/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.09.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/061451 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/037095 (26.03.2009 Gazette 2009/13) |
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| (54) |
STEUERVENTIL FÜR EINEN KRAFTSTOFFINJEKTOR
CONTROL VALVE FOR A FUEL INJECTOR
SOUPAPE DE COMMANDE POUR INJECTEUR DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
17.09.2007 DE 102007044361
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STREICHER, Bernd
70794 Filderstadt (DE)
- NUSSBAUMER, Ralf
73230 Kirchheim Unter Teck (DE)
- HEINZ, Rudolf
71272 Renningen (DE)
- MENNICKEN, Michael
71299 Wimsheim (DE)
- RAPP, Holger
71254 Ditzingen (DE)
- FALTIN, Christian
70825 Korntal-Muenchingen (DE)
- EISENMENGER, Nadja
70469 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 612 403 DE-A1-102006 021 736
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EP-A- 1 939 441 DE-A1-102006 021 741
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein kraftausgeglichenes Steuerventil zur Steuerung eines Kraftstoffinjektors
einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Ein kraftausgeglichenes Steuerventil für einen Kraftstoffinjektor ist aus
EP 1 612 403 A1 bekannt, bei dem an einem Führungszapfen eines Ventilstücks eine Ventilhülse axial
beweglich geführt ist. Die Ventilhülse begrenzt eine Ventilkammer nach außen, die
mit einem Steuerraum einer Düsennadel des Kraftstoffinjektors über eine Ablaufbohrung
verbunden ist. Durch eine Schließfeder wird die Ventilhülse gegen einen am Ventilstück
ausgebildeten Ventilsitz gepresst und verschließt dadurch die Ventilkammer nach außen.
Die Ventilhülse wird von einem elektromagnetischen Stellelement bewegt und dabei kraftausgeglichen
betrieben, d. h., dass auf die Ventilhülse durch den Kraftstoff in der Ventilkammer
keine resultierende Kraft in deren Bewegungsrichtung ausgeübt wird. Zum Ansteuern
der Düsennadel des Kraftstoffinjektors wird der Steuerraum der Düsennadel über den
Ventilsitz mit einem Niederdruck/Rücklaufsystem verbunden und in Folge dessen druckentlastet.
[0003] Derartige kraftausgeglichene Steuerventile zeichnen sich dadurch aus, dass wegen
der hohen Kraftstoffdrücke von über 2000 bar aus Festigkeitsgründen ein vergleichsweise
großer Ventilsitzdurchmesser notwendig ist, da ansonsten die Gefahr eines Bruchs des
Ventilstücks im Bereich der vorliegenden Bohrungsverschneidungen besteht.
[0004] Aus diesem Grunde ist bereit in der
DE- Patentanmeldung 10 2006 021 736.5 vorgeschlagen worden, dass die Ventilhülse einen separaten Druckstift umschließt,
der lediglich die Aufgabe hat, die innerhalb der Ventilhülse sich befindende Ventilkammer
in axialer Richtung nach oben abzudichten. Durch die Trennung von Ventilstück und
Druckstift entfallen die komplizierten Bohrungsverschneidungen und damit insbesondere
die mit hohen Zugspannungen belasteten Bereiche des Ventilstücks. In der Folge kann
der Ventilsitzdurchmesser deutlich kleiner ausgelegt werden, als dies bei dem aus
der
EP 1 612 403 A1 bekannten Stand der Technik der Fall ist.
[0005] Um die Führung der Ventilhülse zu vereinfachen, wurde außerdem in der
DE-Patentanmeldung 10 2007 022 586.7 vorgeschlagen, die Ventilhülse an ihrem Außenumfang in einer Führungshülse zu führen,
die als ein vom Ventilstück separates Bauteil ausgebildet und am Ventilstück mittels
eines selbsthemmenden Reibschlusses festgelegt ist.
