[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stützring für Hitzeschildelemente eines
Flammenrohrs, insbesondere eines Flammenrohrs einer Gasturbine. Daneben betrifft die
Erfindung eine Brennkammeranordnung mit einem Flammenrohr und einem Mischgehäuse,
wie sie insbesondere bei Gasturbinen Verwendung findet.
[0002] Stützringe für Hitzeschildelemente, wie sie insbesondere bei Gasturbinenflammenrohren
zum Einsatz kommen, können eine an ihrer Außenseite verlaufende Nut aufweisen, die
als Kühlluftpassage dient. Ein Ausschnitt aus einem Stützring nach Stand der Technik
ist in Figur 1 dargestellt, wobei der Stützring vom Zinnenkranz eines Mischgehäuses
aufgenommen ist. Die Figur zeigt einen Ausschnitt des Stützrings 1 sowie einen Ausschnitt
einer Zinne 3 eines Mischgehäuses in einer schematisierten Querschnittsansicht. Der
Stützring weist einen verstärkten Bereich 5 auf, welcher wiederum mit einer inneren
Nut 7 und einer äußeren Nut 9 versehen ist, die sich beide über den vollen Umfang
des Stützringes erstrecken. Die äußere Nut 9 und die innere Nut 7 sind über eine Anzahl
radialer Durchgangsbohrungen 11 fluidtechnisch miteinander verbunden. Die äußere Nut
9 bildet eine Frischluftzufuhr zum Kühlen des Stützringes 1. Die Frischluft wird dann
durch die Bohrungen 11 ins Brennkammerinnere weitergeleitet. Der verstärkte Bereich
5 bildet außerdem einen zum Inneren der Brennkammer hin vorstehenden flanschartigen
Vorsprung, der eine Auflage für Hitzeschildelemente bildet.
[0003] Die während des Betriebs der Gasturbine herrschenden Temperaturen führen auf Grund
unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten des Stützringes 1 und der Zinnen
3 dazu, dass sich die Zinnen 3 während des Betriebs der Gasturbine in den Stützring
1 einschleifen. Die Folge des Einschleifens ist in Figur 2 dargestellt. Auf Grund
von Materialabtrag bilden sich in den Zinnen 3 Vorsprünge 13 aus, die in die äußere
Nut 9 des Stützrings 1 eingreifen. Wenn nun die Gasturbine abgeschaltet wird, kontrahieren
der Stützring 1 und die Zinnen 3 auf Grund der unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten
verschieden, so dass der Stützring 1 eine Kraft F
F1 auf die Zinnen 3 ausübt, während die Zinnen 3 eine Kraft F
Mi auf den Stützring ausüben. Diese Kräfte führen dazu, dass sich der Stützring 1 und
die Zinnen ineinander verhaken, wobei während der Abkühlung enorme Kräfte auftreten,
die gravierende Folgen haben können, wenn die Zinnen 3 oder der Stützring nicht rechtzeitig
ausgebessert oder ausgetauscht werden. Es erfolgen daher regelmäßige Inspektionen
des Übergangs zwischen dem Mischgehäuse und dem Flammenrohr, wobei die Zeitdauer zwischen
zwei Inspektionen durch den beschriebenen Einschleifprozess festgelegt ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen vorteilhaften Stützring und einen
vorteilhafte Brennkammeranordnung zur Verfügung zu stellen, die es insbesondere ermöglichen,
die Wartungsintervalle für den Übergang zwischen Flammenrohr und Mischgehäuse zu verlängern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Stützring für Hitzeschildelemente eines Flammenrohrs
nach Anspruch 1 und eine Brennkammeranordnung mit einem Flammenrohr und einem Mischgehäuse
nach Anspruch 7 gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung.
[0006] In der Außenseite eines erfindungsgemäßen Stützringes für Hitzschildelemente eines
Flammenrohrs, insbesondere eines Gasturbinenflammenrohrs, ist wenigstens eine Nut
vorhanden. Diese weist eine bezogen auf die radiale Richtung des Stützringes schräg
verlaufende Nutwand auf. Geeignete Winkel zwischen der Oberflächennormalen der schräg
verlaufenden Nutwand zur Radialrichtung des Stützringes liegen insbesondere im Bereich
zwischen 30° und 60°.
[0007] Die schräg verlaufende Nutwand führt beim Einschleifen des Zinnenkranzes eines Mischgehäuses
in den Stützring dazu, dass sich ein keilförmiger Vorsprung in den Zinnen ausbildet.
