| (19) |
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(11) |
EP 2 201 238 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.01.2011 Patentblatt 2011/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.09.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/062369 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/053175 (30.04.2009 Gazette 2009/18) |
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| (54) |
STREUFLUSSREDUZIERTER ANKER
LEAKAGE FLUX REDUCED ARMATURE
ARMATURE RÉDUISANT LE FLUX DE FUITE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.10.2007 DE 102007049974
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FRIDRICH, Juergen
70565 Stuttgart (DE)
- VOEHRINGER, Peter
71701 Schwieberdingen (DE)
- ULM, Juergen
74575 Schrozberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 650 865 DE-B3-102004 032 229 US-A- 5 207 410
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DE-A1- 19 708 104 US-A- 3 592 392 US-A- 5 752 308
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Gemäß
DE 196 50 865 A1 und
DE 197 08 104 A1 ist der Anker eines Magnetventiles als zweiteiliger Magnetanker ausgebildet, um so
die bewegte Masse der Einheit aus Anker und Ventilglied und damit eine das Prellen
verursachende kinetische Energie zu verringern.
[0002] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Magnetventilen wird ein Ventilelement
im unbestromten, dies bedeutet im inaktiven Zustand des Magnetventiles, über eine
vorgespannte Druckfeder gegen einen Anschlag gedrückt. Dieser Anschlag ist in den
meisten Fällen identisch mit dem Ventilsitz. Im Ruhezustand des Magnetventiles, d.h.
bei unbestromter Magnetspule des Magnetventiles, ist das Magnetventil geschlossen,
d.h. der Ankerbolzen mit daran aufgenommenem Schließelement wird durch eine Ventilfeder
in den Sitz des Schließelementes gedrückt. Wird die Magnetspule des Magnetventiles
hingegen bestromt, so entsteht eine Kraft, die das Schließelement gegen die Kraft
der Schließfeder vom Sitz wegbewegt. Nach Ende der Bestromung sorgt die bei der Aufwärtsbewegung
des Ankerbolzens vorgespannte Schließfeder dafür, dass das Schließelement wieder in
seine Ausgangsposition gestellt wird. Dies ist unabhängig davon, ob mittels des Schließelementes
ein druckausgeglichenes oder ein druckabhängig vorgespanntes Ventil betätigt wird.
[0003] In Hochdruckspeichereinspritzsystemen wie zum Beispiel Common-Rail-Speichereinspritzsystemen,
die an selbstzündenden Verbrennungskraftmaschinen eingesetzt werden, werden elektrisch
gesteuerte Kraftstoffinjektoren zur präzisen Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum
der Verbrennungskraftmaschine eingesetzt. Diese Kraftstoffinjektoren umfassen verschiedene
Ventile, die jeweils von einem Magneten angesteuert werden. Wie alle magnetischen
Steller umfasst eine Magnetbaugruppe eine Magnetspule, einen Magnetkern sowie einen
Anker, sei er ein- oder mehrteilig aufgebaut. Eine Hochdrucksteuereinheit für ein
Magnetventil gemäß
DE 196 50 865 A1 umfasst eine Magnetgruppe, eine Ankergruppe und eine Ventilgruppe. Die zur Betätigung
der Kraftstoffinjektoren eingesetzten Magnetventilbaugruppen umfassen neben der Ankerbaugruppe,
die ein- oder mehrteilig ausgebildet sein kann, einen Magnetkern, in den eine Magnetspule
mit einer Anzahl von Windungen eingelassen ist. Der Magnetkern mit darin eingebetteter
Spule ist von einer Magnethülse umschlossen, die in der Regel aus einem paramagnetischen
Werkstoff wie zum Beispiel X8CrNi18-9 gefertigt wird. Dieser paramagnetische Werkstoff
stellt einen erheblichen Kostenfaktor bei bisher eingesetzten Magnetventilbaugruppen
dar.
[0004] Magnetventilbaugruppen, die mittels eines Elektromagneten angesteuert werden, weisen
sehr kurze Schaltzeiten auf. Die Schaltzeit beim Einschalten setzt sich zusammen aus
einem Ansprechverzug, bei dem die Bestromung beginnt, bis zum Beginn der Ankerbewegung
und der Hubzeit, d.h. dem Beginn der Ankerbewegung bis zum Ende der Ankerbewegung
und Erreichen des Ankeranschlages. Die Schaltzeit wird neben der Ansteuerung durch
das Steuergerät noch von dem Magnetwerkstoff, insbesondere dessen spezifischer elektrischer
Leitfähigkeit sowie durch die Magnetkreisgeometrie bestimmt. Um bei einem Elektromagneten
kurze Schaltzeiten hinsichtlich des Anzugsverzug und der Hubzeit zu erreichen, werden
als geometrische Maßnahmen eine Schlitzung des Ankers bzw. Ankerausklinkungen vorgenommen.