[0006] Beim Vorschlag der
DE-Patentanmeldung 10 2006 021 736.5 ist durch die ausgebildete Führung am Ventilstück der Ventilsitz in der Führung versenkt,
so dass die Oberfläche des Ventilsitzes nicht mehr frei zugänglich ist. Dadurch ist
der Ventilsitz nur durch eine aufwendige Schleiftechnik bearbeitbar. Auch bei einer
notwendigen Beschichtung der Oberfläche ist der Ventilsitz für den Beschichtungsprozess
nur sehr schwer zugänglich. Darüber hinaus kann der am Grund der Führungsbohrung befindliche
Ventilsitz nur noch als Flachsitz oder als konkaver Kegelsitz ausgeführt werden, nicht
jedoch als konvexer Kegelsitz, wobei letztere Sitzausführung aus Robustheitsgründen
vorteilhaft ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Führung für die Ventilhülse mit der
gleichen Genauigkeit zu schaffen, wie dies bei der bisherigen technischen Lösung der
Fall ist. Die Geometrie der Führung sollte es aber dabei erlauben, dass der Ventilsitz
für die Bearbeitung und die Beschichtung der Oberfläche frei zugänglich ist.
Darlegung der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der Erfindung wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Auf die Führungshülse wirkt eine Niederhaltefeder ein, derart, dass die Führungshülse
selbstzentrierend zur Achse der konischen Außenfläche auf dem Ventilstück aufliegt.
Aufgrund der Federkraft der Niederhaltefeder liegt die Führungshülse mit einer Vorspannkraft
auf dem Ventilstück auf. Dadurch richtet sich die Führungshülse koaxial zur Achse
der konischen Außenfläche am Ventilstück aus. Da die Symmetrieachsen der konischen
Außenfläche und der Ventilsitzfläche durch eine gemeinsame Bearbeitung identische
Symmetrieachsen am Ventilstück aufweisen, ist durch die Ausrichtung der Führungshülse
an der konischen Außenfläche die Führungshülse und damit auch die Ventilhülse zentriert
zum Ventilsitz am Ventilstück ausgerichtet. Es entfällt somit eine aufwendige, aufeinander
abgestimmte Bearbeitung von Führungsfläche und Ventilsitzfläche, um zu gewährleisten,
dass die Symmetrieachse der Führung für die Ventilhülse und die Symmetrieachse des
Ventilsitzes übereinstimmen. Zusätzlich ist die Ventilsitzfläche für eine Bearbeitung
und/oder Beschichtung nach außen vorstehend und damit frei zugänglich.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Maßnahmen der Unteransprüche
möglich.
[0010] Eine sichere Selbstzentrierung der Führungshülse wird erreicht, wenn die Führungshülse
mit einer umlaufenden Kante auf der konischen Außenfläche des Ventilstücks aufliegt.
Dazu weist die Führungshülse eine konische Innenfläche auf, wobei die umlaufende Kante
durch eine zwischen der konischen Innenfläche und einer Führungsbohrung vorliegenden
Verschneidung gebildet ist. Eine umlaufende, kreisförmige Auflage der Führungshülse
auf dem Ventilstück wird erreicht, wenn die konische Außenfläche des Ventilstücks
einen Kegelwinkel α und die konische Innenfläche der Führungshülse einen Kegelwinkel
β aufweisen, und wenn der Kegelwinkel β der konischen Innenfläche größer ist als der
Kegelwinkel α der konischen Außenfläche. Die Niederhaltefeder kann sich entweder an
einem gehäusefesten Bauteil abstützen oder in vorteilhafter Weise an der Ventilhülse
bzw. am Magnetanker. Im letzteren Fall wird die Differenz aus Ventilfederkraft und
Niederhaltefederkraft als mechanische Schließkraft auf den Ventilsitz der Ventilhülse
wirken. Damit bei offenen Ventilsitz die aus der Ventilkammer abströmende Kraftstoffmenge
ungehindert abströmen kann, ist eine hydraulische Verbindung zwischen einem Ringraum
und dem die Ventilhülse umgebenden Niederdruckraum vorhanden. Die hydraulische Verbindung
kann dabei durch mindestens eine Querbohrung in der Führungshülse und/oder durch mindestens
einen Flächenanschliff an der Ventilhülse und/oder durch mindestens eine Abströmbohrung
im Ventilstück, die dann den Absteuerstoß, z. B. auch nach unten vom Niederdruckraum
weg, abführen kann, ausgeführt sein.
Ausführungsbeispiel
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Figur zeigt eine schematische Darstellung
eines steuerventilseitigen Ausschnitts eines Kraftstoffinjektors in Verbindung mit
einem Common-Rail-System.