Dieser weist eine der schrägen Nutwand entsprechende Keilfläche auf. Wenn nun beim
Ausschalten der Gasturbine auf Grund des unterschiedlichen thermischen Ausdehnungsverhaltens
von Mischgehäuse und Stützring in Axialrichtung des Stützringes wirkende Kräfte auftreten,
führt die Schräge dazu, dass in Radialrichtung des Stützringes wirkende Kräfte generiert
werden, welche die Zinnen vom Stützring trennen. Hierdurch wird insbesondere das Abreißen
von Zinnen auf Grund einer zu großen Kraft in Axialrichtung des Stützringes vermieden.
[0008] Im Bereich der Nut können sich insbesondere Durchgangsöffnungen befinden, die sich
von der Außenseite des Stützringes zu seiner Innenseite erstrecken und als Kühlluftöffnungen
zum Kühlen des Stützringes sowie zur Abfuhr von durch die Nut eingebrachter Kühlluft
dienen. Um zu vermeiden, dass die Frischluftzufuhr durch die Nut unterbunden wird,
wenn die Zinnen tief in die Nut des Stützringes eingeschliffen sind, kann die der
schrägen Nutwand gegenüberliegende Nutwand eine nicht-planare Geometrie aufweisen.
Insbesondere kann sie eine in Axialrichtung des Stützringes gekrümmte Fläche bilden.
[0009] Um den Materialverlust an der Außenseite des Stützringes beim Einschleifen zu verringern
und dadurch den Einschleifprozess zu verlangsamen, kann seine Außenseite eine Panzerung,
d.h. eine abriebresistente Schicht (hard-facing, wear-resistant layer) aufweisen.
[0010] Eine erfindungsgemäße Brennkammeranordnung weist ein Flammenrohr und eine Mischgehäuse
auf. Sie kann insbesondere bei Gasturbinen zum Einsatz kommen. Das Flammenrohr besitzt
ein Ausgangsende mit einem Stützring für Hitzeschildelemente, insbesondere für keramische
Hitzeschildelemente. Das Mischgehäuse weist einen Rand mit vorstehenden Zinnen auf,
wobei die Zinnen einen Aufnahmeabschnitt zum Aufnehmen des Stützringes bilden. In
der erfindungsgemäßen Brennkammeranordnung ist der Stützring als erfindungsgemäßer
Stützring ausgebildet. Die mit Bezug auf den erfindungsgemäßen Stützring beschriebenen
Wirkungen und Vorteile ergeben sich daher insbesondere auch bei der erfindungsgemäßen
Brennkammer, weswegen auf die Beschreibung der Wirkung und Vorteile des Stützringes
verwiesen wird.
[0011] Um das Einschleifen zu verlangsamen, können neben der Außenseite des Stützringes
auch die Innenseiten der Zinnen eine Panzerung aufweisen. Insbesondere kann die Panzerung
der Zinnen härter als die Panzerung des Stützringes sein. Selbstverständlich kann
die Panzerung aber auch gleich sein, oder die Panzerung des Stützringes kann härter
sein, als die Panzerung der Zinnen. Vorzugsweise ist jedoch die Panzerung der Zinnen
härter als die des Stützringes, da ein Ausbessern und Austauschen des Stützringes
im Vergleich zu einem Ausbessern oder Austauschen von Zinnen den geringeren Aufwand
darstellt. Außerdem ist ein Abriss von Zinnen bei gleicher Panzerung wahrscheinlicher
als eine Beschädigung des Stützringes und hat für die Gasturbine die kritischern Folgen.
Durch die geeignet Wahl der Härte der Panzerung ist es also möglich, die Verteilung
des Verschleißes auf den Stützring und die Zinnen zu steuern.
[0012] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines Stützringes in einem Zinnenkranz gemäß Stand
der Technik.
Figur 2 zeigt den Ausschnitt aus Figur 1 nach einem betriebsbedingten Einschleifen
des Zinnenkranzes in den Stützring
Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Brennkammeranordnung mit Flammenrohr und Mischgehäuse
in einer schematischen Darstellung.
Figur 4 zeigt einen Ausschnitt des Übergangs zwischen Flammenrohr und Mischgehäuse
in einer vergrößerten Schnittansicht.
Figur 5 zeigt einen Schnitt entlang der Linie V-V in Figur 4.
Figur 6 zeigt den Stützring und die Zinnen des Mischgehäuses nach einem betriebsbedingten
Einschleifen.