Ausklinkungen stellen eine Wegnahme von flussführendem Ankervolumen zur Wirbelstromreduzierung
dar, sowie Schlitze unterbinden die Wirbelstromzirkulation im Anker und stellen den
Stand der Technik dar, um kurze Schaltzeiten zu erreichen.
[0005] Die genannten Maßnahmen gehen jedoch mit dem entscheidenden Nachteil einher, dass
nach Beginn der Aktorbestromung, d.h. nach dem Beginn der Bestromung des Elektromagneten
ein großer Anteil des sich einstellenden magnetischen Flusses durch die Ausklinkung
bzw. den Schlitz fließt, ohne einen Beitrag zur magnetischen Kraft zu leisten. Eine
Felddiffusion am Anker beginnt von beiden Seiten gleichermaßen her. Unter beiden Seiten
sind die Ankerunterseite bzw. die Ankeroberseite des Ankers zu verstehen. Zudem bilden
in der Kernbohrung befindliche Bauelemente wie zum Beispiel ein Ankerbolzen der Ankerbaugruppe
und ein Sicherungsring einschließlich eines Ankerschaftes, mit welchem die Ankerplatte
den Ankerbolzen umschließt, beim Ansprechverzug sehr hohe magnetische Flussdichten
aus. Die Ursachen derselben stellen extreme Streuflussausbildungen dar. Die Folge
ist eine beträchtliche Verlängerung des Ansprechverzuges. Um Einspritzungen durch
den Kraftstoffinjektor jedoch in kurzer Abfolge tätigen zu können, ist ein kurzer
Ansprechverzug von außerordentlichem Vorteil. Zudem wirken sich hohe Flussdichten
in den genannten Bereichen zudem verlängernd auf die Abfallzeit aus.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Streuflussbildung an Ankerbaugruppen
zu minimieren, um Schaltzeiten von Magnetventilen zu verkürzen.
[0008] Innerhalb des Ansprechverzuges ist das magnetische Feld nur partiell in den Anker
eingedrungen. Die Wirkung der im Anker, insbesondere in der Ankerplatte der Ankerbaugruppe
vorgesehenen Radialschlitzung als wirbelstromverhindernde Maßnahme nach Beginn der
Bestromung, unterliegt der Wirkung der durch die Radialschlitze des Ankers vorbeigeleiteten
magnetischen Flüsse. Mit fortschreitender Zeit ist eine Umkehrung der Effekte zu verzeichnen.
Um zusätzlich einen kurzen Ansprechverzug bei einer kurzen Hubzeit zu erreichen, wird
eine streuflussreduzierte Ankergeometrie vorgeschlagen. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene
streuflussreduzierte Ankergeometrie zeichnet sich dadurch aus, dass der Anker eine
durchgehende Ankerscheibe ohne Schlitze und Ausklinkungen umfasst, wobei ein Steg
verbleibt. Die Unterseite einer Polfläche (Planseite) der Ankerplatte weist zum Beispiel
in einem Winkel von 60° angeordnete Rillen auf. Diese Rillen verlaufen zum Beispiel
in einer 60°-Teilung entlang des Umfangs der Ankerplatte auf der Unterseite, d.h.