[0012] Der dargestellte steuerventilseitige Ausschnitt eines Kraftstoffinjektors 1 ist an
ein Common-Rail-System einer Brennkraftmaschine angeschlossen. Das Common-Rail-System
umfasst eine Rücklaufleitung 2, einen Vorratsbehälter 3, eine Hochdruckpumpe 4, einen
Kraftstoffspeicher 5 (Common-Rail) und eine Kraftstoffversorgungsleitung 6.
[0013] Der steuerventilseitige Ausschnitt des Kraftstoffinjektors 1 zeigt einen Ventilkörper
11, einen Düsenadelkolben 12 einer nicht dargestellten Düsennadel, ein Steuerventil
13, ein elektromagnetisches Stellelement 14 und ein Gehäuse 15 für das Stellelement
14. Das elektromagnetische Stellelement 14 umfasst eine Magnetspule 43, die in einer
Aufnahme 44 des Gehäuses 15 fixiert ist.
[0014] Der Ventilkörper 11 ist in einem nicht dargestellten Injektorgehäuse hydraulisch
dicht eingesetzt und trennt einen Niederdruckraum 17 von einem Hochdruckraum 18. An
den Hochdruckraum 18 ist die Kraftstoffversorgungsleitung 6 angeschlossen, die den
Hochdruckraum 18 mittels der Hochdruckpumpe 4 mit Systemdruck des Hochdruckspeichers
5 versorgt. Der Niederdruckraum 17 ist an die Rücklaufleitung 2 angeschlossen, die
mit Lecköldruck beaufschlagt ist und zu einem Niderdruck-/Rücklaufsystem gehört.
[0015] Der Düsennadelkolben 12 ist im Ventilkörper 11 geführt und mit einer Druckfläche
21 einem Steuerraum 20 ausgesetzt. Vom Hochdruckraum 18 führt eine Zulaufbohrung 23
mit einer Zulaufdrossel in den Steuerraum 20.
[0016] Das Steuerventil 13 umfasst ein Ventilstück 25, eine Ventilhülse 30 und eine Führungshülse
50. Das Ventilstück 25 ist einstückig mit dem Ventilkörper 11 verbunden. Das Ventilstück
25 ist mit einem ersten konischen Abschnitt 26, einem zweiten konischen Abschnitt
27 und mit einer koaxialen zylindrischen Vertiefung 37 ausgeführt. Der erste konische
Abschnitt 26 bildet eine konische Außenfläche 28 mit einem Winkel α. Der zweite konische
Abschnitt 27 bildet ein konische Ventilsitzfläche 29.
[0017] Die Ventilhülse 30 weist einen tellerförmigen Magnetanker 31, eine Aufnahmebohrung
32, eine stirnseitige Ringfläche 33 und eine Außenumfangsfläche 34 auf. In der Aufnahmebohrung
32 ist eine Druckstange 35 aufgenommen, die sich am Gehäuse 15 des Stellelements 14
abstützt. Die Druckstange 35 weist eine ventilsitzseitige Stirnfläche 36 auf. Die
stirnseitige Ringfläche 33 verläuft konisch, so dass diese mit einer Dichtkante mit
der konischen Ventilsitzfläche 29 des Ventilstücks 25 zusammenwirkt und mit dieser
einen Ventilsitz 38 ausbildet. Innerhalb der Ventilhülse 30 bildet sich unterhalb
der Stirnfläche 36 der Druckstange 35 eine Ventilkammer 40 aus, die über eine Bohrung
41 mit einer Ablaufdrossel 42 mit dem Steuerraum 20 hydraulisch verbunden ist.
[0018] Aufgrund der Tatsache, dass die Ventilhülse 30 keine in axialer Richtung wirkende
Druckangriffsfläche für den Kraftstoff innerhalb der Ventilkammer 40 aufweist, handelt
es sich bei dem Steuerventil 13 um ein in axialer Richtung druckausgeglichenes Servo-Ventil.