Figur 7 zeigt ein Diagramm mit den beim Abkühlen der Brennkammeranordnung auftretenden
Kräften.
[0013] Eine erfindungsgemäße Brennkammeranordnung, die einen erfindungsgemäßen Stützring
für Hitzschildelemente, auch Steinstützring genannt, aufweist, wird nachfolgend mit
Bezug auf die Figuren 3 bis 7 beschrieben. Das vorliegende Ausführungsbeispiel zeigt
eine Brennkammeranordnung, in der das Flammenrohr vertikal angeordnet ist, d.h. die
Axialrichtung des Flammenrohrs verläuft in vertikaler Richtung. Entsprechend stellen
die Radialrichtungen des Flammenrohr horizontale Richtungen dar. Das in vertikaler
Richtung aus dem Flammerohr ausströmende Heißgas wird von dem Mischgehäuse in eine
horizontale Strömungsrichtung umgelenkt.
[0014] Figur 3 zeigt die Brennkammeranordnung, welche ein Flammenrohr 101 mit einem Brennerende
103, an dem die Brenner (nicht dargestellt) angeordnet sind, und einem Austrittsende
105, aus dem die in der Brennkammer entstehenden Heißgase auftreten, aufweist, in
eine Schnittansicht. Das Flammenrohr 101 ist mit seinem Austrittsende 105 in eine
Aufnahme 109 eines Mischgehäuses 107 eingeführt. Das Mischgehäuse leitet die aus dem
Flammenrohr 101 austretenden Heißgase zur Turbine (nicht dargstellt) weiter.
[0015] Das Innere des Flammenrohrs 101 ist mit keramischen Hitzeschildelementen, auch Hitzeschildsteine
genannt, versehen, um die Brennkammerwand vor dem korrosiven Heißgas zu schützen.
Am Austrittsende des Flammenrohrs 101 ist der die Hitzeschildsteine 111 haltende Steinstützring
113 angeordnet, von dem sich ein wesentlicher Teil in der Aufnahme 109 des Mischgehäuses
107 befindet. Der Aufnahmeabschitt 109 und der Steinstützring 113 sind in Figur 4
ausschnittsweise vergrößert dargestellt.
[0016] Der Steinstützring 113 weist eine Außenseite 115 und eine Innenseite 117 auf. Sowohl
in der Außenseite 115, als auch in der Innenseite 117 sind Nuten 119, 121 vorhanden,
die sich über den gesamten Umfang des Steinstützringes 113 erstrecken. Die Außenseite
des Steinstützringes 113 ist zudem mit einer abriebmindernden Panzerung 129 versehen.
In regelmäßigen Abständen um dem Umfang des Steinstützringes 113 verteilt sind Durchgangsbohrungen
123 vorhanden, welche die Nut 119 in der Außenseite 117 (im Folgenden Außennut 119
genannt) mit der in der Innenseite 117 ausgebildeten Nut 121 (im Folgenden Innennut
121 genannt) strömungstechnisch verbinden. Die Außennut 119 dient als Kühlluftpassage,
welche das Verteilen von Kühlluft um den Steinstützring 113 herum ermöglicht. Die
Kühlluft kann dann aus der Außennut 119 durch die Durchgangsbohrungen 123 in die Innennut
121 und von dort in Brennkammerinnnere gelangen. Die Außennut 117 und die Innennut
121 sind in einem flanschartigen Vorsprung 122 angeordnet, der in Radialrichtung zum
Brennkammerinneren hin vorsteht. Die Oberseite 124 des Vorsprungs 122 bildet eine
Stützfläche für die unterste Reihe der Hitzeschildelemente 111 (siehe Figur 3).
[0017] Die Außennut 119 des Steinstützringes 113 weist eine bezogen auf die Radialrichtung
des Steinstützringes 113 schräge Nutwand 125 auf. Die Oberflächennormale der schrägen
Nutwand 125 schließt mit der Radialrichtung des Stützringes 113 einen Winkel zwischen
30° und 60° ein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel ca. 40°. Die
der schrägen Nutwand 125 gegenüberliegende Nutwand 127 besitzt eine nicht-planare
Geometrie und ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel in Axialrichtung des Stützringes
113 gekrümmt.
Ein Schnitt durch den Steinstützring 113 entlang der Linie V-V in Figur 4 ist in Figur
5 dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass die Durchgangsbohrungen 123 nicht in Radialrichtung
des Stützringes 113 verlaufen, sondern in Umfangsrichtung geneigt sind und mit der
Radialrichtung einen Winkel von ca. 60° einschließen.