auf der der Polfläche der Ankerplatte abgewandten Seite der Ankerplatte. Die Rillen,
die anstelle einer 60°-Teilung auch in einer anderen Gradteilung an der Unterseite
der Ankerplatte ausführbar sind, weisen zur Polfläche hin jedoch auch Vollmaterial
auf, d.h. die Polfläche selbst wird durch die Rillen nicht unterbrochen, so dass sich
eine geschlossene Polfläche ausbildet. Anstelle der sechs an der Ankerplattenunterseite
verlaufenden Rillen können auch vier oder acht Rillen - dann jedoch in unterschiedlicher
Umfangsteilung - auf der der Polfläche, d.h. der Planseite der Ankerbaugruppe abgewandten
Ankerplattenunterseite verlaufen. Im Unterschied zu Ankerbaugruppen, insbesondere
aus dem Stand der Technik bekannten Ankerplatten, weist die Ankerplatte gemäß der
vorliegenden Erfindung keinen Radialschlitz mehr auf, der bisher als Wirbelstrom vermindernde
Maßnahme verwirklicht wurde. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ankerplatte weist
eine homogene Polfläche auf. Bei Bestromung, der oberhalb der Polfläche der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Ankerbaugruppe angeordneten Magnetspule erfolgt, dringt der magnetische
Fluss über die plane Polfläche in die Ankerbaugruppe ein, so dass sich eine Streuflussausbildung
reduziert. Eine zusätzliche Felddiffusion, die sich im Allgemeinen an der Ankerplattenunterseite
einstellt, wird abgeschwächt bzw. idealerweise ganz unterdrückt. Dadurch stellt sich
eine geringe Flussdichte im Ankerschaft, d.h. einem halsförmigen Ansatz unterhalb
der Ankerplatte im Ankerbolzen und im Sicherungsring zur Zeit des Ansprechverzugs
ein.
[0009] Mit fortschreitender Zeit ist das magnetische Feld bereits soweit in den Anker hinein
diffundiert, dass nunmehr die in radiale Richtung sich erstreckenden Rillen an der
Ankerunterseite als wirbelstromvermindernde Maßnahmen zu wirken beginnen. Eine Abfallzeit
des Magnetventiles wird aufgrund der geringeren Flussdichte, die sich im Ankerschaft,
im Ankerbolzen und im Sicherungsring einstellt, erheblich reduziert.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung lässt sich sowohl an selbstzündenden Verbrennungskraftmaschinen
wie auch an fremdgezündeten Verbrennungskraftmaschinen, so zum Beispiel Verbrennungskraftmaschinen
mit Bezindirekteinspritzung einsetzen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0011] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Darsicht auf eine geschnitten dargestellte Magnetbaugrup- pe,
- Figur 2
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des sich einstellenden magnetischen Flusses
und
- Figur 3
- eine Ausführungsform der streuflussreduzierten Ankergeometrie.
Ausführungsformen
[0013] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Magnetbaugruppe.
[0014] Figur 1 ist zu entnehmen, dass eine Magnetbaugruppe 10 einen Magnethalter 12 umfasst,
der an seiner Außenumfangsfläche mit einer Ringnut 14 versehen ist. In diese Ringnut
wird bei der Montage des Magnethalters 12 ein O-Ring eingelegt, mit welchem der Magnethalter
12 bei der Montage gegen den Injektorkörper eines Kraftstoffinjektors abgedichtet
wird. Im Magnethalter 12 ist ein Magnetkern 16 aufgenommen, der eine Magnetspule 18
umschließt. Die Magnetspule 18 innerhalb des Magnetkernes 16 wirkt mit einer Ankerbaugruppe
20 zusammen, die einen Ankerbolzen 26 und eine Ankerplatte 28 umfasst. Im Falle einer
mehrteiligen Ausbildung der Ankerbaugruppe 20 sind der Ankerbolzen 26 und die Ankerplatte
28 über eine Sicherungsscheibe 22 miteinander verbunden, die zusätzlich von einer
Sicherungshülse 24 umschlossen ist.
[0015] Figur 2 zeigt die Magnetbaugruppe 10 gemäß der Darstellung in Figur 1 hinsichtlich
des sich einstellenden magnetischen Flusses.
[0016] Wie Figur 2 zu entnehmen ist, stellt sich durch den Magnetkern 16 der Magnetbaugruppe
ein magnetischer Fluss 42 ein. Dieser verläuft um die Magnetspule 18 herum, vergleiche
Bezugszeichen 42 in Figur 2. Ein großer Teil des magnetischen Flusses 42 verläuft
jedoch durch den wirbelstromreduzierenden Radialschlitz 40, vergleiche Position 44
in Figur 2. Figur 2 lässt sich zudem entnehmen, dass sich an der Unterseite 36 der
Ankerplatte 28 die Felddiffusion einstellt, die keinen Beitrag zur magnetischen Krafterzeugung
in axialer Richtung liefert. Zudem bilden die sich in einer Kernbohrung 30 des Magnetkerns
16 befindenden Bauelemente in der Darstellung gemäß Figur 2 die Sicherungsscheibe
22 sowie der Ankerbolzen 26 einschließlich des Ankerschaftes 52 während des Ansprechverzuges
sehr hohe magnetische Flussdichten aus, vergleiche Streufluss 46 in Figur 2 innerhalb
der Kernbohrung 30. Die Ursache für die Verluste des magnetischen Flusses durch den
Schlitz, vergleiche Position 44 gemäß Figur 2 sowie für den sich in der Kernbohrung
30 des Magnetkerns 12 einstellenden Streufluss 46, ist in Streuflussausbildungen zu
sehen, die eine deutliche Verlängerung des Ansprechverzuges bewirken. Unter Ansprechverzug
ist die Zeitspanne zu verstehen, die zwischen dem Beginn der Bestromung der Magnetspule
18 bis zum Beginn der Bewegung der Ankerbaugruppe 20 vergeht.