[0019] Die Führungshülse 50 weist eine Führungsbohrung 51 auf, in der die Außenumfangsfläche
34 der Ventilhülse 30 geführt ist. Die Führungshülse 50 ist an einer zum Ventilstück
25 weisenden Stirnfläche mit einer konischen Innenfläche 52 mit einem Kegelwinkel
β ausgeführt. Zweckmäßigerweise ist der Kegelwinkel β der konischen Innenfläche 52
geringfügig größer als der Kegelwinkel α der konischen Außenfläche 28 des konischen
Abschnitts 26 des Ventilstücks 25. Dadurch bildet die Verschneidung zwischen der konischen
Innenfläche 52 und der Führungsbohrung 51 eine kreisförmige Kante 54 aus, mit der
die Führungshülse 50 auf der konischen Außenfläche 28 des Ventilstücks 25 aufliegt.
Dadurch richtet sich die Führungshülse 50 koaxial und parallel zur Achse des konischen
Abschnitts 26 am Ventilstück 25 aus. Da der konische Abschnitt 26 und die den Ventilsitz
38 ausbildende konische Ventilsitzfläche 29 die gleiche Symmetrieachse besitzen, ist
durch die Führung der Ventilhülse 30 in der Führungshülse 50 auch die Ventilhülse
30 mit ihrer stirnseitigen Ringfläche 33 koaxial zur konischen Ventilsitzfläche 29
des Ventilstücks 25 ausgerichtet. Dadurch liegt der Ventilsitz 38 zwischen Ventilhülse
30 und Ventilsstück 25 als eine geschlossene, umlaufende Linienauflage vor.
[0020] Zwischen Ventilstück 25, Ventilhülse 30 und Führungshülse 50 ist weiterhin ein Ringraum
55 angeordnet, der über eine durch die Führungshülse 50 geführte Bohrung 56 mit dem
Niederdruckraum 17 verbunden ist. Die als hydraulische Verbindung ausgeführte Bohrung
56 kann jedoch auch mittels eines Flächenanschliffs an der Ventilhülse 30 oder durch
mindestens eine Abströmbohrung im Ventilstück 25, die dann den Absteuerstoß in den
Niederdruckraum 17 abführt, ausgeführt sein. Ebenso kann statt der Bohrung 56 eine
oder mehrere radial verlaufende Nuten in der konischen Innenfläche 52 vorgesehen sein.
[0021] Die Ventilhülse 30 ist mittels einer ersten Schließfeder 46 in Schließrichtung des
Ventilsitzes 38 gegen die konische Ringfläche 29 vorgespannt. Die Führungshülse 50
wird mittels einer zweiten Niederhaltefeder 47, die sich beispielsweise an der Ventilhülse
30 abstützt, gegen das Ventilstück 25 gedrückt. Um eine Schließkraft für die Ventilhülse
30 und Ventilsitz 38 zu erzielen, ist es notwendig, dass die Kraft der Schließfeder
46 größer ist als die Druckkraft der Niederhaltefeder 47, denn die mechanische Schließkraft
für den Ventilsitz 38 ergibt sich aus der Differenz der Federkräfte von Schließfeder
46 und Niederhaltefeder 47.
[0022] Zum Ansteuern der Düsennadel wird das Stellelement 14 betätigt, indem der Magnetanker
31 zur Magnetspule 43 gezogen wird. Dabei bewegt sich die Ventilhülse 30 in axialer
Richtung nach oben und der Ventilsitz 38 wird freigegeben. Dadurch entsteht eine hydraulische
Verbindung zwischen Ventilkammer 40 und dem Niederdruckraum 17 über den Ringraum 55
und die Bohrung 56. Über die Ablaufbohrung 41 mit der Ablaufdrossel 42 wird infolgedessen
der Steuerraum 20 mit dem Niederdruckraum 17 verbunden und dadurch druckentlastet.
Auf eine nicht dargestellte Druckschulter der Düsennadel wirkt eine vom Hochdruckraum
18 ausgehende Öffnungskraft, die größer ist als die im Steuerraum 20 auf die Druckfläche
21 wirkende Schließkraft. Infolgedessen hebt die Düsennadel vom Düsennadelsitz ab
und Kraftstoff wird mit dem Systemdruck des Kraftstoffhochdruckspeichers 6 in den
Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt.