[0018] Der Steinstützring 113 des Flammenrohrs 101 ist in den Aufnahmeabschnitt 109 des
Mischgehäuses 107 eingeschoben. Dieser Aufnahmeabschnitt 109 wird von Zinnen 133 gebildet,
die in der Wand 131 des Mischgehäuses ausgebildet sind. Die Zinnen 133 sind hierbei
von einem Wandabschnitt des Mischgehäuses gebildet, der von in Umfangsrichtung um
das Mischgehäuse verteilten Ausnehmungen oder Aussparungen durchsetzt ist. Diese Ausnehmungen
beziehungsweise Aussparungen erstrecken sich vom Rand der Umfangswand ausgehend im
wesentlichen in Axialrichtung des Flansches in die Umfangswand hinein. Dadurch erhält
der Aufnahmeabschnitt 109 gegenüber dem nicht mit den Ausnehmungen beziehungsweise
Aussparungen versehenen Wandabschnitt des Mischgehäuses 107 eine erhöhte Flexibilität,
so dass sich zwischen dem Mischgehäuse 107 und dem Flammenrohr 101 auftretende Kräfte
bis zu einem gewissen Grad kompensieren lassen.
[0019] Die Innenseiten 135 der Zinnen 133 sind planar und mit einer Panzerung 137 versehen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Panzerung 137 der Zinnen härter als die
Panzerung 129 der Außenseite 115 des Steinstützringes 113, so dass sich im Betrieb
auftretender Abrieb, der durch Reibung des Steinstützringes 113 an der Innenseite
der Zinnen 133 entsteht, zu einem großen Teil auf den Steinstützring 113 konzentriert.
[0020] Figur 6 zeigt einen Ausschnitt aus dem Steinstützring 113 und dem Aufnahmeabschnitt
109, wenn die Brennkammeranordnung eine bestimmte Betriebsdauer erreicht hat. Während
des Betriebs schleift sich der Zinnenkranz des Mischgehäuses 107 in den Steinstützring
113 des Flammenrohrs 101 ein, wenn keine vorherige Befundung und ein Austausch bzw.
eine Reparatur stattfindet. Dieser Zustand ist in Figur 6 dargestellt. Durch das Einschleifen
entsteht in den Zinnen 133 ein Vorsprung 139, der in die Außennut 119, also in die
Kühlluftpassage, vorsteht. Dieser Vorsprung 139 weist abbriebbedingt eine zur schrägen
Nutwand 125 weitgehend parallele schräge Seite 141 auf.
[0021] Wenn das Flammenrohr 101 und das Mischgehäuse 107 nach dem Ausschalten der Gasturbine
abkühlen treten zwischen der abgeschrägten Seite 141 des Vorsprungs 139 und der schrägen
Nutwand 125 des Stützringes 113 in Axialrichtung wirkende Kräfte F
Mi und F
F1 auf, die aus der beim Abkühlen resultierenden axialen Relativbewegung der beiden
Bauteile entstehen. Durch die beim Einscheifen aufgrund der abgeschrägten Nutwand
125 entstehende keilartige Form der Vorsprünge 139 wird eine zwischen dem Steinstützring
113 und den Zinnen 133 entgegen gesetzt wirkende radiale Kraft (horizontal) erzeugt,
die diese Bauteile auseinander drückt und so von einander trennt. Hierdurch wird ein
Abreißen der Zinnen auf Grund einer zu hohen axialen Kraft vermieden. Die schräge
Nutwand 125 und die beim Einschleifen entstehende schräge Seite 141 in den Vorsprüngen
139 der Zinnen führen also zu einer im Bezug auf die Radialrichtung und die Axialrichtung
der beiden Bauteile abgeschrägten Kontaktfläche, welche die durch transiente Bewegung
der Bauteile bei Temperaturänderungen generierten Kräfte derart nutzt bzw. umwandelt,
dass sich die Bauteile selbständig von einander lösen, d.h. auseinander geschoben
werden, und die auftretenden Kräfte keinen Folgeschaden wie etwa einen Abriss von
Zinnen, eine Verformung, etc. verursachen. Ein Kräftediagramm, welches die durch transiente
Bewegung verursachte Kraft F
transient und die auf das Flammenrohr ausgeübte resultierende Kraft F
result.Fl sowie die auf das Mischgehäuse resultierende Kraft F
result.Mi zeigt, ist in Figur 7 dargestellt.