[0017] Figur 3 zeigt den gegenüber einer Ankerbaugruppe, die eine streuflussreduzierte Ankergeometrie
aufweist.
[0018] Wie der Darstellung gemäß Figur 3 zu entnehmen ist, umfasst die dort dargestellte
Ankerbaugruppe 20 einen beispielsweise einteilig ausgebildeten Anker, bei dem der
Ankerbolzen 26 und die Ankerplatte 28 ein einziges Bauteil darstellen. Aus der in
Figur 3 dargestellten Seitenansicht geht hervor, dass eine Polfläche 54 der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Ankerbaugruppe 20 im Wesentlichen plan ausgebildet ist. Die Polfläche
54 der Ankerplatte 28 ist kreisförmig beschaffen und symmetrisch zur Achse 60 ausgeführt.
Während die Oberseite, d.h. die Polfläche 54 der Ankerplatte 28 der Ankerbaugruppe
20 plan ausgebildet ist und keine Unterbrechung in Form eines Radialschlitzes 40 zur
Wirbelstromreduktion aufweist, befinden sich an der der Polfläche 54 gegenüberliegenden
Unterseite der Ankerplatte 28 rillenförmig verlaufende Vertiefungen 56. Die rillenförmig
verlaufenden Vertiefungen 56 an der Unterseite der Ankerplatte 28 sind so ausgebildet,
dass zwischen dem Grund einer zum Beispiel rechteckförmig ausgebildeten nutförmigen
Rille und der Polfläche 54 der Ankerplatte 28 eine Stegdicke 58 von wenigen Zehntelmillimetern
verbleibt. Aufgrund dieses Umstandes kann die Polfläche 54 plan und nicht unterbrochen
gestaltet werden.
[0019] Aus der Darstellung gemäß Figur 3 geht hervor, dass sich an der Unterseite der Ankerplatte
28 der Ankerbaugruppe 20 zum Beispiel sechs in einer Winkelteilung von 60°, vergleiche
Position 62 in Figur 3 in radiale Richtung 64 erstreckende Rillen 56 befinden. Aus
Figur 3 lässt sich entnehmen, dass in der dort dargestellten Ausführungsform der Rillen
56 diese einen rechteckförmigen Nutgrund aufweisen. Der Nutgrund könnte auch gerundet
oder in einer anderen Geometrie entsprechend des eingesetzten Werkzeuges beschaffen
sein. In Figur 3 ebenfalls dargestellten Draufsicht auf die Polfläche 54 der Ankerplatte
28 der erfmdungsgemäß vorgeschlagenen Ankerbaugruppe 20 ergibt sich, dass die Polfläche
54 keine Diskontinuität in Form eine sich in radiale Richtung erstreckenden Radialschlitzes
40 aufweist, sondern geschlossen ausgebildet ist. Die in der Draufsicht gemäß Figur
3 gestrichelt dargestellten rillenförmigen Vertiefungen 56 verlaufen allesamt an der
Unterseite der Ankerplatte 28, d.h. auf der der Polfläche 54 abgewandten Seite der
Ankerplatte 28.
[0020] Die Ankerbaugruppe 20 weist die erfindungsgemäß vorgeschlagene streuflussreduzierte
Ankergeometrie 50 auf, gemäß der die Ankerplatte 28 ohne Schlitze bzw. Ausklinkungen
jedoch mit verbleibender Stegdicke 58 zwischen dem Grund der Rillen 56 und der Polfläche
54 der Ankerplatte 28. Beim Einschalten des Magnetkernes 16 der Magnetbaugruppe 10
dringt der sich einstellende magnetische Fluss 42 über die plan ausgebildete Polfläche
54 in die Ankerbaugruppe 20 ein. Aufgrund des Fehlens des Radialschlitzes 40 stellt
sich ein reduzierter Streufluss ein, so dass der Anteil des magnetischen Flusses 42,
der zur Erzeugung der Magnetkraft erzeugt wird, ansteigt. Eine zusätzliche Felddiffusion,
die sich in der Regel an der Ankerunterseite, d.h. an der Unterseite der Ankerplatte
28 einstellt, wird abgeschwächt bzw. idealerweise vollständig unterdrückt. Dadurch
stellt sich eine geringere Flussdichte im Schaft 52 der Ankerbaugruppe 20 im Ankerbolzen
26 und in der Sicherungsscheibe 22, insbesondere zur Zeit des Ansprechverzuges ein.