1. Steuerventil für ein Kraftstoffinjektor mit einem Ventilstück (25) und einer Ventilhülse
(30), die axial beweglich geführt ist und mit einer Schließkraft gegen einen am Ventilstück
(25) ausgebildeten Ventilsitz (38) rückt, wobei das Ventilstück (25) eine konischen
Außenfläche (28) aufweist, wobei die Ventilhülse (30) von einem Stellelement (14)
betätigbar ist, wobei zwischen Ventilhülse (30) und Ventilstück (25) eine Ventilkammer
(40) ausgebildet ist, wobei die Ventilkammer (40) über eine Ablaufbohrung (41) mit
einem Steuerraum (20) einer Düsennadel hydraulisch verbunden ist, wobei die Ventilkammer
(40) in einen Niederdruckraum (17), der mit einem Niederdruck-/Rücklaufsystem hydraulisch
verbunden ist, über den Ventilsitz (38) druckentlastbar ist, und wobei die Ventilhülse
(30) an einer Außenumfangsfläche (34) von einer Führungshülse (50) geführt ist, welche
als ein von dem Ventilstück (25) separates Bauteil ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Niederhaltefeder (47) vorgesehen ist, die auf die Führungshülse (50) einwirkt,
derart, dass die Führungshülse (50) selbstzentrierend zur Achse der konischen Außenfläche
(28) auf dem Ventilstück (25) aufliegt.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungshülse (50) eine umlaufende Kante (54) ausgebildet ist, mit der die
Führungshülse (50) auf der konischen Außenfläche (28) des Ventilstücks (25) aufliegt.
3. Steuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (40) eine konische Innenfläche (52) aufweist, und dass die umlaufende
Kante (54) durch eine zwischen der konischen Innenfläche (52) und einer Führungsbohrung
(51) vorliegenden Verschneidung gebildet ist.
4. Steuerventil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die konische Außenfläche (28) des Ventilstücks (25) einen Kegelwinkel α und die konische
Innenfläche (52) der Führungshülse (50) einen Kegelwinkel β aufweisen, und dass der
Kegelwinkel β der konischen Innenfläche (52) größer ist als der Kegelwinkel α der
konischen Außenfläche (28).
5. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Niederhaltefeder (47) an einem gehäusefesten Bauteil oder an der Ventilhülse
(30) abstützt.
6. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Ventilhülse (30), der Führungshülse (50) und dem Ventilstück (25) ein
Ringraum (55) ausgebildet ist, der über einen Verbindungskanal (56) hydraulisch mit
dem Niederdruckraum (17) verbunden ist.
7. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ventilhülse (30) eine Aufnahmebohrung (32) zur Aufnahme einer Druckstange
(35) ausgebildet ist.
8. Steuerventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Ventilhülse (50) und Ventilstück (25) eine Ventilkammer (40) ausgebildet
ist, welche von der Ventilhülse (30) in Zusammenwirken mit dem Ventilsitz (38) und
von einer ventilsitzseitigen Stirnfläche (36) der Druckstange (35) begrenzt ist.
1. Control valve for a fuel injector, having a valve piece (25) and having a valve sleeve
(30) which is guided in an axially movable fashion and which abuts with a closing
force against a valve seat (38) formed on the valve piece (25), wherein the valve
piece (25) has a conical outer surface (28), wherein the valve sleeve (30) can be
actuated by an actuating element (14), wherein a valve chamber (40) is formed between
the valve sleeve (30) and the valve piece (25), wherein the valve chamber (40) is
hydraulically connected to a control chamber (20) of a nozzle needle via an outflow
bore (41), wherein the valve chamber (40) can be relieved of pressure via the valve
seat (38) into a low-pressure chamber (17) which is hydraulically connected to a low-pressure/return
system, and wherein the valve sleeve (30) is guided on an outer circumferential surface
(34) of a guide sleeve (50) which is formed as a component separate from the valve
piece (25), characterized in that a hold-down spring (47) is provided which acts on the guide sleeve (50) in such a
way that the guide sleeve (50) bears against the valve piece (25) with a self-centring
action with respect to the axis of the conical outer surface (28).
2. Control valve according to Claim 1, characterized in that, on the guide sleeve (50), there is formed an encircling edge (54) by means of which
the guide sleeve (50) bears against the conical outer surface (28) of the valve piece
(25).