[0022] Die gekrümmte Seite 127 der Außennut 119 im Steinstützring 113 führt außerdem dazu,
dass auch bei erheblichen Verschleiß und einem damit verbundenen tiefen Eingraben
der Zinnen 133 in die Außennut 119 des Steinstützringes 113 immer eine ausreichend
große Kühlluftpassage für den Steinstützring gegeben ist. Ein Versperren der Kühlluftpasssage
kann so vermieden werden.
[0023] Obwohl das Versperren der Kühlluftpassage im vorliegenden Ausführungsbeispiel dadurch
vermieden wird, dass die der schrägen Nutwand 125 gegenüberliegende Nutwand 127 gekrümmt
ist, können auch andere nicht-planare Geometrien dieser Nutwand zum selben Ergebnis
führen. Bspw. kann die Nutwand dachförmig ausgebildet sein, also mit zwei unter einem
Winkel aufeinander treffenden planaren Wandabschnitten. Im einfachsten Fall kann dies
realisiert werden, indem eine im Querschnitt rechteckige Nut in einem Winkel relativ
zur Radialrichtung des Steinstützringes 113 in dessen Außenseite 115 eingebracht wird.
Der Winkel, den die Nut mit der Radialrichtung einschließt, liegt hierbei vorzugsweise
im Bereich zwischen 30° und 60°. Um durch ein tieferes Einarbeiten der Zinnen (aufgegeben
durch einen längeren Betrieb) ein Versperren der Kühlluftpassage zu vermeiden, können
diese über die Höhe der möglichen eingearbeiteten Zinne hinaus in den Stützring eingebracht
sein.
[0024] Gemäß der Erfindung wird also der Steinstützring im Bereich der Nut (Kühlluftversorgung)
mit einer Schräge versehen (z.B. 40°, die Steigung ist aber variabel und funktionsbedingt
zu wählen), die beim Abkühlen der Bauteile eine Zwangsentformung von Mischgehäuse
und Steinstützring zur Folge hat. Durch die Ausformung eines "Keils" wird eine entgegengesetzte
Kraft (horizontal) auf den Stützring und das Mischgehäuse erzeugt, die diese Bauteile
von einander "trennt". Hierdurch wird ein Abreißen der Zinnen auf Grund einer zu hohen
vertikalen Kraft vermieden.
1. Stützring (113) für Hitzeschildelemente (111) eines Flammrohrs (101), wobei in der
Außenseite (115) des Stützrings wenigstens eine Nut (119) vorhanden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass - die Nut (119) eine bezogen auf die Radialrichtung des Stützrings (113) schräg verlaufende
Nutwand (125)aufweist.
2. Stützring (113) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberflächennormale der schräg verlaufenden Nutwand (125) einen Winkel im Bereich
zwischen 30° und 60° zur Radialrichtung des Stützrings (113) aufweist.
3. Stützring (113) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich im Bereich der Nut (119) Durchgangsöffnungen (123) befinden, die sich von der
Außenseite (115) des Stützrings (113) zu seiner Innenseite (117) erstrecken.
4. Stützring (113) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die der schrägen Nutwand (125) gegenüber liegende Nutwand (127) eine nicht planare
Geometrie besitzt.
5. Stützring (113) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die der schrägen Nutwand (125) gegenüber liegende Nutwand (127) eine in Axialrichtung
des Stützringes (113) gekrümmte Fläche bildet.
6. Stützring (113) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenseite (115) des Stützringes (113) eine Panzerung aufweist.
7. Brennkammeranordnung mit einem Flammrohr (101) und einem Mischgehäuse (107), wobei
das Flammrohr (101) ein Ausgangsende (105) mit einem Stützring (113) für Hitzeschildelemente
(111) und das Mischgehäuse (107) einen Rand mit vorstehenden Zinnen (133) aufweist,
wobei die Zinnen (133) einen Aufnahmeabschnitt (109) zum Aufnehmen des Stützringes
(113) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (113) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist.
8. Brennkammeranordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Innenseiten (135) der Zinnen (133) und/oder die Außenseite (115) des Stützringes
(113) jeweils eine Panzerung aufweist bzw. aufweisen.
9. Brennkammeranordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Panzerung der Zinnen (133) härter als die Panzerung des Stützringes (113) ist.