Durch die ergriffene Maßnahme kann der Ansprechverzug, d.h. die Zeitspanne zwischen
Beginn der Bestromung der Magnetspule 18 bis zum Beginn der Bewegung der Ankerplatte
28 verkürzt werden. Mit fortschreitender Zeit ist das magnetische Feld bereits soweit
in die Ankerbaugruppe 20 diffundiert, dass nunmehr im Radialverlauf 64 angeordneten
Rillen 56 als wirbelstromvermindernde Maßnahme zu wirken beginnen. Die Aufgabe, die
bei den Lösungen gemäß des Standes der Technik der Radialschlitz 40, vergleiche Darstellung
gemäß Figur 2, übernommen hat, und der eine Unterbrechung der Polfläche 54 durch einen
Radialschlitz 40 zur Folge hatte, ist nunmehr an die Unterseite die zum Beispiel in
60°-Teilung angeordneten Rillen 56 verlagert. Diese beginnen mit fortschreitender
Zeit als wirbelstromvermindernde Maßnahmen zu wirken, so dass das Vorsehen des Radialschlitzes
40, d.h. das Erzeugen einer Unstetigkeitsstelle oder einer Inhomogenität in der Polfläche
54 und daraus entstehende Verlustes 44 minimiert werden können. Die Abfallzeit, während
die Ankerplatte 28 wieder zurückgestellt wird und demzufolge der Ankerhubweg in Gegenrichtung
durchlaufen wird, lässt sich aufgrund der sich einstellenden geringeren Flussdichte
im Ankerschaft 52, im Ankerbolzen 26 und in der Sicherungsscheibe 22 ebenfalls reduzieren.
[0021] Wenn auch in der Darstellung gemäß Figur 3 an der Unterseite der Ankerplatte 28 die
Rillen 56 in einer 60°-Teilung 62 ausgebildet sind und sich im Wesentlichen in radiale
Richtung 64 in Bezug auf die Achse 60 erstrecken, können an der Unterseite 36 der
Ankerplatte 28 auch eine andere Anzahl von Rillen 56 ausgeführt werden, die dann zum
Beispiel in einer 90°-Teilung und einer 45°-Teilung verlaufen. Diese möglichen Ausführungsvarianten
zur Realisierung einer streuflussreduzierten Ankergeometrie 50 sind zeichnerisch jedoch
nicht dargestellt.
1. Magnetventilbaugruppe, insbesondere zur Betätigung eines Kraftstoffinjektors, mit
einem Magnetkern (16), in den eine Magnetspule (18) eingelassen ist, die eine Ankerbaugruppe
(20) betätigt, welche einen Ankerbolzen (26) und eine Ankerplatte (28, 52) aufweist,
wobei die Ankerplatte (28, 52) eine im Wesentlichen plan und unterbrechungsfrei ausgebildete
Polfläche (54) aufweist, welche der Magnetbaugruppe (10) gegenüberliegend ausgeführt
ist und in Bezug auf diese plan verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (28) an ihrer Unterseite (36) eine Anzahl von Rillen (56) aufweist,
welche eine streuflussreduzierte Ankergeometrie (50) ausbilden.
2. Magnetventilbaugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Unterseite (36) der Ankerplatte (28) verlaufenden Rillen (56) in radiale
Richtung (64) verlaufen.
3. Magnetventilbaugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Unterseite (36) der Ankerplatte (28) verlaufenden Rillen in einer 60°-Teilung
(62), in einer 45°-Teilung oder in einer 90°-Teilung verlaufen.
4. Magnetventilbaugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Polfläche (54) der Ankerplatte (28) und einem Boden der Rillen (56)
eine Stegdicke (58) verbleibt.
5. Magnetventilbaugruppe gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese zur Betätigung eines Kraftstoffinjektors verwendet wird.