3. Control valve according to Claim 2, characterized in that the guide sleeve (50) has a conical inner surface (52), and in that the encircling edge (54) is formed by an intersection between the conical inner surface
(52) and a guide bore (51).
4. Control valve according to Claim 2 or 3, characterized in that the conical outer surface (28) of the valve piece (25) has a cone angle α and the
conical inner surface (52) of the guide sleeve (50) has a cone angle β, and in that the cone angle β of the conical inner surface (52) is larger than the cone angle
α of the conical outer surface (28).
5. Control valve according to Claim 1, characterized in that the hold-down spring (47) is supported on a component fixed with respect to a housing
or on the valve sleeve (30).
6. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that, between the valve sleeve (30), the guide sleeve (50) and the valve piece (25), there
is formed an annular chamber (55) which is hydraulically connected to the low-pressure
chamber (17) via a connecting duct (56).
7. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that a receiving bore (32) for receiving a thrust rod (35) is formed in the valve sleeve
(30).
8. Control valve according to one of the preceding claims, characterized in that, between the valve sleeve (30) and valve piece (25), there is formed a valve chamber
(40) which is delimited by the valve sleeve (30) in interaction with the valve seat
(38) and by a valve-seat-side end surface (36) of the thrust rod (35).
1. Soupape de commande pour un injecteur de carburant comprenant une pièce de soupape
(25) et une douille de soupape (30), qui est guidée de manière déplaçable axialement
et qui presse avec une force de fermeture contre un siège de soupape (38) réalisé
sur la pièce de soupape (25), la pièce de soupape (25) présentant une surface externe
conique (28), la douille de soupape (30) pouvant être actionnée par un élément de
réglage (14), une chambre de soupape (40) étant réalisée entre la douille de soupape
(30) et la pièce de soupape (25), la chambre de soupape (40) étant connectée hydrauliquement
par le biais d'un alésage d'écoulement (41) à un espace de commande (20) d'une aiguille
de buse, la chambre de soupape (40) pouvant être détendue en pression par le biais
du siège de soupape (38) dans un espace basse pression (17) qui est connecté hydrauliquement
à un système de retour/basse pression, et la douille de soupape (30) étant guidée
sur une surface périphérique externe (34) par une douille de guidage (50) qui est
réalisée sous forme de composant séparé de la pièce de soupape (25), caractérisée en ce qu'un ressort de maintien vers le bas (47) est prévu, lequel agit sur la douille de guidage
(50) de telle sorte que la douille de guidage (50) repose de manière autocentrée par
rapport à l'axe de la surface externe conique (28) sur la pièce de soupape (25).
2. Soupape de commande selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une arête périphérique (54) est réalisée sur la douille de guidage (50), avec laquelle
la douille de guidage (50) repose sur la surface externe conique (28) de la pièce
de soupape (25).
3. Soupape de commande selon la revendication 2, caractérisée en ce que la douille de guidage (50) présente une surface interne conique (52) et en ce que l'arête périphérique (54) est formée par une découpure réalisée entre la surface
interne conique (52) et un alésage de guidage (51).
4. Soupape de commande selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la surface externe conique (28) de la pièce de soupape (25) présente un angle de
conicité α et la surface interne conique (52) de la douille de guidage (50) présente
un angle de conicité β, et en ce que l'angle de conicité β de la surface interne conique (52) est supérieur à l'angle
de conicité α de la surface externe conique (28).
5. Soupape de commande selon la revendication 1, caractérisée en ce que le ressort de maintien vers le bas (47) s'appuie sur un composant fixé au boîtier
ou sur la douille de soupape (30).
6. Soupape de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'entre la douille de soupape (30), la douille de guidage (50) et la pièce de soupape
(25) est réalisé un espace annulaire (55) qui est connecté hydrauliquement à l'espace
basse pression (17) par le biais d'un canal de liaison (56).
7. Soupape de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un alésage de réception (32) pour recevoir une tige de pression (35) est réalisé dans
la douille de soupape (30).
8. Soupape de commande selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'entre la douille de soupape (30) et la pièce de soupape (25) est réalisée une chambre
de soupape (40), qui est limitée par la douille de soupape (30) en coopération avec
le siège de soupape (38) et par une surface frontale (36) du côté du siège de soupape
de la tige de pression (35).

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