1. Support ring (113) for heat shield elements (111) of a flame tube (101), wherein in
the outer side (115) of the support ring there is at least one groove (119),
characterized in that the groove (119) has a groove wall (125) which extends obliquely with regard to the
radial direction of the support ring (113).
2. Support ring (113) according to Claim 1,
characterized in that
the surface normal of the obliquely extending groove wall (125) has an angle in the
region of between 30° and 60° to the radial direction of the support ring (113).
3. Support ring (113) according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that
through-holes (123), which extend from the outer side (115) of the support ring (113)
to its inner side (117), are located in the region of the groove (119).
4. Support ring (113) according to Claim 3,
characterized in that
the groove wall (127) which lies opposite the oblique groove wall (125) has a non-planar
geometry.
5. Support ring (113) according to Claim 4,
characterized in that
the groove wall (127) which lies opposite the oblique groove wall (125) forms a surface
which is curved in the axial direction of the support ring (113).
6. Support ring (113) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that
the outer side (115) of the support ring (113) has a cladding.
7. Combustion chamber arrangement with a flame tube (101) and a mixing chamber (107),
wherein the flame tube (101) has an outlet end (105) with a support ring (113) for
heat shield elements (111) and the mixing chamber (107) has an edge with projecting
crenellations (133), wherein the crenellations (133) form a holder section (109) for
accommodating the support ring (113),
characterized in that
the support ring (113) is formed according to one of Claims 1 to 6.
8. Combustion chamber arrangement according to Claim 7, characterized in that
the inner sides (135) of the crenellations (133) and/or the outer side (115) of the
support ring (113) has, or have, a cladding in each case.
9. Combustion chamber arrangement according to Claim 8, characterized in that
the cladding of the crenellations (133) is harder than the cladding of the support
ring (113).
1. Bague ( 113 ) d'appui pour des éléments ( 111 ) de bouclier thermique d'un tube (
101 ) à flammes, dans lequel il y a au moins une rainure ( 119 ) dans le côté ( 115
) extérieur de la bague d'appui,
caractérisée en ce que la rainure ( 119 ) a une paroi ( 125 de rainure, s'étendant de manière inclinée,
par rapport à la direction radiale de la bague ( 113 ) d'appui.
2. Bague ( 113 ) d'appui suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
la normale à la surface de la paroi ( 125 ) de la rainure s'étendant de manière inclinée,
fait un angle compris entre 30° et 60° avec la direction radiale de la bague ( 113
) d'appui.
3. Bague ( 113 ) d'appui suivant la revendication 1 ou revendication 2,
caractérisée en ce que
dans la zone de la rainure ( 119 ) se trouvent des ouvertures ( 123 ) de passage,
qui s'étendent du côté ( 115 ) extérieur de la bague ( 113 ) d'appui à son côté (
117 ) intérieur.
4. Bague ( 113 ) d'appui suivant la revendication 3, caractérisée en ce que
la paroi ( 127 ) de la rainure, opposée à la paroi ( 125 ) inclinée de la rainure,
a une géométrie qui n'est pas plane.
5. Bague ( 113 ) d'appui suivant la revendication 4, caractérisée en ce que
la paroi ( 127 ) de la rainure, opposée à la paroi ( 125 ) inclinée de la rainure,
forme une surface courbée dans la direction axiale de la bague ( 113 ) d'appui.
6. Bague ( 113 ) d'appui suivant l' une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
le côté ( 115 ) extérieur de la bague ( 113 ) d'appui comporte un blindage.
7. Agencement de chambre de combustion, comprenant un tube ( 101 ) à flammes et une boîte
( 107 ) de mélange, le tube ( 101 ) à flammes ayant une extrémité ( 105 ) de sortie
comprenant une bague ( 113 ) d'appui pour des éléments ( 111 ) de bouclier thermique
et la boîte ( 107 ) de mélange ayant un bord à créneaux ( 133 ) en saillie, les créneaux
( 133 ) formant une section ( 109 ) de réception de la bague ( 113 ) d'appui, caractérisé en ce que la bague ( 113 ) d'appui est constituée suivant l'une des revendications 1 à 6.
8. Agencement de chambre de combustion suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que
les côtés ( 135 ) intérieurs des créneaux ( 133 ) et/ou le côté ( 115 ) extérieur
de la bague ( 113 ) d' appui a ou ont respectivement un blindage.
9. Agencement de chambre de combustion suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que
le blindage des créneaux ( 133 ) est plus dur que le blindage de la bague ( 113 )
d'appui.