6. Magnetventilbaugruppe gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetventilbaugruppe einen verringerten Ansprechverzug zwischen dem Beginn der
Bestromung der Magnetspule (18) bis zum Beginn der Bewegung der Ankerplatte (28) aufweist
und eine verkürzte Hubzeit vom Beginn der Bewegung der Ankerplatte (28) bis zum Erreichen
eines Ankeranschlages auf weist.
7. Magnetventilbaugruppe gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund einer Verminderung des Verlustes (44) des magnetischen Flusses (42) und
einer Verminderung des Streuflusses (46) im Bereich der Kernbohrung (30) der magnetische
Fluss (42) zur Erzeugung der Magnetkraft maximiert ist.
1. Solenoid valve assembly, in particular for activating a fuel injector, having a magnetic
core (16) into which a solenoid (18) is let, said solenoid (18) activating an armature
assembly (20) which has an armature bolt (26) and an armature plate (28, 52), wherein
the armature plate (28, 52) has a pole face (54) which is of essentially planar and
uninterrupted design and which is embodied lying opposite the magnet assembly (10)
and extends in a planar fashion with respect to the latter, characterized in that in that the armature plate (28) has, on its underside (36), a number of grooves (56) which
form an armature geometry (50) with reduced leakage flux.
2. Solenoid valve assembly according to Claim 1, characterized in that the grooves (56) which run on the underside (36) of the armature plate (28) extend
in the radial direction (64).
3. Solenoid valve assembly according to Claim 1, characterized in that the grooves which extend on the underside (36) of the armature plate (28) extend
with a 60° pitch (62), with a 45° pitch or with a 90° pitch.
4. Solenoid valve assembly according to Claim 1, characterized in that a web thickness (58) remains between the pole face (54) of the armature plate (28)
and a base of the grooves (56).
5. Solenoid valve assembly according to one or more of the preceding claims, characterized in that the latter is used to activate a fuel injector.
6. Solenoid valve assembly according to one or more of the preceding claims, characterized in that the solenoid valve assembly has a reduced response delay from the start of energization
of the solenoid (18) up to the start of the movement of the armature plate (28), and
has a shortened travel time from the start of the movement of the armature plate (28)
up to the time when an armature stop is reached.
7. Solenoid valve assembly according to one or more of the preceding claims, characterized in that the magnet flux (42) for generating the magnetic force is maximized by virtue of
a reduction in the loss (44) in magnet flux (42) and a reduction in the leakage flux
(46) in the region of the core drill hole (30).
1. Module d'électrovanne, notamment pour l'actionnement d'un injecteur de carburant,
comprenant un noyau magnétique (16) dans lequel est introduite une bobine magnétique
(18), qui actionne un module d'armature (20), qui présente un boulon d'armature (26)
et une plaque d'armature (28, 52), la plaque d'armature (28, 52) présentant une surface
de pôle (54) réalisée substantiellement sous forme plane et sans interruption, qui
est réalisée en face du module magnétique (10) et qui s'étend à plat par rapport à
celui-ci, caractérisé en ce que la plaque d'armature (28) présente sur son côté inférieur (36) une pluralité de gorges
(56) qui constituent une géométrie d'armature à flux de fuite réduit (50).
2. Module d'électrovanne selon la revendication 1, caractérisé en ce que les gorges (56) s'étendant sur le côté inférieur (36) de la plaque d'armature (28)
s'étendent dans la direction radiale (64).
3. Module d'électrovanne selon la revendication 1, caractérisé en ce que les gorges s'étendant sur le côté inférieur (36) de la plaque d'armature (28) s'étendent
avec un écartement de 60° (62), de 45° ou de 90°.
4. Module d'électrovanne selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une épaisseur de nervure (58) subsiste entre la surface de pôle (54) de la plaque
d'armature (28) et un fond des gorges (56).
5. Module d'électrovanne selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est utilisé pour l'actionnement d'un injecteur de carburant.
6. Module d'électrovanne selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le module d'électrovanne présente un retard de réponse réduit entre le commencement
de l'alimentation en courant de la bobine magnétique (18) et le commencement du mouvement
de la plaque d'armature (28), et présente un temps de course raccourci entre le commencement
du mouvement de la plaque d'armature (28) et l'arrivée au niveau d'une butée d'armature.
7. Module d'électrovanne selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisé en ce que sur la base d'une réduction de perte (44) du flux magnétique (42) et d'une réduction
du flux de fuite (46) dans la région de l'alésage du noyau (30), le flux magnétique
(42) est maximisé pour produire la force magnétique.


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